DE415163C - Verfahren zur Herstellung von Zementwaren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zementwaren

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DE415163C
DE415163C DED45208D DED0045208D DE415163C DE 415163 C DE415163 C DE 415163C DE D45208 D DED45208 D DE D45208D DE D0045208 D DED0045208 D DE D0045208D DE 415163 C DE415163 C DE 415163C
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Zementwaren. Man hat bereits versucht, Zeincntkörper mit einer Glasur zu versehen, um sie undurchdringlicher und auch in ihrer äußeren Erscheinung ansehnlich zu machen, aber diese Versuche haben zu keinen günstigen Ergebnissen geführt, weil die Festigkeit der Zeinentformkörper durch die zum Aufbrennen der Glasur erforderliche hohe Temperatur leidet.
  • Gemäß vorliegender Erfindung wird die Schwierigkeit dadurch überwunden, daß zur Herstellung- der Formkörper ein Zement be- sonderer Art benutzt wird, niinilich der sogenannte geschmolzene oder Tonerdezement, welcher sich von- dem üblichen Portlandzement, den man bisher für die Herstellung von Formkörpern benutzt hat,- dadurch unterscheidet, daß er einen wesentlich geringeren Kieselsäuregehalt, dagegen einen viel höheren Tonerdegelialt besitzt als der Portlandzenient. Während nämlich der geschmolzene oder Tonerdezement etwa folgende durchschnittliche Zusammensetzung besitzt: Si0= io Prozent, Ca0 ¢o Prozent, Al_O3 + Fe@OR So Prozent, besitzt der übliche Portlandzement einen Kieselsäuregehalt von etwa 2o Prozent und einen Tonerdegehalt von nur etwa io Prozent.
  • Während die bekannten Portlandzeinente, wie erwähnt, -wenn sie in Formkörper überführt und darauf einem Breniilirozeß unterworfen werden, ihre Festiglu#it einbüßen, wird, -wie der Urfinder festgestellt hat, die Festigkeit des geschmolzenen oder Tonerdezenients, -wenn inan Formstücke daraus brennt und nach dein Abkühlen in Wasser aufbewahrt, noch erhöht.
  • Die Erfindung besteht also darin, Zementformstücke von großer Härte und Undurchdringlichkeit dadurch herzustellen, daß-män sie aus reinem geschmolzenen oder Tonerdezement oder aus mit solchem Zement bereitetem Mörtel gießt, preßt oder formt, mit einer Rohglasur oder Emaille überzieht und darauf einem Brennprozeß bei einer Temperatur bis zu i ioo° C unterwirft, wobei der Brennprozeß in bekannten Üfen, wie z. B. den in Ziegeleien, in der keramischen Industrie oder in Eniaillierwerken üblichen Üfen ausgeführt werden kann.
  • «"eng man die Formkörper aus Zementinörtel herstellt, dann ver-veridet nran zur Bereitung des -Mörtels vorzugsweise Kieselt' L in das Pressen der Gegenstände zu erleichtern, kann man der -Masse etwas Ton zusetzen. Ein solcher Zusatz hat sogar die Wirkung, die Festigkeit der Formstücke hach dein Brennen noch zu erhöhen.
  • Es ist benierkens-vert, claß die Gegenstände durch den Brennprozeh nur eine ganz außerordentlich geringe Formänderung erfahren, so claß eine auf ihre Oberflüche aufgebrachte Rollglasur oder Emaille glatt niederschmilzt. ohne Risse zu bekorninen. hie Erfindung erinöglicht also, große emaillierte Zementplatten u erzeugen, die frei von Rissen sind.
  • Wo die Undurchdringlichkeit der Gegent ge.#n hlüssiäkeiten u: dgl. nicht in > ände Frage kommt, sondern nur rlic# 1Lirtc clcr, horinkiirpcr, kann auch slic- t a a@t:r oder Iniaillirrung fortbleiben. (n rlirsc#tn Falle liesitzett die t;etniiß der Erlindun- herhestellteil Zeinentfoi-inkörper gcgenülicr #on.stigon Zementkörpern den Vorzug @\-cseiitliclt grüßc#rer 11iirte.
  • Wichtig hierbei ist, claß die Körper nach dein brennen noch in gehärtet werden.
  • Um eine Vorstellung von der Festigkeit zu gehen, «-elche inan bei Verwendung des Tonerdezements für zu brennende Formstücke erzielen kann, mögen folgende Allga' en gemacht werden: rorinkörper aus reinem Tonerrlezetnent zeigten nach 7 Tagen eine Zugfestigkeit von .4C;8 kg pro ein=, Formkörper aus den gleichen Zement l:esaßen nach denn Brennen und nach siel:eritägiger Härttnig in Wasser eine Ztigfestigkeit voll (So,B kg pro cin2.
  • Formkörper aus Mörtel aus den i gleichen "Zement ini '-\Iiscliungsverhältilis i : 3 zeigten witer den deichen Bedingungen eine Zugicstigl:cit voll 30" bzw. .1.3,2 kg pro crn2.
  • Bei Verarbeitung des 'Mörtels mit 3 Prozerrt Tonzusatz wurde eine Zugfestigkeit voll 2G,9 pro cnt= für die ungebrannten und voll i,4 kg pro ein= für die gebrannten Körper festgestellt.
  • Inn Gegensatz hierzu ging bei Formkörpern aus reinere Portlandzement die diesem eigene c,rliebliche Zugfestigkeit von etwa .131:g pro ctnz durch den Brennprozeß fast vollkon »licn verloren, während sich Formkörper aus 1'ortlandxenicntn lörtcl im Verhältnis r : i giinbtiger verhalten, insofern ihre gegenüber dem reinen 7enient geringere Zugfestigkeit von etwa 2G kg, durch den Brennprozeß nur auf x()"# kg pro cm= zurückg=ing.
  • Der Brc#inlirozeß wurde bei allen erwähnten Proben bei etwa goo° durchgeführt.

Claims (3)

1'a:vvrr-aas@tzicizi:: z. Zierfahren zur Herstellung von Zenientwaren von großer Härte und Dichte, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenstände aus sogenanntem geschmolzenen oder Tonerdezeinent bzw. aus solchem Zement hergestellten Mörtel geformt, mit einer Rohglasur oder Emaille überzogen, darauf bei großer Hitze gebrannt und nach Abkühlung in Wasser gehärtet werden.
2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Zementmasse, aus welcher die herzustellenden Gegenstände geformt ,werden, eine gerinne Menge Ton zugesetzt wird.
3. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung der Formkörper unter Fortfall der Glasur oder Emaill_ie_-rung erfolgt.
DED45208D 1924-03-28 1924-03-28 Verfahren zur Herstellung von Zementwaren Expired DE415163C (de)

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DE (1) DE415163C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2579050A (en) * 1948-06-07 1951-12-18 Stark Ceramics Inc Enameling of concrete materials
DE1002233B (de) * 1953-03-12 1957-02-07 Ferro Enamels Holland N V Verfahren zum Aufschmelzen glasartiger UEberzuege auf Bauelemente und andere nichtmetallische Gegenstaende
EP0794159A1 (de) * 1996-03-08 1997-09-10 Cement Manufacturers Sarawak Berhad Ziegelstein und Verfahren zu seiner Herstellung

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2579050A (en) * 1948-06-07 1951-12-18 Stark Ceramics Inc Enameling of concrete materials
DE1002233B (de) * 1953-03-12 1957-02-07 Ferro Enamels Holland N V Verfahren zum Aufschmelzen glasartiger UEberzuege auf Bauelemente und andere nichtmetallische Gegenstaende
EP0794159A1 (de) * 1996-03-08 1997-09-10 Cement Manufacturers Sarawak Berhad Ziegelstein und Verfahren zu seiner Herstellung

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