DE4138765C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen eines Laufunruhewertes einer Brennkraftmaschine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen eines Laufunruhewertes einer BrennkraftmaschineInfo
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Description
Das Folgende betrifft Verfahren und Vorrichtungen zum Bestimmen ei
nes Laufunruhewertes einer Brennkraftmaschine. Laufunruhewerte die
nen zum Beurteilen, ob eine Brennkraftmaschine Zündaussetzer auf
weist.
Im folgenden wird häufig der Begriff "Zündtakt" verwendet. Dieser
soll denjenigen Takt eines Viertaktmotors beschreiben, in dem
komprimiertes Luft/Kraftstoff-Gemisch eigentlich nach erfolgter Zün
dung verbrennen sollte. Der Begriff "Zündtakt" bezeichnet den ge
nannten Takt ganz allgemein, also unabhängig davon, ob tatsächlich
Zündung stattfindet oder ob ein Zündaussetzer vorliegt.
Ebenfalls häufig verwendet wird die Bezeichnung "oberer Totpunkt ei
nes Zylinders vor dessen Zündtakt". Es handelt sich hier um denjeni
gen oberen Totpunkt des Kolbens eines Zylinders, den der Kolben vor
dem Zündtakt einnimmt.
Im Stand der Technik sind seit über zehn Jahren zwei unterschiedli
che Prinzipien zum Bestimmen eines Laufunruhewertes einer Brenn
kraftmaschine bekannt. Gemäß dem ersten Prinzip werden pro Zündtakt
zwei Kurbelwellenwinkelsektorzeitspannen gemessen und voneinander
abgezogen, während gemäß dem zweiten Prinzip pro Zündtakt jeweils
nur eine derartige Zeitspanne gemessen wird und diese von einer zu
einem anderen Zündtakt gehörenden Zeitspanne abgezogen wird.
Im folgenden werden öfters die Begriffe lineare Beschleunigung bzw.
lineare Verzögerung verwendet. Hierunter wird folgender Sachverhalt
verstanden: Werden die Kurbelwinkelsektorzeitspannen über der Zeit
aufgetragen, so führt eine lineare Beschleunigung zu einem linearen
Verlauf mit negativer Steigung, eine lineare Verzögerung zu einem
linearen Verlauf mit positiver Steigung.
Ein Verfahren gemäß dem ersten Prinzip ist z. B. in
DE 25 07 138 A1 (US 4,044,234 A) beschrieben. Für jeden Zy
linder werden zwei Kurbelwellenwinkelsektoren festgelegt,
von denen der eine vor dem und der andere hinter dem oberen
Totpunkt des Zylinders vor dessen Zündtakt liegt. Für jeden
Kurbelwellenwinkelsektor werden die Sektorzeitspannen gemes
sen, innerhalb denen die vorgegebenen Kurbelwellenwinkelsek
toren überstrichen werden. Aus den zu einem Zündtakt n gehö
renden beiden Sektorzeitspannen wird eine erste Differenz
gebildet, um einen Laufunruhe-Grundterm zu gewinnen. Aus den
beiden Sektorzeitspannen für einen benachbarten Zündtakt
wird eine zweite Differenz gebildet, wodurch ein Laufunruhe-
Korrekturterm gewonnen ist. Dieser dient zum Korrigieren von
Differenzen im Grundterm, die durch Beschleunigungen oder
Verzögerungen bedingt sind. Das Korrigieren des Grundterms
erfolgt durch Subtrahieren des Korrekturterms, wodurch der
Laufunruhewert erhalten wird. Ohne Zündaussetzer ist dieser
Laufunruhewert bei konstanter Drehzahl oder bei linearer
Beschleunigung oder Verzögerung Null, Überschreitet der
Laufunruhewert dagegen einen vorgegebenen Schwellwert, ist
dies ein Zeichen für Aussetzer.
Verfahren gemäß dem zweiten Prinzip sind unter Hinweis auf
weiteren Stand der Technik in DE 39 17 978 A1 beschrieben.
Bei diesem Prinzip wird für jeden Zylinder nur ein einziger
Kurbelwellenwinkelsektor festgelegt. Eine erste Differenz
wird aus den zwei Sektorzeitspannen zweier unterschiedlicher
Zündtakte gebildet, wodurch wiederum ein Laufunruhe-Grund
term gewonnen wird. Eine zweite Differenz wird aus den zwei
Sektorzeitspannen für zwei Zündtakte gewonnen, die gleich
weit voneinander beabstandet sind wie diejenigen Zündtakte,
deren Sektorzeitspannen zum Bilden der ersten Differenz
dienten. Diese zweite Differenz ist wiederum ein Laufunruhe-
Korrekturterm. Erneut wird der Grundterm durch Subtrahieren
des Korrekturterms korrigiert, wodurch der Laufunruhewert
erhalten wird. Bei diesem zweiten Verfahren kommt es darauf
an, die zur Differenzbildung herangezogenen Sektorzeitspan
nen so zu legen und auszuwählen, daß sich Zündaussetzer in
den gebildeten Differenzen möglichst stark auswirken. Line
are Beschleunigungen und Verzögerungen sind jedoch wiede
rum durch die doppelte Differenzbildung kompensiert.
Bei beiden Prinzipien besteht der Nachteil, daß Auswirkungen
durch nicht lineare Beschleunigungen oder Verzögerungen nur
schlecht kompensiert werden.
Es bestand demgemäß das Prob
lem, Verfahren und Vorrichtungen zum Bestimmen eines Laufun
ruhewertes einer Brennkraftmaschine anzugeben, bei denen das
Bestimmen des genannten Wertes so erfolgt, daß Auswirkungen
von nicht linearen Beschleunigungen und Verzögerungen möglichst
gut kompensiert sind.
Die im folgenden angegebenen Erfindungen sind Anwendungen
eines Korrekturprinzips auf die oben angegebenen prinzipiel
len Verfahren zum Bestimmen eines Laufunruhewertes. Das Kor
rekturprinzip besteht darin, daß ein Korrekturterm durch
Medianbildung erzeugt wird. Bei der Medianbildung erfolgt
nicht ein Summieren mehrerer Werte und ein Dividieren durch
die Anzahl der Werte, sondern Werte werden der Größe nach geordnet,
und der mittlere Wert stellt den Median dar. Es hat sich gezeigt,
daß diese Medianbildung ausgezeichnet dazu geeignet ist, Effekte von
Beschleunigungen und Verzögerungen für eine größere Klasse als der
linearen vollständig zu kompensieren. Bei besonderer Ausgestaltung
des Prinzips können auch sogenannte Bankaussetzer, d. h. Aussetzer,
bei denen alle Zylinder einer von zwei Zylinderbänken nicht mehr
zünden, sicher erkannt werden.
Nachdem das eben genannte Prinzip erkannt war, stellte sich
die Erkenntnis ein, daß es nicht unbedingt erforderlich ist,
Differenzen von Zeitspannendifferenzen zu bilden, um Lauf
unruhewerte zu berechnen, sondern daß auch unmittelbar Dif
ferenzen von Zeitspannen verwendet werden können, wobei je
doch die eine Zeitspanne keine unmittelbar gemessene, son
dern eine bearbeitete, vorzugsweise eine durch Medianbildung
erzeugte, ist. Es stellte sich jedoch heraus, daß auch Mit
telwertbildungen vorgenommen werden können. Demgemäß be
schäftigen sich weitere erfindungsgemäße Verfahren mit Mit
telwertbildungen beim Bestimmen des Laufunruhewerts einer
Brennkraftmaschine.
Das erste erfindungsgemäße Verfahren ist auf beide oben
genannte Prinzipien mit Differenzbildung von Zeitspannendif
ferenzen anwendbar. Bei ihm wird wie folgt vorgegangen:
- - für jeden Zylinder wird mindestens ein Kurbelwellenwinkel sektor bezogen auf den oberen Totpunkt des jeweiligen Zy linders vor dessen Zündtakt festgelegt und für jeweilige Zündtakte werden die Sektorzeitspannen gemessen, inner halb denen die vorgegebene Kurbelwellenwinkel überstrichen werden,
- - und für jeweils einen Zündtakt n wird
- - eine erste Differenz aus zwei Sektorzeitspannen gebildet, um einen Laufunruhe-Grundterm zu gewinnen,
- - durch Medianbildung aus mehreren Sektorzeitspannendif ferenzen für Zündtakte um den jeweils interessierenden Zündtakt n herum ein Korrekturterm gewonnen,
- - und der Grundterm durch Subtrahieren des Korrekturterms korrigiert, wodurch der Laufunruhewert erhalten wird.
Das zweite erfindungsgemäße Verfahren stellt die Anwendung
des Medianprinzips auf ein Verfahren dar, bei dem erstmals
nicht mit Differenzen von Sektorzeitspannen, sondern unmit
telbar mit Sektorzeitspannen gearbeitet wird. Es wird wie
folgt verfahren:
- - für jeden Zylinder wird ein jeweils gleicher Kurbelwellen winkelsektor bezogen auf den oberen Totpunkt des jeweili gen Zylinders vor dessen Zündtakt festgelegt, und es wird für jeden Zylinder die Sektorzeitspanne gemessen, inner halb der der vorgegebene Kurbelwellenwinkelsektor über strichen wird,
- - und für jeweils einen Zündtakt n wird
- - ein Mehrfunktionsterm durch Medianbildung aus mehreren Sektorzeitspannen für Zündtakte um den jeweils interessie renden Zündtakt n herum gewonnen,
- - und der Mehrfunktionsterm wird von der Sektorzeitspanne für den interessierenden Zündtakt n abgezogen, wodurch der Laufunruhewert erhalten wird.
Das dritte und das vierte erfindungsgemäße Verfahren nutzen
Erkenntnisse aus dem eben genannten Verfahren und wandeln
dieses dahingehend ab, daß statt einer Medianbildung eine
Mittelwertbildung vorgenommen wird. Es hat sich allerdings
herausgestellt, daß die Mittelwertbildung erheblich schlech
ter geeignet ist, beim Bestimmen von Laufunruhewerten Effek
te zu kompensieren, wie sie durch nicht lineare Beschleunigungen
oder Verzögerungen bedingt sind. Jedoch stellen auch diese
Verfahren eine Verbesserung gegenüber dem Stand der Technik
dar.
Beim dritten erfindungsgemäßen Verfahren wird fast genau wie
beim zweiten erfindungsgemäßen Verfahren vorgegangen, ledig
lich mit dem Unterschied, daß statt einer Medianbildung eine
Mittelwertbildung aus mehreren Sektorzeitspannen für Zünd
takte um den jeweils interessierenden Zündtakt n herum er
folgt.
Das vierte erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch
aus, daß
- - für jeden Zylinder zwei Kurbelwellenwinkelsektoren festge legt werden, von denen der eine vor dem und der andere hinter dem oberen Totpunkt des jeweiligen Zylinders vor dessen Zündtakt liegt, und für jeden Zylinder die Sektor zeitspannen gemessen werden, innerhalb denen die vorgege benen Kurbelwellenwinkelsektoren überstrichen werden,
- - und für jeweils einen Zylinder n
- - eine erste Differenz aus den zwei zu dem Zündtakt gehö renden Sektorzeitspannen gebildet wird, um einen Lauf unruhe-Grundterm zu gewinnen,
- - ein Laufunruhe-Korrekturterm durch Mittelwertbildung aus mehreren Sektorzeitspannendifferenzen für Zündtakte um den jeweils interessierenden Zündtakt n herum gewonnen wird,
- - und der Grundterm durch Subtrahieren des Korrekturterms korrigiert wird, wodurch der Laufunruhewert erhalten wird.
Die beigefügten abhängigen Ansprüche beschäftigen sich aus
schließlich mit vorteilhaften Ausgestaltungen und Weiter
bildungen der ersten beiden erfindungsgemäßen Verfahren mit
der Medianbildung. Für gute Kompensation von Beschleu
nigungen und Verzögerungen ist es von besonderem Vorteil,
für die Medianbildung die Sektorzeitspannen(differenzen) für
jeweils gleich viele Zündtakte vor und nach dem interessier
enden Zündtakt n zu verwenden. Für sicheres Detektieren von
Bankaussetzern ist es von Vorteil, mindestens einen der äu
ßeren Sektorzeitspannen(differenz)werte durch Mittelwertbil
dung aus zwei aufeinanderfolgenden Sektorzeitspannen(diffe
renzen) zu bilden oder mindestens einen der beiden äußeren
Sektorzeitspannen(differenz)werte unter Auslassen einer Sek
torzeitspanne(differenz) an die anderen Sektorzeitspannen
(differenzen) anzuschließen.
Die erfindungsgemäßen Vorrichtungen gemäß den Vorrichtungs
ansprüchen sind so ausgebildet, daß sie die erfindungsgemä
ßen Verfahren ausüben.
Fig. 1: Flußdiagramm zum Erläutern eines Verfahrens zum Be
stimmen eines Laufunruhewertes einer Brennkraftmaschine;
Fig. 2: Tabelle zum Erläutern von Differenzen, wie sie bei
einem Verfahren gebildet werden, das nur eine Kurbelwellen
winkelsektorzeitspanne pro Zündtakt mißt;
Fig. 3: Tabelle entsprechend der von Fig. 2, jedoch für ein
Verfahren, das pro Zündtakt zwei Kurbelwellenwinkelsektor
zeitspannen mißt;
Fig. 4a bis 4e.D: Darstellungen des Berechnungsblocks im
Flußdiagramm von Fig. 1 für unterschiedliche Verfahren;
Fig. 5a bis 5f: Diagramme zeitlich aufeinanderfolgender Wer
te von Sektorzeitspannen und Sektorzeitspannendifferenzen
für unterschiedliche dynamische Fälle des Betriebs einer
Brennkraftmaschine.
Fig. 6: Schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Be
stimmen eines Laufunruhewertes einer Brennkraftmaschine.
Beim Verfahren gemäß dem Flußdiagramm von Fig. 1 wird nach
dem Start des Verfahrens, der mit dem Einschalten der Zün
dung der Brennkraftmaschine zusammenfällt, in einem Schritt
s1 der Kurbelwellenwinkel gemessen. In einem Schritt s2 wird
untersucht, ob der gemessene Winkel mit dem Anfang eines
Kurbelwellenwinkelsektors für einen Zündtakt n + m überein
stimmt. Ist dies der Fall, wird in einem Schritt s3 der An
fangszeitpunkt tAn+m für den Sektor erfaßt. Es folgt dann
wiederum Schritt s1. Ergibt sich beim nächsten Erreichen von
Schritt s2, daß die genannte untersuchte Übereinstimmung
nicht vorliegt, wird anschließend in einem Schritt s4 über
prüft, ob inzwischen das Ende des Sektors zum Zündtakt n + m
erreicht ist. Ist dies nicht der Fall, folgt erneut Schritt
s1, andernfalls ein Schritt s5, in dem der Endzeitpunkt
tEn+m für den Sektor erfaßt wird. Anschließend wird in einem
Schritt s6 die Kurbelwellenwinkelsektorzeitspanne Tn+m für
den Zündtakt n + m aus den Werten für den Anfangs- und den
Endzeitpunkt berechnet.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß der Zählwert n
für die Zündtakte durchläuft. Findet z. H. der Tausendste
Zündtakt im Zylinder 1 (bezogen auf die Zündfolge der Zylin
der) statt, sind vier Zylinder vorhanden und werden insge
samt sieben Zeitspannen zum Berechnen des Laufunruhewertes
für den Zylinder 1 im Zündtakt n, hier 1000, benötigt, müs
sen für diese Berechnung die Sektorzeitspannen vom Zündtakt
997 bis 1003 genutzt werden. Hier ist als n = 1000 und m = 3. Es
interessiert jedoch auch der Laufunruhewert für den Zündtakt
1001, der im Zylinder 2 stattfindet. Bezogen auf diesen
Zündtakt ist n = 1001 und die Zeitspanne T1000+3 ist für die
sen Zylinder die Zeitspanne T1001+2.
Vorstehend wurde davon ausgegangen, daß pro Zündtakt n nur
eine Sektorzeitspanne gemessen wird. Wie eingangs erläutert,
ist jedoch auch ein zweites Prinzip bekannt, bei dem pro
Zündtakt n zwei Sektorzeitspannen gemessen werden. Es muß
dann für jede der beiden Sektorzeitspannen untersucht wer
den, wann der jeweilige Anfang und wann das jeweilige Ende
vorliegt und die zugehörigen Zeitpunkte müssen erfaßt wer
den, um aus diesen die beiden Sektorzeitspannen berechnen zu
können.
Wenn alle für das Berechnen eines Laufunruhewertes zu einem
Zündtakt n erforderlichen Sektorzeitspannen zur Verfügung
stehen, erfolgt in einem Schritt s7 das Berechnen des Lauf
unruhewertes LU. Beispiele für Berechnungsarten sind in den
Varianten von Fig. 4 dargestellt.
Nach dem Berechnen des Laufunruhewertes in Schritt s7 wird
in einem Schritt s8 untersucht, ob das Ende des Verfahrens
erreicht ist, z. B. ob die Zündung der Brennkraftmaschine
ausgeschaltet wurde. Ist dies der Fall, wird das Verfahren
beendet, andernfalls folgt wiederum der genannte Ablauf ab
Schritt s1.
Der dargestellte Verfahrensablauf beschäftigt sich nicht
damit, wie der Laufunruhewert ausgewertet wird. Dies erfolgt
typischerweise durch Vergleichen des Laufunruhewertes mit
einer Schwelle. Es können jedoch auch erheblich komplizier
tere Auswertungen vorgenommen werden. Hierzu wird beispiels
haft auf die bereits oben genannte Schrift DE 39 17 978 A1
verwiesen. Das Auswerteverfahren ist nicht Gegenstand der
vorliegenden Erfindungen. Bei diesen geht es nur um das
Problem, wie beim Berechnen des Laufunruhewertes Effekte
möglichst gut kompensiert werden, die aus Beschleu
nigungen und Verzögerungen resultieren.
Bei Verfahren, die nur eine einzige Sektorzeitspanne pro
Zündtakt messen, bestehen weite Grenzen im Wählen des Kur
belwellenwinkelsektors. Er darf jedoch nicht länger sein als
720°/Z (Z = Zylinderzahl), da es ansonsten kaum mehr mög
lich ist, entscheiden zu können, von welchem Zylinder ein
Zündaussetzer herrührt. Vorzugsweise soll der verwendete
Kurbelwellenwinkelsektor zumindest teilweise im Zündtakt
liegen. Bevorzugt ist eine symmetrische Lage um den oberen
Totpunkt des Zylinders vor dessen Zündtakt, mit einem Win
kelbereich von +/-720°/2Z.
Wird zum Berechnen des Laufunruhewertes ein Verfahren mit
zwei Kurbelwellenwinkelsektoren genutzt, von denen der eine
vor dem und der andere hinter dem oberen Totpunkt eines je
weiligen Zylinders vor dessen Zündtakt liegt, können entwe
der in etwa gleich große Kurbelwellenwinkelsektoren verwen
det werden, oder die Sektoren können in ihrer Länge so auf
einander abgestimmt werden, daß sich im Fall eines Betriebs
der Brennkraftmaschine ohne Zündaussetzer im wesentlichen
zwei gleiche Sektorzeitspannen einstellen. Letzteres ist von
besonderem Vorteil, da sich dann besondere Mustererkennungs
möglichkeiten ergeben. Derartige Auswerteverfahren sind Ge
genstand einer älteren Anmeldung (DE 40 28 131 A1).
Fig. 2 listet Differenzen D von Zeitspannen für ein Verfah
ren auf, das jeweils nur eine Zeitspanne pro Zündtakt mißt.
Die Differenz Dn für den Zündtakt n berechnet sich aus den
Zeitspannen Tn+1 für den Zündtakt n + 1 und Tn für den Zünd
takt n. Dies gilt für die vorstehend genannte bevorzugte
Lage der Sektoren symmetrisch zu den genannten oberen Tot
punkten.
Fig. 3 listet demgemäß auf, wie die Differenzen D von Zeit
spannen für Verfahren berechnet werden, die zwei Sektorzeit
spannen pro Zündtakt n messen. Die Differenz Dn für den
Zündtakt n wird aus der im Kompressionstakt vor dem Zündtakt
n gemessenen Zeitspanne TKn und der im Expansionstakt, also
im Zündtakt n selbst gemessenen Zeitspanne TEn gebildet.
Gemäß Fig. 4a erfolgt die Berechnung des Laufunruhewertes LU
in Schritt s7 des Flußdiagramms von Fig. 1 mit Hilfe einer
Medianbildung. In bezug auf die verwendete Formel wird auf
Fig. 4a in Zusammenhang mit den Fig. 2 und 3 verwiesen. Es
sei angemerkt, daß der in der Gleichung aufgeführte Quotient
T3 als Tn 3 oder als TKn 3 berechnet werden kann, abhängig da
von, ob die in der Gleichung angegebenen Differenzen D gemäß
Fig. 2 oder gemäß Fig. 3 berechnet werden. Statt der dritten
Potenz einer einzigen Zeit kann auch z. B. ein Produkt aus
drei unterschiedlichen Zeiten verwendet werden, also z. B.
Tn-1 × Tn × Tn-1. Es ist jedoch auch möglich, nur durch
einen quadratischen oder einen einfachen Zeitterm zu divi
dieren, wenn dies bei der Auswertung entsprechend berück
sichtigt wird. In diesem Zusammenhang wird auf die bereits
mehrfach erwähnte Schrift DE 39 17 978 A1 verwiesen. Das
durch die Gleichungen der Fig. 4a, 2 und 3 gegebene Verfah
ren wird in seiner Wirkung im folgenden durch die Fig. 5a
bis 5c veranschaulicht.
Bevor auf die Fig. 5a bis c im einzelnen eingegangen wird,
sei das folgende Allgemeine zu den Fig. 5a bis f angemerkt.
Alle diese Figuren stellen Doppeldiagramme dar, wobei das
obere Diagramm Zeitspannen über der Zündtaktzahl und das je
weilige untere Diagramm Differenzen aus aufeinanderfolgenden
Zeitspannen, ebenfalls aufgetragen über den Zündtakten, dar
stellt. Die Meßwerte der Zeitspannen für einen jeweiligen
Zündtakt n und die berechneten Differenzwerte für diesen je
weiligen Zündtakt sind in allen Figuren durch ein "X" ge
kennzeichnet. Benachbarte Zeitspannen oder Differenzen, die
zur Berechnung des Laufunruhewertes LU herangezogen werden,
sind durch "x" gekennzeichnet.
Fig. 5a betrifft den Fall idealen Motorlaufs bei konstanter
Drehzahl. Alle Zeitspannen T sind gleich lang und demgemäß
sind alle Differenzen Null. Es ist unmittelbar ersichtlich,
daß dann auch der Median Null ist, der ja dadurch gebildet
wird, daß die zur Berechnung herangezogenen Werte der Größe
nach geordnet werden und der mittlere in der Reihenfolge als
Median herausgegriffen wird. Da beide Terme der Differenz
gleichung 4a Null sind, ist auch der Laufunruhewert LUn = 0.
Fig. 5b betrifft den Fall linearer Verzögerung. Fort
schreitend mit den Zündtakten werden die gemessenen Zeit
spannen um jeweils gleiche Differenzen größer. Die Gleich
heit der Differenzen ist aus Fig. 5b erkennbar. Der Median
der Differenzwerte entspricht wegen der Gleichheit aller
Differenzen genau der für den Zündtakt n geltenden Differenz
Dn. Es gilt also wiederum LUn = 0.
Die Darstellung von Fig. 5c schließlich betrifft den Fall
nicht linearer Verzögerung. Die gemessenen Zeitspannen T wachsen
von Zündtakt zu Zündtakt an, und zwar um zunehmende Diffe
renzbeträge, wie aus dem unteren Diagramm von Fig. 5c er
kennbar. Da für die Medianbildung gemäß der Gleichung von
Fig. 4a zwei Differenzwerte vor demjenigen für den Zündtakt
n und zwei danach verwendet werden, von denen die ersten
beiden unter demjenigen für den Zündtakt n und die beiden
anderen über demselben liegen, liegt der Differenzwert für
den Zündtakt n in der Mitte, wodurch der Median dieser fünf
Differenzwerte mit dem Differenzwert Tn für den Zündtakt n
identisch ist. Demgemäß gilt wiederum genau LUn = 0. Dieses
Ergebnis wäre mit einer Mittelwertbildung nicht erzielbar.
Aufgrund der zunehmend größer werdenden Differenzen würde
der Mittelwert der fünf Differenzwerte nicht dem dritten der
fünf Werte, also dem Wert Dn entsprechen, sondern er wäre
etwas größer, wie dies in Fig. 5c durch eine gestrichelte
Linie dargestellt ist.
Probleme ergeben sich beim Bestimmen der Laufunruhe mit Hil
fe der Formel von Fig. 4a dann, wenn ein sogenannter Bank
aussetzer vorliegt, d. h. ein Fall, bei dem alle Zylinder in
einer von zwei Zylinderbänden ausfallen. Die Zeitspannen T
sind dann abwechselnd höher und niedriger, wie in Fig. 5d
dargestellt. Die Differenzen D nehmen demgemäß abwechselnd
positive und negative Werte ein. Der Differenzwert für den
Zündtakt n ist wiederum zugleich Median, weswegen die Diffe
renz aus dem Differenzwert Dn und dem Medianwert erneut Null
ist, so daß sich kein Zündaussetzer feststellen läßt.
Diesem Mangel läßt sich leicht durch Abändern der Formel von
Fig. 4a in einer Weise abhelfen, wie sie durch die Formel
von Fig. 4b oder die Formel von Fig. 4c angegeben ist, wobei
der Fall von Fig. 4b durch Fig. 5e und der von Fig. 4c durch
Fig. 5f veranschaulicht ist.
Bei der Formel gemäß Fig. 4b in Verbindung mit den Fig. 2
oder 3 werden zur Medianbildung als äußere Werte solche
herangezogen, die durch Mittelwertbildung aus zwei aufeinan
derfolgenden Zeitspannendifferenzen gebildet sind. Da die
Differenzen abwechselnd mit gleich großen Beträgen positiv
und negativ sind, sind die genannten Mittelwerte Null. Diese
Werte liegen zwischen den genannten positiven und negativen
Werten, so daß der Medianwert Null wird, also vom Differenz
wert Dn für den Zündtakt n abweicht. Demgemäß ergibt sich
ein von Null abweichender Wert für den Laufunruhewert LUn.
Es wird darauf hingewiesen, daß dieses Ergebnis besser ist
als ein solches, das erzielbar wäre, wenn ein Mittelwert ge
bildet würde. Die Mittelwertbildung ist durch Fig. 5d veran
schaulicht. Wenn der Mittelwert aus den fünf für die Median
bildung gemäß Fig. 5d vorgesehenen Werten gebildet wird, ergibt
sich ein leicht unter Null liegender Wert, da drei der
fünf Werte unter Null und zwei der Werte mit gleichen Beträ
gen über Null liegen. Im Fall des Ausnutzens von Werten ge
mäß Fig. 5d hat die Mittelwertbildung also einen Vorteil ge
genüber der Medianbildung, jedoch erlangt die Medianbildung
sofort wieder einen Vorteil, wenn sie nur geringfügig abge
wandelt wird, wie durch Fig. 5d veranschaulicht und erläu
tert, um das Auswerteverfahren an ihre besondere Eigenschaf
ten anzupassen.
Noch vorteilhafter als die Variante gemäß Fig. 4b und Fig.
5e ist diejenige gemäß Fig. 4c und Fig. 5f. Zur Medianbil
dung werden nun nämlich nicht mehr außer dem Differenzwert
für den Zündtakt n die Differenzen für die zwei Zündtakte
davor und die zwei Zündtakte danach verwendet, sondern die
beiden äußeren Differenzen schließen unter Auslassen einer
Differenz an die anderen Differenzen an. Dadurch liegen nun
vier der verwendeten Werte auf der positiven Seite, während
alleine die Differenz für den Zündtakt n auf der negativen
Seite liegt. Der Median stimmt demgemäß mit dem positiven
Differenzwert überein. Da dieser vom negativen Differenzwert
Dn abgezogen wird, ergibt sich für den Laufunruhewert LUn
ein Wert, der doppelt so groß ist wie die Differenz Dn. Da
durch stellt sich ein sehr vorteilhaftes Signal/Rausch-Ver
hältnis ein.
Aus den Fig. 5e und 5c ist unmittelbar erkennbar, daß die
beschriebenen Vorteile bereits dann erreicht werden, wenn
nur einer der beiden äußeren Medianwerte durch Mittelwert
bildung oder durch Überspringen einer Differenz gebildet
wird.
Die bisherigen Ausführungsbeispiele bezogen sich auf das Be
rechnen von Laufunruhewerten LU mit Hilfe des Bildens von
Differenzen von Sektorzeitspannendifferenzen, wobei es unerheblich
war, ob die Zeitspannendifferenzen aus zwei Zeit
spannen für einen einzelnen Zündtakt n oder aus Zeitspannen
für unterschiedliche Zündtakte n gebildet wurden. Das Bilden
von Differenzen aus Differenzzeitspannen wird bei allen her
kömmlichen Verfahren angewandt. Es hat sich nun aber heraus
gestellt, daß die Medianbildung bestens dazu geeignet ist,
Laufunruhewerte durch eine einfache Differenz aus der Zeit
spanne Tn für den Zündtakt n und einem Medianwert um diese
Zeitspanne herum zu berechnen, wie durch die Formel von
Fig. 4d angegeben. Die Tatsache, daß mit dieser Berechnung
nicht nur die Effekte konstanter, sondern auch linearer und nicht linearer Be
schleunigungen und Verzögerungen kompensiert werden können,
ist unmittelbar aus dem oberen Diagramm von Fig. 5c ersicht
lich. Unabhängig von der Art der Beschleunigung oder Verzö
gerung ist die Sektorzeitspanne Tn für den Zündtakt n die
mittlere von mehreren aufeinanderfolgenden Zeitspannen Tn-2
bis Tn+2 für Zündtakte um den Zündtakt n herum. Demgemäß
fällt der Median in allen Fällen mit der Sektorzeitspanne Tn
für den Zündtakt n selbst zusammen. Der Laufunruhewert LUn
ist demgemäß Null. Was das Erkennen von Bankaussetzern an
geht, stellen sich wieder dieselben Probleme ein, wie anhand
des unteren Diagramms von Fig. 5d für die Differenzverfahren
erläutert. Aber auch dieses Problem läßt sich wieder durch
andere Wahl der äußeren Zeitspannen lösen, wie aus den obe
ren Diagrammen der Fig. 5e und 5f entsprechend zu den erläu
terten unteren Diagrammen der genannten Figuren erkennbar.
Vorzugsweise erfolgt also die Medianbildung aus den Zeit
spannen Tn-3, Tn-1, Tn, Tn+1 und Tn+3.
Es wird darauf hingewiesen, daß in Fig. 4d angegeben ist,
daß der Median um Tn berechnet wird. Damit soll ausgesagt
werden, daß die Medianbildung entsprechend erfolgen kann wie
für die Differenzen anhand der Fig. 4a bis 4c erläutert. Die
Medianbildung um Tn herum kann also entweder mit fünf direkt
aufeinanderfolgenden unmittelbar gemessenen Zeitspannen erfolgen
oder mit drei mittleren unmittelbar gemessenen und
zwei äußeren gemittelten Zeitspannen oder fünf unmittelbar
gemessenen Zeitspannen, von denen die äußeren unter Auslas
sen einer Zeitspanne an die anderen Zeitspannen anschließen.
Das Berechnen von Laufunruhewerten mit Hilfe von Zeitspannen
und Medianwerten aus Zeitspannen ist erheblich einfacher als
das Berechnen von Laufunruhewerten aus Differenzen von Zeit
spannen und Medianwerten von Differenzen von Zeitspannen.
Trotz dieser Vereinfachung zeigte sich bei Versuchen, daß
keine Verschlechterung der Auswerteergebnisse eintritt. Dies
ist aus obiger Erläuterung zu den Doppeldiagrammen der Fig.
5c bis 5f auch gut verständlich.
Angesichts der eben beschriebenen Vereinfachung wurde ver
sucht, das durch Fig. 4d veranschaulichte Verfahren dadurch
abzuwandeln, daß der als Mehrfunktionsterm zur Differenzbil
dung und zur Korrektur dienende Medianterm durch einen Mit
telwertterm ersetzt wurde. Wie anhand der Fig. 5c bis 5f er
läutert, wirkt ein Mittelwertterm ganz anders als ein Me
dianterm und ist bei weitem nicht so gut geeignet, Fehler zu
kompensieren, die durch Beschleunigungen oder Verzögerungen
oder durch Bankaussetzer hervorgerufen sind. Jedoch stellt
auch die Mittelwertbildung bereits einen Fortschritt zum
Stand der Technik dar. Die Mittelwertbildung ist durch die
Fig. 4e.T und 4e.D veranschaulicht, wobei die Formel gemäß
Fig. 4e.T für den Fall gilt, daß der Laufunruhewert unmit
telbar durch Abziehen des Mittelwerts von Zeitspannen für
Sektoren um den Zündtakt n herum von der Zeitspanne Tn für
den Zündtakt n selbst bei einem Verfahren gewonnen wird, das
nur eine Zeitspanne pro Zündtakt mißt, während Fig. 4e.D den
Fall betrifft, daß der Laufunruhewert LUn dadurch gewonnen
wird, daß von der Differenzzeitspanne Dn für den Zündtakt n
der Mittelwert von Differenzzeitspannen für Zündtakte um den
Zündtakt n herum abgezogen wird, wobei alle Differenzen solche
gemäß Fig. 3 sind.
Fig. 6 zeigt schematisch einen Verbrennungsmotor 10 mit
einer von einem Impulsgeber 11 abgetasteten Zahnscheibe 12
auf dem der Abtriebsseite entgegengesetzten Ende der Kurbel
welle. Das Signal vom Impulsgeber 11 gelangt zu einem Steu
ergerät 13, das ein Mittel 14 zum Messen der vorstehend ge
nannten Kurbelwellenwinkelsektoren und ein Mittel 15 zum
Bestimmen des genannten Laufunruhekorrekturterms aufweist.
Das Mittel 14 zum Messen von Sektorzeitspannen kann so aus
gebildet sein, daß es Zeitspannen mißt, in denen vorgegebene
Kurbelwellenwinkelsektoren überstrichen werden, von denen
jeweils mindestens einer für jeweils einen Zylinder bezogen
auf den oberen Totpunkt des jeweiligen Zylinders vor dessen
Zündtakt festgelegt ist. Es kann speziell so ausgebildet
sein, daß es Zeitspannen mißt, in denen vorgegebene Kurbel
wellenwinkelsektoren überstrichen werden, von denen jeweils
einer für jeweils einen Zylinder bezogen auf den oberen Tot
punkt des jeweiligen Zylinders vor dessen Zündtakt festge
legt ist. Schließlich kann es speziell so ausgebildet sein,
daß es Zeitspannen mißt, in denen vorgegebene Kurbelwellen
winkelsektoren überstrichen werden, von denen für jeden Zy
linder jeweils zwei so festgelegt sind, daß der eine vor und
der andere hinter dem oberen Totpunkt des jeweiligen Zylin
ders vor dessen Zündtakt liegt.
Das Mittel 15 zum Bestimmen eines Laufunruhe-Korrekturterms
kann so ausgebildet sein, daß es für jeweils einen Zündtakt
n eine erste Differenz aus zwei Sektorzeitspannen bildet, um
einen Laufunruhe-Grundterm zu gewinnen, einen Laufunruhe-
Korrekturterm durch Median- oder Mittelwertbildung aus meh
reren Sektorzeitspannendifferenzen für Zündtakte um den je
weils interessierenden Zündtakt n herum gewinnt und den
Grundterm durch Subtrahieren des Korrekturterms zu korrigiert,
wodurch es den Laufunruhewert erhält. Es kann weiter
hin so ausgebildet sein, daß es durch Medianbildung aus meh
reren Sektorzeitspannen für Zündtakte um einen jeweils in
teressierenden Zündtakt n herum einen Mehrfunktionsterm ge
winnt und diesen Mehrfunktionsterm von der Sektorzeitspanne
für genannten Zündtakt n abzieht, wodurch es den Laufunruhe
wert erhält.
Welche Ausführung des Mittels 14 zum Messen von Kurbelwel
lenwinkelsektoren zusammen mit welcher Ausführung des Mit
tels 15 zum Bestimmen eines Laufunruhewertes verwendet wird,
hängt davon ab, welches der erfindungsgemäßen Verfahren aus
geführt werden soll.
Claims (14)
1. Verfahren zum Bestimmen eines Laufunruhewertes einer
Brennkraftmaschine, bei dem
für jeden Zylinder mindestens ein Kurbelwellenwinkelsektor bezogen auf den oberen Totpunkt des jeweiligen Zylinders vor dessen Zündtakt festgelegt wird und für jeweilige Zündtakte die Sektorzeitspannen gemessen werden, in nerhalb denen die vorgegebenen Kurbelwellenwinkelsektoren überstrichen werden,
und für jeweils einen Zündtakt n
eine erste Differenz aus zwei Sektorzeitspannen gebildet wird, um einen Laufunruhe-Grundterm zu gewinnen,
ein Laufunruhe-Korrekturterm gewonnen wird
und der Grundterm durch Subtrahieren des Korrekturterms korrigiert wird, wodurch der Laufunruhewert erhalten wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Korrekturterm durch Medianbildung aus mehreren Sek torzeitspannendifferenzen für Zündtakte um den jeweils interessierenden Zündtakt n herum gewonnen wird.
für jeden Zylinder mindestens ein Kurbelwellenwinkelsektor bezogen auf den oberen Totpunkt des jeweiligen Zylinders vor dessen Zündtakt festgelegt wird und für jeweilige Zündtakte die Sektorzeitspannen gemessen werden, in nerhalb denen die vorgegebenen Kurbelwellenwinkelsektoren überstrichen werden,
und für jeweils einen Zündtakt n
eine erste Differenz aus zwei Sektorzeitspannen gebildet wird, um einen Laufunruhe-Grundterm zu gewinnen,
ein Laufunruhe-Korrekturterm gewonnen wird
und der Grundterm durch Subtrahieren des Korrekturterms korrigiert wird, wodurch der Laufunruhewert erhalten wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Korrekturterm durch Medianbildung aus mehreren Sek torzeitspannendifferenzen für Zündtakte um den jeweils interessierenden Zündtakt n herum gewonnen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
für jeden Zylinder ein einziger Kurbelwellenwinkelsektor
festgelegt wird, der symmetrisch zum oberen Totpunkt des
Zylinders vor dessen Zündtakt liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
für jeden Zylinder zwei Kurbelwellenwinkelsektoren festge
legt werden, von denen der eine vor dem und der andere hin
ter dem oberen Totpunkt des Zylinders vor dessen Zündtakt
liegt, und die genannten Differenzen jeweils aus den zwei
Sektorzeitspannen für einen Zündtakt gebildet werden.
4. Verfahren zum Bestimmen eines Laufunruhewertes einer
Brennkraftmaschine, bei dem
für jeden Zylinder ein jeweils gleicher Kurbelwellenwin kelsektor bezogen auf den oberen Totpunkt des jeweiligen Zylinders vor dessen Zündtakt festgelegt wird und für je den Zylinder die Sektorzeitspanne gemessen wird, innerhalb der der vorgegebene Kurbelwellenwinkelsektor überstrichen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß für jeweils einen Zündtakt n
ein Mehrfunktionsterm durch Medianbildung aus mehreren Sektorzeitspannen für Zündtakte um den jeweils interessie renden Zündtakt n herum gewonnen wird,
und der Mehrfunktionsterm von der Sektorzeitspanne für den interessierenden Zündtakt n abgezogen wird, wodurch der Laufunruhewert erhalten wird.
für jeden Zylinder ein jeweils gleicher Kurbelwellenwin kelsektor bezogen auf den oberen Totpunkt des jeweiligen Zylinders vor dessen Zündtakt festgelegt wird und für je den Zylinder die Sektorzeitspanne gemessen wird, innerhalb der der vorgegebene Kurbelwellenwinkelsektor überstrichen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß für jeweils einen Zündtakt n
ein Mehrfunktionsterm durch Medianbildung aus mehreren Sektorzeitspannen für Zündtakte um den jeweils interessie renden Zündtakt n herum gewonnen wird,
und der Mehrfunktionsterm von der Sektorzeitspanne für den interessierenden Zündtakt n abgezogen wird, wodurch der Laufunruhewert erhalten wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch ge
kennzeichnet, daß für die Medianbildung die Sektorzeitspan
nen für jeweils gleich viele Zündtakte vor und
nach dem interessierenden Zündtakt n verwendet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
Sektorzeitspannen für jeweils zwei Zündtakte
vor und nach dem interessierenden Zündtakt n verwendet werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekenn
zeichnet, daß mindestens einer der äußeren Sektorzeitspan
nenwerte durch Mittelwertbildung aus zwei aufein
anderfolgenden Sektorzeitspannen gebildet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch ge
kennzeichnet, daß mindestens einer der beiden äußeren Sek
torzeitspannenwerte unter Auslassen einer Sektor
zeitspannen(differenz) an die anderen Sektorzeitspannen
anschließt.
9. Verfahren zum Bestimmen eines Laufunruhewertes einer
Brennkraftmaschine, bei dem
für jeden Zylinder ein jeweils gleicher Kurbelwellenwin kelsektor bezogen auf den oberen Totpunkt des jeweiligen Zylinders vor dessen Zündtakt festgelegt wird und für je den Zylinder die Sektorzeitspanne gemessen wird, innerhalb der der vorgegebene Kurbelwellenwinkelsektor überstrichen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß für jeweils einen Zündtakt n
ein Mehrfunktionsterm durch Mittelwertbildung aus mehreren Sektorzeitspannen für Zündtakte um den jeweils interessie renden Zündtakt n herum gewonnen wird,
und der Mehrfunktionsterm von der Sektorzeitspanne für den interessierenden Zündtakt n abgezogen wird, wodurch der Laufunruhewert erhalten wird.
für jeden Zylinder ein jeweils gleicher Kurbelwellenwin kelsektor bezogen auf den oberen Totpunkt des jeweiligen Zylinders vor dessen Zündtakt festgelegt wird und für je den Zylinder die Sektorzeitspanne gemessen wird, innerhalb der der vorgegebene Kurbelwellenwinkelsektor überstrichen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß für jeweils einen Zündtakt n
ein Mehrfunktionsterm durch Mittelwertbildung aus mehreren Sektorzeitspannen für Zündtakte um den jeweils interessie renden Zündtakt n herum gewonnen wird,
und der Mehrfunktionsterm von der Sektorzeitspanne für den interessierenden Zündtakt n abgezogen wird, wodurch der Laufunruhewert erhalten wird.
10. Verfahren zum Bestimmen eines Laufunruhewertes einer
Brennkraftmaschine, bei dem
für jeden Zylinder zwei Kurbelwellenwinkelsektoren festge legt werden, von denen der eine vor dem und der andere hinter dem oberen Totpunkt des jeweiligen Zylinders vor dessen Zündtakt liegt, und für jeden Zylinder die Sektorzeitspannen gemessen werden, innerhalb denen die vorgege benen Kurbelwellenwinkelsektoren überstrichen werden,
und für jeweils einen Zündtakt n
eine erste Differenz aus den zwei zu dem Zündtakt gehö renden Sektorzeitspannen gebildet wird, um einen Laufun ruhe-Grundterm zu gewinnen,
ein Laufunruhe-Korrekturterm gewonnen wird
und der Grundterm durch Subtrahieren des Korrekturterms korrigiert wird, wodurch der Laufunruhewert erhalten wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Korrekturterm durch Mittelwertbildung aus mehreren Sektorzeitspannendifferenzen für Zündtakte um den jeweils interessierenden Zündtakt n herum gewonnen wird.
für jeden Zylinder zwei Kurbelwellenwinkelsektoren festge legt werden, von denen der eine vor dem und der andere hinter dem oberen Totpunkt des jeweiligen Zylinders vor dessen Zündtakt liegt, und für jeden Zylinder die Sektorzeitspannen gemessen werden, innerhalb denen die vorgege benen Kurbelwellenwinkelsektoren überstrichen werden,
und für jeweils einen Zündtakt n
eine erste Differenz aus den zwei zu dem Zündtakt gehö renden Sektorzeitspannen gebildet wird, um einen Laufun ruhe-Grundterm zu gewinnen,
ein Laufunruhe-Korrekturterm gewonnen wird
und der Grundterm durch Subtrahieren des Korrekturterms korrigiert wird, wodurch der Laufunruhewert erhalten wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Korrekturterm durch Mittelwertbildung aus mehreren Sektorzeitspannendifferenzen für Zündtakte um den jeweils interessierenden Zündtakt n herum gewonnen wird.
11. Vorrichtung zum Bestimmen eines Laufunruhewertes einer
Brennkraftmaschine, mit
einem Mittel (14) zum Messen von Sektorzeitspannen, in de nen vorgegebene Kurbelwellenwinkelsektoren überstrichen wer den, von denen jeweils mindestens einer für jeweils einen Zylinder bezogen auf den oberen Totpunkt des jeweiligen Zy linders vor dessen Zündtakt festgelegt ist;
und einem Mittel (15) zum Bestimmen eines Laufunruhe-Kor rekturterms, das so ausgebildet ist, daß es für jeweils ei nen Zündtakt n eine erste Differenz aus zwei Sektorzeitspan nen bildet, um einen Laufunruhe-Grundterm zu gewinnen, einen Laufunruhe-Korrekturterm gewinnt und den Grundterm durch Subtrahieren des Korrekturterms zu korrigiert, wodurch es den Laufunruhewert erhält;
dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel (15) zum Bestimmen des Laufunruhe-Korrekturterms speziell so ausgebildet ist, daß es den Korrekturterm durch Medianbildung aus mehreren Sek torzeitspannendifferenzen für Zündtakte um den jeweils in teressierenden Zündtakt n herum gewinnt.
einem Mittel (14) zum Messen von Sektorzeitspannen, in de nen vorgegebene Kurbelwellenwinkelsektoren überstrichen wer den, von denen jeweils mindestens einer für jeweils einen Zylinder bezogen auf den oberen Totpunkt des jeweiligen Zy linders vor dessen Zündtakt festgelegt ist;
und einem Mittel (15) zum Bestimmen eines Laufunruhe-Kor rekturterms, das so ausgebildet ist, daß es für jeweils ei nen Zündtakt n eine erste Differenz aus zwei Sektorzeitspan nen bildet, um einen Laufunruhe-Grundterm zu gewinnen, einen Laufunruhe-Korrekturterm gewinnt und den Grundterm durch Subtrahieren des Korrekturterms zu korrigiert, wodurch es den Laufunruhewert erhält;
dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel (15) zum Bestimmen des Laufunruhe-Korrekturterms speziell so ausgebildet ist, daß es den Korrekturterm durch Medianbildung aus mehreren Sek torzeitspannendifferenzen für Zündtakte um den jeweils in teressierenden Zündtakt n herum gewinnt.
12. Vorrichtung zum Bestimmen eines Laufunruhewertes einer
Brennkraftmaschine, mit
einem Mittel (14) zum Messen von Sektorzeitspannen, in de nen vorgegebene Kurbelwellenwinkelsektoren überstrichen wer den, von denen jeweils einer für jeweils einen Zylinder be zogen auf den oberen Totpunkt des jeweiligen Zylinders vor dessen Zündtakt festgelegt ist;
gekennzeichnet durch
ein Mittel (15) zum Bestimmen eines Laufunruhe-Korrektur terms, das so ausgebildet ist, daß es durch Medianbildung aus mehreren Sektorzeitspannen für Zündtakte um einen je weils interessierenden Zündtakt n herum einen Mehrfunktions term gewinnt und diesen Mehrfunktionsterm von der Sektor zeitspanne für genannten Zündtakt n abzieht, wodurch es den Laufunruhewert erhält.
einem Mittel (14) zum Messen von Sektorzeitspannen, in de nen vorgegebene Kurbelwellenwinkelsektoren überstrichen wer den, von denen jeweils einer für jeweils einen Zylinder be zogen auf den oberen Totpunkt des jeweiligen Zylinders vor dessen Zündtakt festgelegt ist;
gekennzeichnet durch
ein Mittel (15) zum Bestimmen eines Laufunruhe-Korrektur terms, das so ausgebildet ist, daß es durch Medianbildung aus mehreren Sektorzeitspannen für Zündtakte um einen je weils interessierenden Zündtakt n herum einen Mehrfunktions term gewinnt und diesen Mehrfunktionsterm von der Sektor zeitspanne für genannten Zündtakt n abzieht, wodurch es den Laufunruhewert erhält.
13. Vorrichtung zum Bestimmen eines Laufunruhewertes einer
Brennkraftmaschine, mit
einem Mittel (14) zum Messen von Sektorzeitspannen, in de nen vorgegebene Kurbelwellenwinkelsektoren überstrichen wer den, von denen jeweils einer für jeweils einen Zylinder be zogen auf den oberen Totpunkt des jeweiligen Zylinders vor dessen Zündtakt festgelegt ist;
gekennzeichnet durch
ein Mittel (15) zum Bestimmen eines Laufunruhe-Korrektur terms, das so ausgebildet ist, daß es durch Mittelwertbil dung aus mehreren Sektorzeitspannen für Zündtakte um einen jeweils interessierenden Zündtakt n herum einen Mehrfunk tionsterm gewinnt und diesen Mehrfunktionsterm von der Sek torzeitspanne für genannten Zündtakt n abzieht, wodurch es den Laufunruhewert erhält.
einem Mittel (14) zum Messen von Sektorzeitspannen, in de nen vorgegebene Kurbelwellenwinkelsektoren überstrichen wer den, von denen jeweils einer für jeweils einen Zylinder be zogen auf den oberen Totpunkt des jeweiligen Zylinders vor dessen Zündtakt festgelegt ist;
gekennzeichnet durch
ein Mittel (15) zum Bestimmen eines Laufunruhe-Korrektur terms, das so ausgebildet ist, daß es durch Mittelwertbil dung aus mehreren Sektorzeitspannen für Zündtakte um einen jeweils interessierenden Zündtakt n herum einen Mehrfunk tionsterm gewinnt und diesen Mehrfunktionsterm von der Sek torzeitspanne für genannten Zündtakt n abzieht, wodurch es den Laufunruhewert erhält.
14. Vorrichtung zum Bestimmen eines Laufunruhewertes einer
Brennkraftmaschine, mit
einem Mittel (14) zum Messen von Sektorzeitspannen, in denen vorgegebene Kurbelwellenwinkelsektoren überstrichen wer den, von denen für jeden Zylinder jeweils zwei so festgelegt sind, daß der eine vor und der andere hinter dem oberen Tot punkt des jeweiligen Zylinders vor dessen Zündtakt liegt;
und einem Mittel (15) zum Bestimmen eines Laufunruhe-Kor rekturterms, das so ausgebildet ist, daß es für jeweils ei nen Zündtakt n eine erste Differenz aus zwei Sektorzeitspan nen bildet, um einen Laufunruhe-Grundterm zu gewinnen, einen Laufunruhe-Korrekturterm gewinnt und den Grundterm durch Subtrahieren des Korrekturterms korrigiert, wodurch es den Laufunruhewert erhält;
dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zum Bestimmen des Laufunruhe-Korrekturterms speziell so ausgebildet ist, daß es den Korrekturterm durch Mittelwertbildung aus mehreren Sektorzeitspannendifferenzen für Zündtakte um den jeweils interessierenden Zündtakt n herum gewinnt.
einem Mittel (14) zum Messen von Sektorzeitspannen, in denen vorgegebene Kurbelwellenwinkelsektoren überstrichen wer den, von denen für jeden Zylinder jeweils zwei so festgelegt sind, daß der eine vor und der andere hinter dem oberen Tot punkt des jeweiligen Zylinders vor dessen Zündtakt liegt;
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1991
- 1991-11-26 DE DE4138765A patent/DE4138765C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (5)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4138765A1 (de) | 1992-07-16 |
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