DE4138098C2 - Vorrichtung zur Bereitstellung warmen befeuchteten Atemgases - Google Patents
Vorrichtung zur Bereitstellung warmen befeuchteten AtemgasesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bereitstellung
warmen befeuchteten Atemgases mit einer Vernebelungskammer,
zu der ein heizbarer Behälter für Wasser und ein mit einem
heizbaren Gasstrom betriebener Vernebler in Form einer das
Wasser zerstäubenden Düse gehören, der Wasser aus dem Behälter
zuführbar ist, mit einem Heizaggregat für das Wasser und mit
einem Heizaggregat für das Gas.
Eine solche Vorrichtung ist aus der DE-PS 8 85 916 bekannt.
Sie dient zur Herstellung von Aerosolen für Inhalationszwecke
durch Zerstäuben einer erwärmten Flüssigkeit, die aus einer
Düse austritt. Die Flüssigkeit wird durch die Austrittsöffnung
der Düse umströmendes erwärmtes Blasgas zerstäubt. Die Erwär
mung der Flüssigkeit kann in einem Flüssigkeitsbehälter oder
auf dem Strömungsweg hin zu der Düse erfolgen. Hierfür ist
eine elektrische Heizeinrichtung in Form einer Induktionsspule
vorgesehen. Das erwärmte Blasgas ist Heißluft oder überhitzter
Dampf.
In der DE 24 36 406 C2 wird die Anfeucht- und Erwärmvorrichtung
von Beatmungsgeräten als die hauptsächlich Infektionsquelle
für den künstlich beatmeten Patienten bezeichnet, sofern nicht
besondere hygienische Maßnahmen getroffen werden. Dazu gehört
neben der Verwendung von Einmalartikeln die Sterilisation.
Im einzelnen beschreibt die DE 24 36 406 C2 eine Vorrichtung
zum Anfeuchten und Erwärmen von Atemgas mit einem von dem Gas
durchströmten Wasserbehälter, in dem Wasser induktiv erwärmt
und mittels einer Zusatzvorrichtung zwecks Dampfsterilisation
zum Kochen gebracht werden kann.
Die US 4 026 285 betrifft eine Vorrichtung zur Bereitstellung
warmen befeuchteten Atemgases, die in der Variante der Fig. 7
als Düsenzerstäuber ausgelegt ist. Bei der Vorrichtung findet
eine ständige thermische Selbstdesinfektion im laufenden Be
trieb statt.
Bei der nicht als Düsenzerstäuber ausgelegten Vorrichtung zur
Bereitstellung warmen befeuchteten Atemgases nach der US 4
089 915 findet eine periodische thermische Selbstdesinfektion
im laufenden Betrieb statt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine äußerst betriebssichere
Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die einen
eigenen Betriebszustand für die thermische Selbstdesinfektion
hat, während dessen die Atemgasbefeuchtung unterbrochen ist.
Diese Aufgabe wird mit einer derartigen Vorrichtung erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß die Heizaggregate in ihrer kumulierten Heizleistung
auf eine Thermodesinfektion der Vernebelungskammer ausgelegt
und über einen Zeitgeber in einen entsprechenden Betriebs zu
stand versetzbar sind, daß die Vernebelungskammer einen ver
schließbaren, temperaturgesteuert blockierbaren Auslaß hat,
an den eine zu dem Patienten führende Atemgasleitung anschließ
bar ist, daß der Behälter einen Wasseranschluß hat, und daß
die Vorrichtung wenigstens einen Druckgasanschluß für Atemgas
und eine Sicherheitsschaltung hat, die die Thermodesinfektion
verhindert oder unterbricht, wenn ein Leitungsanschluß an dem
Auslaß oder Wasseranschluß besteht oder Druckgas an dem Druck
gasanschluß ansteht.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat einen eigenen Betriebszu
stand für die thermische Selbstdesinfektion, in dem der Auslaß
der Vernebelungskammer, an den die Atemgasleitung angeschlossen
wird, verschlossen und temperaturgesteuert solange blockiert
ist, bis ein Absinken der Kammertemperatur auf einen solchen
Wert erreicht ist, daß nach Zuführen neuen Atemgases keine
patientengefährdende Temperatur erreicht werden kann. Für die
Thermodesinfektion muß der Anschluß der Vorrichtung an den Was
serbehälter unterbrochen sein, so daß ein unkontrolliertes Nach
laufen von Wasser aus dem Behälter und eine damit einhergehende
übermäßige Dampfbildung ausgeschlossen sind. Auch darf kein
Druckgas - medizinische Druckluft oder Sauerstoff - an dem
Druckgasanschluß anstehen. Die Thermodesinfektion kann so nicht
durch eine unkontrollierte Gasströmung in ihrer Wirkung beein
trächtigt werden.
Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Bei einer bevorzugten Bauform ist die Düse oberhalb des Wasser
spiegels in dem Behälter angeordnet. Die Düse kann an eine er
wärmte Druckluft führende Leitung angeschlossen sein und nach
dem Strahlpumpenprinzip Wasser aus dem Behälter ansaugen. Das
Wasser wird mit der Druckluft mitgerissen und beim Austritt
aus der Düse zerstäubt. Der Düsenaustrittsstrahl ist vorzugs
weise auf eine Prallplattenanordnung gerichtet, an der eine
noch weitere Feinverteilung des Wassers erfolgt. Man erhält
dabei Aerosolpartikel verschiedener Größe, von denen vorzugs
weise nur die kleinsten in den Atemgasstrom gelangen sollen.
Die Erfindung sieht dazu vor, den Vernebler auf eine Aerosol
erzeugung in beträchtlichem Überschuß auszulegen und durch eine
geeignete Prallplattenkonfiguration und Atemgasstromführung
den schweren Aerosolpartikeln ein Zurückfallen in den Behälter
zu ermöglichen.
Bei eine bevorzugten Bauform hat die Vernebelungskammer seit
lich oberhalb des Wasserspiegels einen dem Auslaß gegenüberlie
genden Einlaß. Dem Einlaß ist eine Gasvorwärmkammer vorgeordnet,
die ein weiteres Heizaggregat enthält. Die Gasvorwärmkammer
hat einen Anschluß für medizinische Druckluft, auf deren Strö
mungsweg vorzugsweise eine Volumenstromdosiereinrichtung liegt.
Letztere läßt die unter einem Betriebsdruck von üblicherweise
ca. 5 bar stehende medizinische Druckluft in vorgegebener Menge
und unter Druckabfall auf den Atemgasdruck in die Gasvorwärmkam
mer gelangen, wo die Luft auf eine vorgegebene, anhand der
Heizleistung des Heizaggregats regelbare Temperatur erwärmt
wird. Die Luft tritt dann in die Vernebelungskammer ein, wo
sie die Wasseroberfläche des Behälters überstreicht und ver
sprühte Aerosolpartikel bis zur Sättigung mit Wasser aufnimmt.
Die Gasvorwärmkammer hat vorzugsweise einen weiteren Anschluß
für Sauerstoff, auf dessen Strömungsweg ebenfalls eine Volumen
stromdosiereinrichtung liegt. Letztere läßt den unter einem
Betriebsdruck von üblicherweise ca. 5 bar stehenden Sauerstoff
in vorgegebener Menge und unter Druckabfall auf den Atemgasdruck
in die Gasvorwärmkammer gelangen. Um einen Betrieb mit Druckluft
allein zu ermöglichen, liegt in dem Sauerstoffanschluß ein Rück
schlagventil. Durch Einstellen eines entsprechenden Volumen
stromverhältnisses kann die Luft beliebig mit Sauerstoff ange
reichert, d. h. ein Sauerstoffanteil von 21 bis annähernd 100
Vol.% O₂ eingestellt werden.
Der Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit medizinischer
Druckluft bzw. Sauerstoff und nicht Raumluft hat den Vorteil,
daß das Atemgas garantiert keim- und staubfrei ist. Es lassen
sich bei geringem Geräuschpegel beliebige Sauerstoffanteile
einstellen, und es besteht keine Gefahr von Druckgasverlust.
Auch steht ein Betriebsdruck zur Verfügung, der Systemverschlüs
se z. B. bedingt durch das Vollaufen einer in der Atemgaslei
stung liegenden Wasserfalle problemlos überwindet und unter
allen Umständen Atemgas an den Patienten gelangen läßt.
In der Gasvorwärmkammer herrschen trockene Verhältnisse. Sie
ist daher in die erwähnte Thermodesinfektion nicht einbezogen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann derart betrieben werden,
daß der Patient das befeuchtete warme Atemgas unter ständigem
Überdruck einatmet (CPAP als Abkürzung von "continuous positive
airway pressure"). Dazu wird der Atemgasdruck an der/den
Volumenstromdosiereinrichtung(en) entsprechend eingestellt und
ein Speicherbehälter z. B. in Form eines Ballons an die Gasvor
wärmkammer angeschlossen. Das Puffervolumen des Speicherbehäl
ters gewährleistet, daß beim Einatmen kein bzw. kein die CPAP-Therapie
in Frage stellender Druckabfall eintritt. Der Speicher
behälter wird bevorzugt an die Gasvorwärmkammer angeschlossen,
da hier trockene Verhältnisse herrschen, so daß keine Kondens
wasserbildung in dem Speicherbehälter erfolgt und eine damit
einhergehende Volumenverringerung und Hygieneprobleme vermieden
werden.
Für einen sicheren Betrieb empfiehlt es sich, in der Atemgaslei
tung patientennah ein Überdruckventil anzuordnen, das sich bei
Überschreiten einer einstellbaren Druckobergrenze zur Atmosphäre
hin öffnet. Für die CPAP-Therapie sollte ein Druckwächter in
der Atemgasleitung liegen, der bei Druckabfall unter eine ge
ringfügig über Atmosphärendruck liegende Schwelle ein Signal
abgibt, das eine Unterbrechung der Atemgasleitung anzeigt.
In einer bevorzugten Bauform liegt in der Atemgasleitung patien
tennah ein Gastemperaturfühler, anhand dessen Signal die Heiz
aggregate geregelt werden. Bevorzugt ist eine dreifache Propor
tionalregelung, die die Temperaturen des Wassers, der durch
die Düse strömenden Druckluft und des in der Gasvorwärmkammer
befindlichen Gases einbezieht. Die Temperaturen werden mit ge
eigneten Temperaturfühlern erfaßt und anhand des Signals des
patientennahen Gastemperaturfühlers vorzugsweise in der genann
ten Hierachie proportional geregelt.
In einer bevorzugten Bauform schaltet die Sicherheitsschaltung
der Vorrichtung die Heizaggregate ab, wenn der patientennahe
Gastemperaturfühler nicht angeschlossen oder defekt ist oder
eine Temperatur mißt, die eine vorgegebene Temperaturschwelle
überschreitet. Durch das Abschalten der Heizaggregate wird eine
Überhitzung des Atemgases auch bei Wiederaufnahme des Betriebs
mit Sicherheit verhindert.
An die Atemgasleitung kann sich ein Medikamentenvernebler an
schließen lassen, der ein Atemtherapeutikum und zugleich auch
sich eventuell sammelndes Kondenswasser vernebelt. Der Medika
mentenvernebler wird mit Druckluft betrieben. Da handelsübliche
Medikamentenvernebler einen unterschiedlichen optimalen Be
triebsdruck haben, bei dem sie eine feinste Aerosolverteilung
bewirken, ist die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem Druck
luftanschluß für einen Medikamentenvernebler versehen, vor
dem ein Druckminderventil liegt, mit dem sich der Betriebsdruck
einstellen läßt.
In einer bevorzugten Bauform hat die Vorrichtung ein Gehäuse
mit einer Klammeranordnung vorzugsweise an der Rückseite, mit
der sich das Gehäuse sowohl an einer vertikalen Stange, als
auch an einer horizontalen Schiene festklammern läßt. Die Klam
meranordnung kann mit einem Gaseinlaßteil baulich vereinigt
sein.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 mit Fortsetzung Fig. 2 das Aufbauschema einer Vorrich
tung zum Bereitstellen warmen befeuchteten Atemgases;
Fig. 3 die Seitenansicht eines Gehäuses der Vorrichtung; und
Fig. 4 eine Draufsicht auf das Gehäuse mit Blick in Richtung
IV von Fig. 3.
Die Vorrichtung hat ein im wesentlichen quaderförmiges Gehäuse
10 mit einem Ansatz 12 an der Rückseite 14, in dem ein Gasein
laßteil und Paar Schraubzwingen 16, 18 baulich vereinigt sind.
Eine Schraubzwinge 16 mit in Betriebsstellung horizontaler
Öffnung dient zum Festklammern des Gehäuses 10 an einer hori
zontalen Schiene, und eine Schraubzwinge 18 mit vertikaler
Öffnung zum Festklammern des Gehäuses 10 an einer Stativstange
o. ä. Das Gaseinlaßteil hat zwei Druckgasanschlüsse 20, 22
für medizinische Druckluft und Sauerstoff unter einem Betriebs
druck von jeweils ca. 5 bar. Das Anliegen von Druckgas wird
mit nicht näher dargestellten Druckschaltern überwacht.
Von dem Druckluftanschluß 20 führt eine Leitung 24 zu einer
Volumenstromdosiereinrichtung 26. In dem Sauerstoffanschluß
22 liegt ein Rückschlagventil 28 gefolgt von einer zweiten
Volumenstromdosiereinrichtung 30. Die Volumenstromdosierein
richtungen 26, 30 lassen einen einstellbaren Volumenstrom Luft
bzw. Sauerstoff unter Druckabfall auf den gewünschten Atemgas
druck in eine Gasvorwärmkammer 32 gelangen. Durch Einstellen
eines geeigneten Volumenstromverhältnisses läßt sich der Sauer
stoffgehalt des Atemgases zwischen 21 und annähernd 100 Vol.% O₂
einstellen. Das Rückschlagventil 28 ist in Hinblick auf einen
Betrieb mit Druckluft allein in den Sauerstoffanschluß 22 ein
geschaltet.
In der Gasvorwärmkammer 32 befindet sich ein elektrisches Heiz
aggregat 34, das das Atemgas auf eine geregelte Temperatur
erwärmt. Für die CPAP-Therapie führt von der Gasvorwärmkammer
32 eine Leitung an einen absperrbaren Gehäuseabgang 36, an
den sich ein externer Speicherbehälter 38 z. B. in Form eines
Ballons anschließen läßt. Der Speicherbehälter 38 nimmt Gas
unter Überdruck auf. Sein Puffervolumen gewährleistet die Auf
rechterhaltung des für die CPAP-Therapie charakteristischen
dauernden Atemwegsüberdrucks.
Das in der Gasvorwärmkammer 32 erwärmte Atemgas tritt von der
Seite in eine Vernebelungskammer 40 ein, in der es mit Wasser
in feinster Aerosolform gesättigt wird. Den unteren Teil der
Vernebelungskammer 40 bildet ein Behälter 42, der mit sterilem,
ionenfreiem Wasser befüllt wird. Der Behälter 42 hat in seinem
Bodenbereich einen Abgang zu einem tiefer liegenden Wasseran
schluß 44 des Gehäuses 10, von dem ein Schlauch 46 an ein Re
servoir 48 führt. Das Reservoir 48 befindet sich im normalen
Betrieb auf einem höheren Niveau als der Behälter 42. In dem
Wasseranschluß 44 liegt ein automatisch betätigtes Sperrventil
50. Der Füllstand des Wassers in dem Behälter 42 wird mittels
eines externen Näherungsschalter laufend erfaßt und bei
Bedarf über das Ventil 50 Wasser in den Behälter 42 nach
gefüllt. Die Anschlußverbindung des Wasserschlauchs 46
ist mit einer Fotozelle überwacht.
In dem Behälter 42 liegt ein elektrisches Heizaggregat 52,
mit dem das Wasser auf eine geregelte Temperatur erwärmt wird.
Oberhalb des Wasserspiegels ist in dem Gasraum 54 der Vernebe
lungskammer eine Venturidüse 56 angeordnet, die im Hauptstrom
mit erwärmter Druckluft betrieben wird. Die Düse 56 ist an
eine von dem Druckluftanschluß 20 abzweigende Druckluftleitung
58 angeschlossen. Vor der Düse 56 liegt ein elektrisches Heiz
aggregat 60, das die unter einem Betriebsdruck von ca. 5 bar
stehende Druckluft auf eine geregelte Temperatur erwärmt.
An die Kammerwand der Düse 56 führt eine Ansaugleitung 62,
durch die nach dem Strahlpumpenprinzip erwärmtes Wasser aus
dem Behälter 42 angesaugt wird. Das Wasser wird in den Druck
luftstrom eindosiert und beim Passieren der Düse 56 zerstäubt.
Der Düsenaustrittsstrahl ist nach unten gerichtet. Er trifft
auf eine Prallplattenanordnung 64, an der eine weitere Feinver
teilung des Wassers erfolgt.
Das aus der Gasvorwärmkammer 32 kommende Atemgas tritt etwa
auf Höhe der Prallplattenanordnung 64 in die Vernebelungskammer
40 ein, wird aber durch eine zylindrische Blende 66 nach unten
umgelenkt. Das Atemgas überstreicht die Wasseroberfläche in
dem Behälter und nimmt Verdunstungswasser und feinste Aerosol
partikel bis zur Sättigung auf. Der Vernebler ist auf eine
Aerosolerzeugung in beträchtlichem Überschuß ausgelegt. Größere
Aerosolpartikel werden deshalb von dem Atemgasstrom nicht aufge
nommen, sondern fallen in den Behälter 42 zurück. Das erwärmte
und befeuchtete Atemgas erfährt an der Blende 66 eine nochmalige
Umlenkung nach oben und tritt dann aus der Vernebelungskammer
40 aus. Einlaß 68 und Auslaß 70 der Vernebelungskammer 40 für
das Atemgas liegen einander etwa auf gleicher Höhe gegenüber.
Von dem Auslaß 70 führt eine Leitung an einen Atemgasabgang
72 des Gehäuses 10, an den sich eine zu dem Patienten führende
Atemgasleitung 74 anschließen läßt. Die Anschlußverbindung
der Atemgasleitung 74 ist mit einer Fotozelle überwacht.
In der Atemgasleitung 74 liegt eine Wasserfalle 76, in der
sich Kondenswasser sammelt. Das Kondenswasser kann keinen Sy
stemverschluß bewirken, da der Betriebsdruck des aus Druckgas
erzeugten Atemgases jedenfalls ausreicht, um das Wasser aufzu
wirbeln und durch das gurgelnde Geräusch auf die Wasseransamm
lung aufmerksam zu machen. Sollte der Staudruck, der von der
sich füllenden Wasserfalle 76 ausgeht, zu hoch werden, so öffnet
sich ein patientennah in der Atemgasleitung 74 angeordnetes
Überdruckventil 78 zur Atmosphäre. Dadurch ist sichergestellt,
daß keinesfalls Kondenswasser an den Patienten gelangt.
Für CPAP-therapeutische Anwendungen empfiehlt es sich, patien
tennah einen Druckwächter 80 in die Atemgasleitung 74 ein zu
schalten, der bei Unterschreiten einer Druckschwelle wenig
über Atmosphärendruck ein Alarmsignal abgibt und so insbesondere
eine Unterbrechung der Atemgasleitung 74 anzeigt.
In der Atemgasleitung 74 liegt ein patientennaher Gastemperatur
fühler 82, dessen Signal dazu dient, die Temperatur des dem
Patienten zugeführten feuchten warmen Atemgases zu regeln.
Die Vorrichtung hat eine Dreifach-Proportionalregelung über
Mikroprozessor, die die Heizleistung der Heizaggregate beein
flußt. Die Isttemperatur des Wassers, der durch die Düse 56
tretenden Druckluft und des in der Gasvorwärmkammer 32 befind
lichen Gases wird mit Temperaturfühlern erfaßt. Die Regeleinheit
erstellt dem Meßsignal des patientennahen Gastemperaturfühlers
82 proportionale Solltemperatursignale. Bei Abfallen der mit
dem patientennahen Gastemperaturfühler 82 gemessenen Temperatur
wird die Solltemperatur proportional angehoben und bei Ansteigen
der mit dem patientennahen Gastemperaturfühler 82 gemessenen
Temperatur die Solltemperatur proportional abgesenkt. Die Heiz
leistung der Heizaggregate 34, 52, 60 wird geregelt, um die
mit den Temperaturfühlern gemessenen Isttemperaturen den Soll
temperaturen nachzufahren. Vorzugsweise wird in einer vorrangi
gen Regelstufe die Heizung des Wassers und der durch die Düse
56 strömenden Druckluft, und in einer nachrangigen Regelstufe
die Heizung des in der Gasvorwärmkammer 32 befindlichen Gases
geregelt.
Die Vorrichtung hat eine Sicherheitsschaltung, die die Heiz
aggregate 34, 52, 60 abschaltet, wenn der patientennahe Gastem
peraturfühler 82 nicht angeschlossen oder defekt ist (Selbst
check) oder eine Temperatur mißt, die eine vorgegebene Tempera
turschwelle überschreitet. Weitere in die Sicherheitsschaltung
einbezogene Kriterien sind, daß auch die anderen Temperaturfüh
ler angeschlossen und funktionstüchtig sind und einen Meßwert
innerhalb eines vorgegebenen Temperaturbands liefern, daß aus
reichend Wasser in dem heizbaren Behälter 42 vorhanden ist
(Schwimmer mit Näherungsschalter), daß Druckgas ansteht (Druck
schalter in der Preßluft- und Sauerstoffleitung), und daß die
Atemgasleitung 74 und der Wasserschlauch 46 angeschlossen sind
(Fotozellen). Darüberhinaus hat die Vorrichtung Selbstcheckfunk
tionen diverser Komponenten.
In die Atemgasleitung 74 kann patientennah ein Medikamentenver
nebler 84 eingeschaltet werden, der mit Druckluft betrieben
wird. Das Gehäuse 10 der Vorrichtung hat einen Druckluftabgang
86 zum Anschluß des Medikamentenverneblers 84. Der Druckluftab
gang 86 ist über eine Druckluftleitung 88 mit dem Druckluftan
schluß 20 des Gehäuses 10 verbunden. In der Druckluftleitung
88 liegt ein Druckminderventil 90, mit dem sich ein optimaler
Betriebsdruck des Medikamentenverneblers 84 einstellen läßt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird mit ionenfreiem Wasser
betrieben, das keimfrei ist. Auch herrschen im Betrieb sowohl
in der Gasvorwärmkammer 32, als auch in der Vernebelungskammer
40 hohe Temperaturen, so daß die Vorrichtung von Haus aus unan
fällig gegen mikrobielle Kontamination ist. Allen Eventualitäten
vorzubeugen, hat die Vorrichtung aber einen Betriebszustand,
in dem eine geräteinterne Thermodesinfektion der Vernebelungs
kammer 40 erfolgt.
Zur Vorbereitung der Desinfektion wird das Wasserreservoir
48 unter Bodenniveau des heizbaren Behälters 42 gebracht, um
darin stehendes Wasser in das Reservoir 48 zurücklaufen zu
lassen. Dann werden der Wasserschlauch 46 und die Atemgasleitung
74 abgekoppelt und die Druckgasversorgung unterbrochen. Die
Sicherheitsschaltung verhindert bzw. unterbricht die Thermodes
infektion, wenn sich Wasser in dem Behälter 42 befindet (Schwim
mer mit Näherungsschalter), die erwähnten Leitungsanschlüsse
bestehen (Fotozellen) oder Druckgas ansteht (Druckschalter
in der Preßluft- und Sauerstoffzuleitung).
Zur Thermodesinfektion werden die Heizaggregate 52, 60 für
das Wasser und die durch die Düse 56 strömende Druckluft auf
eine Temperatur von ca. 125°C geregelt und über eine längere
Zeitspanne auf dieser Temperatur gehalten. Die Zeitspanne läßt
sich an einem Zeitgeber einstellen, ohne eine vorgegebene Min
destzeit unterschreiten zu können. Der Stellbereich des Zeit
gebers reicht von ca. 35 min bis ca. 250 min.
Nach Beendigung der Thermodesinfektion wird die Vorrichtung
zum Verschließen des Patientenausgangs an der Vernebelungskammer
40 so lange blockiert, bis ein Absinken der Kammertemperatur
auf einen solchen Wert erreicht ist, daß nach Zuführen neuen
Atemgases keine patientengefährdende Temperatur erreicht werden
kann.
Bezugszeichenliste
10 Gehäuse
12 Ansatz
14 Rückseite
16 horizontale Schraubzwinge
18 vertikale Schraubzwinge
20 Druckluftanschluß
22 Sauerstoffanschluß
24 Druckluftleitung
26 Volumenstromdosiereinrichtung für Druckluft
28 Rückschlagventil
30 Volumenstromdosiereinrichtung für Sauerstoff
32 Gasvorwärmkammer
34 Heizaggregat für Atemgas
36 Gehäuseabgang
38 Speicherbehälter
40 Vernebelungskammer
42 Behälter
44 Wasseranschluß
46 Schlauch
48 Reservoir
50 Sperrventil
52 Heizaggregat für Wasser
54 Gasraum
56 Düse
58 Druckluftleitung
60 Heizaggregat für Druckluft
62 Ansaugleitung
64 Prallplattenanordnung
66 Blende
68 Einlaß
70 Auslaß
72 Atemgasabgang
74 Atemgasleitung
76 Wasserfalle
78 Überdruckventil
80 Druckwächter
82 Gastemperaturfühler
84 Medikamentenvernebler
86 Druckluftabgang
88 Druckluftleitung
90 Druckminderventil
12 Ansatz
14 Rückseite
16 horizontale Schraubzwinge
18 vertikale Schraubzwinge
20 Druckluftanschluß
22 Sauerstoffanschluß
24 Druckluftleitung
26 Volumenstromdosiereinrichtung für Druckluft
28 Rückschlagventil
30 Volumenstromdosiereinrichtung für Sauerstoff
32 Gasvorwärmkammer
34 Heizaggregat für Atemgas
36 Gehäuseabgang
38 Speicherbehälter
40 Vernebelungskammer
42 Behälter
44 Wasseranschluß
46 Schlauch
48 Reservoir
50 Sperrventil
52 Heizaggregat für Wasser
54 Gasraum
56 Düse
58 Druckluftleitung
60 Heizaggregat für Druckluft
62 Ansaugleitung
64 Prallplattenanordnung
66 Blende
68 Einlaß
70 Auslaß
72 Atemgasabgang
74 Atemgasleitung
76 Wasserfalle
78 Überdruckventil
80 Druckwächter
82 Gastemperaturfühler
84 Medikamentenvernebler
86 Druckluftabgang
88 Druckluftleitung
90 Druckminderventil
Claims (15)
1. Vorrichtung zur Bereitstellung warmen befeuchteten Atem
gases mit einer Vernebelungskammer, zu der ein heizbarer
Behälter für Wasser und ein mit einem heizbaren Gasstrom
betriebener Vernebler in Form einer das Wasser zerstäuben
den Düse gehören, der Wasser aus dem Behälter zuführbar
ist, mit einem Heizaggregat für das Wasser und mit einem
Heizaggregat für das Gas, dadurch gekennzeichnet, daß
das Heizaggregate (52, 60) in ihrer kumulierten Heizlei
stung auf eine Thermodesinfektion der Vernebelungskammer
(40) ausgelegt und über einen Zeitgeber in einen entspre
chenden Betriebszustand versetzbar sind, daß die Vernebe
lungskammer (40) einen verschließbaren, temperaturge
steuert blockierbaren Auslaß (70) hat, an den eine zu
dem Patienten führende Atemgasleitung (74) anschließbar
ist, daß der Behälter (42) einen Wasseranschluß (44) hat,
und daß die Vorrichtung wenigstens einen Druckgasanschluß
(20, 22) für Atemgas und eine Sicherheitsschaltung hat,
die die Thermodesinfektion verhindert oder unterbricht,
wenn ein Leitungsanschluß an dem Auslaß (70) oder Wasser
anschluß (44) besteht oder Druckgas an dem Druckgasan
schluß (20, 22) ansteht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Düse (56) oberhalb des Wasserspiegels in dem Behälter
(42) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse (56) an eine erwärmte Druckluft führende Lei
tung angeschlossen ist, daß die Düse (56) nach dem Strahl
pumpenprinzip Wasser aus dem Behälter (42) ansaugt, und
daß ihr Austrittsstrahl auf eine Prallplattenanordnung
(64) gerichtet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Vernebler auf eine Aerosolerzeugung
in beträchtlichem Überschuß ausgelegt und ein Zurückfallen
schwerer Aerosolpartikel in den Behälter (42) möglich ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Vernebelungskammer (40) seitlich
oberhalb des Wasserspiegels einen dem Auslaß (70) gegen
überliegenden Einlaß (68) hat, und daß dem Einlaß (68)
eine Gasvorwärmkammer (32) mit einem weiteren Heizaggregat
(34) und einem Anschluß für medizinische Druckluft (20)
und vorzugsweise auch Sauerstoff (22) vorgeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß auf dem Strömungsweg von Druckluft bzw.
Sauerstoff in die Gasvorwärmkammer (32) Volumenstromdosier
einrichtungen (26, 30) liegen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß in dem Sauerstoffanschluß (22) der Gas
vorwärmkammer (32) ein Rückschlagventil (28) liegt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß an die Gasvorwärmkammer (32) ein Spei
cherbehälter (38) für unter Überdruck stehendes Gas an
schließbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß in der Atemgasleitung (74) ein Überdruck
ventil (78) und/oder ein Druckwächter (80) liegt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß in der Atemgasleitung (74) patientennah
ein Gastemperaturfühler (82) liegt, anhand dessen Signal
die Heizaggregate (34, 52, 60) regelbar sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Temperatur des Wassers, der durch
die Düse (56) strömenden Druckluft und des in der Gasvor
wärmkammer (32) befindlichen Gases erfaßt und anhand des
Signals des patientennahen Gastemperaturfühlers (82) vor
zugsweise in der genannten Hierarchie proportional geregelt
wird.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Sicherheitsschaltung die Heizaggregate (34,
52, 60) abschaltet, wenn der Gastemperaturfühler (82) nicht
angeschlossen oder defekt ist oder eine Temperatur mißt,
die eine vorgegebene Temperaturschwelle überschreitet.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß an die Atemgasleitung (74) ein Medika
mentenvernebler (84) anschließbar und die Vorrichtung mit
einem Druckluftanschluß (86) dafür versehen ist, vor dem
ein Druckminderventil (90) mit einstellbarem Betriebsdruck
liegt.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß sie ein Gehäuse (10) mit einer Klammer
anordnung (16, 18) vorzugsweise an der Rückseite (14) hat,
mit der sich das Gehäuse (10) sowohl an einer vertikalen
Stange, als auch an einer horizontalen Schiene festklammern
läßt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Klammeranordnung (16, 18) mit einem
Gaseinlaßteil (12) baulich vereinigt ist.
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|---|---|---|---|
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Owner name: SUNRISE MEDICAL GMBH, 69254 MALSCH, DE |
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