DE4136776C2 - Verfahren zum Adsorbieren eines Gases und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Adsorbieren eines Gases und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen zum
Adsorbieren eines Gases mit einem Adsorptionsmittel, das
während einer Adsorptionsphase mit gashaltiger Luft und
während einer Regenerierungsphase mit Dampf oder Heißluft
beaufschlagt und dann abgekühlt wird.
Solche Adsorptionsverfahren und entsprechende Einrichtungen
sind in verschiedenen Ausführungsformen (z. B.
DE-PS 28 20 771) bekannt. Hierbei wird auch, um den
Wirkungsgrad der Adsorption zu erhöhen, die das zu
absorbierende Gas, z. B. ein gasförmiges, organisches
Lösemittel, transportierende Prozeßluft gekühlt, wodurch
die Adsorptionsfähigkeit des Adsorptionsmittels verbessert
wird. Dies erfordert jedoch zusätzlichen Kühlaufwand in der
die Prozeßluft führenden Leitung, falls nicht ohnehin
schon, wie etwa bei der Rückgewinnung des Lösemittels in
Chemischreinigungsmaschinen, ein Luftkühler vorhanden ist.
Die Kühlung der Prozeßluft wirkt sich allerdings wenig aus,
wenn, wie bei Chemischreinigungsmaschinen, die Prozeßluft
immer nur kurzzeitig im intermittierenden Betrieb mit
dazwischenliegenden Pausen zugeführt wird, während denen
die Maschine reinigt und keine lösemittelgashaltige Luft
ausbläst.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gegenüber
dem Stand der Technik wesentlich verbesserten Wirkungsgrad
der Adsorption zu erreichen, ohne daß zusätzlicher Aufwand
erforderlich wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Adsorptionsmittel während der Adsorptionsphase zusätzlich
mit Kaltluft gekühlt wird. Durch diese erfindungsgemäße
Kühlung während der Adsorption wird die
Adsorptionsfähigkeit des Adsorptionsmittels beträchtlich
erhöht. Hierzu können die bisher nur während der
Regenerierungsphase verwendeten Kühleinrichtungen der
Adsorptionsanlage verwendet werden, so daß kein
zusätzlicher Aufwand erforderlich ist.
Besonders vorteilhaft erweist sich die erfindungsgemäße
Kühlung des Adsorptionsmittels, wenn hierfür die bei
intermittierendem Adsorptionsbetrieb auftretenden Pausen
ausgenutzt werden, während denen keine Prozeßluft zugeführt
wird. Dies ist beispielsweise der Fall beim Betrieb einer
Adsorptionsanlage zur Rückgewinnung des in der Ausblasluft
von Chemischreinigungsmaschinen enthaltenen, gasförmigen
Lösemittel, z. B. Perchlorethylen. Im Rahmen der Erfindung
empfiehlt es sich daher, bei solchem intermittierenden
Betrieb das Adsorptionsmittel in der Adsorptionsphase
abwechselnd mit gashaltiger Prozeßluft und mit Kaltluft zu
beaufschlagen, wobei zweckmäßigerweise mit der Kaltluft
begonnen wird.
Im allgemeinen genügt es, das Adsorptionsmittel nur so
lange zu kühlen, bis eine gewünschte Temperatur, z. B. plus
5° Celsius, erreicht ist. Sind die Behälter, in denen das
Adsorptionsmittel enthalten ist, ausreichend isoliert, kann
dann die Kaltluftzufuhr abgestellt werden.
Eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
geeignete Vorrichtung besteht aus mindestens einem
Adsorber, der einen das Adsorptionsmittel aufnehmenden
Behälter aufweist, einen Lufteinlaß mit einer Zuleitung für
die gashaltige Luft und einen Luftauslaß mit einer
Ableitung für die gashaltige Luft und einen vom Lufteinlaß
über einen Ventilator, einen Luftkühler und einen
Lufterhitzer, der an seinem Ausgang ein Absperrventil
enthält, zum Luftauslaß verlaufenden Leitungskreislauf für
Heißluft bzw. Dampf, der Ventile am Lufteinlaß und
Luftauslaß enthält. Als wesentliches Merkmal der Erfindung
ist hierbei vorgesehen, daß der Luftauslaß über eine ein
Absperrventil enthaltende Leitung auch unmittelbar mit dem
Ausgang des Luftkühlers verbunden ist.
Dadurch wird es möglich, das Adsorptionsmittel beim
Adsorbieren zu kühlen, sei es ständig oder sei es
intermittierend. Denn das Wesen der erfindungsgemäßen
Anordnung besteht, wie aus dem nachfolgend anhand der
Zeichnung beschriebenen Ausführungsbeispiel ersichtlich
wird, darin, daß mit Hilfe des am Ausgang des Lufterhitzers
und des am Ausgang des Luftkühlers angeschlossenen
Absperrventils der Lufterhitzer, wenn er nicht zum Zwecke
der Desorption benötigt wird, von dem Adsorber abschaltbar,
und der Luftkühler mit seinem Ausgang direkt an den
Adsorber anschaltbar ist. Man erreicht so unter Nutzung der
ohnehin in der Anlage vorhandenen Einrichtungen einen
zusätzlichen, von dem Adsorber über Ventilator und
Luftkühler und wieder zurück zum Adsorber führenden
Kreislauf des Kühlgases während der Adsorptionsphase, und
damit eine erhebliche Wirkungsgradverbesserung.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und
scheinatisch dargestellt. Sie zeigt eine Anlage,
bestehend aus zwei Adsorbern 1
und 1′ die in bekannter Weise in Parallelschaltung an eine, die
Prozeßluft liefernde Quelle, hier eine Chemischreinigungsmaschine
2, angeschlossen ist. Während einer Adsorptionsphase wird die Pro
zeßluft aus der Maschine 2 durch den Ventilator 3 (im allgemeinen
unterstützt von einem hier nicht dargestellten weiteren Ventilator
in der Maschine) bei geöffnetem Ventil 4 dem Lufteinlaß 5 des Ad
sorbers 1 zugeführt wird, gibt beim Durchlauf durch den Adsorber
das mitgeführte Lösemittelgas an dessen Adsorptionsmittel ab und
tritt an dessen Luftauslaß 6 über das ebenfalls während der Ad
sorptionsphase geöffnete Ventil 7 aus dem Adsorber aus und fließt
über den Ventilator 3 im Kreislauf wieder zurück zur Maschine 2.
Ist der Adsorber 1 voll beladen, wird in bekannter Weise durch
Schließen der Ventile 4 und 7 die Adsorption hier beendet und
durch Öffnen der entsprechenden Ventile 4 und 7 des anderen
Adsorbers 1′ mit diesem fortgesetzt. Die entsprechenden Teile und
Ventile des andern Adsorbers 1′ sind daher mit den gleichen Be
zugszahlen versehen wie die beim Adsorber 1.
Unmittelbar nach Beendigung der Adsorption an dem Adsorber 1 wird
dieser regeneriert, d. h. kurzzeitig mit Heißluft aus einem Lufter
hitzer 8 (durch Öffnen der Ventile 9, 10 und 11) erwärmt und an
schließend mit Kaltluft aus einem Luftkühler 12 (Ventil 9 ist dann
geschlossen und dafür Ventil 13 geöffnet) gekühlt. Diese Regene
rierung erfolgt hier in einem geschlossenen Leitungskreislauf, in
dem die Luft durch einen Ventilator 14 vom Adsorber 1 über eine
Leitung 15, den Luftkühler 12 sowie - während der Desorption -
über einen Luftvorwärmer 16 und den Lufterhitzer 8 wieder zurück
zum Adsorber geführt. Zur unmittelbar anschließenden Abkühlung des
erwärmten Adsorbers 1 wird dann das Ventil 9 geschlossen und dafür
das Ventil 13 geöffnet. Für die Regenerierung wird nur eine kurze
Zeitdauer benötigt. Anschließend bleibt der Adsorber 1 solange un
benutzt in Reservestellung, bis der andere Adsorber 1′ vollgeladen
ist, worauf dann die Adsorption mit dem Adsorber 1 fortgesetzt
wird, während der andere Adsorber regeneriert wird.
Während der Adsorptionsphase wird der adsorbierende Adsorber zu
sätzlich durch vorübergehendes Öffnen der entsprechenden Ventile
10, 11 und 13 zur Wirkungsgraderhöhung mit der aus dem Kühler 12
strömenden Kaltluft gekühlt. Bei Betrieb mit Chemischreinigungs
maschinen, die nur zeitweise, d. h. am Ende einer jeden Reinigungs
charge ihre lösemittelgashaltige Luft ausblasen, empfiehlt sich
ein intermittierender Betrieb, d. h. die Kühlung des Adsorptions
mittels erfolgt durch abwechselndes Öffnen der Ventile 4 und 7
einerseits während des Ausblasens der Chemischreinigungsmaschinen
und der Ventile 10, 11 und 13 in den Zwischenzeiten, in denen die
Maschine reinigt. Soll die Kühlung gleichzeitig mit der Adsorption
erfolgen, muß bei dem dargestellten Beispiel allerdings die Um
laufrichtung der Prozeßluft umgekehrt werden.
In dem dargestellten Beispiel ist der Luftkühler 12 als Verdampfer
einer Kälteanlage ausgebildet, deren Kondensator als Luftvorwärmer
16 benutzt wird. Der Leitungskreislauf des Kältemittels mit dem
Kompressor 18 ist mit gestrichelten Linien eingezeichnet. Der
eigentliche Lufterhitzer 8 wird mit Dampf durch Öffnen eines Ven
tils 17 in einer Dampfleitung 19 gespeist. Die Kühlung des jeweils
aktiven Adsorbers wird natürlich während der Desorption des je
weils anderen Adsorbers ausgesetzt. Diese Desorption nimmt jedoch
wenig Zeit in Anspruch.
Das Umschalten der verschiedenen Ventile kann zwar im einfachsten
Fall jeweils von Hand vorgenommen werden. Zur Erhöhung der Be
triebssicherheit ist es jedoch vorteilhaft, einen automatisierten,
computergesteuerten Mechanismus zum Umschalten der Ventile in
Abhängigkeit vom Beladezustand der Adsorber, vom Ausblaszustand
der Reinigungsmaschine und der vorliegenden Temperatur im
adsorbierenden Adsorberbett vorzusehen.
Claims (5)
1. Verfahren zum Adsorbieren eines Gases mit einem
Adsorptionsmittel, das während einer Adsorptionsphase
mit gashaltiger Luft und während einer
Regenerierungsphase mit Dampf oder Heißluft
beaufschlagt und dann abgekühlt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß das Adsorptionsmittel
während der Adsorptionsphase zusätzlich mit Kaltluft
gekühlt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Adsorptionsmittel
während der Adsorptionsphase abwechselnd mit
gashaltiger Prozeßluft und mit Kaltluft beaufschlagt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß zu Beginn der
Adsorptionsphase das Adsorptionsmittel zuerst mit
Kaltluft beaufschlagt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Adsorptionsmittel so lange gekühlt wird, bis eine
gewünschte Temperatur erreicht ist.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 4, mit mindestens einem Adsorber
(1), der
- - einen das Adsorptionsmittel aufnehmenden Behälter aufweist,
- - einen Lufteinlaß (5) mit einer Zuleitung für die gashaltige Luft und einen Luftauslaß (6) mit einer Ableitung für die gashaltige Luft und
- - einen vom Lufteinlaß (5) über einen Ventilator (14), einen Luftkühler (12) und einen Lufterhitzer (8), der an seinem Ausgang ein Absperrventil (9) enthält, zum Luftauslaß (6) verlaufenden Leitungskreislauf für Heißluft bzw. Dampf, der Ventile (11, 10) am Lufteinlaß und Luftauslaß enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftauslaß über eine ein Absperrventil (13) enthaltende Leitung auch unmittelbar mit dem Ausgang des Luftkühlers (12) verbunden ist.
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