DE4133352C2 - LC-Verbundelement - Google Patents
LC-VerbundelementInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein LC-Verbundelement nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs. Ein derartiges LC-Verbund
element ist beispielsweise aus der JP 59-1 39 619 A bekannt und
als Störschutzfilter verwendbar. Die Funktion dieses Verbund
elementes ist aber lediglich eine Funktion von äquivalenten
Spulen und X-Kondensatoren.
Ein LC-Störschutzfilter wird im allgemeinen in einer Vorrich
tung mit elektromagnetischem Umfeld, die auch als "EMC oder
elektromagnetisch kompatible - Vorrichtung" bezeichnet wird,
beispielsweise bei einer Strom- oder Spannungsquelle, zum Be
seitigen von Wechselstromstörungen benutzt.
Herkömmliche Bauformen von derartigen LC-Verbundelementen
sind aus der JP-Gbm 54-94 129 (Veröffentlichungsdatum 3.7.79) und der
JP-Gbm 57-1 09 621 (Veröffentlichungsdatum 6.7.82) bekannt und
werden nachstehend anhand der Fig. 6 und 7 näher erläu
tert. Ein LC-Störschutzfilter mit einer Vielzahl von Konden
satoren (X-Kondensator und Y-Kondensator) und einer Vielzahl
von Spulen ist allgemein in dem Schaltbild der Fig. 6 dar
gestellt. Die Bezugszeichen 11 bis 13 in Fig. 6 bezeichnen
beispielsweise Anschlüsse für eine Empfangsschaltung, und die
Bezugs
zeichen 21 bis 23 bezeichnen Anschlüsse für eine Rauschen
erzeugende Schaltung oder einen Rauschgenerator. Unter diesen
Anschlüssen sind beispielsweise die Anschlüsse 12 und 21 Erd
klemmen bzw. Masseanschlüsse.
CY11 und CY12 sind Kondensatoren für die Beseitigung von
Gleichtaktstörungen (common mode noise), die auf seiten der
Empfangsschaltung, das heißt des Y-Kondensators, in Reihe ge
schaltet sind. Der Y-Kondensator CY11 ist zwischen die An
schlüsse 11 und 12 gelegt, während der Y-Kondensator CY12
zwischen die Anschlüsse 12 und 13 geschaltet ist.
CY21 und CY22 sind Kondensatoren (Y-Kondensatoren) zum Besei
tigen von Gleichtaktstörungen, die am Rauscherzeuger in Reihe
geschaltet sind. Der Y-Kondensator CY21 ist zwischen den An
schlüssen 21 und 22 angeordnet, während der Y-Kondensator
CY22 sich zwischen den Anschlüssen 22 und 23 befindet.
CX1 bezeichnet einen Kondensator zum Beseitigen von Normalbe
triebsstörungen (normal mode noise), der auf seiten der Emp
fangsschaltung eingebaut ist, das heißt es handelt sich um
einen X-Kondensator, der zwischen die Anschlüsse 11 und 13
geschaltet ist. CX2 ist ein Kondensator zum Beseitigen von
Normalbetriebsstörungen, das heißt ein X-Kondensator, der auf
seiten des Rauschgenerators eingebaut ist und zwischen den
Anschlüssen 21 und 23 liegt. L1 bezeichnet eine Spule zwi
schen den Anschlüssen 11 und 21, und L2 ist eine Spule zwi
schen den Anschlüssen 13 und 23.
Der in Fig. 6 gezeigte bekannte LC-Störschutzfilter arbeitet
wie folgt.
Wenn eine Wechselstromstörung mit einer Frequenz f vom
Rauschgenerator erzeugt wird und das Störsignal an den An
schlüssen 21 und 23 anliegt, bildet sich eine Vielzahl von
Pfaden, die durch die Kondensatoren CY11, CY12 und CX2 ebenso
wie die Spulen L1 und L2 im LC-Störschutzfilter verlaufen,
und alle Rauschsignale einschließlich der Gleichtaktstörungen
und der Normalbetriebsstörungen werden umgeleitet. Diese
Störsignale werden folglich nicht an den Anschlüssen 11 und
13 auf seiten der Empfangsschaltung überlagert.
Mit anderen Worten heißt das, daß die Normalbetriebsstörungen
über den Weg entfernt werden, der durch den Anschluß 21, den
X-Kondensator CX2 und den Anschluß 23 verläuft. Die
Gleichtaktstörungen werden auf dem Weg beseitigt, der durch
den Anschluß 21, die Spule L1, den Y-Kondensator CY11 und den
Anschluß 12 verläuft, und außerdem über den Weg, der durch
den Anschluß 23, die Spule L2, den Y-Kondensator CY12 und den
Anschluß 12 verläuft.
Da in diesem Fall der X-Kondensator CX1 und die Y-Kondensato
ren CY21 und CY22 im Schaltkreis vorgesehen sind, können
Störsignale von den Anschlüssen 11 und 13 entfernt werden,
wodurch der Richtungscharakter derselben eliminiert und das
Störbeseitigungsverhältnis vergrößert wird.
Normalerweise haben jedoch die Leitungsanschlüsse, versehen
mit den Kondensatoren und Spulen, eine entsprechende äquiva
lente Induktivität und Kapazität. Aus diesem Grund ist es
schwer, eine vollständige Impedanzanpassung zwischen dem
Störschutzfilter und einer Vorrichtung zur Filterung zu er
zielen.
Aus diesem Grund findet in dem Störschutzfilter eine Refle
xion des Störsignals durch die Fehlanpassung statt. Wie Fig.
7 zeigt, hat beispielsweise die Impedanzcharakteristik in be
zug auf die Frequenz f teilweise Resonanzpunkte und Semireso
nanzpunkte P1 bis P3, und der Dämpfungswert des Störsignals
hat Schwankungsspitzen.
Aus diesem Grund wird in der nicht geprüften japanischen Pa
tentveröffentlichung JP 59-1 39 619 A ein Aufbau vorgeschla
gen, bei dem ein folien- oder filmartiges LC-Verbundelement
vorgesehen ist, um auf diese Weise die Erzeugung der Reso
nanzpunkte zu unterbinden. Das LC-Verbundelement der genann
ten Veröffentlichung hat jedoch einen doppellagigen Aufbau.
Aus diesem Grund kann kein Y-Kondensator gebildet werden, und
das Unterdrücken von Gleichtaktstörungen ist nicht möglich.
Da der bekannte LC-Störschutzfilter mit einer Vielzahl von
Spulen und Kondensatoren arbeitet, wie vorstehend erwähnt,
erweist sich die Impedanzanpassung aufgrund der Struktur der
Leitungsanschlüsse als schwierig. In bezug auf die Frequenz f
hat dabei nämlich ein Teil der Impedanzkurve einen Resonanz
punkt und einen Semiresonanzpunkt und ist nicht allgemein
verwendbar. Ferner ist ein LC-Verbundelement vorgeschlagen
worden, bei dem die Zuleitungsklemmenstruktur weggelassen
ist. Im Fall dieses Elementes wird aber nicht berücksichtigt,
wie Gleichtaktstörungen zu beseitigen sind. Mit dem Element
kann folglich das Störbeseitigungsverhältnis nicht verbessert
werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein LC-Verbundelement zu schaf
fen, mit dem Gleichtaktstörungen beseitigt und das Störbesei
tigungsverhältnis insgesamt verbessert werden kann.
Zur Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe wird
ein LC-Verbundelement angegeben, welches Metallfolien und
Isolierfilme oder Isolierschichten aufweist, die abwechselnd
aufeinandergeschichtet und aufgewickelt sind, um dadurch
äquivalente Spulen und Kondensatoren zu bilden. Das Element
ist dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens ein Paar Haupt
metallfolien und eine Vielzahl von geerdeten Metallfolien
zwischen den Hauptmetallfolien aufweist, die in eine größere
Zahl unterteilt sind. Dadurch entsteht ein X-Kondensator zwi
schen den jeweiligen Hauptmetallfolien zur Beseitigung von
Normalbetriebsstörungen und ein Y-Kondensator zwischen den
entsprechenden geerdeten Metallfolien und den entsprechenden
Hauptmetallfolien zur Beseitigung von Gleichtaktstörungen.
Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Figuren
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Explosions-Ansicht eines Aus
führungsbeispiels der Erfindung;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des in Fig. 1 gezeig
ten Ausführungsbeispiels in fertigem Zustand;
Fig. 3 einen Schnitt durch den Schichtaufbau aus Metallfo
lien und Isolierschichten gemäß Fig. 1;
Fig. 4 ein Ersatzschaltbild der Anordnung gemäß Fig. 1;
Fig. 5 eine graphische Darstellung des Verhältnisses zwi
schen dem Dämpfungswert und der Frequenz bei einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 6 ein Schaltbild eines herkömmlichen LC-Störschutz
filters; und
Fig. 7 eine graphische Darstellung des Verhältnisses zwi
schen dem Dämpfungswert und der Frequenz bei dem
LC-Störschutzfilter gemäß Fig. 6.
In den Fig. 1 und 2, die ein Ausführungsbeispiel der Er
findung in verschiedenen Formen darstellen, bezeichnen die
Bezugszeichen 11 bis 13 sowie 21 bis 23 die gleichen Teile
bzw. Komponenten wie in der vorstehenden Beschreibung der
Fig. 6. Fig. 3 zeigt einen Schichtaufbau aus Metallfolien und
Isolierschichten gemäß Fig. 1 im Schnitt.
Wie aus den Zeichnungen hervorgeht, weist das LC-Verbundele
ment folgendes auf: eine Hauptmetallfolie 1; unterteilte und
voneinander getrennte, geerdete Metallfolien 2a und 2b; einen
zwischen der Hauptmetallfolie 1 und den geerdeten Metallfo
lien 2a und 2b eingeschobenen Isolierfilm 3; unterteilte und
voneinander getrennte Isolierfilme 4a und 4b, die der Rück
seite der Metallfolien 2a und 2b zugewandt sind; eine weitere
Hauptmetallfolie 5, die unter Zwischenschaltung des Isolier
films 3, der geerdeten Metallfolien 2a und 2b und der Iso
lierfilme 4a und 4b der Hauptmetallfolie 1 gegenüberliegend
angeordnet ist; und einen Isolierfilm 6, der der Rückseite
der Hauptmetallfolie 5 zugewandt angeordnet ist.
Der Schichtaufbau von der Hauptmetallfolie 1 bis zum Isolier
film 6 ist um eine zylindrische Spule 7 gewickelt, und durch
den hohlen mittleren Teil dieser Spule 7 ist ein stabförmiger
Magnetkern 8 eingesetzt. Wenn nötig, wird mit dem Magnetkern
8 ein U-förmiger Magnetkern 9 verbunden.
Fig. 4 ist ein Ersatzschaltbild eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung. Die dort gezeigten Spulen L1 und L2 sind durch
Umwickeln der Spule 7 gebildet. Zwischen den Hauptmetallfo
lien 1 und 5 sind durch den Isolierfilm 3 hindurch X-Konden
satoren CX1 und CX2 gebildet. Zwischen der Hauptmetallfolie 1
und der geerdeten Metallfolie 2a ist über den Isolierfilm 3
ein Y-Kondensator CY11 gebildet. Zwischen der geerdeten Me
tallfolie 2a und der Hauptmetallfolie 5 ist durch den Iso
lierfilm 4a hindurch der Y-Kondensator CY12 gebildet. Der
Y-Kondensator CY21 ist zwischen der Hauptmetallfolie 1 und
der geerdeten Metallfolie 2b durch den Isolierfilm 3 hindurch
gebildet. Der Y-Kondensator CY22 ist zwischen der geerdeten
Metallfolie 2b und der Hauptmetallfolie 5 durch den Isolier
film 4b hindurch gebildet.
Die Arbeitsweise des in Fig. 1 bis 4 gezeigten Ausführungs
beispiels der Erfindung soll unter Hinweis auf Fig. 5 erläu
tert werden, in der in einer Kurve die Frequenzcharakteristik
des Wertes oder des Ausmaßes der Störunterdrückung darge
stellt ist.
Durch die äquivalent gebildeten Y-Kondensatoren CY11 und CY12
sowie den X-Kondensator CX2 werden in diesem Fall Gleichtakt
störungen ebenso wie Normalbetriebsstörungen eliminiert.
Hier werden die äquivalent geformten Spulen und Kondensatoren
als Sammelkörper von im wesentlichen kleinen Spulen und Kon
densatoren betrachtet, die Induktivitäten und Kapazitäten
durch die verteilte konstante Schaltung haben. Deshalb hat,
wie Fig. 5 zeigt, der Schaltkreis weder Resonanzpunkte noch
Semiresonanzpunkte in der Frequenzcharakteristik des Dämp
fungswertes. Aus diesem Grund kann das Störbeseitigungsver
hältnis im Vergleich zur herkömmlichen Frequenzcharakteristik
(gestrichelte Linie) erheblich verbessert werden.
Wie schon erwähnt, wird durch die äquivalente Ausbildung ei
ner Vielzahl von Y-Kondensatoren CY11 und CY12 sowie CY21 und
CY22 durch die unterteilte Vielzahl geerdeter Metallfolien 2a
und 2b die Impedanzanpassung der Schaltung mit anderen In
strumenten verbessert und das Störbeseitigungsverhältnis hin
sichtlich der Gleichtaktstörungen verbessert. Der Rich
tungscharakter wird beseitigt, da der Aufbau der Ersatzschal
tung symmetrisch ist, und es können Störsignale in beiden
Richtungen entfernt werden.
Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel bilden die je
weiligen Metallfolien 1, 2a, 2b und 5 einen einschichtigen
Aufbau. Es ist aber auch möglich, die Kapazität dadurch zu
vergrößern, daß ein mehrschichtiger Aufbau geschaffen wird,
in welchem die jeweiligen Metallfolien multipliziert sind.
Außerdem ergeben die jeweiligen Metallfolien 1, 2a, 2b und 5
einen planen Aufbau. Die Kapazität kann aber auch dadurch
vergrößert werden, daß das Ausmaß bzw. der Flächenwert der
Oberfläche wesentlich vergrößert wird, indem die Oberfläche
aufgerauht wird.
Ferner ist bei diesem Ausführungsbeispiel von den geerdeten
Metallfolien 2a und 2b, die äquivalente Y-Kondensatoren bil
den, eine für den Rauschgenerator und eine für die Empfangs
schaltung vorgesehen. Es ist aber auch möglich, diese durch
weitere Unterteilungen an zwei oder mehr Stellen vorzusehen.
Wenn dann die Rauschfrequenz als das zu eliminierende Ziel in
eine Vielzahl von Zonen unterteilt wird, können den jeweili
gen Frequenzzonen entsprechende Y-Kondensatoren gebildet wer
den. Hierdurch läßt sich das Störbeseitigungsverhältnis noch
weiter verbessern.
Gemäß der Erfindung sind mindestens ein Paar Hauptmetallfo
lien und dazwischen angeordnete geerdete Metallfolien vorge
sehen, die vielfach unterteilt sind, wodurch der X-Kondensa
tor zum Entfernen von Normalbetriebsstörungen zwischen den
jeweiligen Hauptmetallfolien gebildet ist, während der Y-Kon
densator zum Entfernen von Gleichtaktstörungen zwischen den
entsprechenden geerdeten Metallfolien und der Hauptmetallfo
lie gebildet ist. Durch die Vielzahl geerdeter Metallfolien
wird der Richtungscharakter beim Filter eliminiert und ein
LC-Verbundelement erhalten, dessen Störbeseitigungsverhältnis
für Gleichtaktstörungen verbessert ist, da eine Vielzahl von
Y-Kondensatorstrukturen äquivalent zwischen den entsprechen
den geerdeten Metallfolien und den Hauptmetallfolien ausge
bildet ist.
Claims (1)
- LC-Verbundelement mit Metallfolien und Isolierfilmen, die ab wechselnd aufeinandergeschichtet und zu äquivalenten Spulen und Kondensatoren aufgewickelt sind, gekennzeichnet durch
- - mindestens ein Paar Hauptmetallfolien (1, 5) und
- - eine Vielzahl geerdeter Metallfolien (2a, 2b), die zwi schen den Hauptmetallfolien angeordnet und wiederum in eine Viel zahl von Folien unterteilt sind, wobei sie zwischen den jeweiligen Hauptmetallfolien einen X-Kondensator zum Beseitigen von Normalbetriebsstörungen und zwischen den je weiligen geerdeten Metallfolien und den Hauptmetallfolien einen Y-Kondensator zum Beseitigen von Gleichtaktstörungen bilden.
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