Die vorliegende Erfindung betrifft einen Cryostaten (Kälteregler)
nach dem Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1
zum Kühlen eines supraleitenden Magneten, wie er
beispielsweise in einer Vorrichtung zum Darstellen einer
magnetischen Kernresonanz verwendet wird.
Fig. 1 zeigt einen solchen Cryostaten nach dem Stand der Technik,
wie er beispielsweise in der EP
0260036 A1, veröffentlicht am 16. März 1988, offenbart ist.
Der bekannte Cryostat besteht aus einem Behälter 1 für eine
cryogene Mischung (im folgenden Cryogen-Behälter genannt),
der ein zu kühlendes Objekt beherbergt, wie z. B. Spulen
eines nicht dargestellten supraleitenden Magneten und der
darüber hinaus ein flüssiges Cryogen enthält, wie z. B.
verflüssigtes Helium, das auf einer Temperatur von 4,2 K
gehalten wird, wobei das zu kühlende Objekt in das flüssige
Cryogen eingetaucht ist.
Die bekannte Vorrichtung umfaßt ferner eine Kühleinheit 2 zum Kühlen eines
ersten Wärmeschutzes 4, der aus Wänden besteht, die den
Cryogenbehälter 1 umgeben, und einen zweiten von der Kühleinheit 2 gekühlten Wärmeschutz 5,
der aus Wänden besteht, die zwischen dem Cryogenbehälter 1
und dem ersten Wärmeschutz 4 liegen und den Cryogenbehälter
1 umgeben. Der erste und zweite Wärmeschutz 4 und 5 halten
die Wärmeeinstrahlung von außen auf den Cryogenbehälter 1
ab und leiten die Wärme zur Kühleinheit 2. Der erste und
zweite Wärmeschutz 4 und 5 bilden ein zu kühlendes Teil 3,
das durch die Kühleinheit 2 zu kühlen ist.
Außen herum um den Cryogenbehälter 1 und um den ersten und
zweiten Wärmeschutz 4 und 5 ist ein Vakuumbehälter 6
angeordnet, dessen Inneres in einem Zustand des Vakuums
gehalten wird, so daß auf diese Weise eine
Vakuum-Wärmeisolierung aufrechterhalten wird.
Die Kühleinheit 2 dieser bekannten Vorrichtung hat einen
Hauptblock 2a, der außerhalb
des Vakuumbehälters 6 angeordnet ist und ferner einen
länglichen, zum Beispiel zylindrischen Teil 2b mit einem
ersten Ende (oder oberem Ende, wie dies in Fig. 1
dargestellt ist), das mit dem Hauptblock 2a verbunden ist
und sich von diesem Hauptblock aus gemäß Fig. 1 nach unten
in den Vakuumbehälter 6 erstreckt, wobei sein unteres Ende
gemäß Fig. 1 nahe dem ersten Wärmeschutz 4 liegt; die
Kühleinheit 2 hat ferner ein zweites, längliches, zum
Beispiel zylindrisches Teil 2c mit kleinerem Durchmesser
als das erste zylindrische Teil 2b, wobei die beiden Teile
koaxial zueinander angeordnet sind. Das zweite zylindrische
Teil 2c hat ein erstes, oder, in Fig. 1 oberes Ende, das
mit dem zweiten, unteren Ende des ersten zylindrischen
Teiles 2b verbunden ist und erstreckt sich durch eine
Öffnung 4a im ersten Wärmeschutz 4 hindurch und sein
unteres Ende (siehe Fig. 1) liegt nahe beim zweiten
Wärmeschutz 5.
Die Kühleinheit 2 ist mit Hilfe eines Flansches 7 am
Vakuumbehälter 6 befestigt. Zwischen dem Vakuumbehälter 6
und dem Flansch 7 ist ein Balg 8 vorgesehen, mit dessen
Hilfe Schwingungen der Kühleinheit 2 absorbiert werden
können, so daß diese Schwingungen nicht auf den
Vakuumbehälter 6 übertragen werden können.
Die Kühleinheit 2 hat einen ersten Kühlabschnitt 9 und
einen zweiten Kühlabschnitt 14. Der erste Kühlabschnitt 9
ist ringförmig und er ist so angeordnet, daß er das erste
zylindrische Teil 2b in der Nähe der Kühleinheit 2 umgibt.
Der erste Kühlabschnitt 9 umfaßt einen Kragenteil 9a,
dessen innere Umfangsfläche mit der äußeren zylindrischen
Umfangsfläche des ersten zylindrischen Teiles 2b in
Berührung steht und mit ihr verbunden ist sowie einen
Flanschteil 9b, dessen innere Kante mit der unteren Kante
des Kragenteils 9a verbunden ist.
Ein erstes thermisches Verbindungsteil 10 in Flanschform
steht mit der unteren Fläche des Flanschteiles 9b des
ersten Kühlabschnittes in Verbindung, um auf diese Weise
die Wärme gut zu übertragen.
Mit dem ersten thermischen Verbindungsteil 10 steht eine
erste Wärmeleitungsplatte 11 in Verbindung und mit dieser
Platte wiederum steht ein erstes biegsames Leitungsteil 12
in Verbindung, das seinerseits mit dem ersten Wärmeschutz 4
in Verbindung steht. Das erste thermische Verbindungsglied
10, die erste Wärmeleitungsplatte 11 und das erste biegsame
Leitungsteil 12 zusammen stellen eine thermische Verbindung
zwischen dem ersten Kühlabschnitt 9 und dem ersten
Wärmeschutz 4 her. Das erste biegsame Leitungsteil 12
absorbiert alle Naßveränderungen, die aufgrund von
Wärmeschwankungen auftreten können.
Der erste Kühlabschnitt 9 und das erste thermische
Verbindungsglied 10 ist von einer ersten zylindrischen
Ummantelung 13 umgeben, die ein erstes, zylindrisches Teil
13a aufweist. Die erste Ummantelung weist ferner einen
flanschförmigen Teil 13b auf, dessen äußere Kante mit dem
unteren Ende des zylindrischen Teils 13a in Verbindung
steht. Der Raum innerhalb der ersten Ummantelung 13 ist mit
Heliumgas gefüllt.
Der zweite Kühlabschnitt 14 ist ringförmig und ist außen am
unteren Ende des zweiten zylindrischen Teiles 2c befestigt.
Mit dem zweiten Kühlabschnitt 14 steht zur thermischen
Überleitung ein scheibenförmiges, zweites thermisches
Verbindungsteil 15 in Verbindung. Mit dem zweiten
Kühlabschnitt 14 steht ferner eine zweite
Wärmeleitungsplatte 16 in Verbindung und ein zweites
biegsames Leitungsteil 17 stellt den Kontakt mit dem
zweiten Wärmeschutz 5 her. Das zweite thermische
Verbindungsteil 15, die zweite Wärmeleitungsplatte 16 und
das zweite biegsame Leitungsteil 17 bilden zusammen eine
thermische Verbindung zwischen dem zweiten Kühlabschnitt 14
und dem zweiten Wärmeschutz 5. Das zweite biegsame
Leitungsteil 17 absorbiert jede thermische Zusammenziehung,
die aufgrund von Temperaturänderungen auftreten könnte.
Der zweite Kühlabschnitt 14 und das zweite thermische
Verbindungsteil 15 sind von einer zweiten Ummantelung 18
mit einem zylindrischen Teil 18a umgeben, und der Raum
innerhalb der zweiten Ummantelung 18 ist mit Heliumgas
gefüllt. Das obere Ende des zylindrischen Teils 18 ist mit
der Innenkante des flanschförmigen Teils 13b verbunden. Die
zweite Ummantelung 18 hat ebenfalls ein scheibenförmiges
Teil 18b, dessen Umfangskante mit dem unteren Ende des
zylindrischen Teils 18a verbunden ist.
Eine Kompressoreinheit 19 führt der Kühleinheit 2
komprimiertes Heliumgas zu und versorgt ferner einen nicht
dargestellten Ventil-Antriebsmotor, der in der Kühleinheit
2 eingebaut ist, mit elektrischer Energie.
Es wird nun die Wirkungsweise der oben beschriebenen, bekannten
Vorrichtung beschrieben. Die Wärmemenge, die in den
Cryogenbehälter 1 eindringt, hängt von den Temperaturen des
ersten und zweiten Wärmeschutzes 4, 5 ab. Da die
Temperaturen des Wärmeschutzes 4 und des Wärmeschutzes 5
niedrig sind, wird das Eindringen von Wärme vermindert, so
daß der Verbrauch von flüssigem Helium, das die Spulen des
supraleitenden Magneten oder irgendwelcher anderen zu
kühlenden Gegenstände kühlt, die im Cryogenbehälter
enthalten sind, vermindert wird. Der erste Wärmeschutz 4
und der zweite Wärmeschutz 5 werden demzufolge mit Hilfe
einer Kühleinheit 2 gekühlt, um den Verbrauch von flüssigem
Helium zu vermindern.
Wenn die Kühleinheit 2 in Betrieb gesetzt wird, dann werden
der erste und zweite Kühlabschnitt 9 und 14 auf jeweils
etwa 80 K und etwa 20 K gekühlt; dies führt dazu, daß der
erste Wärmeschutz 4 über das thermische Verbindungsteil 10,
das flanschförmige Teil 13b, die erste Wärmeleitungsplatte
11 und das erste biegsame Leitungsteil 12 gekühlt wird und
der zweite Wärmeschutz 5 wird über das zweite thermische
Verbindungsteil 15, das scheibenförmige Teil 18b, die
zweite Wärmeleitungsplatte 16 und das zweite biegsame
Leitungsteil 17 gekühlt.
Die Kühleinheit 2 (einschl. des ersten und zweiten
zylindrischen Teils 2b und 2c) muß manchmal für eine
Auswechslung oder für eine Reparatur entfernt werden. Aus
diesem Grunde ist sowohl der erste Kühlabschnitt 9 als auch
der zweite Kühlabschnitt 14 so ausgebildet, daß sie jeweils
vom ersten thermischen Verbindungsteil 10 und vom zweiten
thermischen Verbindungsteil 15 getrennt werden können.
In Verbindung mit dem oben beschriebenen Cryostaten nach
dem Stand der Technik besteht ein Problem insofern, als der
Berührungsdruck zwischen den thermischen Verbindungsteilen
10 und 15 und den Kühlabschnitten 9 und 14 aufgrund von
herstellungsbedingten Abmessungsschwankungen (innerhalb der
Toleranzen) und aufgrund der thermischen Zusammenziehung
der Kühlabschnitte 9 und 14 und der Ummantelungen 13 und
18, die ihrerseits die Kühlabschnitte 9 und 14 umgeben,
schwanken kann, so daß die thermische Leitfähigkeit der
Berührungsflächen vermindert werden kann.
Der Erfindung liegt hiernach die Aufgabe zugrunde, einen
Cryostaten anzugeben, bei dem das zu kühlende Teil auch beim Vorliegen herstellungsbedingter Toleranzen wirksam
gekühlt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen
des Patentanspruchs 1 genannten Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
Anhand der beigefügten Zeichnungen werden nun
Ausführungsformen der Erfindung im einzelnen beschrieben,
wobei weitere Merkmale, Vorteile und
Anwendungsmöglichkeiten hervortreten werden. Es zeigen:
Fig. 1 ist eine teilweise geschnittene Vorderansicht
eines Cryostaten nach dem Stande der Technik.
Fig. 2 ist eine geschnittene Vorderansicht
des erfindungsgemäßen Cryostaten, welche die
thermischen Verbindungsteile genauer zeigt.
Fig. 3 ist eine Vorderansicht einer Kühleinheit, die aus
dem restlichen Cryostaten herausgehoben worden
ist.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht eines Cryostaten nach Fig.
2, wobei die Kühleinheit entfernt worden ist.
Im Zusammenhang mit der Fig. 2 wird nun eine
Ausführungsform der Erfindung im einzelnen beschrieben.
Teile, die identisch oder ähnlich mit den Teilen bei der
Ausführungsform nach dem Stand der Technik gemäß Fig. 1
sind, sind mit denselben Bezugszeichen versehen und ihre
Beschreibung ist daher unterlassen worden.
Der erste Kühlabschnitt 9 gemäß Fig. 1 ist durch einen ersten
Kühlabschnitt 36 ersetzt worden, der etwas entfernt vom
unteren Ende des ersten zylindrischen Teiles 2b angeordnet
ist, d. h. näher am Hauptblock 2a; er enthält einen
Kragenteil 36a, dessen innere Umfangsfläche in Berührung
mit der äußeren Umfangsfläche des ersten zylindrischen
Teiles 2b steht und an ihr befestigt ist, wobei sein unteres
Ende mit dem zweiten Ende des ersten zylindrischen Teils 2b
ausgerichtet ist, sowie einen Flanschteil 36b, dessen
innere Kante mit dem oberen Ende des Kragenteiles 36a
verbunden ist.
Anstelle des ersten thermischen Verbindungsgliedes 10 nach
Fig. 1 ist hier ein erstes thermisches Verbindungsteil 21
zum thermischen Anschluß des ersten Kühlabschnittes 36 an
dem ersten Wärmeleitungsteil 11 und dadurch an dem ersten
Wärmeschutz 4 vorgesehen.
Das erste Wärmeleitungsteil 11 bei dieser Ausführungsform
umfaßt ein flanschförmiges Teil 11a und ein zylindrisches
Teil 11b, dessen unteres Ende mit dem flanschförmigen Teil
11a verbunden ist und dessen innere Fläche mit der äußeren
Fläche des zylindrischen Teiles 13a der Ummantelung 13 in
Berührung steht. Das zylindrische Teil 11b erstreckt sich
nach oben bis zu einer Höhe oder einem Niveau von oder über
der oberen Kante der äußeren, zylindrischen Fläche des
zweiten Berührungsteils 23, so daß die gesamte äußere,
zylindrische Fläche des zweiten Berührungsteiles 23
thermisch mit der inneren Fläche des zylindrischen Teils
11b verbunden ist, die der äußeren zylindrischen Fläche des
zweiten Berührungsteiles 23 über den zylindrischen Teil 13a
der ersten Ummantelung 13 gegenüberliegt.
Das erste thermische Verbindungsteil 21 besteht aus einem
ersten Berührungsteil 22 und einem zweiten Berührungsteil
23, die zueinanderpassen, sowie aus Überleitungsringen 24.
Das erste Berührungsteil 22 ist mit seiner inneren
Umfangsfläche an der zylindrischen Fläche des Kragenteils
36a so befestigt, daß es längs der Achse 2x des ersten
zylindrischen Teiles beweglich ist, das heißt in der
Erstreckungsrichtung des ersten zylindrischen Teiles 2b.
Das erste Berührungsteil 22 hat eine geneigte Außenfläche,
die nach unten gerichtet ist und nach unten zuläuft, das
heißt also auf das untere Ende des zylindrischen Teiles 2b
zu, also in einer Richtung weg vom Hauptblock 2a.
Das zweite Berührungsteil 23 ist mit seiner zylindrischen
Außenfläche nahe dem unteren Ende des zylindrischen Teils
13a der ersten Ummantelung 13 befestigt und hat eine
Innenumfangsfläche in Form eines Kegelstumpfes, der nach
unten zuläuft, so, daß die geneigte Innenumfangsfläche nach
oben gerichtet ist, wobei sie mit der geneigten
Außenumfangsfläche des ersten Berührungsteiles 22
zusammenpaßt.
Die Überleitungsringe 24 erstrecken sich rund um die
geneigte Außenfläche des ersten Berührungsteiles 22 herum
und sind so angeordnet, daß sie zwischen den geneigten
Flächen des ersten und zweiten Berührungsteiles 22 und 23
eingeklemmt sind. Obwohl zwei Überleitungsringe 24
dargestellt sind, kann jede andere Anzahl von
Überleitungsringen vorgesehen sein. Die Überleitungsringe
24 bestehen aus einem Werkstoff, der eine gute thermische
Leitfähigkeit hat und der weich ist und einen runden
Querschnitt hat. Ein geeignetes Material ist Indium.
Um das zylindrische Teil 2b herum sind mehrere, zum
Beispiel acht, Spiralfedern 25 angeordnet, die untereinander
gleiche Abstände aufweisen. Die Spiralfedern 25 sind so
angeordnet, daß ihre Achsen in einer Ebene liegen, die
rechtwinklig zur Achse des ersten zylindrischen Teiles
2b liegt. Jede der Spiralfedern 25 liegt zwischen der
Unterseite des Flanschteils 36b des ersten Kühlabschnitts
36 und dem ersten Berührungsglied 22 und ist mit Schrauben
25a, 25b befestigt. Daraus folgt, daß die Spiralfedern 25
das erste Berührungsglied 22 in Fig. 2 nach unten drücken
und das erste Berührungsglied 22, das relativ zum
zylindrischen Teil 2b beweglich ist, wird über die
Überleitungsringe 24 gegen das zweite Berührungsteil 23
gedrückt. Die Spiralfedern 25 sind thermisch leitfähig, um
die Wärme vom ersten Berührungsteil 22 auf den ersten
Kühlabschnitt 36 zu übertragen.
Anstelle des zweiten Kühlabschnittes 14 bei der
Ausführungsform nach dem Stand der Technik gemäß Fig. 1 ist
ein zweiter Kühlabschnitt 37 vorgesehen, der scheibenförmig
ausgebildet ist und der am unteren Ende des zweiten
zylindrischen Teiles 2c angebracht ist.
Das zweite thermische Verbindungsteil 15 gemäß Fig. 1 ist
durch ein zweites thermisches Verbindungsteil 27 ersetzt.
Das zweite thermische Verbindungsteil 27 dient zum
thermischen Verbinden des zweiten Kühlabschnittes 37 mit
einem zweiten Wärmeleitungsteil 16 und dadurch mit dem
zweiten Wärmeschutz 5. Das zweite Wärmeleitungsteil 16 bei
dieser Ausführungsform umfaßt einen scheibenförmigen Teil
16a und einen zylindrischen Teil 16b, dessen unteres Ende
mit dem scheibenförmigen Teil 16a verbunden ist und dessen
innere Fläche mit der äußeren Fläche des zylindrischen
Teiles 18a der zweiten Ummantelung 18 in Berührung steht.
Der zylindrische Teil 16b erstreckt sich nach oben bis zu
einer Höhe oder einem Niveau von oder über der oberen Kante
des zweiten Berührungsteils 29, so daß die gesamte äußere,
zylindrische Fläche des zweiten Berührungsteils 29 über den
zylindrischen Teil 18a der zweiten Ummantelung 18 thermisch
mit der inneren Fläche des zylindrischen Teils 16b
verbunden ist, das der äußeren zylindrischen Fläche des
zweiten Berührungsteiles 29 gegenüberliegt. Das zweite
thermische Verbindungsteil 27 ist unter dem unteren Ende
des zweiten Kühlabschnittes 37 angeordnet und umfaßt ein
erstes Berührungsteil 28 und ein zweites Berührungsteil 29,
die zueinanderpassen und Überleitungsringe 30.
Das erste Berührungsteil 28 hat eine geneigte Außenfläche,
die nach unten weist und nach unten zu geneigt ist, das
heißt in eine Richtung weg vom Hauptblock 2a.
Das zweite Berührungsteil 29 ist mit seiner äußeren
zylindrischen Umfangsfläche am unteren Ende des
zylindrischen Teils 18 der zweiten Ummantelung 18 befestigt
und hat eine geneigte Innenumfangsfläche, die so geneigt
ist, daß sie nach oben weist, wodurch sie mit der geneigten
äußeren Umfangsfläche des ersten Berührungsteiles
gleichläuft und mit ihr zusammenpaßt.
Die Überleitungsringe 30, die den Überleitungsringen 24
ähnlich sind, erstrecken sich rund um die äußere
Umfangsfläche des ersten Berührungsteiles 28 herum und sind
so angeordnet, daß sie zwischen den geneigten
Umfangsflächen des ersten und zweiten Berührungsteiles 28
und 29 eingeklemmt sind. Obwohl zwei Überleitungsringe 30
dargestellt sind, kann selbstverständlich auch jede andere
Anzahl von Berührungsringen vorgesehen sein. Zwischen dem
zweiten Kühlabschnitt 37 und dem ersten Berührungsteil 28
ist ein flexibler Wärmeleiter 31 vorgesehen; der den
zweiten Kühlabschnitt 37 mit dem ersten Berührungsteil 28
thermisch verbindet. Der flexible Wärmeleiter 31 besteht
aus einem Kupfer-Zopf, der durch Flechten dünner
Kupferdrähte hergestellt worden ist und er ist durch
Schrauben 31a, 31b sowohl an dem zweiten Kühlabschnitt 37
als auch am ersten Berührungsteil 28 befestigt.
Zwischen dem zweiten Kühlabschnitt 37 und dem ersten
Berührungsteil 28 ist ein federndes Teil 32 eingefügt, das aus
einem Stapel von federnden Tellerscheiben besteht, wobei
der ganze Stapel federnd zusammengedrückt werden kann. Wenn
dieser Stapel zwischen den genannten Teilen zusammengedrückt
ist, drückt das gesamte federnde Teil 32 das erste
Berührungsteil 28 in Richtung der Achse des zweiten
zylindrischen Teiles 2c, d. h. in Erstreckungsrichtung des
zweiten zylindrischen Teiles 2c und abwärts, um auf diese
Weise einen Berührungsdruck zwischen dem ersten und zweiten
Berührungsteil 28 und 29 zu erzeugen.
Zur Montage des oben beschriebenen Cryostaten werden der
erste und der zweite Kühlabschnitt 36 und 37, die
Berührungsteile 22 und 28,
sowie die federnden Überleitungsteile 25, der
flexible Wärmeleiter 31, das federnde Glied 32 und die
Überleitungsringe 24 und 30 an der Kühleinheit 2 montiert,
wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Andererseits werden die
Berührungsteile 23 und 29 jeweils in die erste und zweite
Ummantelung 13 und 18 montiert, wie dies in Fig. 4
dargestellt ist.
Zum Entfernen der Kühleinheit 2, sei es bei einer
Auswechslung oder bei einer Reparatur, wird die Kühleinheit
2 mit den wie oben beschriebenen an ihr montierten Teilen
herausgezogen, wobei die Trennung zwischen den
Überleitungsringen 24 und dem zweiten Berührungsteil 23 des
ersten thermischen Verbindungsteils 21 und zwischen den
Überleitungsringen 30 und dem zweiten Berührungsteil 29 des
zweiten thermischen Berührungsteils 27 stattfindet.
Beim ersten thermischen Verbindungsteil 21 drückt das
nachgiebige thermische Überleitungsteil 25 das erste
Berührungsteil 22 nach unten. Da die geneigte Außenfläche
des ersten Berührungsteiles 22 nach unten gerichtet ist und
der nach oben gerichteten geneigten Umfangsfläche des
zweiten Berührungsteils 23 gegenüberliegt, wird das erste
Berührungsteil 22 über die Überleitungsringe 24 gegen das
zweite Berührungsteil 23 gedrückt. Demzufolge wird selbst
dann, wenn durch die Herstellung bedingte Maßabweichungen
oder eine thermische Zusammenziehung auftritt, der
Berührungsdruck zwischen dem ersten und zweiten
Berührungsteil 22 und 23 über die Überleitungsringe 24 im
wesentlichen konstant gehalten und eine zunehmende
Verschlechterung der Wärmeleitfähigkeit wird daher
vermieden. Die Wärme wird vom ersten Wärmeschutz 4, dem
ersten biegsamen Leitungsteil 12, dem flanschförmigen Teil
11a des ersten Wärmeleitungsteils 11, dem zylindrischen
Teil 11b des ersten thermischen Verbindungsteils, dem
zylindrischen Teil 13a der ersten Ummantelung 13, dem
zweiten Berührungsteil 23, den Überleitungsringen 24, dem
ersten Berührungsteil 22, dem federnden Überleitungsteil 25
auf den ersten Kühlabschnitt 9 übertragen.
Beim zweiten thermischen Verbindungsteil drückt das
federnde Teil 32 das erste Berührungsteil 28 nach unten. Da
die geneigte Außenumfangsfläche des ersten Berührungsteiles
nach unten weist und der nach oben gerichteten geneigten
inneren Umfangsfläche des zweiten Berührungsteiles 29
gegenüberliegt, wird das erste Berührungsteil 23 über die
Überleitungsringe 30 gegen das zweite Berührungsteil 29
gedrückt. Demzufolge wird selbst dann, wenn
herstellungsbedingte Maßabweichungen oder eine thermische
Zusammenziehung stattgefunden hat, der Berührungsdruck
zwischen dem ersten und zweiten Berührungsteil 28 und 29
über die Überleitungsringe 30 im wesentlichen konstant
gehalten und eine zunehmende Verschlechterung in der
Wärmeleitung wird dadurch vermieden. Die Wärme wird vom
zweiten Wärmeschutz 5 über den zweiten biegsamen
Wärmeleiter 17, das scheibenförmige Teil 16a des zweiten
Wärmeleitungsteils 16, das zylindrische Teil 16a des
zweiten Wärmeleitungsteils 16, den zylindrischen Teil 18a
der zweiten Ummantelung 18, das zweite Berührungsteil 29,
die Überleitungsringe 30, das erste Berührungsteil 28 und
den flexiblen Wärmeleiter 31 auf den zweiten Kühlabschnitt
37 übertragen.
Bei der beschriebenen Ausführungsform sind die zweiten
Berührungsteile 23 und 29 des ersten und zweiten
thermischen Verbindungsteiles 21 und 27 an den
zylindrischen Teilen 13a, 18a der Ummantelungen 13 und 18
befestigt; alternativ können sie aber auch an dem
flanschförmigen Teil 13b und dem scheibenförmigen Teil 18b
der ersten und zweiten Wärmeleitungsteile 11 und 16
befestigt sein. Ein
Vorteil dieser Abwandlung besteht darin, daß die
zylindrischen Teile 11b und 16b (Fig. 2) entfallen können.
Die Kühleinheit 2 bei den dargestellten Ausführungsformen
ist eine zweistufige Bauart, die Zahl der Stufen kann aber
auch eins oder mehr als zwei sein.
Bei den beschriebenen Ausführungsformen ist das Cryogen ein
flüssiges Helium; es kann jedoch auch jedes andere Cryogen,
z. B. Stickstoff, verwendet werden.
Die Erfindung kann bei einem Kälteregler (Cryostat) in
einer Vorrichtung verwendet, die anderen Zwecken dient, als
eine Vorrichtung zur Darstellung magnetischer
Kernresonanzen.