DE4120972C2 - Wegeschieber - Google Patents

Wegeschieber

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    • F15B13/02Fluid distribution or supply devices characterised by their adaptation to the control of servomotors
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Description

Die Erfindung betrifft einen Wegeschieber der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art.
Aus der Druckschrift D 7260 ST "Wegeschieberblöcke Typ DLS", November 1986, der Firma Heilmeier & Weinlein, ist ein Wegeschieber für eine hydraulische Steuervorrichtung eines Hubzylinders bekannt, in dessen Schieberkolben der Querkanal den gleichen Querschnitt hat wie der Durchgangskanal im Gehäuse. Der Querschnitt ist auf die maximale Fördermenge der als Konstantpumpe ausgebildeten Druckquelle abgestimmt. In der Neutralstellung des Wegeschiebers fluchtet der Querkanal mit dem Durchgangskanal, um einen möglichst niedrigen Durchflußwiderstand zu erreichen. Bei der Verstellung des Schieberkolbens zur Hebestellung wird der Querkanal abgedrosselt und die Fördermenge zum Verbraucher geregelt, wobei sich die Bypass-Regelstrecke über den vollen Stellhub des Schieberkolbens erstreckt. Eine Lastabhängigkeit läßt sich bei dieser Bypass-Regelung nicht vermeiden.
Bei einem aus der DE-OS 32 34 820 bekannten Wegeschieber einer anderen Art ist der in der Neutralstellung des Schieberkolbens wirksame Bypass-Querschnitt so bemessen, daß die maximale Fördermenge der mit konstantem Druck und konstanter Fördermenge arbeitenden Druckquelle schon in der Neutralstellung durch den Wegeschieber geführt wird, wenn nicht ein vorgesetztes Schaltventil eine Bypassverbindung zum Rücklauf herstellt. Über den Stellweg des Schieberkolbens bis zur Hebestellung wird ab Aufheben der Überdeckung bei sich öffnender Verbindung zwischen dem Arbeitsweg und dem Arbeitsanschluß der Bypass-Querschnitt allmählich abgedrosselt und erst in der Hebestellung abgesperrt. Durch die Überlagerung der Bypass-Querschnittsabdrosselung und der Öffnung des Arbeitsströmungsweges zum Verbraucher ist eine für manche Anwendungsfälle unerwünschte Einflußnahme des Lastdrucks auf die Geschwindigkeitssteuerung des Verbrauchers unvermeidbar, weil die Bypass-Regelung ohne Berücksichtigung des jeweiligen Lastdrucks nur von der Stellbewegung des Schieberkolbens abhängt.
Es ist ferner in der Hochdruck-Hydraulik bekannt, als Druckquelle eine Pumpe mit variabler Fördermenge zu verwenden und die Geschwindigkeit eines hydraulischen Verbrauchers pumpenseitig zu steuern. Hierfür ist beispielsweise eine Zahnradpumpe mit drehzahlregelbarem, z. B. frequenzgesteuertem, Pumpenmotor geeignet. Der Pumpenmotor wird nach dem Einschalten auf eine Minimaldrehzahl gebracht, bei der die Pumpe eine konstante geringe Fördermenge abgibt. Ausgehend von der Minimaldrehzahl wird zur Steigerung der Fördermenge die Drehzahl des Pumpenmotors gesteigert. Diese Art der Fördermengendosierung ist sehr genau und wenig lastabhängig, weil sie von der Drehmoment-Drehzahlkennlinie des Pumpenmotors abhängt. Eine Drehzahlregelung unterhalb der Minimaldrehzahl ist nicht zweckmäßig, weil aufgrund der Leckverluste keine nutzbare Fördermengencharakteristik erzielbar ist. Eine solche drehzahlregelbare Pumpe mit einem Wegeschieber der eingangs genannten Art oder der aus der DE-OS 32 34 820 bekannten Art zu kombinieren, ist nicht sinnvoll, weil die Bypass-Regelung über praktisch den gesamten Stellhub des Schieberkolbens bei einer Fördermengendosierung durch die Drehzahlregelung der Pumpe ungünstig ist, weil die Bypass-Regelung einen Einfluß einer Lastdruckänderung oder unterschiedlich hoher Lastdrücke auf die Geschwindigkeit des Verbrauchers nicht auszuschalten vermag.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wegeschieber der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem einerseits eine feinfühlige Bypass-Regelung möglich ist, während andererseits ein Teil des Wegeschieberstellwegs ohne Bypass-Regelung für eine andere Art der Regelung der Geschwindigkeit des Verbrauchers nutzbar ist.
Die gestellte Aufgabe wird mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Bei dieser Ausbildung ergibt sich wegen des kleineren Bypass-Querschnitts in der Neutralstellung und den gegen Ende der Bypass-Regelung flacheren Auslauf der Bypass-Regelkurve eine feinfühlige Bypass-Regelung vor der Bewegungsaufnahme des Hydromotors. Die Bypass-Regelung wird sozusagen im Stellweg des Schieberkolbens gespreizt und wegen des von vornherein verkleinerten Bypass-Querschnitts, mit dem nur die reduzierte Druckmittel-Fördermenge beherrscht zu werden braucht, feinfühlig durchführbar. In etwa ab der Bewegungsaufnahme des Hydromotors ist die Bypass-Regelung vollständig abgeschlossen. Die Bewegungs- und Geschwindigkeitssteuerung des Hydromotors erfolgt dann in strikter Abhängigkeit von der Steigerung der Fördermenge bis auf die maximale Fördermenge, wobei wegen der schon vorher abgeschlossenen Bypass-Regelung lastunabhängig geregelt werden kann. Der abschließende Teil des Stellwegs des Schieberkolbens bis zur Hebestellung ist unabhängig von der zuvor abgeschlossenen Bypass-Regelung für eine andere Art der Geschwindigkeitsregelung des Hydromotors nutzbar, z. B. zur lastunabhängigen Mengedosierung mittels der pumpenseitig geregelten Fördermenge. Der Wegeschieber ist zwar zur Verarbeitung der maximalen Druckmittelfördermenge konzipiert, bezüglich seiner Bypass-Regelung ist er hingegen auf die wesentlich geringere Druckmittelfördermenge ausgelegt. Bei einer maximalen Arbeitsfördermenge von 50 l/min kann der Wegeschieber auf eine Bypass-Fördermenge von nur 6 bis 10 l/min ausgelegt sein. Der Wegeschieber wird dadurch besonders geeignet für eine Pumpe mit drehzahlregelbarem Pumpenmotor zum lastunabhängigen Bewegen eines Hubzylinders eines Flurförderfahrzeuges. Die Regelung im Arbeitsbereich richtet sich dann nur mehr nach der Drehmoment/Drehzahl-Charakteristik des Pumpenmotors bzw. der Pumpe. Da die Bypass-Regelung der kleineren Druckmittelfördermenge sehr feinfühlig und sozusagen über einen gespreizten Bereich des Stellwegs des Schieberkolbens erfolgt, wird der Übergang zur Geschwindigkeitsregelung des Hydromotors gleichförmig und ruckfrei, und zwar sowohl bei sehr langsamer als auch bei ganz rascher Verstellung des Schieberkolbens. Der in der Neutralstellung verkleinerte Bypass-Querschnitt wird entweder durch eine spezielle Schieberkolbenausbildung oder durch eine spezielle Gehäuseausbildung geschaffen. Dabei bleibt entweder der Schieberkolben oder das Gehäuse von der üblichen, herkömmlichen und kompakten Bauart.
Die Ausführungsformen gemäß den Ansprüchen 2 und 3 ermöglichen die gewünschte feinfühlige Bypassregelung bis zur Bewegungsaufnahme des Hydromotors. Der oder die Zusatzkanäle führen nämlich zu dem abgeflachten Kurvenauslauf bei der Bypass-Regelung und sind baulich einfach zu realisieren. Es ließe sich der abgeflachte Kurvenauslauf der Bypass-Regelung auch durch entsprechende konstruktive Maßnahmen beim Kolbenschieber-Querkanal und/oder beim Gehäusedurchgangskanal ohne den oder die Zusatzkanäle erreichen; dies bedeutete aber einen unvertretbar hohen Herstellungsaufwand. Die Größe des Zusatzkanals ist so gewählt, daß die verringerte Druckmittelfördermenge verarbeitet werden kann und bei der Bypass-Regelung der Staudruck den Lastdruck nicht erreicht. Der in der Neutralstellung wirksame Bypass-Querschnitt ist so groß gewählt, daß gerade noch nachgeordnete gleichartige Wegeschieber für Anbaugeräte mit der benötigten geringen Fördermenge versorgt werden.
Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 4 werden Unstetigkeiten in der Bypass-Regelung vermieden, da der Zusatzkanal bei der Stellbewegung des Schieberkolbens nicht schlagartig zur Wirkung kommt, sondern von vornherein schon Druckmittel durchläßt.
Die Ausführungsform gemäß Anspruch 5 ist baulich und herstellungstechnisch einfach, weil der verkleinerte Bypass-Querschnitt durch eine einfache Versetzung des Querkanals in bezug auf den Gehäusedurchgangskanal erreicht wird.
Eine Optimierung der Bypass-Regelung ist auch bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 6 gegeben. Jedoch ist hier der herstellungstechnische Aufwand hoch.
Gemäß Anspruch 7 für den Zusatzkanal eine kreisrunde kleine Bohrung vorzusehen, ist baulich einfach.
Bei der alternativen Ausführungsform gemäß Anspruch 8 ist die Bypass-Regelung mit einem herstellungstechnischen Mehraufwand optimiert.
Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform des Wegeschiebers geht ferner aus Anspruch 9 hervor. In der Arbeitsregelsektion des Wegeschiebers wird unabhängig von der schon zuvor beendeten Bypass-Regelung und damit lastunabhängig geregelt.
Die Ausführungsform gemäß Anspruch 10 ermöglicht die lastunabhängige Geschwindigkeitssteuerung des Hubzylinders eines Flurförderfahrzeugs, wobei unter allen Betriebsbedingungen eine ruckfreie Bewegungsaufnahme des Hubzylinders erfolgt und die Mengendosierung durch die Veränderung der Fördermenge der Druckquelle nicht mehr durch die Bypassregelung beeinflußt wird.
Bei den beiden letztgenannten Ausführungsformen läßt sich der für die Arbeitsdruckmittelströmung vorgesehene Querschnitt in Abstimmung mit der Fördermengen-Steigerung vergrößern oder bleibt der nach Abschluß der Bypass-Regelung geöffnete Querschnitt unverändert, wobei die Geschwindigkeit des Hydromotors durch eine Fördermengenveränderung gesteuert wird.
Anhand der Zeichnung werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer elektrohydraulischen Steuer­ vorrichtung mit einem Wege­ schieber,
Fig. 2+3 zwei einander zugeordnete Längsschnitte des Wege­ schiebers,
Fig. 4-8 schematische Detailvariatio­ nen, und
Fig. 9 ein Schaubild.
Eine elektrohydraulische Steuervorrichtung S gemäß Fig. 1 ist, z. B., in einen nicht gezeigten Hubstapler eingegliedert, um die Bewegung eines einseitig gegen eine Last F beaufschlagbaren Hydromotors HM in beiden Bewegungsrichtungen (Heben und Senken) zu steuern. Eine Arbeitsleitung 1 ist an einen Wegeschieber W angeschlossen, der mittels eines um ein Schwenklager 12 schwenkbaren Betätigers C aus einer Neutralstellung N mit offenem Bypass entweder in eine Hebestellung H oder eine Senkstellung S verstellbar ist. Im Wegeschieber W ist ein mit dem Betätiger C gekoppelter Schieberkolben K angeordnet. An den Wegeschieber W ist eine Pumpenleitung 2 angeschlossen, in der eine Pumpe P enthalten ist, und eine Tankleitung 3 zu einem Tank T. Von der Pumpenleitung 2 zweigt eine Bypass-Leitung 4 zum Wegeschieber W ab, die an der gegenüberliegenden Seite des Wegeschiebers W mit einer Leitung 5 fortgesetzt ist, die entweder direkt zum Tank führt oder bei Anordnung weiterer Wegeschieber für Anbaugeräte, z. B. einen Neigezylinder, (nicht dargestellt) sich durch diese Wegeschieber fortsetzt.
Die Pumpe P weist einen drehzahlregelbaren Motor 7, M auf, der über eine Antriebsverbindung 6 mit der Pumpe P verbunden ist. Beispielsweise ist der Motor M ein frequenzgesteuerter Elektromotor. Eine Regelvorrichtung R dient zum Einschalten und Regeln des Motors M. Sie weist einen Sollwertgeber 10, z. B. ein Potentiometer, auf, das mittels eines mit dem Betätiger C gekoppelten Elements 11 gesteuert wird. Der Sollwertgeber 10 ist über eine Steuerleitung 9 mit einem Steuerteil 8 des Motors 7, M verbunden und enthält einen Schaltpunkt X, an dem der Motor 7, M eingeschaltet und auf eine minimale Drehzahl n min gebracht wird. Der Sollwertgeber 10 enthält ferner einen zweiten Schaltpunkt Y als Beginn einer Arbeitsregelsektion J, in der die Drehzahl des Motors 7, M auf die maximale Drehzahl n max und damit die Fördermenge der Pumpe P von einer konstanten Minimalfördermenge auf die maximale Fördermenge bringbar ist.
In einem blockförmigen Gehäuse 13 des Wegeschiebers W gemäß Fig. 2 und 3 ist in einer Gehäusebohrung 14 der Schieberkolben K mittels eines Betätigers C, z. B. eines Handhebels, verschiebbar. Die Enden der Gehäusebohrung 14 sind mit der Leitung 3 zum Tank verbunden. In einem mittleren Gehäusebereich ist ein als kreisrunde Bohrung ausgebildeter Durchgangskanal D vorgesehen, der die Gehäusebohrung 14 durchsetzt und zur Leitung 5 führt. Um 90° um die Bohrungsachse gegenüber dem Durchgangskanal D versetzt mündet in die Schieberbohrung 14 ein Arbeitsanschluß 18, der über die Arbeitsleitung 1 mit dem Hydromotor HM verbunden ist. Dem Arbeitsanschluß 18 versetzt gegenüberliegend mündet ein Pumpenanschluß 19 in die Gehäusebohrung 14. Im Schieberkolbenumfang sind diametral gegenüberliegende Strömungstaschen 15 geformt, die über Bohrungen 16 verbunden sind und einen wahlweisen Arbeitsweg zum Arbeitsanschluß 18 bilden. Das mit 25 bezeichnete Ende des Schieberkolben bildet einen wahlweisen Arbeitsweg vom Arbeitsanschluß 18 zum Tank T.
In der dargestellten Neutralstellung N des Schieberkolbens K steht eine Strömungstasche 15 vor dem Pumpenanschluß 19. Der Arbeitsanschluß 18 wird durch den Schieberkolbenumfang von der anderen Strömungstasche 15 abgesperrt und ist gegenüber der Strömungstasche 15 durch eine geometrische Überdeckung Ü abgedichtet. In der Ebene des Durchgangskanals D ist im Schieberkolben K ein Querkanal Q als kreisrunde Bohrung mit dem gleichen Durchmesser wie der Durchgangskanal D gebohrt, der in der Neutralstellung gegenüber dem Durchgangskanal D in Stellrichtung zur Hebestellung um annähernd den halben Durchmesser versetzt ist. In Stellrichtung des Schieberkolbens K zur Hebestellung ist hinter dem Querkanal Q ein im Querschnitt wesentlich kleinerer, paralleler Zusatzkanal Z als kreisrunde Bohrung vorgesehen. Der Zusatzkanal Z ist in der Neutralstellung etwa zur Hälfte seines Querschnitts auf den Durchgangskanal D ausgerichtet (s. Fig. 4). Der Durchmesser des Zusatzkanals Z ist wesentlich kleiner als der Durchmesser des Durchgangskanals D und des Querkanals Q.
In Stellrichtung zur Hebestellung H sind vor dem Querkanal Q zwei weitere Querkanäle Q1 für eine Bypassfunktion in der Senkstellung vorgesehen.
Anhand der Fig. 1-4 wird nachstehend die Funktion der elektrohydraulischen Steuervorrichtung von Fig. 1 beim Heben erläutert:
In der Neutralstellung steht der Motor 7, M. Der Lastdruck steht am Schieberkolben K oder an einem nicht dargestellten Lasthalteventil an. Zum Heben der Last F wird der Betätiger C in Richtung auf die Hebe-Stellung H verschwenkt, bis am Schaltpunkt X der Motor 7, M eingeschaltet und bis auf eine vorbestimmte, konstante Minimaldrehzahl gebracht wird, bei der eine minimale konstante Fördermenge anfällt. Die Minimalfördermenge strömt über die Leitung 4, den Durchgangskanal D, den Zusatzkanal Z und den Querkanal Q, über die Leitung 5 und gegebenenfalls durch weitere Wegeschieber zum Tank T. Bei der Schwenkbewegung des Betätigers C (s. auch Fig. 9, in der die Drehzahl n des Motors M bzw. die Abnahme der freien Bypass-Querschnittsfläche A im Stellweg S des Kolbenschiebers K verdeutlicht wird) nimmt die freie Querschnittsfläche A von einem Maximalwert entlang einer Kurve 21 ab. Die Kurve 23 repräsentiert den Drehzahlverlauf des Motors M, die ab dem Schaltpunkt X entlang des Kurventeils 23a ansteigt und als Minimaldrehzahl n min über 23b konstant ist. Bei der weiteren Verstellung des Schieberkolbens K in Richtung auf die Hebestellung H wird die freie Querschnittsfläche zwischen dem Querkanal K und dem Durchgangskanal D abgedrosselt, während die freie Querschnittsfläche des Zusatzkanals Z noch wirksam bleibt. In etwa ab einem Knickpunkt 22 der Kurve 21 in Fig. 9 wird auch der Zusatzkanal Z abgedrosselt, wobei sich ein flacher Auslauf der Kurve 21 bis zur den Schaltpunkt Y repräsentierenden Hubstellung des Schieberkolbens K ergibt. Am Schaltpunkt Y ist der Zusatzkanal K abgesperrt. Kurz vor dein Knickpunkt 22 erreichen in den Strömungstaschen 15 vorgesehene Steuerkerben 17 den Arbeitsanschluß 18, so daß eine Verbindung von der Pumpe P zur Arbeitsleitung 1 geöffnet wird. Die Zunahme der freien Querschnittsfläche A′ des Arbeitswegs ist durch die Kurve 24 in Fig. 9 repräsentiert. Die Querschnittsfläche nimmt in etwa linear bis zu einem Maximalwert A′ max am Ende des Stellwegs des Schieberkolbens K in Stellrichtung Heben H zu. Zwischen der Neutralstellung N und der Hubstellung, in der die Steuerkerbe 17 die Verbindung zur Arbeitsleitung 1 öffnet, wird die Überdeckung Ü aufgehoben. Die Minimalfördermenge wird über den Bypass jedoch bis zum Schaltpunkt Y abgeregelt. Am Schaltpunkt Y setzt die Drehzahlregelung des Motors M derart ein, daß die Drehzahl entlang dein Kurventeil 23c, z. B. in etwa linear, bis auf einen maximalen Drehzahlwert n max gesteigert wird. Durch die Drehzahlsteigerung steigt die Fördermenge bis auf die maximale Fördermenge an. Sobald der Staudruck in der Pumpenleitung 3 den Arbeitsdruck in der Arbeitsleitung 1 übersteigt, setzt sich der Hydromotor HM ruckfrei in Bewegung. Die Bewegung setzt bei der Verstellung des Schieberkolbens K kurz vor oder kurz nach dem Schaltpunkt Y ein, wobei trotz ggfs. schon freiem Arbeitsweg ein Rückschlagventil 3a wirksam ist.
Zum Halten der Last wird der Betätiger C in die Neutralstellung N zurückgestellt und der Motor M wird stillgesetzt.
Zum Senken wird der Betätiger C in der Gegenrichtung verschwenkt, ohne daß der Motor in Gang gesetzt wird. Die Steuerung der Senkbewegung erfolgt in üblicher Weise entweder durch zunehmende Freigabe einer Verbindung vom Arbeitsanschluß 18 zum Tank T oder durch ein nicht dargestelltes Senksteuerelement in der Arbeitsleitung 1, die auch eine die Senkgeschwindigkeit begrenzende Senkbremse enthalten kann. In der Neutralstellung N oder in der Senkstellung L passiert das ggfs. von weiteren nachgeordneten Wegeschiebern benötigte Druckmittel den Querkanal Q mit dem Zusatzkanal Z bzw. die Querkanäle Q1.
Die Fig. 4-8 zeigen Variationen der geometrischen Zuordnung zwischen dem Durchgangskanal D, dem Querkanal Q und dem Zusatzkanal Z, wobei in ausgezogenen Linien jeweils die Kanäle bzw. der Kanal im Schieberkolben K und in strichlierten und nur teilweise ausgezogenen Linien die Kanäle bzw. der Kanal im Gehäuse 13 gezeigt sind.
Die Ausführungsform der Fig. 4 entspricht der der Fig. 2 und 3. Der Querkanal Q im Schieberkolben ist eine kreisrunde Bohrung, deren Durchmesser dem Durchmesser des Durchgangskanals D entspricht. Der Querkanal Q ist in der gezeigten Neutralstellung annähernd um den halben Durchmesser in Stellrichtung Heben gegenüber dem Durchgangskanal D versetzt, so daß die in Stellrichtung Heben untere Umrißkontur des Querkanals einen Abstand V von der unteren Umrißkontur der Durchgangsbohrung O hat. Der Zusatzkanal Z ist in der Neutralstellung etwa zur Hälfte durchgängig. In Stellrichtung ist er seitlich gegenüber den Mitten der beiden anderen Kanäle D, Q versetzt, damit er in Stellrichtung Heben möglichst allmählich von der Umrißkontur des Durchgangskanals D abgesperrt wird.
In der Ausführungsform von Fig. 5 hat der Querkanal Q einen sichelförmigen Querschnitt. Seine lichte Weite in Stellrichtung ist kleiner als die lichte Weite des Durchgangskanal D. Er ist der Neutralstellung in dessen Kreisumrißkontur vorne eingeschmiegt. Der Zusatzkanal Z ist in der Neutralstellung zur Hälfte abgedeckt. Gegebenenfalls ist ein weiterer, sehr kleiner Zusatzkanal Z1 vorgesehen.
In der Ausführungsform von Fig. 6 ist im Schieberkolben nur der Querkanal Q als kreisrunde Bohrung angeordnet. Der Durchgangskanal D im Gehäuse ist ebenfalls eine kreisrunde Bohrung, deren Durchmesser dem Durchmesser des Querkanals Q entspricht. Die Kanäle D, Q sind um annähernd den halben Durchmesser in Stellrichtung zueinander versetzt. Der Zusatzkanal Z liegt ebenfalls im Gehäuse, und zwar in Stellrichtung zur Hebestellung H vor dem Durchgangskanal D, derart, daß er in der Neutralstellung zur Hälfte abgedeckt ist.
In Fig. 7 ist der Querkanal Q im Schieberkolben als kreisrunde und gegenüber dem Durchgangskanal D versetzte Bohrung ausgebildet, die mit dem Zusatzkanal Z über eine Aussparung 20 verbunden ist. In Weiterbildung dieses Prinzips ist gemäß Fig. 8 die Aussparung 20 annähernd dreieckig.
Mit der beschriebenen Ausführung des Wegeschiebers, dessen Bypassquerschnitt bewußt kleiner gehalten wird, als es der maximal über den Arbeitsweg strömenden Fördermenge entspricht, und der nur über einen begrenzten Hubbereich ablaufenden Bypassregelung für eine kleinere als die maximale Fördermenge, werden eine feinfühlige Bypassregelung und ein für andere Regelfunktionen ohne Bypassregelung nutzbarer Hubbereich erreicht. Der Wegeschieber eignet sich deshalb für Einsatzfälle, in denen die von der Druckquelle zur Verfügung gestellte Fördermenge variabel ist und auch eine vom Wegeschieber nicht direkt abhängige Regel- oder Steuerfunktion für einen Verbraucher vorgesehen ist. Besonders geeignet ist der Wegeschieber für die lastunabhängige Geschwindigkeits-Steuerung eines Verbrauchers wie des Hubzylinders eines Hubstaplers mittels einer drehzahlgeregelten Pumpe, deren geringe und nicht geregelte Fördermenge über die Bypassregelung des Wegeschiebers verarbeitet wird, während die pumpenseitig geregelte Fördermenge vom Wegeschieber - wenn überhaupt - nur geringfügig beeinflußt ist. Der Gesamthub des Wegeschiebers wird in zwei oder drei Bereiche aufgeteilt, deren jedem eine eigene Funktion zugeordnet ist. Speziell der zweite, die Bypassregelung betreffende Bereich läßt sich spreizen, um eine feinfühlige Regelung zu erreichen. Die Kombination zwischen der Bypass-Steuerung bei kleiner Fördermenge und der pumpenseitigen Steuerung für größere Fördermengen führt zu einem bisher hinsichtlich ihrer Genauigkeit und Lastunabhängigkeit ohne aufwendigen schaltungstechnischen Mehraufwand nicht erreichbaren Steuerverhalten.

Claims (10)

1. Wegeschieber (W) für einen aus einer Druckquelle (P) einseitig beaufschlagbaren Hydromotor (HM), insbesondere für den Hubzylinder eines Flurförderfahrzeugs, mit einem mittels eines Betätigers (C) in einer Gehäusebohrung (14) aus einer Neutralstellung (N) zumindest in eine Hebestellung (H) verstellbaren Schieberkolben (K), mit einem die Gehäusebohrung (14) durchsetzenden Gehäuse-Durchgangskanal (D) als Bypass für das Druckmittel, mit einem Arbeitsanschluß (18) von der Gehäusebohrung (14) zum Hydromotor (HM), mit einem Pumpenanschluß (19) und einem Tankanschluß zur Gehäusebohrung (14), mit im Schieberkolben (K) vorgesehenen Arbeitswegen (15, 16; 25) zum Verbinden des Arbeitsanschlusses (18) zumindest mit dem Pumpenanschluß (19), wobei der Arbeitsweg (15, 16) in der Neutralstellung (N) vom Arbeitsanschluß (18) mit einer Überdeckung in Stellrichtung beabstandet ist, und mit einem Schieberkolben-Querkanal (Q), der in der Neutralstellung (N) mit dem Durchgangskanal (D) verbunden ist und mit diesem einen Bypass-Querschnitt begrenzt, der bei der Verstellung des Schieberkolbens (K) zur Bypass-Regelung blendendartig absperrbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Neutralstellung (N) wirksame Bypass-Querschnitt zwischen dem Kolbenschieber-Querkanal (Q) und dem Gehäusedurchgang (D) kleiner ist als der Gesamtquerschnitt eines der beiden Kanäle (D, Q) und daß bei der Verstellung des Schieberkolbens (K) in Richtung zur Hebestellung (H) der Bypass-Querschnitt unter allmählicher weiterer Verkleinerung nach einem in Stellrichtung dem Maß der Überdeckung entsprechenden Stellweg des Schieberkolbens (K) absperrbar ist, und daß für den Schieberkolben (K) ab Absperren des Bypass-Querschnitts in Stellrichtung zur Hebestellung (H) ein weiterer Stellweg vorgesehen ist.
2. Wegeschieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Schieberkolben (K) in dessen Stellrichtung zur Hebestellung (H) hinter dem Schieberkolben-Querkanal (Q) wenigstens ein im Querschnitt gegenüber dem Schieberkolben-Querkanal (Q) wesentlich kleinerer, paralleler Zusatzkanal (Z, Z1) vorgesehen ist, der nach dem Absperren des Bypass-Querschnitts zwischen dem Schieberkolben-Querkanal (Q) und dem Gehäusedurchgangskanal (D) mit dem Gehäusedurchgangskanal (D) in Verbindung steht und nacheilend zum Bypass-Querschnitt absperrbar ist.
3. Wegeschieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (13) in Stellrichtung des Schieberkolbens (K) zur Hebestellung (H) vor dem Gehäusedurchgangskanal (D) wenigstens ein im Querschnitt gegenüber dem Gehäusedurchgangskanal (D) wesentlich kleinerer, paralleler Zusatzkanal (Z) in die Gehäusebohrung (14) mündet, der nach dem Absperren des Bypass-Querschnitts zwischen dem Gehäusedurchgangskanal (D) und dem Schieberkolben-Querkanal (Q) mit dem Schieberkolben-Querkanal (Q) verbunden ist und nacheilend zum Absperren des Bypass-Querschnitts absperrbar ist.
4. Wegeschieber nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, der Zusatzkanal (Z, Z1) bereits in der Neutralstellung (N) mit dem Gehäusedurchgangskanal (D) bzw. mit dem Schieberkolben-Querkanal (Q) verbunden ist.
5. Wegeschieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäusedurchgangskanal (D) und der Schieberkolben-Querkanal (Q) kreisrunde Bohrungen gleichen Durchmessers sind, und daß in der Neutralstellung (N) des Schieberkolbens (K) der Schieberkolben-Querkanal (Q) relativ zum Gehäusedurchgangskanal (D) in Stellrichtung zur Hebestellung (H) um einen annähernd der Überdeckung entsprechenden Abstand (V), vorzugsweise um etwa den halben Bohrungsdurchmesser, versetzt ist.
6. Wegeschieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäusedurchgangskanal (D) eine kreisrunde Bohrung ist, und daß der Schieberkolben-Querkanal (Q) einen in den Kreisumriß des Gehäusedurchgangskanals (D) eingeschmiegten, sichelförmigen Querschnitt aufweist.
7. Wegeschieber nach den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzkanal (Z, Z1) eine kreisrunde Bohrung ist.
8. Wegeschieber nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzkanal (Z) als in den Querschnitt des Schieberkolben-Querkanals (Q) eingeformte, in Stellrichtung des Schieberkolbens (K) verlaufende Aussparung (20) ausgebildet ist.
9. Wegeschieber nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Betätiger (C) aus der Neutralstellung (N) in Richtung zur Hebestellung (H) überfahrbare Stellweg des Schieberkolbens (K) drei aneinander anschließende Sektionen aufweist, nämlich
  • a) eine Sektion, in der am Schieberkolben (K) mit Bypass-Regelungskurve (21) die Überdeckung (U) zwischen dem Arbeitsweg (15, 16; 25) und dem Arbeitsanschluß (8) aufhebbar ist,
  • b) eine Bypass-Regelsektion mit ab Aufhebung der Überdeckung flach auslaufender Bypass-Regelungskurve, und
  • c) eine Arbeitsregelsektion, über die bei abgesperrtem Bypass-Querschnitt der Hydromotor (HM) direkt durch eine Steigerung der Fördermenge lastunabhängig gegen eine Last bewegbar ist.
10. Wegeschieber nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Wegeschieber (W) in eine hydraulische Steuervorrichtung (S) eingegliedert ist, deren Druckquelle (P) eine Pumpe mit regelbarer Fördermenge, vorzugsweise eine Pumpe mit drehzahlregelbarem Motor (7, M), ist, und daß eine mit dem Betätiger (C) gekoppelte Regelvorrichtung (R) für den Pumpenmotor (7, M) vorgesehen ist, die einen Einschaltpunkt (X) für den Pumpenmotor (7, M) und in Stellrichtung zur Hebestellung (H) mit einem Abstand dahinter eine Arbeitsregelsektion (J) für die Drehzahl des Pumpenmotors aufweist, die im Stellweg des Betätigers (C) in etwa dort beginnt, wo der Bypass-Querschnitt und der Zusatzkanal (Z, Z1) abgesperrt sind.
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DE3234820C2 (de) * 1982-09-20 1993-12-23 Heilmeier & Weinlein Hydraulische Steuervorrichtung

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