DE4101601C2 - Ohrdurchstechvorrichtung - Google Patents
OhrdurchstechvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ohrdurchstechvorrichtung, bei welcher ver
schiedene Arten von Durchstech-Ohrsteckern während der Lagerung,
Handhabung und beim Durchstechen unter sterilen Bedingungen gehalten
werden. Insbesondere befaßt sich die Erfindung mit einer Vorrichtung zum
Durchstechen eines Ohrläppchens, welche gestattet, daß ein Ohrläppchen
von einer großen Vielzahl von unterschiedlichen Ohrsteckern durchdrungen
werden kann, welche Zierköpfe mit größeren Durchmesser- und Dicken
abmessungen haben, oder die Zierköpfe haben, die dünn sind, oder die
Zierköpfe haben, die aus einem weichen Material hergestellt sind, oder die
Zierköpfe haben, deren Gestalt keine Kreisform beschreibt.
Es sind zahlreiche unterschiedliche Ohrdurchstechvorrichtungen bekannt,
mit denen ein Ohrläppchen durchstochen werden kann, um eine ständige
Öffnung in einem Ohrläppchen zu haben und Ohrstecker tragen zu können.
Aus der DE 26 56 843 C2 ist eine Ohrdurchstechvorrichtung nach dem
Oberbegriff von Anspruch 1 bekannt. Sie ist auf ein Durchstechen eines
Ohrs mit einem Ohrstecker gerichtet, der einen Zierkopf hat, der entweder
kreisförmig, axialsymmetrisch um den Durchstechstift oder von einer Form
abgeleitet ist, welche einen Kreis beschreibt und einen Durchmesser hat, der
in der Größenordnung des Durchmessers des Stößels der Kolbenanordnung
liegt, welche den Ohrring in das Ohrläppchen derart treibt, daß der
Durchstech-Ohrstecker direkt der Kraft von dem Stößel standhalten kann.
Insbesondere durch die Begrenzung der Größe des Zierkopfs auf den
Durchmesser des Stößels wird die Kraft des Stößels gleichmäßig auf die
Oberfläche des Zierkopfs aufgebracht, und daher werden jegliche Beschädi
gungen des Zierkopfs vermieden.
Aus der DE-GM 19 40 332 ist ein patronenloses Kupplungselement zur
Kraftübertragung zwischen einem Stößel und einer Zierkopfperle eines
Ohrsteckers bekannt.
Es ist jedoch erwünscht, Ohrstecker als modische Assecoirs zu vertreiben.
Da darüber hinaus aus medizinischen Gründen die Ohrringe, mittels denen
das Ohrläppchen durchstochen wurde, im Ohrläppchen einige Wochen
verbleiben sollte, ist es erwünscht, daß das Durchstechen eines Ohrläpp
chens mittels eines Ohrsteckers erfolgt, der eine modische Ausgestaltung
hat, und der im Durchmesser größer als der Stößel sein kann, der nicht
notwendigerweise symmetrisch zum Ohrstecker sein muß und in axialer
Richtung beträchtlich dünner als im Durchmesser ausgelegt sein kann, oder
der aus einem weichen Material, wie Weichgold, ausgebildet ist und nicht
durch den Stößel während des Durchstechvorgangs am Ohr beschädigt
werden sollte. Es ist daher erwünscht, eine Ohrdurchstechvorrichtung zu
haben, bei welcher man die Vorteile der Vorrichtung erreicht, die in der DE 26 56 843 C2
beschrieben und beansprucht ist, welche aber auch den
Einsatz von größeren, dünneren und aus empfindlicherem Material
bestehenden Ohrsteckern gestattet, welche nicht notwendigerweise einen
Kreis beschreiben, und die sich in Verbindung mit ein und derselben
Stößelanordnung verwenden lassen.
Allgemein gesprochen soll eine Ohrdurchstechvorrichtung bereitgestellt
werden, welche das Durchstechen eines Ohrläppchens mit einem Zierkopf
gestattet, der einen größeren Durchmesser hat oder aus einem dünnen oder
biegbaren Material hergestellt ist, oder der einen asymmetrische Auslegung
hat und keinen Kreis beschreibt, wobei aber dennoch erreicht wird, daß die
Sterilität des Durchstechohrsteckers während des Verpackens, Handhabens
und Durchstechens beibehalten wird. Die Vorrichtung umfaßt einen
Ohrstecker, der einen Durchstechstift und einen Zierkopf aufweist, der einen
Durchmesser haben kann, welcher nicht auf den Durchmesser des Stößels
begrenzt ist oder eine Dicke haben kann, welche im Verhältnis zum
Durchmesser des Zierkopfs beträchtlich vermindert ist oder der aus einem
weichen Material hergestellt sein kann. Eine einheitlich ausgelegte
Schußvorrichtung zur Aufnahme des Ohrsteckers umfaßt einen länglichen
Kanal, welcher teilweise den Durchstechstift hält, und ferner eine Öffnung,
die dem Zierkopf des Ohrsteckers benachbart ist und mit dem Kanal
fluchtet, wobei der Kanal eine kleinere Querabmessung hat als die Öffnung.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Ohrdurchstechvorrichtung anzugeben,
mit der man auch Ohrstecker mit empfindlichen Zierköpfen einsetzen kann,
ohne den Zierkopf zu beschädigen.
Zur Lösung wird eine gattungsgemäße Ohrdurchstechvorrichtung mit den
kennzeichnenden Merkmalen von Anspruch 1 vorgeschlagen. Die Schutzein
richtung überträgt die Kraft des Stößels auf den Zierkopf und auch auf die
Patronenwandabschnitte, so daß der Zierkopf die Patronenwandabschnitte
nicht selbst auseinanderdrücken braucht und daher geschont wird.
Der Zierkopf hat einen größeren Durchmesser als der Durchstechstift. Der
Zierkopf kann aus einem dünnen Material hergestellt sein oder/und aus
einem weichen Material, wie Weichgold oder/und nicht kreisförmig sein und
assymetrisch zur Achse des Durchstechstifts angeordnet sein.
Unter Verwendung von ein und derselben Ohrdurchstech-Stößelanordnung
lassen sich Ohrstecker mit unterschiedlichen Durchmesser- und Dicken
abmessungen und aus unterschiedlichen Materialien verwenden.
Die Schutzeinrichtung ist in das Innere der Patrone zwischen den Zierkopf
des Ohrsteckers und der Öffnung eingesetzt und verteilt die Druckkraft von
dem Stößel auf den Zierkopf, welcher in die Öffnung eintritt, wodurch ein
gleichmäßiges und mit wenigem Kraftaufwand verbundenes Ohrdurch
stechen mit genauer axialer Ausrichtung zu einer konzentrischen oder
nichtkonzentrischen Verzierung erleichtert wird.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachstehenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen unter
Bezugnahme auf die begefügte Zeichnung darin zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer sterilen Ohrläppchendurch
stech-Schußvorrichtung, welche eine in gebrochener Linie
dargestellte, auseinandergezogene Darstellung umfaßt.
Fig. 2 eine Teilschnittansicht der Schußvorrichtung und des Gehäu
ses längs der Linie 2-2 in Fig. 1,
Fig. 3 eine Schnittansicht längs der Linie 3-3 in Fig. 2,
Fig. 4 eine Schnittansicht längs der Linie 4-4 in Fig. 2,
Fig. 5 eine Seitenansicht einer Schußvorrichtung,
Fig. 6 eine Schnittansicht längs der Linie 6-6 in Fig. 5,
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht einer Schutzeinrichtung,
Fig. 8 eine Teilschnittansicht von Fig. 2, wenn der Ohrdurchstechvor
gang durchgeführt wird,
Fig. 9 eine Schnittansicht längs der Linie 9-9 in Fig. 8,
Fig. 10 eine Fig. 9 ähnliche Ansicht zum Zeitpunkt der Beendigung des
Ohrdurchstechvorgangs,
Fig. 11 eine Teilschnittansicht längs der Linie 11-11 in Fig. 10,
Fig. 12 eine Schnittansicht des Ohrs mit dem Ohrstecker, der an
einem Verbindungsstück nach der Beendigung des Durchstech
vorgangs angebracht ist,
Fig. 13 eine perspektivische, auseinandergezogene Darstellung einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform einer zweiteiligen
Schutzeinrichtung und eines Ohrsteckers,
Fig. 14 eine Schnittansicht der Schußvorrichtung und des Gehäuses
einschließlich der zweiteiligen Schutzeinrichtung und eines
Ohrsteckers mit einem dünnen Zierkopf, welcher in Fig. 13
gezeigt ist, und
Fig. 15 eine Schnittansicht längs der Linie 14-14 in Fig. 14.
Die Fig. 1 bis 12 verdeutlichen eine sterile Ohrdurchstechvorrichtung,
welche insgesamt mit 10 bezeichnet ist.
Ein Gehäuse der Schutzvorrichtung ist insgesamt mit 12 bezeichnet und ist
derart ausgelegt, daß es gleitbeweglich in der Stößelanordnung 11
angebracht ist und darin einen auswechselbaren Ohrstecker- bzw.
Ohrringeinsatz hält, der insgesamt mit 13 bezeichnet ist, wobei dieses Teil
eine Schutzeinrichtung 14 am hinteren Bereich des auswechselbaren
Einsatzes und einen Durchstech-Ohrstecker 19 aufweist. Der Ohrstecker 19
umfaßt einen Zierkopf 22 und einen Durchstechstift 23, der von diesem
vorsteht und in einer scharfen Spitze 24 endet. Der Zierkopf 22 hat
beispielsweise einen großen Durchmesser von etwa 8 mm und ist aus einem
dünnen oder weichen Material beispielsweise hergestellt, wobei es sich um
ein Beispiel einer Ausführungsform eines derartigen Zierkopfs handelt, der
als ein Ohrstecker bei der vorliegenden Erfindung zum Einsatz kommen
kann.
Eine Ohrstecker-Verbindungseinrichtung 17 ist vorgesehen, welche den
Ohrstecker 19 an dem Ohrläppchen 45 nach der Beendigung des Durch
stechvorgangs festhält, wie dies in Fig. 12 gezeigt ist. Ein auswechselbarer
Kupplungseinsatz 15 ist derart ausgelegt, daß er das Ohrstecker-
Verbindungsteil oder die Ohrstecker-Kupplung 17 aufnimmt und zu der
Ohrläppchenstützwand 44 der Stößelanordnung 11 positioniert.
Insbesondere unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 6 ist eine auswechselbare
Ohrstecker-Patrone 13 gezeigt, die von zwei Hälften 20a und 20b gebildet
wird, die über ein Gelenk 21 verbunden sind. Bei einer Ausführungsform
sind die Halbwände, die die auswechselbare Patrone 13 bilden, aus
Propylen hergestellt und geformt, um eine Innenfläche mit geringer Reibung
und möglichst glatt zu haben, obgleich nnatürlich eine beliebige Fläche mit
geringer Reibung bereitgestellt werden kann, welche ein leicht durch
zuführendes Ohrdurchstechen gestattet. Auch diese Auslegungsformen
werden von der Erfindung mitumfaßt. Die Halbwand 20a ist symmetrisch
zu der Halbwand 20b und daher ist die nachstehende Beschreibung
bezüglich der Halbwand 20a identisch zu jener der Halbwand 20b und daher
hat jedes Teil, das mit dem Zusatz "a" versehen ist, ein Gegenstück mit
derselben Bezugsziffer und dem Zusatz "b". Zur Auslegung und zur
Vereinfachung der Beschreibung der Halbwand 20a wird die Länge
derselben längs der Axialrichtung definiert, welche durch die Verschiebung
des Stößels 30 der Stößelanordnung 11 bestimmt ist.
Die Halbwand 20a umfaßt haarstrichähnliche Schlitze 20ay und 26az, eine
konische Wand 32a, einen länglichen Kanal 31a und eine hintere Wand 33a.
Wenn die Halbwände 20a und 20b zusammengelegt werden, bilden sie
zusammen mit den hinteren Wänden 33a und 33b einen Hohlraum zur
Aufnahme der Schutzeinrichtung 14 und des Zierkopfs 22 in demselben.
Wenn die hinteren Wände 33a und 33b fest miteinander verbunden sind,
umfassen sie jeweils Vertiefungen 29a und 29b. Wenn die Halbwände 20a
und 20b zusammengelegt werden, begrenzen die Vertiefungen 29a und 29b
eine Öffnung zur Aufnahme des Stößels 30 während des Ohrdurchstechvor
gangs.
Ein seitlicher Vorsprung 25a steht längs einer Halbwand 20a an der
Hinterseite der auswechselbaren Patrone 13 vor. Der seitliche Vorsprung
25a enthält eine Öffnung 28 darin. Der seitliche Vorsprung 25b umfaßt
einen Ausrichtansatz 27, welcher derart bemessen ist, daß der in die
Öffnung 28 einführbar und einen Reibschlußsitz in der Öffnung 28 bildet,
wenn die Halbwände 20a und 20b zusammengelegt sind.
Die Schutzeinrichtung 14 umfaßt eine zylindrische, äußere Wand 60, eine
hintere Wand 62, eine ausgenommene und geringfügig gekrümmte
Stützwand 61 und eine Blindbohrung, welche von einer Umfangswand 63
und einem Boden 64 begrenzt wird. Bei einer beispielhaften Ausführungs
form der Stützeinrichtung 14 ist diese aus Polypropylen oder einem anderen
Material mit geringer Reibung ausgebildet, das sich leicht in der auswechsel
baren Patrone 13 verschieben läßt. Wie nachstehend noch näher be
schrieben ist, ist der Zierkopf 22 unter Anlage gegen die Stützwand 62
aufgenommen und festgehalten. Insbesondere wenn der hintere Abschnitt
des Zierkopfs rund oder sphärisch ausgebildet ist, liegt der Zierkopf gegen
die Stützwand 62 an und sitzt in der Blindbohrung, die von der Umfangs
wand 63 und dem Boden 64 begrenzt wird.
Während der Montage der Ohrring-Schutzvorrichtung 12 werden die
Ohrstecker 19 und die Schutzeinrichtung 14 in einer der Halbwände 20a
oder 20b angeordnet. Anschließend werden die Halbwände 20a und 20b
längs des Gelenks 21 zusammengelegt, so daß der Ohrstecker 19 und die
Schutzeinrichtung 14 in der auswechselbaren Patrone 13 angeordnet sind.
Insbesondere ist der Durchstechstift 23 derart angeordnet, daß er einen
Festsitz in den länglichen Kanälen 31a und 31b hat. Der Zierkopf 22 liegt
gegen die Stützwand 62 der Schutzeinrichtung 14 an.
Wie am deutlichsten aus den Fig. 1 bis 4 zu ersehen ist, umfaßt die Patrone
13 eine ovalförmig ausgebildete, äußere, rohrförmige Gehäusewand 57.
Zwei Kammern 58 und 59 sind darin angeordnet, und jede Kammer
erstreckt sich in axialer Längsrichtung des Gehäuses 12, um innere
zylindrische Wände 90 und 91 jeweils zu bilden. Vertikal ausgerichtete,
seitlich vorspringende Flansche 55a und 55b werden von der Gehäusewand
57 gestützt und sind derart ausgelegt, daß sie in Bahnausnehmungen 14a
und 14b aufgenommen sind, die in der Stößelanordnung 11 vorgesehen
sind.
Auf dem Inneren der zylindrischen Wände 90 und 91 sind gegenüber
liegende und beabstandete Rippen 66 vorgesehen, welche längs der
Längserstreckung der Kammern 56 und 57 auf den oberen und unteren
Teilen derselben verlaufen. Die gegenüberliegenden, beabstandeten Rippen
66 bilden eine Bahn, in welcher die Flansche 25a und 25b aufgenommen
sind. Zusätzlich sind auf der jeweiligen Seitenwand der Kammern 58 und 59
gegenüberliegende Rippen 67 vorgesehen, welche die Zentrierung der
auswechselbaren Patrone 13 unterstützen, wenn diese in den Kammern 58
und 59 angeordnet ist. Schließlich erstreckt sich eine Haltelippe 69 an den
Austrittsenden der Kammern 58 und 59 nach innen, welche die auswechsel
bare Patrone in der Kammeröffnung bei der Beendigung des Ohrdurchstech
vorgangs festhält. Nachdem dann zwei auswechselbare Patronen 13 auf die
vorstehend beschriebene Weise zusammengesetzt sind, werden sie in das
Gehäuse 12 eingesetzt und darin auf die in Fig. 4 gezeigte Weise positio
niert.
Bei der kommerziellen Anwendung wird die gesamte Anordnung gebrauchs
fertig für einen späteren Zeitpunkt verpackt, nachdem die Anordnung aus
Ohrstecker 19, auswechselbarer Patrone 13 und Patronengehäuse 12
zusammengesetzt ist. Die Packung, die für das zusammengesetzte
Schußvorrichtungsgehäuse und den auswechselbaren Kupplungseinsatz
bestimmt ist, läßt sich mittels eines gasdurchlässigen Bandes dicht
verschließen, und anschließend wird sterilisierendes Gas in die Verpackung
eingeleitet, um den Ohrstecker und die Kupplung zu sterilisieren und um
sicherzustellen, daß dieselben während der Lagerung, Handhabung und dem
Durchstechen steril bleiben.
Vor dem Durchstechvorgang wird das Schußvorrichtungsgehäuse 12 in die
Stößelanordnung 11 eingeschoben. Die vertikal weisenden, seitlichen
Flansche 55a und 55b des Patronengehäuses 12 sind derart beschaffen und
ausgelegt, daß sie gleitbeweglich in den Führungsausnehmungen 14a und
14b der Stößelanordnung festgehalten sind.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 1, 4 und 8 bis 10 wird die Arbeitsweise der
Ohrdurchstechanordnung nach der Erfindung näher erläutert. Zuerst werden
der auswechselbare Kupplungseinsatz 15 und das Gehäuse 12 aus einer
sterilen Verpackung entnommen und in die Stößelanordnung 11 auf die in
Fig. 1 verdeutlichte Weise eingesetzt. Wenn das Gehäuse und die Kupp
lungsanordnung vollständig in die Stößelanordnung eingesetzt sind, sind die
auswechselbare Patrone und die Kupplung automatisch in axialer Aus
richtung zum Stößel 30 angeordnet.
Dann wird die Stößelanordnung an ein Ohrläppchen angelegt, so daß das
Ohrläppchen in dem Raum zwischen dem Gehäuse 12 und den Kupplungs
einsatz 15 angeordnet ist. In dieser in Fig. 4 gezeigten Bereitschaftsstellung
ist der Stößel 30 in einer ersten Position, und der Ohrstecker 19 ist in der
auswechselbaren Patrone 13 angeordnet. Wenn man einen geringfügigen
Druck auf den Kolbengriff 43 der Stößelanordnung 11 ausübt, drückt der
Stößel 30 den Einsatz in eine erste Zwischenbereitschaftsstellung nach
vorne, welche in Fig. 8 gezeigt ist, und in welcher das vordere Ende der
Patrone 13 zu der Stelle am Ohrläppchen ausgerichtet werden kann, an der
das Durchstechen erfolgen soll.
Wenn man dann auf den Kolbengriff drückt, trifft der Stößel 30 in die
Öffnung ein, die von den Vertiefungen 29a und 29b gebildet wird. Wenn
man den Kolbengriff 43 fortgesetzt niederdrückt, wird der Stößel 30 in
axialer Richtung in Richtung des Pfeils C in Fig. 10 nach vorne bewegt und
tritt in die Öffnung ein, die von den Vertiefungen 29a und 29b gebildet
wird, wodurch der Stößel 30 in Eingriff mit der Schutzeinrichtung 14 auf die
in Fig. 9 gezeigte Weise gebracht wird. Der Stößel 30 drückt die Schutzein
richtung 14 in axialer Richtung weiter, so daß die Schutzeinrichtung 14 die
Kraft des Stößels 30 über die gesamte Fläche des Zierkopfs verteilt, wenn
der Ohrstecker in der Patrone in Richtung nach vorne gedrückt wird, so daß
der Durchstechstift 23 durch die Öffnung vorsteht, die von den Halbwänden
20a und 20b gebildet wird. Durch diese Kraftverteilung auf die gesamte
Fläche des Zierkopfs tritt keine Beschädigung und kein Abrieb an dem
Zierkopf selbst dann nicht auf, wenn die Abmessungen desselben größer als
der Durchmesser des Stößels 30 ist, oder der Zierkopf aus einem weichen
Material hergestellt ist, welches ansonsten durch die Kraft des Stößels 30
verformt würde. Zusätzlich kommt die äußere Wand 60 mit niedriger
Reibung der Schutzeinrichtung 14 in Eingriff mit den inneren Flächen der
konischen Wände 32a und 32b der auswechselbaren Patrone mit niedriger
Reibung, und die Wände 32a und 32b werden in Querrichtung voneinander
weggetrieben, so daß der erweiterte Kopf von den konischen Wänden 32a
und 32b freikommen kann, wenn der Durchstechstift 23 durch das
Ohrläppchen und in die Kupplung 17 getrieben wird.
Wie in Fig. 11 gezeigt ist, liegt nach der Beendigung des Ohrdurchstechvor
gangs der Stößel 30 gegen die Ausnehmungen 29a und 29b an, welche die
Öffnung der Schußvorrichtung bilden, und sie sind in geringfügigem
Reibungseingriff hiermit. Wenn daher die Druckkraft aus dem Auslöser 43
aufgehoben wird, bringt der Stößel die auswechselbare Patrone in das
Gehäuse zurück, so daß die Halbwände 20a und 20b zusammengelegt und
in eine gefaltete Stellung zurückgebracht werden können, und die aus
wechselbare Patrone in die Kammer in dem Gehäuse auf die in Fig. 12
beschriebene Weise zurückkehren kann, so daß der Ohrstecker und das
Ohrläppchen von der Stößelanordnung abgenommen werden können, wenn
das Durchstechen beendet ist.
Die vorliegende Erfindung zeichnet sich insbesondere durch eine Einsatz
anordnung und eine Schutzeinrichtung aus, welche in Kombination
ermöglichen, daß Ohrstecker, die eine ungewöhnliche Gestalt haben oder
einen Kopf mit einem großen Durchmesser haben, aus einem auswechsel
baren Einsatz durch das Zusammenwirken der Patrone und der Schutzein
richtung ausgegeben werden können. Ferner zeichnet sich die vorliegende
Erfindung dadurch aus, daß eine Schutzeinrichtung verwendet wird, um zu
verhindern, daß Ohrstecker, die eine ungewöhnliche Gestalt oder einen
großen Durchmesser haben, durch die Kraft des Stößels beschädigt oder
verformt werden, wodurch sich die Ausrichtung von Ohrstecker und
Öffnung in dem Einsatz günstiger darstellen läßt. Selbst wenn die Schutzein
richtung in Fig. 7 nur als ein Beispiel dargestellt ist, kann die Schutzein
richtung auch andere Ausgestaltungsformen haben. Beispielsweise ist eine
zweiteilige Schutzeinrichtung gemäß einer weiteren bevorzugten Aus
führungsform nach der Erfindung in den Fig. 13 bis 15 gezeigt. Ins
besondere bezugnehmend auf Fig. 13 ist ein Ohrstecker 103 vorgesehen,
der beispielsweise einen dünnen, herzförmigen Zierkopf 104 hat, welcher
beträchtlich dünner als der Zierkopf 22 des Ohrsteckers 19 ist, der in Fig.
4 gezeigt ist. Die zweiteilige Auslegung der Schutzeinrichtung verfolgt den
Zweck, die Achse der Schutzeinrichtung zu dem Stößel auszurichten und
den Raum abzugleichen, der zwischen dem Abstand des dünnen Zierkopfs
und der Weglänge des Stößels bei seiner Verschiebebewegung entsteht.
Insbesondere kann die vom Stößel zurückzulegende Wegstrecke, um mit
dem Einsatz und dann mit der Schutzeinrichtung zusammenzuarbeiten, in
der Praxis nicht verändert werden, wenn ein Ohrstecker eingesetzt wird, der
einen dünnen Zierkopf anstelle eines dickeren Zierkopfs hat. Um daher
sicherzustellen, daß der Stößel die als Schutzeinrichtung dienende Patrone
verschiebt und somit den Ohrstecker durch ein Ohrläppchen und in eine
Kupplung gemäß dem Ziel der vorliegenden Erfindung bewegt, ermöglicht
eine zweiteilige Schutzeinrichtung 100 einen Ausgleich in axialer Richtung
bezüglich des Raumes zwischen einem Distanzstück und dem dünneren
Zierkopf, wobei dieser Raum bei einem dickeren Zierkopf ausgefüllt wäre
und eine Ausrichtung der Achse zum Stößel vorhanden wäre. Die zweiteilige
Schutzeinrichtung 100 umfaßt ein erstes, aufnehmendes Teil 110 und ein
zweites, einsteckbares Teil 120. Das einsteckbare Teil 120 umfaßt eine
kegelstumpfförmig ausgebildete äußere Wand 121, eine vordere Wand 122
und eine Blindbohrung, die von einer inneren Wand 123 und einem Boden
124 begrenzt wird. Die kegelstumpfförmige Wand 121 endes in einer
Rückwand 125, welche einen zylindrischen Vorsprung 126 hat. Das
aufnehmende Teil 110 umfaßt eine äußere Wand 111, eine ausgenommene
Stützwand 112 und eine Durchgangsöffnung, die von einer inneren Wand
112 begrenzt wird.
Wie in auseinandergezogener Darstellung in Fig. 13 gezeigt ist, wird der
zylindrische Vorsprung 126 des Einsteckteils 120 in die Durchgangsöffnung
eingeführt, die von der inneren Wand 113 des aufnehmenden Teils 110
gebildet wird. Wie in Fig. 14 gezeigt ist, arbeitet der Stößel 30 mit dem
Boden 124 des Einsteckteils 120 zusammen und stellt sicher, daß das
Einsteckteil 120 und das aufnehmende Teil 110 zusammen auf die gleiche
Weise wie zuvor bezüglich der Schutzeinrichtung 14 beschrieben arbeiten.
Somit sind die jeweiligen Anordnungen aus Ohrstecker-Schutzeinrichtung
und auswechselbarer Patrone derart beschaffen und ausgelegt, daß man ein
Ohr unter Verwendung von Ohrsteckern durchstechen kann, die einen
großen Kopf, wie beispielsweise ein kugelförmiger Ohrstecker mit 8 mm
haben, oder eines Ohrsteckers, der einen ungewähnlich oder unregelmäßig
gestalteten Kopf hat und aus einem weichen Material, wie Weichgold,
hergestellt ist. Diese einheitlich verwendbare Durchstechvorrichtung nach
der Erfindung ist im Zusammehang mit einem neuen, anders geformten oder
unterschiedlich bemessenen, steril verpackten Ohrstecker-Einsatz und einem
Patronengehäuse wiederverwendbar. Somit wird der Ohrstecker zu
Behandlungszwecken oder ständig eingesetzt getragen, und er wird so lange
getragen, bis die Öffnung im Ohrläppchen erhalten bleibt. Anschließend
können dann andere Ohrstecker eingeführt und getragen werden.
Es ist noch zu erwähnen, daß sich als Vorteil bei der Erfindung insbesondere
angeben läßt, daß man modische Ohrstecker in Schmuckausführung
verwenden kann, die einen Zierkopf haben, der einen Durchmesser von bis
zu 8 mm hat, ohne daß man einen gleichen Durchmesser für den Kolben
benötigt (welcher sich üblicherweise auf etwa 3 mm) beläuft und ohne daß
dieser verändert werden muß, oder die einen Zierkopf haben können, der
aus einem weichen Material, wie Weichgold, hergestellt ist.
Claims (7)
1. Ohrdurchstechvorrichtung umfassend:
einen Ohrstecker (19) mit einem Zierkopf (22) und einem davon abstehenden Durchsteckstift (23),
eine den Ohrstecker (19) aufnehmende Patrone (13), deren Innenraum zu einem den Ohrstecker (19) an seinem Stift (23) haltenden Kanal (31a, b) verjüngt ist und in der Nähe des Zierkopfs (22) eine mit dem Kanal axial fluchtende Öffnung (29b) aufweist, die einen größeren Querschnitt besitzt als der Kanal, und
ein die Patrone (13) axial verschiebbar haltendes Gehäuse (12), das die Öffnung (29a, b) der Patrone (13) zu einem Betätigungsstößel (30) ausrichtet und ein vollständiger Austritt der Patrone (13) aus dem Gehäuse (12) verhindert, wenn der Stößel (30) durch die Öffnung (29a, b) in die Patrone (13) bewegt wird, um kanalseitige Patronenwand abschnitte (31a, b, 32a, b) auseinander und zwischen diesen den Ohrstecker (19) aus der Patrone (13) herauszudrücken,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Patrone (13) zwischen deren Öffnung (29a, b) und dem Zierkopf (22) eine Schutzeinrichtung (14) angeordnet ist, die beim Herausdrücken des Ohrsteckers (19) aus der Patrone (13) den Druck des Stößels (30) auf den Zierkopf (22) verteilt und mit ihrer Außenseite die kanalseitigen Patronenwandabschnitte (31a, b, 32a, b) auseinanderdrückt.
einen Ohrstecker (19) mit einem Zierkopf (22) und einem davon abstehenden Durchsteckstift (23),
eine den Ohrstecker (19) aufnehmende Patrone (13), deren Innenraum zu einem den Ohrstecker (19) an seinem Stift (23) haltenden Kanal (31a, b) verjüngt ist und in der Nähe des Zierkopfs (22) eine mit dem Kanal axial fluchtende Öffnung (29b) aufweist, die einen größeren Querschnitt besitzt als der Kanal, und
ein die Patrone (13) axial verschiebbar haltendes Gehäuse (12), das die Öffnung (29a, b) der Patrone (13) zu einem Betätigungsstößel (30) ausrichtet und ein vollständiger Austritt der Patrone (13) aus dem Gehäuse (12) verhindert, wenn der Stößel (30) durch die Öffnung (29a, b) in die Patrone (13) bewegt wird, um kanalseitige Patronenwand abschnitte (31a, b, 32a, b) auseinander und zwischen diesen den Ohrstecker (19) aus der Patrone (13) herauszudrücken,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Patrone (13) zwischen deren Öffnung (29a, b) und dem Zierkopf (22) eine Schutzeinrichtung (14) angeordnet ist, die beim Herausdrücken des Ohrsteckers (19) aus der Patrone (13) den Druck des Stößels (30) auf den Zierkopf (22) verteilt und mit ihrer Außenseite die kanalseitigen Patronenwandabschnitte (31a, b, 32a, b) auseinanderdrückt.
2. Ohrdurchstechvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Patrone zwei identische durch ein Gelenk (21) verbundene
Halbwände (20a, b) aufweist, die zur Aufnahme des Ohrsteckers (19)
aufeinandergefaltet sind, wobei die Halbwände zwischen ihren
Längsenden Querschlitze (26ay, by, bz) aufweisen, entlang denen beim
Herausdrücken des Ohrsteckers (19) aus der Patrone (13) die kanalseiti
gen Patronenwandabschnitte (31a, b, 32a, b) unter dem Druck der
Schutzeinrichtung (14) vom Rest der Patrone voneinander weg knicken.
3. Ohrdurchstechvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gelenk (21) am Außenende des Kanals angeordnet ist.
4. Ohrdurchstechvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß durch den Druck der Schutzeinrichtung (14) auf die kanalseitigen
Patronenwandabschnitte (31a, b, 32a, b) zunächst das Gelenk (21)
bricht und dann die kanalseitigen Patronenwandabschnitte radial
auseinanderweichen.
5. Ohrdurchstechvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein vollständiger Austritt der Patrone (13) aus dem Gehäuse
verhindert wird, indem ein von der Patrone (13) abstehender, in einer
Führung (66) des Gehäuses axial geführter Vorsprung (25a, b) an einem
Längsende der Führung (66) anschlägt.
6. Ohrdurchstechvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schutzeinrichtung (100) ein erstes Teil (110) zur Anlage an dem
Ohrstecker (103) und ein mit dem ersten Teil gekoppeltes zweites Teil
(120) zum Eingriff mit dem Betätigungsstößel (30) umfaßt.
7. Ohrdurchstechvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchmesser des Zierkopfs (22; 104) nicht größer als 8 mm ist.
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