DE4100613A1 - Verfahren und schaltungsanordnung zur einkopplung eines stoersignals zwischen einem ein nutzsignal uebertragendes leitungssystem und einer uebertragungsanordnung - Google Patents
Verfahren und schaltungsanordnung zur einkopplung eines stoersignals zwischen einem ein nutzsignal uebertragendes leitungssystem und einer uebertragungsanordnungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine
Schaltungsanordnung zur Einkopplung eines Störsignals zwi
schen einem ein Nutzsignal übertragendes Leitungssystem
und einer Übertagungsanordnung an zwei Koppelpunkten.
Bei der Übertragung von Nutzsignalen über Übertragungssys
teme wird immer ein dem Nutzsignal überlagertes Rausch- oder
Störsignal mitübertragen. Die Übertragung des Nutzsi
gnals über Übertragungssysteme erfolgt dabei bis zu einem
bestimmten Abstand zwischen Nutz- und Störsignal ohne Be
einträchtigung. Die Güte einer Übertragungsanordnung eines
Übertragungssystems, bei dem Signale zwischen zwei Über
tragungsanordnungen über ein Leitungssystem übermittelt
werden, zeichnet sich daher auch durch dessen Störfestig
keit aus.
Zur Messung der Störfestigkeit bzw. des Störabstandes wird
dem Nutzsignal ein Störsignal überlagert, das die Störbe
einflussung im praktischen Betrieb nachbilden soll. Dieses
Störsignal wird an den beiden Kopplungspunkten zwischen
einem Leitungssystem und einer Übertragungsanordnung des
Übertragungssystems eingespeist. Die Einkopplung des Stör
signals sollte dabei so erfolgen, daß das Leitungssystem
keinen Einfluß auf das Störsignal hat.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Ver
fahren und eine Schaltungsanordnung zur Einkopplung eines
Störsignals zwischen einem ein Nutzsignal übertragendes
Leitungssystem und einer Übertragungsanordnung zu
schaffen, bei dem das Leitungssystem keinen Einfluß auf
das Störsignal ausüben kann.
Die Lösung der Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Ein
kopplung eines Störsignals zwischen einem ein Nutzsignal
übertragendes Leitungssystem und einer Übertragungsanord
nung an zwei Koppelpunkten erreicht, bei dem zwischen den
beiden Kopplungspunkten ein Störstrom und zwischen wenig
stens einem Kopplungspunkt eine Störspannung eingespeist
wird und bei dem das Verhältnis von Störspannung zu Stör
strom gleich der Impedanz des Eingangstores der Übertra
gungsanordnung ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Störsignal an
den beiden Kopplungspunkten zwischen Leitungssystem und
Übertragungsanordnung eingekoppelt, welches sich aus einem
Störstrom und einer Störspannung zusammensetzt. Das Ver
hältnis von Störspannung zu Störstrom muß dabei so gewählt
sein, daß dieses Verhältnis gleich der Impedanz des Ein
gangstores der Übertragungsanordnung ist. Dadurch wird
verhindert, daß die in der Regel frequenzabhängige Impe
danz des Leitungssystems auf das Störsignal einwirkt und
eine Störsignaleinkopplung unabhängig vom Typ des Lei
tungssystemes ist. Außerdem wird keine Dämpfung des Nutz
signals durch diese erfindungsgemäße Einkopplungsart be
wirkt.
Eine die Aufgabe lösende Schaltungsanordnung, die zur Ein
kopplung eines Störsignals zwischen einem ein Nutzsignal
übertragendes Leitungssystem und einer Übertragungsanord
nung an zwei Kopplungspunkten dient, weist eine Störstrom
quelle, die zwischen den beiden Kopplungspunkten einen
Störstrom einspeist, und eine Störspannungsquelle auf, die
zwischen wenigstens einem Kopplungspunkt eine Störspannung
einspeist und dessen Störspannung so gewählt ist, daß das
Verhältnis von Störspannung zu Störstrom gleich der Impe
danz des Eingangstores der Übertragungsanordnung ist.
Die Schaltungsanordnung enthält eine Störstromquelle, die
einen Störstrom erzeugt, und eine Störspannungsquelle, die
eine Störspannung liefert. Eine Störspannungsquelle und
eine Störstromquelle können als Übertrageranordnung ausge
bildet sein, die von einem Rauschgenerator gespeist wird.
Ein solcher Rauschgenerator kann als Rauschsignal bei
spielsweise weißes oder rosa Rauschen der Übertrageranord
nung liefern. Hierbei ist vorgesehen, daß auf der Primär
seite der Übertrageranordnung eine Primärwicklung angeord
net ist, die mit dem Rauschgenerator gekoppelt ist, daß
auf der Sekundärseite eine erste Sekundärwicklung zur Lie
ferung des Störstromes mit den beiden Kopplungspunkten ge
koppelt ist und eine zweite Sekundärwicklung zur Lieferung
der Störspannung zwischen wenigstens einem Kopplungspunkt
eingefügt ist.
Um den Einfluß der einen Störstrom liefernden ersten Se
kundärwicklung auf das Nutzsignal so gering wie möglich zu
halten, ist des weiteren vorgesehen, daß zwischen der er
sten Sekundärwicklung und den Kopplungspunkten jeweils
hochohmige Widerstände angeordnet sind, wodurch die Stör
stromquelle hochohmig wird.
Zur Fernspeisung der Übertragungsanordnung wird ein
Gleichstrom über das Leitungssystem geliefert. Damit die
ser Gleichstrom nicht über den Rauschgenerator fließt, ist
vorgesehen, daß zwischen der ersten Sekundärwicklung und
den Kopplungspunkten jeweils Kondensatoren angeordnet
sind.
Zur symmetrischen Störspannungszuführung ist eine dritte
Sekundärwicklung zur Lieferung einer weiteren Störspannung
vorgesehen, die zwischen dem anderen Kopplungspunkt einge
fügt ist, der nicht mit der zweiten Sekundärwicklung ge
koppelt ist. Die Summe der von der zweiten und dritten Se
kundärwicklung gelieferten Störspannungen muß so gewählt
sein, daß das Verhältnis von Störspannungen zu Störstrom
gleich der Impedanz des Eingangstores der Übertragungsan
ordnung ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend an
hand der Figuren näher erläutert; Es zeigen:
Fig. 1 das Prinzipschaltbild einer Schaltungsanordnung zur
Einkopplung eines Störsignals zwischen einem ein Nutzsi
gnal übertragendes Leitungssystem und einer Übertragungsan
ordnung und
Fig. 2 ein praktisches Ausführungsbeispiel der Schaltungs
anordnung nach Fig. 1.
Das in Fig. 1 dargestellte Prinzipschaltbild zeigt einen
Teil eines Übertragungssystems mit einer Übertragungsan
ordnung 11 z. B. eine Vermittlungsstelle, und einem Lei
tungssystem 2, über welches Nutzsignale übertragen wer
den. Die Übertragungsanordnung 1 weist ein Eingangstor 3
mit zwei Anschlüssen 4 und 5 auf. Die Eingangsimpedanz des
Eingangstores 3 ist gleich Zp, und die Spannung am Ein
gangstor 3 zwischen den Anschlüssen 4 und 5 beträgt Up.
Das Leitungssystem 2, das in diesem Ausführungsbeispiel
aus zwei Leitungen besteht, enthält ein Ausgangstor 6 mit
zwei Anschlüssen 7 und 5. Die Ausgangsimpedanz des Aus
gangstores 6 beträgt Zl.
Das Eingangstor 3 der Übertragungsanordnung 1 und das Aus
gangstor 6 des Leitungssystemes 2 sind miteinander gekop
pelt. Ein Kopplungspunkt wird durch die Kopplung der
Anschlüsse 4 und 7 und ein zweiter Kopplungspunkt durch
die Kopplung der Anschlüsse 5 und 8 realisiert.
Zur Nachbildung der Störbeeinflussung durch ein Störsignal
im praktischen Betrieb wird an den Kopplungspunkten ein
Störsignal eingekoppelt. Dieses Störsignal setzt sich aus
einem Störstrom Ir und einer Störspannung Ur zusammen.
Der Störstrom Ir wird von einer Störstromquelle 9 gelie
fert, deren erster Anschluß an den Anschluß 5 bzw. 8 und
deren zweiter Anschluß an den Anschluß 4 angeschlossen
ist. Der Störstrom Ir wird also zwischen den beiden
Kopplungspunkten eingespeist. Die Störspannung Ur liefert
eine Störspannungsquelle 10, die zwischen den beiden An
schlüssen 4 und 7 angeordnet ist. Die Störspannung Ur wird
also zwischen einem Kopplungspunkt eingespeist.
Damit die Störsignaleinkopplung nicht durch die Ausgangs
impedanz Zl des Ausgangstores 6 des Leitungssystemes 2 be
einflußt wird, muß das Verhältnis zwischen Störspannung Ur
und Störstrom Zr so gewählt werden, daß das Verhältnis
gleich der Eingangsimpedanz Zp des Eingangstores 3 ist:
Ur/Ir=Zp.
Für die Spannung Up am Eingangstor 3 gilt nämlich:
Up=(Zp Ur+Zp Zl Ir)/(Zp+Zl).
Durch Bildung der ersten Ableitung dUp/dZl und Nullsetzung
ergibt sich das oben genannte Verhältnis:
Ur=Zp Ir.
Diese Art der Störsignaleinkopplung hat weiterhin den Vor
teil, daß die Störsignaleinkopplung unabhängig vom Typ des
Leitungssystemes ist und daß durch die Störsignalein
kopplung keine Dämpfung des Nutzsignales erfolgt.
Eine praktische Ausführungsform für die Störstromquelle 9
und die Störspannungsquelle 10 ist in Fig. 2 gezeigt. Eine
Übertrageranordnung 11 ist primärseitig an einen Rauschge
nerator 12 angeschlossen, der ein Rauschsignal liefert.
Der Innenwiderstand des Rauschgenerators 12 sollte sehr
viel kleiner sein als die Impedanz der Primärwicklung 13
der Übertrageranordnung 11. Auf der Sekundärseite der
Übertrageranordnung 11 sind drei Sekundärwicklungen 14, 15
und 16 angeordnet. Die erste Sekundärwicklung 14 liefert
den Störstrom Ir. Der Wicklungsanfang der ersten Sekundär
wicklung 14 ist über einen hochohmigen Widerstand 17 und
einen Kondensator 18 mit dem Anschluß 5 des Eingangsto
res 3 der Übertrageranordnung 1 verbunden. Der andere An
schluß 4 des Eingangstores 3 ist mit einem Kondensator 19
verbunden, dessen anderer Anschluß an einen weiteren hoch
ohmigen Widerstand 20 gelegt ist. Der andere Anschluß des
Widerstandes 20 ist mit dem Wicklungsende der ersten Se
kundärwicklung 14 verbunden. Die Werte der Widerstände 14
und 20 sind sehr viel größer als die Eingangsimpedanz Zp
des Eingangstores 3. Wird über das Leitungssystem 2 noch
ein Gleichstrom zur Fernspeisung der Übertragungsanord
nung 1 übertragen, so dienen die Kondensatoren 18 und 19
dazu, daß der Gleichstrom nicht auf die Übertrageranord
nung 11 und den Rauschgenerator 12 einwirkt.
Die zweite Sekundärwicklung 15 ist mit ihrem Wicklungsan
fang an den Anschluß 5 und mit ihrem Wicklungsende an den
Anschluß 8 des Ausgangstores 6 des Leitungssystemes 2 ge
legt. Der Anschluß 7 des Eingangstores 6 ist mit dem
Wicklungsanfang der dritten Sekundärwicklung 16 verbun
den. Das Wicklungsende der dritten Sekundärwicklung 16 ist
an den Anschluß 4 des Eingangstores 3 angeschlossen. Die
zweite und dritte Sekundärwicklung 15 und 16 liefern
Störspannungen. Die Summe der Störspannungen muß so ge
wählt sein, daß das Verhältnis der Summe der Störspan
nungen zum Störstrom gleich der Eingangsimpedanz Zp des
Eingangstores 3 ist.
Claims (6)
1. Verfahren zur Einkopplung eines Störsignals zwi
schen einem ein Nutzsignal übertragendes Leitungssys
tem (2) und einer Übertragungsanordnung (1) an zwei
Kopplungspunkten, bei dem zwischen den beiden Kopplungs
punkten ein Störstrom (Ir) und zwischen wenigstens einem
Kopplungspunkt eine Störspannung (Ur) eingespeist wird und
bei dem das Verhältnis von Störspannung zu Störstrom
gleich der Impedanz (Zp) des Eingangstores (3) der Über
tragungsanordnung ist.
2. Schaltungsanordnung zur Einkopplung eines Störsi
gnals zwischen einem ein Nutzsignal übertragendes Lei
tungssystem (2) und einer Übertragungsanordnung (1) an
zwei Kopplungspunkten mit einer Störstromquelle (9), die
zwischen den beiden Kopplungspunkten einen Störstrom (Ir)
einspeist, und mit einer Störspannungsquelle (10), die
zwischen wenigstens einem Kopplungspunkt eine Störspan
nung (Ur) einspeist und dessen Störspannung so gewählt
ist, daß das Verhältnis von Störspannung zu Störstrom
gleich der Impedanz (Zp) des Eingangstores (3) der Über
tragungsanordnung ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß als Störstromquelle und als
Störspannungsquelle eine Übertrageranordnung (11) ausge
bildet ist, die von einem Rauschgenerator (12) gespeist
wird, daß auf der Primärseite der Übertrageranordnung eine
Primärwicklung (13) angeordnet ist, die mit dem Rauschge
nerator gekoppelt ist, daß auf der Sekundärseite eine er
ste Sekundärwicklung (14) zur Lieferung des Störstromes
mit den beiden Kopplungspunkten gekoppelt ist und eine
zweite Sekundärwicklung (15) zur Lieferung der Störspan
nung zwischen wenigstens einem Kopplungspunkt eingefügt
ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der ersten Sekundär
wicklung (14) und den Kopplungspunkten jeweils hochohmige
Widerstände (17, 20) angeordnet sind.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der ersten Sekundär
wicklung (14) und den Kopplungspunkten jeweils Kondensa
toren (18, 19) angeordnet sind.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 3
bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß eine dritte Sekundärwick
lung (16) zur Lieferung einer weiteren Störspannung zwi
schen dem anderen Kopplungspunkt, der nicht mit der
zweiten Sekundärwicklung (15) gekoppelt ist, eingefügt
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4100613A DE4100613A1 (de) | 1991-01-11 | 1991-01-11 | Verfahren und schaltungsanordnung zur einkopplung eines stoersignals zwischen einem ein nutzsignal uebertragendes leitungssystem und einer uebertragungsanordnung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4100613A DE4100613A1 (de) | 1991-01-11 | 1991-01-11 | Verfahren und schaltungsanordnung zur einkopplung eines stoersignals zwischen einem ein nutzsignal uebertragendes leitungssystem und einer uebertragungsanordnung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4100613A1 true DE4100613A1 (de) | 1992-07-16 |
Family
ID=6422825
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4100613A Ceased DE4100613A1 (de) | 1991-01-11 | 1991-01-11 | Verfahren und schaltungsanordnung zur einkopplung eines stoersignals zwischen einem ein nutzsignal uebertragendes leitungssystem und einer uebertragungsanordnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4100613A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2012031657A1 (de) * | 2010-09-10 | 2012-03-15 | Sew-Eurodrive Gmbh & Co. Kg Abt. Ecg | Vorrichtung und verfahren zur datenübertragung und energieübertragung über eine leitung |
-
1991
- 1991-01-11 DE DE4100613A patent/DE4100613A1/de not_active Ceased
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2012031657A1 (de) * | 2010-09-10 | 2012-03-15 | Sew-Eurodrive Gmbh & Co. Kg Abt. Ecg | Vorrichtung und verfahren zur datenübertragung und energieübertragung über eine leitung |
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