DE407307C - Anordnung, um in Wechselstrom-Hochspannungs-Mehrphasensystemen die Kapazitaetsstromverluste in den elektrischen Kabeln zu verringern - Google Patents

Anordnung, um in Wechselstrom-Hochspannungs-Mehrphasensystemen die Kapazitaetsstromverluste in den elektrischen Kabeln zu verringern

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DE407307C
DE407307C DET27643D DET0027643D DE407307C DE 407307 C DE407307 C DE 407307C DE T27643 D DET27643 D DE T27643D DE T0027643 D DET0027643 D DE T0027643D DE 407307 C DE407307 C DE 407307C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J3/00Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
    • H02J3/04Arrangements for connecting networks of the same frequency but supplied from different sources

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Supply And Distribution Of Alternating Current (AREA)

Description

  • Anordnung, um in Wechselstrom-Hochspannungs-Nehrphasensystemen die Kapazitätsstromverluste in den elektrischen Kabeln zu verringern. Bei mehrphasigen elektrischen Kraftübertragungssystemen, in welchen konzentrische unterirdische Kabel von bedeutender Länge verwendet werden und bei welchen die Spannung des zentralen Leiters die für das System am höchsten zulässige ist, verursacht die Lieferung des Kapazitätsstromes, welcher für die Ladung der Kabel während ihres normalen Betriebes notwendig ist, bedeutende Schwierigkeiten. Dies ist besonders, der Fall bei solchen Systemen, ähnlich dem im britischen Patent 17o619, 192o, beschriebenen Systern , wo zwei drei;ach konzentrische Kabel verwendet werden, deren zentrale Leiter höhere Spannungen gegenüber Erde erhalter als die zwischenliegenden und äußeren Leiter.
  • Bei solchen Systemen sind die Kapazitätsströme, die zwischen dem äußeren und mittleren Leiter fließen, viel größer als die.. welche zwischen dem inneren und mittleren fließen ,-(weil die Kapazität größer ist), vorausge.etzt, daß gleiche Spannungen zwischen den einzehen Leitern vorhanden sind. Überdies wird, da der Kapazitä---slro@,i, wel(-hen die äußeren Leiter aufnehmen, sehr viel größer ist als der von den inneren Leitern aufgenommene, die Spannung, bei der dieser Kapazitätsstrom übertragen wird, von dem neutralen Punkt des Systems ab gerechnet, immer geringer, so daß die Nachregulierung des Spannungsverlustes immer ungünstiger wird.
  • Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun, Mittel und Wege zu finden, die Kapazitäts-Volt-Ampere-Energie, welche für alle Leiter des entfernt liegenden Teils einer langen Kabelleitung erforderlich ist, nach einer entsprechend liegenden Unterstation oder Unterstationen durch den zentralen Leiter bei der höchst zulässigen Spannung zu übertragen. Auch soll diese Energie für die in Richtung nach der Erzeugerstation gelegenen Kabellängenteile ausreichen, nachdem sie in der Unterstation oder den Unterstationen umgeformt worden ist.
  • Nimmt man an, der äußere Leiter eines Kabels benötige einen Ladestrom von zoo Ampere bei einer Länge von ¢o km und einer verhältnismäßig niederen Spannung, so würde es ohne Zweifel vorteilhaft sein, ioo Ampere aus der Erzeugerstation 2o km weit bei dieser Spannung zu schicken und einen wesentlich geringeren Strom bei erhöhter Spannung durch den zentralen Leiter nach der Unterstation zu leiten und nach entsprechender Transformierung die noch erforderlichen i oo Ampere von der Unterstation bei der erstgenannten niederen S.Pannung zurückzuführen. Dies erscheint wirtschaftlicher, als den ganzen Strom von aoo Ampere bei der niederen Spannung von der Erzeugerstation aus in die ganze Leitung zu schicken.
  • Eine gewisse Schwierigkeit liegt jedoch darin, die Energie für die. Ladung der Leitung von der Erzeuger- nach der Unterstation zu schicken, da der erforderliche Ladestrom, der zu dem Transformator geleitet wird, durch den Leitungswiderstand einen Spannungsverlust erfährt. Wenn man an Stelle eines gewöhnlichen Transformators einen Autotransformator in der Unterstation zwecks Verringerung der Kosten und Verbesserung des Wirkungsgrades benutzte, so würde ein beträchtlicher Teil der Energie, welche durch den zentralen Leiter fließen würde, einfach von Leiter zu Leiter als Ladestrom übergehen und zur Erde abfließen, ohne vollständig durch die Leitung nach der Unterstation zu gelangen, in welchem Falle die Vorteile nur teilweise erreicht würden.
  • Es ist nun bekannt, daß, wenn zwei Transformatoren in Parallelschaltung auf einen Verbraucher geschaltet sind, der teilweise induktionslos und teilweise kapazitiv ist, die Energie nicht zu gl_chen Teien von beiden Transformatoren üöernommen wird, weün in den Sekundärkreis eines dieser Transformatoren eine Induktanz geschaltet wird; in diesem Falle übernimmt der eine von ihnen die kapazitive und der andere die induktionsfreie Last. Außerdem bewirkt der Durchfluß eines Stromes, der eine Voreilung besitzt, durch eine in den Sekundärstromkreis eines Unterstationstransformators geschaltete Induktanz, daß die Sekundärspannung dieses Transformators sich erhöht, wodurch Strom in die Leitung zurückfließt und so den Kapazitätsstrom liefert.
  • In beiliegender Zeichnung stellen die konzentrischen Kreise die Leiter zweier Kabel dar, welche mit einem Syste=_n von Transformatoren in Verbindung stehen. Letztere gehören zu einem der Sechsphasenhilfssysteure a, b, e', d , wie sie in dem britischen Patent 17o619 beschrieben sind. In die zentralen Leiter der beiden Kabel fließt Strom von der Phase des großen Sternes A, B, C (s. Abb. ¢ des genannten Patentes). Hierzu ist zu bemerken, daß der Kabelzug, der mit dem linksseitig gezeichneten System von konzentrischen Kreisen verbunden ist, nicht gezeichnet wurde; es ist aber angenommen, daß er hinter dem Kabelzug des rechtsseitigen Systems von konzentrischen Kreisen verläuft.
  • In der Abbildung links sind nur die. Anordnungen für die Aufwärtstransformierung des überlagerten Stromes in der Erzeugerstation dargestellt. Die Primärwicklung zu den Sechsphasensystemen (Hexagon) für das links gezeichnete Kabel ist in der Abbildung fortgelassen.
  • In der Mitte und rechts in der Abbildung sind zwei Unterstationen dargestellt, die die Kapazitätsströme in die Leitung liefern und diese Energie, die hierzu erforderlich ist, mit getrennten Transformatoren aufnehmen. Letztere sind sterngeschaltete Transformatoren, deren Primärwicklungen in jedem Falle mit dem zentralen Leiter von jedem der beiden Kabel (beide zentralen Leiter besitzen dasselbe Potential) verbunden sind. Dies ist eingezeichnet für die in Betracht gezogene ; Phase A.
  • Die beiden .anderen Phasen eines jeden dieser Transformatoren wie auch des Transformators in der Erzeugerstation sind entsprechend mit zwei anderen Sechs-Phasen-Systemen und vier anderen Kabeln verbunden, was der Deutlichkeit halber auf der Zeichnung nicht angegeben ist.
  • Durch die entsprechende Auswahl der Leitungen. in welche die Sekundärstromkreise Strom liefern, kann dies im richtigen Phasensinn geschehen. Z. B. bei der zwischenliegenden Unterstation ist die Phase zwischen dem zentralen Leiter a und dem nächsten Leiter b auch der Richtung nach durch die gestrichelte Linie a-b des betreffenden Sechsecks dargestellt. Ebenso ist die Sekundärseite a-b des rechts unten abgebildeten Kapazitätsstromtransformators in dieser Unterstation mit den beiden genannten Leitern verbunden, während die Sekundärseite b-c mit dem zwischenliegenden und äußeren Leiter und endlich die Sekundärseite c-d mit dem schwachen Einphasenkabel, das unterhalb parallel zum Dreileiterkabel verläuft, und mit dem äußeren Leiter c des letzteren in Verbindung steht, wobei die Phase wieder der Richtung nach der gestrichelten Linie c-d des vorgenannten Sechsecks entspricht.
  • Auf diese Weise ist die Stromeinspeisung in die Leiter des Kabels so angeordnet, daß der Strom in beiden Richtungen von genannter Unterstation aus fließt, wie: dies durch die Pfeile, die mit dem Leiter c parallel verlaufen, ersichtlich ist.
  • Wie zu ersehen, ist aus Gründen der einfacheren Erklärung die Wirkung der Erdung des äußeren Bleimantels sowohl des Hauptkabels als auch des kleinen Kabels vernachlässigt worden. Das Erdpotential in dem gezeichneten System erscheint annähernd an einem Punkt, der drei Viertel des Wegs zwischen a und d in dem Sechseck liegt, das in der Erzeugerstation abgebildet ist; auch wären eigentlich zwei Spannungen an Stelle der einfachen Spannung c-d in Betracht zu ziehen, z. B. eine Spannung zwischen genanntem Punkt und dem Punkt d und eine andere Spannung zwischen dem genannten Punkt und dem Punkt c. Es kann aber auch der Punkt d mit dem Erdpotential in Verbindung stehend gedacht sein. In diesem Falle wäre natürlich das schwache Einleiterkabel ganz entbehrlich.
  • Dieselben Anordnungen sind bei der entfernteren Unterstation rechts in der angedeuteten Weise getroffen.
  • Zwei weitere Sätze Sekundärwicklungen (in der Zeichnung weggelassen) sind über jedes der Primärglieder gewickelt und liefern diese Sekundärwicklungen alsdann Strom in die zugehörigen Leiter der beiden andern Kabelsysteme, die in Verbindung stehen mit den Hauptphasen B und C des großen Sternaufwärtstransformators in der Erzeugerstation.
  • Selbstredend müssen Induktanzen -in der Zeichnung ebenfalls fortgelassen -in die Sekundärstromkreise b-c, a-b, c-d in den beiden Unterstationen eingefügt werden.

Claims (1)

  1. P_1TrNT-ANSPRÜCHE: i. Anordnungen, um in Wechselstrom-Hochspannungs-Mehrphasensystemen die Kapazitätsstromverluste in den elektrischen Kabeln, die als konzentrische oder dreifach konzentrische Kabel ausgebildet sind, zu verringern, dadurch gekennzeichnet, daß der zentrale Leiter (A) dieser Kabel mit höherer Spannung als die mittleren Leiter (B) und die äußeren Leiter (C) betrieben werden, wobei die übertragung der zur Ladung der entfernten Teile der Kabel benötigten elektrischen Energie nach einer Unterstation oder nach Unterstationen mit der höchst zulässigen Spannung erfolgt und dort nach Umformung der besagten Energie mittels Transformatoren (a bis d) auf die benötigte Spannung diese als Ladestrom in die Leiter des Kabels zurückgeführt wird, um die Größe des erforderlichen Ladestromes, der ohne diese Anordnung in seiner gesamten Stärke von der Generatorstation in das Kabel geliefert werden müßte, zu verringern. a. Bei den Anordnungen nach Anspruch i die Verwendung getrennter Transformatoren, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Reaktanzen dieser Transformatoren sich unterscheidet von der der Transformatoren, die für die Lieferung der Nutzenergie in Frage kommen" wodurch der Kapazitätsstrom von dem Ladestrom getrennt und ihm eine erhöhte Spannung verliehen wird, bevor er in die Leitung zurückfließt. 3. Die Gesamtanordnung nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß Aufwärtstransformatoren für die Belastung und Abwärtstransformatoren für die Belastung und den Kapazitätsstrom verwendet werden, deren Sekundärwicklungen so gewickelt sind, daß die richtigen Phasenverhältnisse für die Überlagerung des Sekundärstromes in den Kabelleitern erhalten werden.
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