DE407123C - Umkehrbares galvanisches Element vom Bunsenschen Typus mit Zink und Kohle (oder Magnetit) als Elektroden und zwei Fluessigkeiten - Google Patents
Umkehrbares galvanisches Element vom Bunsenschen Typus mit Zink und Kohle (oder Magnetit) als Elektroden und zwei FluessigkeitenInfo
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- DE407123C DE407123C DEL54937D DEL0054937D DE407123C DE 407123 C DE407123 C DE 407123C DE L54937 D DEL54937 D DE L54937D DE L0054937 D DEL0054937 D DE L0054937D DE 407123 C DE407123 C DE 407123C
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- H—ELECTRICITY
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- H01M—PROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
- H01M10/00—Secondary cells; Manufacture thereof
- H01M10/36—Accumulators not provided for in groups H01M10/05-H01M10/34
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- H—ELECTRICITY
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- H01M—PROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
- H01M6/00—Primary cells; Manufacture thereof
- H01M6/24—Cells comprising two different electrolytes
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Description
(L 54937
Vorliegende Erfindung besteht in der Verwendung neutraler Lösungen von dreiwertigen
Eisensalzen (Chlorid oder Oxidsulfat) als Depolarisatoren in einer Zelle Bunsenscher
Type: Zink, Erregernüssigkeit, Diaphragma, depolarisierende Flüssigkeit, Kohle.
Zwar ist die Verwendung des Eisenchlorids (Fe2 Cl6) als Depolarisator bekannt und auch
als Energieträger in Akkumulatoren; doch
ίο wurden bisher diese Salze nur in saurer Lösung
oder in Verbindung mit unlöslichen Elektroden verwendet. Die Verwendung neutraler
Lösungen obiger Salze in Verbindung mit einer Lösungselektrode hat nachstehende wichtige
Tatsachen zur Folge:
1. Die zur Lösung des Zinks erforderliche Säuremenge wird von den dreiwertigen Eisensalzen
selbst geliefert bei ihrer Reduktion durch den Strom:
ao Fe2 (SO)4/3 + Zn = SO4 + 2 Fe SO4.
2. Infolgedessen wird Zink nur nach Maßgabe des Stromverbrauches gelöst, da keine
freien Säuren vorbanden sind, die mit großer Schnelligkeit durch das Diaphragma zum Zink
diffundieren· und dasselbe unabhängig von der Stromentnahme zerfressen.
3. Die Lösungen der neutralen Salze sind geruchlos und nicht ätzend, was besonders bei
transportablen Batterien von großem Vorteil ist; außerdem hat man die Möglichkeit, große
Mengen von obigen Salzen in festem Zustande vorrätig mitzuführen und nach Bedarf in Wasser
aufzulösen.
4. Die neutralen Lösungen ermöglichen f erner die Anwendung von Diaphragmen aus
organischer Substanz (Papier, Pappe usw.), die weich und biegsam sind und daher beim
Transport und bei Erschütterungen weder brechen noch springen.
5. Endlich, was das wichtigste ist, haben neutrale Lösungen die vollständige Umkehrbarkeit
des Elementes zur Folge, d. h. das Element ist ein richtiger Akkumulator. Dieser
Akkumulator hat im entladenen Zustand folgende Zusammensetzung:
Zn
FeCl2
ZnCL
ZnCL
FeCl2
ZnCL
ZnCL
Der Elektrolyt ist also von beiden Seiten des Diaphragmas derselbe; es ist dies der Ausgangszustand
des Akkumulators, in welchen er immer endgültig zurückkehren muß. Man ersieht daraus, daß der Akkumulator im entladenen
Zustand unbegrenzt lange stehen kann.
Nach der Ladung erhält man folgendes Bild:
ζ. Zn j FeCl2 ' Fe2Cl8 | C.
In der Praxis wird man nicht alles Zink quantitativ niederschlagen, da man die Qualität
des Metallabsatzes und den Nutzeffekt des Stromes berücksichtigen muß; immerhin wird
die Hauptmenge des Zinks sich auf die Kathode ansetzen; dieser Absatz ist der Träger
der elektrischen Ladung. Das Chlor des Zinkchlorids bleibt als Chlorid des dreiwertigen
Eisens in Lösung. Enthält nun der Elektrolyt freie Salzsäure, so ist es klar, daß das
Element nicht restlos umkehrbar ist, denn durch die Elektrolyse wird am positiven Pol
wohl freies Chlor, nicht aber Salzsäure ent-
wickelt. Die Elektrolyse von Sulfaten liefert zwar freie Schwefelsäure, jedoch wird bei
Gegenwart von freien Säuren und größeren Mengen Eisensälzes beim Laden kain Zink an
der Kathode niedergeschlagen; statt dessen entwickelt sich Wasserstoff; ein Element mit
sauren Elektrolyten kann also nicht wieder aufgeladen werden, es ist nicht umkehrbar.
Die Verwendung der oben entwickelten Re- , ίο aktionen zur Stromaufspöicherung eröffnet
eine neue, bisher in der elektrotechnischen Praxis nicht bekannte Kategorie von Akkumulatoren.
Im Gegensatz zu -den existierenden Typen, nämlich Bleisammler, alkalische Kupfer-,
Silber- oder Nickeloxydsammler, jn welchen metallisch leitende Oxyde als Depolarisatoren
am positiven Pol dienen, ist in vorliegender Zelle die elektrochemische Energie in einer aktiven
Flüssigkeit (Fe2 Cl6) enthalten, welche
gänzlich unabhängig von der.Zelle und außerhalb derselben in gewöhnlichen Behältern aufbewahrt
und nach Bedarf zugesetzt werden - kann unter gleichzeitigem Herauslassen des
verbrauchten Elektrolyten. Die Kapazität der Flüssigkeit pro Kilogramm Gewicht ist, mit
dem Bleisammler verglichen, sehr hoch:
ι kg 60 prozentiger Lösung von Eisenchlorid entspricht einer Ladung von etwa 100
Amperestunden.
Für dieselbe Energiemenge braucht man 12C g Zn, also geben 1,120 kg aktive Substan- j
/.en 100 Amperestunden, d.h. etwa 90 Am- j
perestunden pro 1 kg. Die Spannung des | Elementes beträgt 1,5 Volt; in 1 kg aktive |
Substanzen sind somit 135 Wattstunden ent- i halten. I
Die Elektroden (dünne Zinkbleche und Elek- ! trodcnkohle vom spez. Gew. 1,3) wiegen verliältnismäßig
wenig, ebenso das Gefäß, welches , gleichzeitig als Elektrode dienen kann. Setzen i
wir das Gewicht der Zellenkonstruktion gleich ·; dem der aktiven Substanz, so werden wir1 bei
2 kg Gesamtgewicht 135 Wattstunden erhalten oder bei 1 kg Gesamtgewicht 67,5 Wattstunden,
während der leichteste transportable Bleisammler wohl nicht mehr als 25 Wattstunden
Kapazität pro Kilogramm Gesamtgewicht aufweist.
Wenn es sich um Aufspeicherung" größerer . Ladungen handelt, wenn man Vorratszinkelektroden
und Vorratsdepolarisatoren hat^ kann man sich beliebig der theoretischen ;
Grenze nähern. 1
Außerdem ist -die konstruktive Haltbarkeit ,
dieses Sammlers nahezu unbegrenzt, da keine »aktive Masse« von den Elektroden abfällt ;
und die Kapazität hier in dem .immer wieder sich neu absetzenden Zink und der formlosen '.
Flüssigkeit enthalten ist. Eine »Formierung« findet nicht statt; nach Zusammensetzung und
Auffüllung ist die Zelle sogleich zur Aufnahme der vollen Ladung bereit.
Allerdings hält sich die Ladung nicht solange wie in den Akkumulatoren mit festem Depolarisator;
schon nach wenigen Tagen wird die Diffusion der Eisenchloridlösung zum Zink partielle Entladung herbeiführen. Indessen
gibt es einerseits Verwendungen von Akkumulatoren, bei denen man unmittelbar nach Ladung
die Entladung vornimmt, z. B. für dig Bergmannslampen, Pufferbatterien, Hilfsbatterien
bei kleineren Zentralen usw., andererseits kann man die aktive Flüssigkeit nach dem "Aufladen in besondere Behälter herüberpumpen
und nach Bedarf die Zellen füllen. Auch wird in den meisten Fällen die in den Zellen enthaltene Flüssigkeit nur einen Bruchteil
der gesamten in Behältern untergebrachten Laugemengen ausmachen, so daß dementsprechend
der Kapazitätsverlust beim Stehen sich verringert.
Zu bemerken ist, daß beim Laden die Entstehung eines soliden und glatten Zinkniederschlages
die Zirkulation· der Lauge zur Bedingung hat, was man leicht in verschiedener
Weise zustande bringen' kann. Ebenso kann man die Entladestromdichte pro Oberflächeneinheit
durch Bewegen des Elektrolyten bedeutend erhöhen.
Zur Erreichung besserer Leitfähigkeit kann man neutrale Alkalisalze oder Salze alkalischer
Erden zufügen. Statt Kohleelektroden kann . man auch Eisenoxydelektroden (Magnetitelektroden) verwendend
Claims (2)
- - Patent-Ansprüche:i. Umkehrbares galvanisches Element vom Bunsenschen Typus mit Zink . und Kohle (oder Magnetit) als Elektroden und zwei Flüssigkeiten, gekennzeichnet durch Verwendung einer neutralen Lösung von Zinkchlorid oder Zinksulfat und zweiwertigen Eisensalzen (Chloriuy Sulfat), gegebenenfalls unter Ztisatz von neutralen Alkalisalzen oder Salzen der alkalischen Erden am Zinkpol, und einer ebenfalls neutralen Lösung von Zinksalz und dreiwertigem Elisensalz (Chlorid oder Oxydsulfat) ani Kohlepol, wobei diese Flüssigkeiten durch gewöhnliche Diaphragmen aus porösem Porzellan oder aus organischen Substanzen, wie Papier, Pappe, getrennt sind.
- 2. Umkehrbares Element nach An-Spruch ι unter \rerwendtmg von Zirkulationsvorrichtungen- für die Elektrolyten während der Ladung und Entladung.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL54937D DE407123C (de) | 1922-02-12 | 1922-02-12 | Umkehrbares galvanisches Element vom Bunsenschen Typus mit Zink und Kohle (oder Magnetit) als Elektroden und zwei Fluessigkeiten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL54937D DE407123C (de) | 1922-02-12 | 1922-02-12 | Umkehrbares galvanisches Element vom Bunsenschen Typus mit Zink und Kohle (oder Magnetit) als Elektroden und zwei Fluessigkeiten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE407123C true DE407123C (de) | 1924-12-08 |
Family
ID=7276564
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL54937D Expired DE407123C (de) | 1922-02-12 | 1922-02-12 | Umkehrbares galvanisches Element vom Bunsenschen Typus mit Zink und Kohle (oder Magnetit) als Elektroden und zwei Fluessigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE407123C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2460547A2 (fr) * | 1978-12-22 | 1981-01-23 | Dol Honore | Membrane semi-permeable, son procede de preparation et son application aux piles et accumulateurs |
-
1922
- 1922-02-12 DE DEL54937D patent/DE407123C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2460547A2 (fr) * | 1978-12-22 | 1981-01-23 | Dol Honore | Membrane semi-permeable, son procede de preparation et son application aux piles et accumulateurs |
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