DE40702C - Schleudermaschine zum Ausscheiden dreier oder mehr Theile aus einer gemischten Flüssigkeit - Google Patents
Schleudermaschine zum Ausscheiden dreier oder mehr Theile aus einer gemischten FlüssigkeitInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
- B04B—CENTRIFUGES
- B04B11/00—Feeding, charging, or discharging bowls
- B04B11/02—Continuous feeding or discharging; Control arrangements therefor
Landscapes
- Centrifugal Separators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
(Staat New-York, V. S. A.).
Die Erfindung betrifft Verbesserungen derjenigen Klasse von Centrifugen, welche zur
Trennung zusammengesetzter Flüssigkeiten in ihre verschiedenen Bestandtheile je nach der
Dichtigkeit oder dem specifischen Gewicht derselben benutzt werden.
Auf der Zeichnung stellt dar:
Fig. ι einen Verticalschnitt durch die Centrifuge
mit verticaler Achse,
Fig. 2 einen Horizontalschnitt durch dieselbe nach der Linie x-x, Fig. 1.
Fig. 3, 4 und 5 sind Verticalschnitte von verschiedenen, etwas abgeänderten Cönstructionen.
Fig. 6 zeigt eine Centrifuge von der in Fig. 5 dargestellten Einrichtung, auf einer horizontalen
Welle montirt, im Verticalschnitt, und
Fig. 7 einen Theil eines Verticalschnittes durch eine Centrifuge, welche zum Trennen
von einer zusammengesetzten Flüssigkeit in vier Bestandtheile dient.
A ist die Trommel, deren äufserer Mantel a konisch ist und auf einer verticalen Achse b
sitzt, welcher durch einen um die Rolle B gelegten Riemen oder auf andere Weise eine
rasche Umdrehung ertheilt wird. b1 ist der Boden des die Trommel A umgebenden Kastens.
c ist der Boden der Trommel und C deren Nabe, mit welcher sie auf der Achse b befestigt
ist. D ist ein ringförmiger Sammelraum für die schweren Bestandtheile. Dieser Raum
befindet sich unter dem Boden c im unteren Theile der Trommel und steht mit .dem unteren
breiten Ende des mittleren konischen Trommeltheiles durch Oeffhungen d in Verbindung,
welche im Boden c dicht am ä'ufseren Mantel a
angebracht sind. dl ist ein an dem die Trommel umgebenden Kasten befestigtes Abflufsrohr,
welches mit seinem umgebogenen Ende in den Sammelraum D hineinragt, so dafs die in
letzterem sich ansammelnde flüssige Masse durch das Rohr abfliefsen kann, e ist ein am
oberen, engeren Theil der Trommel angebrachter ringförmiger, nach dem Innern vorspringender
Flantsch. E sind aufrecht stehende, im Innern der Trommel angebrachte Wände,
welche sich von dem Boden c bis zu dem Flantsch e erstrecken. Diese Wände dehnen
sich nicht bis zu dem äufseren Mantel α der Trommel aus, sondern lassen noch am weiteren
Theil der Trommel leere Räume e1 zwischen ihrem äufseren Rand und dem Mantel, in welchen
Räumen die schwersten Theile der Flüssigkeit sich über die innere Fläche des Trommelmantels
ausbreiten und vertheilen können, F ist ein ringförmiger Sammelraum am oberen,
engeren Ende der Trommel über dem Flantsch e, in welchem sich diejenigen Theile der Flüssigkeit,
welche ein mittleres specifisches Gewicht haben, ansammeln. Dieser Raum steht durch
die Oeffhungen f in dem Flantsch e, welche
dicht an dem Mantel α am oberen Ende desselben angebracht sind, mit dem Innern der
Trommel in Verbindung, f1 ist ein an dem
die Trommel umgebenden Kasten befestigtes Abflufsrohr, dessen umgebogenes Ende in den
Sammelraum F hineinragt, um die in demselben enthaltene Flüssigkeit abzuleiten, g ist
ein anderes, mit seinem umgebogenen Ende unter den Flantsch e hinabreichendes und daselbst
ausmündendes Abflufsrohr, welches den Zweck hat, die specifisch leichtesten Theile der
Flüssigkeit abzuführen. Die oberen Enden der Wände E sind am inneren Rande aasge-1
schnitten, wie bei /?, damit dieselben bei der Drehung nicht die Mündung des Rohres g
berühren. J ist das Speiserohr, welches in die Trommel herabhängt und nahe über dem Boden
derselben endigt. Mit dieser beschriebenen Maschine läfst sich durch Centrifugalkraft eine
zusammengesetzte Flüssigkeit in drei Flüssigkeiten von verschiedenem specifischen Gewicht
trennen. Hat man es z. B. mit der Zerlegung der bei der Wollewä'scherei entstehenden
Flüssigkeiten zu thun, so erhalt man durch Behandlung mit der verbesserten Centrifugalmaschine
drei verschieden schwere Flüssigkeiten von einander abgetrennt. Es sind dies:
1. als leichtester Bestandteil das Wollöl,
2. als etwas schwererer Bestandtheil das Waschwasser und
3. als schwerster Bestandtheil die halbflüssigen Verunreinigungen.
Die Badeflüssigkeit wird durch das Speiserohr J in die schnell rotirende Trommel' eingeschüttet
und durch die Centrifugalkraft gegen den Trommelmantel geschleudert. Die Bestandtheile
der Flüssigkeit trennen sich unter dem Einflufs der genannten Kraft in drei von einander abgesonderte Schichten, welche concentrisch
mit dem Trommelmantel und in Fig. ι mit K L und M bezeichnet sind. Die
äufsere Schicht K ist halbflüssig und aus einem Gemisch von schweren Verunreinigungen mit
Waschflüssigkeit zusammengesetzt. Diese Masse wird durch den schrägen Trommelmantel durch
die Oeffnungen d in den unteren Sammelraum D gedrückt, aus welchem sie durch das
Abflufsrohr dl entweicht.
Die nächste, nach innen befindliche Schicht L besteht aus Waschwasser, welches durch die
Oeffnungen f in den oberen Sammelraum .F . entweicht und aus diesem durch das Abflufsrohr
f1 entfernt wird. Die innere Schicht M
besteht aus Wollöl oder Wollfett, welches durch das Abflufsrohr g aus der Trommel
entweicht. Das Abflufsrohr g μnd die Oeffnungen f und d bilden somit die Abflufskanäle,
durch welche die drei von einander getrennten Theile der Flüssigkeit aus der Trommel entweichen. Diese drei Kanäle befinden
sich, den drei concentrischen Ablagerungsschichten entsprechend, in verschiedenen
Abständen von der Trommelachse, während die Mündungen der Abflufsrohre, in welche
sich die Sammelräume entleeren, in beinahe gleichen radialen Abständen von der Trommelachse
sich befinden. Auf die beschriebene Weise wird die aus verschiedenen Bestandtheilen
zusammengesetzte Flüssigkeit durch Centrifugalkraft in drei Flüssigkeiten von verschiedenem
specifischen Gewicht getrennt und die so erhaltenen Flüssigkeiten ununterbrochen
jede für sich aus der Trommel entfernt.
Auf diese Weise läfst sich auch z. B. rohe Stärke von dem Kleber und anderen fremden
Bestandteilen trennen, und kann die verbesserte Centrifugalmaschine auch für verschiedene
andere Zwecke gebraucht werden.
Fig. 3, 4 und 5 stellen abgeänderte Constructionen der Maschine mit stehender Achse
dar. Bei Fig. 3 und 4 ist eine Deflectorplatte oder ein falscher Boden m oberhalb des
Trommelbodens c angebracht. Unter diesem falschen Boden sammelt sich der schwerere
Theil der Flüssigkeit, welcher durch das Speiserohr J in die Trommel eingeführt wird. Bei
der Centrifuge Fig. 3 sind die Ausströmungsöffnungen di des unteren Sammelraumes D1
am äufseren Rande der Deflectorplatte angebracht, und das Abflufsrohr ds für die in genanntem
Raum sich sammelnden schweren Bestandtheile mündet in den Raum D1, welcher
denselben Zweck hat wie der Sammelraum D der Centrifuge Fig. 1. Bei der Construction
Fig. 4 fliefsen die abgetrennten schweren Theile der Flüssigkeit durch die Oeffnungen η im Boden der Trommel ab.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Construction ist der obere Theil der Trommel weiter wie
der untere; deshalb befinden sich auch die Sammelräume für schwere und mittelschwere
Masse am oberen Trommelende; sie sind mit D2 und F'2 bezeichnet. Der Raum D2 für
schwere Masse ist über dem oberen Flantsch e angebracht, und der Raum F2 für mittelschwere
Masse liegt zwischen dem Flantsch e und einer ringförmigen Scheibe 0, welche in der Trommel
unter dem Flantsch e angebracht ist.
Bei der in Fig. 6 dargestellten Construction mit liegender Trommelachse befinden sich die
Sammelräume D2 und F2, wie bei Fig. 5, am weiten Ende der Trommel, und die Abflufsrohre
münden in den oberhalb der Achse liegenden Theil dieser Räume.
Bei der Construction Fig. 7 ist die Trommel mit vier besonderen Abflufsrohren für die ununterbrochene
Abführung von vier von einander getrennten, verschieden schweren Flüssigkeiten
versehen. Zu diesem Zwecke sind drei ringförmige Sammelkammern D3 F3 und .F4
vorgesehen, welche die von einander getrennten Flüssigkeiten in verschiedenen Abständen von
der Trommelachse, entsprechend den drei von diesen Flüssigkeiten gebildeten äufseren concentrischen
Schichten, in sich aufnehmen, von wo dieselben ununterbrochen vermittelst der Rohre ^5/5/6 abgeleitet werden.
Die leichteste Flüssigkeit fliefst durch das Rohr g ab, welches in der innersten Schicht
der inneren Trommel ausmündet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Unter Benutzung der aus. Patentschrift No. 8391 bekannten ringförmigen Kammer im Innern der Schleudertrommel, welche durch einen concentrischen Oberboden gebildet wird, und zwar entweder in zwei- oder mehrfacher Wiederholung (Fig. 5, 6 und 7), oder in Verbindung mit der aus Patentschrift No. 11538 bekannten, durch einen Unterboden gebildeten, ringförmigen Kammer (Fig. 1, 3 und 4) die konische Gestalt der Schleudertrommel, vermöge welcher die aus einer gemischten Flüssigkeit ihrem verschiedenen specifischen Gewicht entsprechend ausgeschiedenen drei oder mehr Theile aus dem Hauptraum der Schleudertrommel den Eintrittsöffnungen der Kammern zugeführt werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40702C true DE40702C (de) |
Family
ID=316239
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT40702D Expired - Lifetime DE40702C (de) | Schleudermaschine zum Ausscheiden dreier oder mehr Theile aus einer gemischten Flüssigkeit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE40702C (de) |
Cited By (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE748923C (de) * | 1940-08-29 | 1944-11-11 | Extraktionszentrifuge fuer Extraktionsmittel, die spezifisch schwerer als die Fett- und OElbestandteile der zu reinigenden Gegenstaende sind | |
| DE2402250A1 (de) * | 1973-01-20 | 1974-08-01 | Jitsuo Kido | Vorrichtung zum entmischen einer mischfluessigkeit unter ausnutzung unterschiedlicher dichtewerte |
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-
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- DE DENDAT40702D patent/DE40702C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (10)
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