DE40585C - Blumentopf mit losem Boden - Google Patents
Blumentopf mit losem BodenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G9/00—Cultivation in receptacles, forcing-frames or greenhouses; Edging for beds, lawn or the like
- A01G9/02—Receptacles, e.g. flower-pots or boxes; Glasses for cultivating flowers
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Cultivation Receptacles Or Flower-Pots, Or Pots For Seedlings (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE -4S: Landwirtschaftliche Geräthe. ■
GEORGE A. BURROUGH in PROVIDENCE (Staat Rhode Island, V. S. A.).
Blumentopf mit losem Boden.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Februar 1887 ab.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft Neuerungen an Blumentöpfen mit abnehmbarem
Boden. Zweck der vorliegenden ; Erfindung ist, für genügenden Wasserabflufs
zu sorgen, die Anwendung von Einsatztöpfen ; zu vermeiden, den durch Würmer, Ameisen
oder sonstige Insecten verursachten Schaden zu verhindern, die Pflanze mit mehr Luft, als :
wie bisher möglich war, zu versorgen, die zu schnelle Verdunstung der Bodenoberfläche zu
vermeiden und eine fortwährende Zuführung von Flüssigkeit mittelst der Haarröhrchenanziehüng
herbeizuführen. Fig. 1 und 3 zeigen den Blumentopf mit Untersatz im Schnitt und
in der Ansicht, Fig. 2 und 4 einzelne Theile des Topfes. , ,
Der untere Theil A des Blumentopfes ist bei α mit einem ringförmigen Ansatz versehen,
auf welchem der abnehmbare Boden B liegt. Derselbe kann flach oder beliebig geformt
sein, und besteht aus irgend einem geeigneten Material, welches vorzugsweise aus einer
Mischung von Thon und Sägemehl besteht, so dafs derselbe möglichst porös wird. In
der Mitte kann eine Vertiefung b zur Aufnahme von flüchtigen oder befeuchtenden
Substanzen angebracht sein, und besitzt der Boden einen ringförmigen Ansatz, welcher in a
pafst. Die untere Fläche des Bodens kann glasirt oder auf irgend eine andere Weise undurchlässig
gemacht sein. Zu der Vertiefung b können kleine Kanäle b2 führen. Der Boden
kann auch auf Lappen ruhen. Die Berührungsstelle des Bodens B mit der Ausladung a
dient dazu, die Würmer, Ameisen u. dergl. abzuhalten, und läfst gleichzeitig Raum zum
Abfliefsen des Wassers und zum Umlauf der Luft. Unter dem Topfe A ist ein Untersetzer
C angeordnet, in dessen Mittelpunkt sich eine Oeffnung c mit radialen Vertiefungen c1
zum Zuführen der Luft befindet. Die untere Fläche kann auch glatt sein. Der abnehmbare
Boden B ist oberhalb der Kante c2 des Untersetzers
C angeordnet, damit derselbe über dem von dem letzteren aufgenommenen Wasser zu liegen kommt, so dafs die Pflanze von dem
überschüssigen Wasser befreit wird. Der Untersetzer ist glasirt oder auf irgend eine geeignete
Weise undurchlässig gemacht, um Feuchtigkeit und Schmutz fernzuhalten, und dient als
Wasserbehälter bei etwa vorkommender Vernachlässigung im Begiefsen. In dem unteren
Theile des Topfes können zwei Luftlöcher d, Fig. 3, angebracht werden, um den Topf auch
ohne Untersetzer benutzen zu können.
Diese Blumentöpfe werden aus Thon gefertigt. Sie werden entweder glatt oder nach
Geschmack in verschiedener Gröfse geformt und je nach Bedürfnifs gebrannt. Wenn die
Töpfe für solche Pflanzen bestimmt sind, welche einer grofsen Menge Wassers bedürfen,
so füttert man dieselben mit einer Mischung, welche aus Thon und Sägemehl zu ungefähr
gleichen Theilen oder sonstigen porösen Substanzen besteht. Diese Masse bildet die Innenfläche
des fertigen Topfes. Ein auf solche Weise hergestelltes Futter e ist in Fig. 1 veranschaulicht.
Wenn der Topf aus Cement geformt wird, so mischt man zu letzterem bei Anfertigung des' Futters granulirten Alaun zu
gleichen Theilen und zieht diesen nach dem Trocknen mit Wasser aus. Auch bei Anwen-
dung eines anderen Materials kann so verfahren werden.
Wenn die Pflanze von dem Topfe aufgenommen ist, so legt man auf die Oberfläche
der Erde eine runde, poröse Platte f, welche aus zwei Theilen bestehen kann, nachdem man
um die Wurzeln poröse Stücke f1/2/3 angeordnet
hat, Fig. 3 und 4, um die schnelle Verdunstung zu verhindern und die Feuchtigkeit
in der Erde zurückzuhalten. Die Platte/ sowohl wie die Stücke f1/'2/3 werden aus
demselben Material wie das Futter e hergestellt.
Um das Umpflanzen oder eine Besichtigung der Wurzeln zu erleichtern, bedient man sich
eines Ständers D, welcher aus einem geeigneten Material besteht, wie z. B. Eisen, mit
einem drehbaren Kopf D1 versehen ist und durch die Oeffnung des Bodens in den Topf
eingeführt wird, wie in Fig. 3 dargestellt ist. Zu dem Zwecke bringt man den Ständer D
auf einen Tisch, stellt den die Pflanze enthaltenden Topf A auf diesen Ständer, indem man
den Topf mit der einen Hand erfafst und mit der anderen mittelst eines ledernen oder hölzernen
Schlägels vorsichtig dagegen klopft oder den Topf mit beiden Händen abwärts drückt,
so dafs die Wurzeln und die Erde auf den vom Topfe abgelösten Boden B zu ruhen
kommen und mit Hülfe des drehbaren Kopfes D1
des Ständers in die gewünschte Lage gebracht werden können. Soll der Topf wieder seine
frühere Stellung einnehmen, so hebt man denselben und entfernt ihn von dem Ständer
sammt der Pflanze.
Zur Umpflanzung nimmt man die Pflanze vom Ständer weg, wechselt den Topf aus und
setzt die Pflanze dann auf den auf D1 aufliegenden neuen Boden. Durch Anheben des
neuen Topfes und Nachfüllen von Erde wird das Umpflanzen beendet.
Um der Pflanze flüchtige oder sonst befruchtende Substanzen zuzuführen, wird der
Topf gerade so behandelt wie beim Umpflanzen, die betreffenden Substanzen auf den
losgelösten Boden gelegt und schliefslich die Pflanze wieder an ihre alte Stelle in den Topf
eingebracht.
Die auf diese Weise behandelten . Pflanzen besitzen damit die Bedingungen guten Wachsthums,
da der Wasserstoff aus dem Reservoir mit Hilfe der Haarröhrchenanziehung Stickstoff
aus der Verdunstung der flüchtigen Substanzen und Sauerstoff aus der atmosphärischen, in
fortwährendem Umlauf sich befindenden Luft zugeführt und der Boden so mit Nahrung versorgt
wird,
Claims (4)
1. Ein Blumentopf (mit oder ohne Futter (e) von porösem Material), welcher mit einem
losen oder herausnehmbaren Boden (B) versehen ist.
2. Die Verbindung des in Anspruch 1. angegebenen Blumentopfes mit einem Untersatze
(C), welcher eine centrale Oeffnung (c) für die Zuführung von Luft besitzt und
dessen untere Fläche entweder eben oder mit radialen Einschnitten (c[) versehen ist.
3. Die Combination des in Anspruch 1. angegebenen
Blumentopfes mit einem oder mehreren Stücken (ff1 /2 f3) von porösem
Material, welche entweder über der Erde oder innerhalb der letzteren angebracht
werden, zu dem Zwecke, um die Feuchtigkeit zurückzuhalten bezw. eine allzu schnelle
Verdunstung zu verhindern.
4. Die Einrichtung des in Anspruch 1. angegebenen Blumentopfes mit einem Ständer
(D) zum Tragen des losen Bodens (B), der Erde und der Pflanze, während der
Topf entfernt ist, zum Zwecke des Umpflanzens oder um die Untersuchung der Wurzeln und der Erde zu erleichtern.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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