DE405677C - Verfahren zur Herstellung von manganreichem Stahl - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von manganreichem Stahl

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DE405677C
DE405677C DES63347D DES0063347D DE405677C DE 405677 C DE405677 C DE 405677C DE S63347 D DES63347 D DE S63347D DE S0063347 D DES0063347 D DE S0063347D DE 405677 C DE405677 C DE 405677C
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carbon
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/005Manufacture of stainless steel

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von manganreichem Stahl. Es ist bekannt, kohlenstoff- und siliziumarme Manganlegierungen oder Mangan durch Verblasen einer wenig Kohlenstoff, aber mehr als io Prozent Silizium enthaltenden Manganlegierung .herzustellen. Hierbei wird also in der Hauptsache Silizium und Mangan oxydiert und ein Stoff gewonnen, der als Zuschlag für andere metallurgische Verfahren nutzbar gemacht werden soll.
  • Die Erfindung bezweckt die unmittelbare Erzeugung von Hartstählen mit hohem Mangangehalt, z. B. Hadfieldstählen, in der basischen oder neutralen Birne durch Verblasen von flüssigem Spiegeleisen, also einer Legierung, die neben einem Mangangehalt von 15 bis 2o Prozent nur etwa i Prozent Silizium und etwa 5 Prozent Kohlenstoff enthält.
  • Bei einem auf basischem Futter behandelten Roheisen nimmt der Mangangehalt nach einer starken Erniedrigung während der Beseitigung des Siliziums in viel langsamerer Weise während der Entkohlung ab. Diese Tatsache stimmt damit überein, daß bei dem Kohlenstoff von einer gewissen Minimaltemperatur ab eine Verwandtschaft zum Sauerstoff eintritt, die größer ist als bei jedem anderen Körper. Das Mangan verbrennt also in erheblicher Menge nur während der verhältnismäßig kalten sogenannten Funkenperiode, d. h. vor dein Beginn der Kohlenstoftverbrennung. Hierdurch wird eine Erwärmung der Masse bewirkt, die die Entkohlung anregen kann.
  • Von dieser Beobachtung ausgehend, hat der Erfinder ein nicht phosphorhaltiges manganreiches Eisen, z. B. ein Spiegeleisen mit 15 bis 2o Prozent Mangan, in der basischen Birne behandelt.
  • Das flüssige Spiegeleisen wird hierbei aus dein Hochofen o..dgl. (Kupolofen, Schmelzofen usw.) in die basische oder neutrale Birne, die vorher vorgewärmt wird, gebracht. Der Kalkzusatz ist nur gering oder fällt auch ganz weg, .da die Schlacke durch die Verbrennung des Mangans sowie die Abnutzung des Futters benügend basisch gemacht wird. Das Spiegeleisen enthält gewöhnlich etwas Silizium, dessen Verbrennung bei Beginn des Blasens zur Erhöhung der Temperatur beiträgt, was nötig ist, um die Entkohlung anzuregen. Die Erwärmung des Bades vollzieht sich im übrigen um so schneller, als hier nicht wie bei dein gewöhnlichen Thomasverfahren die abkühlende Wirkung einer großen Kalkmasse vorhanden ist.
  • Sofort nach Beginn des Blasens verbrennt das Silizium und darauf ein Teil des Mangans, und sobald die Temperatur hoch genug ist, beginnt auch der Kohlenstoff sich zu oxydieren. In diesem Augenblick ist nur wenig Silizium, jedoch noch der größere Teil #les Irangans, dessen Oxydation nur schilangsam vor sich geht, in (-lern Bade, während dagegen der Kohlenstoff schnell verbrennt. Der Verlauf der Entkohlung wird, wie üblich, mit Hilfe des Spektroskops überwacht, und das Verfahren wird abgebrochen, wenn der @e«-ünschte Gehalt an Kohlenstoff erreicht ist.
  • Das gewonnene Metall enthält noch eine I erhebliche Menge aii Mangan, z. B. 10 bis 1z Prozent wie der bekannte Hadtieldstahl, und einen bestimmten Gehalt an Kohlenstoff.
  • Natürlich kann man die Behandlung des Metalls im Martinofen oder im -elektrischen Ofen vervollständigen, um den Kohlen:toff-und Mangangehalt zu ludern oder um neue Legierungsbestan-clteile hinzuzufügen.
  • Der Teil des Mangans, der sich oxydiert und in die Schlacke übergeht, ist nicht verloren, vielmehr kann man ihn dadurch wieder gewinnen, daß die Schlacke im Hochofen i auft, -e-eben t' wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCIi: Verfahren zur Herstellung von inanganreichem Stahl, dadurch gekennzeichnet, daß nicht phosphorhaltiges, manganreiches Roheisen, z. B. Spiegeleisen, in der basischer-oder neutralen Birne verblasen wird.
DES63347D 1922-07-31 1923-07-14 Verfahren zur Herstellung von manganreichem Stahl Expired DE405677C (de)

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