DE4032016C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Naßabtasten von Filmmaterial - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Naßabtasten von FilmmaterialInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß
dem Patentanspruch 1 sowie auf eine Vorrichtung
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 9. Ein
Verfahren und eine Vorrichtung dieser Art sind aus
der DE 85 10 383 U1 bekannt.
In der Filmkopiertechnik ist es seit langem bekannt,
oberflächenbeschädigtes Filmmaterial im Kopierfenster
durch ein allseitig benetzendes Kopierflüssigkeits
volumen zu führen. Die verwendete Kopierflüssigkeit
(meist Perchloräthylen oder Chlorothene) weist im
wesentlichen denselben optischen Brechungsindex wie
das Filmmaterial auf und füllt Schrammen und Kratzer
auf der Filmoberfläche vollständig aus, so daß sie
auf der Filmkopie unsichtbar sind.
Zum Aufbringen der Kopierflüssigkeit auf das Film
material ist aus der US-PS 37 76 626 ein sogenanntes
"Naßkopierfenster" (englisch: "wet gate") bekannt,
welches eine an beiden Enden offene Kammer mit zentra
ler Kopierfensteröffnung bildet, durch welche das
Filmmaterial mittels Filmgreifer bzw. Malterserkreuz
schrittweise hindurchgezogen wird. In die Filmkanäle
zwischen den Filmoberflächen und den jeweils angren
zenden Glasscheibe bzw- körpern des Kopierfensters
wird die Kopierflüssigkeit durch insgesamt vier Reihen
von Injektionsöffnungen am einlaß- und auslaßseitigen
Kopierfensterrand eingedüst.
Bei der Übertragung dieser Naßkopiertechnik auf moderne
Filmabtaster mit zeilenweiser opto-elektronischer Ab
tastung und kontinuierlichem Filmtransport mittels
einer Reibrolle (Capstan) zeigen sich jedoch Bild
standsschwankungen, die davon herrühren, daß das Film
material einerseits schon durch den Aufprall der an
beiden Kopierfensterrändern injizierten Kopier
flüssigkeit auf die Filmoberfläche und andererseits
durch Druckschwankungen der Kopierflüssigkeitspumpe
in dem Abtastfenster zu Schwingungen angeregt wird,
dip bei der optisch außerordentlich empfindlichen
Zeilenabtastung stören. Bei einer Schrittkopiermaschine
ist ein Filmflattern prinzipiell weniger kritisch als
bei einem Filmabtaster, da jedes Einzelbild in Ruhe
stellung als Ganzes kopiert wird, wohingegen bei einem
Filmabtaster jeweils nur eine einzige Zeile des im
Fernsehraster unterteilten Einzelbildes noch dazu bei
laufendem Film abgetastet wird. Ferner wird bei einer
Schrittkopiermaschine der Film auf dem Filmgreifer bzw.
dem Malteserkreuz wesentlich besser geführt und stabi
lisiert als bei dem Friktionsabtrieb durch die Capstan
rolle eines Filmabtasters.
Aus der DE-PS 31 44 871 ist es bereits bekannt, die
Kopierflüssigkeit nur am hinteren Rand des Abtastfensters
gegen die Bewegungsrichtung des Films zu durchströmen.
Zur Abdichtung der Flüssigkeitskammer sind einlauf- und
auslaufseitige Quetschrollen in Absaugkammern vorgesehen.
Da der Druck in der Saugleitung völlig unkorreliert zu
dem Flüssigkeitsdruck in dem Abtastfenster ist, können
sowohl in den Flüssigkeitsversorgungsgleitungen als auch
in den Absaugvorrichtungen impulsartige Druckschwankungen
auftreten, welche zu entsprechenden Filmbewegungen im
Abtastbereich und damit zu Bildstandsschwankungen führen.
Ferner beeinträchtigen die Quetschrollen eine präzise
Führung des Filmmaterials durch das Abtastfenster auf
grund lokal differierender Reibungs- und Druckkräfte
zwischen den Rollen und den Filmoberflächen. Dies geht
soweit, daß die Quetschrollen Beschädigungen im Per
forationsbereich in Form von Stößen auf das Filmmaterial
übertragen, welche zusätzliche Filmschwankungen im Ab
tastbereich hervorrufen. Darüber hinaus ist die Ab
dichtung mittels Quetschrollen unbefriedigend, was
dazu führt, daß das Filmmaterial trotz einer Trocknung
in einer nachgeschalteten Trocknungskammer oftmals
noch nicht vollständig trocken ist, wenn es die
Capstanrolle erreicht. Die Kopierflüssigkeit wird
von der Capstanrolle aufgesaugt und führt zu einer
Zerstörung sowohl des Belages als auch der
in der Capstanrolle integrierten Tonköpfe für die
Tonspuren des Filmmaterials. Schließlich stellt
die außerhalb des Naßabtastfensters verdunstende
Kopierflüssigkeit wegen ihrer krebserzeugenden Wirkung
auf den Menschen ein Arbeitsplatzproblem dar, was
dazu geführt hat, daß Filmabtaster mit dem bekannten
Naßabtastfenster in einem gekapselten Raum per Fern
bedienung betrieben werden, was natürlich mühsam und
aufwendig ist. Ein weiterer Nachteil des bekannten
Naßabtastfenster liegt darin, daß es bei modernen
Filmabtastern, die für die Filmbearbeitung einen
Rückwärts-Korrekturlauf mit unterschiedlicher Filmge
schwindigkeit vorsehen (DE-PS 29 21 934), wegen der
ausschließlichen Kopierflüssigkeitsinjektion entgegen
der Vorlaufrichtung nicht einsetzbar ist.
Aus der DE 85 10 383 U1 ist ferner ein Naßabtastfenster mit Flutungs
kammern und Absaugkammern bekannt, bei welchem die Kopierflüssigkeit
aus den Flutungskammern von den Längsseiten des Abtastfensters her in das
Abtastfenster unter Bildung eines Flüssigkeitskissens geflutet wird. Im
Abtastfenster kann sich ein Druck einstellen, der annähernd gleich dem
Druck in den Absaugkammern ist. Durch die seitliche Flutung des
Abtastfensters wird erreicht, daß zum einen die Filmlaufrichtung keinen
Einfluß auf die Flüssigkeitsfüllung des Abtastfensters hat und zum anderen
das Filmmaterial im Abtastfenster nicht mehr einem Aufprall von
Flüssigkeitsstrahlen an seinen Oberflächen ausgesetzt ist und damit im
Abtastbereich keinerlei Filmschwankungen aufweist. In Verbindung mit der
Maßnahme, den Vakuum-Saugdruck im wesentlichen gleich dem
Flüssigkeitsdruck im Abtastfenster zu halten, läßt sich mittels der seitlichen
Flutung eine große Flüssigkeitsmenge in das Abtastfenster eintragen,
wodurch sich ein Flüssigkeitskissen bildet, das sich mit Filmgeschwindigkeit
in der jeweiligen Filmrichtung bewegt und zur Stabilisierung bzw.
Beruhigung des Filmlaufs beiträgt.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß die seitliche Flutung des Abtastfensters noch
nicht ausreicht, um Druckschwankungen zwischen Innen- und Außendruck
am Abtastfenster und damit Unregelmäßigkeiten des Filmlaufs vollständig zu
vermeiden.
Die Aufgabe der Erfindung besteht demgegen darin, bei der Naßabtastung
von Filmen durch einen modernen Filmabtaster Bildstandsfehler bei allen
Filmgeschwindigkeiten sicher zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale
der nebengeordneten Patentansprüche 1 und 8 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen
Verfahrens nach Anspruch 1 ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis 7.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung nach Anspruch 8 ergeben sich aus den Unteransprüchen 9 bis
14.
Die Erfindung beruht auf der Überlegung, zusätzlich zu der seitlichen
Flutung eine Flüssigkeitsinjektion am vorderen und hinteren Abtast
fensterrand durchzuführen, um den Innendruck des Abtastfensters zu
stabilisieren. Die zusätzlich eingedüste Flüssigkeitsmenge kann relativ klein
bezüglich der seitlich eingefluteten Flüssigkeitsmenge gehalten werden. Mit
der beim Stand der Technik vorgesehenen ausschließlichen Injektion der
Kopierflüssigkeit an beiden Fensterrändern oder nur am hinteren Fensterrand
ist diese Zusatzmaßnahme von der Wirkung her nicht vergleichbar.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in den
Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Ausführungs
beispiel einer erfindungsgemäßen Naßab
tastvorrichtung in einer vertikalen
Schnittebene A-B von Fig. 2;
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Unterteil der
Naßabtastvorrichtung nach Fig. 1;
Fig. 3 eine Draufsicht auf das Oberteil der
Naßabtastvorrichtung nach Fig. 1, und
Fig. 4 einen Querschnitt durch die Naßabtastvor
richtung nach Fig. 2 und 3 in einer
vertikalen Schnittebene C-D von Fig. 1.
Die dargestellte Naßabtastvorrichtung 10 weist ein Unter
teil 20 und ein Oberteil 30 auf (Fig. 1-3), welche an
ihrer Trennebene einen Filmführungskanal zum Hindurch
führen von Filmmaterial 1 in Vorlaufrichtung 2 und
in Rücklaufrichtung begrenzen. An den Randbereichen
längs des Filmführungskanals liegen Unterteil 20 und
Oberteil 30 passend unter Zwischenlage von Dichtleisten
31 aufeinander und sind miteinander verschraubt. Im
dargestellten Beispielsfall verläuft die erwähnte Trenn
ebene zwischen Oberteil 20 und Unterteil 30 geknickt,
was durch die Bauart des nicht gezeigten Filmabtasters
bedingt ist, dessen normalerweise verwendetes Trocken
abtastfenster ersetzt wird durch die Naßabtastvor
richtung 10. Im Bereich der Knickstelle der Trennebene
bzw. des Filmführungskanals befindet sich ein Abtast
fenster 40, durch welches das Filmmaterial opto-elek
tronisch abgetastet wird. Das Abtastfenster 40 ist
an die Form, Lage und Bauweise des ersetzten Trocken-
Abtastfensters angepaßt und wird durch rechteckförmige
Saphirgläser 40a, 40b begrenzt, welche im dargestellten
Beispielsfall unterschiedliche Flächen aufweisen (Fig.
2 und 3). Das im Oberteil 30 eingesetzte Saphirglas 40b
schließt einen Lichtschacht 40c nach unten hin ab,
während das im Unterteil eingesetzte Saphirglas 40a
einen Lichtschacht 40d nach oben hin abschließt. In
folge der geknickten Filmführungsbahn ist das Saphir
glas 40b mit einer konkav geschliffenen Oberfläche in
Filmlaufrichtung versehen, während das untere Saphir
glas 40b plan ist. Zwischen den Gläsern 40a, 40b er
streckt sich ein Flüssigkeitskanal, der an der untersten
Stelle der geknickten Filmführungsbahn, d. h., im Schnitt
punkt mit der Linie C-D, eine Tiefenabmessung "D" hat
(Fig. 4). Bei einem Filmmaterial mit einer Dicke von
z. B. 0,15 mm wird die Tiefenabmessung "D" so gewählt,
daß die zwischen Filmoberfläche und Saphirglas 40a
bzw. 40b jeweils vorhandenen Filmkanäle 43, 44 eine
Tiefe im Bereich zwischen 0,3 und 0,4 mm, vorzugsweise
von 0,35 mm aufweisen, also im Vergleich zum Stand der
Technik äußerst dünn sind.
Entlang der beiden Längsseiten des Abtastfensters 40
erstrecken sich im Unterteil 20 sowie in einem Einsatz
ring 31 des Oberteils 30 zwei seitliche Nuten, welche
Flüssigkeitszuführungen 70 und 80 zum seitlichen
Fluten des Abtastfensters 40 bilden. Am Nutengrund
im Unterteil 20 befinden sich an den jeweiligen Nut
enden Flüssigkeitszuläufe 71, 72 bzw. 81, 82 für die
Flüssigkeitszuführungen 70 und 80. Die Kopierflüssig
keit (z. B. Perchloräthylen oder Chlorethene) wird bei
dem gezeigten Ausführungsbeispiel ferner über obere
und untere Reihen 50 und 60 von Injektionsöffnungen
51 bzw. 61 am Einlaufende 41 und Auslaufende 42 des
Abtastfensters 40 in die Filmkanäle 43, 44 eingeleitet.
Wie aus Fig. 1 gut erkennbar ist, verlaufen die
Injektionsöffnungen 51 und 61 unter einem möglichst
flachen Winkel bezüglich der betreffenden Filmober
fläche, um ein Aufprallen von Kopierflüssigkeits
strahlen auf die Filmoberfläche zu vermeiden. Die
Injektionsöffnungen 51 weisen bei einer Ausführungs
form größere Öffnungsquerschnitte auf als die Injek
tionsöffnungen 61, so daß die Zulaufmenge über die
Injektionsöffnungen 51 größer ist als über die In
jektionsöffnungen 61. Im Vergleich zu der Zulaufmenge
an Kopierflüssigkeit über die seitlichen Flüssigkeits
zuläufe 70, 80 sind jedoch die über die Öffnungen
51, 61 injizierten Zulaufmengen gering, da sie nur
wahlweise zur Stabilisierung des Flüssigkeitsdrucks
im Abtastfenster 40 benötigt werden. Gegebenenfalls
können die Öffnungen 51, 61 ganz entfallen oder sie
können nur im Oberteil 30 oder nur im Unterteil 20
vorgesehen werden. Die Auswahl aus diesen verschie
denen Kombinationen hängt von der Bauart des Abtast
fenster bzw. des Filmabtasters sowie der Breite
(32 mm, 16 mm) des verwendeten Filmmaterials ab.
Wesentlich ist, daß durch die seitlichen Zuführungen 70, 80
und gegebenenfalls die Injektionsöffnungen 51, 61
soviel Flüssigkeit in das Abtastfenster 40 bzw. die
Filmkanäle 43, 44 geflutet wird, daß sich dort
Flüssigkeitskissen aufbauen. Dieser Zufuhr von großen
Flüssigkeitsmengen in das Abtastfenster steht eine
entsprechende Vakuumabsaugung von überfließender
Flüssigkeit außerhalb des Abtastfensters 40 gegen
über, wobei der Flüssigkeitsdruck innerhalb des Ab
tastfensters im wesentlichen gleich groß wie der
Vakuum-Saugdruck sein muß, damit sich ein Druckgleich
gewicht einstellt. Bevorzugt wird mit einem Flüssig
keitsdruck im Bereich zwischen 0,3 und 0,6 bar ge
arbeitet, was sowohl durch entsprechend dimensionierte
Zuläufe 70, 80 und Öffnungen 51, 61 als auch durch
die äußerst enge Ausbildung der Filmkanäle 43, 44 er
möglicht wird. Das Vakuum wird durch einen ringförmigen
Vakuumkanal 90 im Unterteil 20 erzeugt (Fig. 2), welcher
mit Vakuumkammern 90a im Oberteil 30 (Fig. 3) in Ver
bindung steht und an eine nicht gezeigte Vakuumpumpe
angeschlossen ist. Wie Fig. 2 zeigt, umschließt der
ringförmige Vakuumkanal 90 das Abtastfenster 40 mit
seinen seitlichen Flüssigkeitszuführungen 70, 80 und
den Injektionsöffnungsreigen 50, 60 und erstreckt sich
breitflächig gegen das Eintrittsande 3 und das Austritts
ende 4 der Naßabtastvorrichtung 10 etwa symmetrisch zum
Abtastfenster 40. Innerhalb dieser vorgelagerten und
nachgeschalteten Bereiche des Vakuumkanals 90 sowie
der "darüber" (bezogen auf die Trennebene zwischen 20
und 30) liegenden Vakuumkammern 90a (Fig. 1 und 3) sind
Abstreiferlippenpaare 100 in Form einer Zweiergruppe 100a
bzw. einer Fünfergruppe 100b angeordnet. Jedes Lippen
paar 100 läßt zwischen den Lippenspitzen das Film
material 1 hindurchgleiten und streift die darauf be
findliche Flüssigkeitsschicht ab, ohne jedoch - im
Gegensatz zu den Quetschrollen des Standes der Technik-
Reibungskräfte auf das Filmmaterial 1 zu übertragen,
weil die Lippenpaare 100 keinerlei Dichtfunktion be
sitzen. Die Lippenpaargruppen 100a und 100b sind zu
diesem Zweck mit ihren Halterungsstegen 102 (Fig. 1)
an Federblättern 101 bzw. Schraubenfedern 103 federnd
gelagert, so daß auf das Filmmaterial 1 keine Druck
kräfte sondern nur Schleppkräfte durch die Lippenpaare
100 aufgebracht werden können. Die abgestreifte Flüssig
keit wird in dem Vakuumkanal 90 abgeführt. Die Aus
führung der Lippenpaare 100 zu beiden Seiten des Ab
tastfensters 40 ist deswegen erforderlich, weil sich
trotz der Bewegung der Flüssigkeit innerhalb des Ab
tastfensters 40 in Filmlaufrichtung ein Teil der Flüssig
keit auch aus dem Abtastfenster 40 an dessen oberem
Rand austritt. Anders ausgedrückt, fließt das im Ab
tastfenster 40 ausgebildete Flüssigkeitskissen nach
beiden Rändern des Abtastfensters 40 hin ab, unab
hängig davon, in welche Richtung das Filmmaterial 1
durch das Abtastfenster 40 bewegt wird.
Die Kombination aus Abstreiferlippenpaare 100 und
Vakuumabsaugung mittels des ringförmigen Vakuumkanals
90 bewirkt eine perfekte Abdichtung des Filmführungs
kanals sowohl gegenüber dem offenen Eintrittsende 3
der Naßabtastvorrichtung 10 als auch gegenüber einer
nachgeschalteten Trocknungskammer 110, die vor dem
Auslaufende 4 der Naßabtastvorrichtung 10 angeordnet
ist und innerhalb des Oberteils 30 und des Unterteils
20 ausgeformt ist. Wie aus den Fig. 1 und 2 ersicht
lich ist, weist die Trocknungskammer 110 in der Nähe
des Auslaufendes 4 obere und untere Warmluftzuführungen
130 auf, welche sich quer zu dem Filmführungskanal
erstrecken und Staustufen 120 zur Erzeugung einer Luft
verwirbelung aufweisen. Die Warmluftwirbel werden durch
den Mittelteil der Trocknungskammer 110 entgegen die
Vorlaufrichtung 2 des Filmmaterials 1 gelenkt und
mittels oberer und unterer Warmlauftabsaugkanäle 140
aus der Trockenkammer 110 herausgeführt. Beide Film
oberflächen werden auf diese Weise von anhaftender
Restflüssigkeit befreit.
Zur sicheren, präzisen Führung des Filmmaterials 1
innerhalb der Naßabtastvorrichtung 10 sind innerhalb
der Trocknungskammer 110 obere und untere Gleitkurven
150 vorgesehen, an derenen das Filmmaterial 1 mit
seinen Perforationsrändern gleitet. Ferner sind, wie
aus Fig. 4 ersichtlich ist, in dem Abtastfenster 40
seitliche Filmbegrenzungsleisten 45 sowie obere Film
begrenzungsleisten 46 im Bereich der Perforationen
angeordnet. Die Leisten 45 und 46 bestehen aus Saphir
glas, um der Schneide- bzw. Schleifwirkung des daran
vorbeibewegten Filmmaterials standzuhalten.
Claims (14)
1. Verfahren zum Naßabtasten von Filmmaterial, bei dem das Filmmaterial
durch ein opto-elektronisches Abtastfenster bewegt und dabei im Bereich des
durch zwei Glasschichten bzw. -körper begrenzten Abtastfensters allseitig mit
einer Flüssigkeit benetzt wird, deren optischer Brechungsindex im
wesentlichen gleich dem optischen Brechnungsindex des Filmmaterials ist,
bei dem die Flüssigkeit von den Längsseiten des Abtastfensters her in das
Abtastfenster unter Bildung eines Flüssigkeitskissens geflutet wird, und bei
dem überschüssige Flüssigkeit abgesaugt wird, wobei der Flüssigkeitsdruck
in dem Abtastfenster im wesentlichen gleich dem Saugdruck gewählt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit in und entgegen der Film
bewegungsrichtung in das Abtastfenster wenigstens gegen eine
Filmoberfläche injiziert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zulaufmengen
der seitlichen Flüssigkeitszuführungen in das Abtast
fenster wesentlich größer sind als die Zulaufmengen
der Flüssigkeitszuführungen in und entgegen der Film
bewegungsrichtung.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Flüssigkeits
zulaufmenge in Filmbewegungsrichtung größer ist als
entgegen der Filmbewegungsrichtung.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß Flüssigkeit aus dem Abtastfenster in und entgegen
der Filmbewegungsrichtung in einen ringförmigen
Vakuumkanal austritt und abgesaugt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die an den Filmoberflächen haftende Flüssigkeit
zusätzlich zu der Absaugung vor und hinter dem Abtast
fenster abgestreift wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die an den Filmoberflächen haftende Restflüssigkeit
abgedampft wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeitsschicht auf dem Filmmaterial im
Abtastbereich extrem dünn ist und vorzugsweise
ca. 0,4 mm je Schichtseite beträgt.
8. Vorrichtung zum Naßabtasten von Filmmaterial, mit
einem opto-elektronischen Abtastfenster, durch
welches das Filmmaterial bewegt wird, wobei das Abtast
fenster durch zwei Glasschichten oder -körper begrenzt
wird und in das Abtastfenster eine das Filmmaterial
allseitig benetzende Flüssigkeit eingebracht wird, deren
optischer Brechungsindex im wesentlichen gleich dem
optischen Brechungsindex des Filmmaterials ist, und
wobei zu beiden Seiten des Abtastfensters seitliche
Flüssigkeitszuführungen verlaufen und mit diesem unter
Bildung eines Flüssigkeitskissens in Verbindung stehen,
und mit Mitteln zum Absaugen überschüssiger Flüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Abtastfenster (40) und die seitlichen Flüssigkeitszu
führungen (70, 80) von einem ringförmigen Vakuumkanal
(80) umgeben sind, dessen Saugdruck im wesentlichen gleich
dem Flüssigkeitsdruck in dem Abtastfenster (40) gewählt ist,
und daß einlaufseitige (50) und auslaufseitige (60)
Reihen von Flüssigkeitsinjektionsöffnungen (51 bzw. 61)
am Einlauf- bzw. Auslaufende (41 bzw. 42) des Abtast
fensters (40) vorgesehen sind, welche zumindest gegen
eine Filmoberfläche schräg gerichtet in das Abtast
fenster (40) münden.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zulaufmengen
aus den seitlichen Flüssigkeitszuführungen (70, 80)
wesentlich größer bemessen sind als die Zulaufmengen aus
den Injektionsöffnungen (51, 61).
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zulaufmenge
aus den Injektionsöffnungen (51) der einlaufseitigen
Öffnungsreihe (50) größer gewählt ist als der auslauf
seitigen Öffnungsreihe (60).
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
gekennzeichnet durch inner
halb des ringförmigen Vakuumkanals (90) federnd gelagerte
Abstreiferlippenpaare (100), die vor dem Einlaufende
(41) und hinter dem Auslaufende (42) des Abtastfensters
(40) gruppenweise (100a, 100b) angeordnet sind und je
weils mit beiden Filmoberflächen in Berührung stehen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
gekennzeichnet durch eine
Trocknungskammer (110), die - in Filmvorlaufrichtung
gesehen - im Anschluß an die hinter dem Auslaufende (42)
des Abtastfensters (40) angeordnete Gruppe (100b) von
Abstreiferlippenpaaren (100) positioniert ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Filmkanäle zwischen den Filmoberflächen und den
Glasbegrenzungen (40a, 40b) des Abtastfensters (40) je
weils eine Kanaltiefe im Bereich zwischen 0,3 mm und
0,4 mm, vorzugsweise 0,35 mm, aufweisen.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abtastfenster (40) eine - in Filmbewegungs
richtung gesehen - gekrümmte Filmbewegungsbahn auf
weist.
Priority Applications (1)
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| DE19904032016 DE4032016C2 (de) | 1990-10-09 | 1990-10-09 | Verfahren und Vorrichtung zum Naßabtasten von Filmmaterial |
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|---|---|
| DE4032016A1 DE4032016A1 (de) | 1992-04-16 |
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Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
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Citations (4)
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|---|---|---|---|---|
| US3776626A (en) * | 1972-02-15 | 1973-12-04 | Columbia Pictures Ind Inc | Film advancing and positioning apparatus |
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| DE3144871C2 (de) * | 1981-11-09 | 1991-03-28 | Geyer-Werke GmbH, 1000 Berlin | Verfahren zum Übertragen von auf optischem Wege hergestellten Bildaufzeichnungen auf einen magnetischen Aufzeichnungsträger und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
-
1990
- 1990-10-09 DE DE19904032016 patent/DE4032016C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (4)
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