DE3977C - Neuerungen an Filterpressen - Google Patents

Neuerungen an Filterpressen

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DE3977C
DE3977C DE18783977D DE3977DA DE3977C DE 3977 C DE3977 C DE 3977C DE 18783977 D DE18783977 D DE 18783977D DE 3977D A DE3977D A DE 3977DA DE 3977 C DE3977 C DE 3977C
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Expired
Application number
DE18783977D
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English (en)
Original Assignee
E. C. RÖTTGER, Ingenieur, in London
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D25/00Filters formed by clamping together several filtering elements or parts of such elements
    • B01D25/12Filter presses, i.e. of the plate or plate and frame type
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D25/00Filters formed by clamping together several filtering elements or parts of such elements
    • B01D25/12Filter presses, i.e. of the plate or plate and frame type
    • B01D25/21Plate and frame presses
    • B01D25/215Construction of the filter plates, frames

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

1878.
Klasse 58.
EDUARD CARL RÖTTGER in LONDON. Neuerungen an Filterpressen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. April 1878 ab.
In einem hermetisch verschlossenen Raum, dessen starke metallene Wandungen mit durchlassenden Stoffen bekleidet sind, hinter denen geeignete Riefen oder Kanäle den Abflufs der zu filtrirenden Flüssigkeiten vermitteln, zwänge ich zugespitzte Metallstäbe. Die Stäbe werden hier soviel Flüssigkeit verdrängen, wie ihre Volumina ausmachen. Der Eintritt der Stäbe erfolgt durch irgend eine der Begrenzungsflächen des Prefsraumes und kann dort gedichtet werden durch Anwendung bekannter Mittel, oder, bei grofser Anzahl der Stäbe und geeigneter Bearbeitung der Emführungs,öfmungen, können dieselben auch eine metallische, filtrirende Oberfläche ausmachen.
Die geeignetste Maschine, auf welche dieses System anwendbar ist, ist die Schlamm- oder Filterpresse, welche bereits seit einigen Jahren in die Industrie eingeführt ist und deshalb als bekannt vorausgesetzt werden kann.
Diese Maschinen bilden den Prefs- oder filtrirenden Raum auf doppelte Weise: Die älteren (D anck'schen) Fachfilter durch einen Rahmen, welcher zwischen zwei flachen kannelirten Platten fest und hermetisch eingeklemmt ist; die am meisten gebräuchlichen aber bilden diesen Raum durch das Nebeneinanderstellen oder -legen zweier theilweise ausgehöhlten kannelirten mit filtrirender Oberfläche bekleideten Platten. Die folgende Beschreibung zeigt die Anwendung meiner Erfindung auf die erstere Art; ich wende meine Erfindung jedoch auch auf die zweite Art der Filterpressen an, nur wird hier der Eintritt der Stäbe durch Kanäle vermittelt, die zur Hälfte in den Kammerrändern eines Plattenpaares ausgespart sind.
In beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 ein verticaler Schnitt nach G-H in Fig. 2; Fig. 2 ist eine Ansicht mit theilweisem Axenschnitt nach A-B in Fig. 1.
Die Endplatten U und Q, die kannelirten Platten G, die mit filtrirender Oberfläche bekleidet sind, die Ausflufshähne G1, die Sammelrinne G2, der Einführungskanal G3 G3..., der mit dem Rohrstutzen U1 beginnt, wo ein Hahn oder- Ventil ihn öffnet oder schliefst, und die Rahmen FFF bilden das Innere einer Schlammpresse und sind bekannt; ebenso sind den Theilen der Filterpressen analog der Ständer S die Zug- und hier auch Stützstangen R R, die Schlufsschraube W, das Griffrad V und die Grundplatte T.
Die nachfolgend aufgezählten Theile vermitteln die Anwendung meiner Erfindung auf diese Maschine.
Auf dem Rahmen F sitzen rittlings die Gabeln oder Doppelwinkel AAA, deren Flanken A1 A1 Triebstangen sind, die von den gezahnten Cylindern B B erfafst werden. Im oberen Theile der Gabeln A sitzen fest eingeschraubt die Druckstangen A., A2, die am unteren Ende sich in die Führungsenden A3 A3 verjüngen. (Diese Führungen können wegfallen bei metallischen filtrirenden Oberflächen.) Die Zeichnung stellt die Gabeln A, Fig. 2, in ihrer tiefsten Stellung dar. Die Stangen A2 können in dem Rahmen F mit Leder oder Kautschuk gedichtet sein. Die Schraubenräder CC, die Rechts- und Linksschrauben D1 D1, die Riemscheibe E E (lose und feste) und ein bekannter und deshalb nicht gezeichneter Mechanismus zur Umkehrung der Bewegung (wie z. B. Hobelmaschinen) vermitteln die intermittirende und wechselnde Drehung der gezahnten Cylinder B B, welche in den Lagern S1 S1 und U1 U1 gelagert sind; die Lager D der Schraubenwelle sind gegen den Ständer oder Bock S geschraubt.
Die Wirkungsweise der Maschine ist wie folgt:
Nachdem mit Griffrad tmd centraler Druckschraube die Presse hermetisch geschlossen ist, wird der Kanal U1 geöffnet, und durch ein dort angeschraubtes Rohr wird die zu behandelnde Substanz durch eine Pumpe, durch ihr eigenes Gewicht, durch einen Injector oder durch einen Monte-jus in die Prefskammern eingeführt; die Gabeln AAA und die Stangen A2 stehen in ihrer höchsten Stellung (s. Fig. 1). Die Enden der Druckstangen bleiben noch in den Eintrittsöffnungen. Der Treibriemen läuft auf der losen Scheibe.
Während dieser ersten Periode wirkt die Maschine als Filterpresse. Wenn das Aufhören des Ausflusses dem Wärter gezeigt hat, dafs der innere Druck in den Filterräumen keine Flüssigkeit mehr hinauszutreiben vermag, so leitet er den Riemen auf die feste Scheibe und die Gabeln A mit ihren Druckstangen A2 beginnen ihre niedersteigende Bewegung. Wenn
die Druckstangen A2 am Ende ihrer Bewegung angekommen sind (die in der Zeichnung Fig. 2 dargestellt ist), so ist die Pressung zu Ende, und die Gabeln A werden vermöge des Umkehrungsmechanismus wieder zurückgezogen, wobei die Druckschraube W gelüftet wird. Die Presse wird nun entleert wie eine Filterpresse und eine neue Operation kann begonnen werden.
Bei manchen Stoffen, die die Presse verarbeiten soll, wird die Festigkeit der in den Kammern nach erster halber Operation gebildeten Kuchen so grofs sein, dafs dem Eintritt der gesammten Druckstangen zu gleicher Zeit ein zu grofser Widerstand entgegentritt. In diesem Falle können die gezahnten Cylinder B B mit solchen Zähnen besetzt sein, die eine stufenweise Schraubenlinie bilden, so dafs bei jeder Umdrehung der Cylinder B nur ein Zahn in eine Triebstange der Gabeln A greift, und demgemäfs jede Gabel eine nach der anderen um einen Zahn vorrückt. Um Zeitverlust zu verhüten, kann die Schraubenlinie, in der die Zähne rings um den Cylinder B gesetzt sind, eine ungeschlossene sein, so dafs der Cylinder eine so zu sagen kahle oder zahnlose Stelle hat; wenn diese Stelle den Zahnstangen gegenüber gebracht wird, so können die Gabeln A vom Arbeiter zurückgezogen werden (wobei ihre Gegengewichte, Rollen und Ketten oder belastete Hebel helfen können), weil der Eingriff an dieser Stelle für alle Gabeln aufgehört hat.
Die oben angegebene Art, die Druckstangen in die Kuchen zu pressen, ist nicht die einzige anwendbare; man kann dieselben auch hineinziehen, indem ein ähnlicher Mechanismus sie an den Führungen A3 A3 erfafst und hineinzieht.
Auch kann man sie (die Gabeln und Prefsstangen) durch Dampf oder hydraulischen Druck hineinpressen, indem man über die gesammten Gabeln einen starken Tragbalken legt, dessen beide Enden von den Kolbenstangen zweier hydraulischen oder Dampfcylinder erfafst werden. Ebenso können die Druckstangen durch Schlag oder Stofs eingeführt werden. Auch können die Druckstangen steilgewindige Schrauben sein mit Zahnrädern an ihrem äufseren Ende und zusammen in den Kuchen geschraubt werden.
Wenn die Presse feste pulverförmige Substanzen verarbeiten soll, so können diese durch einen Dampfstrom in die Kammern eingeführt werden, und darauf von den Druckstangen ausgepreist werden. In manchen Fällen können auch die Druckstangen hohl sein und Dampfröhren vorstellen, oder die in den Kuchen erzeugten cylindrischen Höhlungen können zum Auslaugen der Kuchen dienen. Wenn die zu behandelnde Substanz es wünschenswerth macht, die durch die Stangen hervorgebrachte Zerreifsung oder Zerquetschung der Kuchen zu vermindern, so kann die Einführung der Stangen zwischen zwei Blechen stattfinden, die durch den inneren Druck der Substanz gegen einander gezwängt werden und durch die eintretenden Druckstangen einen Keil im Innern des Kuchens bilden, der, wenn er zuletzt ein Prisma geworden ist, einen Doppelkuchen hinterläfst, dessen Substanz unverletzt ist, und der eine handliche Form besitzt. Letzteres wäre z. B. für eine Hopfen- oder Tabakspresse anzuwenden.
Endlich kann die Presse auch verwendet werden, um wenig plastische Körper zu agglomeriren oder zu formen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anwendung sterhydraulischer Pressung durch Eindrängen von zugespitzten Metallstäben in einen mit zu pressender Substanz gefüllten Raum.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE18783977D 1878-04-13 1878-04-13 Neuerungen an Filterpressen Expired DE3977C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE3977T 1878-04-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3977C true DE3977C (de) 1879-02-19

Family

ID=34558495

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DE18783977D Expired DE3977C (de) 1878-04-13 1878-04-13 Neuerungen an Filterpressen

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DE (1) DE3977C (de)

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