DE397262C - Verfahren und Vorrichtung zur Wiedergewinnung fluechtiger Loesungsmittel durch Absorption - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Wiedergewinnung fluechtiger Loesungsmittel durch AbsorptionInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Wiedergewinnung flüchtiger Lösungsmitte durch Absorption.
- In zahlreichen Industrien bedarf es für die Herstell, ullg der durch dieselben zu gewinnenden Erzeugnisse der Anwendung von Lösungen von Feststoffen in flüchtigen Lösemitteln, und es besteht im Anschluß daran das Problem, die flüchtigen Lösemittel nach Abtreibung von den Feststoffen vorzugsweise unter Benutzung von Luft oder sonstigen Trockengasen aus diesen Gasen, welche die Lösemittel in Dampfform mit sich führen, wiederzugewinnen.
- Es ist dabei schwierig, die letzten Reste der Lösemittel nach den üblichen Methoden, sei es durch Absorptionsverfahren, sei es durch Kondensation, wiederzugewinnen. Die Wirtschaftlichkeit der in Betracht kommenden Verfahren hängt aber in außerordentlichem Umfang von der quantitativen Wiedergewinnung der Lösemittel ab, da bereits sehr kleine Prozentsätze von nicht wiedergewonnenen Lösemitteln sehr ins Gewicht fallende Verluste bedeuten.
- GemäB vorliegender Erfindung sollen die Lösemittel aus diese mit sich führender Luft oder sonstigen Gasen in weitgehendem Niiaße dadurch wiedergewonnen werden, daß die Luft bzw. die mit dem Lösemittel in Dampfform beladenen Gase durch Absorptionsmittel für die Lösemittel hindurchgetrieben werden, und daß darauf die Gase, welche somlit größtenteils von den bei, gemischten Lösemitteln befreit sind, einer intensiven Kühlung unterworfen werden, um das Absorptionsmittel, soweit dieses in Dampfform übergeführt ist, gegebenenfalls mit den dann noch flüchtigen Löseinitteln zu kondensieren. Für das Verfahren ist daher wesentlich, daß die Dampfspannung des Absorptionsmittels geringer ist als die des Lösemittels, da anderenfalls die Abscheiduiig der mitgeführten Lösemittel ohne vorherige Absorption durch intensive Kühlung erfolgen kõmlte, eine Ausführung, die an der fast durchweg zu hohen Dampfspannung der Lösemittel scheiterte.
- Es entsteht hierbei ein mehr oder weniger vollständig von dem Lösemittel und dem Absprotionsmittel befreites kühles Gas, welches nach Belieben gegebenenfalls nach erneuter Aufheizung in dem Prozeß zur Wiederverdämpfung von Lösemitteln benutzt werden oder auch in anderer Weise Verwendung finden kann. Im ersteren Falle wird durch di ÄViederverwendung die restlose Erfassung aller beim Prozeß in Fonn ron Dampf ühergeführter Lösemittelmengen, auch der in den benutzten Gasen verbliebenen, sichergestellt. Ebenso tritt dadurch auch kein Verlust an Absorptionsmitteln ein.
- Bei manchen Prozessen, bei denen flüchtige Lösemittel benutzt werden, finden Lösemittel verschiedener Flüchtigkeit nebeneinanker Anwendung. In diesem Falle läßt sich unter Umständen eine wirtschaftlich günstigere Wiedergewinnung der verschiedenen Lösemittel erzielen, wenn man den Prozeß so leitet, daß man die die Lösemittel führenden Stoffe bzw. Produkte auf verschiedenen Teilen ihrer Bahn von verschiedenen Gasen zur Verdunstung der Lösungsmittel begleiten läßt und diese Gase an verschiedenen Stellen absaugt. Man kann dann beispielsweise an einer Stelle das flüchtigere Lösungsmittel zusammen mit den es führenden Gasen (vorzugsweise Luft) absaugen und an einer anderen Stelle das weniger flüchtige Lösungsmittel und aus den das letztere mit sich führenden Gasen das weniger flüchtige Lösungsmittel abscheiden und darauf das davon befreite Gas bzw. Luft zur Aufnahme des flüchtigeren Lösungsmittels verwenden, wodurch der Zweck einer sehr vollständigen Wiedergewinung der Lösungsmittel in ähnsicher NVeise errelicht werden kann, wie es ollen für ein einziges wiederzugweinnendes Lösemittel angegeben war.
- Die Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung an zwei schematisch dargestellten Apparaten zu ihrer Durchführung veranschaulicht, und zwar ist in beiden Fällen angenommen, daß es sich um die Wiedergewinpung der Lösungsmittel aus Filmgießprozessen handelt.
- Gemäß Abb. 1 bezeichnet I ein endloses Filmgießband, welches über zweifalzen 2, 3 geführt ist. 4 hezeichnet den Gießer. Das Filmgießband ist im wesentlichen eingekapselt und ist eine entsprechende Einkapselung auf der Zeichnung bei 5 angegeben. Die aus dem Gießer 4 kommende, den Film bildende Gußmasse wird durch einen Strom angewärmter Luft getrocknet, welcher durch das Rohr 6 in den Innenraum des Alantels 5 zwischein diesem und dein Gußband I eingeführt wird und welcher dem Film auf dem Gießhande in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles entgegengeführt wird. 7 bezeichnet ein Absaugerohr für das Luftdampfgemisch, wobei der Dampf im Falle des angenommenen Beispieles vorzugsweise aus Alkohol-Aceton besteht; das durch das Rohr 7 mittels des Gebläses 8 angesaugte Luftlösemittelgemisch wird durch ein Verteilungsrohr 9 in einen vorzugsweise mit Wasser gefüllten Absorptionsbehälter 10 eingeblasen. Das nicht im Absorptionsbehälter zurückgehltene Dampfluftgemisch tritt durch das Rohr 11 in eine Kühler 12 mit Kühlschlange 13 über und wird hier durch Wahl eines entsprechend energisch durch die Schlange 13 geschickten Kühlmittels einer kräftigen Kühlung bis auf etwa 0° unterworfen, was zur Folge hat, daß sich in dem Kühler 12 ein Kondensat, bestehend aus einer Lösung des Lösungsmittels in dem Absorptionsmittel, bildet. Die aus dem Kühler 12 austretende Luft enthält nur noch Supren des Lösemittels und des Absorptionsmittels und wird nach unter Darstellung der Zeichnung durch eine Wärmenaustauschapparat 14 mit Wärmschlage 15 geschickt, aus dem sie dem obenerwähnten rohr 6 zugeführt wird.
- Unter Umständen kann auf die Wiederverwendung der Luft in der gleichen Apparatur verzichtet werden, wozu besonders dann ein Anlaß vorliegen kann, wenn man unmittelbare Verwendung für die kalte, den Kühler 12 verlassende Luft hat.
- Abb. 2 stellt ebenfalls eine Anlage zur Wiedergewinnung der Lösemittel bei einer Filmfabrikation dar, doch ist in diesem Fall angenommen, daß zwei bei der Filmherstellung nebeneinander benutzte Lösemittel getrennt voneinader gewonnen werden sollen, z. B. wenn mit Alkohol und Äther als Lösemittel gearbeitet wird.
- Auf der Zeichnung bezeichnet I wiederum das endlose Gießband, 2, 3 die dasselbe tragenden Walzen, 4 den Gießer 5 die Einkapselung des Gießbandes. Diese Teile entsprechen den mit gleichen Bezugszeïchen verseltenen Teilen der Abb. I.
- Die Zuführung der Luft zur Aufnahme der Lösemittel erfolgt in diesem Falle durch zwei getrennte Rohre 6a, 6b, und zwar führt das Rohr 61 frische Außenluft zu, während rlas Rohr 6< Luft in den Prozeß einführt, welche, ähnlich wie die nach Abb, 1 im Prozeß benutzte Luft, bereits einmal durch den Apparat hindurchgegangen ist. Auch die Absangung erfolgt in diesem falle an zwei Stellen, nämlich durch die Rohre 7a und 7b.
- Durch das Rohr 7b wird im wesentilichen durch das Gebläse 17 Äther abgesatigt, welcher einer Absorptionsanlage zugeführt wird, die auf der Zeichnung durch ein Absorptionsgefäß 16 schematisch angedeutet ist.
- Das durch das Rohr 7a abgesaugte, wesentilich Alkohol mit sich führenden Luftlösemittelgemisch wind durch ein Verteilerrohr 9a in einen Absorptionsbehälter 10a eingeführt, und das nicht im Absorptionsgefäß zurückgehaltene Dampfluftgemisch wird durch ein Rohr 11a einem Kühler 12a mit Kühlschlage 13a zugeführt. Aus dem Kühler 12a gelangt die vom Absorptionsmittel und dem Lösemittel infolge der starken Abkühlung bis auf 0° wesentlich befreite Luft nach einem Wärmeaustauschapparat 14a, wo sei durch eine Heizschlange 15a aufgeheizt wird, um druch das Rohr 6a wider dem System zugeführt zu weden. Die Wirkungsweise in dem zuletzt beschrlebenen Kreislaufsystem ist die gleiche wie mit Bezug auf Abb. I angegebene.
- Für den bei 6a eingeführten Teil der Trockenluft bestetht auch bei dieser Ausführungsfrom der Vorteil, daß man unabhängig yon dem Feuchtigkeitsgehalt der Außenluft ist, was von besonderer Bedeutung ist. Unter anderem ist dieser Feuchtigkeitsgehalt auch gegebenfalls von sehr nachteiligem Einfluß auf die Absorptionsfähigkeit des angewandten Absorpitiosmittels je nach dessen Art.
Claims (2)
- PATENT-ANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Wiedergewinnung flüchtiger Lösungsmittel aus diese in Dampfform enthaltenden Gasen durch Absorption, dadurch gekennzeichnet, daß das zu behzndelnde Gasdampfgemisch durch ein Absorptionsmittel niederer Dampfspannung hindurchgetrieben und das nicht absorbierte Gasgemisch darauf einer starken Kühlung unterworfen wird zur Abscheidung der kondensiterbaren Dämpfe yon den diese mitführenden Gasen.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1 zur getrennten Wiedergewinnung von Lösungsmitteln verschiedener Flüchtigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß die die Lösungsmittel enthaltenden Stoffe (z. B.Filme) in getrennten Teilen ihrer Bahn mit verschiedenen Strömen von gasförmigen Verdunstungsmitteln in Berührung gebracht und daß die Verdunstungsmittel zusammen mit den von ihnen aufgenommenen Lösungsmitteln an verschiedenen Stellen abgesaugt werden.
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