DE396340C - Verfahren zum Betriebe von Feuerungen auf Entstehung von Moertelbindemitteln aus der sinternden oder schmelzenden Asche - Google Patents

Verfahren zum Betriebe von Feuerungen auf Entstehung von Moertelbindemitteln aus der sinternden oder schmelzenden Asche

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DE396340C
DE396340C DEB102869D DEB0102869D DE396340C DE 396340 C DE396340 C DE 396340C DE B102869 D DEB102869 D DE B102869D DE B0102869 D DEB0102869 D DE B0102869D DE 396340 C DE396340 C DE 396340C
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ashes
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sintering
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/24Cements from oil shales, residues or waste other than slag
    • C04B7/28Cements from oil shales, residues or waste other than slag from combustion residues, e.g. ashes or slags from waste incineration
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    • C04B7/43Heat treatment, e.g. precalcining, burning, melting; Cooling
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Description

  • Verfahren zum Betriebe von Feuerungen auf Entstehung von Mörtelbindemitteln aus der sinternden oder schmelzenden Asche. Die zweckmäßige Verwendung pulverförmiger Brennstoffe bildet heutzutage die Grundlage einer Reihe technischer Verfahren, welche von großer praktischer Bedeutung sind. Die Entwicklung dieser Verfahren ist aus dem Grunde sehr erstrebenswert, daß sie die wirtschaftliche Ausnutzung von Brennmitteln mit großem Gehalt an Asche verfolgen, welche bisher kaum verwendet werden konnten.
  • Durch die vorliegende Erfindung erhalten die Aschen, welche bisher nicht ausgenutzt wurden, sondern vielmehr störend waren, einen bedeutenden Wert, indem sie aus wertlosen Rückständen in wertvolle.technische Erzeugnisse verwandelt werden. Die gewonnenen Erzeugnisse haben eine große Bedeutung, da sie hydraulische Bindemittel darstellen, nach welchen bereits eine große Nachfrage herrscht, und deren Anwendung bereits sehr bedeutend ist und sich noch jeden Tag vermehrt. Die Erfindung ist dazu berufen, die Verbreitung der genannten Verfahren zu begünstigen, da es in gewissen Fällen vorkommen kann, daß der Wert des Nebenerzeugnisses den Wert des Brennstoffs ausgleichen oder sogar übertreffen kann. den oder schmelzenden Asche berechnete Mischungen von pulverigen Brennstoffen, die verschiedenartige Aschen ergeben, verwendet werden.
  • Zum Verständnis der- Anwendung geeigneter, übrigens sehr einfacher Mittel zur Erreichung entsprechender Erfolge genügt es, folgendes zu bemerken z. a) Die hydraulischen Zemente sind das Ergebnis des Brennens (bei geeigneter Temperatur, welche diejenige beim Beginn des Frittens ist), und zwar von genauen und innigen Mischungen von Kalk und Ton, welche so vorbereitet sind, daß nach dem Brennen die wesentlichen Bestandteile, d. h. einerseits der Kalk und andererseits die Verbindungen des Siliziums und Aluminiums, annähernd in dem Verhältnis zu 2: i vorhanden sind.
  • b) Die Zemente sind um so besser, je feiner die einzelnen Bestandteile gemahlen und je inniger sie miteinander gemischt sind.
  • c) Die Ausnutzung der Brennmittel in Pulverform erfordert eine soweit wie möglich ge-
    triebene Feinheit der Zermahlung bis zur Unfühlbarkeit.
  • d) Die einzelnen Brennstoffe, welche bei dem Verfahren nach der Erfindung anwendbar sind, enthalten je nach ihrer Hrkunft bald kalkhaltige Aschen, wie z. B. die größte Zahl der Torfarten, bald aluminiumsilikathaltige Aschen, wie der größte Teil der Steinkohlen- und gewisse Braunkohlenarten.
  • e) Die Temperaturen, welche immer leicht geregelt werden können, und welche diese Aschen von Anfang der Verbrennung an erreichen, können genau so eingestellt werden, daß sie derjenigen dem Fritten ähnlichen Temperatur gleichkommt, welche die obengenannten Mischungen zum Zwecke der Erlangung der Zemente erreichen müssen.
  • 2. Es müssen alle Verhältnisse berücksichtigt werden, wie dies bereits dargestellt ist.
  • 3. Aus dem Vergleich und dem Zweck der verschiedenen Verhältnisse, welche aus den vorliegenden Umständen entnommen werden können, ergibt sich folgendes: Zunächst wird durch vorherige Analysen der Gehalt der verschiedenen Brennstoffe an kalkhaltiger oder an aluminiumsilikathaltiger Asche festgestellt. Die Zusammensetzung des Brennstoffs wird dann so gewählt, daß die Asche nach der Verbrennung diejenige Beschaffenheit hat, welche der gewünschte Zement besitzen soll. Man kann die Wahl so treffen, daß die entsprechenden hydraulischen oder hydraulisierenden-Stoffe (Zemente oder Puzzolane) erhalten werden. Bei richtiger Wahl der Ausgangsstoffe werden sich notwendigerweise die entsprechend zusammengesetzten hydraulischen oder hydraulisierenden Stoffe ergeben.
  • i. Bemerkung. Selbstverständlich wird in den allerdings seltenen Fällen, daß sich eine Schwierigkeit ergibt, nach der chemischen Zusammensetzung die Brennstoffe zu mischen, es sich ermöglichen lassen, je nach den Bedingungen, welche oben gegeben sind, diejenigen Bestandteile, welche fehlen oder in ungenügender Menge vorhanden sind, durch Hinzufügung solcher Bestandteile ans irgendwelcher anderen Masse zu ergänzen. Das Eisenoxyd ist, wenn es sich in den Brennstoffen vorfindet, was meistens der Fall ist, unter die Reihe der Aluminiumsilikate, von welchen unter ia gesprochen ist, zu rechnen. Dieses Eisenoxyd ist fast in demselben Maße wie das Aluminiumoxyd als hydraulisierender Bestandteil anzusehen.
  • z. Bemerkung. Wie ersichtlich, sind die durch die obengenannten Mittel erlangten Zemente wirklich neue Erzeugnisse, sowohl durch die neue Wahl ihrer Ausgangsstoffe als auch durch die neuen Umstände und Bedingungen ihrer Herstellung, unter welchen zu erwähnen ist die neue Tatsache, daß die großen Kosten des Mahlens wegfallen, da ein einfaches Raffinieren nach dem Wegschaffen der zementhaltigen Aschen aus den Aschenbehältern genügt. Endlich ist noch zu erwähnen, daß die hier in Frage stehenden Zemente, obwohl sie die besten Eigenschaften der gewöhnlichen Zemente besitzen, keine Erzeugnisse sind, welche unter großen Kosten in kostspieligen Sonderfabriken, wie Zementfabriken, hergestellt werden, sondern Nebenerzeugnisse sind, die einen sehr niederen Preis haben und aus irgendwelchen Fabriken hervorgehen können, welche mit einem beliebigen derartigen System zur Verwendung von pulverförmigen Brennstoffen eingerichtet sind, z. B. metallurgischen Fabriken, elektrischen Zentralen usw.
  • Das Verfat ren kann ebenso in den Fällen angewendet werden, bei welchen die Temperaturen, welche erreicht werden müssen, notwendigerweise das vollständige Flüssigwerden der Aschen bedingen, und ebenso in den Fällen, wenn man absichtlich dieses Flüssigwerden erreichen will, wie es jetzt schon viele Konstrukteure empfehlen, um das Herausschaffen der Asche aus der Feuerung zu erleichtern, und zwar besonders, um das störende und schädliche Ansetzen der Aschen zu verhindern, besonders bei Röhrenkesseln, z. B. zum Zwecke der Dampferzeugung.
  • Für derartige verschiedene Fälle schlägt der Erfinder vor, einfach die Mischungen der Brennstoffe so vorzubereiten, daß die Zusammensetzung der geschmolzenen Aschen in der Endwirkung sich folgender Formel nähert: 2 (A12 03, Ca0) -[- SiO2, 2 Ca0. Das ist die theoretische Zusammensetzung eines im wesentlichen aluminiumhaltigen Erzeugnisses, welches, wie bemerkt werden soll, schon unter dem Namen »gegossener Zement« (Ciment Fondu) bekannt ist. Der Gestehungspreis dieser Zementart ist ein sehr hoher oder sogar hinderlicher infolge ihrer kostspieligen Herstellungsart, und zwar sowohl beim Water-jacket oder auch beim elektrischen Ofen. Hierdurch wurde bisher ihre Anwendungsmöglichkeit sehr eingeschränkt.
  • In der Praxis gelangt in die Zusammensetzung des gegossenen Zements eine bedeutende Menge Eisenoxyd, und zwar infolge der meistenteils stattfindenden Verwendung von Bauxit oder von eisenhaltigen Erzeugnissen, welche in den Brennstoffen natürlicherweise vorkommen. Dies wirkt jedoch, wie eben schon gesagt und näher erläutert ist, in keiner Weise störend. Was die zusätzlichen Kosten für die notwendige Zerkleinerung infolge des Zusammenschmelzens dieser Aschen betrifft, so werden diese reichlich durch den ganz bedeutend höheren Wert des dem obengenannten gegossenen Zement analogen Erzeugnisses ausgeglichen, welches zwei- oder dreimal so teuer als gewöhnliche Zemente verkauft werden kann. Dieses neue Erzeugnis, welches nach Angabe des Erfinders die besten gewöhnlichen Zementarten übertrifft, und welches dazu berufen ist, große Dienste in der Technik zu leisten, kann zu einem Gestehungspreis hergestellt werden, welcher sogar geringer ist als derjenige von hydraulischem Kalk.
  • Es sind schon Vorschläge bekannt, Feuerungen auf Entstehung von Mörtelbindemitteln aus der Asche zu betreiben. Jedoch hatte man danach Zement oder Zementrohmasse zu den Brennstoffen hinzuzusetzen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Betriebe von Feuerungen auf Entstehung von Mörtelbindemitteln aus der sinternden oder schmelzenden Asche, gekennzeichnet durch berechnete Mischung von pulverigen Brennstoffen, die verschiedenartige Aschen ergeben.
  2. 2. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch i, darin bestehend, daß der Mischung von pulverförmigen Brennstoffen, die verschiedenartige Aschen ergeben, diejenigen Bestandteile zugefügt werden, welche in den angewendeten Brennstoffen fehlen oder in ungenügender Menge enthalten sind.
DEB102869D 1920-12-24 1921-12-23 Verfahren zum Betriebe von Feuerungen auf Entstehung von Moertelbindemitteln aus der sinternden oder schmelzenden Asche Expired DE396340C (de)

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DEB102869D Expired DE396340C (de) 1920-12-24 1921-12-23 Verfahren zum Betriebe von Feuerungen auf Entstehung von Moertelbindemitteln aus der sinternden oder schmelzenden Asche

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DE (1) DE396340C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1055428B (de) * 1951-12-06 1959-04-16 Eiji Munekata Verfahren zur Herstellung einer wassergeloeschten, als Zuschlag zu Zement geeigneten Schlacke

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1055428B (de) * 1951-12-06 1959-04-16 Eiji Munekata Verfahren zur Herstellung einer wassergeloeschten, als Zuschlag zu Zement geeigneten Schlacke

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