DE3938541C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
- E04B1/00—Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
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Landscapes
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- Structural Engineering (AREA)
- Panels For Use In Building Construction (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erstellen einer
Wanne mit einer unteren Bodenplatte als Gründung, wobei
zumindest auf den Plattenrändern Wände aus
Betonfertigteilen stehen.
Es ist bekannt, als Unterkellerung einer Halle oder eines
Hauses eine wasserdichte Wanne mit Ortbeton zu erstellen.
So sind verschiedene Verfahren bekannt, mit denen Wannen
hergestellt werden können, die auch als Schutzvorrichtung
zum Auffangen von Flüssigkeiten dienen. Beispielsweise
ist aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 30 15 588 A1
eine Wanne bekannt, in die ein verflüssigte Gase
aufnehmender Tank einsetzbar ist. Die Wände dieser Wanne
sitzen auf einer den Boden der Wanne bedeckenden
Dichtfolie auf und sind elastisch gegen eine ebenfalls
elastisch gelagerte Grundplatte abgestützt.
Ein weiteres Herstellverfahren für eine derartige Wanne
ist aus der deutschen Patentschrift DE 38 09 933 C2
bekannt. Dort wird auf eine Betonsauberkeitsschicht eine
Metallwanne als Abdichtung aufgesetzt, in die die
Bodenplatte und die Seitenwände der Wanne gegossen werden.
Beiden genannten bekannten Verfahren gemeinsam ist, daß
sie zu hohen Herstellkosten führen, da bei ihnen zum
einen neben dem Beton zusätzliche Dichtmittel verwendet
werden müssen und zum anderen keine vorgefertigten,
kostengünstigen Bauelemente eingesetzt werden können.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur
Herstellung einer Wanne zu schaffen, das auch bei
feuchtem Baugrund wirtschaftlich durchführbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
- - daß zunächst auf ebenem Baugrund eine Betonsauberkeitsschicht ausgelegt wird,
- - daß dann die Seitenwände aus Stahlbetonfertigteilen auf Abstandshaltern auf die Betonsauberkeitsschicht aufgestellt werden, wobei die Höhe der Abstandshalter geringer ist als die Dicke der später zu vergießenden Grundplatte und aus der Unterseite der Seitenwände Bewehrungen in den Abstand zwischen der Betonsauberkeitsschicht und den Seitenwänden hineinragen,
- - daß anschließend gegenüber den Seitenwänden zum Außenrand der Betonsauberkeitsschicht versetzt angeordnete Längsplatten auf die Betonsauberkeits schicht gestellt werden, die die äußere, seitliche Begrenzung der Bodenplatte bilden, und
- - daß schließlich die Bodenplatte aus Beton vergossen wird, wobei der Beton der Bodenplatte unter die Seitenwände fließt und den Zwischenraum zwischen den Längsplatten und den Seitenwänden derart ausfüllt, daß mindestens die Unterseite der Seitenwände sowie die Bewehrung der Seitenwände von dem Beton der Grundplatte umgeben sind.
Ein solches Verfahren ist auch in feuchtem Gelände
durchführbar, da in hohem Maße Stahlbetonfertigteile
verwendet werden und sehr kurze Bauzeit vor Ort
erreichbar ist. Von besonderer Bedeutung ist anzusehen,
daß entgegengesetzt herkömmlichen Bauverfahren die
senkrechten Wände in einem Abstand zum Baugrund
aufgeständert werden und danach erst die untere
Bodenplatte gegossen wird. Hierdurch werden die in den
Ortbeton der Bodenplatte mit den Unterseiten
hineinreichenden Wände sicher eingebunden, wobei eine
hohe Druckwasserdichtigkeit erzielt wird.
Vorzugsweise wird vorgeschlagen, daß die Abstandshalter
für die Wände Ständer aus Beton sind, die insbesondere
auf dem Streifenfundament stehen.
Eine besonders gute Kräfteübertragung wird dann erreicht,
wenn die Unterseite der Wand im Querschnitt V-förmig
ist.
Eine wasserdichte und feste Verbindung einzelner
Wandbereiche aus Fertigbauteilen wird dann erreicht, wenn
die Stahlbetonfertigteile der Wände mit benachbarten
Fertigteilen Lücken in Form senkrechter Spalten bilden,
in denen Bewehrungen eingelegt werden und die danach mit
Ortbeton ausgefüllt werden. Hierbei können aus den
senkrechten Stirnseiten der Wand-Stahlbetonfertigteile
Bleche in die Lücken bzw. Spalte ragen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird in den
Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf die fertige Wanne,
Fig. 2 einen waagerechten Schnitt durch einen Bereich
einer Wand,
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch Wand- und
Bodenplatte vor dem Vergießen des Betons der
Bodenplatte,
Fig. 4 eine Seitenansicht der Rohrstelze mit
Stahlbetonfußstab,
Fig. 5 einen senkrechten Schnitt nach V-V in Fig. 2,
Fig. 6 eine Seitenansicht nach VI-VI in Fig. 2.
Zum Erreichen der Gründungstiefe wird eine Baugrube
ausgehoben, deren Baugrund 1 eben ist. Auf den ebenen
Baugrund wird eine Betonsauberkeitsschicht 2 aufgebracht,
auf der die gesamte Ober- und Unterbewehrung 5a der
späteren Bodenplatte 5 verlegt wird.
Auf die Betonsauberkeitsschicht 2 werden vorgefertigte
Stahlbetonwände 7 als Seitenwände je nach Bedarf bis zum
9 m Länge und der erforderlichen Höhe gestellt. Diese
Teile stehen auf 2 bis 3 Rohrstelzen 7b mit Stahlbetonfuß
6 mit den statisch erforderlichen Abmessungen als
Abstandshalter. Die Höhe der Stelzen 7b richtet sich nach
der Stärke der Bodenplatte 5. Die Unterseite der
vorgefertigten Seitenwände 7 ist V-förmig ausgebildet
und aufgerauht. Er soll 5 cm in die Bodenplatte 5
einbinden. Hierbei ist der untere Winkel stumpf und liegt
zwischen 130 und 170 Grad. Vorzugsweise ist dieser Winkel
150 bis 160 Grad groß.
Die Unterseite der Seitenwände 7 stehen somit in einem
Abstand a zur Oberseite der Betonsauberkeitsschicht 2,
wobei dieser Abstand a kleiner ist als die spätere Dicke
d der noch zu gießenden Bodenplatte 5. Damit ragt die
untere Seite der Seitenwände 7 in den späteren Ortbeton
der Bodenplatte 5 hinein.
Die Anzahl und Stärke der aus den Seitenwänden 7 unten
vorragenden Anschlußbügel 7a richtet sich nach der
statischen Notwendigkeit. Den äußeren Abschluß der
Bodenplatte 5 bilden 8-10 cm starke Betonplatten 4 oder
auch Schalelemente. Auf die Außenränder der
Betonsauberkeitsschicht 2 werden also Längsplatten 4 aus
Stahlbetonfertigteilen senkrecht aufgestellt, um die
Außenseiten der späteren Bodenplatte 5 zu bilden.
Die senkrechten Bewehrungen 7a des Seitenwandelements 7
ragen nach unten vor, um in die Bewehrung der Bodenplatte
5 hineinzureichen.
Nach Einbringen des Ortbetons in dem vom Baugrund 1 und
den Längsplatten 4 gebildeten Raum, sind die Seitenwände
7 in der Bodenplatte 5 wasserdicht eingebunden.
Die Wandelemente der Seitenwände 7 aus
Stahlbetonfertigteilen bilden mit benachbarten Bereichen
senkrechte Lücken bzw. Spalte 8, in die an den
senkrechten Stirnseiten der Wandelemente austretende
Bewehrungen hineinragen und in denen zusätzlich eine
Bewehrung eingebracht ist. Diese Spalte 8 werden mit
Ortbeton ausgegossen. Ferner ragen aus den Stirnseiten
der Wandelemente 7a Fugenbleche 9 vor, die in den Spalt 8
und damit in den dort befindlichen Ortbeton hineinragen.
Die höhenversetzt überlappenden waagerechten
Anschlußbügel 11 entsprechen ebenfalls den statischen
Erfordernissen und werden durch Einlegen von
Bewehrungseisen 12 von oben miteinander verdübelt. Im
Bereich der Lücken 8 stehen an den oberen Bewehrungen der
Platte 5 Blechstreifen 5a nach oben vor, die den Verbund
und die Wasserdichtigkeit verbessern.
Claims (6)
1. Verfahren zum Herstellen einer Betonwanne mit
einer unteren Bodenplatte (5) als Gründung, auf der
Seitenwände (7) aus Betonfertigteilen (7a) stehen,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß zunächst auf ebenen Baugrund eine Betonsauberkeitsschicht (2) ausgelegt wird,
- - daß dann die Seitenwände (7) aus Stahlbetonfertigteilen (7a) auf Abstandshaltern (6) auf die Betonsauberkeits schicht (2) aufgestellt werden, wobei die Höhe (a) der Abstandshalter (6) geringer ist als die Dicke (d) der später zu vergießenden Grundplatte (5) und aus der Unterseite der Seitenwände (7) Bewehrungen in den Abstand zwischen der Betonsauberkeitsschicht (2) und den Seitenwänden (7) hineinragen,
- - daß anschließend gegenüber den Seitenwänden (7) zum Außenrand der Betonsauberkeitsschicht (2) versetzt angeordnete Längsplatten (4) auf die Betonsauberkeits schicht (2) gestellt werden, die die äußere, seitliche Begrenzung der Bodenplatte (5) bilden, und
- - daß schließlich die Bodenplatte (5) aus Beton vergossen wird, wobei der Beton der Bodenplatte (5) unter die Seitenwände (7) fließt und den Zwischenraum zwischen den Längsplatten (4) und den Seitenwänden (7) derart ausfüllt, daß mindestens die Unterseite der Seitenwände (7) sowie die Bewehrung der Seitenwände (7) von dem Beton der Grundplatte (5) umgeben sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Längsplatte (4) auf dem äußeren Rand der
Betonsauberkeitsschicht (2) stehen.
3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstandshalter (6) für die Seitenwände (7)
Ständer aus Beton sind.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Unterseite der Seitenwände (7) im Querschnitt
V-förmig ist.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stahlbetonfertigteile (7a) der Seitenwände (7)
mit benachbarten Fertigteilen (7a) Lücken in Form
senkrechter Spalte (8) bilden, in denen Bewehrungen
eingelegt werden und die danach mit Ortbeton ausgefüllt
werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet,
daß aus den senkrechten Stirnseiten der Wand-Stahlbeton
fertigteile (7a) Bleche (9) in die Lücken bzw. Spalte (8)
ragen.
Priority Applications (1)
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| DE19893938541 DE3938541A1 (de) | 1989-11-21 | 1989-11-21 | Verfahren zum erstellen einer wanne |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19893938541 DE3938541A1 (de) | 1989-11-21 | 1989-11-21 | Verfahren zum erstellen einer wanne |
Publications (2)
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|---|---|
| DE3938541A1 DE3938541A1 (de) | 1991-05-23 |
| DE3938541C2 true DE3938541C2 (de) | 1992-09-24 |
Family
ID=6393887
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (1)
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Families Citing this family (4)
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1989
- 1989-11-21 DE DE19893938541 patent/DE3938541A1/de active Granted
Also Published As
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