DE3928720C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz, insbesondere
einen Kraftfahrzeugsitz, der die Merkmale des Oberbegriffs
des Anspruches 1 aufweist.
Bei einem bekannten Kraftfahrzeugsitz dieser Art (DE 36 30 680 A1),
ist das Verbindungselement als Gurtverankerungselement ausgebildet
und deshalb mit einer Befestigungsstelle für das Sicherheitsgurtsystem
versehen. Um es gegen eine Verschiebung
längs der Gleitschiene zu sichern, die es unter Auflage
auf der Oberseite der Gleitschiene von oben her übergreift,
ist eine entsprechend belastbare Schraubverbindung vorgesehen.
Sofern, wie üblich, die tragende Struktur des Sitzes
mit den Gleitschienen verbunden ist, wofür bei Gleitschienen
aus einer Leichtmetall-Legierung, wie sie bei diesem bekannten
Kraftfahrzeugsitz vorgesehen sind, eine Verschweißung
nicht in Frage kommt, ist die Belastbarkeit einer statt
einer Schweißverbindung vorzusehenden Schraubverbindung
nicht sehr groß.
Um die Verbindung zwischen der Gleitschiene und der Führungsschiene
von den von einem Sicherheitsgurtsystem herrührenden
Belastungen zu befreien, ist es bei Fahrzeugsitzen mit aus
Stahlblech bestehenden Schienen bekannt (DE 32 26 932 A1),
das Sicherheitsgurtsystem am einen Schenkel eines Bügels
zu befestigen, welcher die Führungsschiene untergreift und
im Bereich seines anderen Schenkels mit der Gleitschiene
verbunden ist. Statt eines solchen Bügels können auch zwei
Blechteile vorgesehen sein, die entweder beide nur den einen
bzw. anderen seitlichen Randbereich der Führungsschiene
mit einem hakenförmig gebogenen Endabschnitt untergreifen,
damit die Mittelzone der Führungsschiene auf dem Bodenblech
des Fahrzeuges aufliegen kann, wobei der eine Blechteil
auf der Oberseite der Gleitschiene aufliegen und zusammen
mit der den Sitz tragenden Struktur mit der Gleitschiene
mittels einer Schraube verbunden sein kann (US-PS 40 72 374),
oder zwei Abschnitte eines Hohlprofilstabes bilden
(US 44 86 047), die das Schienenpaar umfassen und in Schienenlängsrichtung
im Abstand voneinander mit einer Verbindungsplatte
verschraubt sind, welche die Gleitschiene mit der
tragenden Struktur des Sitzes verbindet. Bei einer anderen
bekannten Lösung (JP-OS 55-8957 A) ist zusätzlich zu der
wie die Gleitschiene aus Stahlblech bestehenden Führungsschiene
eine dritte Schiene unter der Führungsschiene angeordnet,
die nur nach außen hin über die Führungsschiene
übersteht und dort einen nach unten offenen, hakenförmigen
Rand bildet, in den das hakenförmig geformte untere Ende
einer Lasche eingreift, die im Bereich ihres oberen Endes
eine Befestigungsstelle für das Sicherheitsgurtsystem aufweist
und in ihrem Mittelbereich mit der den Sitz tragenden
Struktur verschraubt ist, die außerdem auch mit der Gleitschiene
verschraubt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fahrzeugsitz
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem es auch
dann, wenn die Schienen aus einer Leichtmetall-Legierung
bestehen, in einfacher Weise möglich ist, zuverlässig selbst
hohe Kräfte, wie sie im Crashfall auftreten können, vom
Sicherheitsgurtsystem auf die Schienen zu übertragen. Diese
Aufgabe löst ein Fahrzeugsitz mit den Merkmalen des Anspruches 1.
Bei einer Belastung der tragenden Struktur des Sitzes im
Sinne eines Abhebens von den Schienen, wie sie inbesondere
auch durch die vom Sicherheitsgurtsystem im Crashfall eingeleiteten
Kräfte auftritt, addiert sich zu der durch die
Krallen bedingten Belastbarkeit diejenige der zusätzlichen
Verschraubung, welche dadurch ebenfalls sehr hoch ist, daß
jede vorhandene Schraube in das Einlegestück aus Stahl eingreift,
das zu einer reinen Druckbelastung der Gleitschiene
im Bereich der Verbindung durch die Schraubverbindung führt.
Ein weiterer Vorteil der zusätzlichen Schraubverbindung
besteht darin, daß man ein Spiel zwischen den Krallen und
den von ihnen hintergriffenen Werkstoffpartien vorsehen
kann, so daß die Krallen erst dann wirksam werden, wenn
die zu übertragenden Kräfte einen Wert übersteigen, den
die Schrauben nicht mehr allein übertragen können. Unterhalb
dieser Belastung vergrößern dann die Krallen nicht die bei
einer Längsverstellung des Sitzes zu überwindende Reibung.
Sofern der Fahrzeugsitz mit einem Dreipunkt-Sicherheitsgurtsystem
ausgerüstet ist, wird es in vielen Fällen genügen,
nur auf der höher belasteten Sitzseite das Sitzgestell in
seiner hinteren Hälfte in der erfindungsgemäßen Weise mit
der Gleitschiene zu verbinden. An den übrigen Verbindungsstellen
können in diesem Falle Schraubverbindungen genügen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform bilden die Krallen
je eine gegen das Sitzgestell hin offene Kehle. Hierdurch
läßt sich in einfacher Weise vermeiden, daß die Krallen
durch die zu übertragenden Kräfte quer zur Schienenlängsrichtung
deformiert werden und dadurch außer Eingriff mit
der Gleitschiene kommen können.
Das Verbindungselement ist aus Gewichts- und Kostengründen
vorzugsweise ein Abschnitt eines Strangpreßprofiles aus
einer Leichtmetall-Legierung.
Eine noch weitergehende Erhöhung der Belastbarkeit kann
in an sich bekannter Weise mit einer Lasche gemäß Anspruch
7 erreicht werden. Eine derartige Lasche beeinträchtigt
die Längsverschiebbarkeit der Gleitschiene in der Führungsschiene
nicht, da sie dank des Spiels erst zur Wirkung kommt,
wenn infolge einer geringfügigen Deformation der Schienen
das Spiel beseitigt ist. Eine solche Lasche kann auch so
ausgebildet sein, daß sie sich im Belastungsfalle mit der
Führungsschiene verklemmt oder verkrallt, so daß sie auch
dazu beitragen kann, eine im Crashfall unerwünschte Längsverschiebung
der Gleitschiene in der Führungsschiene zu
verhindern.
Vorzugsweise ist die Lasche als eine geschlossene Schlinge
ausgebildet, da eine solche Schlinge das günstigste Verhältnis
zwischen Gewicht und übertragbaren Kräften aufweist.
Vorzugsweise ist die Lasche unmittelbar neben dem Verbindungs
element oder zwischen zwei in Schienenlängsrichtung im Abstand
voneinander vorgesehenen Verbindungselementen angeordnet. Da
dort, wo das Sicherheitsgurtsystem mit dem Sitzgestell verbun
den ist, die Höchstbelastungen auftreten, ist vorzugsweise
an dieser Stelle die Lasche mit dem Sitzgestell verbunden.
Aus der US 40 72 347 ist eine solche Lasche bekannt, deren
Verbindungsstelle mit der tragenden Struktur gegenüber der
Mitte der Lasche in Schienenlängsrichtung versetzt ist und
wobei die Verbindungsstelle die Befestigungsstelle für
einen der Gurte des Sicherheitsgurtsystems bildet.
Im folgenden ist die Erfindung anhand von zwei in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen im einzelnen erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 eine teilweise in Längsrichtung geschnitten dar
gestellte Seitenansicht der hinteren Verbindungs
stelle des Sitzgestells mit der Gleitschiene auf
der Seite des Türschwellers,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1,
Fig. 3 eine teilweise in Längsrichtung geschnitten dar
gestellte Seitenansicht der hinteren Verbindung
des Sitzgestells mit der Gleitschiene auf der
Tunnelseite,
Fig. 4 einen Querschnitt durch die in Fig. 3 dargestellte
hintere Verbindung,
Fig. 5 eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbei
spiels der hinteren Verbindungsstelle des Sitz
gestells mit der Schiene auf der Seite des Tür
schwellers,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5,
Fig. 7 einen Schnitt entsprechend Fig. 6 der Verbindungs
stelle auf der Tunnelseite.
Bei einem Kraftfahrzeugsitz, an dessen Sitzgestell ein Sicher
heitsgurtsystem befestigt ist, das auf der dem Türschweller
benachbarten Seite zu einer wesentlich größeren Belastung als
auf der Tunnelseite führt, ist die Struktur 1 des Sitzgestells auf beiden
Sitzseiten vorne und hinten mit je einer Gleitschiene 2 verbun
den. Die beiden nicht vollständig dargestellten Gleitschie
nen 2 sind gleich ausgebildet. Sie bestehen aus einer Leicht
metall-Legierung und sind Abschnitte eines Strangpreßprofiles.
Wie die Fig. 2 und 4 zeigen, haben die Gleitschienen 2 eine
ebene Oberseite. Von dieser Oberseite aus erstreckt sich nach
unten ein Mittelteil 3, der einen etwas unterhalb der Ober
seite liegenden Längskanal bildet, in den Einlegestücke 4 aus
Stahl eingesetzt sind. Zu beiden Seiten des Mittelteils 3 und
im Abstand von diesem weisen die Gleitschienen 2 je einen sich
nach unten erstreckenden Schenkel 5 auf. Diese Schenkel bilden
an ihrem unteren Ende einen gegen den Mittelteil 3 weisenden
Haken 5′. Diese beiden Haken 5′ hintergreifen mit Spiel je
eine leistenförmige Materialpartie der nicht dargestellten
Führungsschiene und erhöhen dadurch wesentlich die Belastbarkeit
der Verbindung zwischen der Gleitschiene 2 und der sie führenden
Führungsschiene, ohne die Längsverschiebbarkeit zu erschweren.
Wie die Fig. 2 und 4 zeigen, weisen die Gleitschienen 2 am oberen
Ende der Schenkel 5 nach außen über diese überstehende, leisten
förmige Materialpartien 6 auf, die je eine nach unten offene
Kehle bilden.
Der schwellerseitige hintere Fuß der Struktur 1 des Sitzgestelles, der mit
einer Befestigungsstelle 7 für das nicht dargestellte Sicher
heitsgurtsystem versehen ist, bildet einen nach außen und einen
nach innen weisenden, je in Sitzlängsrichtung verlaufenden
Verbindungsflansch 8 bzw. 9. Diese beiden in einer gemeinsamen
Ebene liegenden Verbindungsflansche 8 und 9 liegen auf der
ebenen Oberseite von zwei gleich ausgebildeten, als Ganzes
mit 10 bezeichneten Verbindungselementen auf, die in Schienen
längsrichtung so im Abstand voneinander angeordnet sind, daß
sie den Fuß im Bereich von dessen vorderem und hinterem Ende
tragen.
Die Verbindungselemente 10 sind Abschnitte eines Strangpreß
profiles aus einer Leichtmetall-Legierung. Sie weisen eine
rechteckförmige Platte 11 auf, deren Oberseite die Auflage
fläche für die Verbindungsflansche 8 und 9 bildet und deren
Unterseite auf der Oberseite der Gleitschiene 2 aufliegt. An
diese Platte 11 sind längs ihrer beiden Seitenränder nach unten
abstehende Schenkel 12 angeformt, die außen an der benachbarten
Materialpartie 6 der Gleitschiene 2 anliegen und an ihrem un
teren Ende mit einer Kralle 13 versehen sind, welche in die
von der Materialpartie 6 gebildete Kehle in Querrichtung der
Gleitschiene 2 formschlüssig eingreift. Zusätzlich zu dieser
Verbindung zwischen dem Verbindungselement 10 und der Gleit
schiene 2 ist eine Verbindung mittels einer Schraube 14 vorge
sehen, welche von oben her eine Bohrung der Platte 11 sowie
eine Bohrung in der Oberseite der Gleitschiene 2 durchdringt
und in eine Gewindebohrung eines der Einlegestücke 4 eingreift.
Je zwei in Längsrichtung der Gleitschiene 2 versetzt angeord
nete Schrauben 15 durchdringen den Verbindungsflansch 8 bzw.
den Verbindungsflansch 9 und greifen in Gewindebohrungen der
Platte 11 ein, um den Fuß der Struktur 1 des Sitzgestells mit den beiden
Verbindungselementen 10 zu verbinden.
Der auf der Tunnelseite liegende hintere Fuß des Sitzgestells
und die beiden vorderen Füße könnten in gleicher Weise mit
den Gleitschienen 2 verbunden sein. Da in diesen Stellen die
vom Sitzgestell auf die Gleitschiene zu übertragenden Kräfte
jedoch wesentlich geringer sind, sind im Ausführungsbeispiel
diese Verbindungen als reine Schraubverbindungen ausgebildet.
Eine dieser Schraubverbindungen, und zwar diejenige für den
hinteren Fuß auf der Tunnelseite, zeigen die Fig. 3 und 4.
Auf der Tunnelseite bildet der hintere Fuß der Struktur 1 des Sitzgestells
nur einen einzigen, gegen den Tunnel weisenden Verbindungs
flansch 16. Dieser liegt auf der Oberseite einer Zwischenplatte
17 auf, die ihrerseits auf der ebenen Oberseite der Gleitschiene
2 aufliegt und mit dieser seitlich bündig abschließt. Diese
Zwischenplatte 17 erstreckt sich im wesentlichen über die gesamte
Länge des Fußes in Schienenlängsrichtung. Sie ist in ihrem
hinteren Endabschnitt mit zwei in Schienenlängsrichtung ver
setzt angeordneten Bohrungen und im Bereich des vorderen Endes
des Fußes mit einer einzigen Bohrung für den Durchtritt je
einer Schraube 18 versehen, die mit den Bohrungen der Zwischen
platte 17 fluchtende Bohrungen des Verbindungsflansches 16
sowie mit diesen fluchtende Bohrungen der Gleitschiene 2 von
oben her durchdringen und in je eine Gewindebohrung von zwei
der Einlegestücke 4 eingreifen.
Statt des Verbindungselementes oder dann, wenn die vom Sitzge
stell auf die beiden Gleitschienen zu übertragenden Kräfte
so groß werden können, daß eine Verbindung, wie sie bei dem
Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 4 vorgesehen ist, zu
mindest an der höchstbelasteten Verbindungsstelle nicht mehr
ausreichend ist, kann man wenigstens an dieser Stelle, bei
Verwendung eines Verbindungselementes, zusätzlich eine Lasche
vorsehen, welche in der Form einer Schlaufe das aus der Gleit
schiene und der Führungsschiene gebildete Schienenpaar umfaßt.
Da sich das Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 5 bis 7 im wesent
lichen nur durch diese Lasche 119 von dem Ausführungsbeispiel
gemäß den Fig. 1 bis 4 unterscheiden, sind sich entsprechende
Teile mit um 100 größeren Bezugszahlen gekennzeichnet. Außerdem
ist die Erläuterung des zweiten Ausführungsbeispiels auf die
vorhandenen Unterschiede beschränkt. Wegen der übereinstimmenden
Merkmale wird auf die Ausführungen zum ersten Ausführungsbeispiel
Bezug genommen.
Die beiden gleich ausgebildeten Gleitschienen 102 unterscheiden
sich von den Gleitschienen 2 nur dadurch, daß der Mittelteil
keinen Längskanal bildet, sondern die Form eines verti
kalen Steges 103 hat, neben dem zu beiden Seiten die Einlegestücke
104 angeordnet sind, in deren Gewindebohrungen die Schrauben
118 eingreifen.
Der schwellerseitige hintere Fuß der Struktur 101 des Sitzgestells, in dessen
Bereich im Ausführungsbeispiel die größten Kräfte auf die Gleit
schiene 102 und die zugehörige Führungsschiene 120 übertra
gen werden müssen, liegt mit seinen beiden Verbindungsflanschen
108 und 109 auf zwei Verbindungselementen 110 auf, die in Schie
nenlängsrichtung im Abstand voneinander angeordnet sind und
ihrerseits auf der ebenen Oberseite der Gleitschiene 102 auflie
gen. Mittels Schrauben 115 sind die Verbindungsflansche 108
und 109 mit den Verbindungselementen 110 verbunden. Diese unter
scheiden sich von den Verbindungselementen 10 nur dadurch,
daß die Schrauben 114, welche in die Einlegestücke 104 eingrei
fen, einen zwischen den Verbindungsflanschen 108 und 109 lie
genden, vertieften Bereich der Platte 111 des Verbindungselementes 110 durchdringen.
Die aus einem hochbelastbaren Band zu einem U-artigen Bügel
gebogene Lasche 119 umgreift, wie Fig. 6 zeigt, die Führungs
schiene 120 mit etwas Spiel und nimmt zwischen ihren beiden
Schenkeln auch die Gleitschiene 102 auf. Das obere Ende der
beiden Schenkel der Lasche 119 liegt an den beiden Stirnflä
chen einer die Struktur 101 des Sitzgestells durchdringenden als Befestigungsstelle 121 ausgebildeten Gewinde
buchse an, welche der Anlenkung des einen Endes 122 des
Sicherheitsgurtes dient. Die beiden Schrauben, mittels deren
die Lasche 119 und das Ende 122 des Sicherheitsgurtes mit der
Gewindebuchse 121 verbunden sind, sind mit 123 bezeichnet.
Wie Fig. 5 zeigt, sind die Schrauben 123 gegenüber der Längs
mittellinie der Lasche 119 etwas nach hinten versetzt. Ferner
zeigt Fig. 5, daß die Lasche 119 zwischen den beiden Verbin
dungslementen 110 angeordnet ist, welche den Fuß der Struktur 101 im Bereich
seines vorderen und seines hinteren Endes mit deren Gleitschiene
102 verbinden.
Wie Fig. 6 zeigt, stehen die Verbindungsflansche 108 und 109
seitlich über die Gleitschiene 102 über. Im gleichen Maße stehen
auch die beiden Verbindungselemente 110 seitlich
über die Gleitschiene 102 über. Da jedoch die Lasche 119 zwi
schen den Verbindungselementen 110 angeordnet ist, ist nur
der Überstand der Verbindungsflansche 108 und 109 im Hinblick
auf die Lasche 119 störend. Deshalb sind beide Verbindungs
flansche 108 und 109 im Bereich der Lasche 119 mit einer Aus
nehmung 124 versehen, die in Querrichtung der Gleitschiene
102 so tief ist, daß die beiden Schenkel der Lasche 119 außen
an den von den Krallen übergriffenen Materialpartien der Gleit
schiene 102 anliegen können.
Das Spiel zwischen der Unterseite der Führungsschiene 120 und
der Lasche 119 ist so gewählt, daß bereits eine geringfügige
Deformation der beiden Schienen 102 und 120 ausreicht, um die
Lasche 119 in Anlage an die Führungsschiene 120 kommen zu lassen.
Die Lasche 119 wird deshalb wirksam, sobald die zu übertra
genden Kräfte in die Nähe der Belastungsgrenze der Verbindung
zwischen den Verbindungselementen 110 und der Gleitschiene
102 kommen. Wie Fig. 6 zeigt, trägt die Lasche 119 auch dazu
bei, daß die Schenkel 105 der Gleitschiene 102 nicht nach außen
ausweichen und dadurch außer Eingriff mit der Führungsschiene
120 kommen können.
Wie Fig. 7 zeigt, ist auf der Tunnelseite der nach außen weisende
Verbindungsflansch 116 des hinteren Fußes der Struktur 101 des Sitzgestells
direkt auf die Oberseite der Gleitschiene 102 aufgelegt
und mittels Schrauben 118 mit der Gleitschiene 102 verbunden,
welche Bohrungen des Verbindungsflansches 116 und der Gleit
schiene 102 durchdringen und in Gewindebohrungen der Einlege
stücke 104 eingreifen.
Eine wie die Lasche 119 aus einem Band hoher Belastbarkeit,
insbesondere einem Band aus Stahlblech, bestehende Lasche 125
bildet eine die Führungsschiene 120 mit Spiel umgreifende und
zwischen ihren Schenkeln die zugehörige Gleitschiene 102 auf
nehmende Schlaufe. Das obere Ende der beiden Schenkel der
Lasche 125 ist wie auf der anderen Sitzseite mittels einer
Schraube 123 mit einer Gewindebuchse 121 verbunden, welche
die Struktur 101 durchdringt und der Verbindung eines Endes 126 des
Sicherheitsgurtes dient. Im Bereich der Lasche 125 ist der
Verbindungsflansch 116 mit einer Ausnehmung 127 versehen.
Das Spiel zwischen der Lasche 125 und der Unterseite der Füh
rungsschiene 120 ist so gewählt, daß die Lasche 125 in Anlage
an die Führungsschiene 120 kommt, sobald die zu übertragende
Belastung in die Nähe der Belastbarkeit der durch die Schrauben
118 gebildeten Schraubverbindung kommt. Sowohl die Lasche 125
als auch die Lasche 119 verklemmen, wenn sie wirksam werden,
mit der Führungsschiene und sind dadurch in der Lage, einen
Teil der Belastung aufzunehmen, welche die nicht dargestellte
Verriegelungseinrichtung aufzubringen hat, welche die Gleit
schiene 102 gegen eine Längsverschiebung in der Führungsschiene
120 sichert.
Die beiden vorderen Füße des Sitzgestelles können wie bei dem
ersten Ausführungsbeispiel ausgebildet sein. Selbstverständlich
kann diese Verbindung aber auch wie bei den hinteren Füßen
des ersten oder zweiten Ausführungsbeispiels ausgebildet sein.
Claims (11)
1. Fahrzeugsitz, insbesondere Kraftfahrzeugsitz, mit Befestigungsstellen
für ein Sicherheitsgurtsystem und mit
Gleitschienen, die in ihrer Längsrichtung verschiebbar
und in Querrichtung dazu formschlüssig in Eingriff mit
je einer mit dem Fahrzeug zu verbindenden Führungsschiene
stehen, wobei wenigstens eine der beiden aus einer Leicht
metall-Legierung bestehenden Gleitschienen mit einem
bei einer Belastung des Sicherheitsgurtsystems belasteten
Bauteil über wenigstens ein Verbindungselement verbunden
ist, das mit wenigstens zwei in entgegengesetzte Richtungen
weisenden Krallen in der Verbindungsrichtung formschlüssig
Werkstoffpartien der Gleitschiene hintergreift und mit
der Gleitschiene verschraubt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß
- a) die Befestigungsstellen (7, 121) für das Sicherheitsgurtsystem an der tragenden Struktur (1; 101) des Sitzes vorgesehen sind und das Bauteil einen Teil dieser tragenden Struktur (1; 101) bildet,
- b) die Verschraubung durch wenigstens eine Schraube (14; 18) gebildet wird, die in ein Einlegestück (4) aus Stahl eingreift, das in einen geschlossenen oder in einen gegen die tragende Struktur (1) hin offenen und verengten Längskanal der Gleitschiene (2) eingelegt ist.
2. Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die für eine Anlage an der Gleitschiene (2; 102)
vorgesehene Fläche der Krallen (13) zumindest die eine
Flanke einer gegen die tragende Struktur (1; 101) hin
offene Kehle bildet.
3. Fahrzeugsitz nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet
durch ein Spiel zwischen den Krallen (13) und den von
ihnen hintergriffenen Werkstoffpartien der Gleitschiene
(2; 102).
4. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Verbindungselement (10; 110)
ein Abschnitt eines Strangpreßprofiles aus einer Leichtmetall-
Legierung ist.
5. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (10; 110)
mittels Schrauben (15, 115) mit der tragenden Struktur (1;
101) verbunden ist.
6. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die mit der tragenden Struktur (1; 101)
verbundene, auf der anderen Sitzseite vorgesehene Gleitschiene
(2; 102) ohne Verbindungselement mittels Schrauben (18; 118) mit der
tragenden Struktur (1; 101) verbunden ist, welche in je eine
Gewindebohrung eines der Einlagestücke (4; 104) der Gleitschiene
(2, 102) eingreifen.
7. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
gekennzeichnet durch wenigstens eine mit der tragenden Struktur
(101) verbundene Lasche (119, 125), welche die Führungsschiene
(120) unten und seitlich mit Spiel umgreift, das
eine im Crashfall eine Anlage an der Führungsschiene (120)
zulassende Größe hat.
8. Fahrzeuzgsitz nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lasche (119, 125) eine geschlossene Schlinge
bildet.
9. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verbindungsstelle der Lasche
(119, 125) mit der tragenden Struktur (101) gegenüber
der Mitte der Lasche (119, 125) in Schienenlängsrichtung
versetzt ist.
10. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lasche (119, 125) neben dem
Verbindungselement (110) angeordnet ist oder dieses
aufnimmt.
11. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stelle, an der die Lasche (119,
125) mit der tragenden Struktur (101) verbunden ist,
die Befestigungsstelle (121) für wenigstens einen der Gurte
des Sicherheitsgurtsystems ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893928720 DE3928720A1 (de) | 1989-08-30 | 1989-08-30 | Fahrzeugsitz, insbesondere kraftfahrzeugsitz |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19893928720 DE3928720A1 (de) | 1989-08-30 | 1989-08-30 | Fahrzeugsitz, insbesondere kraftfahrzeugsitz |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3928720A1 DE3928720A1 (de) | 1991-03-14 |
| DE3928720C2 true DE3928720C2 (de) | 1992-06-25 |
Family
ID=6388209
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893928720 Granted DE3928720A1 (de) | 1989-08-30 | 1989-08-30 | Fahrzeugsitz, insbesondere kraftfahrzeugsitz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3928720A1 (de) |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3928720A1 (de) | 1991-03-14 |
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