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Metallsarg aus Eisenblech. Die Erfindung betrifft einen Metallsarg
aus Eisenblech mit versteiften Wandungen und besteht darin, -daß -lediglich im Oberteil
des Sarggehäuses vorgesehene, an der Innenseite ringsum laufende Verstärkungsleisten
über den Oberteil hinaus verlängert sind. Ihre Enden ragen in den Unterteil hinein
und legen sich gegen die Wandung des letzteren an den Stellen der Handgriffe, wodurch
die Wandung des Unterteils - gegenüber der .Beanspruchung durch die Handgriffe.
beim ?.'ragen des Sarges. abgestützt cvi_-d.
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Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand -dargestellt, `und
zwar ist Abb. i eine Seitenansicht, -Abb. a eine Vorderansicht des Sarges, Abb.
3 ein Längsschnitt, Abb. 4 ein Querschnitt des Sarges. Die Abb. 5 bis 7 zeigen im
größeren Maßstab verschiedene Anordnungen zur Verbindung des Sargoberteiles mit
dem Unterteil.
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Abb.8 veranschaulicht in Teilansicht eine abgeänderte Ausführungsform
des Sarges. Nach der Erfindung besteht der Sarg aus zwei einander gleichartigen
Teilen., einem Unterteil a und einem Oberteil oder Deckel b.
Beide
Teile sind aus dünnem Eisenblech, vorzugs.`veise von etwa 1-/= mm Stärke, hergestellt.
Ober- und Unterteil bestehen je aus Boden und Seitenwangen und einem damit vernieteten
. Kopfstück a@, _bl,@ und auch Fußstück ä2, b2. Statt 'der Vernietung der Teile
kann auch eine Verschraubung, Verschweißung oder sonstige Befestigung vorgenommen
werden. Um die erforderliche Steifheit der beiden Sarghälften zu erzielen, sind
die beiden
Außenränder des Ober- und Unterteils zu einer Wulstleiste
c, cl umgebördelt. Der Ouerschnitt des Sarges kann rechteckig, trapezförmig oder
sonst beliebig sein. Vorzugsweise wird ein trapezförmiger Querschnitt der beiden
Sarghälften gewählt, wie auf der Zeichnung dargestellt ist. Die Grundrißform des
Sarges wird in der Regel rechteckig sein, doch kann, der Überlieferung gemäß, der
Grundriß auch trapezförmig sein. Kopf-und Fußstücke der beiden Sarghälften können
ferner zweckmäßig zur Erzielung eines gefälligen Aussehens und zum Zwecke der weiteren
Versteifung mit eingeprägten Vertiefungen versehen sein.
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Gemäß Abb. 8 sind die Stirnränder an dem Kopf- und Fußende des Sarges
schräg gerichtet. Bei dieser Form, die wahrscheinlich meistens zur Anwendung kommen
wird, ist besondere Rücksicht genommen auf Bahnversand. Durch Ineinanderlegen einer
Menge von Ober- und J7nterteilen ist es möglich, eine große Zahl von Särgen in einen
Waggon zu verladen, so daß die Ladefähigkeit des Waggons ausgenutzt wird. und die
Frachtkosten der einzelnen Särge sich möglichst vermindern lassen.
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Ober- und Unterteil des Sarges liegen mit ihren Wulstleisten c, cl
genau aufeinander. Der Verschluß der beiden Teile kann entweder durch Splinte d
erfolgen, die durch Schlitze der Wulstleisten hindurchgesteckt werden (Abb. 5),
oder es können zweiteilige Klammern f, fl benutzt werden, die durch Schraubenbolzen
zusammengehalten werden (Abb. 6).
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Eine noch einfachere Befestigung ergibt eine federnde. aus einem Stück
bestehende Klammer g, die einfach über die Wulstleisten c, cl herübergepreßt wird
(Ab. 7).
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An dem Unterteil a sind in üblicher Weise eine Anzahl Griffe befestigt,
die aus ringförmig gebogenen, eisernen Bügeln h bestehen, «-elche in aus Blech gepreßten
Lagerböcken % eingehängt sind. Die inneren Enden der Griffbügel h sind in bekannter
Weise rechtwinklig abgebogen, so daß sie sich beim Aalleben des Griffes gegen die
Wand des Sarges anlehnen. An den Stellen, an denen am Unterteil die Griffe sitzen,
sind an der Innenseite des Oberteils b ringsum verlaufende Verstärkungsleisten k
vorgesehen, die gemäß (ler Erfindung in den Unterteil a hineinragen. Zweckmäßig
werden diese Verstärkungsleisten k aus U-förmig gebildeten Blechstreifen gebildet,
die mit dem Blech des Oberteils vernietet oder verschraubt sind. Durch diese Verstärkungsleisten
k wird die erforderliche Festigkeit und Steifheit des ganzen Sarggehäuses beim Anheben
und Transport des Sarges erzielt, indem der durch die Griffe gegen die Seitenwandung
ausgeübte Druck sich auf die Verstärkungsleisten überträgt und in Zugspannungen
auflöst, so daß ein Zusammendrücken des Sarggehäuses ausgeschlossen, ist.
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An dem Unterteil sind ferner Fußleisten in aus Eisenblech angebracht,
wodurch eine Versteifung des Sargbodens herbeigeführt wird.
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Zur weiteren Versteifung des Unterteils n und gleichzeitig zur Verbilligung
der Ausstattung des Sarges ist das Unterteil mit einem schräg gestellten Kopfbrett
o aus Blech ausgerüstet, das als Ersatz für das Kopfpolster dient. Durch dieses
Kopfblech o wird der Druck des an dem Kopfende befindlichen Handgriffs beim Anheben
der Last auf die betreffende Fußleiste übertragen und dadurch ein Einknicken der
Kopfseite des Sarges verhindert. Am Fußende des Sarges ist in der Regel wegen des
geringeren Gewichts desselben eine derartige Versteifung nicht erforderlich, doch
können auch hier zu beiden Seiten der Füße schräge Verstärkungsleisten angebracht
werden, die in gleicher Weise die Druckspannungen auf die Fußleisten übertragen
und verteilen.
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Die Innen- und Außenflächen des Sarges werden je nach Wahl beispielsweise
mit weißer oder mit grauer Anstrichfarbe sowie mit Holzmaserung versehen, wobei
Verzierungen, wie Kreuze o. dgl., auf dem Deckel oder an den Kopfseiten aufgemalt
sein können. Ein derartiger Anstrich stellt sich dabei für einen Eisensarg erheblich
billiger als bei einem Holzsarg, da das Eisenblech den Fettgehalt der Farbe nicht
in dem Maße aufnimmt noch aufsaugt wie Holz.