DE3909369A1 - Gasturbinen-spaltsteuerung - Google Patents
Gasturbinen-spaltsteuerungInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D11/00—Preventing or minimising internal leakage of working-fluid, e.g. between stages
- F01D11/08—Preventing or minimising internal leakage of working-fluid, e.g. between stages for sealing space between rotor blade tips and stator
- F01D11/14—Adjusting or regulating tip-clearance, i.e. distance between rotor-blade tips and stator casing
- F01D11/20—Actively adjusting tip-clearance
- F01D11/24—Actively adjusting tip-clearance by selectively cooling-heating stator or rotor components
Landscapes
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung, die den Ab
stand oder Spalt zwischen a) den Spitzen von Turbinenschaufeln
und b) einem Mantel steuert, der die Schaufeln in einem Gas
turbinen-Flugtriebwerk umgibt. Es ist wichtig, den Spalt so
klein wie möglich zu halten, um einen hohen Brennstoff-Wirkungs
grad aus dem Triebwerk zu erhalten.
Fig. 1 zeigt ein Doppelrotor-Turbofan-Flugtriebwerk. Eine ein
tretende Luftströmung 3 wird zunächst durch einen Zusatzverdich
ter 6 verdichtet und dann einem Hochdruck-Verdichter 9 zuge
führt, in dem die Luft weiter verdichtet wird und von dem die
verdichtete Luft einer Brennkammer 12 zugeführt wird. In der
Brennkammer wird Brennstoff in die verdichtete Luft eingespritzt,
es wird eine Zündung herbeigeführt und die eine hohe Energie
aufweisende Heißgasströmung 14, die dabei erzeugt wird, wird
einer Hochdruckturbine 15 zugeführt.
Der Aufprall der hochenergetischen Gasströmung 14 bewirkt eine
Rotation der Hochdruckturbine 15, die ihrerseits den damit ver
bundenen Hochdruckverdichter 9 in Drehung versetzt. Die hoch
energetische Gasströmung 14 wird dann einer Niederdruckturbine
18 zugeführt, die dadurch ebenfalls in Drehung versetzt wird
und den Zusatzverdichter 6 und einen ummantelten Bläser 21 an
treibt. Der Bläser 21 erzeugt eine antreibende Luftströmung 24,
die den größten Teil des durch das Triebwerk erzeugten Schubes
erzeugt, während die restliche Gasströmung 27, die aus der Nie
derdruckturbine 18 austritt, für zusätzlichen Schub sorgt.
Von der Hochdruckturbine 15 ist ein Bereich 30 in Fig. 2 ge
nauer gezeigt. Dort ist ein Spalt 33 zwischen Schaufeln 36 der
Hochdruckturbine 15 gemäß Fig. 1 und einem Mantel oder Stator
39 gezeigt, der die Turbinenschaufeln umgibt. Dieser Spalt 33
soll so klein wie möglich gehalten werden, um die Leckage von
Gasen, wie sie durch den Pfeil 42 angedeutet sind, auf ein
Minimum zu senken. Diese Leckgase üben tatsächlich kein Moment
auf die Turbinenschaufeln 36 aus und stellen somit ein Energie
verlust dar.
Es könnte der Gedanke auftreten, daß das Leckproblem durch den
einfachen Ausweg beseitigt werden könnte, das Triebwerk mit
einem ausreichend kleinen Spalt 33 herzustellen, der die Leckage
auf einen zulässigen Wert begrenzt. Dies ist jedoch nicht der
Fall, weil mehrere Faktoren dazu führen, daß der Spalt 33 sich
während des Triebwerksbetriebes ändert. Nachfolgend werden
fünf dieser Faktoren erläutert.
Erstens expandieren während der Beschleunigung der Hochdruck
turbine 15 gemäß Fig. 1 von einer Bodenleerlaufdrehzahl von
etwa 8600 Upm bis zu einer Abhebedrehzahl von etwa 14100 Upm
der Turbinenrotor 45 und die Schaufeln 36 gemäß den Fig. 1
und 2 im Durchmesser (Abmessung 48 in Fig. 1) aufgrund der
Zentrifugalkraft. Diese Expansion wird gewöhnlich als "elasti
sches Wachsen" bezeichnet und ist durch den Bereich 61 in Fig.
8 dargestellt. Diese Zentrifugalkraft ist sehr groß, was
durch ein Beispiel gezeigt werden soll.
Die Zentrifugalbeschleunigung beträgt ω 2 r, wobei ω die Win
kelgeschwindigkeit in Radian pro Sekunde und r der Radius in
Zentimeter (Fuß) sind. 14100 Umdrehungen pro Minute entsprechen
235 Umdrehungen pro Sekunde. Wenn der Durchmesser 48 0,6 Meter
(2 Fuß) beträgt, dann beträgt der Radius r 0,3 Meter (1 Fuß)
und somit beträgt die Zentrifugalbeschleunigung (235×2π)2×r
oder 2,18×106×r m/sek.2. Wenn dieser Wert durch die Erdbe
schleunigung dividiert wird, nämlich 9,81 m/sek.-2 bzw. 32,2 Fuß
sek.-2, dann ergibt sich eine Zentrifugalkraft von etwa 67700 g.
Dieses große Beschleunigungsfeld tritt sofort bei Beschleuni
gung auf und bewirkt, daß der Durchmesser des Turbinenrotors
größer wird. Die tatsächliche Durchmesservergrößerung von Boden
leerlauf bis zu Startdrehzahl kann ein Millimeter (0,04 Zoll) be
tragen. Wenn also der Durchmesser des Mantels 39 in Fig. 2
konstant bleibt, verkleinert das elastische Wachsen des Rotors
den Spalt 33 und es entsteht das Risiko, daß die Schaufeln 36
mit dem Mantel 39 in Berührung kommen.
Als zweiter Faktor, der etwa zur gleichen Zeit auftritt wie
die Beschleunigung des Rotors 39, vergrößert sich der Durchmes
ser des Mantels 39 aufgrund des erhöhten Druckes der Gasströ
mung 14. Eine typische Druckerhöhung beträgt 2,9 bar Absolut
druck (41 psia) am Punkt 40 in Fig. 1 während des Leerlaufes
am Boden auf 26,7 bar Absolutdruck (380 psia) bei Abhebedreh
zahl. Diese Druckerhöhung kann eine Vergrößerung des Mantel
durchmessers 41 in Fig. 2 von 0,1 mm (0,004 Zoll) bewirken.
Die Vergrößerung des Manteldurchmessers ist in etwa durch den
Bereich 43 in Fig. 8 dargestellt.
Als dritter Faktor, der etwa zur gleichen Zeit wie das ther
mische Wachstum der Schaufel auftritt, erhöht sich die Tempera
tur der Gasströmung 14, die in die Turbinenschaufeln 36 gemäß
Fig. 2 eintritt, wodurch die Schaufeln 36 expandieren. Eine
typische Temperaturerhöhung der Gasströmung 14 von Bodenleer
lauf-zu-Abhebedrehzahlen kann von 720°C (1300°F) bis 1390°C
(2500°F) liegen. Diese Temperaturerhöhung bewirkt, daß die Län
ge 51 in Fig. 2 der Turbinenschaufeln 36 zunimmt, und zwar
möglicherweise bis zu 0,635 mm (0,025 Zoll). Dieses thermische
Schaufelwachstum ist in etwa durch den Bereich 38 in Fig. 8
dargestellt. Diese Längenvergrößerung hat ebenfalls die Ten
denz, den Spalt 33 in Fig. 2 zu verkleinern.
Als vierter Faktor erwärmt die erhöhte Temperatur der auf die
Turbinenschaufeln auftreffenden Gasströmung 14 auch den Mantel
39 in Fig. 2, wodurch eine Vergrößerung des Manteldurchmes
sers herbeigeführt wird. Jedoch ist die Vergrößerung des Mantel
durchmessers viel langsamer als die drei Abmessungsänderungen,
die aus den drei zuvor erläuterten Faktoren resultieren, und
sie ist durch die graduelle Vergrößerung im Manteldurchmesser
in dem Bereich 44 in Fig. 8 dargestellt.
Der fünfte Faktor bezieht sich auf das thermische Wachsen der
Turbinenscheibe 45 A des Turbinenrotors 45. Die Scheibe 45 A ist
zwar nicht den heißen Brennkammerabgasen 14 gemäß Fig. 1 ausge
setzt, aber sie befindet sich in der heißen Luft, die von dem
Verdichter 9 des Triebwerks abgezapft wird.
Verdichterabzapfungen werden verwendet, um gewisse Aufgaben zu
erfüllen, wie beispielsweise das Reinigen des Innenbereiches 54
des Triebwerkes von Schmiermitteldämpfen und anderen Gasen. Die
Verdichterabzapfungen befinden sich auf einer höheren Temperatur
als der Umgebungstemperatur, wodurch der Turbinenrotor 45 ge
mäß Fig. 2 graduell eine höhere Temperatur als die Umgebungs
temperatur annimmt und somit expandiert. Die Expansion ist gra
duell, weil die Verdichterabzapfungen nicht so heiß wie die
Luftströmung 14 sind und weil die thermische Masse des Rotors
die Rotorerwärmung verzögert. Das thermische Wachsen des Ro
tors ist durch den Bereich 55 in Fig. 8 dargestellt.
Es wird wiederholt: Der Spalt 33 in Fig. 2 wird durch die fol
genden Faktoren in der folgenden angenäherten Reihenfolge be
einflußt. Zunächst tritt (1) elastisches Wachsen des Rotors auf
und daran schließt sich (2) thermisches Wachsen der Schaufel an,
und diese zwei Faktoren haben die Tendenz, den Durchmesser der
Schaufelspitzen 56 in Fig. 2 der Turbinenschaufeln zu vergrö
ßern. Dann treten (3) Druckwachsen des Stators und (4) ther
misches Wachsen des Stators auf, die die Tendenz haben, den
Durchmesser 41 des Stators 39 zu vergrößern. Danach tritt (5)
thermisches Wachsen des Rotors auf, das den Durchmesser der
Spitzen 56 weiter vergrößert.
Es soll nun Fig. 8 genauer betrachtet werden. Die Triebwerks
beschleunigung beginnt zu einer Zeit von Null Sekunden. Es ist
zu ersehen, daß der Spalt bei Bodenleerlauf die Strecke zwi
schen den Punkten 60 und 63 ist, die durch den Punkt 66 ange
geben ist und etwa 0,838 mm (0,033 Zoll) beträgt. Nach dem Ab
lauf von etwa 10 Sekunden ist eine Abhebedrehzahl von 14100 Upm
erreicht worden, wie es durch das Kästchen 68 angegeben ist,
und das zentrifugale Wachsen des Rotors bewirkt ein Wachsen
bis zum Punkt 71, wodurch der Spalt auf die Länge 74 zusammen
schrumpft. Aus Fig. 8 wird deutlich, daß innerhalb des Kreises
90 ein minimaler Spalt entsteht, der dann zunimmt, wenn die Zeit
fortschreitet. Derartige Minimalwerte werden als "Einschnürungs
punkte" bezeichnet und stellen einen Grenzwert für den minimalen
Spalt 33 in Fig. 2 dar, der in das Triebwerk eingebaut werden
kann. Wenn beispielsweise der Rotor so ausgelegt wäre, daß
sein Anfangsspalt durch den Punkt 93 in Fig. 8 dargestellt wäre,
würde der Rotor bei Beschleunigung der gestrichelten Linie 94
folgen und am Punkt 96 auf das Gehäuse prallen, was nicht zu
lässig ist.
Ein anderer Einschnürungspunkt tritt während eines Zustandes
auf, der als "heißer Rotorrückstoß" bekannt ist und nun erläutert
werden soll. Wenn ein Flugzeugpilot den Gashebel zurücknimmt,
wie beispielsweise beim Abstieg zur Landung, verkleinert sich
die Kerndrehzahl, die die Drehzahl des Hochdruckverdichters 9
in Fig. 2 ist, wodurch die auf den Rotor ausgeübte Zentrifugal
kraft verkleinert und dadurch das elastische Wachstum des Ro
tors verkleinert wird, das dieser zuvor erfahren hat.
Zusätzlich nimmt die Temperatur der Gasströmung 14, die auf die
Schaufeln der Turbine 15 prallt, ab und demzufolge wird das
thermische Wachsen der Schaufeln kleiner und, da diese Gas
strömung auch mit dem Gehäuse 39 in Berührung ist, der Durch
messer des Gehäuses wird ebenfalls kleiner, obwohl das Schrump
fen des Gehäuses 39 um einige Sekunden später auftritt als das
Schrumpfen des Rotors.
Nach dieser Zurücknahme des Gashebels kann, aus vielfältigen
Gründen, der Pilot eine plötzliche Schubvergrößerung anfordern,
woraufhin die Turbine 15 auf eine hohe Drehzahl beschleunigt.
Die Scheibe 45 A erfährt eine Expansion aufgrund der Zentrifugal
kraft, die nahezu augenblicklich ist und den Spalt 33 verkleinert.
Etwas später bewirkt die Wärme die Luftströmung 14, daß die Tur
binenschaufeln expandieren und den Spalt weiter verkleinern.
Diese besondere Spaltverkleinerung bewirkt einen schwerwiegen
deren Einschnürungspunkt als der zuvor beschriebene, weil die
Scheibe 45 A einen Großteil ihres früheren thermischen Wachsens
beibehalten hat, obwohl das Gehäuse 39 abgekühlt und geschrumpft
ist. In einem gewissen Sinne ist die Situation als ob ein Rotor
am Punkt 61 A in Fig. 8 an ein Gehäuse am Punkt 61 B angepaßt
ist: Alle Faktoren, die eine Rotorexpansion bewirken, sind nahe
zu vollständig entwickelt, aber bezüglich der Gehäuseexpansion
ist das gesamte thermische Wachstum im Bereich 44 noch nicht
aufgetreten.
Um dieser Situation abzuhelfen, wird der Durchmesser des Gehäu
ses 39 im kalten Zustand so ausgelegt, daß der Rotor frei ist,
wenn er diese augenblickliche Expansion erfährt. Jedoch ist die
ser Spalt (nicht gezeigt) größer, als er zur Aufnahme des Ein
schnürungspunktes 90 in Fig. 8 erforderlich ist, und bewirkt
somit, daß der Spalt unter den meisten Betriebsbedingungen un
nötig groß ist. Deshalb wird, um diese Einschnürungspunkte zu
beseitigen, und aus anderen Gründen, eine aktive Spaltsteuerung
verwendet, um den Durchmesser des Gehäuses 39 zu steuern, indem
heiße und kalte Luft auf das Gehäuse geblasen wird.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Spaltsteuerung
für eine Turbine in einem Gasturbinentriebwerk zu schaffen.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung trägt eine Mantel
anordnung für eine Turbine ringförmige Rippen in radialen Ebenen
der Turbine. Ein mit Löchern versehener Kanal, der sowohl mit
den Rippen als auch den die Rippen tragenden Oberflächen im we
sentlich konform ist, liefert Luft an die Mantelanordnung und
erwärmt oder kühlt somit die Anordnung und verändert infolge
dessen die Größe des Mantels. Eine Sammelkammer führt die Luft
den Kanälen durch Verbindungen zu, die im engen Abstand ange
ordnet sind, wodurch lange Bewegungsstrecken innerhalb des Ka
nals und daraus resultierende Wärmeverluste eliminiert werden. Durch
das zuletzt genannte Merkmal wird die der Mantelanordnung zuge
führte Luft auf einer gleichmäßigeren Temperatur auf dem Mantel
umfang gehalten, als dies bei bekannten Vorrichtungen der Fall
ist.
Die Erfindung wird nun mit weiteren Merkmalen und Vorteilen an
hand der Beschreibung und Zeichnung von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
Fig. 1 stellt ein Gasturbinentriebwerk dar.
Fig. 2 zeigt schematisch den Detailbereich 30 in Fig. 1.
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Fig. 4 zeigt in einer perspektivischen Darstellung die Sammel
kammer 117 und die Kanäle 120 A-C in Fig. 3.
Fig. 5 ist eine Ansicht längs der Linien 5-5 in Fig. 4.
Fig. 6 zeigt die Luftströmung durch die Einrichtung gemäß Fig.
4.
Fig. 7 zeigt die Luftströmung durch eine bekannte Vorrichtung
ähnlich dem Kanal 120 A in Fig. 4.
Fig. 8 zeigt in einem Kurvenbild den Turbinenspalt als eine
Funktion der Zeit während einer Beschleunigung.
Fig. 3 stellt die Halterungsstruktur für den Mantel 39 gemäß
Fig. 2 dar. Der Mantel 39 ist an einer Mantelhalterung 102
durch zwei Aufhänger 105 und 108 befestigt. Die Mantelhalterung
102 enthält zwei ringförmige scheibenförmige Rippen 111 und 114.
Die Rippen 111 und 114 wirken als Wärmetauscher, was aus der
folgenden Beschreibung noch deutlicher werden wird. (Der Be
griff "Mantelanordnung" wird hier in dem Sinne verwendet, daß
er sich auf alle strukturellen Elemente bezieht, die zur Steue
rung des Durchmessers der Oberfläche 39 A in Fig. 3 wirken, die
zusammen mit einer Schaufel 36 den Spalt 33 bildet. Zu diesen
Elementen gehören die mit der Bezugszahl 39, 102, 105, 108, 111
und 114 bezeichneten Elemente. Andere Bauformen können mehr oder
weniger Elemente enthalten.)
Eine ringförmige Sammelkammer 117, die ebenfalls in Fig. 4 ge
zeigt ist, ist an der Mantelhalterung 102 durch nicht gezeigte
Bügel befestigt. An der ringförmigen Sammelkammer 117 sind ring
förmige Versorgungskanäle 120 A-C angebracht. Die Kanäle 120 A-C
liefern erwärmende und kühlende Luftströme, wie es durch die
Pfeile 122 angegeben ist, an die Mantelhalterung 102 und die
ringförmigen Rippen 111 und 110 durch Löcher 123 hindurch. Die
Löcher haben einen Durchmesser von vorzugsweise 0,635 mm
(0,025 Zoll) und sind in Umfangsreihen gleichförmig verteilt,
wobei benachbarte Löcher um 6,35 mm (0,25 Zoll) voneinander ge
trennt sind; so beträgt der Abstand 124 in Fig. 4 6,35 mm.
Ein Merkmal der Erfindung dient dazu,alle Luftströmungen 122
etwa auf der gleichen Temperatur zu halten, unabhängig davon,
welche Löcher 123 die Luftströme zuführen. Dieses Merkmal ist
in Fig. 6 dargestellt, wobei die Wände 126, 129 und 132 Wänden
mit den gleichen Bezugszahlen in Fig. 4 entsprechen. In Fig. 6
sind wenige repräsentative Löcher 123 und Luftströme 122
gezeigt.
Im allgemeinen tritt ein Temperaturabfall (oder wenigstens eine
Änderung) entlang der Sammelkammer 117 und dem Versorgungskanal
120 A auf. Beispielsweise wird die Temperatur an den Punkten 139
und 142 unterschiedlich sein. Die Temperaturänderung erfolgt
aufgrund von Wärmeübergängen an den Wänden 126, 129 und 132.
Der Aufbau gemäß Fig. 6 verkleinert die Temperaturänderung der
Luftströme 122 im Vergleich zu der bekannten Lösung gemäß Fig.
7, was im folgenden näher erläutert wird.
In Fig. 6 stellen Löcher 145 die Einlaßöffnungen zum Einlaß
von Luft aus der Sammelkammer 117 in die Versorgungskanäle 120 A-C
dar. Ein derartiges Loch 145 ist in Fig. 4 gezeigt. In Fig. 6
sind die Löcher 145 im Abstand des Winkels 135 angeordnet, der
etwa 90° beträgt. Unter der Annahme, daß die durch ein Loch 145
eintretende Luft eine etwa gleichförmige Temperatur hat, müssen
alle wechselseitigen Temperaturdifferenzen der Luftströme 122
während einer Bewegung durch den ringförmigen Versorgungskanal
120 A auf dem Weg zu den Kühllöchern 123 auftreten. Weiterhin
kann eine Luftströmung, die einen längeren Weg durch den Versor
gungskanal 120 A nimmt, eine größere Temperaturänderung erfahren
aufgrund ihrer längeren Verweilzeit in dem Kanal 120 A.
Der Aufbau gemäß Fig. 6 verkleinert Unterschiede in der Weg
länge und somit Unterschiede in der Verweilzeit im Vergleich zu
einer bekannten Lösung, wie sie in Fig. 7 gezeigt ist. In Fig.
6 lassen Löcher 152, die den Löchern 145 in Fig. 6 analog
sind, Turbinenspaltsteuerungs-(TCC)Luft 255 in einen Versorgungs
kanal eintreten und sind im Abstand des Winkels 155 angeordnet,
der etwa 180° beträgt. Infolgedessen folgen die Luftströme 122 C
und 122 D Bahnen bzw. Wegen, die sich in der Länge um den Winkel
158 unterscheiden, der etwa 90° beträgt. Im Gegensatz dazu unter
scheiden sich die Luftströme 122 A und 122 B in Fig. 6 in der
Weglänge um einen Winkel 161, der kleiner ist und etwa 45° be
trägt.
Bei der Verkleinerung von Unterschieden in der Weglänge, die
von den Luftströmen 122 in Fig. 6 genommen werden, verkürzt
die Erfindung also sowohl die Verweilzeit als auch die Tempera
turänderungen, die entlang den Wegen auftreten, wodurch die
Luftströme 122 auf einer konstanteren Temperatur gehalten wer
den als in der in Fig. 7 gezeigten Einrichtung. Messungen haben
gezeigt, daß die maximale Temperaturänderung in dem Versorgungs
kanal 122 A in den Fig. 4 und 6 während des Startens etwa 11°C
(20°F) betragen. Ein bekannter Kanal der in Fig. 7 gezeigten
Art kann eine Änderung von etwa 28°C (50°F) aufweisen.
Es ist wichtig, die Temperaturänderung in den Luftströmen 122
in Fig. 3 zu verkleinern, da eine ungleichförmige Temperatur
verteilung des Mantels 39 in Fig. 2 bewirken kann, daß der Man
tel 39 eine nicht-kreisförmige Form annimmt. Beispielsweise
zeigen Berechnungen, daß ein Verteilerkanal 156 der in Fig. 7
gezeigten Art bewirken kann, daß ein Mantel 39 gemäß Fig. 2
mit einem Durchmesser von etwa 762 mm (30 Zoll) um 0,15 mm
(0,006 Zoll) von einem wahren Kreis abweichen kann. Dies be
deutet, daß der abweichende Mantel an einigen Punkten einen
Durchmesser von 762,3 mm (30,12 Zoll) und an anderen Punkten
einen Durchmesser von 761,7 mm (29,988 Zoll) hat.
Derartige Abweichungen in der Größe sind signifikant im Ver
gleich zu dem Spalt 33 gemäß Fig. 2, dessen Größe in Fig. 8
angegeben ist. Es tritt nicht nur eine übermäßige Leckage 42
in Fig. 2 an Bereichen auf, wo der Mantel zu groß ist, sondern
tatsächlich kann ein Beschädigungen verursachender Kontakt
zwischen dem Mantel 39 und den Schaufeln 36 in Fig. 2 an Be
reichen auftreten, wo der Mantel zu klein ist. Die Erfindung
verkleinert dieses Problem, indem für eine gleichmäßigere Man
teltemperatur gesorgt wird.
Ein zweites Merkmal der Erfindung ist in Fig. 3 dargestellt.
In dieser Figur dienen die Mantelhalterung 102 und auch die
schraffierten Strukturen 170 dazu, die verbrauchte Pralluft,
die durch den Pfeil 176 angedeutet ist, um die Versorgungskanäle
120 A-C und die Kammer 117 herum, wie es durch die Pfeile 179 an
gegeben ist, und dann durch eine Öffnung 182 zu leiten, von der
aus die verbrauchte Luft dann eventuell nach außen abgeleitet wird.
Diese Wegführung bewirkt, daß die verbrauchte Pralluft als eine
isolierende Decke um die Kammer 170 und die Kanäle 120 A-C herum
wirkt, wodurch der Wärmeverlust oder -gewinn durch die Luft
innerhalb der Kammer und der Kanäle verkleinert wird. Diese Iso
lation verbessert weiterhin das die Rundung verstärkende Merk
mal, das in Verbindung mit Fig. 6 beschrieben wurde, indem sie
ebenfalls für die Tendenz sorgt, die Luftströme 122 A und B in
Fig. 6 auf der gleichen Temperatur zu halten.
Weiterhin wird der isolierende Effekt ohne die Verwendung eines
Isoliermaterials erhalten, das das Gewicht des Flugzeugs ver
größern würde. Die isolierende Luft, die durch die Pfeile 176
und 179 dargestellt ist, fügt dem Flugzeug offenbar kein Gewicht
hinzu und die strukturellen Teile 170 und 173 sind im allge
meinen aus anderen Gründen vorhanden, die mit der Erfindung
nicht in Verbindung stehen. Infolgedessen bewirkt die Verwen
dung dieser Teile zum Leiten bzw. Richten der isolierenden
Luftströme 176 und 179 lediglich, daß die ohnehin bestehenden
Teile 170 und 173 einer doppelten Funktion dienen. Es wird aber
kein signifikantes Gewicht zugefügt.
Ein drittes Merkmal der Erfindung betrifft die Verkleinerung des
Einschnürungspunktes (im Kreis 90), wie er vorstehend beschrie
ben wurde. Um den Spalt 74 zur Zeit des Auftretens des Ein
schnürungspunktes zu vergrößern, wird erfindungsgemäß besonders
heiße Luft in die Sammelkammer 117 in den Fig. 3 und 4 einge
führt. Diese Luft wird aus der neunten Stufe 185 des Hochdruck
verdichters 9 gemäß Fig. 2 erhalten. (9 Stufen sind nicht ge
zeigt, da Fig. 2 nur eine schematische Darstellung ist.) Es
wird die Luft der neunten Stufe verwendet, weil sie die heißeste,
verfügbare Verdichterluft ist und eine Temperatur in dem Bereich
von 120 bis 600°C (250-1100°F) bei einer Verdichterdrehzahl
im Bereich von 8000 bis 15000 Upm hat und somit für die schnell
ste Erwärmung des Mantels sorgt.
Weiterhin beträgt die Menge zugeführter Luft, in kg/sek.,
während eines heißen Rotor-Rückstoßes etwa das zwei- bis drei
fache der Menge, die während des Reisefluges zugeführt wird.
Somit wird während eines Rückstoßes eine größere Menge heißerer
Luft zugeführt.
Weiterhin wird während einer Verlangsamung oder Drehzahlminde
rung die Luftströmung zu dem Mantel beendet, um den Temperatur
abfall des Mantels zu verlangsamen, weil während einer Dreh
zahlsenkung die kleinere Verdichterdrehzahl eine Senkung der
Verdichteranzapftemperatur bewirkt.
Ein viertes Merkmal der Erfindung liegt in der Kooperation zwi
schen den Rippen 111 und 114 in Fig. 3 und den Versorgungska
nälen 120 A-C. Die drei Kanäle bilden eine mit Löchern versehene
Oberfläche, die in der Form mit der Oberfläche der Rippen und
der Mantelhalterung 102 etwa übereinstimmt (d. h. konform ist).
Beispielsweise bildet der Kanal 120 B eine U-förmige Oberfläche
in der Form von Wänden W, die mit der U-förmigen Oberfläche der
Rippenoberfläche 111 B der Mantelhalterungsoberfläche 102 B und
der Rippenoberfläche 114 B konform ist. In ähnlicher Weise bil
den die Kanäle 120 A und 120 C konforme Oberflächen, obwohl die
mit Löchern versehenen Oberflächen in diesen zwei Kanälen L-
förmig sind.
Ein fünftes Merkmal liegt in der Kombination der vorstehend be
schriebenen konformen Oberfläche mit der ringförmigen Kammer 117.
Somit ist es möglich, daß im Rahmen der Erfindung die Wandbe
reiche 200 in Fig. 3 fehlen und die Kanäle 120 A-C und die Kam
mer 117 eine gemeinsame, nicht geteilte Kammer bilden. Dies wür
de jedoch im Endeffekt die Strömungsbahn-Topographie gemäß Fig.
7 ergeben. (Die Oberfläche 202 in Fig. 7 ist der Einfach
heit halber nicht als konform gezeigt.) Die Topographie gemäß
Fig. 7 besitzt aber nicht die Merkmale, die zu der Gleichför
migkeit der Temperatur der Luftströmungen 122 in Fig. 6 sorgen.
Ein sechstes Merkmal der Erfindung liegt in der Positionierung
der Einlaßöffnungen 145 in Fig. 4. Gemäß einem Ausführungsbei
spiel der Erfindung sind die Öffnungen wie die Löcher 205 A-C
in Fig. 5 angeordnet, die eine Ansicht längs der Pfeile 5-5
in Fig. 4 ist. Die Löcher 205 A-C sind in einer Reihe in bezug
auf die Strömung durch die Kammer 117 angeordnet, wie es durch
den Pfeil 209 dargestellt ist. Dies bedeutet, daß die Luft zu
nächst das Loch 205 A, dann das Loch 205 B und dann das Loch 205 C
erreicht. Weiterhin ruft jedes Loch einen Druckabfall in der
Kammer 117 hervor, und so empfangen die Löcher jeweils Luft
mit einem unterschiedlichen Druck. Diese Reihenanordnung bildet
einen graduelleren Druckabfall entlang der Kammer 117, als wenn
die Löcher so angeordnet wären wie die Löcher 207 A, 207 B und
205 B.
Im letzten Fall können die Löcher als parallel, und nicht seriell,
in bezug auf die Strömung 209 betrachtet werden. Dies bedeutet,
daß die letztgenannten Löcher alle Luft zur gleichen Zeit und
mit etwa dem gleichen Druck empfangen. Eine derartige Anordnung
sorgt für einen größeren Druckabfall vom Punkt 211 zum Punkt 213.
Im Gegensatz dazu sorgt die bevorzugte Verwendung der Löcher
205 A-C für einen kleineren Druckabfall in der Kammer 117 an je
der entsprechenden Lochstelle. Selbstverständlich ist im allge
meinen der gesamte Druckabfall der drei Löcher etwa der gleiche,
und zwar unabhängig von der Lochpositionierung.
Ein siebentes Merkmal der Erfindung bezieht sich auf den Wärme
austausch. Es ist nicht notwendig, daß die Luftströme 122 in
Fig. 3 verwendet werden, um die Rippen 111 und 114 zu erwärmen.
Stattdessen können die Luftströme verwendet werden, um die Rip
pen zu kühlen. Im letzten Fall tritt trotzdem ein Wärmeüber
gang auf, aber dieser kann als negativ bezeichnet werden, da
die Wärme von den Rippen zu den Luftströmungen 122 fließt, was
entgegengesetzt zu der zuvor angenommenen Richtung ist.
Ein achtes Merkmal der Erfindung besteht darin, daß das thermi
sche Wachsen und Schrumpfen der Mantelhalterung 102 nicht mecha
nisch den Mantel 39 zwingt, einen gegebenen Durchmesser anzu
nehmen. Es ist vielmehr die Temperaturänderung des Mantels 39,
die durch den Wärmefluß von den Rippen 111 und 114 hervorgerufen
wird und die eine Größenänderung des Mantels 39 bewirkt.
Ein neuntes Merkmal der Erfindung besteht darin, daß Leitbleche
220 in Fig. 6 eine Strömung in der Kammer 117 und dem Kanal 120
blockieren.
Ein zehntes Merkmal betrifft den Kanal, der die verbrauchte Prall
luft in Fig. 3 empfängt. Der Kanal, der die durch den Pfeil
176 bezeichnete Luft empfängt, arbeitet als ein Abgasverteiler
und wird bei Reiseflugzuständen auf einem absoluten Druck von
etwa 6,7 bar (95 psia) gehalten. An einer Öffnung 182 wird die
Luft in dem Verteiler nach außen an die Umgebungsdruck aufwei
sende Luft abgegeben.
Im Gegensatz dazu wird bei dem Stand der Technik gemäß Fig. 7
die verbrauchte Luft, die durch den Pfeil 122 F bezeichnet ist,
direkt an den Umgebungsdruckbereich abgegeben. Der Druck am
Punkt 122 G, der ebenfalls in Fig. 1 gezeigt ist, befindet sich
nahezu auf Umgebungsdruck. Der Umgebungsdruck während des Fluges
ist wesentlich niedriger als der Druck, der in dem zuvor be
schriebenen Abgasverteiler aufrechterhalten wird. Beispielsweise
beträgt der absolute Umgebungsdruck in einer Höhe von etwa
10000 m (35000 Fuß) etwa 0,25 bar (3,5 psia).
Claims (15)
1. Spaltsteuereinrichtung für eine Turbine in einem Gasturbinen
flugtriebwerk,
gekennzeichnet durch:
- a) Rippenmittel (111, 114) für einen Wärmeaustausch mit einem Turbinenmantel (39), die eine oder mehrere im wesentlichen scheibenförmige Rippen aufweisen, die ringförmig um den Mantel (39) angeordnet sind,
- b) Kanalmittel (120 A-C), die mit den Rippenmitteln im wesent
lichen konform sind für eine Zufuhr von Luft zu den Rippen
mitteln für einen Wärmeaustausch und die erste, zweite und
dritte im wesentlichen parallele ringförmige Kanäle auf
weisen, und
eine ringförmige Sammelkammer (117) zur Zufuhr von Luft zu den ersten, zweiten und dritten ringförmigen Kanälen.
2. Spaltsteuereinrichtung für ein Gasturbinentriebwerk, bei dem
ein mit Löchern versehener, im wesentlichen ringförmiger Ver
sorgungskanal Luft zuführt zum Verändern der Manteltemperatur,
gekennzeichnet durch:
- a) eine Sammelkammer zur Lieferung von Luft zu dem Versor gungskanal und
- b) Verbindungsmittel zur Herstellung vonVerbindungen zwischen der Sammelkammer und dem Versorgungskanal derart, daß kein Winkelabstand von einem gewählten Loch in dem Ver sorgungskanal zu der nächsten Verbindung größer als etwa 45° ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ver
bindungsmittel ein oder mehrere Leitbleche (220) aufweisen,
die den Versorgungskanal in Abschnitte unterteilt.
4. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ver
sorgungskammer ringförmig zu dem Versorgungskanal ist.
5. Einrichtung zum Steuern des Spalts zwischen einer Turbine
und einem Mantel in einem Gasturbinentriebwerk,
gekennzeichnet durch:
- a) einen Kanal zum Zuführen von Luft zu einer Mantelanord nung zum Verändern der Manteltemperatur und
- b) Mittel, die die Luft mit dem Kanal in Kontakt und nach der Zufuhr zum Mantel auf einem höheren Druck als den Umgebungsdruck halten.
6. Einrichtung zum Steuern des Spalts zwischen einer Turbine
und einem Mantel in einem Gasturbinentriebwerk,
gekennzeichnet durch:
- a) einen Kanal mit Löchern, durch die Luft einer Mantelan ordnung zuführbar ist, und
- b) Mittel zum Führen von Luft, die der Mantelanordnung zuge führt worden ist, entlang dem Kanal und dann zu einer Ausgangsöffnung.
7. Einrichtung zum Steuern des Spalts zwischen einer Turbine und
einem Mantel in einem Gasturbinentriebwerk,
gekennzeichnet durch:
- a) einen Kanal, der Löcher enthält, durch die Luft einer Man telanordnung zuführbar ist, und
- b) Mittel zum Einschließen von Luft, die dem Mantel zugeführt worden ist, und zum Verwenden dieser Luft als ein Isolator für den Kanal.
8. Verfahren zum Steuern des Spalts zwischen einer Turbine und
einem Mantel in einem Gasturbinen-Flugtriebwerk,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Man
telanordnung unter Verwendung der heißesten Abzapfluft, die
von dem Triebwerksverdichter verfügbar ist, für eine Periode
während des Startens erwärmt wird.
9. Einrichtung zum Steuern des Spalts zwischen einer Turbine
und einem Mantel in einem Gasturbinen-Flugtriebwerk,
gekennzeichnet durch:
- a) mehrere ringförmige Kanäle, die den Mantel umgeben und die Löcher enthalten, durch die Luft strömen kann,
- b) mehrere ringförmige Rippen, auf die Luft aus den Kanälen aufprallen kann für einen Wärmeübergang auf den Mantel,
- c) eine ringförmige Kammer zum Zuführen von Luft zu den Ring kanälen,
- d) mehrere Eintrittslöcher zum Einleiten von Luft aus der ring förmigen Kammer zu jedem Ringkanal, wobei der Winkelab stand zwischen benachbarten Lochpaaren in jedem Kanal nicht größer als 90° ist, und
- e) Isoliermittel, die die Luft nach der Zufuhr zu den ring förmigen Rippen mit der ringförmigen Sammelkammer in Kon takt halten.
10. Einrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ein
trittslöcher für die Ringkanäle seriell in bezug auf die
Strömung in der Ringkammer angeordnet sind.
11. Einrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß keine
Eintrittslöcher für irgendwelche zwei Kanäle parallel in
bezug auf die Strömung in der Ringkammer sind.
12. Verfahren zur aktiven Spaltsteuerung für ein Gasturbinen-
Flugtriebwerk,
dadurch gekennzeichnet, daß die Menge
der einem Turbinenmantel zugeführten Erwärmungsluft während
einer Beschleunigung nach einer Verlangsamung bzw. Drehzahl
verminderung vergrößert wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Menge
der dem Turbinenmantel zugeführten Erwärmungsluft während
eines heißen Rotor-Rückstoßes vergrößert wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Beaufschlagung mit Erwärmungsluft beim Auftreten einer vor
bestimmten Art der Triebwerksverlangsamung bzw. Drehzahlver
minderung beendet wird.
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