DE39080C - Vibrirender elektrischer Motor - Google Patents

Vibrirender elektrischer Motor

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DE39080C
DE39080C DENDAT39080D DE39080DA DE39080C DE 39080 C DE39080 C DE 39080C DE NDAT39080 D DENDAT39080 D DE NDAT39080D DE 39080D A DE39080D A DE 39080DA DE 39080 C DE39080 C DE 39080C
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Germany
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vibrator
contact
motor
armature
magnets
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DENDAT39080D
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A. L. PARCELLE in Boston, V. St. A
Publication of DE39080C publication Critical patent/DE39080C/de
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K33/00Motors with reciprocating, oscillating or vibrating magnet, armature or coil system
    • H02K33/12Motors with reciprocating, oscillating or vibrating magnet, armature or coil system with armatures moving in alternate directions by alternate energisation of two coil systems
    • H02K33/14Motors with reciprocating, oscillating or vibrating magnet, armature or coil system with armatures moving in alternate directions by alternate energisation of two coil systems wherein the alternate energisation and de-energisation of the two coil systems are effected or controlled by movement of the armatures

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Apparatuses For Generation Of Mechanical Vibrations (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT
Der Hauptzweck der vorliegenden Erfindung ist die Construction eines elektrischen Motors, welcher besonders in Verbindung mit elektrischen, synchronen Bewegungsvorrichtungen, Typentelegraphen oder anderen Apparaten Anwendung findet, bei denen gleichmäfsige Geschwindigkeit erwünscht ist; er kann direct als Motor zur Bewegung eines solchen Apparates Schritt für Schritt oder als Stromunterbrecher zur Bewegung anderer Vorrichtungen benutzt werden, die zum Treiben des Apparates dienen.
Aber die Anwendung dieses Motors ist nicht auf die Verbindung mit elektrischen, synchronen Bewegungsvorrichtungen beschränkt, da er in gleicher Weise überall da- nutzbar gemacht werden kann, wo ein genügend starker elektrischer Strom für die zahllosen Anwendungen vorhanden ist, für welche Motoren oder Maschinen angewendet werden können, welche in ökonomischer Weise Elektricität in mechanische Kraft bis zur Leistung von einer grofsen Anzahl Pferdestärken, wenn nicht bis zu einer unbeschränkten Leistung umzusetzen im Stande sind.
Es kommt ein zurückspringender, schwingender Hebel (Vibrator) zur Anwendung, und zwar ein solcher, der einer gröfseren Amplitude der Bewegung fähig ist und ein nennenswerth geringeres Mafs der Schwingung hat, als die gewöhnlichen elektrisch bewegten, entweder harmonischen oder nicht harmonischen Vibratoren, wie sie bei derartigen Apparaten bekannt sind. Dieser Vibrator oder schwingende Hebel kann aus einer federnden Zunge oder Stange oder aus einer drehbar gelagerten Stange bestehen, welche aufserdem mit entgegenwirkenden Federn versehen ist, und kann aus irgend welchem geeigneten Material hergestellt sein.
Die Armatur, auf welche die Motormagnete wirken, liegt auf dem Ende des Vibrators und in einer Ebene quer zu seiner Längsachse. Die Motoren- oderVibratormagnete sind der Armatur gegenüber derart angeordnet, dafs ihre Pole in einer dazu parallelen Ebene liegen, so dafs die Armatur quer zur Fläche der Magnete schwingt.
Die Localstromkreise durch die Motorenmagnete werden durch den Vibrator bei dessen Bewegung geöffnet und geschlossen. Deshalb wird die Kraft der Motorenmagnete ganz auf dem Vibrator in derselben Entfernung von dem Mittelpunkt der Schwingung angewendet, d. h. stets an dem äufsersten Ende des Vibrators, und die Schwingungen sind danach regelmäfsig und gleichförmig.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι eine Oberansicht des Apparates,
Fig. 2 eine Seitenansicht desselben in theilweisem Schnitt,
Fig. 3 ein Querschnitt,
Fig. 4 die detaillirte Ansicht einer Vorrichtung, wonach die Schwingung der Armatur zur Bewegung der einzelnen Vorrichtungen nutzbar gemacht wird;
Fig. 5 eine detaillirte Ansicht, in welcher die Construction der Blöcke gezeigt ist, in welchen das Ende des Vibrators oder schwingenden Hebels gelagert ist;
Fig. 6 die detaillirte Ansicht, aus welcher die Anschläge zur Begrenzung der Bewegung des Vibrators ersichtlich werden;
Fig. 7 eine detaillirte Ansicht, aus welcher die Beziehungen der Armatur an dem Ende des Vibrators zu den Motorenmagneten hervorgehen ;
Fig. 8 die theilweise im Schnitt dargestellte Ansicht der Vorrichtungen, wodurch die Stromkreise der Motorenmagnete durch die Bewegung des Vibrators geschlossen oder unterbrochen werden.
Fig. 9 und io sind detaillirte Ansichten, welche eine Anwendung des Motors zum Bewegen eines Armes oder Stromschliefsers über einer Contactplatte veranschaulichen.
Fig. 11 ist eine detaillirte Ansicht einer modificirten Anordnung zum Anhalten und Ingangsetzen des Motors von einer entfernt liegenden Station aus.
Ein Vibrator oder schwingender Hebel A von geeigneter Dimensionirung, ungefähr nach dem in der Zeichnung dargestellten Verhältnifs, wird in einem Block oder Ständer B gelagert, der auf der Grundplatte befestigt ist. Dieser Block ist aus Metall hergestellt und consolartig ausgebildet, um den Vibrator aufnehmen zu können, und mit einer Klemmschraube b versehen, welche den Vibrator festzuhalten bestimmt ist. Es empfiehlt sich, einen metallischen Block oder einen solchen anzuwenden, wo die Klemmbacken, welche den Vibrator festhalten, mit Metall ausgekleidet sind, um für den Vibrator ein geeignetes festes Lager zu bieten. Dieser tragende Block ist in Fig. 5 detaillirt dargestellt.
In Fig. ι ist der Vibrator A als in dem Block B eingeklemmt dargestellt und das umgebogene Ende des Vibrators gleitet auf einem Bolzen B1, der in dem Block B befestigt und mit Justirschrauben versehen ist. Durch Lösung der Klemmschrauben b kann deshalb der Vibrator nach seiner Längenrichtung in dem Block justirt werden, was die Variirung der Schwingung zur Folge hat. Es kann jedoch jede andere geeignete Vorrichtung zum Tragen und Justiren des Vibrators in Anwendung kommen, wenn eine solche Justirung erwünscht ist.
. Wie erwähnt, kann der Vibrator A aus geeignetem elastischen Material und die an dem Ende befestigte Armatur α aus weichem Eisen hergestellt sein, oder er kann aus einem Stück Stahl oder geeignetem Eisen, z. B. kalt ausgewalztem Eisen, bestehen. Die Armatur α ist rechteckig, wie aus Fig. 7 deutlich hervorgeht. Die Motorenmagnete C C und D D liegen der Armatur gegenüber, und zwar in einer Ebene, die der Armatur parallel ist.
Der Magnet D liegt auf der einen Seite des Schwingungscentrums und der Magnet C auf der anderen Seite desselben, während beide Pole jedes Magneten in derselben Verticalebene liegen.
Es sind Hufeisenmagnete D D dargestellt, deren beide Pole auf die Armatur des Vibrators wirken; es könnte natürlich auch an deren Stelle ein Stabmagnet auf jeder Seite des Schwingungscentrums angewendet werden.
Platin-Contactplatten c d liegen auf entgegengesetzten Seiten des Vibrators an einer geeigneten Stelle desselben und sind dazu bestimmt, mit den Federn c1 und dl Contact zu machen, um die Localströme der Motorenmagnete C D zu schliefsen.
Ein Commutator E, ebenfalls an einem geeigneten Punkt des Vibrators, ist zu dem Zwecke vorgesehen, die Stromkreise der Motorenmagnete zu öffnen oder zu schliefsen, und hat folgende Construction, obwohl irgend eine andere zweckmäfsige Construction gleichfalls entsprechend sein würde. Ein Gleitblock E', Fig. 8, wird auf ein Consol oder einen Träger i?2 gesetzt, der auf der Grundplatte befestigt ist; dabei wird der Gleitblock geführt und in seiner Bewegung durch zwei Schrauben e beschränkt, welche durch Schlitze in dem Block reichen und an dem Träger E'2 befestigt sind.
Zwei Ständer E3 auf dem Gleitblock sind mit den Justirschrauben e1 versehen, zwischen denen der Vibrator A liegt. Da sich dieser bewegt, wird der Gleitblock E1 zuerst auf die eine Seite und dann auf die andere geschoben und diese Bewegung kann durch die Justirschrauben e1 genau regulirt werden.
Der Gleitblock trägt zwei Contactfinger fg, welche zwischen den Contactsäulchen h i Contact herstellen oder ihn unterbrechen, je nachdem der Vibrator beim Vor- und Rückwärtsbewegen den Block E1 verschiebt.
Ein Pol der Motorenbatterie MB ist mit dem hinteren Ende des Vibrators verbunden. Von da geht der Stromkreis entweder durch den Vibrator oder einen geeigneten Streifen aus leitendem Material auf demselben, wenn der Vibrator aus nicht leitendem Material besteht, und wird zu den Platincontacten c d geführt, gelangt von hier entweder durch die Feder c1 oder dl zur Spule eines der Magnete C oder D und von hier zu einem der Contactfinger f oder g und seinem Contactständer h oder z, und schliefslich zu dem entgegengesetzten Pol der Batterie.
Die Leitungsdrähte sind in der Zeichnung durch punktirte Linien angedeutet, und die Verbindungen dürften danach auch ohne nähere Beschreibung. klar sein.
Die Contactfinger c1 dl sind in dem behandelten Beispiel als von den drehbaren Armen U V getragen dargestellt, die wiederum auf den Ständern U1V1 sitzen; der Zweck dieser Anordnung wird in folgendem näher beschrieben werden. Die Stromkreise werden sonach durch die Contactfinger c1 oder dl, den drehbaren Arm U oder V nach der Spule der
Magnete C oder D geschlossen. Die Theile sind alle in der Ruhelage dargestellt; soll der Motor in Gang gesetzt werden, so kann ihm mit der Hand ein Anstofs zur Schwingung gegeben werden.
Nimmt man an, dafs die Schwingung noch nicht gegen die Pole des Magneten D hin stattfindet, so macht der Contact d mit dem Finger d1 Contact, bevor der Contactfinger g die leitende Fläche des Ständers i verlassen hat. Der Stromkreis wird deshalb kurz geschlossen und geht von der Batterie MB aus durch den Vibrator, den Contact d, Finger d\ drehbaren Arm F, Spule des Magneten D, von dort durch den Draht d2 nach dem Finger g, Contactständer i und entgegengesetzten Pol der Batterie, und die Armatur α wird angezogen. Die fortgesetzte Bewegung des Vibrators nach dieser Richtung öffnet den Stromkreis, wie es soebon bei Besprechung der Verschiebung des Blockes E1 angedeutet worden war, so dafs der Finger g aufser Contact mit der leitenden Fläche des Ständers i kommt und zwischen/und h Contact hergestellt wird. Nachdem die auf den Vibrator ausgeübte magnetische Anziehung auf der Seite des Schwingungscentrums aufgehört hat, geht der Vibrator infolge seiner Elasticität zurück und stellt zwischen der Contactplatte c und dem Finger c1 und Finger f, sowie der leitenden Fläche von h Contact her, um auf diese Weise den Motorstromkreis durch die Spule des Magneten C zu schliefsen, und die Armatur wird von den Polen angezogen. " ,
Dieser Stromkreis führt von der Batterie durch den Vibratorcontact c, den Finger c1, den drehbaren Arm U, die Spule des Magneten C, Leitung c2 nach dem Finger/ und dem Contactständer h zu dem entgegengesetzten Pol der Batterie, und der Stromkreis bleibt so lange geschlossen, bis der Finger f aufser Contact mit dem Ständer h dadurch gekommen ist, dafs sich der Gleitblock E' verschoben hat. Diese Arbeitsweise wiederholt sich stetig, indem die Armatur zuerst von. den Polen des einen Magneten und dann von denen des anderen angezogen wird. Schaltvorrichtungen und Widerstände können wie gewöhnlich bei derartigen Apparaten angewendet werden, um Funkenbildungen an den Contactstellen zu verhindern.
Wenn die Umstellvorrichtung E in centraler Lage ist, wie in Fig. ι angegeben, so ist der eine Finger g gerade an der inneren Kante der leitenden Fläche seines Ständers i, und der Finger f hat die innere Kante von h gerade verlassen. Die Bewegung des Vibrators nach unten oder rechts (wie in der Zeichnung veranschaulicht) wird sonach für eine Zeit den Stromkreis des Magneten Z), wie beschrieben, schliefsen, bis E das Ende seiner Bewegung erreicht hat und den Finger g aufser Berührung mit i bringt.
Nun bewegt sich der Vibrator infolge seiner Elasticität nach entgegengesetzter Richtung, wobei E fest bleibt, bis der Vibrator gegen die obere oder linke Schraube e1 stöfst. Darauf wird E bewegt, bis der Finger f auf die leitende Fläche seines Ständers h gelangt, und da der Vibrator kurze Zeit vorher den Contact d verlassen und mit c Contact hergestellt hat, wird der Stromkreis des Magneten D geschlossen.
Es ist zu bemerken, dafs die Anziehungskraft der Motorenmagnete stets an demselben Punkt in Wirkung tritt, nämlich dem äufsersten Ende des Vibrators; auf diese Weise wird eine gleich mäfsigere und regelmäfsigere Schwingung gesichert, als bei Einrichtungen, wo die beiden Pole der Vibratormagnete so angeordnet sind, dafs sie auf den Seiten des Vibrators wirken, da in solchem Falle zwei Punkte in der Länge des Vibrators existiren, an welche die Triebkraft angreift.
Nach vorliegender Anordnung wird sonach die ganze Kraft der Batterie nutzbar gemacht, die Anziehungskraft der Motorenmagnete tritt an den wirksamsten Punkten der Schwingung in Thätigkeit, und es wird der Strom während der mittleren Lage der Schwingung nicht in Anspruch genommen, da die Elasticität des Vibrators denselben auf den todten Punkt trägt.
Ein verstärkter Strom in dem Motorstromkreis ergiebt für den Vibrator eine gröfsere Amplitude, weil je intensiver die magnetische Anziehung ist, desto mehr Energie auf den Vibrator übertragen wird, und er bewegt sich um eine gröfsere Entfernung quer zu den Polen der Motorenmagnete von dem Schwingungscentrum aus.
Wo es erwünscht ist, den Vibrator in seinem Träger zu dem Zwecke zu justiren, um seine Normalstellung zu variiren, kann das Gestell, welches die Motorenmagnete trägt, ebenfalls, mit Vorrichtungen zum Justiren versehen sein, um die Bewegung des Vibrators zu compensiren und die Pole des Magneten und die Armatur in derselben Beziehung zu erhalten. Die drehbaren Arme Z7und F sind durch einen Querarm ν verbunden, welcher an den Armen U und F auf entgegengesetzten Seiten von deren Drehpunkten und in gleichen Entfernungen von denselben drehbar angebracht ist. Die Folge dieser Construction ist, dafs die Bewegung eines der Arme, um seinen Contactfinger gegen den Contact auf dem Vibrator und von demselben weg zu bewegen, eine entsprechende und gleiche Bewegung des anderen Armes zu demselben Zwecke herbeiführt.
Das Ende des Armes V, das über seinen Ständer F1 hervorragt, trägt eine federnde
Zunge 7", die zwischen zwei Justirschrauben 11 liegt, die in einem geeigneten Consol auf der Grundplatte laufen.
Durch die Justirung dieser Schrauben kann deshalb die Feder T derart bewegt werden, dafs die Contactfinger c1 dl gegen oder von ihren Contacten auf dem Vibrator justirt werden. Die Anordnung drehbarer Arme U V hat jedoch noch einen weiteren Zweck, welcher in folgendem näher besprochen werden soll.
Der Apparat, welcher in Vorstehendem beschrieben worden ist, kann als ein Stromunterbrecher, benutzt werden, wie er als phonisches Rad von Paul La Cour bekannt ist, oder kann zur Unterbrechung irgend eines anderen Stromkreises zum Betriebe eines Telegraphen- oder anderen Apparates dienen.
Abgesehen jedoch von dieser Anwendung kann die Bewegung des Vibrators selbst direct als Triebkraft nutzbar gemacht werden. Eine Art der Anwendung zu diesem Zwecke ist auf der Zeichnung, und zwar in den Fig. 2, 3 und 4 specieller dargestellt.
Der Vibrator A bewegt hier bei seiner Schwingung einen Ankerhebel J nach rück- und vorwärts. Dieser Hebel ist an einem horizontalen Arm J1 eines Ständers J2 drehbar befestigt, der auf der Grundplatte montirt ist.
Das untere Ende des Ankerhebels, auf welches der Vibrator wirkt, ist ausgespart und mit verlängerten schrägen, seitlichen Ansätzen j j versehen, die als Führungen oder als Schutzmittel dienen, um zu verhindern, dafs der Vibrator bei seinen Schwingungen aus dem Bereich des Ankerhebels kommt; auf diese Weise wird die wechselseitige Einwirkung des Vibrators auf den Ankerhebel gesichert. Die Ansätze sind jedoch nicht in jedem Falle durchaus nothwendig.
Druck- und Zugstangen K, welche an dem Ankerhebel drehbar befestigt sind, tragen Sperrkegel oder Zähne, die in die Zähne eines Sperrrades L eingreifen, das in dem Ständer J2 gelagert ist. Die durch den Vibrator veranlafste Schwingung des Ankerhebels J bewirkt somit eine intermittirende oder schrittweise Drehung des Sperrrades L.
Die Stangen K sind durch die Spiralfeder k mit einander verbunden, welche sie einander zu nähern sucht und deshalb ihre Sperrkegel mit den Zähnen des Sperrrades ständig in Eingriff hält. Das obere Ende j1 des Ankerhebels ist keilförmig gestaltet und drückt gegen eine nachgebende Vorrichtung M, die mit zwei Einschnitten oder Aussparungen m versehen ist, welche das keilförmige Ende des Ankerhebels an der Grenze seiner Bewegung nach jeder Seite so lange festhalten, bis es nach der entgegengesetzten Richtung durch die Schwingung des Vibrators umgelegt wird. Man kann auch in Verbindung mit dem Ankerhebel justirbare Anschläge N anordnen, welche in einem Block JV"1, der auf der Fufsplatte montirt ist, laufen, um die Bewegung des Vibrators zu begrenzen, um dadurch stets zu verhindern, dafs er über die Ansätze j des Ankerhebels hinausschwingt, und zu vermeiden, dafs möglicherweise Störungen eintreten, wenn der Vibrator bei seiner Rückbewegung gegen die Kante des seitlichen Ansatzes j stöfst, anstatt unter demselben fortzugehen.
Die justirbaren Anschläge (Fig. 1 und 6) sind jedoch nur dann erwünscht und von Nutzen, wenn die schrägen Ansätze j auf dem Ankerhebel nicht in Anwendung kommen, da diese stets genügend lang gemacht werden können, um es für den Vibrator unmöglich zu machen, unter den Anschlägen fortzugehen. Die Nothwendigkeit ihrer Anbringung ergiebt sich nach Montirung des Apparates von selbst.
Es ist vortheilhaft, die Anschläge, sowie die Contacte c d dem Ende des Vibrators näher zu legen, und es können die verschiedenen Theile an irgend einem Punkte auf der Länge des Vibrators liegen, der sich beim praktischen Betriebe als besonders zweckmäfsig oder bequem ergiebt.
Was die Schnelligkeit der Schwingung anlangt, so arbeitet ein Apparat, der so construirt ist, dafs er ca. 30 Mal pro Secunde schwingt, am besten. Bei 15 Zähnen auf dem Rade L würde dies eine Umdrehungsgeschwindigkeit von ca. 4 Mal pro Secunde ergeben, weil die Stangen k sowohl auf Druck, als auch auf Zug wirken.
Ein geringeres Mafs der Schwingung für den Vibrator, ein gröfseres Rad mit mehr Zähnen oder die Bewegung desselben durch nur eine Stange kann eingeführt werden, wenn eine geringere Geschwindigkeit verlangt ist.
In der Zeichnung ist ein kreisrunder Tisch O dargestellt, auf welchem im Kreise isolirte Contacte 0 angeordnet sind. Dieser Tisch wird von dem Ständer J2 getragen, und zwar concentrisch mit der Achse des Sperrrades L, die durch den Tisch hindurchgeht und auf dem äufseren Ende einen radialen Arm O1 trägt, der mit einer Contactbürste oder einem Finger versehen ist, welcher über die Contacte wegfährt. Eine solche Anordnung kann bei synchronen oder Typentelegraphen eingeführt werden und zur Vertheilung oder Untertheilung eines elektrischen Stromes nach irgend einem bekannten System dienen.
In Nachstehendem soll eine Anwendung des Apparates als Kraftmotor beschrieben werden.
Es ist mitunter wünschenswerth, den Motor von einer entfernt liegenden Station aus unter ständiger Controle zu haben; es ist deshalb eine Anordnung getroffen, wonach solche
Motoren von einer entfernten Station aus angehalten und in Gang gesetzt werden können.
In Fig. ι sind die Arme U V magnetisch und tragen polarisirte Armaturstücke PP auf ihren ä'ufseren Seiten, wobei die Armatur des Armes U auf dem dem Contactfinger cl entgegengesetzten Ende liegt, während die Armatur des Armes V an demselben Ende mit dem Contactfinger d1 liegt. Diesen Armaturen gegenüber sind Elektromagnete Q. R angeordnet und mit einer Leitung von einer entfernt liegenden Station X aus verbunden. An dieser Stelle ist ein Schlüssel und eine getheilte Batterie vorgesehen.
Die Magnete Q R sind so umwunden, dafs ein Strom einer Polarität denMagneten Q seine Armatur anzuziehen und denMagneteni? seine Armatur abzustofsen veranlafst, so dafs beide Magnete vereint und gleichzeitig ihre Armaturen wirken, weil diese durch das Glied ν verbunden sind, um beide Contactfinger cl d1 gegen die Contactplatten cd auf dem Vibrator zu bewegen.
Wenn die Finger cl d1 so mit den Contacten auf dem Vibrator in Contact gebracht sind, so wird der Motorstromkreis durch eine der Spulen des Magneten C oder D geschlossen.
Welcher von den Magneten erregt wird, hängt von den Contacten auf E ab. Wenn der Finger f mit dem Ständer h in Contact ist, wird der Magnet C erregt, und wenn der Finger g mit dem Ständer i in Contact ist, tritt der Magnet D in Thätigkeit.
Es wird sonach durch den Contact/ oder g stets ein Stromschlufs herbeigeführt, und da Contact sowohl bei c1 wie dv hergestellt wird, wird der Motor stets angelassen werden, wenn ein elektrischer Impuls von einer Polarität entsendet wird, welche die Finger c1 dl zu bewegen vermag. Will man den Motor abstellen, so wird von der Station aus ein Strom entgegengesetzter Polarität entsendet, und da dieser Strom in entgegengesetzter Weise auf die Armaturen PP wirkt, als vorher beschrieben worden war, so werden die Contactfinger c~idi aus einander gezogen, so dafs der Vibrator mit ihnen keinen Contact herstellen kann, und der Motor kommt deshalb zum Stillstand.
Ist die Umstellvorrichtung in der dargestellten Lage, so würde beim Anlassen des Motors, wie oben beschrieben, der Stromkreis des Magneten D geschlossen werden.
Wenn aus irgend einem Grunde die Umstellvorrichtung so eingestellt worden ist, dafs f und h in Contact sind, so würde der Stromkreis des Magneten C geschlossen werden. Sollte die Construction derartig sein, dafs die Finger f g beide in ihren Ständern in Contact sind, wenn die Umstellvorrichtung in centraler Lage ist, so würde der Stromkreis beider Magnete geschlossen werden.
In diesem Falle würde der Unterschied beider Ströme oder der Unterschied, der gewöhnlich zwischen den beiden Magneten CD vorhanden ist, einen Anstofs der Armatur veranlassen, der ausreichte, die erforderliche Anfangsschwingung hervorzurufen.
In Fig. 11 ist eine etwas modificirte Construction dargestellt, welche denselben Zweck erfüllt. Dort sind an Stelle einer Armatur auf jedem der drehbaren Arme beide Armaturen auf dem Arm U und ein Hufeisenmagnet QR so angeordnet, dafs ein Strom einer Polarität eine Armatur anzieht und die andere abstöfst, und ein Strom entgegengesetzter Polarität die Bedingungen für Anziehung und Abstofsung umkehrt.
Die Arbeitsweise ist im Princip genau dieselbe.
Anstatt polarisirte Armaturen in der beschriebenen Weise anzuwenden, kann natürlich ein polarisirtes Relais an dem Motor gebraucht werden, um den Localstrom oder die Ströme zu öffnen und zu schliefsen und die erforderliche Bewegung der Contactfinger herbeizuführen. Ebenso kann die eine oder andere dieser Anordnungen zum Anlassen und Anhalten des Motors an Ort und Stelle angewendet werden.
Die Ausbildung des Motors, wie beschrieben, ist mit Rücksicht auf einen wirksamen, praktisch verwendbaren Betrieb erfolgt; es können jedoch viele Details geändert werden, ohne von dem Wesen der Erfindung abzuweichen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die zum Betriebe eines schwingenden elektromagnetischen Motors bestimmte Einrichtung, bestehend aus einem an einen schwingenden Körper A angehängten Klotz mit den Contactfedern g und f, welche über die Contacte Ii und i den Strom abwechselnd zu einem von zwei Elektromagneten führen, in Verbindung mit der Vorrichtung zum Anhalten oder Anlassen des Motors von einer entfernten Station aus, bestehend aus den mit einander verbundenen Ankerhebeln U V und U1V1 vor den Elektromagneten QR, die durch den Linienstrom bethätigt werden, und den durch diese Hebel je nach Stellung derselben an den schwingenden Körper A geprefsten Federn c^-d1.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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