DE3907171C2 - - Google Patents

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    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42FSHEETS TEMPORARILY ATTACHED TOGETHER; FILING APPLIANCES; FILE CARDS; INDEXING
    • B42F13/00Filing appliances with means for engaging perforations or slots
    • B42F13/0006Covers for loose-leaf binders

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Ordner mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen. Die Erfindung ist auf Ordner üblicher Gestaltung, also Briefordner, aber auch beispielsweise auf Ringbücher und ähnliche Gegenstände anwendbar, bei denen jeweils ein zusammenhängender Zuschnitt einen Rücken und über zwei Biegungen schwenkbar einen Vorderdeckel und einen Rückdeckel bildet.
Ein Ordner der eingangs beschriebenen Art ist aus dem DE-GM 88 08 683 bekannt. Der zusammenhängende Zuschnitt aus Pappe ist mindestens auf einer seiner beiden Seitenflächen mit einer Papierschicht buchbinderisch überzogen, die mit einer Kunststoffschicht extrusionsbeschichtet ist. Auf diese Weise wird die Papierschicht von der Kunststoffschicht geschützt.
Ein ähnlicher Stand der Technik ist aus der DE-OS 31 18 153 bekannt. Der relativ steife Zuschnitt aus Karton, Pappe o. dgl., der den Rücken und die beiden Deckel bildet, ist mit einer flexiblen Schutzmateriallage belegt und vollflächig verklebt. Durch das Umlegen der Randbereiche der Schutzmateriallagen ergibt sich eine dopppelte Folienlage als Kantenschutz. Die Schutzmateriallagen können aus verhältnismäßig dünnem Material, z. B. PVC, bestehen, so daß ein solcher Ordner den auf ihn zukommenden Belastungen über eine lange Benutzungsperiode standzuhalten vermag, da eine Kunststoffolie ausreichend dehn- und widerstandsfähig ist. Die Verwendung einer PVC-Folie als Schutzmateriallage ist insofern vorteilhaft, als sie neben ihrer dekorativen Funktion auch eine Reihe technischer Funktionen wie Schmutzunempfindlichkeit, Abwaschbarkeit, Kratzfestigkeit usw. erbringt. Auch ist eine solche Kunststoffolie oder ein mit Kunststoff beschichtetes Papier ohne weiteres in der Lage, die erforderliche Biegebeanspruchung im Bereich der Biegungen aufzunehmen und dauerhaft zu ertragen, ohne daß sich ein nennenswerter Verschleiß zeigt. Bei der Entsorgung derartig ausgebildeter benutzter Ordner findet jedoch oft eine Verbrennung statt, so daß bei der Verwendung von PVC-Folie als Hüllmaterial bzw. Schutzmateriallage in nachteiliger Weise Salzsäure frei wird. In der DE-OS 31 18 153 wird auch ein Stand der Technik beschrieben, bei dem die Pappenzuschnitte über die gesamte Fläche beklebt werden und der überstehende Rand eingeschlagen wird. Die Innenseite des Deckels wird durch einen sogenannten Spiegel abgedeckt. Bei diesem buchbinderischen Verfahren verwendet man als Außenmaterial Papier, Buchbindergewebe, Kunstleder oder auch dünne PVC-Folie. Bei Verwendung von dünneren und dadurch preiswerteren Materialien als Hüllmaterial ist jedoch die untere Kante des Ordners vor allem im Scharnierbereich des Rückens sehr anfällig, wodurch eine bestimmte Materialstärke notwendig ist.
Das DBGM 66 02 670 zeigt einen Ordner aus einem Zuschnitt aus Pappe, an welchem über Biegungen an einem Rücken einerseits ein Vorderdeckel und andererseits ein Rückdeckel schwenkbar gelagert sind. Der gesamte Zuschnitt aus Pappe ist beidseitig mit Kunststoffolien belegt, die an den Papprändern miteinander verschweißt sind. Als Kunststoffolien werden vorzugsweise PVC-Folien eingesetzt, die zweckmäßig auf ihrer der Pappe zugekehrten Innenseite mit einem Leimauftrag versehen sind, in Ausnahmefällen aber auch unbeleimt zum Einsatz kommen können. Die beiden Kunststoffolien werden über den Zuschnitt aus Pappe im Randbereich hinübergezogen und gemeinsam miteinander verschweißt. Diese Schweißnaht im Randbereich bildet die Schwachstelle dieses Ordners, insbesondere im Bereich der Biegungen. Damit an diesen Stellen jede Spannung auf die Schweißnaht vermieden ist und diese nicht mehr aufspringt, weist der Randbereich des Zuschnitts aus Pappe an der Stelle der Biegungen eine völlige oder teilweise Materialabnahme, z. B. in Form einer Ausnehmung oder einer Abschrägung, auf. Hierdurch wird erreicht, daß die Kunststofffolie, die über den Zuschnitt längsgezogen und in diesem unter Zug stehenden Zustand mit der Schweißnaht versehen wird, aufgrund ihres Rückstellvermögens im Bereich der Biegungen einen Freiraum vorfindet, in den hinein sie sich einziehen kann, wodurch die Schweißnaht im Bereich der Biegungen einerseits geschont ist und andererseits die Spannungen in der Kunststoffolie und in der Schweißnaht an dieser Stelle zumindest gemindert wird. Über die Vermeidung von Kunststoffolien an einem Ordner enthält diese Druckschrift keine Hinweise. Es wird auch nichts darüber ausgesagt, ob sich die Kunststoffolie im Bereich der Aussparungen beim Einziehen mit der Pappe verbindet oder nicht. Da die Kunststoffolie jedoch unter Zug stehend mit der Schweißnaht versehen wird, legt sie sich auch im Bereich der Aussparungen bei dem Einziehvorgang an das Material des Zuschnitts im Bereich der Aussparungen an.
Im Buchbindergewerbe ist Einbandmaterial aus Zellstoff bekannt, mit dem ein Vorderdeckel, ein Rücken und ein Rückdeckel des betreffenden Buchs, die hier jeweils als separate, voneinander getrennte Teile eingesetzt werden, miteinander verbunden und umschlossen werden. Dieses Einbandmaterial wird aus besonders ausgewählten, festen Zellstoffen hergestellt. Es muß in der Lage sein, die Scharnierfunktion zwischen Rücken und Vorderdeckel einerseits sowie zwischen Rücken und Rückdeckel andererseits zu erfüllen. Dies ist jedoch insofern vergleichsweise einfach, als die Scharniere ausschließlich aus dem Einbandmaterial gebildet werden, so daß das Scharnier eine sehr geringe Wandstärke aufweist und daher weit weniger beansprucht ist als eine Biegung eines Ordners, an der das Material der Pappe durchlaufend vorgesehen ist. Das bekannte Einbandmaterial ist auch abwaschbar, schmutzunempfindlich, stoß- und schlagfest. Es verfügt über gute Einreißfestigkeit und Weiterreißfestigkeit und weist einen hohen Falzwiderstand auf. Durch eine spezielle Imprägnierung können seine Eigenschaften, wie sie beim Binden von Büchern gewünscht werden, weiter gesteigert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Ordner der eingangs beschriebenen Art mit einem Hüllmaterialzuschnitt auszustatten, der einerseits die beim Biegen und Aufstellen des Ordners auftretenden Beanspruchungen aufnehmen kann, ohne daß der Hüllmaterialzuschnitt einreißt, und der andererseits bei seiner Entsorgung wenig umweltbelastend ist.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Hüllmaterialzuschnitt aus zur buchbinderischen Verarbeitung geeignetem Einbandmaterial aus Zellstoff besteht, und daß im Bereich der Enden der Biegungen an der Pappe Aussparungen vorgesehen sind, die die Biegungen überbrücken und wobei im Bereich der Aussparungen der Hüllmaterialzuschnitt mit der Pappe unverbunden ist.
Wichtig ist zunächst, einen Hüllmaterialzuschnitt aus solchem Einbandmaterial aus Zellstoff zu benutzen, wie es im Buchbindergewerbe üblich ist. Das Einbandmaterial aus festen Zellstoffen muß über gute Einreißfestigkeit und Weiterreißfestigkeit sowie einen hohen Falzwiderstand verfügen und geeignet sein, sich buchbinderisch verarbeiten zu lassen, also leicht um den Zuschnitt der mehrlagigen Pappe herumlegen und umfalten zu lassen. Das Einbandmaterial muß weiterhin zumindest in Verbindung mit dem Zuschnitt aus mehrlagiger Pappe geeignet sein, die Scharnierfunktion zwischen Rücken und Vorderdeckel einerseits sowie zwischen Rücken und Rückdeckel andererseits zu erfüllen. Die Verwendung eines solchen, auf dem Gebiet der Herstellung von Ordner bisher nicht eingesetzten Einbandmaterials als Hüllmaterialzuschnitt sowie sein Verkleben mit der mehrlagigen Pappe des Vorderdeckels, des Rückens und des Rückdeckels führt allein nicht zum Erfolg. Da der Hüllmaterialzuschnitt mit der mehrlagigen Pappe fest verbunden, insbesondere verklebt wird, entstehen beim Verschwenken des Vorderdeckels und/oder des Rückdeckels gegenüber dem Rücken beachtliche Biege- und Zugkräfte in dem Hüllmaterialzuschnitt, so daß das Hüllmaterial an den gefährdeten Stellen an den freien Rändern der Biegungen einreißt. Wenn jedoch Aussparungen im Bereich der freien Enden der Biegungen vorgesehen sind, wie sie an sich in anderem Zusammenhang, d. h. in Verbindung mit einer Schweißnaht an den Zuschnitt umgebenden Kunststoffolien bekannt sind, ergibt sich die Lösung der gestellten Aufgabe. Dabei ist es besonders wichtig, daß im Bereich der Aussparungen der Hüllmaterialzuschnitt mit der Pappe unverbunden ist, damit dieser Bereich des Ausschnitts von dem Hüllmaterial lose überspannt bzw. überbrückt wird, so daß sich die Kräfte und Spannungen im Hüllmaterial nicht konzentriert auf die Biegungen aufwirken, sondern auf einer größeren Strecke aufgenommen werden können. Wichtig ist dabei auch, daß die Aussparungen hinreichend groß dimensioniert sind, also die Biegungen überbrückt werden.
Vorteilhaft kann zur Herstellung des Ordners ein sehr hoher Anteil Altpapier eingesetzt werden. Auch läßt sich umgekehrt das wesentliche Material des Ordners, abgesehen von der Ordnermechanik und sonstigen Teilen aus Metall, einer Altpapierverwertung zuführen. Die Verwendung eines solchen Einbandmaterials aus Zellstoff, wie es bisher aus der Fabrikation von Ordnern nicht bekannt ist, sondern beispielsweise im Buchbindegewerbe angewendet wurde, erbringt noch den weiteren Vorteil, daß es preisgünstiger ist als die Verwendung von Kunststoffolie.
Die Aussparungen erstrecken sich über den Bereich der Biegungen hinaus entlang der freien Ränder bis in den Vorderdeckel, den Rücken und den Rückdeckel hinein. Freilich wird von den Aussparungen nicht die gesamte Länge der freien Ränder des Vorderdeckels, des Rückdeckels oder des Rückens überspannt, sondern es handelt sich vergleichsweise um kurze, jedoch die Biegungen beidseitig überragende Aussparungen, die im Gegensatz zu den insoweit unveränderten freien Rändern an Vorderdeckel, Rücken und Rückdeckel vorgesehen sind.
Die Aussparungen können zweckmäßig durch Ausstanzungen, Anschnitte o. dgl. gebildet sein. Hierzu ist es lediglich erforderlich, den mehrlagigen Zuschnitt aus der Pappe entsprechend zu stanzen bzw. zu schneiden. Es ist aber auch möglich, daß die Aussparungen durch randseitig an Vorderdeckel, Rücken und Rückdeckel angeordnete Beilagen, z. B. aus Drahtabschnitten, gebildet sind, die von dem Hüllmaterialzuschnitt überdeckt sind. Im letzteren Fall verläuft der Rand an Vorderdeckel, Rücken und Rückdeckel gerade und die Aussparungen werden durch die zwischen den Drahtabschnitten vorgesehenen Lücken gebildet.
In beiden Fällen können die Aussparungen eine Tiefe von etwa 0,5 mm und in Richtung der freien Ränder eine Länge von etwa 15 bis 25 mm aufweisen. Diese Gestaltung fällt bei flüchtiger Betrachtungsweise eines Ordners nicht ins Auge, erbringt aber den Vorteil der Langlebigkeit und der Unempfindlichkeit gegen Einreißen im Bereich der vier freien Enden der Biegungen.
Es ist auch möglich, daß der Hüllmaterialzuschnitt sich über den gesamten Vorderdeckel, den Rücken und den gesamten Rückdeckel hinwegerstreckend vorgesehen ist. Dies kann zumindest auf der Außenseite des Ordners so sein. Aber auch eine Umhüllung auf Außen- und Innenseite mit dem Hüllmaterial ist ohne weiteres möglich.
Der im unteren freien Randbereich des Vorder- und des Rückdeckels vorgesehene Kantenschutz aus Metall kann etwa bis zum Beginn der Aussparungen verlängert sein. Dies ist insofern vorteilhaft, als auch beim Aufstellen des Ordners in einem Regal die beiden unteren freien Ränder des Hüllmaterialzuschnitts im Bereich der Umbiegungen nicht auf dem Regalboden aufliegen, sondern etwas höher positioniert sind, so daß kein nennenswerter Verschleiß durch das Aufstellen und Verschieben des Ordners auf einen Regalboden eintritt.
Das Einbandmaterial aus Zellstoff kann mit einer Imprägnierung ausgestattet sein, um die gewünschten technischen Eigenschaften zu verbessern, insbesondere die Abwaschbarkeit, Schmutzunempfindlichkeit und die Kratzfestigkeit. Das Einbandmaterial kann in verschiedenen Farben hergestellt und angewendet werden, wobei durch eine Imprägnierung auch eine weitgehende Lichtbeständigkeit erreicht werden kann.
Die Erfindung wird anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele weiter erläutert und beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Ordners,
Fig. 2 einen Schnitt durch das Material des Ordners im Bereich einer Biegung bei geöffnetem Ordner,
Fig. 3 einen Schnitt durch das Material des Ordners im Bereich einer Biegung bei geschlossenem Ordner,
Fig. 4 eine Detaildarstellung einer Ordnerecke des Rückens und
Fig. 5 eine ähnliche Darstellung wie Fig. 4, jedoch bei einer anderen Ausführungsform.
In Fig. 1 ist ein üblicher Ordner dargestellt, der einen Rücken 1 aufweist, an dem über eine Biegung 2 ein Vorderdeckel 3 scharnierartig schwenkbar gelagert ist. Am Rücken 1 ist über eine zweite Biegung 4 ein Rückdeckel 5 ebenfalls schwenkbar angelenkt. Rücken 1, Vorderdeckel 3 und Rückdeckel 5 sind aus einem zusammenhängenden Zuschnitt aus mehrlagiger Pappe gestaltet, wie dies die Fig. 2 und 3 erkennen lassen. Zumindest im Bereich des Rückens 1 und der beiden anschließenden Biegungen 2 und 4 ist ein Hüllmaterialzuschnitt 6 vorgesehen und mit der mehrlagigen Pappe verklebt. Dieser Hüllmaterialzuschnitt 6 besteht aus einem Einbandmaterial aus Zellstoff. Der Hüllmaterialzuschnitt 6 kann sich auch über den gesamten Bereich des Vorderdeckels 3 und des Rückdeckels 5 erstrecken, und zwar entweder im wesentlichen nur auf den Außenseiten und um die freien Ränder herum, in manchen Fällen jedoch auch den gesamten Bereich auf der Innenseite des Ordners überdeckend.
Fig. 2 verdeutlicht in einer Schnittdarstellung den Übergangsbereich der Biegungen 2 oder 4 bei geöffnetem Ordner. Er zeigt also entweder den Vorderdeckel, der über die Biegung 2 an dem Rücken 1 hängt. Die gleiche Darstellung ergibt sich für die Verbindung des Rückens 1 über die Biegung 4 zum Rückdeckel 5. Aus Übersichtlichkeitsgründen ist das Material der Pappe ohne Schnittschraffur dargestellt, so daß die Zweilagigkeit der Pappe und die besondere Formgebung im Bereich der Biegung 2, 4 besser erkennbar ist. Fig. 3 zeigt eine ganz ähnliche Darstellung, jedoch bei geschlossenem Ordner, bei dem der Rücken 1 etwa in einem Winkel von 90° zu dem Vorderdeckel 1 oder dem Rückdeckel 5 angeordnet ist. Der Hüllmaterialzuschnitt 6 ist in den Fig. 2 und 3 aus Übersichtlichkeitsgründen ebenfalls nicht dargestellt. Die Innenseite des Ordners ist durch einen Pfeil 7 gekennzeichnet.
Fig. 4 zeigt nun in Draufsicht und vergrößernder Darstellung die untere Ecke 8 des Ordners in geöffnetem Zustand, und zwar in Draufsicht auf die Innenseite 7. Da der Ordner im Bereich des Rückens 1 vier solcher Ecken aufweist, muß die Ausbildung an allen diesen vier Ecken, wie dargestellt, vorgenommen sein. Man erkennt in Fig. 4 den Vorderdeckel 3 und den Rücken 1, der über die Umbiegung 2 angelenkt ist. Im Bereich des freien Rands der Biegung 2 sowie darüber hinaus ist eine Aussparung 9 vorgesehen, die durch einen Ausschnitt aus dem durchgehenden Zuschnitt der mehrlagigen Pappe gebildet ist. Der freie Rand 10 des Vorderdeckels 1 tritt also in diesem Bereich durch einen Anschnitt etwas zurück und erstreckt sich im Bereich des Rückens 1 dann wiederum als Rand 11 parallel zum Rand 10, während die Aussparung 9 demgegenüber eine Tiefe 12 von etwa 0,5 mm aufweist. Es wird aus Fig. 4 auch deutlich, daß sich die Aussparung 9 nicht nur über die Breite der Umbiegung 2 erstreckt, sondern noch um ein gewisses Maß in den Bereich des Vorderdeckels 3 und des Rückens 1 hinein. Die Länge 13 der Aussparung 9 beträgt etwa zwischen 15 und 25 mm. Der Hüllmaterialzuschnitt 6, der sich über die gesamte Außenseite von Vorderdeckel 3, Rücken 1 und Rückdeckel 5 sowie über die Ränder übergreifend erstrecken möge, ist hier in gestrichelter Linienführung angedeutet. Man erkennt, daß der Hüllmaterialzuschnitt 6 im Bereich der Aussparung 9 frei durchhängt bzw. die Aussparung 9 überbrückt, wobei die Anordnung der Aussparung 9 zugleich den Zweck erfüllt, daß eine Verbindung des Hüllmaterialzuschnitts 6 in diesem Bereich mit der mehrlagigen Pappe nicht stattfindet bzw. vermieden wird. Dies ist sehr wichtig, weil für die Aufnahme der Kräfte und Spannungen sowie der Verformungen des Hüllmaterialzuschnitts, die beim Öffnen und Schließen des Öffners auftreten, ein insgesamt größerer Materialbereich des Hüllmaterials 6 zur Verfügung gestellt wird, der diese Beanspruchungen ohne Schaden aufzunehmen in der Lage ist. Während die Biegung 2 etwa eine Länge in der Größenordnung von 10 bis 12 mm aufweist, erstreckt sich die Länge 13 der Aussparung 9 beidseitig über die Biegung 2 hinaus.
Fig. 5 verdeutlicht eine andere Ausführungsform, die jedoch grundsätzlich nach gleichem Prinzip aufgebaut ist. Hier verläuft der Rand des durchgehenden Zuschnitts zwischen Vorderdeckel 3, Biegung 2 und Rücken 1 geradlinig. Zur Erzeugung der Aussparung 9 sind Drahtstücke 14 und 15 oder andere Beilagen angefügt, die von dem Hüllmaterialzuschnitt 6 umschlossen und an Ort und Stelle gehalten werden, so daß auch hier die Aussparung 9 entsteht, in welcher der Hüllmaterialzuschnitt 6 unverbunden zu der doppellagigen Pappe bleibt. Sofern ein Kantenschutz 16 aus metallenem Material angefügt wird, der strichpunktiert in Fig. 5 verdeutlicht ist, ist dieser Kantenschutz etwa bis zum Beginn der Aussparung 9 an der Biegung 2 verlängert. Der Kantenschutz 16 kann hier gleichzeitig auch zur besseren Fixierung des Drahtstücks 15 eingesetzt werden.
Es versteht sich, daß der Rücken 1 vier solcher gefährdeten Ecken, jeweils am freien Rand der Biegungen 2 und 4, aufweist, und daß die Ausbildung gleich oder ähnlich in allen diesen vier Ecken vorgenommen ist. Die Aussparung 9 kann eine flache, langgestreckte Gestaltung aufweisen, wie dies in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist. Insbesondere bei einer Stanzung kann aber auch eine mondförmige oder halbkreisförmige Aussparung 9 vorgesehen sein, die ihre größte Tiefe 12 etwa in der Mitte der Biegungen 2 oder 4 erreicht, wobei die Tiefe hier auch die Größenordnung von etwa 1 mm annehmen kann.

Claims (6)

1. Ordner aus einem zusammenhängenden Zuschnitt aus mehrlagiger Pappe, die einen Rücken und einen daran über eine erste Biegung schwenkbar gelagerten Vorderdeckel sowie einen daran über eine zweite Biegung schwenkbar gelagerten Rückdeckel bildet und zumindest im Bereich des Rückens und der beiden anschließenden Biegungen von einem Zellstoff aufweisenden Hüllmaterialzuschnitt überzogen ist, der sich auch über die freien Ränder des Rückens und der Biegungen erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß der Hüllmaterialzuschnitt (6) aus zur buchbinderischen Verarbeitung geeignetem Einbandmaterial aus Zellstoff besteht, und daß im Bereich der Enden der Biegungen (2, 4) an der Pappe Aussparungen (9) vorgesehen sind, die die Biegungen (2, 4) überbrücken und wobei im Bereich der Aussparungen (9) der Hüllmaterialzuschnitt (6) mit der Pappe unverbunden ist.
2. Ordner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparungen (9) sich über den Bereich der Biegungen (2, 4) hinaus entlang der freien Ränder bis in den Vorderdeckel (3), den Rücken (1) und den Rückdeckel (5) hinein erstrecken.
3. Ordner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparungen (9) durch randseitig am Vorderdeckel (3), Rücken (1) und Rückdeckel (5) angeordnete Beilagen, z. B. aus Drahtabschnitten (14, 15) gebildet sind, die von dem Hüllmaterialzuschnitt (6) überdeckt sind.
4. Ordner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparungen (9) eine Tiefe von etwa 0,5 mm und in Richtung der freien Ränder eine Länge (13) von etwa 15 bis 25 mm aufweisen.
5. Ordner nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der im unteren freien Randbereich des Vorder- und des Rückdeckels vorgesehene Kantenschutz (16) aus Metall bis etwa zum Beginn der Aussparungen (9) verlängert ist.
6. Ordner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Einbandmaterial aus Zellstoff mit einer Imprägnierung ausgestattet ist.
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