DE3904313C2 - Verfahren zum Wickeln eines weichmagnetischen Bandes zu einem in sich geschlossenen Magnetkern - Google Patents
Verfahren zum Wickeln eines weichmagnetischen Bandes zu einem in sich geschlossenen MagnetkernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Wickeln eines
weichmagnetischen Bandes zu einem in sich geschlossenen Ma
gnetkern, insbesondere Ringbandkern, bei dem das zu wickelnde
weichmagnetische Band um einen sich drehenden Wickeldorn her
umgewickelt wird.
Eine derartige Aufwickelvorrichtung für Bander zu einem
Magnetkern ist beispielsweise aus der DE 31 34 326 C1 be
kannt. Hier ist im einzelnen beschrieben, wie speziell zum
Aufwickeln von rechteckigen Magnetkernen die Zugspannung zu
steuern ist.
Ferner ist aus US 18 57 215 bekannt, kurz vor Erreichen der
gewünschten Windungszahl das Band so abzuschneiden, daß sich
eine Breite in Wickelrichtung zur Bandmitte hin etwa pfeil
förmig verringert und daß das Bandende durch eine oder meh
rere in Bandmitte liegende Schweißpunkte mit dem Magnetkern
verbunden werden. Ferner ist aus der DE-PS 7 49 247 Schweißen
der Anfänge und Enden des Kernes mit zuspitzender Bandenden
bekannt. Aus der DE 32 01 569 A1 ist das Zuspitzen des Endes
und das Verschweißen bekannt. Aus der JP 61-42 114 (A) und
der JP 62-49 612 (A) sowie der DE 35 04 721 A1 sind Verfahren
zum Schweißen von Enden amorpher Ringbandkerne bekannt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das eingangs ge
nannte Verfahren zum Aufwickeln von Magnetkernen weiter zu
verbessern, so daß einerseits auf einfache Weise der Anfang
des auf zuwickelnden Bandes auf dem Wickelband befestigt und
andererseits auch das Bandende mit dem Wickelband sicher und
wirtschaftlich verbunden werden kann.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Verfahren der ein
gangs genannten Art gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß der Bandanfang mit Hilfe von einer oder mehreren hinter
einander angeordneten Punktschweißelektroden (4, 5) mit dem
Wickeldorn (1) verbunden wird und daß die Punktschweißelek
troden durch Wahl von Schweißstrom und Schweißzeit eine nur
begrenzte Haftkraft aufweisen, so daß nach Fertigwickeln des
Magnetkerns dieser vom Wickeldorn (1) abgestreift werden
kann.
Typischerweise wird das Verfahren zum Wickeln von weichmagne
tischen Bändern aus einem amorphen Material verwendet.
Es hat sich dabei herausgestellt, daß insbesondere für das
Aufwickeln amorpher Bänder, die bekanntlich weichmagnetisch
aber trotzdem mechanisch hart sind, die Befestigung der
Bandenden vorübergehend am Wickeldorn zu Beginn des Wickel
vorganges bzw. endgültig am Wickel nach Abschluß des Wickel
vorganges auf einfache Weise durch Punktschweißen erfolgen
kann. Bei Verwendung von mehreren Punktschweißstellen sind
diese immer in der Mitte hintereinander ange
ordnet, so daß eine eventuelle Kontaktierung von benach
barten Lagen des weichmagnetischen Bandes nicht zu einem
Auftreten unzulässiger Wirbelströme in den Magnetkernen
führen kann. In Verbindung mit einer Anspitzung des Band
endes läßt sich bei dieser Befestigungsart zusätzlich
vermeiden, daß der Magnetkern durch abstehende Ecken oder
Kanten in seiner weiteren Handhabung beeinträchtigt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist schematisch in
den Fig. 1 bzw. 2 dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Wickeldorn 1, der sich in Richtung des
Pfeiles 2 bewegt. Das Ende beispielsweise eines amorphen
weichmagnetischen Bandes 3 ist in der Darstellung nach
Fig. 1 gerade oberhalb des Wickeldorns 1 angekommen. Zwei
Schweißelektroden 4 und 5 senken sich in diesem Augenblick
auf das Band 3 und befestigen dieses mit einem relativ
geringen Schweißstrom auf dem sich drehenden Wickeldorn 1.
Schweißstrom und Schweißzeit sind dabei so zu wählen, daß
einerseits das Bandende genügend fest mit dem Wickeldorn 1
verbunden wird, daß andererseits diese Verbindung aber
durch Abscheren des fertigen Magnetkerns wieder gelöst
werden kann.
Es hat sich herausgestellt, daß insbesondere bei amorphen,
also mechanisch harten Bändern hier eine passende Ein
stellung der Schweißintensität gefunden werden kann, ohne
daß durch die Schweißpunkte der Wickeldorn 1 - auch beim
Aufwickeln von vielen Magnetkernen nacheinander - beschä
digt wird.
Fig. 2 zeigt die Anordnung schematisch nach Beendigung
des Wickelvorganges. Der Wickeldorn 1 dreht sich wie
bisher und das Bandende 6 des Bandes 3 ist bereits unter
den Punktschweißelektroden 4 und 5 hinweggedreht worden.
Zwei hintereinanderliegende Schweißpunkte 7 und 8 be
festigen das Bandende 6 mit dem zum Magnetkern aufge
wickelten Band 3. Das Bandende 6 ist dabei so abgeschnit
ten, daß es sich in Aufwickelrichtung in seiner Breite zur
Mitte des Bandes 3 hin vermindert, also etwa pfeilförmig
verläuft.
Beim Ausführungsbespiel nach Fig. 2 liegen die Schweiß
punkte 7 und 8 so, daß zufällig nur ein Schweißpunkt das
Bandende mit dem Magnetkern verbindet. Es können aber auch
beide Schweißpunkte zur Verbindung des Bandendes mit dem
Magnetkern verwendet werden, wenn beispielsweise das Band
ende 6 etwas mehr nach links in der Darstellung nach Fig.
2 verschoben wäre. Hierdurch ist also eine gewisse Tole
ranz bei der Anbringung der Schweißpunkte 7 und 8 gegeben,
so daß eine wirtschaftliche Fertigung von vielen Magnet
kernen nacheinander ermöglicht wird.
Durch das Anordnen der Schweißpunkte hintereinander in
Richtung des späteren, den Magnetkern durchsetzenden Fluß
wird darüberhinaus vermieden, daß bei elektrischer Ver
bindung benachbarter Lagen des Bandes 3 sich durch mehrere
Schweißpunkte ein Wirbelstrompfad ausbilden kann. Es kön
nen daher ohne wesentliche Beeinträchtigung der magneti
schen Eigenschaften des Magnetkerns auch mehr als zwei
Schweißpunkte vorgesehen werden.
Nachdem der Magnetkern fertig gewickelt ist und die
Schweißpunkte 7 und 8 das Bandende festhalten, kann dieser
von dem Wickeldorn 1, beispielsweise durch eine den
Wickeldorn 1 umgebende Muffe, abgestreift werden. In die
sem Fall werden die in Fig. 1 dargestellten Schweißpunkte
zwischen dem Bandanfang des Bandes 3 und dem Wickeldorn
abgeschert und der Wickeldorn 1 ist bereit zur Aufwicklung
des nächsten Magnetkerns.
Claims (2)
1. Verfahren zum Wickeln eines weichmagnetischen Bandes zu
einem in sich geschlossenen Magnetkern, insbesondere Ring
bandkern, bei dem das zu wickelnde weichmagnetische Band um
einen sich drehenden Wickeldorn herumgewickelt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bandanfang mit Hilfe von einer oder mehreren hinter
einander angeordneten Punktschweißelektroden (4, 5) mit dem
Wickeldorn (1) verbunden wird und daß die Punktschweißelek
troden durch Wahl von Schweißstrom und Schweißzeit eine nur
begrenzte Haftkraft aufweisen, so daß nach Fertigwickeln des
Magnetkerns dieser vom Wickeldorn (1) abgestreift werden
kann.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das weichmagnetische Band aus einem amorphen Material be
steht.
Priority Applications (2)
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