DE389722C - Tonweiser - Google Patents

Tonweiser

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DE389722C
DE389722C DESCH67348D DESC067348D DE389722C DE 389722 C DE389722 C DE 389722C DE SCH67348 D DESCH67348 D DE SCH67348D DE SC067348 D DESC067348 D DE SC067348D DE 389722 C DE389722 C DE 389722C
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tonweiser
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10GREPRESENTATION OF MUSIC; RECORDING MUSIC IN NOTATION FORM; ACCESSORIES FOR MUSIC OR MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. SUPPORTS
    • G10G1/00Means for the representation of music
    • G10G1/02Chord or note indicators, fixed or adjustable, for keyboard of fingerboards

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Auxiliary Devices For Music (AREA)

Description

  • Tonweiser. Die Erfindung bezieht sich auf einen Tonweiser, d. h. eine dem L ehrbetriel> und der musikalischen Praxis dienende Vorrichtung, (lie zur Auffindung, Festlegung und Nachprüfung der harmonischen Beziehungen von Tönen in der 1-Itisik auf rein mechanischem Wege dienen soll. Derartige Tonweiser sind gewöhnlich in der Art eines Rechenschiebers aus zwei relativ zueinander gleitenden Teilen hergestellt, mittels deren Marken auf Teilungen eingestellt werden können. Nach der Erfindung soll das Fenster eines Rahmens irait tonordnenden Linienzügen versehen sein, durch die auf dem Schieier verzeichnete, durch die Schieberstellung in ein bestimmtes Verhältnis gebrachte Töne zii musikalischen Gruppen zusammengefaßt werden können. Vorzugsweise sind auf der Rückseite des Schiebers die Schwingungswerte der auf der 'Vorderseite verzeichneten Töne aufgereiht, und die Rückseite des Rahmens hat ein ähnliches T# erster, dessen tonordnende Linienzüge diese Schwiiagungswerte zu Gruppen zusammenfassen und in (las richtige Verhältnis zueinander setzen. Beide Rahmenfenster können außer den Linienzügen noch besondere Marken tragen, durch die bestimmte Töne entsprechend ihrer Bedeutung für die zu untersuchende Tonart hervorgehoben werden.
  • Zusätzlich kann der Tonweiser einen unabhängigen Hilfsschieber haben, dessen tonordnende Linienzüge die Töne oder Tonwerte zu Untergruppen zusammenfassen.
  • Durch eine derartige Vorrichtung wird z. B. der 1-Zusikschüler instand gesetzt, die einfachsten und schwierigsten harmonischen Verhältnisse der Musik jeder Gattung mechanisch festzustellen und sofort geordnet zii überblicken. Auch ist es damit möglich, innerhalb irgendeines gegebenen Musikstückes jeden einzelnen Ton in seinem richtigen harmonischen Verhältnis unmittelbar abzulesen und dadurch harmonisch verwickelte Fälle neuzeitlicher Musik schnell und fehlerfrei zu analysieren. Ferner ermöglicht die Vorrichtung das unmittelbare Ablesen des Schwingungswertes eines jeden musikalischen Tones reiner Stimmung und damit ein schnelles Feststellen des genauen Intervallverhältnisses zweier oder mehrerer Töne. Endlich ist es möglich, ohne Kenntnis der Harmoniegesetze auf rein mechanischem Weg jedes Tonstück beliebig in eine andere Tonart zu übertragen (transponieren).
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt; es zeigen Abb. i die Vorderseite, Abb. 2 die Rückseite des Rahmens, Alyb.3 den Hilfsschieber.
  • Die Vorderseite der Vorrichtung (Abb. i-) zeigt folgende Anordnung.
  • Auf (]ein in einer Gleitbahn des Rahmens a hinter dem Fenster b verschiebbaren Schieber d sind die Töne in bestimmten senkrechten und wagerechten Reihen in bestimmter Weise aufgezeichnet. In dem Fenster b sind Linienzüge e, cl, e2 angebracht, welche bestimmte Töne der auf Schieber d verzeichneten Tonreihen zu Hauptgruppen zusammenfassen. In einem Seitenfenster b1 erscheint die auf dein Schieber verzeichnete Vorzeichnung der zu untersuchenden Tonart. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel umfaßt der Linienzug e den Bereich der Diatonik der Tonika, e1 den Bereich der Chromatil. der Tonikasphäre und c° den Bereich der Chr;,)matik der Tonikasphäre und der diatonischen Doininantsphäre. Zusätzlich können in dem Bildfenster Marken angebracht sein, die bestimmteTöne hervorheben, so die Marke Ir die Tonika der Durtonart, die Marke k die der 3-Ialltonart.
  • Auf der Rückseite cl des Schielfers (Ahb. 2) sind die logarithmischen Schwingungswerte der auf der Vorderseite verzeichneten Töne an den den Tonnamen entsprechenden Stellen aufgetragen. Die Rahmenrückseite a1 weist ein entsprechendes Fenster f auf, in dem diese Werte für die in dem Seitenfenster f 1 eingestellte Vorzeichnung erscheinen. Auch das Fenster f hat Linienzüge g, die die Tonwerte zu Gruppen zusammenfassen. Der Schieber kann nach Bedarf so umgesteckt werden, daß seine Vorseite mit dem hinteren Fenster zusammenwirkt und umgekehrt.
  • Die Vorrichtung weist einen zusätzlichen Hilfsschieber in auf. der unabhängig vom Hauptschieber beweglich ist. Auf ihm sind Linienzüge angeordnet, die auf der Grundlage cler Stellung des Hauptschiebers musikalische Untergruppen festlegen, z. B. :den Dreiklang und die diatonische Leiter der Oberdominante der Durtonika usw. bis zu den schwierigsten Dominantverhältnissen der Chromatik.
  • Der Hilfsschieber ist sowohl senkrecht wie wagerecht verschiebbar. Er ist durchsichtig und wird zwischen dem Hauptschieber und dem rückwärtigen Fenster f eingestellt. Zu seiner Benutzung ist das hintere Fenster mit Marken o. dgl. versehen, die, mit seinen Linienzügen zusammenwirkend, die musikalischen IJi!tergruppen der betreffenden Tonart sämtlich festlegen.
  • Die Spieler aller Streichinstrumente können am Tonweiser für alle Tonarten ohne weiteres ablesen, ob und welche Töne, ,deren Noten als Töne :der leeren Saiten erscheinen, nicht auf diesen, sondern als gegriffene Töne auf einer anderen Saite zu spielen sind, da sie in reiner Stimmung nach Angabe des Tonweisers in der betreffenden Tonart Kommadifferenzen zu der in Frage kommenden, zum Kammerton a quintenrein gestimmten leeren Saite besitzen. Beispiel: In B-Dur darf der Geiger ein e (- es) nicht auf der leeren e-Saite spielen, da die reine Quinte e^ zum. Kammerton a^ für das in B-Dur lediglich vorkommende e um ein syntonisches Komma zu hoch ist und daher in B-Dur unrein klingt.
  • Der Sänger übersieht für jede Tonart die Differenz der reinen Stimmung zwischen den Tonhöhen der Leiterstufen in Dur und Moll derselben Tonika (z. B. C-Dur und C-Moll), z. B. erkennt er, daß er nicht, wie bisher geglaubt, die zweite Stufe in Dur und Moll gleich zu singen hat, sondern daß sich die zweite Stufe in Moll zur zweiten Stufe in Dur derselben Tonika um ein ganzes syntonisches Komma, d. h. für den Gesang, sehr deutlich unterscheidet. Der Tonweiser wird ferner erheblich dazu beitragen, das richtige Singen chromatischer Töne zu fördern, da der Sänger im Tonweiser zum ersten Male alle harmonisch richtigen und möglichen Töne der reinen Stimmung für jede Tonart gesondert und in sich geordnet übersehen kann.
  • Dem Komponisten ermöglicht der Tonweiser, in chromatisch verwickelter neuzeitlicher Musik für Orchester oder für Kammermusik mit Klavier festzustellen, welche chromatischen Töne er möglichst für die temperierten Instrumente (Klavier, Orgel, Holzbläser) zu meiden und dafür der Stimmführung der frei intonierenden Instrumente (Streicher) zuzuweisen hat. Er vermeidet in der modernen Musik dadurch den bisher dauernd sich wiederholenden Fehler, daß an sich richtige, nur komplizierte harmonische Verhältnisse durch sehr fehlerbehafteteWiedergabe entweder gar nicht verstanden oder als falsch oder häßlich klingend gewertet werden.
  • Die freien Flächen des Rahmens können zur An'bringung von Gebrauchsanweisungen, Tabellen o. dgl. verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE: i. Tonweiser mit einem in einem Rahmen einstellbaren Schieber, der in Fenstern des Rahmens wechselnde Teile der auf ihm verzeichneten Tonreihen zur Erscheinung bringt, gekennzeichnet dadurch, daß die Fenster mit tonordnenden Linienzügen versehen sind, durch die auf dem Schieber verzeichnete, durch die Schieberstellung in ein bestimmtes Verhältnis zu einer Tonart gebrachte Töne zu musikalischen Gruppen zusammengefaßt werden. z. Tonweiser nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß -die Fenster des Rahmens zusätzlich Marken aufweisen, durch die bestimmte Töne hervorgehoben werden. 3. Tonweiser nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber so umsteckbar ist, daß seine Vorderseite mit dein Fenster der Rahmenrückseite und seine Rückseite mit dem vorderen Fenster zusammenwirken kann. q.. Tonweiser nach Anspruch i Abis 3, gekennzeichnet durch einen unabhängigen Hilfsschieber, dessen tonordnende Linienzüge -und Marken in Zusammenwirkung mit entsprechenden Marken des einen Fensters die Töne oder Tonwerte zu Untergruppen zusammenfassen.
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