DE27759C - Hilfsmittel für den Gesang-Unterricht - Google Patents

Hilfsmittel für den Gesang-Unterricht

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DE27759C
DE27759C DENDAT27759D DE27759DA DE27759C DE 27759 C DE27759 C DE 27759C DE NDAT27759 D DENDAT27759 D DE NDAT27759D DE 27759D A DE27759D A DE 27759DA DE 27759 C DE27759 C DE 27759C
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E. J. MEISSNER in Rötha bei Leipzig
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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B15/00Teaching music
    • G09B15/02Boards or like means for providing an indication of notes
    • G09B15/04Boards or like means for providing an indication of notes with sound emitters

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Bl: Musikalische Instrumente.
: · Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Januar 1884 ab.
Der· in' nachstehendem erläuterte Apparat soll ein Lehrmittel für Schulen bezw. für den Elementar-Unterricht im Gesänge sein. Grundg <,davke für denselben ist, dem Schüler durch ci'i Einrichtung singender Noten und eine neue Bezeichnungsweise der Halbtöne jeden bestimmten Ton nicht nur in voller Reinheit zu Gehör zu bringen, sondern ihm zugleich sicht-
. bar den Ort des betreffenden Tones auf dem fiötenblatte einzuprägen und so die beste Anleitung zum Treffen der Töne zu geben.
Der Apparat besteht, aus einem Kasten, der je nach-^fFSr'Auffassungskraft des Schülers und je nachdem die Noten weithin sichtbar sein sollen oder m.ch;t,gr.öfs.p'oder klein gefertigt wircl.. Auf seiner, Vorderseite, welche die beiliegende Zeichnung darstellt, ist die Notenschrift, und zwar für Sopran und Tenor von c bis a im Violinschlüssel, für Alt von g bis e im Violinschlüssel, für Bafs von F bis f im Bafsschlüssel durch körperliche Noten angegeben.
Die Noten mit den einfachen Buchstabenr^'uen, denjenigen der Normaltonleiter C-dur, sind durch Gröfse und Schwärze vor den übrigen ausgezeichnet. Die zwischen den Hauptnoten liegenden Halbtöne, Nebennoten, treten nach Gröfse. und Farbe zurück. Dadurch erhält der Schüler eine klare Uebersicht über die Töne, ähnlich wie durch die Tastatur des Klaviers, so dafs er ohne weiteres Hülfsmittel gleich nach Noten die Intervalle bemessen lernt. Die Noten sind in der Richtung senkrecht zur Bildfläche (bei dem ausgeführten Apparat also waagrecht) beweglich; ihre Gesammtheit wird »Notenklaviatur« genannt.
Die Nebennoten, wie eis, dis, fis . . . bezw. des, es, ges . . . sind folgendermafsen ausgezeichnet:
1. Sie beginnen nicht in der Tiefe der betreffenden Hauptnote links, sondern etwas höher als diese, aber sie erreichen auch nicht die Höhe der Hauptnote rechts. Dadurch wird dem Schüler durchs Auge begreiflich gemacht, dafs der Ton der Nebennote etwas höher liegt als der der Hauptnote links, aber doch etwas tiefer noch als der der Hauptnote rechts.
2. Durch ihre Gestalt (zwei mit einander verbundene Kreise) geben sie an, dafs sie von der Hauptnote links und von der Hauptnote rechts abgeleitet sind. Z. B. der Halbton zwischen f und g kann abgeleitet sein von f und heifst dann fis. Die Note fis wird wie die Note f in den ersten Zwischenraum gestellt, nur wird ihr ein ψ vorgesetzt; der erste kleine Kreis steht darum in dem ersten Zwischenraum. Derselbe. Halbton kann aber auch von g abgeleitet sein und heifst dann ges. Die Note ges wird wie die Note g auf die zweite Linie geschrieben, nur wird ein b vorgesetzt; darum befindet sich der zweite Kreis auf der zweiten Linie.
'3. Diese beiden verschiedenen Noten fis und ges bezeichnen nun aber an und für sich nicht verschiedene Töne, sondern nur einen und denselben Ton. Darum sind die beiden Kreise aneinander gezogen und auf einem Druckknopf angebracht.
Die Noten des Apparates sind vorstehende Druckknöpfe, und zwar gehört zu jedem Hauptton ein schwarzer Druckknopf, zu jedem Nebenoder Halbton aber ein Druckknopf, auf welchem die beiden verbundenen Kreise sichtbar sind.
Lagerexemplar

Claims (2)

Durch einen auf die Note ausgeübten Druck wird eine im Innern des Kastens angeordnete einfache Mechanik zur Wirkung auf einen zugehörigen Tonerzeuger gebracht und ruft so den Ton hervor, so dafs also die Note singt. Der im Kasten befindliche Tonerzeuger kann irgend welche geeignete Einrichtung haben. Es kann z. B. ein System von Glocken oder von abgestimmten Metallplatten, Orgelpfeifen, Saiten u. dergl. benutzt werden. Von Wesenheit ist, dafs die Tonerzeuger den Ton rein und klar angeben, also auf das genaueste abgestimmt sind, dafs sie die Fähigkeit des Nachtönens haben und in ihrer Stimmung bei einer Luftveränderung nicht wesentlichen Schwankungen unterliegen. Das zu starke Nachtönen kann durch Dämpfer gemildert oder aufgehoben werden. Bei der Anwendung des Apparates für den Gesang-Unterricht soll derselbe folgende Vortheile bieten: i. Dadurch, dafs die Note durch Auge und Ohr gleichzeitig zum Bewufstsein gebracht wird, fafst der Schüler den durch die Note bezeichneten Ton mit viel gröfserer Lebendigkeit und Sicherheit, also schneller auf, als sonst. z. Dadurch, dafs fortwährend ein und dasselbe Normal-Α erklingt und der Apparat nicht wesentliche Tonschwankungen erleidet, also dem Schüler auch nach langem Gebrauch immer derselbe durch die Note bezeichnete Ton erklingt, prägen sich die durch die Noten angedeuteten Töne tiefer und fester im Gedächtnifs ein, als sonst. 3. Dadurch, dafs die Notenklaviatur durch die Noten selbst eine leichte Uebersicht über die Tonentfernungen (Ganztöne und Halbtöne u. s. w.) gewährt, lernt der Schüler viel eher die Intervalle bemessen, also die Töne treffen bezw. nach Noten singen, als wenn die seither üblichen Anschauungsmittel vor dem Gebrauch der Noten benutzt werden. 4. Besondere Vorkenntnisse oder das eigene Spielen eines Instrumentes sind für den angehenden Sänger nicht mehr erforderlich; um den einer gewissen Note auf dem Notenblatte entsprechenden Ton erklingen zu hören, braucht er nur auf den mit der entsprechenden Note übereinstimmenden Knopf des Apparates zu drücken. Patent-Ansρruch: Ein Lehrapparat zur Erlernung des Nachnotensingens, bei welchem:
1. durch sogenannte singende Noten, d. s. in Notenlinien gestellte, auf einen Tonerzeuger wirkende Druckknöpfe, nicht allein jeder bestimmte Ton, sondern auch der Ort der Note desselben auf dem Notenblatte angegeben, mithin gleichzeitig durch das Hör- und Sehvermögen zum Bewufstsein gebracht wird;
2. durch eine besondere Bezeichnungsweise der einen und denselben Ton bedeutenden aber verschieden hergeleiteten Nebennoten, (mittelst zweier verbundenen kleineren Kreise auf einem Druckknopf, von denen der Kreis links höher als derjenige der Hauptnote links, der Kreis rechts tiefer als derjenige der Hauptnote rechts liegt) dem Schüler unzweideutig begreiflich gemacht wird, dafs gewisse Töne, obzwar auf dem Notenblatte verschieden bezeichnet und benannt, doch einen und denselben Klang haben.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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