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Diese Erfindung bezieht sich allgemein auf eine
Chrominanzsignal-Verarbeitungsschaltung für eine Vorrichtung, die
Farbbildsignale reproduziert, wie z. B. einen Videorekorder, und
insbesondere auf eine Schaltung zur Unterdrückung von
Nebensprechkomponenten in einem Chrominanz- bzw. Farbträgersignal.
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Bei den heute üblichen Videorekordern werden ein Luminanzsignal
und ein Chrominanzsignal von einem Farbbildsignal getrennt und
die Frequenz des Chrominanzsignals wird herabgesetzt, um ein
frequenzherabgesetztes Chrominanzsignal bei der Aufzeichnung des
Farbbildsignals auf Band zu erhalten. Wenn ein derartig
aufgezeichnetes Farbbildsignal reproduziert wird, werden die
entgegengesetzten Signalverarbeitungen ausgeführt, um ein
reproduzierendes Farbbildsignal zu erhalten. Inzwischen wird zum
Beispiel ein Verfahren mit Phasenschiebungsverarbeitung, das in JP-
A-56-9073 offenbart ist, angewandt, um Nebensprechkomponenten
des heruntergesetzten reproduzierenden Chrominanzsignals auf dem
Band zu verringern. Wenn jedoch keine Vertikal-Wechselbeziehung
zwischen benachbarten horizontalen Zeilen bei einem angezeigten
Bild besteht, dann tritt eine Farbunschärfe auf.
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IEEE Transactions on Consumer Electronics CE-31, Nummer 3,
August 1985, Seite 240-253, "Flicker-Free non-interlaced Receiving
System for standard colour TV signals" offenbart ein logisches
Zweizeilen-Kammfilter, ähnlich dem der vorliegenden Erfindung,
bei dem jedoch keine Vorkehrungen bezüglich der Korrektur von
Zeitverzögerungen, die durch die verschiedenen logischen
Elemente eingebracht werden, getroffen sind.
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EP-A-0 218 241 (Faroudja Laboratories Inc) offenbart ein
Dreizeilen-Kammfilter, das dem der vorliegenden Erfindung ähnlich
ist, bei dem jedoch keine Vorkehrungen bezüglich der Korrektur
von Verzerrungen, die als Folge der Zeitverzögerungen in den
verschiedenen Elementen des Filters eingebracht werden,
getroffen sind.
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Die vorliegende Erfindung wurde entwickelt, um die vorstehend
beschriebenen Nachteile zu verringern, die der bekannten
Chrominanzsignal-Verarbeitungsschaltung innewohnen.
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Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
neue und nützliche Chrominanzsignal-Verarbeitungsschaltung zu
schaffen, durch die Farbunschärfe auf einer Anzeige verringert
werden kann.
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Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine
Chrominanzsignal-Verarbeitungsschaltung zu schaffen, durch die
Nebensprechkomponenten in einem Farbträgersignal wirksam verringert werden
können.
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Erfindungsgemäß wird eine Vorrichtung zur Reproduktion von
Farbbildsignalen geschaffen, mit einer Einrichtung zum Reproduzieren
eines Chrominanzsignals, das in Spuren eines
Aufzeichnungsmediums mittels Frequenzumsetzung eines Farbträgersignals in einem
niederfrequenten Band aufgezeichnet wird, um ein
niederfrequenzgewandeltes Chrominanzsignal zu erhalten, bei dem die Phase in
jeder Horizontal-Synchronisierperiode in wenigstens einer von
zwei benachbarten Spuren um einen gegebenen Betrag geändert
wird; und einer Einrichtung zur Bildung eines reproduzierten
Farbträgersignals, das die Frequenz des ursprünglichen
Farbzwischenträgers besitzt, aus einem reproduzierten
niederfrequenzgewandelten Chrominanzsignal mittels Phasenänderung
entgegengesetzt zur Phasenänderung, die bei der Aufzeichnung gemacht
wurde; und einer Phasensteuerungseinrichtung zum Steuern der
Phase des reproduzierten Farbträgersignals; mit einem
Dreizeilen-Typ-Kammfilter, das eine Nebensprechkomponente durch
Verarbeitung des reproduzierten Farbträgersignals entfernt, und das
eine erste Verzögerungsschaltung zur Verzögerung des
reproduzierten Farbträgersignals um wenigstens eine
Horizontal-Synchronisierperiode und eine zweite Verzögerungsschaltung zur
Verzögerung eines Ausgangssignals von der ersten Verzögerungsschaltung
um wenigstens eine Horizontal-Synchronisierperiode besitzt; und
mit einem Zweizeilen-Typ-Kammfilter, das eine Subtraktion
zwischen dem Ausgangssignal der ersten Verzögerungsschaltung und
dem reproduzierten Chrominanzsignal durchführt und ein
Ausgangssignal an die Phasensteuerungseinrichtung abgibt.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben.
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Es zeigen:
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Fig. 1 ein Blockschaltbild einer
Chrominanzsignal-Verarbeitungsschaltung, mit einer Schaltung zur Unterdrückung von
Nebensprechkomponenten in einem Farbträgersignal, gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
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Fig. 2 ein Blockschaltbild einer
Chrominanzsignal-Verarbeitungsschaltung, mit einer Schaltung zur Unterdrückung von
Nebensprechkomponenten in einem Farbträgersignal, gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
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Fig. 3A eine Schaltung zur Erfassung höherer Spannung, die in
der Schaltung zur Unterdrückung der Nebensprechkomponenten in
einem Farbträgersignal eingesetzt wird;
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Fig. 3B eine Schaltung zur Erfassung niedrigerer Spannung, die
in der Schaltung zur Unterdrückung der Nebensprechkomponenten in
einem Farbträgersignal eingesetzt wird;
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Fig. 4 ein Beispiel von Ursprungsbildern, die in die
Chrominanzsignal-Verarbeitungsschaltung gemäß Fig. 1 eingegeben
werden sollen;
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Fig. 5A, 5B und 5C Bildmuster zur Veranschaulichung der
Funktion der Schaltung zur Unterdrückung der Nebensprechkomponenten
in einem Farbträgersignal;
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Fig. 6A, 6B, 6C, 6D und 6E Signalverläufe zur
Veranschaulichung der Funktion der Schaltung zur Unterdrückung der
Nebensprechkomponenten in einem Farbträgersignal;
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Fig. 7 ein Blockschaltbild einer herkömmlichen
Chrominanzsignal-Verarbeitungsschaltung;
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Fig. 8A ein Ausführungsbeispiel von Ursprungsbildern; und
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Fig. 8B ein reproduziertes Bild, das durch Zuführung des
Ursprungsbilds gemäß Fig. 8A zur herkömmlichen Chrominanzsignal-
Verarbeitungsschaltung erhalten wird.
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Gleiche oder entsprechende Elemente und Teile sind in der
Zeichnung mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.
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Vor der Beschreibung von Ausführungsbeispielen der vorliegenden
Erfindung wird die vorstehend genannte herkömmliche
Chrominanzsignal-Verarbeitungsschaltung im NTSC-System zum besseren
Verständnis der vorliegenden Erfindung beschrieben.
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Unter Bezugnahme auf Fig. 7 enthält die herkömmliche
Chrominanzsignal-Verarbeitungsschaltung allgemein einen Hauptumwandler
2, ein erstes Bandpaßfilter (BPF) 3, ein
Zweizeilen-Typ-Kammfilter für Chrominanzsignale 16, eine Austastschaltung 4, ein
Impulsgatter 6, eine Phasenvergleichschaltung 7, einen
Quarzoszillator 8, ein Schleifenfilter 9, einen 160fH
spannungsgesteuerten Oszillator (VCO) 10, eine Schaltung 11 zur
¼-Frequenzteilung und Phasenverschiebung, einen Nebenumsetzer 12, und
ein zweites Bandpaßfilter (BPF) 13. Das
Zweizeilen-Typ-Kammfilter für Chrominanzsignale 16 beinhaltet eine 1-H
Verzögerungsschaltung 14 und einen Subtrahierer 15.
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Die Funktion der herkömmlichen
Chrominanzsignal-Verarbeitungsschaltung, die die vorstehend erwähnte Struktur besitzt, wird im
folgenden beschrieben. Ein reproduziertes, in der Frequenz
herabgesetztes Chrominanzsignal (a) wird über einen
Eingangsanschluß 1 zum Hauptumwandler 2 gespeist. Im Hauptumwandler 2 wird
das Chrominanzsignal (a) zu einem Farbträgersignal (b)
gewandelt, das eine Frequenz von 3,58 NHz besitzt. Danach wird das
Farbträgersignal (b) dem ersten Bandpaßfilter 3 zugeführt. Im
ersten Bandpaßfilter 3 werden unerwünschte
Bandbreitenkomponenten vom Farbträgersignal (b) entfernt. Ein vom ersten
Bandpaßfilter 3 ausgegebenes Farbträgersignal (c) wird in das
Kammfilter für Chrominanzsignale 16 eingegeben, um
Nebensprechkomponenten zu entfernen. Ein solches nebensprechfreies Signal (d) wird
über die Austastschaltung 4 vom Ausgangsanschluß 5 als
reproduziertes
Chrominanzsignal (e) ausgegeben. Das nebensprechfreie
Signal (d) wird auch zum Impulsgatter 6 geleitet, um ein
Impulssignal (f) zu erzeugen. Das Impulssignal (f), das vom
Impulsgatter 6 ausgegeben wird, wird in die Phasenvergleichschaltung 7
geleitet.
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Unterdessen wird ein Bezugssignal (g), das eine Frequenz von
3,58 MHz besitzt, vom Quarzoszillator 8 erzeugt, und der
Phasenvergleichschaltung 7 zugeführt. In der Phasenvergleichschaltung
7 wird durch Vergleich des Impulssignals (f) mit dem
Bezugssignal (g) ein Phasendifferenzsignal (h) erzeugt. Das
Phasendifferenzsignal (h) wird in das Schleifenfilter 9 eingegeben,
um unerwünschte Frequenzkomponenten abzuschneiden. Ein
Ausgangssignal (i) vom Schleifenfilter 9 wird zum 160fH-Oszillator 10
geleitet, um als eine Steuerspannung wirksam zu werden, und der
160fH-Oszillator 10 gibt ein 160fH-Signal (j) aus. Das
160fH-Signal (j) wird durch die Schaltung 11 zur ¼-Frequenzteilung und
Phasenverschiebung in der Frequenz geteilt und in der Phase
verschoben, um ein Signal (k) der Frequenz 40fH zu erhalten. Dieses
Signal (k) und das Bezugssignal (g), das vom Quarzoszillator 8
ausgegeben wird, werden in den Nebenumwandler 12 eingespeist, um
ein Signal (l) zu erzeugen, das eine Frequenz von 4,21 NHz hat.
Dieses Signal (l) von 4,21 MHz wird über das zweite
Bandpaßfilter 13 zum Hauptumwandler 2 als ein Signal (m) übertragen.
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Obwohl sich das Blockdiagramm von Fig. 7 auf das NTSC-System
bezieht, sind folgende Änderungen nötig, wenn die vorstehend
genannte herkömmliche Schaltung beim PAL-System angewendet wird.
Der 160fH-Oszillator 10 wird in einen 321fH-Oszillator geändert,
und die Schaltung 11 zur ¼-Frequenzteilung wird in eine
Schaltung zur 1/8-Frequenzteilung geändert. Davon abgesehen wird die
1-H Verzögerungsschaltung 14 in eine 2-H Verzögerungsschaltung
geändert. Hier wird im Hauptumwandler das Chrominanzsignal in
ein Signal mit einer Frequenz von 4,43 MHz umgewandelt und der
Quarzoszillator erzeugt ein Signal mit einer Frequenz von 4,43
MHz, wodurch ein Signal von 5,06 MHz vom zweiten Bandpaßfilter
erhalten wird.
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In der vorstehend erwähnten herkömmlichen
Chrominanzsignal-Verarbeitungsschaltung, jedoch vorausgesetzt, daß ein Ursprungsbild
aus einer oberen roten Hälfte (i) und einer unteren farblosen
Hälfte (ii) gebildet wird, wie in Fig. 8A gezeigt, besitzt ein
reproduziertes Bild einen farbunscharfen Bereich (iii) in einer
Zeile gerade unter der oberen roten Hälfte (i), wie in Fig. 8B
gezeigt, weil es keine Vertikal-Wechselbeziehung zwischen der
oberen roten Hälfte (i) und der unteren farblosen Hälfte (ii)
gibt.
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Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild einer Chrominanzsignal-
Verarbeitungsschaltung, die eine Schaltung zur Unterdrückung von
Farbnebensprechkomponenten im NTSC-System besitzt, gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Die
Chrominanzsignal-Verarbeitungsschaltung gemäß Fig. 1 ist im
wesentlichen die gleiche wie die in Fig. 7, bis auf ein Kammfilter
für Chrominanzsignale 27 und einen Addierer 28. In diesem
Schaltbild sind diejenigen Teile, die die gleichen wie in Fig. 7
sind, mit den selben Bezugszeichen bezeichnet und ihre
Beschreibung ist weggelassen.
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Das Dreizeilen-Typ-Kammfilter 27 enthält erste und zweite 1-H
Verzögerungsschaltungen 20 und 22, einen Inverter 21, erste,
zweite und dritte Schaltungen zur Erfassung höherer Spannung
(MAX-Schaltungen) 18, 19 und 25, erste, zweite und dritte
Schaltungen zur Erfassung niedrigerer Spannung (MIN-Schaltungen) 23,
24 und 17, sowie einen Addierer 26. Zum Beispiel beinhaltet die
Struktur dieser MAX-Schaltungen 18, 19 und 25 Transistoren Q1
und Q2 und einen Widerstand R1, wie in Fig. 3A gezeigt, und die
entsprechenden MIN-Schaltungen enthalten Transistoren Q3 und Q4,
sowie einen Widerstand R2, wie in Fig. 3B gezeigt.
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Die Funktion des Dreizeilen-Typ-Kammfilters 27 wird im folgenden
beschrieben. Das Farbträgersignal (c) vom ersten Bandpaßfilter 3
wird zur ersten 1-H Verzögerungsschaltung 20, zur ersten MAX-
Schaltung 18 und zur ersten MIN-Schaltung 23 im Dreizeilen-Typ-
Kammfilter 27 geführt. Ein verzögertes Signal (n), das von der
ersten 1-H Verzögerungsschaltung 20 ausgegeben wird, wird in den
Inverter 21 und in die zweite 1-H Verzögerungsschaltung 22
eingespeist. Ein invertiertes Signal (p) vom Inverter 21 wird zur
ersten MAX-Schaltung 18, zur ersten MIN-Schaltung 23, zur
zweiten MAX-Schaltung 19 und zur zweiten MIN-Schaltung 24 geführt.
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In der ersten MAX-Schaltung 18 wird ein erstes Signal höherer
Spannung (s) zwischen dem Farbträgersignal (c) und dem
invertierten Signal (p) erzeugt, und dann wird das erste Signal
höherer Spannung (s) zur dritten MIN-Schaltung 17 geführt. In der
ersten MIN-Schaltung 23 wird zwischen dem Farbträgersignal (c)
und dem invertierten Signal (p) ein erstes Signal niedrigerer
Spannung (v) erzeugt, und dann wird das erste Signal niedrigerer
Spannung (v) zur dritten MAX-Schaltung 25 übertragen.
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In der Zwischenzeit wird ein verzögertes Signal (o), das von der
zweiten 1-H Verzögerungsschaltung 22 ausgegeben wird, ebenfalls
in die zweite MAX-Schaltung 19 und in die zweite MIN-Schaltung
24 eingegeben. In der zweiten MAX-Schaltung 19 wird ein zweites
Signal höherer Spannung (t) zwischen dem invertierten Signal (p)
und dem verzögerten Signal (o) erzeugt, und dann wird das zweite
Signal höherer Spannung (t) in die dritte MIN-Schaltung 17
gespeist. In der zweiten MIN-Schaltung 24 wird zwischen dem
invertierten Signal (p) und dem verzögerten Signal (o) ein zweites
Signal niedrigerer Spannung (w) erzeugt, und dann wird das
zweite Signal niedrigerer Spannung (w) in die dritte
MAX-Schaltung 25 gespeist.
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Weiterhin wird in der dritten MIN-Schaltung 17 zwischen dem
ersten Signal höherer Spannung (s) und dem zweiten Signal höherer
Spannung (t) ein drittes Signal niedrigerer Spannung (u)
erzeugt, und dann wird das dritte Signal niedrigerer Spannung (u)
dem Addierer 26 zugeführt. In der dritten MAX-Schaltung 25 wird
zwischen dem ersten Signal niedrigerer Spannung (v) und dem
zweiten Signal niedrigerer Spannung (w) ein drittes Signal
höherer Spannung (x) erzeugt, und dann wird das dritte Signal
höherer Spannung (x) dem Addierer 26 zugeführt. Ein addiertes
Signal (r) vom Addierer 26 wird in die Austastschaltung 4
eingespeist.
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Im folgenden wird nun das Dreizeilen-Typ-Kammfilter 27 als eine
Schaltung zur Unterdrückung von Farbunschärfe und
Farbnebensprechkomponenten in einem Farbträgersignal beschrieben. Es wird
dabei angenommen, daß ein Ursprungsbild, das in Fig. 4 gezeigt
ist, in das Dreizeilen-Typ-Kammfilter 27 eingespeist wird.
Dieses Bild wird aus einem oberen farblosen Abschnitt (A), einem
mittleren farbigen Abschnitt (C) und einem unteren farblosen
Abschnitt (E) gebildet. Ein Bezugszeichen (B) bezeichnet die erste
Zeile des mittleren farbigen Abschnitts (C) und ein
Bezugszeichen (D) zeigt die erste Zeile des unteren farblosen Abschnitts
(E).
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Wenn ein Signal entsprechend dem Abschnitt (B) von der 1-H
Verzögerungsschaltung 20 ausgegeben wird, dann werden die Signale
(c'), (p') und (o'), die in einer Anzeige als horizontale Zeilen
aufeinanderfolgen, angezeigt, wie in Fig. 5A gezeigt. In diesem
Fall ist jeder Signalverlauf der Signale (c), (p), (o), (s),
(t), (u), (v), (w), (x) und (r) ohne Nebensprechen in Fig. 6A
dargestellt. Wenn ein Signal entsprechend dem Abschnitt (D) von
der 1-H Verzögerungsschaltung 20 ausgegeben wird, dann werden
die Signale (c'), (p') und (o') angezeigt, wie in' Fig. 5B
dargestellt. In diesem Fall ist jeder Signalverlauf der Signale (c),
(p), (o), (s), (t), (u), (v), (w), (x) und (r) in Fig. 6B
dargestellt. Somit wird verständlich, daß beim Signal (r) kein
Chrominanzsignal ausgegeben wird. Wenn diese aufeinanderfolgenden
Signale (c'), (P') und (o') die selbe Farbe besitzen, werden all
die Signale (c), (p), (o), (s), (t), (u), (v), (w), (x) und (r),
die in Fig. 6C dargestellt sind, gleichwertig, da die drei
Signale (c'), (P') und (o') eine Vertikal-Wechselbeziehung haben.
Wenn alle drei aufeinanderfolgenden Signale (c'), (P') und (o')
keine Farbe haben, ist das Signal (r) ebenfalls farblos, da
diese drei Signale ebenfalls Vertikal-Wechselbeziehung besitzen.
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Außerdem, wenn eine Farbe zwischen magenta und grün gewechselt
wird, wie in Fig. 5C dargestellt, insbesondere, wenn das Signal
(o') magenta ist und die beiden Signale (P') und (c') grün sind,
ist jeder Signalverlauf der Signale (c), (p), (o), (s), (t),
(u), (v), (w), (x) und (r) in Fig. 6D dargestellt. Es sollte
beachtet werden, daß magenta und grün vollständig unterschieden
werden können.
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Im Falle der Nebensprechkomponenten, ist jeder Signalverlauf der
Signale (c), (p), (o), (s), (t), (u), (v), (w), (x) und (r) in
Fig. 6E dargestellt, da das Nebensprechsignal in jeder anderen
horizontalen Zeile die gleiche Phase hat. So wird beim Signal
(r) verständlich, daß solche Nebensprechkomponenten im
wesentlichen entfernt wurden.
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Wie aus obiger Beschreibung hervorgeht, wird in dem Dreizeilen-
Typ-Kammfilter 27 das Signal (r) als ein gemitteltes Signal
zwischen dem Signal (p) und einem enger am Signal (p) liegenden
Signal in den Signalen (c) und (o) ausgegeben, wobei das Signal
(p) das Hauptsignal dazwischen ist. Darüberhinaus zeigt das
Signal (p) ein 1-H verzögertes Signal. Falls das 1-H verzögerte
Signal (p) als solches in einer Phasensteuerungsschaltung, wie
im folgenden Schritt, verwendet wird, tritt hier eine 1-H
Zeitdauer bei der Durchführung einer Phasenkorrektur auf. Deshalb
ist der Addierer 28 als ein Teil eines
Zweizeilen-Typ-Kammfilters erforderlich, um die 1-H Zeitdauer zu entfernen. Der
Addierer 28, der Inverter 21 und die 1-H Verzögerungsschaltung 20
bilden das Zweizeilen-Typ-Kammfilter zur Korrektur einer solchen
Zeitverzögerung aufgrund des Dreizeilen-Typ-Kammfilters 27 . Im
Addierer 28 wird das Signal (c) zum Signal (p) addiert, um ein
Signal (q) zu erzeugen, und das Signal (q) wird zum Impulsgatter
6 übertragen.
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Fig. 2 zeigt ein Blockschaltbild einer Chrominanzsignal-
Verarbeitungsschaltung, die eine Schaltung zur Unterdrückung von
Farbnebensprechkomponenten im NTSC-System enthält, gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Die
Chrominanzsignal-Verarbeitungsschaltung nach Fig. 2 ist im
wesentlichen die gleiche wie in Fig. 1, mit Ausnahme eines
Kammfilters für Chrominanzsignale 29. In diesem Schaltbild sind
Teile, die mit denen in Fig. 7 identisch sind, durch die
gleichen Bezugszeichen bezeichnet und ihre Beschreibung wird
weggelassen.
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Das Dreizeilen-Typ-Kammfilter 29 enthält erste und zweite 1-H
Verzögerungsschaltungen 20 und 22, einen Inverter 21, erste und
zweite ¼-Dämpfungsschaltungen 30 und 32, eine
½-Dämpfungsschaltung 31 und einen Addierer 33.
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Die Funktion des Dreizeilen-Typ-Kammfilters 29 wird im folgenden
beschrieben. Das Farbträgersignal (c) vom ersten Bandpaßfilter 3
wird in die erste 1-H Verzögerungsschaltung 20 und die erste
¼-Dämpfungsschaltung 30 eingespeist. Ein Ausgangssignal (n)
von der ersten 1-H Verzögerungsschaltung 20 wird zur zweiten 1-H
Verzögerungsschaltung 22 und zum Inverter 21 übertragen. Danach
wird ein Ausgangssignal (o) von der zweiten 1-H
Verzögerungsschaltung 22 zur zweiten ¼-Dämpfungsschaltung 32 geführt, und
ein Ausgangssignal (p) vom Inverter 21 wird in die ½-
Dämpfungsschaltung 31 eingegeben. Schließlich werden
Ausgangssignale von der ersten und zweiten ¼-Dämpfungsschaltung 30 und
32 und der ½-Dämpfungsschaltung 31 im Addierer 33 kombiniert.
Das addierte Signal (r') wird dann zur Austastschaltung 4
übertragen.
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Wenn ein Signal entsprechend dem Abschnitt (B) in Fig. 5A von
der ersten 1-H Verzögerungsschaltung 20 ausgegeben wird, wird
eine Farbkomponente zum farblosen Signal (o') um ¼
hinzuaddiert und das Signal (p') wird als ein farbiges Signal erzeugt,
bei dem 1/¼ des farbigen Signals abgezogen ist. Wenn ein Signal
entsprechend dem Abschnitt (D) in Fig. 5B von der 1-H
Verzögerungsschaltung 20 ausgegeben wird, wird das Signal (o') als ein
farbiges Signal erzeugt, in welchem ¼ des farbigen Signals
abgezogen ist, und eine Farbkomponente wird zum farblosen Signal
(p') um ¼ hinzuaddiert. Auch in der Schaltung zur
Nebensprechunterdrückung im zweiten Ausführungsbeispiel ergibt sich deshalb
eine solch große Wirkung bei der Beseitigung der Farbunschärfe.
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Obwohl die Blockschaltbilder aus den Fig. 1 und 2 vom NTSC-
System sind, werden folgende Änderungen nötig, wenn die oben
genannten vorliegenden Ausführungsbeispiele auf das PAL-System
angewendet werden. Aus dem 160fH-Oszillator 10 wird ein
321fH-Oszillator und die Schaltung 11 zur ¼-Frequenzteilung und
Phasenverschiebung wird in eine Schaltung zur 1/8-Frequenzteilung
und Phasenverschiebung geändert. Daneben werden die erste und
zweite 1-H Verzögerungsschaltung 20 und 22 jeweils in 2-H
Verzögerungsschaltungen geändert. Dann wird das Chrominanzsignal im
Hauptumwandler 2 in ein Signal einer Frequenz von 4,43 HHz
umgewandelt, und der Quarzoszillator 8 erzeugt ein Signal mit einer
Frequenz von 4,43 HHz, wodurch ein' Signal einer Frequenz von
5,06 HHz vom zweiten Bandpaßfilter 13 erhalten wird.