DE38657C - Neuerungen an galvanischen Elementen - Google Patents
Neuerungen an galvanischen ElementenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
In dem Patent No. 36907 ist angegeben, in welcher Weise der Träger für die elektrisch
wirksame Masse mit dem Stromableiter verbunden wird und wie die Contactstellen zwischen
Masse und Stromableiter beschaffen sind. Der letztere bestand wesentlich aus oxydirbarem,
in den isolirenden Träger eingebettetem Metall, dessen aus der Isolirmasse hervorstehende
Contactstellen mit ,Gold oder Platin überzogen waren.
Die vorliegende. Neuerung betrifft nun eine Aenderung dieser Construction, bei welcher
der Stromableiter nicht mehr aus einem oxydirbaren Metall, sondern aus Gold oder Platin
selbst hergestellt ist. Die infolge der hohen Kostspieligkeit dieser Edelmetalle nothwendig
gewordene Umänderung der Anordnung zwischen Träger, elektrisch wirksamer Masse, und
Stromableiter schliefst sich indefs wesentlich den früher gegebenen Constructionen an.
Der Träger für die elektrisch wirksame Masse besteht, wie in dem Haupt-Patent, aus
Guttapercha, Kautschuk, Celluloid, Xylonit oder ähnlicher nicht leitender und nicht oder doch
nur sehr wenig oxydirbarer Masse, an welcher Streifen, Bänder oder flache Drähte von leitendem,
aber nicht oxydirbarem Material (vorzugsweise Gold- oder Platinblätter) derart befestigt
sind, dafs dieselben sicher gehalten werden und gleichzeitig Contact mit der elektrisch
wirksamen Masse herstellen. Es ist bereits früher vorgeschlagen, dieselben Mittel zu demselben
Zweck zu verwenden, indem das leitende Material an dem nicht leitenden durch Löthung, Wärme und Druck anhaftend gemacht
wurde; die vorliegende Erfindung geht nun darauf hinaus, diese Befestigung von Träger
und Leiter in rein mechanischer Weise zu vervollständigen und zu verbessern. Die neue
Befestigungsart besteht wesentlich darin, dafs die Drähte, Streifen u. dergl. entweder ganz
oder nur theilweise in den Träger hineingeflochten oder hindurchgezogen werden, wobei
die an beiden Seiten oder nur an einer Seite, je nachdem man die elektrisch wirksame Masse
auf beiden Seiten oder nur auf einer Seite des Trägers anbringt, hervortretenden Theile des
Leiters in Contact mit der wirksamen Masse gebracht werden.
Die vorliegende Erfindung unterscheidet sich also von der in dem Haupt - Patent beschriebenen
im wesentlichen nur dadurch, dafs hier die Leiter Gold- oder Platinblätter sind, während
bei jener die Leiter aus oxydirbarem Metall waren, welches an denjenigen Stellen,
wo es mit der elektrisch wirksamen Masse in Berührung trat, mit Gold oder Platin bedeckt
war.
Dergleichen Elektroden können für alle Art von galvanischen Elementen und Batterien, ins-
besonders auch für solche benutzt werden, bei welchen die elektrolytische Umwandlung
von Blei oder dessen Verbindungen angestrebt
wird. :
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. ι eine Ansicht einer Elektrode, bei welcher die wirksame
Masse theilweise weggenommen gedacht ist.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach ι -1, Fig. ι,
Fig. 2 a ein Detail.
Fig. 3, 4, 4a und 5 sind entsprechende Ansichten
einer Modification,
Fig. 6 und 7 die einer anderen Modification,
Fig. 8 und 9 eine runde Elektrode.
. In den Fig. 10 bis 12 ist eine zweiseitige flache Elektrode (statt der einseitigen, Fig. 3 bis 9) dargestellt.
. In den Fig. 10 bis 12 ist eine zweiseitige flache Elektrode (statt der einseitigen, Fig. 3 bis 9) dargestellt.
In den Fig. 1 und 2 ist mit α ein T-förmiger
Träger aus isolirendem Material bezeichnet, dessen Mittelrippe durch Schrauben von nicht οxydirbarem Material mit zwei Platten
oder Tafeln von elektrisch, wirksamer Masse b
(welche auch in Platten eingelegt sein kann) befestigt ist. Beiderseitig wird der Contact
hergestellt durch Streifen c von Platin oder Gold, welche durch Schlitze des Trägers a
von einer Seite nach der anderen hindurchgezogen sind, so dafs diese Streifen in Zickzackform,
Fig. 2, liegen.
Zweckmäfsig ordnet man zwei solcher Streifen c neben einander und abwechselnd mit
ihren Oberflächen hervortretend an, Fig. 1, so dafs den Zwischenräumen des einen Streifens
auf je einer Seite die vollen Flächen des anderen entsprechen. Der isolirende Träger wird
so dünn, als es die Haltbarkeit eben erlaubt, hergestellt, um so wenig wie möglich von den
Streifen unbenutzt zu lassen. Beide Streifen sind in elektrischer Verbindung mit dem
kupfernen Leiter d, welcher in dem Kopf des Trägers α befestigt ist und dessen nach unten
umgebogenes Ende in einen Quecksilbernapf eintauchen kann, der an der Seite des Batterietroges
angebracht ist.
Der Träger ruht mit seinem überstehenden Ende auf dem Rand des Troges.
Damit stets ein sicherer Contact erreicht wird, erhält der Träger, wie Fig. 2a zeigt,
einen solchen Querschnitt, dafs die elektrisch wirksame Masse hauptsächlich an den Streifen
und nicht an dem Träger anliegt.
In den Fig. 3 bis 5 hat der Träger a die
Form eines rechteckigen Rahmens mit Nuthen, und die Platte b der wirksamen Masse wird
zwischen den Leisten a1 des Rahmens α gehalten,
wobei eine mittlere Kreuzverbindung gegen die andere Seite der Platte b drückt.
Diese Kreuzverbindung (welche aus einem Stück mit dem Rahmen besteht) ist nur mit
einer Seite der Masse in Berührung, und die Streifen c von Gold oder Platin liegen an derjenigen
Seite. an, - mit welcher; Contact hergestellt
'wird. Wie Fig. 5 zeigt,, können die
Streifen c, ähnlich wie bei Fig. 1 und 2, durch Schlitze des isolirenden Materials hindurchgezogen,
Fig. 4, oder nur theilweise von letzterem gehalten werden, Fig. 4a. In letzterem
Falle sind in den isolirenden Träger Vertiefungen eingegossen oder sonstwie eingeformt
, in welchen die Streifen liegen und durch Querstücke a? vor dem Herausfallen
bewahrt bleiben.
Die Streifen c sind mit dem Leiter d verbunden,
welcher in ähnlicher Weise, wie vorher beschrieben, in dem oberen Theile des Trägers eingebettet ist.
In den Fig. 6 und 7 wird die Platte aus elektrisch wirksamer Masse von Schlitzen gehalten,
welche von den Stäben des Trägers a gebildet werden.
Die Contactstreifen aus Gold oder Platin werden in ähnlicher Weise, wie vorbeschrieben;
angeordnet.
Die Fig. 8 und 9 zeigen eine federnde Tragklemme, von denen mehrere einen cylindrischen
Kern umschliefsen können, entsprechend Fig. 18 und 19 des Haupt-Patentes. Eine
Stahlfeder e ist .in dem isolirenden Material a eingebettet, welches gleichzeitig den Hauptstromleiter
d aufnimmt. .Der Gold- oder Platinstreifen c liegt auf der Innenfläche der
Klemme und wird in derselben Weise, wie vorher erläutert, in derselben gehalten und mit
dem Leiter d verbunden.
In den Fig. 10, 11 und 12 bestehen die
Träger α der Plattea b aus elektrisch wirksamer Masse aus Leisten, welche durch Löthen,
Anschmelzen und Druck an den Wenden des ebenfalls aus isolirendem Material bestehenden
Batteriekastens befestigt sind.
Die Leisten sind an einer Seite des Kastens mit Streifen c von Gold- oder Platinblech
versehen, welche oben umgebogen sind. Gegen diese Leisten werden die Platten aus wirksamer
Masse durch Keile g von· isolirendem Material gegengedrückt, wie dies die Zeichnung
näher angiebt. Jede Platte aus wirksamer Masse erhält auf diese Weise guten Contact
an einer ihrer verticalen Seiten mit je einem leitenden Streifen, welcher zu einem Kupferdraht
h führt, der über die Kante des Troges gebogen ist und in eine mit Quecksilber gefüllte
Rinne eintaucht. Bei der in Fig. 10 bis 12 dargestellten Batterie sind alle Platten
negative Elektroden; die positiven sollen einfach zwischen diese negativen Platten eingehängt
werden und durch eine Quecksilberrinne
auf dem anderen Rand des Troges mit einander verbunden werden.
Die verschiedenen Formen der Elektroden und ihrer Träger, welche die Zeichnung zeigt,
sollen lediglich Beispiele dafür bieten, in welcher Weise nach dieser Erfindung Platinoder
Goldstreifen mit nicht oxydirbarem Trägermaterial und elektrisch wirksamer Masse verbunden
werden. Diese Elektroden sollten jedoch in Batterien, in welchen Verbindungen von
Chlor in der Masse enthalten sind, nicht angewendet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Als Aenderung der unter No. 36907 patentirten, in Anspruch 2. genannten Einrichtung die Anordnung der Streifen oder Drähte aus nicht oder doch schwer oxydirbarem Metall in dem isolirenden Material in der Weise, dafs die Streifen oder Drähte hin und her, ganz oder theilweise durch das isolirende Material hindurchgeführt werden, zu dem Zweck, eine gute Befestigung dieser Streifen oder Drähte ohne mechanische Mittel zu erzielen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE38657C true DE38657C (de) |
Family
ID=314343
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT38657D Expired - Lifetime DE38657C (de) | Neuerungen an galvanischen Elementen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE38657C (de) |
-
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- DE DENDAT38657D patent/DE38657C/de not_active Expired - Lifetime
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