-
Schlagwerk für Gesteinbohrer. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage
vom z. Juni ig i i die Priorität auf Grund der Anmeldung in Norwegen vom z. September
1921 beansprucht. In der Gesteinbohrtechnik sind Schlagwerke für Gesteinbohrer bekannt,
bei denen sich Hammerkörper um eine Welle drehen und dabei auf den Bohrer schlagen,
von diesem zurückgeschleudert werden und sich, gegen schrägflächige Auffangkörper
legend, am Bohrer vorbeibewegen. Dabei ist es bekannt, die Hämmer oder Hammerstiele
entweder unter Federwirkung stehend anzuordnen, oder die Hämmer sind in Bohrungen
eines um eine Welle drehenden Körpers hin und her verschiebbar, oder die Hammerkörper
sind durch ein Verbindungs-Stück unmittelbar gelenkig miteinanci.er verbunden, wobei
eine verschiebbar gelagerte Steuerrolle vorgesehen sein kann.
-
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schlagwerk für Gesteinbohrer, bei
dem sich an Hammerstielen angelenkte Hammerkerper um eine Welle drehen, dabei auf
den Bohrer schlagen und von diesem zurückgeschleudert werden, wobei (las Vorbeibewegen
des Hammers am Bohrer dadurch erfolgt, daß der zurückgeschleuderte Hammer von der
Schrägfläche eines Auffangkörpers aufgefangen wird und in dieser Lage am Bohrer
sich vorbeibewegt, dann vom Auffangkörper abfällt und sich durch die Zentrifugalkraft
radial einstellt. Die Erfindung besteht darin, daß die einzelnen das Schlagwerk
bedienenden Handgriffe bequem nebeneinander angeordnet sind. Durch die Möglichkeit,
die Hammerstiele ganz kurz machen ztr können, läßt sich das Schlagwerk in ein Gehäuse
ganz kleinen Durchmessers einkapseln. Dies wird dadurch begünstigt, daß die Hammerstiele,
an denen die Hammerkörper angelenkt sind, mit der ständig gleichmäßig umlaufenden
Antriebswelle in absetzende Verbindung gelangen. Dazu dienen an der Welle an den
mitzunehmenden Teilen befindliche Mitnahmedaumen. Das Gehäuse ist mit einem Handgriff
zum Tragen und zur Handhabung während des Gebrauches versehen. Der Antrieb erfolgt
vorteilhaft durch eine biegsame Welle, die mit der Schlagwerkwelle so kuppelbar
ist, daß die Kupplung auch von außen während des Gebrauchs der Vorrichtung durch
einen bequem liegenden Handgriff beeinflußt werden kann. Zum Ausgleich von Erschütterungen,
welche die Schlagwirkung der Hämmer zur Folge haben, dienen vorteilhaft Gegengewichte,
zu denen die Auffangkörper für die zurückgeschleuderten Hammerköpfe ausgebildet
sein können. Dabei ist zum Umsetzen des Bohrers am Kapselgehäuse wiecer ein bequem
liegender Handgriff vorhanden. Durch die eigenartige Gesamtanordnung der einzelnen
Teile wird ein handlicher und fortschrittlicher neuer Typ eines derartigen Schlagwerkzeuges
und ein neuer Fabrikationsartikel geschaffen.
-
Auf den beiliegeneen Zeichnungen ist d us Schlagwerk in beispielsweisen
Ausführungsformen dargestellt.
-
Abb. i zeigt schaubildlich die Hammeranordnung des Schlagwerkes, Abb.
2 dieselbe Einrichtung, C ie einzelnen Teile aber voneinander getrennt, um ihre
Stellung zueinander c.eutlicher zu veranschaulichen.
-
Abb. j zeigt eine Ausführungsform mit nur einem Hammerkopf, teilweise
im Schnitt und in Ansicht. Das Gehäuse und der zu beaufschlagende Stößel sind strichliert
dargestellt.
-
Abb..I ist eine Draufsicht mit Querschnitt dazu. Diese Abbildung läßt
eine Ausführungsform einer Kupplung zwischen biegsamer Antriebswelle und Schlagwerkwelle
erkennen.
-
Abb. j zeigt in Ansicht eine andere Ausfhrungsform des Schlagwerks
mit nur einem Hammerkopf.
-
Abb. h wieder einen Ouerschnitt und Draufsicht, dabei das Gehäuse
wieder strichliert gezeichnet.
-
Abb. 7 zeigt das Schlagwerk gemäß Abb. i und 2 gebrauchsfertig und
Abb. 8 eine Ansicht mit teilweisem Schnitt durch eine eigenartige Kupplungsvorrichtung.
Wie Abb. 7 und 8 erkennen lassen, befindet sich das Schlagwerk in einem Gehäuse
ganz kleinen Durchmessers, das aus den beidenTeilen i und 2 besteht, die durch ein
Gelenk ,; miteinander aufklappbar verbunden sind. Zur Sicherung der geschlossenen
Stellung dient irgendeine Sperrvorrichtung ¢, die leicht lösbar ist, damit das Gehäuse
aufgeklappt werden kann.
Am Gehäuseteil :i befindet sich ein Handgriff
5, der sowohl zum Tragen der Vorrichtung als auch zu deren Handhabung während des
Betriebes dient. Der untere Gehäuseteil e trägt einen rohrförmigen Ansatz 6, in
welchem eine Hülse 7 Aufnahme findet, in der sich der zu beaufschlagende Stößel
8 des Bohrers hin und her bewegen kann. Derselbe hat unten einen Bund g, und dieser
ist geführt in einer demententsprechenden Erweiterung io der Hülse 7. In den unteren
Teil der letzteren ist eine Hülse ii eingeschraubt, in der sich das Schwanzende
12 des Stoßbohrers oder eines anderen Werkzeuges hin und her führt. Der Bohrer hat
vorteilhaft unrunden Querschnitt, um nicht nur stoßend, sondern auch drehend zu
wirken, indem der Bohrer oder das sonstige Werkzeug mit der Hülse ii auch gedreht
werden kann. Zur Erreichung dieses Zweckes von Hand aus dient bei der gezeichneten
Ausführung ein Handgriff 13, der mit dem rohrförmigen Ansatz 6 drehbar verbunden
ist und durch Feder 14 und Nut 15 in Verbindung mit den Hülsen 7 und ii gebracht
ist.
-
Die Betätigung des Schlagwerks erfolgt beispielsweise von einer Hohlwelle
16, die sich in Kugellagerung 17 im Gehäuse drehen kann. Gemäß Abb. 8 ist dieWelle
16 mit dem Lamelleneinsatz einer Lamellenkupplung verbunden, während der andere
Satz derselben mit dem Gehäuse 18 verbunden ist. Letzteres wird durch eine biegsame.Welle
angetrieben, die mit dem Gehäuse durch Gewinde ig verbunden werden kann. Zur Sicherung
des Gehäuseteiles i8 in seiner Lage dient eine Schraube 2o in einer achsialen Aussparung
21 des Gehäuses. Die Schraube 2o wird achsial in das Wellenende eingeschraubt. Zur
Betätigung der Kupplung dient auf der anderen Seite ein Stift 22, welcher durch
eine achsiale Bohrung der Welle 16 hindurchgeführt ist und ein Querstück 23 besitzt,
welches mit einer Druckplatte 24 der Lamellenkupplung verbunden ist. Wird gemäß
Abb. 8 der Stift 22 nach links getrieben, so werden die Lamellen der Kupplung aneinandergepreßt
und das Gehäuse 18 wird die Welle 16 mitnehmen. Zur Herbeiführung der achsialen
Verschiebung des Stiftes 22 dient ein handlich und bequem liegender Hebel 25, der
in seinem Kopfe 26 eine Stiftschraube 27 aufnimmt, die durch Gegenmutter 28 gehalten
ist. Das längere Hebelende bildet den Griff 2g, welcher dem Handgriffe 5 entlang
liegt, so daß die Hand, welche am Griff 5 das Werkzeug hält, auch bequem und handlich
den Griff 29 betätigen kann. Der Hebel 25 ist um den Zapfen 3o beWeglich, der am
Gehäuseteil i gelagert ist. Durch die Einstellung der Schraube 27 kann man daher
den Druck auf den verschiebbaren Stift 22 regeln.
-
Bei der in Abb. 4 dargestellten Ausführungsform kommt eine andere
Kupphtngsvorrichtung in Vorschlag. Der Antrieb erfolgt von einer biegsamen Welle
31. Beiderseitig befinden sich gezahnte Backen 32, 33, von denen die Backe 33 durch
einen Splint o. dgl. mit der Welle 35 verbunden ist, die wiederum durch eine Muffe
34 mit der Antriebswelle 31 verbunden ist. In einer achsialen Aussparung der Welle
befindet sich ein Stift 37 mit Querstück 38, welches durch Schlitze 39 in
die Welle und durch Aussparungen 40 in die Klemmbacke 32 greift. Wenn der Stift
37 (durch den Handgriff 25 von Abb. 8) achsial verschoben wird, so kommt die Backe
32 mit dem Klemmkörper 41 in Eingriff und dieser überträgt den Druck seinerseits
auf die Backe 33, die mit der Welle 35 verbunden ist, so daß der Mitnahmekörper
41 beiderseitig gehalten und mitgenommen wird.
-
Bei der in Abb. 6 dargestellten Ausführungsform kommt eine Kupplung
in Fortfall, da hier unmittelbarer Antrieb vorhanden ist, indem die beiden Zapfen
42, 43 mit Rechts- und Linksgewinde versehen sind, uni einen Antrieb von der einen
oder anderen Seite aus herbeizuführen.
-
Das Schlagwerk, wie es die Abb. i und 2, Abb. 7 und 8 erkennen lassen,
besteht darin, daß an der hohlen Welle 16 ein Verstärkungsstück 44 mit Anschlägen
bzw. Daumen 45 und 46 befindlich ist. Diese Daumen sind ferner mit Ansätzen 47 versehen.
Die Hammerstiele 19
und 5o sowie 51 und 52 werden durch die Ansätze 53 und
54 an der Welle gehalten, und zwar unter Gestattung einer begrenzten Beweglichkeit,
wie solche die segmentförmigen Aussparungen 55 und 56 zulassen. Die Hammerstiele
49 und 52 haben in an sich bekannter Weise Gelenkzapfen 57, 58 für den Hammerkopf
59,
der mit seinen Stielarmen 6o, 61 angelenkt ist, und ebenso haben die Hammerstiele
5o, 51 die Zapfen 62, 63 für den Hammerkopf 64, der mit seinen Stielarmen 65, 66
wieder bei 62; 63 angelenkt ist. Die Hammerstiele 49, 52 haben Begrenzungsanschläge
67 für die Abstufungen 68, 69 der Arme 6o und 61. Die Hammerstiele 50, 51
haben wiederum Begrenzungsanschläge 70, 71 für die Abstufungen 72, 73 der Stielarme
65, 66 des Hammerkopfes 64.
-
Im Betriebe dreht sich die Welle 16 in der Pfeilrichtung x, die Ansätze
47 legen sich daher gegen die Nasen 48 und bewirken so die Mitnahme der Hammerstiele
49, 50, während die Ansätze 53, 54 sich gegen die vorderen Kanten der segmentförmigen
Aussparung 55, 56 legen und dadurch die Hammerstiele 51, 52 mitnehmen. Infolge der
gelenkigen Verbindung der Hammerköpfe 59, 64 an den Zapfen 57, 58 bzw. 62,
63 haben diese Hammerköpfe eine Beweglichkeit, die durch die Ansätze 68,
69
bzw. 72-73 gegen die zugehörigen Anschläge der anderen Teile begrenzt
wird. Wenn nun ein Hammerkopf 59, 64 (Abb. 7) auf den Stößel 8 trifft, so wird er
in an sich bekannter Weise
zurückgeschleudert, kommt aber in die
strichlierte Lage nach Abb. 7, da er bei seiner Rückwärtsbewegung von der Anschlagfläche
45 aufgefangen wird.
-
Der Hammerkopf verbleibt infolge seiner Schwerkraft in dieser Lage,
bis er an dem Stößel 8 vorbeigekommen ist, fällt dann durch Gewichtswirkung und
stellt sich durch Schleuderkraft radial. Damit die Hammerstiele 49, 5o auf die Welle
16 gebracht werden können, müssen sie über die Keilansätze 53, 54 hinweggeführt
werden, wozu die Nuten ;4., 75 dienen.
-
Gemäß Abb. 3 und .4 ist das Schlagwerk anders ausgebildet. Der mittlere
Auffangteil .I1 kann, wie bereits beschrieben, mit der Welle 35 durch die Klemmbacken
32, 33 gekuppelt werden. Der Teil 41 besitzt eine Aussparung 76 und in dieser ein
Verbindungsstück 78. Auf der Welle 35 sind bewegliche Arme 79, 8o und diese sind
durch einen hohlen Bolzen 81 miteinander verbunden. Zum Abschließen der Höhlung
kann eine Schraube 82 dienen. Auf die hammerstielartigen Arme 79, 8o wirken Bitnehmer
83, die in der Aussparung 76 einander gegenüberstehen. Um den Zapfen 81 ist mit
der Nabe 84 ein Hammerkopf 85 drehbar gelagert, so daß, wenn sich die Welle 35 in
der Pfeilrichtung y dreht und die Klemmbacken 32, 33 den Mittelteil 4i fassen und
in derselben Richtung drehen, durch die einander gegenüberstehenden Ansätze 83 die
Arme 79, 8o mitgenommen werden und der Hammerkopf ebenfalls in eine Drehbewegung
versetzt wird. Sobald derselbe auf den Stößel aufschlägt, wird er wieder in die
strichlierte Stellung bis an die Fläche 86 des Mittelkörpers 41 zurückgeschleudert
und hier aufgefangen. In dieser Stellung kann bei Weiterdrehung der Hammerkopf 85
an dem von ihm vorher beaufschlagten Stößel vorbeistreichen, fällt dann wieder durch
die Schwerkraft in Bereitschaftstellung, und das 'Spiel wiederholt sich. Die Ouerverbindung
78 dient zur Verbindung der Seitenwände der Aussparung 76 des Mittelkörpers 41.
Gemäß Abb. 5 und 6 ist die Einrichtung noch mehr vereinfacht, indem hier ein Auffangkörper
88 mit einer Aussparung 89 versehen ist. Der Auffangkörper 88 ist auf den Zapfen
42, 43 festgekeilt oder mit ihnen aus einem Stück. Er besitzt Seitenteile 9i, 9z
für einen Verbindungszapfen 93, der beispielsweise durch ein Flachstück 94 an einer
Drehbewegung gehindert ist. Die Nabe 95 des Hammerkopfes 96 hat eine Nase 97 und
der Auffangkörper 88 einen Begrenzungsanschlag 98 für dieselbe. Wenn sich der Auffangkörper
88 dreht, so nimmt er durch die Lagerung 93 den Hammerkopf 96 mit, bis er auf den
Stößel 8 trifft und durch den Rückschlag in die strichlierte Stellung zurückbewegt
und in dieser von der Fläche 89 aufgefangen wird.
-
Dadurch, daß der Auffangkörper .1i gemäß Abb. 3 und 4 und der Auffangkörper
88 gemäß Abb. 5 und 6 eine verhältnismäßig große Masse hat, werden Erschütterungen
möglichst ausgeglichen oder sogar aufgehoben. Bei diesem Schlagwerkzeuge liegen
daher die einzelnen Handgriffe bequem und handlich nebeneinander. Die Schlagwerkwelle
läßt sich bequem ein- und ausschalten. Es erfordert eine nur kleine Einkapselung
und ist in seiner Gesamtanordnung weit handlicher und vorteilhafter, als es die
bisher bekannten. Schlagwerkzeuge sind.