DE3840192C2 - - Google Patents
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- H01H11/04—Apparatus or processes specially adapted for the manufacture of electric switches of switch contacts
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kontaktanordnung gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine solche geht aus der DE-OS 24 31 224 als bekannt
hervor. Dabei ist die Kopfscheibe im Verhältnis zu der
einzigen, darunter liegenden Scheibe mit geringerer
Stärke ausgebildet.
Die Zerlegung des Kontaktstückes in Scheiben hat den
Vorteil, daß ledigllich eine dünne Kopfscheibe aus dem
relativ teuren Lichtbogenkontaktmaterial bestehen muß.
Die weitere, der Kopfscheibe untergebauten Scheibe kann
dann aus kostengünstigem entgastem Kupfer bestehen.
In der Regel werden die Scheiben durch Lötung miteinander
verbunden.
Für die der Kopfscheibe untergebaute Scheibe ist es bekannt,
eine legierte Kupferscheibe zu verwenden (EP 00 52 371 B1).
Eine bekannte Kontaktanordnung für Vakuumschaltkammern
nach der DE 29 05 087 A1 enthält Kontaktstücke, bestehend
aus jeweils einem konisch zulaufenden geschlitzten
Ringkörper als Abbrandelektrode, der von einer den Nennstrom
führenden Elektrode durchsetzt ist. Die Abbrandelektrode
soll durch Gesenkschmieden, Gießen, Pressen
oder durch Stanzen hergestellt sein.
Bei einem anderen Vakuumschaltkontaktstück
(DE 83 30 350 U1) sind die Kontaktstücke durch zwei
scheibenförmige Magnetfeldspulen gebildet. Während die
Spulenbildung in der Kopfscheibe durch sektorales Hinzufügen
von gut leitenden Material vorgenommen werden
soll, wird dies in der untergebauten Scheibe durch dortige
Ausnehmungen bzw. Schlitze erreicht. Letztere sollen
insbesondere durch Stanzen erzeugt werden.
Schließlich ist es aus EP 01 59 737 A1 bekannt, ferromagnetische,
hufeisenförmige Scheiben in der Nähe der Kontaktstücke
einer Vakuumschaltkammer zu plazieren. Die
übereinander gestapelten Scheiben enthalten Löcher, die
eine Zentrierung sowie gegenseitige Verbindung der
Scheiben gestatten.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, die Herstellung der
Kontaktstücke durch Einstanzen der Schlitze zu vereinfachen.
Dies gelingt mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1, nämlich die Materialstärke der einzelnen Scheiben
nicht größer als deren Schlitzbereiche zu wählen.
Es wurde gefunden, daß nur bei Einhaltung dieser Verhältnisse
eine nachbearbeitungsfreie, für die Werkzeuge
verschleißarme also wirtschaftliche Fertigung gelingt.
Durch das Stanzen bzw. Feinschneiden der einzelnen
Scheiben ergibt sich nicht nur eine beträchtliche Arbeitsersparnis,
man ist auch flexibler in der Gestaltung
der Schlitzkonturen. Beim Stanzen ist nahezu jeder
Schlitzradius ohne weiteres machbar.
Je nach Schaltleistung der Kontaktanordnung wird die
Kontaktstückmasse bzw. die Schlitzbreite variiert.
Die Anzahl der Unterbauscheiben aus Kupfer ergibt sich
dann zwangsläufig, da die notwendige Wärmekapazität eines
Kontaktstückes von dessen Masse abhängt.
Für ein typisches Kontaktstück reicht es aus, die Kopfscheibe
in einer Materialstärke von bis zu 3 mm auszuführen.
Die darunter liegende einzige Kupferscheibe kann
dann in Materialistärken bis ca. 6 mm ausgeführt sein.
Die entsprechenden Schlitzbreiten betragen dann 3 mm in
der Kopfscheibe und bis zu 6 mm (je nach Materialstärke)
in der Unterbauscheibe.
Einen großen Schaltleistungsbereich für einen Vakuumleistungsschalter
für Mittelspannung kann man mit Kontaktstücken
abdecken, die aus jeweils zwei Unterbauscheiben
aus Kupfer bei einer Schlitzbreite von 3 bis 6 mm - bei
entsprechender Materialstärke - gebildet sind. Als günstig
haben sich auch Schlitzbreiten von 1,2 bis 1,5 mm
herausgestellt.
Die der Kopfscheibe untergebauten, relativ weichen Kupferscheiben
lassen sich besonders gratfrei im bekannten
Feinschneidverfahren (Feinstanzen) schlitzen.
An Hand eines Ausführungsbeispieles wird die Erfindung
näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Vakuumschaltkammer mit einem zylindrischen
Isolator 1, der von zwei metallischen Deckeln
2, 2a verschlossen ist. Die Deckel werden von den Leiterbolzen
3, 3a durchgriffen. Diese tragen die Kontaktstücke
4, 4a, die jeweils aus drei Scheiben, nämlich
einer Kopfscheibe 5 aus Lichtbogenkontaktmaterial sowie
zwei darunter liegende Kupferscheiben 5a, 5b, aufgebaut
sind. Die Scheibe 5 ist ein Sinterkontaktmaterial. Bewährt
haben sich Kupferchrommaterialien. Aus mechanischen
Gründen kann dem Kontaktstück eine Trägerscheibe 6
aus Edelstahl untergebaut werden.
Metallene Bedampfungschilde 7, 7a sind in bekannter Manier
zum Schutz des Isolators 1 bzw. des Faltenbalges 8
vorhanden.
Fig. 2 zeigt die Kontaktanordnung im Teilschnitt, Fig.
3 die entsprechende Draufsicht auf das Kontaktstück 4,
gemäß Schnittlinien A-A der Fig. 2.
Alle Scheiben sind miteinander hart verlötet. Die geschlitzten
Scheiben 5, 5a, 5b sind so aufeinandergelegt
und ausgerichtet, daß sich jeweils für ein Kontaktstück
durchgehende Schlitze 9 mit einer Schlitzbreite 10 ergeben.
Die spröde Kopfscheibe 5 kann durch konventionelles
Stanzen, bzw. im Feinschneidverfahren, ohne Schneidmittel,
d. h. trocken, geschlitzt werden.
Das Ausrichten der einzelnen Scheiben ist zeitintensiv
und erfordert eine spezielle Vorrichtung, damit im Kontakt
der durchgehende Schlitz entsteht. Es ist daher zusätzlich
vorgesehen, die einzelnen Scheiben mit Zentrierungsmarken
auszustatten, mit deren Hilfe sie selbstzentrierend
für die Lötung aufeinander stapelbar sind.
Solche Zentrierungsmarken können zweckmäßig aus in die
Scheiben eingebrachten und sich entsprechenden Sicken 11
sowie Höcker 12 gebildet sein (siehe Fig. 4 und 5).
Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf einen Schaltkontakt.
Fig. 5 zeigt dessen Querschnitt gem. Linie B-B.
Die nach außen hin abgeschrägte Kopfscheibe 5 besitzt an
der Unterseite jeweils sich um 180° versetzte Sicken 11.
In diese ragen entsprechende Höcker 12 der darunterliegenden
Scheibe 5a. In deren Sicken 11 wiederum greifen
die Höcker 12 der unteren Scheibe 5b ein. Höcker und
Sicken sind kreisrund ausgeführt. Sie werden beim Stanzen
der Schlitze 9 in einem Stanzvorgang eingebracht.
Dabei werden die Höcker 12 von einem Stempel in eine Matrize
durchgedrückt; dadurch wird das Scheibenmaterial
in gewisser Weise verdichtet. Das heißt, der durchgedrückte
Höcker 12 der einen Scheibe hat eine geringere
Tiefe als die gegenüberliegende Sicke 11 der anderen
Scheibe. Dieser Effekt hat zur Folge, daß die Scheiben
beim Übereinanderschichten immer stets satt aufeinanderliegen
und die Höcker nicht stören.
Bei den gezeigten, auf dem Umfang gleich verteilten
Schlitzen 9 ist lediglich daruaf zu achten, daß die
Schlitze 9 einer Kontaktanordnung stets die gleiche
Drehrichtung aufweisen. Es ist auch denkbar, daß ein von
180° abweichendes Raster zur Fixierung der Scheiben gewählt
wird.
Mit der gezeigten Anordnung sind die einzelnen Scheiben
durch Aufeinanderschichten selbstzentrierbar; spezielle
Lötvorrichtungen sind entbehrlich.
Die Kopfscheibe 5 ist durchaus mit Höcker und Sicken
fertigbar. Der nicht benötigte Höcker 12 an der Kontaktseite
wird dann beim Abschrägen dieser Scheibe abgearbeitet
bzw. eingeebnet.
Claims (8)
1. Schaltkontakt-Anordnung für einen elektrischen
Vakuumschalter, mit zwei sich in dessen Vakuumkammer gegenüberstehenden
und relativ zueinander beweglichen Kontaktstücken,
die jeweils aus mindestens zwei mit Schlitzen
durchsetzten Scheiben gebildet sind, wobei
die geschlitzten Scheiben so aufeinandergelegt und ausgerichtet
sind, daß sich jeweils für ein Kontaktstück
durchgehende Schlitze ergeben und für die beiden miteinander
in Berührung bringbaren Kopfscheiben der zwei Kontaktstücke
ein im Vergleich zu der den darunter liegenden Scheibe(n) relativ
sprödes
Lichtbogenkontaktmaterial gewählt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialstärke der einzelnen Scheiben
(5, 5a, 5b) nicht größer als deren Schlitzbreite (10)
gewählt ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kontaktstück aus einer 3 mm starken Kopfscheibe
(5) aus einem Sintermaterial sowie einer darunter
liegenden Kupferscheibe mit einer Stärke zwischen
4 mm und 6 mm gebildet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kontaktstück aus drei Scheiben, nämlich der
Kopfscheibe (5) aus einem Sintermaterial sowie zwei darunter
liegenden Kupferscheiben (5a, 5b) gebildet ist.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlitzbreite (10) 1,2 mm bis 1,5 mm beträgt.
5. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlitzbreite (10) 3 mm bis 6 mm beträgt.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die einzelnen Scheiben (5, 5a,
5b) Zentrierungsmarken enthalten, mit deren Hilfe sie
selbstzentrierend für einen durchgehenden Schlitz (9)
zusammenstellbar sind.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der einen Seite der Scheiben (5, 5a, 5b)
mindestens zwei Sicken (11) und auf der anderen Seite
den Sicken entsprechende Höcker ein- bzw. ausgeprägt
sind und Sicken sowie Höcker für eine Zentrierung der
Scheiben ineinander passen, wobei die Kopfscheibe (5)
lediglich an der zu den Scheiben (5a, 5b) hin gerichteten
Seite Sicken bzw. Höcker aufweist.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Höcker (12) bzw. Sicken (11) einer Scheibe
(5, 5a, 5b) sich in 180°-Anordnung gegenüberliegen.
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-
1988
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Also Published As
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| DE3840192A1 (de) | 1989-06-15 |
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