DE3834693A1 - Land- oder bauwirtschaftlich nutzbarer schlepper mit einer lenkbaren starrachse - Google Patents
Land- oder bauwirtschaftlich nutzbarer schlepper mit einer lenkbaren starrachseInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen land- oder
bauwirtschaftlich nutzbaren Schlepper mit einer lenkbaren
Starrachse, vorzugsweise Vorderachse, deren Achskörper im
Bereich seiner Quermittelebene über einen in
Schlepperlängsrichtung verlaufenden vorderen Tragzapfen in
einem Pendellager eines dem Achskörper in Fahrtrichtung
vorgelagerten Querlenkers geführt ist, welcher in horizontalem
Abstand zum Pendellager in einer fahrgestellfesten Stützstrebe
schwenkbar gelagert ist und dessen Schwenkbewegung gegenüber dem
Fahrgestell abgefedert ist.
Eine Aufhängung einer Starrachse an einem Schlepper gemäß
der vorgenannten Gattung ist aus der DE-OS 35 18 903 bekannt.
Bei dieser Achsaufhängung ist der Achskörper über vordere und
hintere Tragzapfen pendelnd in zwei parallel verlaufenden
Querlenkern gelagert, wobei die beiden Querlenker durch eine den
Achskörper überbrückende Traverse starr miteinander verbunden
sind. Der vordere und der hintere Querlenker sind im Bereich der
Traverse in fahrgestellfesten Stützlagern geführt, wobei in
Verlängerung von deren Lagerachse an dem hinter dem Achskörper
liegenden Querlenker eine Drehstabfeder angreift. Alternativ dazu
kann am hinteren Querlenker wahlweise ein Feder-Dämpfer-Element
am Ende seines über den Tragzapfen hinaus verlängerten
Abschnittes oder am Ende seines über das Stützlager hinaus
verlängerten Abschnittes angeordnet sein. Durch die Verwendung
zweier Querlenker, die durch die Traverse miteinander verbunden
sind, soll ein Kippen des Achskörpers um seine Längsachse
verhindert werden. Folglich muß, insbesondere dann, wenn die
Starrachse als angetriebene Achse ausgebildet ist, die aus den
beiden Querlenkern und der Traverse bestehende Einheit sehr
steif und daher mit hohem Gewicht ausgebildet sein, damit in
bestimmten Fahrzuständen und bei extremer Belastung durch
Verwindungen auftretende Fluchtungsfehler der Lagerung der beiden
Tragzapfen des Achskörpers vermieden werden. Bei angetriebenen
Starrachsen tritt dieses Kippmoment in extremem Maße auf als
Folge der auf die Starrachse wirkenden Anfahr- und Bremsmomente
und es können sich Drehschwingungen in der Achsaufhängung
aufbauen. Darüber hinaus weist die bekannte Aufhängung einer
gefederten Lenkachse auch keine ausreichende Abstützung gegen
Längskräfte auf, obwohl am freien Ende des hinteren Querlenkers
eine in Fahrzeuglängsrichtung verlaufende Führungsstange
angeordnet ist. Diese Führungsstange greift am hinteren
Querlenker an dessen über die Pendellagerung hinaus als Hebelarm
verlängerten Abschnitt gelenkig an und ist ebenfalls gelenkig am
Fahrgestell abgestützt; es treten aber zwischen den Anlenkpunkten
der Führungsstange beim Ein- und Ausfedern des Querlenkers
Änderungen des Abstandmaßes ein, so daß die Führungsstange durch
auftretenden Zwang den gewünschten Bewegungsablauf am Querlenker
behindert. Auch die Verwendung gummielastischer Lagerungen und
eine Schrägstellung der Führungsstange gegenüber der
Schlepperlängsmittelachse können diese Bedingungen nicht
wesentlich verbessern. Da die aus den beiden Querlenkern
bestehende Einheit um eine Achse pendelt, die schräg zur
Schlepperlängsmittelachse verläuft, tritt außerdem beim Ein- und
Ausfedern der Lenkereinheit in unerwünschter Weise ein
Eigenlenkverhalten der Starrachse auf. Schließlich behindert die
die beiden Querlenker miteinander verbindende Traverse die
Pendelbewegungen des Achskörpers um die Tragzapfenachse.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
die vorgenannten Schwierigkeiten zu vermeiden und somit eine
lenkbare Starrachse an einem land- oder bauwirtschaftlichen
Schlepper unter Verwendung kosten- und gewichtsgünstiger Mittel
derart federnd aufzuhängen, daß eine ausreichende Achsführung
gegenüber Längskräften, Brems- und Antriebsmomenten sowie
Seitenkräften vorhanden ist.
Diese Aufgabe wird an einer lenkbaren Starrachse eines land-
oder bauwirtschaftlichen Schleppers der vorgenannten Gattung nach
dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 dadurch gelöst, daß ein
vertikal verlaufendes Feder-Dämpfer-Element unmittelbar am
Querlenker angreift, der sowohl gegenüber der Stützstrebe als
auch dem Feder-Dämpfer-Element und dem Tragzapfen des Achskörpers
mittels Kugelgelenken beweglich geführt ist und daß zentrisch zur
Quermittelebene des Achskörpers an dessen Rückseite ein
horizontal verlaufender Schublenker angreift, der am Fahrgestell
des Schleppers über ein Kugelgelenk frei drehbar geführt ist. Das
Pendellager wird in vorteilhafter Weise mittels des der
Starrachse vorgelagerten Querlenkers in Richtung der
Schlepperhochachse geführt, so daß der Seitenversatz in der
Aufhängung des Achskörpers während des Ein- und Ausfederns des
Feder-Dämpfer-Elements gering gehalten werden kann. Die Folge
davon ist ein guter Geradeauslauf der Starrachse.
An ihrer Rückseite ist die Starrachse über den Schublenker
geführt, der aufgrund seiner Lagerung am Fahrgestell mittels
eines Kugelgelenks Ein- und Ausfederbewegungen der Starrachse
zuläßt. Dieser Schublenker dient mit seiner Führung im
Kugelgelenk als Brems- und Anfahrnickabstützung der Starrachse.
Der Schublenker bewirkt weiterhin aufgrund seiner zentrischen
Anordnung eine optimale Längskraftabstützung des Achskörpers, die
insbesondere bei einseitig wirkenden Stößen, wie sie z. B. beim
Überfahren von Hindernissen mit nur einem Rad auftreten, eine
wesentliche Rolle spielt. Die Ausbildung des Anlenkpunktes des
Schublenkers als Kugelgelenk führt zu kinematisch eindeutigen
Bewegungsabläufen bei geringer Reibung. Diese Bedingungen lassen
sich beispielsweise bei der Verwendung von elastischen Lagern
nicht erfüllen. Durch die strikte Trennung von Längs- und
Querabstützung kann der die Querabstützung bewirkende Querlenker
in einem Freiraum des Schleppers angeordnet werden, der
Variationsmöglichkeiten bei der Festlegung von dessen Höhenlage
zuläßt. Mit einem am Fahrgestell relativ hoch angeordneten
Querlenker, der dann an einem oberhalb der Quermittellinie des
Achskörpers angeordneten Tragzapfen (übermittige Pendelung des
Achskörpers) angreift, ist eine günstige hohe Lage des
Momentanpols realisierbar. Die Kugelgelenke zwischen dem
Querlenker einerseits und dem Feder-Dämpfer-Element, dem
Fahrgestell sowie dem Achskörper andererseits, lassen beim Ein-
und Ausfedern Relativbewegungen der gegenüber dem Fahrgestell
über den Schublenker geführten Achse zu. Die als Kugelgelenk
ausgebildeten Führungen sind geringem Verschleiß ausgesetzt und
führen die Achse bei geringer Reibung sehr exakt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen 2 bis 10 beschrieben. Danach soll das in
vertikaler Richtung verlaufende Feder-Dämpfer-Element an einem
über das Pendellager hinaus verlängerten Hebelarm des Querlenkers
angreifen. Folglich sind die Wege am Feder-Dämpfer-Element größer
als an der Achse, wodurch sich der Wirkungsgrad des Dämpfers
verbessern läßt. Außerdem ist das Feder-Dämpfer-Element dadurch
außerhalb der Schleppermittelachse angeordnet und behindert nicht
den Anbau von Geräten an eine, inbesondere bei
landwirtschaftlichen Schleppern, vorhandene Frontzapfwelle.
Weiterhin soll der Schublenker starr mit dem Achskörper
verbunden sein, wobei das Kugelgelenk am Endes des Schublenkers
gleichzeitig die Funktion eines hinteren Pendellagers übernimmt.
Auf einen gesonderten Tragzapfen auf der Rückseite des
Achskörpers kann somit verzichtet werden und die Achsaufhängung
läßt sich kostenmäßig günstig herstellen. Es besteht natürlich
auch die Möglichkeit, am achsseitigen Ende des Schublenkers
einen mittigen oder übermittigen, d. h. oberhalb des Achskörpers
liegenden Pendelzapfen vorzusehen, der die Achse gemeinsam mit
dem vorderen Tragzapfen trägt.
Der Schublenker kann im Rahmen einer Ausgestaltung der
Erfindung zumindest abschnittweise gabelförmig ausgebildet sein,
wobei starr mit dem Achskörper verbundene Schubstreben
beiderseits einer Ölwanne einer den Schlepper antreibenden
Brennkraftmaschine verlaufen. Bei landwirtschaftlichen Standard-
Schleppern in Blockbauweise ist häufig die Bodenfreiheit der
Ölwanne der Brennkraftmaschine geringer als die des Achskörpers.
Ein gabelförmig ausgebildeter Schublenker kann in vorteilhafter
Weise unter Umgehung der Ölwanne bis an das am Schleppergetriebe
angeordnete fahrgestellseitige Kugelgelenk geführt werden. Eine
Veränderung der Ölwanne ist daher bei Verwendung einer
erfindungsgemäß ausgebildeten Starrachse nicht erforderlich. Bei
Verwendung einer gabelförmig verlaufenden Schubstrebe ergibt
sich außerdem eine große Anschraubbasis des Schublenkers an den
Achskörper und folglich eine steife Struktur für die
Längskraftabstützung des Achskörpers. Die beiden Schubstreben
sollen möglichst nahe der Ölwanne verlaufen, damit sie den
maximalen Lenkeinschlag der Starrachse nicht verringern.
Weiterhin wird vorgeschlagen, daß der Schublenker im Bereich
zwischen dem Kugelgelenk und der diesem zugewandten Stirnseite
der Ölwanne rohrförmig ausgebildet ist. Dieser rohrförmige
Abschnitt, der starr mit dem gabelförmigen Abschnitt verbunden
ist, soll bis an das Kugelgelenk geführt sein. Innerhalb des
rohrförmigen Abschnittes kann die Gelenkwelle angeordnet sein,
die weiterhin durch eine tunnelartige Vertiefung der Ölwanne bis
zu einem innerhalb des Achskörpers angeordneten
Differentialgetriebe geführt ist. Der rohrförmige Abschnitt des
Schublenkers dient somit zum Schutz und zur Führung der
Gelenkwelle, die nur im Bereich des Kugelgelenks
Beugungsbewegungen ausführen muß.
Bei einem weiteren Ausgestaltungsbeispiel der Erfindung ist
vorgesehen, daß der Schublenker insgesamt als rohrförmiges, im
Bereich der vertikalen Längsmittelebene des Schleppers
verlaufendes Element ausgebildet ist. Dieser rohrförmig
ausgebildete Schublenker beansprucht aufgrund seiner kompakten
Bauweise wenig Raum und läßt daher große Lenkeinschläge der
Radachse zu, bei denen aufgrund der Achsgeometrie (Spreizung und
Nachlauf) die gelenkten Räder abschnittweise bis unter das
Fahrgestell des Schleppers geführt werden.
Weiterhin soll das Schwenklager mit größtmöglichem Abstand
zum Pendellager angeordnet sein, der nur begrenzt wird durch
einen Freiraum für einen maximalen Lenkeinschlag von an die
Starrachse angebauten Rädern. Dadurch wird der beim Ein- und
Ausfedern der Radachse auftretende Seitenversatz auf ein Minimum
beschränkt. Wenn die Starrachse als angetriebene Lenkachse
ausgebildet ist, so soll der Erfindung zufolge die zum Antrieb
dienende Gelenkwelle innerhalb des rohrförmigen Schublenkers
angeordnet sein. Die Gelenkwelle benötigt bei mittiger starrer
Verbindung des Schublenkers mit dem Achskörper nunmehr nur noch
ein Gelenk, nämlich im Bereich der gelenkigen Befestigung des
Schublenkers am Fahrgestell. Der Antrieb der Lenkachse kann daher
erheblich einfacher und kostengünstiger gestaltet werden.
Außerdem ist die Gelenkwelle geschützt vor Beschädigungen und
Verschmutzung und es können sich keine Halme an derselben
aufwickeln.
In vorteilhafter Weise kann weiterhin die Federung, die
entweder eine Schraubenfeder, eine hydro-pneumatische oder
pneumatische Feder aufweist, blockierbar ausgebildet sein. Eine
derartige Federblockierung beeinträchtigt nicht die
Pendelfähigkeit des als Waagebalken ausgebildeten Achskörpers und
ist beispielsweise an Ackerschleppern dann vorzusehen, wenn durch
das Ein- oder Ausfedern der Lenkachse Auswirkungen auf das
Regelverhalten eines Krafthebers zu erwarten sind. Gleiches gilt
bei der Verwendung der Starrachse als hintere Lenkachse eines
Radladers, bei dem, je nach Schaufelbelastung, ungünstige
Lageveränderungen am Fahrzeug auftreten können. Da die Federung
über nur ein Feder-Dämpfer-Element verfügt, können in einfacher
Weise mechanische oder hydraulische Blockiereinrichtungen
vorgesehen werden. Schließlich besteht die Möglichkeit, den als
Rohr ausgebildeten Schublenker längenveränderlich zu gestalten,
so daß innerhalb einer Achsenbaureihe ein Schublenker für
unterschiedliche Radstände von Schleppern vorgesehen sein kann.
Zu diesem Zweck kann der Schublenker beispielsweise aus zwei
teleskopartig verstellbaren Rohrabschnitten hergestellt werden.
Die Erfindung ist nicht auf die Merkmalkombination der
Ansprüche beschränkt. Für den Fachmann ergeben sich weitere
sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten von Ansprüchen und einzelnen
Anspruchsmerkmalen aus der Aufgabenstellung.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die
Zeichnung verwiesen, in der zwei Ausführungsbeispiele vereinfacht
dargestellt sind. Es zeigen:
Fig. 1 einen landwirtschaftlichen Schlepper in
Seitenansicht mit durch die Längsmittelebene
verlaufenden Teilschnitten durch eine als
Starrachse ausgebildete Vorderachse und ein
fahrgestellseitiges Gelenk eines Schublenkers,
Fig. 2 eine Vorderansicht des Schleppers gemäß Fig. 1
mit einem Teilschnitt im Bereich der Federung der
Starrachse,
Fig. 3 eine Ansicht III des Schleppers nach den Fig. 1
und 2 auf die Unterseite seines Fahrgestells,
Fig. 4 einen vergrößerten Ausschnitt IV der Darstellung
des Schleppers nach Fig. 3 im Bereich einer
federnden Aufhängung der Starrachse und
Fig. 5 eine Ansicht auf die Unterseite des Fahrgestells
eines Schleppers, bei welchem ein Schublenker
gabelförmig ausgebildet ist.
In den Fig. 1 bis 3 und 5 ist, soweit dargestellt, mit 1
eine Starrachse bezeichnet, die als lenkbare Vorderachse eines
Schleppers 2 dient und Vorderräder 3 über gelenkig an einem
starren Achskörper 4 angeordnete Radköpfe 5 aufnimmt. Der
Achskörper 4 ist wie ein Waagebalken im Bereich seiner
Quermittelebene über einen in Schlepperlängsrichtung verlaufenden
vorderen Tragzapfen 6 in einem Querlenker 7 pendelnd aufgehangen.
An einem als Fahrgestell-Element dienenden Vorderachsbock 8 ist
dieser Querlenker 7 mit Abstand zu seiner Aufnahme des
Tragzapfens 6 schwenkbar über eine Stützstrebe 9 angeordnet. An
das andere Endes des Querlenkers 7 greift ein Feder-Dämpfer-
Element 10 an, das ebenfalls am Vorderachslagerbock 8 befestigt
ist.
Der Achskörper 4 ist gemäß den Fig. 1 bis 3 an seiner
Rückseite starr mit einem rohrförmigen Schublenker 11 verbunden,
der koaxial zum Tragzapfen 6 verläuft und über ein Kugelgelenk 12
frei drehbar an einem an der Unterseite des Schleppers
angeordneten Lagerbock 13 geführt ist. Die Vorderräder 3 der
Starrachse 1 sind über eine innerhalb des rohrförmig
ausgebildeten Schublenkers 11 angeordnete Gelenkwelle 14 von
einem nicht näher dargestellten Verteilergetriebe im Bereich des
Lagerbockes 13 aus antreibbar, und zwar weiterhin über ein
ebenfalls nicht dargestelltes, innerhalb des Achskörpers 4
angeordnetes Differentialgetriebe und Antriebswellen 15.
Das Feder-Dämpfer-Element 10 besteht aus einem
Hydraulikzylinder 16, der gegenüber einem Hydraulikspeicher 17
abgefedert ist (vgl. Fig. 1). Als Dämpfer-Element dient eine
innerhalb der Verbindung von Hydraulikzylinder 16 und
Hydraulikspeicher 17 angeordnete Drossel 18. Weiterhin ist in
dieser Verbindung ein 2/2-Wegeventil 19 angeordnet, das in einer
Stellung für eine Blockierung des Feder-Dämpfer-Elementes 10
sorgt, indem es den Zu- bzw. Ablauf des Hydraulikzylinders 16
absperrt.
Der Fig. 4 ist deutlicher die Anordnung des Querlenkers 7
an der Stützstrebe 9, dem Tragzapfen 6 und dem Feder-Dämpfer-
Element 10 zu entnehmen. Danach nimmt der Querlenker 7 ein
Kugelgelenk 20 auf, über welche der Querlenker 7 auf einem in
der gabelförmig ausgebildeten Stützstrebe 9 angeordneten
Lagerbolzen 21 schwenkbar befestigt ist. Der Tragzapfen 6 ist in
einem Pendellager 22 angeordnet, das ebenfalls ein Kugelgelenk 23
aufweist. Eine Kolbenstange 24 des als Feder-Dämpfer-Elementes 10
dienenden Hydraulikzylinders 16 nimmt an ihrem Ende schließlich
ein Kugelgelenk 25 und einen Lagerbolzen 26 auf, über welche eine
gelenkige Verbindung zwischen dem Querlenker 7 und dem Feder-
Dämpfer-Element 10 hergestellt ist.
Die Funktion der dargestellten Anordnung ist folgende:
Die Starrachse 1 kann aufgrund ihrer mittigen Lagerung über den
Tragzapfen 6 im Querlenker 7 und über das Kugelgelenk 12 des
Schublenkers 11 am Lagerbock 13 waagebalkenartige
Pendelbewegungen vollführen und ermöglicht es somit den
Vorderrädern 3, Unebenheiten des Geländes zu folgen. Die Erhaltung
dieser Pendelfähigkeit der Starrachse 1 ist bei land- oder
bauwirtschaftlich nutzbaren Schleppern wesentliche Voraussetzung
für die Geländetauglichkeit der Achsaufhängung. Über den am
Tragzapfen angreifenden Querlenker 7 ist die Starrachse gegenüber
dem Vorderachslagerbock über das Feder-Dämpfer-Element 10
abgefedert, wobei der Querlenker 7 gleichzeitig für eine
Seiten- und Hochkraftabstützung der Starrachse 1 sorgt. Zur
Aufnahme von Längskräften sowie der von den Vorderrädern 3 auf
die Starrachse 1 übertragenen Anfahr- und Bremsmomente dient der
Schublenker 11. Da sowohl der Querlenker 7 als auch der
Schublenker 11 metallische Lagerungen in Form des im Lagerbock 13
angeordneten Kugelgelenks 12 sowie des Pendellagers 22 und der
Kugelgelenke 20, 23, 25 aufweisen, kann eine exakte
verschleißfreie Führung der Achse mit großer Lebendauer
geschaffen werden. Die Gelenkwelle 14 ist geschützt innerhalb des
rohrförmigen Schublenkers angeordnet und benötigt in
vorteilhafter Weise nur ein Antriebsgelenk im Bereich des
Kugelgelenks 12, an welchem nur geringe Beugewinkel auftreten.
Insgesamt ergibt sich somit eine für den rauhen Einsatz an
land- oder bauwirtschaftlichen Schleppern geeignete
Achsaufhängung mit günstiger Achskinematik und guten
Federeigenschaften.
Bei dem Ausgestaltungsbeispiel nach Fig. 5 ist ein
Schublenker 27 vorgesehen, der, gabelförmig ausgebildet,
Schubstreben 28 und 29 aufweist. Jede dieser Schubstreben 28 und
29 ist seitlich an einer Ölwanne 30 einer Brennkraftmaschine 31
des Schleppers vorbeigeführt und starr mit dem Achskörper 4
verbunden. An diesen aus den beiden Schubstreben 28 und 29
bestehenden Abschnitt des Schublenkers 27 schließt sich ein
rohrförmiger Abschnitt 32 des Schublenkers 27 an, der
schließlich in dem Kugelgelenk 12 endet, das von dem
fahrgestellseitigen Lagerbock 13 aufgenommen ist. Durch diesen
rohrförmigen Abschnitt 32 hindurch ist die Gelenkwelle 14
geführt, die sich weiter durch eine tunnelartige Vertiefung 33
der Ölwanne 30 bis hin zum starren Anschluß an ein mittiges
Differentialgetriebegehäuse 34 der Starrachse 1 erstreckt.
Die Verwendung eines gabelförmig ausgebildeten
Schublenkers 27 weist den Vorteil auf, daß der Freiraum für die
Ölwanne 30 der Brennkraftmaschine 31 nicht beeinträchtigt ist.
Es muß nur die bezüglich ihres Durchmessers kleiner
dimensionierte Gelenkwelle durch die tunnelartige Vertiefung 33
der Ölwanne 30 geführt werden. Mittels der beiden Schubstreben 28
und 29 ist eine besonders steife Längskraftabstützung des
Achskörpers 4 zu verwirklichen.
Bezugszeichen
1 Starrachse
2 Schlepper
3 Vorderräder
4 Achskörper
5 Radköpfe
6 Tragzapfen
7 Querlenker
8 Vorderachslagerbock
9 Stützstrebe
10 Feder-Dämpfer-Element
11 Schublenker
12 Kugelgelenkt von 11 bzw. 27
13 Lagerbock
14 Gelenkwelle
15 Antriebswellen
16 Hydraulikzylinder
17 Hydraulikzylinder
18 Drossel
19 2/2-Wegeventil
20 Kugelgelenk
21 Lagerbolzen
22 Pendellager
23 Kugelgelenk an 22
24 Kolbenstange
25 Kugelgelenk an 24
26 Lagerbolzen
27 Schublenker
28 Schubstrebe
29 Schubstrebe
30 Ölwanne
31 Brennkraftmaschine
32 rohrförmiger Abschnitt von 27
33 tunnelartige Vertiefung
34 Differentialgetriebegehäuse
2 Schlepper
3 Vorderräder
4 Achskörper
5 Radköpfe
6 Tragzapfen
7 Querlenker
8 Vorderachslagerbock
9 Stützstrebe
10 Feder-Dämpfer-Element
11 Schublenker
12 Kugelgelenkt von 11 bzw. 27
13 Lagerbock
14 Gelenkwelle
15 Antriebswellen
16 Hydraulikzylinder
17 Hydraulikzylinder
18 Drossel
19 2/2-Wegeventil
20 Kugelgelenk
21 Lagerbolzen
22 Pendellager
23 Kugelgelenk an 22
24 Kolbenstange
25 Kugelgelenk an 24
26 Lagerbolzen
27 Schublenker
28 Schubstrebe
29 Schubstrebe
30 Ölwanne
31 Brennkraftmaschine
32 rohrförmiger Abschnitt von 27
33 tunnelartige Vertiefung
34 Differentialgetriebegehäuse
Claims (12)
1. Land- oder bauwirtschaftlich nutzbarer Schlepper mit
einer lenkbaren Starrachse (1), vorzugsweise Vorderachse, deren
Achskörper (4) im Bereich seiner Quermittelebene über einen in
Schlepperlängsrichtung verlaufenden vorderen Tragzapfen (6) in
einem Pendellager (22) eines dem Achskörper (4) in Fahrtrichtung
vorgelagerten Querlenkers (7) geführt ist, welcher in
horizontalem Abstand zum Pendellager (22) in einer
fahrgestellfesten Stützstrebe (9) schwenkbar gelagert ist und
dessen Schwenkbewegung gegenüber dem Fahrgestell (8) abgefedert
ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein vertikal
verlaufendes Feder-Dämpfer-Element (10) unmittelbar am
Querlenker (7) angreift, der sowohl gegenüber der Stützstrebe (9)
als auch dem Feder-Dämpfer-Element (10) und dem Tragzapfen (6)
des Achskörpers (4) mittels Kugelgelenken (20, 23, 25) beweglich
geführt ist und daß zentrisch zur Quermittelebene des
Achskörpers (4) an dessen Rückseite ein horizontal verlaufender
Schublenker (11, 27) angreift, der am Fahrgestell (8) des
Schleppers (2) über ein Kugelgelenk (12) frei drehbar geführt
ist.
2. Land- oder bauwirtschaftlich nutzbarer Schlepper nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das in
vertikaler Richtung verlaufende Feder-Dämpfer-Element (10) an
einem über das Pendellager (22) hinaus verlängerten Hebelarm des
Querlenkers (7) angreift.
3. Land- oder bauwirtschaftlich nutzbarer Schlepper nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schublenker (11, 27) starr mit dem Achskörper (4) verbunden ist
und daß das Kugelgelenk (12) gemeinsam mit dem Pendellager (22)
zur pendelnden Aufhängung der Starrachse (1) dient.
4. Land- oder bauwirtschaftlich nutzbarer Schlepper nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schublenker (27) zumindest abschnittweise gabelförmig ausgebildet
ist, wobei zwei starr mit dem Achskörper (4) verbundene
Schubstreben (28 und 29) beiderseits einer Ölwanne (30) einer den
Schlepper (2) antreibenden Brennkraftmaschine (31) verlaufen.
5. Land- oder bauwirtschaftlich nutzbarer Schlepper nach
Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schublenker (27) im Bereich zwischen dem Kugelgelenk (12) und
der diesem zugewandten Stirnseite der Ölwanne einen rohrförmigen
Abschnitt (32) aufweist.
6. Land- oder bauwirtschaftlich nutzbarer Schlepper mit
einer über eine Gelenkwelle (14) angetriebenen Starrachse (1)
nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gelenkwelle (14) innerhalb des rohrförmigen Abschnittes (32)
angeordnet ist und durch eine tunnelartige Vertiefung (33) der
Ölwanne (30) bis zum Achskörper (4) geführt ist.
7. Land- oder bauwirtschaftlich nutzbarer Schlepper nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schublenker (11) als rohrförmiges, im Bereich der vertikalen
Längsmittelebene des Schleppers (2) verlaufendes Element
ausgebildet ist.
8. Land- oder bauwirtschaftlich nutzbarer Schlepper nach
Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Querlenker (7) mit größtmöglichem Abstand zum Pendellager (22)
an der Stützstrebe (9) gelagert ist, der nur begrenzt ist durch
einen Freiraum für einen maximalen Lenkeinschlag an die
Starrachse (1) angebauter Vorderräder (3).
9. Land- oder bauwirtschaftlich nutzbarer Schlepper mit
einer über eine Gelenkwelle (14) angetriebenen Starrachse (1)
nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gelenkwelle (14) innerhalb des rohrförmigen Schublenkers (11)
angeordnet und starr verbunden ist mit einem innerhalb des
Achskörpers (4) angeordneten Differentialgetriebe.
10. Land- oder bauwirtschaftlich nutzbarer Schlepper nach
Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Feder-Dämpfer-Element (10) eine Schraubenfeder aufweist, die
mechanisch blockierbar ist.
11. Land- oder bauwirtschaftlich nutzbarer Schlepper nach
Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Feder-Dämpfer-Element (10) als hydro-pneumatische Federung mit
einem an einen Hydraulikspeicher (17) angeschlossenen
Hydraulikzylinder (16) ausgebildet ist, die mittels eines 2/2-
Wegeventils (19) durch Absperrung der Verbindung zwischen
Hydraulikzylinder (16) und Hydraulikspeicher (17) blockierbar
ist.
12. Land- oder bauwirtschaftlich nutzbarer Schlepper nach
einem der Ansprüche 4 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schublenker (11)
längenveränderlich ausgebildet ist.
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| DE19883834693 DE3834693A1 (de) | 1987-12-17 | 1988-10-12 | Land- oder bauwirtschaftlich nutzbarer schlepper mit einer lenkbaren starrachse |
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Owner name: ZF FRIEDRICHSHAFEN AG, 7990 FRIEDRICHSHAFEN, DE |
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |