DE3741103C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einerseits einen Anschlußkopf für
ein PVC-ummanteltes Kabel nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 oder 2 und andererseits ein Verfahren zur Herstellung
eines solchen Anschlußkopfes nach dem Oberbegriff des An
spruchs 7.
Anschlußköpfe dieser Art werden in vielen Bereichen der
Technik eingesetzt, um Kabelverbindungen herzustellen bzw.
um bestehende Kabelverbindungen schnell lösen zu können.
Besonders im industriellen Einsatz ist es häufig erforder
lich, daß die Verbindung zwischen dem Kabelende und dem
Anschlußgehäuse bzw. dem Anschlußkontakt, beispielsweise
einem Stecker oder einer Dose, dicht und nach außen hin
geschützt ausgebildet ist. Hierzu ist bei PVC-ummantelten
Kabeln ein PVC-Formkörper vorgesehen, der den Bereich zwi
schen Anschlußgehäuse und Kabelende bzw. zwischen Anschluß
kontakt und Kabelende umfaßt.
Bei bekannten Anschlußköpfen dieser Art wird nach Anschluß
des Kabels an den Anschlußkörper (Anschlußgehäuse oder An
schlußkontakt) ein PVC-Formkörper über das Kabelende und
über einen Teil des Anschlußkörpers gestülpt. Um diesen
Formkörper gegenüber dem Kabel und dem Anschlußkörper abzu
dichten, wird anschließend Kunststoff, beispielsweise ein
Komponentenkleber in den Zwischenraum zwischen Formkörper,
Kabelende und Anschlußkörper eingespritzt.
Bei einem anderen Fertigungsverfahren wird nach Anschluß
des Kabels an den Anschlußkörper zunächst diese Verbindung
mit Kunststoff, beispielsweise einem Kunstharz umgossen,
um den dichten Abschluß dieser Verbindung nach außen zu
gewährleisten. Anschließend wird dann ein Formkörper ange
spritzt, der das Kabelende und einen Teil des Anschlußkör
pers umfaßt und so einen mechanischen Schutz des Anschluß
kopfs nach außen bildet.
Nachteilig bei beiden Verfahren ist, daß immer ein zusätz
licher Arbeitsgang zum Abdichten des Anschlußkopfes erforder
lich ist. Die hierfür eingesetzten Kunststoffe haben eine
Aushärtzeit von mehreren Stunden, so daß zu dem erhöhten
Fertigungsaufwand auch eine nicht unbeträchtliche Lagerzeit
während der Fertigung hinzukommt, die die Fertigungskosten
erheblich in den Höhe treibt. Die mit diesen Verfahren her
gestellten Anschlußköpfe haben weiterhin den Nachteil, daß
aufgrund der unterschiedlichen Wärmedehnungen und des unter
schiedlichen Elastizitätsverhaltens zwischen Dichtstoff,
Formkörper, Kabelmantel und Anschlußkörper bei Langzeitbe
lastungen Undichtigkeiten auftreten können. Des weiteren
ist die Handhabung der zum Dichten eingesetzten Kunststoffe,
insbesondere beim Einsatz von Komponentenklebern bezüglich
des exakt einzuhaltenden Mischungsverhältnisses und hinsicht
lich der toxischen Wirkung der Stoffe problematisch.
Eine Verschweißung von Formkörper und Kabelmantel, wie sie
sonst zum dichten Verbinden von PVC-Teilen üblich ist, kann
aufgrund der geometrischen und physikalischen Voraussetzun
gen fertigungstechnisch nicht durchgeführt werden. Moderne
induktive, kapazitive oder andere PVC-Schweißverfahren können
nicht angewendet werden, da innerhalb des Kabels elektrische
Leitungen verlaufen.
Aus der DE 34 17 811 C1 ist ein Verfahren zum Anbringen
eines Anschlußkopfs an einen PVC-ummantelten Kabel bekannt,
bei dem das Kabelende zusammen mit dem Anschlußgehäuse,
nachdem die elektrischen Leiter mit den Kontakten des An
schlußgehäuses verbunden wurden, durch einen PVC-Formkörper
umschlossen wird. Vor dem Anspritzen des PVC-Formkörpers
wird der zum Kabel weisende stirnseitige Bereich des An
schlußgehäuses mit einem Heißschmelzkleber versehen, der
verhindern soll, daß beim späteren Anspritzen des Formkör
pers fließfähiges Formmaterial in die Kontakte des Anschluß
gehäuses gelangt.
Das dort beschriebene Verfahren verhindert zwar das Ein
fließen des Formmaterials in den Bereich der Kontakte, bil
det jedoch keinen dichtenden Abschluß zwischen Formkörper
und Kabelmantel bzw. Formkörper und Anschlußgehäuse, so
daß beim späteren Gebrauch Feuchtigkeit in den Anschlußkopf
gelangen kann. Ein weiterer Nachteil dieses Verfahrens ist,
daß der Heißschmelzklebstoff in einem gesonderten Arbeits
gang aufgebracht werden muß, wodurch sich die Fertigungs
kosten in gleicher Weise wie bei den vorbeschriebenen Ver
fahren erhöhen.
Aus der DE 29 27 558 C2 ist ein Kabelanschluß für ein elek
trisches Gerät bekannt, bei dem das Kabelende sowie der sich
daran anschließende Bereich, in dem die Leiterenden mit
den Gerätekontakten leitend verbunden sind, durch einen
thermoplastischen Formkörper umschlossen ist. Bei der dort
beschriebenen Anordnung geht es im wesentlichen um die Ab
dichtung der Leiterenden gegenüber dem Gerät. Hierzu sind
kurz vor den Kontakten an den Leiterenden Schrumpfschläuche
aufgezogen, die an ihrer Innenseite mit einer schmelzenden
Innenschicht versehen sind, so daß sie beim Aufschrumpfen
dichtend mit dem Leiter verschmelzen. Diese Schrumpfschläu
che erstrecken sich von einem abisolierten Bereich eines
Leiters bis über eine aus thermoplastischem Kunststoff be
stehende Tülle, umfangsseitig über der Isolierhülle des
Leiters angeformt ist. Das Ganze wird von einem Kunst
stofformkörper umgeben, der bis zum Kabelende reicht und
im Bereich der Tülle durch Dichtlippen abgedichtet ist.
Abgesehen davon, daß diese Methode der Abdichtung des Lei
terendes gegenüber dem Gerät sehr zeit- und damit kostenauf
wendig ist, da mindestens drei voneinanader getrennte Verfah
rensschritte erforderlich sind, um einerseits die Tülle,
andererseits den Schrumpfschlauch und zuletzt den Kunststoff
mantel anzubringen, sorgt dieses Verfahren nur für eine
Abdichtung der Leiterenden gegenüber dem Gerät. Es kann
hierdurch jedoch nicht verhindert werden, daß zwischen dem
Kunststoffgehäuse und dem Kabelmantel bzw. der Tülle und dem
Kabelmantel Feuchtigkeit in das Kabel eindringt, insbesonde
re wenn Kunststoffgehäuse, Tülle und Kabelmantel, wie häufig
in technischen Anwendungen aus Gründen der Stabilität erfor
derlich, aus PVC bestehen.
Ausgehend vom erstgenannten Stand der Technik liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Anschlußkopf der ein
gangs genannten Art so auszubilden, daß eine dichte und
langzeitstabile Verbindung zwischen dem aus PVC bestehenden
Kabelmantel und dem ebenfalls aus PVC bestehenden Formkörper
gebildet wird, die kostengünstig und einfach in der Herstel
lung ist. Weiterhin soll ein Verfahren geschaffen werden,
mit dem eine solche Verbindung einfach und günstig herzu
stellen ist.
Die Lösung des gegenständlichen Aufgabenteils ist durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 bzw. den An
spruchs 2 beschrieben.
Der verfahrensmäßige Teil dieser Aufgabe wird durch die im
kennzeichnenden Teil des Anspruchs 7 angegebenen Merkmale
gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Un
teransprüchen 3 bis 6 und 8 bis 11 beschrieben.
Durch das erfindungsgemäße stoffschlüssige Anformen des PVC-
Formkörpers über den gesamten Umfang des Kabelmantels wird
ohne zusätzlichen Materialeinsatz eine extrem dichte und
hoch beanspruchbare Verbindung zwischen Formkörper und Kabel
mantel geschaffen. Eine solche Stoffschlußverbindung kann
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren schnell und einfach
in einem Arbeitsgang hergestellt werden.
Die Ausführung nach Anspruch 1 betrifft einen Anschlußkopf,
bei dem ein oder mehrere Kontakte innerhalb eines Anschluß
gehäuses angeordnet sind, das zusammen mit dem Kabelende
vom PVC-Formkörper umschlossen ist. Bei der Ausführung nach
Anspruch 2 dagegen liegt der Anschlußkontakt zusammen mit
dem Kabelende innerhalb des PVC-Formkörpers. Die Ausführung
mit Anschlußgehäuse ist insbesondere für Leitungsverbindun
gen mit zahlreichen Kontakten und für mechanisch hochbela
stete Leitungsverbindungen vorgesehen. Die Ausführung nach
Anspruch 2, bei der der Formkörper zusätzlich Isolierungs
funktion ausübt, ist beispielsweise für einfache, wenig
mechanisch belastete Kabelverbindungen geeignet, wie sie
z. B. zum Anschluß elektrischer Kleingeräte erforderlich
sind (Eurostecker).
Die Abdichtung zwischen dem PVC-Formkörper und dem Anschluß
gehäuse bzw. dem Anschlußkontakt kann gemäß Anspruch 3 auf
einfache Weise durch dichtende Anlage erfolgen. Eine solche
Abdichtung ist in der Praxis weniger problematisch, da der
Anschlußkörper speziell im Hinblick auf das Dichtproblem
ausgebildet werden kann. So können beispielsweise im An
schlußkörper Hintergreifungen vorgesehen sein, die durch
formschlüssige Anlage des Formkörpers dichtend wirken. Die
Ausbildung des Anschlußkörpers und damit der Dichtung zwi
schen Formschlußkörper und Anschlußgehäuse bzw. Anschlußkon
takt ist auch abhängig vom jeweils verwendeten Werkstoff
des Anschlußkörpers und den damit verbundenen Fertigungsmög
lichkeiten.
Vorteilhaft ist der Anschlußkörper gemäß Anspruch 4 umfangs
seitig mit mindestens einem ringartigen Vorsprung versehen,
der zusammen mit dem umgebenden Formkörper eine Dichtung
bildet. Diese Ausführung eignet sich besonders für Anschluß
körper, die praktisch nur spanend zu bearbeiten sind, bei
spielsweise Stahlteile. Durch das Vorsehen eines oder
mehrerer ringartiger Vorsprünge wird eine Labyrinthdichtung
zwischen Formschlußkörper und Anschlußkörper gebildet.
Besonders vorteilhaft ist eine Ausbildung nach Anspruch 5,
bei der am Anschlußkörper ein im Querschnitt etwa T-förmi
ger umfangsseitiger Ring vorgesehen ist, dessen Flansche zum
Anschlußkörper hin abgewinkelt sind. Dieser Ring wird von
dem angespritzten Formkörper vollständig umschlossen, so
daß einerseits eine sehr gute mechanische Verbindung zwi
schen dem Anschlußgehäuse bzw. dem Anschlußkontakt und dem
Formkörper entsteht und andererseits durch die Hintergrei
fung eine hohe Dichtwirkung gewährleistet ist.
Anspruch 6 beschreibt eine weitere Möglichkeit zur Abdich
tung des Anschlußkörpers gegenüber dem Formkörper. Bei
dieser Ausbildung ist zwischen dem Anschlußkörper und dem
Formkörper zusätzlich ein Dichtring, beispielsweise ein O-
Ring eingegliedert, der durch den umgebenden Formkörper ge
halten wird. Ein solcher Dichtring kann beispielsweise bei
der Ausführung nach Anspruch 4 in einer Hintergreifung ange
ordnet sein, vorzugsweise derart, daß der Dichtring beim
Einspritzen des Formkörpers durch den Einspritzdruck in
seine Dichtlage gepreßt wird. Nach Erkalten des Formkörpers
liegt dann der Dichtring vorgespannt zwischen Anschlußkörper
und Formkörper.
Die Ansprüche 3 bis 6 beschreiben besonders vorteilhafte
Ausbildungen der Abdichtung zwischen Anschlußkörper und
Formkörper, die in einem Fertigungsgang beim Einspritzen
des Formkörpers gebildet werden. Es können jedoch auch an
dere geeignete Dichtsysteme eingesetzt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren nach Anspruch 7 ermöglicht
ein stoffschlüssiges Anformen eines PVC-Formkörpers an ein
PVC-ummanteltes Kabel in einem einzigen Fertigungsgang,
wodurch eine extrem dichte, elastische und langzeitstabile
Verbindung zwischen dem Kabelmantel und dem Formschlußkörper
geschaffen wird. Die Herstellung dieser Verbindung benötigt
im Vergleich zu den bisher bekannten Herstellungsverfahren
keine zusätzlichen technischen Mittel oder Fertigungszeiten.
Die Verbindung wird in einem Arbeitsgang ohne
zusätzlichen Materialaufwand hergestellt. Neben den mecha
nischen Vorteilen dieser Verbindung können erhebliche Ferti
gungskosten im Vergleich zu bekannten Verfahren, bei dem
der Formschlußkörper in einem zusätzlichen Fertigungsschritt
abgedichtet werden muß, erzielt werden. Die Durchlaufzeit
der Fertigung wird zudem erheblich verkürzt, da die Verbin
dung bereits kurz nach dem Einspritzen in das Werkzeug er
starrt, wonach das nun fest mit dem Formschlußkörper verbun
dene Kabel aus dem Werkzeug entfernt und der Weiterverarbei
tung oder dem Endverbraucher zugeführt werden kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann zum Anformen von PVC-
Formkörpern an PVC-ummantelte Kabel eingesetzt werden, bei
spielsweise zum dichten Anbringen eines Anschlußkopfes
oder zum Herstellen einer Kabelverbindung. Auf diese Weise
können z. B. auch Stecker und Kabel verbunden werden, wie
sie im Haushalt eingesetzt werden, um beispielsweise für
Feuchträume zugelassen zu werden.
Die Einspritzung des fließfähigen PVC umfangsseitig etwa
senkrecht in Richtung auf die Kabelummantelung erfolgt vor
teilhaft gemäß Anspruch 8 durch eine Ringdüse oder gemäß
Anspruch 9 durch ringförmig um das Kabel angeordnete Einzel
düsen oder durch eine Kombination von beidem. Welche Düsen
art einzusetzen ist, hängt von der Anwendung des Einzelfalls
ab. Bei Kabeln geringen Durchmessers kann sich eine Ringdüse
als vorteilhaft erweisen, während bei Kabeln großen Durch
messers durch den Einsatz von Einzeldüsen eine exaktere
Steuerung des Einspritzvorgangs möglich sein kann. Beim
Einsatz von Einzeldüsen ist zu beachten, daß der Abstand
der Einzeldüsen nicht zu groß gewählt wird, damit eine Stoff
schlußverbindung über den gesamten Umfang des Kabelmantels
entsteht. Der senkrechte Abstand zwischen den Einspritzdüsen
und dem Kabelmantel ist einerseits so klein zu wählen, daß
der gewünschte Stoffschluß eintritt und andererseits so
groß zu wählen, daß die Kabelummantelung nicht durch die
Einspritzung beschädigt wird.
Vorteilhaft erfolgt die Einspritzung gemäß Anspruch 10 etwa
in dem von der Stirnseite des Anschlußkopfes abgewandten
Endbereich des Formkörper-Spritzgießwerkzeugs, also dort,
wo sich der spätere Formkörper vom Kabelmantel erhebt. Hier
durch wird die Formschlußverbindung in den Übergangsbereich
gelegt, dort wo in Achsrichtung des Kabels gesehen der Form
körper beginnt, die äußere Mantelfläche des Kabels zu bilden.
Der Formkörper ist in diesem Bereich noch verhältnismäßig
dünn ausgebildet und hat daher spezifisch günstigere Festig
keitseigenschaften als im Bereich größerer Wanddicke. Ein
weiterer Vorteil dieser Anordnung ist, daß sich im Betrieb
kein Schmutz zwischen Kabelmantel und Formkörper setzen
kann, der einen mechanischen Verschleiß bewirkt oder eine
zusätzliche Belastung auf die Stoffschlußverbindung ausübt.
Des weiteren liegt in diesem Bereich in der Regel der geeig
nete Abstand zwischen Düsenaustritt und Kabelmantel, so
daß die Düsen nicht unnötig tief in das Spritzgießwerkzeug
eingegliedert werden müssen.
Die Zuführung des fließfähigen PVC zu den Düsen bzw. zu der
Ringdüse erfolgt durch einen zentralen Kanal innerhalb des
Spritzgießwerkzeugs. Dieser zentrale Kanal mündet in einen
Ringkanal, der die daran angeordneten Düsen bzw. die Ring
düse versorgt. Um einen gleichen Einspritzmassenstrom an
allen Einspritzstellen (Düsen bzw. Düsenabschnitten beim
Einsatz einer Ringdüse) zu erzielen, ist eine Ausbildung
gemäß Anspruch 11 vorteilhaft. Durch den mit wachsendem
Abstand vom zentralen Kanal zunehmenden Düsenquerschnitt
werden die Reibungsverluste innerhalb des Ringkanals kompen
siert, so daß an allen Einspritzstellen etwa die gleiche
Menge einfließt, wodurch ein einwandfreier Stoffschluß um
den gesamten Umfang des Kabelmantels entsteht.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand der in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen hälftig im Schnitt dargestellten Anschluß
kopf in stark vereinfachter Darstellung;
Fig. 2 eine andere Ausführung eines Anschlußkopfs in
Schnittdarstellung gemäß Fig. 1 und
Fig. 3 eine dritte Ausführung eines Anschlußkopfs in
Schnittdarstellung nach Fig. 1.
Der in der Fig. 1 dargestellte Anschlußkopf weist ein Ende
eines elektrischen Kabels 1 auf, dessen Leitungen 2 mit
Kontakten 3 eines Anschlußgehäuses 4 leitend verbunden sind.
Das Ende des Kabels 1 sowie der sich daran anschließende
Teil des Anschlußgehäuses 4 sind durch einen Formkörper 5
miteinander verbunden, der den Anschlußkopf nach außen hin
abdichtet und einen mechanischen Schutz bildet.
Das Kabel 1 weist eine aus Polyvinylchlorid (PVC) bestehende
Ummantelung 6 auf, die das Kabel 1 nach außen hin abdichtet
und einen Schutz gegen mechanische Beschädigungen bildet.
Im Kabel 1 sind die elektrischen Leitungen 2 geführt, die
über eine elektrische Verbindung 7, beispielsweise eine
Klemm-, Löt- oder Schweißverbindung mit Leitungen 8 des
Anschlußgehäuses 4 verbunden sind, an deren Ende sich die
Kontakte 3 befinden.
Das Anschlußgehäuse 4 ist etwa zylindrisch ausgebildet und
weist umfangsseitig einen vorspringenden Ring 9 auf. Der
Ring 9 ist im Querschnitt etwa T-förmig, seine Flansche
10 sind an den freien Enden zum zylindrischen Teil des An
schlußgehäuses 4 hin abgebogen, so daß zwei Hintergreifungen
11 gebildet sind. In der zum freien Ende des Anschlußkopfs
weisenden (in der Zeichnung unteren) Hintergreifung 11 ist
ein O-Ring 12 angeordnet.
Das Anschlußgehäuse 4 weist an seinem freien Ende eine um
fangsseitige Nut 13 und eine stirnseitige Bohrung 14 auf,
an deren Ende die Kontakte 3 liegen. Hierdurch ist der eine
Teil einer Kabelsteckverbindung gebildet, an dem ein entspre
chendes, hier nicht dargestelltes Gegenstück formschlüssig
befestigbar ist. Zwischen dem Ring 9 und der Nut 13 ist eine
weitere Nut 15 umfangsseitig vorgesehen.
Von der Nut 15 an in Richtung auf das Kabel 1 ist das An
schlußgehäuse 4 sowie der endseitige Teil des Kabels 1 von
dem aus PVC bestehenden Formkörper 5 vollständig umgeben.
Zwischen dem Formkörper 5 und dem ebenfalls aus PVC beste
henden Kabelmantel 6 ist im Bereich 16, also etwa dort, wo
sich der Formkörper 5 vom Kabelmantel 6 erhebt, eine stoff
schlüssige Verbindung gebildet. Diese stoffschlüssige Verbin
dung dichtet das Kabel 1 gegenüber dem Formkörper 5 über
den gesamten Umfang vollständig ab und bildet zudem eine
stabile mechanische Verbindung zwischen dem Kabel 1 und
dem Formkörper 5.
Um den gesamten Anschlußkopf nach außen hin abzudichten,
liegt der Formkörper 5 im Bereich des Anschlußgehäuses 4
dichtend an diesem an. Da der Formkörper 5 an das Kabel 1
und das Anschlußgehäuse 4 angegossen ist, füllt er die Hin
tergreifungen 11 und die Nut 15 innerhalb des Anschlußgehäu
ses 4 aus. Hierdurch ist ein Formschluß zwischen dem Form
körper 5 und dem Anschlußgehäuse 4 gebildet, der eine sta
bile mechanische Verbindung unabhängig vom Material des
Anschlußgehäuses 4 bildet. Durch den am Anschlußgehäuse
4 umfangsseitig vorgesehenen im Querschnitt T-förmigen Ring
9 wird eine Art Labyrinthdichtung gebildet. Bei der darge
stellten Ausführung ist in der endseitigen Hintergreifung
11 zusätzlich ein O-Ring 12 vorgesehen, der vorgespannt
ist und daher dichtend zwischen Formkörper 5 und dem Ring 9
anliegt. Auf diese Weise ist ein vollständig abgedichteter
und mechanisch stabiler Anschlußkopf gebildet.
Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführung eines Anschlußkopfes,
der in Funktion und Aufbau dem vorbeschriebenen entspricht,
jedoch im endseitigen Bereich zwischen Formkörper 5′ und
Anschlußgehäuse 4′ anders ausgebildet ist. Das Anschlußge
häuse 4′ besteht hier ebenfalls aus einem zylindrischen
Grundkörper mit einer Nut 13 und einer stirnseitigen Bohrung
14, in der die Kontakte 3 liegen. Vom Grundkörper des An
schlußgehäuses 4′ erhebt sich ein etwa L-förmiger Ring 17,
dessen freier Schenkel in Richtung auf das Ende des Kabels
1 abgewinkelt ist. Auf der zum Grundkörper weisenden Seite
dieses Schenkels sind zwei Nuten 18 und 19 vorgesehen. In
der oberen Nut 18 liegt ein O-Ring 20. Die Nuten 18 und
19 sowie der darin liegende O-Ring 20 sind vom Formkörper
5′ umgeben, so daß eine dichte Verbindung zwischen Formkör
per 5′ und Anschlußgehäuse 4′ (ähnlich der anhand der Fig.
1 beschriebenen Ausführung) gebildet ist. Wie die Fig.
2 zeigt, füllt der PVC-Formkörper 5′ den Freiraum zwischen
dem Kabelende 1 und dem Anschlußgehäuse 4′ vollständig aus,
er umgibt das Anschlußgehäuse 4′ im Bereich oberhalb (bezo
gen auf Fig. 2) des Rings 17, an dessen Außenumfang er
sich bündig anschließt.
Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform ist für mecha
nisch hochbelastete Kabelverbindungen vorgesehen. Durch
den einstückig mit dem Anschlußgehäuse 4′ ausgebildeten
L-förmigen Ring 17 ist der PVC-Formkörper 5′ mechanisch
geschützt. Die dichtende Verbindung zwischen Formkörper
5′ und Anschlußgehäuse 4′ liegt in einem durch das Anschluß
gehäuse 4′ geschützten, mechanisch praktisch nicht belaste
ten Bereich.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführung eines Anschlußkopfes,
bei der das Kabel 1 und der Formkörper 5′′ in gleicher Weise
wie in den vorbeschriebenen Ausführungen formschlüssig im
Bereich 16 miteinander verbunden sind. Bei dieser Ausführung
sind die Kontakte jedoch nicht in einem Anschlußgehäuse
angeordnet, sondern direkt im Formkörper 5′′ eingebettet.
Der dargestellte Anschlußkontakt 21 ist über eine elek
trische Verbindung 7 mit der Leitung 2 des Kabels 1 verbun
den. Er ist stiftförmig ausgebildet und weist an seinem
Außenumfang einen im Querschnitt etwa T-förmigen Ring 22
auf, der in Funktion und Anordnung etwa dem Ring 9 der in
Fig. 1 beschriebenen Ausführung entspricht. Dieser Ring
22 bildet zum einen eine mechanische Verankerung des An
schlußkontakts 21 innerhalb des PVC-Formkörpers 5′′, zum
anderen dichtet er den Formkörper 5′′ gegenüber dem Anschluß
kontakt 21 nach außen hin ab. Auch hier kann ggf. ein O-Ring
eingegliedert sein. Das freie Ende des Anschlußkontakts
21 ragt als Kontakt aus der endseitigen Stirnseite des Form
körpers 5′′ heraus. Der dargestellte Anschlußkopf kann bei
spielsweise als Eurostecker dienen. Das Ende des Kabels
1 mit dem Anschlußkontakt 21 ist durch die stoffschlüssige
Verbindung im Bereich 16 sowie durch die dichtende Anlage
im Bereich des T-förmigen Rings 22 vollständig nach außen
hin abgedichtet.
Die am Anschlußgehäuse 4, 4′ bzw. am Anschlußkontakt 21
vorgesehenen Ausbildungen zur Halterung und Abdichtung des
Formkörpers 5, 5′, 5′′ gegenüber dem Anschlußgehäuse 4, 4′
bzw. dem Anschlußkontakt 21 sind nur beispielhaft zu verste
hen, sie sind entsprechend dem Material und der Beanspruchung
des Anschlußkörpers 4, 4′, 21 ausgebildet und können ein
zeln, mehrfach oder in Kombination vorgesehen sein. Hier
können auch geeignete andere Dichtsysteme vorgesehen sein.
Zum Herstellen eines solchen Anschlußkopfes werden das PVC-
ummantelte Kabel 1 mit dem bereits angeschlosenen Anschluß
gehäuse 4, 4′ bzw. dem Anschlußkontakt 21 in ein entspre
chend ausgebildetes Spritzgießwerkzeug eingelegt. Das Ende
des Kabels und das des Anschlußkörpers 4, 4′, 21 werden
dabei dicht in das Spritzgießwerkzeug eingespannt. Sodann
wird über eine Ringdüse oder über ringförmig angeordnete
Einzeldüsen fließfähiges PVC im Bereich 16 in das Spritz
gießwerkzeug eingepreßt. Unter fließfähig in diesem Sinne
ist zu verstehen, daß Druck und Temperatur so gewählt sind,
daß ein bestimmungsgemäßes Einspritzen von PVC möglich ist.
Dies kann, je nach Art des verwendeten PVC, beispielsweise
bei einem Druck von 200 bar und einer Temperatur von 190°C
der Fall sein. Die Einspritzdüse bzw. die Einspritzdüsen
sind so am Spritzgießwerkzeug angeordnet, daß das einge
spritzte Material kurz nach dem Austritt aus der Düse etwa
senkrecht auf den Kabelmantel 6 auftrifft. Der Abstand der
Düsen zum Kabelmantel 6 ist dabei so gewählt, daß der Kabel
mantel 6 beim Einspritzen nicht zerstört wird, jedoch eine
stoffschlüssige Verbindung zwischen dem angeformten Formkör
per 5 und dem Kabelmantel 6 über den gesamten Umfang gebil
det wird. Beim Einspritzvorgang werden im Austrittsbereich
der Düsen die Temperatur und die Fließgeschwindigkeit erhöht,
so daß das eingespritzte Material mit dem Kabelmantel 6
eine Stoffschlußverbindung eingeht, die etwa mit einer
Schweißverbindung vergleichbar ist.
Das Spritzgießwerkzeug wird über die Einspritzdüse (Filman
guß bei einer Ringdüse) bzw. über die Einspritzdüsen voll
ständig gefüllt, so daß schließlich auch der Anschlußkörper
4, 4′, 21 vom PVC des Formkörpers 5, 5′, 5′′ umschlossen
ist. Ein zum Dichten zusätzlich vorgesehener O-Ring 12,
20 wird beim Einpreßvorgang durch den Druck des eingespritz
ten PVC gegen die Wand des Rings 9 bzw. 17 gepreßt. Danach
erkaltet das PVC, so daß der O-Ring 12, 20 vorgespannt ist
und eine gute Dichtung zwischen Anschlußgehäuse 4, 4′ und
Formkörper 5 bildet.
Nach Erstarren des Formkörpers wird das Spritzgießwerkzeug
entfernt, der Anschlußkopf ist dann ohne weitere Arbeits
gänge gebrauchsfertig.
Claims (11)
1. Anschlußkopf für ein PVC-ummanteltes Kabel mit mindestens
einem elektrischen Leiter, der am Kabelende ein Anschlußge
häuse mit wenigstens einem Kontakt aufweist, mit dem der
elektrische Leiter verbunden ist, wobei das Kabelende und
mindestens ein Teil des Anschlußgehäuses durch einen PVC-
Formkörper umschlossen sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß der PVC-Formkörper (5, 5′) unter Ein
bettung des Anschlußgehäuses (4, 4′) umfangsseitig am Kabel
mantel (6) unmittelbar stoffschlüssig dichtend angeformt
ist.
2. Anschlußkopf für eine PVC-ummanteltes Kabel mit mindestens
einem elektrischen Leiter, der am Kabelende einen mit dem
elektrischen Leiter verbundenen Anschlußkontakt aufweist,
wobei das Kabelende und ein Teil des Anschlußkontakts durch
einen PVC-Formkörper umschlossen sind, dadurch ge
kennzeichnet, daß der PVC-Formkörper (5′′) unter
Einbettung des Anschlußkontakts (21) umfangsseitig am Kabel
mantel (6) unmittelbar stoffschlüssig dichtend angeformt
ist.
3. Anschlußkopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der PVC-Formkörper (5, 5′,
5′′) dichtend am Anschlußgehäuse (4, 4′) bzw. am Anschlußkon
takt (21) anliegt.
4. Anschlußkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß das Anschluß
gehäuse (4, 4′) bzw. der Anschlußkontakt (21) umfangsseitig
mindestens einen ringartigen Vorsprung (9, 17, 22) aufweist,
der zusammen mit dem PVC-Formkörper (5, 5′, 5′′) eine Dich
tung bildet.
5. Anschlußkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß das Anschluß
gehäuse (4) bzw. der Anschlußkontakt einen im Querschnitt
etwa T-förmigen umfangsseitigen Ring (9) aufweist, dessen
Flanschenden (10) zum Anschlußgehäuse (4) bzw. zum Anschluß
kontakt hin abgewinkelt sind, und daß dieser Ring (9) vom
PVC-Formkörper (5) umschlossen ist.
6. Anschlußkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß zwischen An
schlußgehäuse (4, 4′) bzw. Anschlußkontakt und PVC-Formkör
per (5, 5′) ein durch den PVC-Formkörper (5, 5′) gehaltener
Dichtring (12, 20) eingegliedert ist.
7. Verfahren zum Anformen eines PVC-Formkörpers an ein PVC-
ummanteltes Kabel zur Herstellung eines Kabelanschlußkopfs
nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem das Kabel in ein
Formkörper-Spritzgießwerkzeug eingelegt und anschließend
fließfähiges PVC eingespritzt wird, dadurch ge
kennzeichnet, daß das fließfähige PVC umfang
seitig etwa senkrecht auf den Kabelmantel (6) eingespritzt
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß das PVC durch eine das Kabel (1) um
schließende Ringdüse eingespritzt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß das PVC durch mehrere umfang
seitig des Kabels (1) angeordnete Einzeldüsen eingespritzt
wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das PVC in dem von der
Stirnseite des Anschlußkopfes abgewandten Endbereich (16)
des Formkörper-Spritzgießwerkzeugs eingespritzt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, bei dem das
fließfähige PVC der Düse/den Düsen durch einen Ringkanal
zugeführt wird, der seinerseits über einen zentralen Kanal
versorgt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Düsenquerschnitt so gewählt wird, daß dieser zum
Erzielen eines an allen Einspritzstellen etwa übereinstimmen
den Massenstroms mit wachsender Entfernung vom zentralen
Kanal zunimmt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873741103 DE3741103A1 (de) | 1987-12-04 | 1987-12-04 | Anschlusskopf und verfahren zur herstellung eines anschlusskopfes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873741103 DE3741103A1 (de) | 1987-12-04 | 1987-12-04 | Anschlusskopf und verfahren zur herstellung eines anschlusskopfes |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3741103A1 DE3741103A1 (de) | 1989-06-15 |
| DE3741103C2 true DE3741103C2 (de) | 1989-12-28 |
Family
ID=6341869
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873741103 Granted DE3741103A1 (de) | 1987-12-04 | 1987-12-04 | Anschlusskopf und verfahren zur herstellung eines anschlusskopfes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3741103A1 (de) |
Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
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| CN114559601B (zh) * | 2022-02-16 | 2024-06-04 | 佛山华胜伟业精密模具有限公司 | 一种t型接头的成型结构以及成型方法 |
| CN118198976B (zh) * | 2024-04-07 | 2024-11-29 | 永固集团股份有限公司 | 一种高压电缆中间保护接头生产装置 |
Family Cites Families (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE2927558C2 (de) * | 1979-07-07 | 1982-10-07 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Anschlußleitung für ein elektrisches Gerät |
| DE3417811C1 (de) * | 1984-05-14 | 1985-10-17 | kabelmetal electro GmbH, 3000 Hannover | Verfahren zum Anbringen eines Kupplungsteils am Ende einer elektrischen Leitung |
-
1987
- 1987-12-04 DE DE19873741103 patent/DE3741103A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3741103A1 (de) | 1989-06-15 |
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