DE3720186C2 - Verfahren für eine rechnergesteuerte Vermittlungseinrichtung, insbesondere für eine sogenannte KEY-Fernsprechvermittlungseinrichtung - Google Patents
Verfahren für eine rechnergesteuerte Vermittlungseinrichtung, insbesondere für eine sogenannte KEY-FernsprechvermittlungseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren für eine rechnergesteuerte
Vermittlungseinrichtung, insbesondere für eine sogenannte
KEY-Fernsprechvermittlungseinrichtung mit einer Koppeleinrich
tung, über die - beeinflußt durch die Steuerrechnereinheit -
die einzelnen Teilnehmerendeinrichtungen jeweils untereinander
oder mit einer externen Leitung verbindbar sind wobei neben der
zwischen den Endeinrichtungen und der Vermittlungseinrichtung
schaltbaren Nutzverbindung eine von der Koppeleinrichtung
unabhängige Steuerverbindung schaltbar ist über die bei der
Betätigung von Tasten wie Namens- oder Leitungstasten Meldungen
übertragen werden und mit der Betätigung einer solchen Taste
unmittelbar die Verbindungsherstellung zu der ihr zugeordneten
Teilnehmerendeinrichtung oder eine Belegung der ihr zugeordneten
externen Leitung eingeleitet wird und wobei aufgrund einer in
der Gegenrichtung übertragenen Information der Frei- bzw. Belegt
zustand der jeweils einer Namenstaste zugeordneten Endeinrich
tung bzw. der einer Leitungstaste zugeordneten externen Leitung
zur Anzeige gebracht wird.
Die für den Anschluß der Endeinrichtung an die Vermittlungs
einrichtung vorgesehene Nutzverbindung und die davon getrennte
Steuerverbindung kann als Nutzkanal bzw. als Steuerkanal
physikalisch auf dem gleichen Übertragungsmedium getrennt durch
unterschiedliche Zeitlagen realisiert sein. Dies gilt beispiels
weise für ein ISDN-Kommunikationssystem bei dem diese genannten
Kanäle nur logisch voneinander getrennt sind und als Über
tragungsmedien die Zweidrahtteilnehmeranschlußleitung dient.
Diese genannten Verbindungsmöglichkeiten können auch jeweils
durch ein voneinander unabängiges Adernpaar realisiert sein.
Dies ist beispielsweise bei den sogenannten KEY-Vermittlungs
einrichtungen der Fall, bei denen die einzelnen Endeinrichtungen
sternförmig über derartige vieradrige Anschlußleitungen mit der
zentralen Einrichtung verbunden sind. Diese Endeinrichtungen
weisen bei einem solchen modernen, rechnergesteuerten Vermitt
lungssystem neben der normalen Wähltastatur weitere leitungs-
bzw. teilnehmerindividuelle Tasten auf, durch deren Betätigung
unmittelbar eine Belegung der betreffenden Leitung, insbesondere
der externen Leitungen und die Verbindungsherstellung zu den
internen Teilnehmern erfolgt. Weiterhin wird an jeder Endein
richtung der vermittlungstechnische Zustand aller übrigen End
einrichtungen und der einzelnen externen Leitungen angezeigt.
Die für die genannten Merkmale notwendige Signalisierung kann
beispielsweise durch eine Spannungsabsenkung auf der Seite der
zentralen Einrichtung und durch eine Stromabsenkung auf der
Seite der jeweiligen Endeinrichtung erfolgen.
Der Einsatz einer Steuerrechnereinheit, die mit einem ent
sprechenden Speichersystem zusammenarbeitet, ermöglicht in einem
solch modern konzipierten Vermittlungssystem eine Reihe von
Leistungsmerkmalen. Die für die einzelnen Endeinrichtungen vor
gesehenen einzelnen unterschiedlichen Leistungsmerkmale oder
die systemspezifischen Leistungsmerkmale sind im sogenannten
Kundendatenspeicherbereich des Speichersystems abgelegt. Solche
Leistungsmerkmale können über ein für derartige Aufgaben vor
bestimmte Teilnehmerendeinrichtung oder über ein Betriebs
terminal geändert oder neu eingegeben werden. So kann u. a. das
Leistungsmerkmal "Rufweiterleitung" eingerichtet werden,
wodurch in denjenigen Fällen, in denen eine Anrufsignalisierung
nach Ablauf einer bestimmten Anzahl von Rufzyklen nicht zu
einer Gesprächsverbindung führt, der Ruf automatisch an eine
andere vorab festgelegte Teilnehmerendeinrichtung weitergeleitet
wird. Die Möglichkeit einer derartigen Rufweiterleitung
kann auch nur für bestimmte Teilnehmer vorgesehen sein.
Es wird damit sichergestellt, daß ein Anrufender mit großer
Wahrscheinlichkeit einen Gesprächspartner erreicht. Bei Ver
mittlungseinrichtungen, in denen ankommende externe Anrufe
nur eine vorbestimmte Teilnehmerstelle erreichen können, kann
eine Rufweiterleitung einprogrammiert sein, falls sich der
betreffende Teilnehmer nicht meldet. Diese Rufweiterleitung
kann entweder nur zu einer vorbestimmten anderen Teilnehmer
stelle erfolgen oder es können nacheinander mehrere vorbe
stimmte Teilnehmerstellen gerufen werden. Dies erfolgt dann
innerhalb dieser Gruppe solange, bis eine Gesprächsverbindung
zustande kommt.
Die Möglichkeit einer Rufumleitung zu einer Teilnehmerstelle
einer bestimmten Teilnehmergruppe mittels eines Tastendruckes
ist beispielsweise durch die DE 28 57 138 C1 bekannt. Bei ei
ner solchen tastengesteuerten Vermittlungsanlage ist es je
doch nicht möglich, während eines Rufzustandes diesen Ruf zu
einer Teilnehmerstelle anhand der vorliegenden Information
über deren Gesprächszustand aktiv weiterzuleiten.
Durch die EP 02 16 381 A2 ist es bekannt, für einen Teilneh
mer die Möglichkeit vorzusehen, daß er während einer Ge
sprächsverbindung einen weiteren für ihn bestimmten Anruf zu
einer anderen Teilnehmerendeinrichtung weiterleitet. Dies
erfolgt aufgrund einer bestimmten vorgeschriebenen Prozedur.
Es liegt ihm in diesem Fall keine Information darüber vor, ob
die Teilnehmerendeinrichtung, zu der er den Anruf weiter
leitet, frei oder besetzt ist.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, in denjenigen Fällen, in
denen ein Teilnehmer, der einen Ruf erhält und trotz Anwesen
heit das Gespräch aus bestimmten Gründen nicht annehmen will,
die Möglichkeit erhält, dem Anrufenden einen Gesprächspartner
anzubieten.
Dies wird dadurch erreicht, daß bei einer während eines an
stehenden Rufsignals an der betreffenden Endeinrichtung
erfolgenden Betätigung einer als frei gekennzeichneten Namens
taste bzw. Leitungstaste aufgrund der dabei über die Steuer
verbindung übertragenen und von der Steuerrechnereinheit
bewerteten Meldungen die dem Prozeß der Rufweiterleitung zu
einem damit feststehenden Ziel entsprechenden Steuerungs- und
Bearbeitungsprozeduren aufgerufen werden.
Es kann also erfindungsgemäß unabhängig davon, ob für diese
betreffende Endeinrichtung die Rufweiterleitung programmiert
ist, in jedem Fall grundsätzlich bei einer internen oder bei
einem ankommenden externen Anruf dieser zu einer anderen Teil
nehmerendeinrichtung weitergereicht werden. Ist bereits z. B.
für externe Anrufe grundsätzlich eine Rufweiterleitung bei
Nichtzustandekommen einer Gesprächsverbindung mit einer für
solche Anrufe ausschließlich vorgesehenen Teilnehmerstelle ein
programmiert, so können erfindungsgemäß bei der Tastenbetätigung
während des anstehenden Rufsignals die dieser ursprünglich
vorgesehenen Rufweiterleitung zugrundeliegenden Funktionsabläufe
aktiviert werden.
Es kann auch gemäß einer Weiterleitung durch eine entsprechende
Programmierung festgelegt sein, daß das Ziel der bei der Be
tätigung einer als frei gekennzeichneten Namens- oder Lei
tungstaste während des anstehenden Rufes ausgelösten Rufweiter
leitung die dieser Namenstaste jeweils zugeordnete Endeinrichtung
ist.
Eine Weiterbildung sieht vor, daß gleichzeitig die Verbindung
zu der der betätigten Taste zugeordneten Endeinrichtung bzw. zu
der externen Leitung nach dem unmittelbar darauffolgenden Ab
heben des Handapparates oder durch das Auslösen einer dem
Abheben entsprechenden Funktion hergestellt wird. In einem
solchen Fall hat also die im Rufzustand erfolgende Betätigung
der Taste eine Mehrfachfunktion zur Folge. Neben der Weiter
leitung des Rufes an die durch das jeweils maßgebende Programm
vorgegebenen anderen Teilnehmerstelle wird zugleich die dieser
Taste ursprünglich zugeordnete Funktion der Verbindungsher
stellung erfüllt.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachstehend anhand einer
Figur erläutert.
Die Figur zeigt im Blockschaltbild einige Funktionseinheiten
einer Vermittlungseinrichtung VE, an die Teilnehmerendeinrich
tungen T0-Tn sternförmig angeschlossen sind. Die Sprachüber
tragung soll im Ausführungsbeispiel auf analoge Weise erfolgen.
Für den Anschluß der Endeinrichtung wird eine vieradrige An
schlußleitung verwendet, die aus dem Sprechadernpaar a/b und
einem Signalisierungsadernpaar c/d besteht. Bei einem aus
schließlich digitalen Vermittlungssystem wären die Steuerver
bindung und die für die Übertragung der Sprachinformationen
vorgesehene Nutzverbindung auf einer zweiadrigen Anschluß
leitung realisierbar, wobei dann mindestens ein Nutzkanal und
ein Steuerkanal je Endeinrichtung durch eine bestimmte Zeit
lage festgelegt werden könnte. Zur im wesentlichen prozeduralen
Anpassung werden die Teilnehmerendeinrichtungen T0-Tn über
eine Anschalteeinheit AT, die auch die Rufanschaltung beinhaltet
mit der elektronischen Koppeleinrichtung KN verbunden. Diese
Anschaltung an die Koppeleinrichtung KN erfolgt für die zu
einer öffentlichen Vermittlungsstelle OF oder zu einem privaten
Netz führenden Leitungen L über die Anschalteeinheit AL. Die
Steuerungsaufgaben des Systems übernimmt die zentrale Steuer
rechnereinheit ZSt, die über einen Systembus SB mit einer
Speichereinheit SE, den genannten Anschalteeinheiten AT bzw. AL
und den weiteren Systemkomponenten, wie beispielsweise der
Koppeleinrichtung KN, einer für die Bildung der Mehrfrequenzcode-
Zeichen dienenden Einheit MZ und einer für die Erzeugung der
Hörtöne zuständigen Einheit HZ gekoppelt ist. Die Aufgaben der
zentralen Steuerung ZSt sind im Ausführungsbeispiel auf zwei
Prozessoren verteilt. Der Prozessor ZP soll beispielsweise der
vermittlungstechnischen Steuerung dienen und durch den
Prozessor DP soll unter Einschaltung der einen Sendeteil S und
einen Empfangsteil E enthaltenden Verarbeitungseinheit Ve die
Signalisierungsbearbeitung erfolgen. Eine solche Verarbeitungs
einheit Ve ist jedem Signalisierungsadernpaar c/d zugeordnet.
Über die Signaladern c/d wird in der Regel eine wechselseitige
Informationsübertragung zwischen einer Endeinrichtung und der
zentralen Steuerrechnereinheit ZSt vorgenommen. Es können
beispielsweise die von der Vermittlungseinrichtung VE zu einer
Endeinrichtung T0-T1 übertragenen Informationen durch eine
binäre Spannungsmodulation und die in der Gegenrichtung zu
übertragenen Informationen durch eine binäre Strommodulation
übermittelt werden. Durch die zuletztgenannte Übertragungsart
kann beispielsweise die an der jeweiligen Endeinrichtung vorge
nommene Betätigung einzelner Tasten signalisiert werden. Wie
dies für die Endeinrichtung T1 angedeutet ist, können im Tasten
satz Ts neben den Zifferntasten Tw der vorhandenen Wähltastatur
weitere Tasten Tf vorhanden sein. Diese Tasten können beispiels
weise Funktionstasten, Leitungstasten und Namenstasten dar
stellen. Bei sogenannten KEY-Vermittlungseinrichtungen kann
durch die Betätigung einer solchen Namenstaste unmittelbar
eine Verbindung zu der dieser Taste fest zugeordneten Endein
richtung durch die Betätigung einer Leitungstaste die
Belegung der dieser Taste zugeordneten externen Leitung Le
erfolgen. Die Signalisierung der Tastenbetätigung soll im Aus
führungsbeispiel durch die Einheit IR in Verbindung mit der
in einer jeden Endeinrichtung vorhandenen Steuereinheit Pe
vorgenommen werden. Wie später noch beschrieben wird hat die
Betätigung einer solchen Namens- bzw. Leitungstaste im Ruf
zustand der jeweiligen Endeinrichtung noch weitere Funktions
abläufe zur Folge. Die für die Endeinrichtung T1 gezeigte
Funktionskomponente UD registriert im Zusammenwirken mit der
Steuereinheit Pe die in der Gegenrichtung aufgrund der hierfür
vorgesehenen Spannungsmodulation übertragenen Informationen.
Diese Informationen können beispielsweise zur Ansteuerung der
durch die Einheit LF angedeuteten Anzeigeelementen führen. Durch
derartige Anzeigeelemente, die beispielsweise durch Leuchtdioden
realisiert sind kann der vermittlungstechnische Zustand aller
übrigen Endeinrichtungen angezeigt werden. Über das jeweilige
a/b Adernpaar werden die Sprachinformationen übertragen. Mit
diesen Sprechadern ist die Sprechschaltung Sp verbunden. Sie
dient im Zusammenhang mit dem Handapparat HA der Verarbeitung
der im Ausführungsbeispiel auf analoge Weise übertragenen
Sprachinformationen und bildet den Leitungsabschluß.
Die Prozessoren ZP und DP haben über den Systembus SB Zugriff
zu den in der Speichereinrichtung SE abgelegten Daten. Diese
betreffen u. a. das im Speicherbereich P abgelegte gesamte
Systemprogramm und die zu ihm gehörigen und im Arbeitsspeicher A
enthaltenen betriebstechnischen Daten. In dem Speicherteil KD
sind die Kundendaten abgelegt, zu denen beispielsweise die für
die Anlage vorgesehenen Kurzrufnummern und die den einzelnen
Teilnehmerendeinrichtungen zugeteilten Berechtigungen für die
Inanspruchnahme von Leistungsmerkmalen gehören. Diesen geladen
den Kundendatensatz kann man mit Hilfe der Betriebstechnik
individuell über betriebstechnische Aufträge ändern, neu
eingeben oder gegebenenfalls kontrollieren. Der hierzu not
wendige Dialog mit der Anlage kann über eine hierfür vorge
sehene Endeinrichtung bzw. über ein sogenanntes Betriebsterminal
geführt werden.
Durch entsprechend abgespeicherte Programme besteht für die
Vermittlungseinrichtung VE die Möglichkeit, durch die im Ruf
zustand einer Endeinrichtung vorgenommene Betätigung einer der
dort zusätzlich vorhandenen Namens- bzw. einer Leitungstaste
den anstehenden Ruf an eine andere Endeinrichtung weiter zu
reichen. Es könnte zu diesem Zweck grundsätzlich auch eine
zusätzliche Funktionstaste vorgesehen werden. Durch die zentrale
Steuereinrichtung werden also in den Fällen, in denen bei einer
gerade gerufenen Endeinrichtung eine der genannten Tasten
betätigt wird nach dem Erkennen dieser Tatsache anstelle der
bisherigen Endeinrichtung eine andere Endeinrichtung gerufen.
Die Auswahl dieser Endeinrichtung durch das System kann je
nach den im Programmspeicher festgelegten Abläufen in unter
schiedlicher Weise erfolgen. Es können hierzu die bei einer
normalen Rufweiterleitung vorgesehenen Abläufe aktiviert
werden. Ist ein solches Leitungsmerkmal vorgesehen, so erfolgt
immer dann eine Anrufsignalisierung zu einer vorab festgelegten
weiteren Teilnehmerendeinrichtung wenn sich der ursprünglich
gewünschte Teilnehmer innerhalb einer gewissen Zeit oder nach
einer bestimmten Anzahl von Rufzyklen nicht meldet. Für eine
solche normale Rufweiterleitung kann eine einzelne weitere
Endeinrichtung oder eine Gruppe von im Rahmen einer solchen
Rufweiterleitung erreichbaren Endeinrichtungen vorgesehen
werden. Diese nach bestimmten Gesichtspunkten ausgesuchte
Endeinrichtung bzw. die ausgesuchte Gruppe von Endeinrich
tungen sind in einer Liste L im Kundendatenspeicher KD abge
speichert. Es wird innerhalb einer vorbestimmten Gruppe von
Teilnehmerendeinrichtungen das Rufsignal solange nachein
ander zu den einzelnen Teilnehmerendeinrichtungen weitergeleitet
bis eine Gesprächsverbindung zustande kommt. Werden diese be
sonders ausgewählten Teilnehmerendeinrichtungen im Rahmen der
Rufweiterleitung ergebnislos gerufen, so kann auch noch vorge
sehen sein, daß sich daran ein allgemeiner Systemsuchlauf an
schließt. Bei einem solchen Systemsuchlauf können dann alle
übrigen Teilnehmerendeinrichtungen nacheinander in einer fest
gelegten Reihenfolge gerufen werden.
Signalisiert nun ein Teilnehmer durch die Betätigung einer
Taste Tf, die also eine Namens- bzw. eine Leitungstaste sein
kann, daß er den für ihn anstehenden Ruf weiterleiten will so
kann durch die Steuerrechnereinheit ZSt die für die normale
Rufweiterleitung gleichfalls vorzusehende Ablauffolge aufge
rufen werden. Durch das Tätigwerden des Teilnehmers im Ruf
zustand seiner eigenen Endeinrichtung kann also beispiels
weise die in der Liste L abgespeicherte Endeinrichtung bzw.
die erste der darin abgespeicherten Endeinrichtungen unter
gleichzeitiger Abschaltung des Rufsignals für seine eigene
Teilnehmerstelle gerufen werden. Diese Möglichkeit der Weiter
reichung eines Rufes, den der Teilnehmer nicht anzunehmen
wünscht kann grundsätzlich für alle Teilnehmerstellen vorgesehen
werden. Es können für dieses Leistungsmerkmal auch nur bestimmte
Teilnehmerstellen in Betracht kommen. Die Inanspruchnahme
dieses Leistungsmerkmals kann beispielsweise auch auf Teil
nehmerendeinrichtungen beschränkt sein, die zu einer für die
normale Rufweiterleitung vorgesehene Gruppe gehören. Die
einzelnen Möglichkeiten sind durch betriebstechnische Eingaben
zu programmieren. Im Zusammenhang mit dieser aktiven Weiter
reichung eines für eine Teilnehmerendeinrichtung anliegenden
Rufsignals kann eine weitere Variante eingeführt werden. Wird
während des Rufzustandes der eigenen Teilnehmerstelle eine dort
vorhandene Namenstaste einer als frei gekennzeichneten anderen
Endeinrichtung betätigt, so kann damit eine Doppelfunktion aus
gelöst werden. Einmal wird in der geschilderten Weise der
anstehende Anruf weitergereicht und gleichzeitig wird der Ver
bindungsaufbau zu der Endeinrichtung, die der betätigten Namens
taste zugeordnet ist, eingeleitet. Die Verbindungsdurchschaltung
zu dieser Endeinrichtung setzt dann das Abheben des Handapparates
oder das Auslösen einer dem Abheben entsprechenden Funktion
voraus. Bezieht man diese zuletzt genannte Möglichkeit auf eine
Leitungstaste, so wird bei ihrer Betätigung der anstehende Ruf
weitergereicht und gleichzeitig die freie externe Leitung
belegt.
Claims (4)
1. Verfahren für eine rechnergesteuerte Vermittlungseinrichtung,
insbesondere für eine sogenannte KEY-Fernsprechvermittlungsein
richtung mit einer Koppeleinrichtung, über die - beeinflußt
durch die Steuerrechnereinheit - die einzelnen Teilnehmerend
einrichtungen jeweils untereinander oder mit einer externen
Leitung verbindbar sind, wobei neben der zwischen den Endein
richtungen und der Vermittlungseinrichtung schaltbaren Amts
verbindung eine von der Koppeleinrichtung unabhängige Steuer
verbindung schaltbar ist über die bei der Betätigung von Tasten
wie Namenstasten oder Leitungstasten Meldungen übertragen
werden und mit der Betätigung einer solchen Taste unmittelbar
die Verbindungsherstellung zu der ihr zugeordneten Teilnehmer
endeinrichtung oder eine Belegung der ihr zugeordneten externen
Leitung eingeleitet wird und wobei aufgrund einer in der Gegen
richtung übertragenen Information der Frei- bzw. Belegtzustand
der jeweils einer Namenstaste zugeordneten Endeinrichtung bzw.
der einer Leitungstaste zugeordneten externen Leitung zur
Anzeige gebracht wird,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einer
während eines anstehenden Rufsignals an der betreffenden Endein
richtung erfolgenden Betätigung einer als frei gekennzeichneten
Namenstaste bzw. Leitungstaste aufgrund der dabei über die
Steuerverbindung übertragenen und von der Steuerrechnereinheit
bewerteten Meldungen die den Prozeß der Rufweiterleitung zu
einem damit festliegenden Ziel entsprechenden Steuerungs- und
Bearbeitungsprozeduren aufgerufen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß als Ziel
der Rufweiterleitung eine bestimmte oder eine von mehreren
nacheinander bis zum Zustandekommen einer Gesprächsverbindung
von vornherein zur Rufweiterleitung durch eine entsprechende
Abspeicherung vorbestimmten Endeinrichtungen vorgesehen ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß als Ziel
bei der Betätigung einer als frei gekennzeichneten Namenstaste
der anstehnde Ruf zu der ihr zugeordneten Endeinrichtung
weitergeleitet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig
die Verbindung zu der der Taste zugeordneten Endeinrichtung
bzw. externen Leitung nach dem unmittelbar darauffolgenden
Abheben des Handapparates oder durch das Auslösen einer dem
Abheben entsprechenden Funktion hergestellt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873720186 DE3720186C2 (de) | 1987-06-16 | 1987-06-16 | Verfahren für eine rechnergesteuerte Vermittlungseinrichtung, insbesondere für eine sogenannte KEY-Fernsprechvermittlungseinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873720186 DE3720186C2 (de) | 1987-06-16 | 1987-06-16 | Verfahren für eine rechnergesteuerte Vermittlungseinrichtung, insbesondere für eine sogenannte KEY-Fernsprechvermittlungseinrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3720186A1 DE3720186A1 (de) | 1988-12-29 |
| DE3720186C2 true DE3720186C2 (de) | 1994-07-21 |
Family
ID=6329848
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873720186 Expired - Lifetime DE3720186C2 (de) | 1987-06-16 | 1987-06-16 | Verfahren für eine rechnergesteuerte Vermittlungseinrichtung, insbesondere für eine sogenannte KEY-Fernsprechvermittlungseinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3720186C2 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4150257A (en) * | 1977-10-31 | 1979-04-17 | Bell Telephone Laboratories, Incorporated | Communication system call coverage arrangements |
| US4723273A (en) * | 1985-09-25 | 1988-02-02 | American Telephone And Telegraph Company, At&T Bell Laboratories | Discretionary call forwarding |
-
1987
- 1987-06-16 DE DE19873720186 patent/DE3720186C2/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3720186A1 (de) | 1988-12-29 |
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Legal Events
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| 8320 | Willingness to grant licenses declared (paragraph 23) |