DE3709591C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Saunaofen nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 oder 2.
Die zum ganzjährigen Gebrauch beabsichtigten Saunas
mit einem elektrischen Saunaofen werden sehr oft auch mit
Heizung von einem anderen Typ versehen, und zwar zum
Aufrechterhalten einer normalen Raumtemperatur in der
Sauna auch wenn sie nicht geheizt ist. Zu dieser
Heizung des Saunaraums werden gewöhnlich dieselben Verfahrensweisen
benutzt wie zur Heizung der übrigen Teile
des Gebäudes. Somit ist ein Heizkörper mit zirkulierendem
Wasser eine sehr allgemeine Lösung zur Heizung eines
Saunaraums. In elektrisch geheizten Gebäuden können zur
Heizung des Saunaraums entweder besondere, für feuchte
Räume geplante elektrische Heizgeräte oder auch Bodenbeheizung
verwendet werden, die entweder mit Elektrizität
oder warmen Kreislaufwasser fungieren kann. In jedem Fall
setzt ein Saunaraum meistens die Verwendung getrennter
Heizungsanordnungen voraus, die somit immer irgendwelche
Kosten sowohl mit Rücksicht auf Anschaffung von Material
als auch auf Montagearbeit verursachen.
Ein elektrischer Saunaofen nach dem Oberbegriff der Ansprüche
1 und 2 ist aus der DE-AS 12 32 674 bekannt. Eine Heizung
auch des Saunavorraums ist damit nicht möglich.
Aus der prioritätsälteren, nicht vorveröffentlichten DE-OS 36 30 856
ist ein elektrischer Saunaofen bekannt, der einen oder
mehrere elektrische Widerstände zur Erhitzung des Saunaofens,
Organe zur Zuführung von elektrischem Strom und Thermostat-
Temperaturbegrenzungsorgane zur Steuerung der Stromzuführung
besitzt. Der Thermostat ist derart angeordnet, daß er hauptsächlich
auf die von den Heizwiderständen abgegebene Wärmestrahlung
reagiert. Der Fühler des Thermostats ist zu diesem
Zweck in der unmittelbaren Nähe der Heizwiderstände angeordnet.
Nach einer Alternative ist zwischen dem Fühler des
Thermostaten und den Heizwiderständen ein Strahlungsschutz
angeordnet, der die Wärmestrahlung von den Heizwiderständen
an das Fühlelement vermittelt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektrischen Saunaofen
der eingangs angegebenen Art vorzuschlagen, mit dem ein
zusätzlicher Ofen zur Heizung des Saunavorraums und die damit
verbundene Montagearbeit eingespart werden können.
Nach einem ersten Vorschlag wird diese Aufgabe durch die im
kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale
gelöst. Es ist ein zusätzlicher, von dem oder den elektrischen
Widerständen des Saunaofens getrennter Raumheizwiderstand
vorhanden, der durch einen Steuerschalter getrennt
schaltbar ist.
Nach einem weiteren Vorschlag, für den selbständig Schutz
beansprucht wird, wird die Aufgabe durch die im kennzeichnenden
Teil des nebengeordneten Anspruchs 2 angegebenen
Merkmale gelöst. Danach sind die elektrischen Widerstände des
Saunaofens durch den Umschalter in unterschiedliche Leistungsstufen
schaltbar.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Durch die erfindungsgemäße Lösung können ein zusätzlicher
Ofen zur Heizung des Saunavorraums und die damit verbundene
Montagearbeit eingespart werden. Der Raumheizwiderstand wird
entweder von einem zusätzlichen, von dem oder den elektrischen
Widerständen des Saunaofens getrennten Widerstand
gebildet oder durch die elektrischen Widerstände des Saunaofens
selbst, die durch den Umschalter in unterschiedliche
Leistungsstufen schaltbar sind. Die Grundidee der Erfindung
besteht darin, daß der im Saunaraum montierte elektrische
Saunaofen zur Heizung des Saunavorraums auch dann benutzt
werden kann, wenn die Sauna nicht zum Saunen verwendet wird,
und zwar dadurch, daß entweder ein zur Raumheizung geeigneter
Widerstand als getrennter Widerstand am Saunaofen angebracht
wird oder daß elektrische Widerstände des Saunaofens hintereinander
geschaltet werden. Für die Heizung des Saunavorraums
sind dann keine getrennten Anordnungen nötig; es können vielmehr
die Konstruktionen und Ausrüstungen des Saunaofens benutzt
werden. Insbesondere dann, wenn es sich um solche
Saunaöfen handelt, die mit einer eingebauten Steuerzentrale
versehen sind, so daß elektrischer Strom immer zur Verfügung
steht, kann dieselbe Elektrizitätszuleitung sowohl zur Raumheizung
als auch zur Heizung des Saunaofens benutzt werden.
Außerdem können zur Steuerung der Raumheizung auch der
Temperaturbegrenzer und eventuell auch der Thermostat des
Saunaofens verwendet werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand
der beigefügten Zeichnung im einzelnen erläutert. In der
Zeichnung zeigt
Fig. 1 das Schaltschema einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2 das Schaltschema einer zweiten Ausführungsform,
Fig. 3 das Schaltschema einer dritten Ausführungsform und
Fig. 4 das Schaltschema einer vierten Ausführungsform.
In Fig. 1 wird das Schaltschema einer ersten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen elektrischen Saunaofens gezeigt. In
dieser Ausführungsform sind die elektrischen Heizwiderstände
5L1, 5L2 und 5L3 des elektrischen Saunaofens sterngeschaltet.
Den elektrischen Heizwiderständen wird Strom über einen Zeitschalter
8, einen Thermostat 7 und einen Temperaturbegrenzer
6 aus den Leitungen L1, L2 und L3 des dreiphasigen elektrischen
Netzes zugeführt. In Verbindung mit dem Saunaofen ist
außerdem ein getrennter Raumheizwiderstand 4 angeordnet, der
zum Aufrechterhalten einer erwünschten Raumtemperatur im Vorraum
(Montageraum) des Saunaofens dient, wenn der Saunaofen
nicht beheizt wird. Dieser getrennte Raumwiderstand 4 kann in
einer gewünschten Weise in Verbindung mit dem Saunaofen angebracht
werden, beispielsweise außerhalb des Ofens, vor,
hinter, unter oder auf dem Ofen, seitlich oder - vielleicht
am allervorteilhaftesten - innerhalb des Saunaofens, wobei
die Einkapselung des Saunaofens teilweise auch als Einkapselung
dieses Raumheizwiderstandes verwendet werden kann.
Natürlich kann der Raumheizwiderstand mit seinen Steuergeräten
auch in einer getrennten Einheit eingekapselt werden,
die am Saunaofen befestigt wird. Diese Steuergeräte enthalten
in der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform einen Steuerschalter
1, einen Thermostat 2 und einen Temperaturbegrenzer 3.
Der Steuerschalter 1 ist an die Leitung L3 des dreiphasigen
elektrischen Netzes angeschlossen. Eine Anschlußklemme des
Heizwiderstandes 4 liegt an einem Erdleiter N des dreiphasigen
Netzes an. Bei dem in Fig. 1 gezeigten elektrischen Saunaofen
ist die Steuerzentrale in Verbindung mit dem Saunaofen
angebracht. Dabei ist der elektrische Strom immer an die Eingangsklemmen
des Zeitschalters 8 angeschlossen. Der Raumheizwiderstand
4 kann diesen elektrischen Anschluß ausnutzen.
Somit braucht keine getrennte elektrische Leitung zu dem Raumheizwiderstand
4 gezogen werden, was die Montagearbeit bedeutend
vereinfacht, besonders wenn die speziellen Sicherheitsvorschriften
bezüglich der Elektrizität in den Montageräumen
für Saunaöfen berücksichtigt werden.
In Fig. 2 wird eine zweite, mit der in Fig. 1 gezeigten weitgehend
übereinstimmende Ausführungsform der Erfindung gezeigt.
Einander entsprechende Teile sind damit mit gleichen
Bezugszeichen versehen. Die Ausführungsform der Fig. 2 unterscheidet
sich von der Ausführungsform der Fig. 1 dadurch, daß
der Temperaturbegrenzer 6 des Saunaofens auch für den Raumheizwiderstand
4 verwendet wird, so daß kein getrennter, in
Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 3 versehener Temperaturbegrenzer
nötig ist. In der Ausführungsform der Fig. 2 ist ein Schalter
1 parallel zu dem Zeitschalter 8 geschaltet, wobei auch der
Thermostat 7 des Saunaofens die Steuerung des Raumheizwiderstandes
4 beeinflußt. Mit einer unterbrochenen Linie wird
eine Schaltungsalternative angedeutet, in der der Thermostat
7 des Saunaofens überbrückt ist und nur der Temperaturbegrenzer
6 verwendet wird. Wenn der Schalter 1 parallel zu dem
Zeitschalter 8 geschaltet ist und der Thermostat 7 des Saunaofens
verwendet wird, kann auf den zum Raumheizwiderstand 4
gehörenden Thermostat 2, der entweder unverstellbar oder verstellbar
sein kann, völlig verzichtet werden. Dies kann beispielsweise
bei elektronisch steuerbaren Saunaöfen so verwirklicht
werden, daß der Thermostat einen Wählschalter und
zwei Thermistoren enthält, wobei der eine zur Steuerung der
Raumheizung und der andere zur Heizung der Sauna verwendet
werden. Alternativ kann der Widerstand des im Thermostat enthaltenen
Thermistorkreises mittels eines entweder mit dem
Thermistor in Serie oder parallel dazu geschalteten zusätzlichen
Widerstands geändert werden. Der Arbeitspunkt des
Thermistors kann in einen gewünschten Bereich der Raumtemperatur
auch derart verschoben werden, daß der Thermistor
mit einem getrennten kleinen Widerstand erwärmt wird.
In Fig. 4 wird eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
elektrischen Saunaofens gezeigt, in der überhaupt
kein getrennter Raumheizwiderstand verwendet wird. Auch in
dieser Figur werden für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen
verwendet. In der Ausführungsform gemäß Fig. 3 wird eine
Möglichkeit zur Raumheizung dadurch geschaffen, daß ein
Umschalter vorgesehen ist, der in drei Positionen zwischen
den Leitungen L1, L2, L3 und N des dreiphasigen elektrischen
Netzes und dem Saunaofen schaltbar ist. Die an die Anschlußklemmen
1 und 2 des Umschalters angeschlossenen Leitungen L1
und L2 sind über den Thermostat 7, den Zeitschalter 8 und
den Temperaturbegrenzer 6 an die elektrischen Widerstände 5L1
und 5L2 des Saunaofens angeschlossen. Der mit den beiden
anderen elektrischen Widerständen sterngeschaltete elektrische
Widerstand 5L3 ist dagegen direkt an die Anschlußklemme
3 des Umschalters 9 angeschlossen. Der Nulleiter N des
elektrischen Netzes ist an der Anschlußklemme 4 des Umschalters
angeschlossen, von wo er über den Raumheizwiderstand
2 an diejenige Anschlußklemme des Temperaturbegrenzers
angeschlossen ist, die den zweiten elektrischen Widerstand
5L2 des Saunaofens speist. In dieser Ausführungsform der Fig. 3
weist der Umschalter 9 folgende Schaltordnung auf:
Wie aus dieser Schaltordnung hervorgeht, sind alle einzelnen
Schalter in der Position 0 des Umschalters offen. In der
Position I des Umschalters sind die Schalter 1, 2 und 3 eingeschaltet,
so daß den elektrischen Widerständen des Saunaofens
Strom zugeführt wird. In der Position II des Umschalters
9 sind die Schalter 3 und 4 geschlossen, so daß Strom
aus der Leitung L3 des dreiphasigen elektrischen Netzes zum
Widerstand 5L3 und von dort zum Widerstand 5L2 und weiter
über den Thermostat 2 zu dem geschlossenen Schalter 4 des
Umschalters 9 und von dort weiter zum Nulleiter N des dreiphasigen
Netzes fließt. Somit sind zwei von den Widerständen
des Saunaofens in Serie geschaltet, wobei der Heizeffekt der
beiden 1/6 der Gesamtleistung (in Sternschaltung) beträgt.
Somit wird z. B. bei einem Saunaofen von 6 kW ein Heizeffekt
von 1000 W erreicht.
In Fig. 4 wird ein viertes Ausführungsbeispiel gezeigt. Auch
hier sind entsprechende Teile mit gleichen Bezugsziffern
versehen. Im Vergleich zu der Ausführungsform der Fig. 3 ist
der Umschalter 9 mit drei Schaltpositionen derart geändert,
daß er sechs Schalter mit der folgenden Schaltordnung aufweist:
Somit sind alle sechs Schalter in der Position 0 des Umschalters
9 offen. In der Position I des Umschalters 9 sind die
Schalter 1, 2, 3 und 6 geschlossen. Die elektrischen Widerstände
des Saunaofens erhalten über die Schalter 1, 2 und 3
des Umschalters 9 eine Spannung von den Leitungen L1, L2 und
L3 des dreiphasigen Netzes. Die Widerstände werden durch den
Schalter 6 sterngeschaltet. Der Saunaofen wird normal beheizt.
In der Position II des Umschalters 9 sind die Schalter 3, 4
und 5 geschlossen. Alle drei elektrischen Widerstände 5L1,
5L2 und 5L3 des Saunaofens werden zwischen die Leitungen L2
und L3 des dreiphasigen Netzes in Serie geschaltet. Dann
beträgt die Heizleistung 1/3 der Gesamtleistung in Sternschaltung.
Bei einem Saunaofen mit 6 kW Nennleistung bedeutet
das eine Leistung von etwa 2 kW. Wie in Fig. 4 mit unterbrochener
Linie gezeigt, kann die Serienschaltung der elektrischen
Widerstände des Saunaofens auch zwischen einer Leitung,
beispielsweise L3, und dem Nulleiter N des dreiphasigen
Netzes geschaltet werden. Dann beträgt die Heizleistung 1/9
der Gesamtleistung in Sternschaltung. Diese Schaltung kommt
besonders bei Saunaöfen mit großer Heizleistung in Frage.
Bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen können
Modifikationen ausgeführt werden. Beispielsweise können bei
den Schaltungen gemäß den Fig. 3 und 4 der Zeitschalter 8 und
der Umschalter 9 zu einer Zeitschalterkonstruktion verbunden
werden, die die Funktionen dieser beiden Elemente miteinander
verbindet. Der erfindungsgemäße elektrische Saunaofen kann
mit einer eingebauten Steuerzentrale versehen sein, wobei der
dieser Zentrale zugeführte Strom auch zur Raumheizung ausgenutzt
werden kann. Es ist jedoch auch möglich, die Erfindung
im Zusammenhang mit solchen elektrischen Saunaöfen zu benutzen,
in denen die Steuerzentrale von dem Ofen getrennt
ist. Dabei soll jedoch eine getrennte Stromleitung für die
Raumheizung vorgesehen werden.
Claims (5)
1. Elektrischer Saunaofen mit mindestens einem elektrischen
Widerstand und mit Mitteln zum Steuern der Stromzufuhr an
den oder die Widerstände wie Temperaturbegrenzer, Thermostat,
Zeitschalter und/oder Umschalter,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein zusätzlicher, von dem oder den elektrischen Widerständen (5L1, 5L2, 5L3) des Saunaofens getrennter Raumheizwiderstand (4) vorhanden ist, der durch einen Steuerschalter (1) getrennt schaltbar ist.
dadurch gekennzeichnet,
daß ein zusätzlicher, von dem oder den elektrischen Widerständen (5L1, 5L2, 5L3) des Saunaofens getrennter Raumheizwiderstand (4) vorhanden ist, der durch einen Steuerschalter (1) getrennt schaltbar ist.
2. Elektrischer Saunaofen mit mindestens einem elektrischen
Widerstand und mit Mitteln zum Steuern der Stromzufuhr an
den oder die Widerstände wie Temperaturbegrenzer, Thermostat,
Zeitschalter und/oder Umschalter,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrischen Widerstände (5L1, 5L2, 5L3) des Saunaofens durch den Umschalter (9) in unterschiedliche Leistungsstufen schaltbar sind.
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrischen Widerstände (5L1, 5L2, 5L3) des Saunaofens durch den Umschalter (9) in unterschiedliche Leistungsstufen schaltbar sind.
3. Elektrischer Saunaofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens zwei elektrische Widerstände
(5L2, 5L3) vorhanden sind, die in Serie schaltbar sind.
4. Elektrischer Saunaofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens drei elektrische Widerstände
(5L1, 5L2, 5L3) vorhanden sind, die in Serie schaltbar
sind.
5. Elektrischer Saunaofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Raumheizwiderstand (4) von einem
Thermostat (2) gesteuert wird, der von dem Thermostat (7)
der elektrischen Widerstände des Saunaofens getrennt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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