DE368685C - Einrichtung zum Haerten von Roentgenroehren - Google Patents
Einrichtung zum Haerten von RoentgenroehrenInfo
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- DE368685C DE368685C DEP42003D DEP0042003D DE368685C DE 368685 C DE368685 C DE 368685C DE P42003 D DEP42003 D DE P42003D DE P0042003 D DEP0042003 D DE P0042003D DE 368685 C DE368685 C DE 368685C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J35/00—X-ray tubes
- H01J35/02—Details
- H01J35/20—Selection of substances for gas fillings; Means for obtaining or maintaining the desired pressure within the tube, e.g. by gettering
Landscapes
- X-Ray Techniques (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 8. FEBRUAR 1923
REICHSPATENTAMT
KLASSE 21 g GRUPPE
(P 42003 VIIIJ2ig*)
Ernst Pohl in Kiel.
Einrichtung zum Härten von Röntgenröhren. Patentiert im Deutschen Reiehe vom 28. April 1921 ab.
Das häufige Weichwerden bei starker Beanspruchung, das . sowohl bei gashaltigen als
bei gasfreien Röntgenröhren auftritt, kann man dadurch verhüten, daß man im Röhrenvakuum
eine Gas absorbierende Funkenstrecke anbringt, die so klein ist, daß sie auch
im Vakuum einsetzt und die man je nach Umständen dauernd oder nur nach Bedarf in
Betrieb halten 'kann. Zweckmäßig· besteht die
Funkenstrecke aus dünnen Drähten oder Blechstreifen, die beim Einschalten von Hochspannung
in Schwingung geraten, wodurch bei jedesmaligem öffnen ein Funke entsteht.
Man kann die Funkenstrecke in die Röhrenkugel selbst oder in einen Ansatz verlegen.
Es ist an und für sich, bekannt, die Gasver-
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dünnung einer Kathodenstrahlenlampe mittels einer in ihr angeordneten Funkenstrecke zu
regeln. Dabei wurde aber eine Gas entwikkelnde Funkenstrecke verwendet, um das Hartwerden der Röhre zu verhindern,
während die vorliegende Erfindung die gegenteilige Absicht verfolgt.
Die Zeichnung veranschaulicht zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen-Standes.
In Abb. ι ist α ein unter dem Röhrenvakuum
stehender Ansatz der Röntgenröhre, b, c eine in dem Ansätze untergebrachte Funkenstrecke,
bestehend aus zwei dünnen Drähten, von denen b am inneren freien Ende Spiralförmig
aufgerollt, dagegen c gerade ist. Es können jedoch auch beide Drähte gerade oder
beide spiralig oder anders gekrümmt sein. Als Kathode wird vorteilhaft der gekrümmte
Draht b benutzt, und die Drähte werden zweckmäßig so bemessen, daß sie miteinander
in Berührung treten können.
Die Wirkung ist folgende: Wird die Funkenstrecke eingeschaltet, so tritt Vibration
unter Funkenbildung ein, wodurch die (Härtung bewirkt wird. In geringem Maße zeigt
sich dies auch schon bei einpoligem Anlegen von Hochspannung an b oder c.
In Abb. 2 sind drei Drähte e, g und / vorgesehen, von denen e und g den Drähten b
und c der Abb. 1 entsprechen, während / quer dazu angeordnet ist. Auch hier kommt es auf
die Schaltung nicht wesentlich an. Der Hochspannungsstrom kann beispielsweise bei e
undg" angeschlossen werden. Wird auch der
im Ansatz d untergebrachte dritte Draht/ angeschlossen, so verstärkt sich die Vibration
und Funkenbildung.
Wird durch die Funkenbildung und die dadurch erfolgende Härtung dem Strom, z. B. in
einer gashaltigen Röhre, der Durchgang zu sehr erschwert, so kann der Anschluß von/
nur nach Bedarf erfolgen. Dies kann ähnlich wie beim Manometer durch eine Queeksilbersäule
geschehen, die durch eine Luftpumpe von einer entfernten Stelle aus in Tätigkeit
gesetzt wird. Wenn die mit Hochspannung in Berührung stehende Quecksilbersäule den
Kontakt für / berührt, gerät der Draht / in Vibration. Durch Nachlassen des Druckes der
Pumpe wird der Kontakt wieder unterbrochen. Die Betätigung von einer entfernten Stelle aus kann aber auch durch mechanische
Übertragung, z. B. mittels Schnurzuges, erfolgen.
Auch eine automatisch wirkende Kontaktvorrichtung kann den Stromkreis der
Funkenstrecke schließen, sobald im RöhrenStromkreis durch Freiwerden von Gas eine bestimmte
Milliamperezahl1 überschritten wird. Beispielsweise kann der Automat nach
W i η t ζ durch eine solche Kontaktvorrichtung ergänzt werden.
Es können bei der Anordnung der Abb. 2 auch g und e an einen Pol der Hochspannung
gelegt werden und nur/ an den anderen; ebenso kann man g und / an den einen und e
an den anderen oder auch / und e an den einen und g an den anderen Pol legen.
Die Funkenstrecke kann parallel zu der Röntgenröhre geschaltet werden, wobei, wenn
sie dauernd in Betrieb sein soll, ein großer Widerstand in den Stromkreis der Funkenstrecke
gelegt wird. Es genügt aber auch, wenn die Funkenstrecke, ζ. B. bei einer gewöhnlichen
Röhre, zwischen Antikathode und Anode gelegt wird; es geht dann auch meistens noch genügend Strom hindurch.
Ebenso kann die Funkenstrecke zwischen einer Elektrode und einer Regenerierung, z. B.
Osmoregulierung, liegen. In diesem Falle entsteht ein Gefälle nach der Hilfsanode oder
Regenerierung, so daß die Funkenstrecke anspricht.
Claims (5)
1. Einrichtung zum Härten von Röntgenröhren, dadurch gekennzeichnet, daß
im Vakuum, und zwar in der Röhre selbst oder in einem Ansätze, eine dauernd oder
nach Bedarf in Tätigkeit zu setzende, Gas absorbierende Funkenstrecke angeordnet
ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Funkenstrecke
aus dünnen Drähten oder Blechstreifen besteht, die beim Anlegen an die Hochspannung in Vibration geraten, wodurch
kleine Funken entstehen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Funkenstrecke
aus mehr als zwei Drähten o. dgl. besteht.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsetzen
der Funkenstrecke durch Kontaktbildung von einer entfernten Stelle aus, z. B. durch
eine Pumpe, mit Schlauch oder durch einen Schnurzug geschieht.
5. Einrichtung zum Härten von Röntgenröhren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Automat benutzt wird, welcher die Funkenstrecke einschaltet, sobald der Strom eine gewisse vorher
eingestellte Milliamperezahl -überschreitet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP42003D DE368685C (de) | 1921-04-28 | 1921-04-28 | Einrichtung zum Haerten von Roentgenroehren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP42003D DE368685C (de) | 1921-04-28 | 1921-04-28 | Einrichtung zum Haerten von Roentgenroehren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE368685C true DE368685C (de) | 1923-02-08 |
Family
ID=7378244
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP42003D Expired DE368685C (de) | 1921-04-28 | 1921-04-28 | Einrichtung zum Haerten von Roentgenroehren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE368685C (de) |
-
1921
- 1921-04-28 DE DEP42003D patent/DE368685C/de not_active Expired
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