DE366237C - Verfahren zur Erzeugung von Gegenstaenden aller Art mit Hilfe eines stabilisierendenFuellkernes aus Wasserglasmoertel - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Gegenstaenden aller Art mit Hilfe eines stabilisierendenFuellkernes aus Wasserglasmoertel

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DE366237C DEK73171D DEK0073171D DE366237C DE 366237 C DE366237 C DE 366237C DE K73171 D DEK73171 D DE K73171D DE K0073171 D DEK0073171 D DE K0073171D DE 366237 C DE366237 C DE 366237C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/24Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing alkyl, ammonium or metal silicates; containing silica sols
    • C04B28/26Silicates of the alkali metals

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Description

  • Verfahren zur Erzeugung von Gegenständen aller Art mit Hilfe eines stabilisierenden Füllkernes aus Wasserglasmörtel. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum rationellen Erzeugen oder zum Verbessern von Gegenständen aller Art mit Hilfe eines stabilisierend wirkenden Füllkernes aus Wasserglasmasse, wobei der an sich bekannte Umstand, d'aß Wasserglas= mörtelmasse beim Erhitzen unter Volumvergrößerung zu einer festen Masse erstarrt, die wasserunlöslich, im hohen. Grade feuer- und säurefest und zugleich gut isolierend ist, seine praktische Nutzanwendung findet.
  • Nach :diesem Verfahren wird die Was;serglasmas.se, Mörtel oder Beton, als. satte Füllung in die Hohlwand oder das leere Innere des am besten mit metallener Außenhülfe erstellten Gegenstandes eingebracht, fugendicht abgeschlossen und alsdann .das Ganze kräftig und mindestens so lange erhitzt, bis kein Dämpf mehr aus den Anschlußfugen dringt. Der Vorgang ist hierbei folgernder: Beim; Erhitzen dehnt sich .alles: aus, auch. die Füllmasse, nun geht aber die letztere im Moment der größten Ausdehnung in den starren Zustand über, während die äußere Hülle des Gegenstandes sich beirrt Abkühlen mit großer Kraft wieder zusammenzieht und damit das Ganze unter dauernder Verspannung und solider Verbindung fest in sich zusammenschließt.
  • Die praktischen Nützanwendungsmöglichkeitendavon sind- naturgemäß ganz außerordentlich mannigfaltig.
  • Mit am einfachsten und wirksamsten ist die Anwendung dieses Verfahrens bei Gegenständen von zylindrischer Form, wie z. B. bei Achsen, Kolben, Wellen, Säulen, Stützen, Wandstielen, Masten, Eisenbahnschwellen, Trägern u. dgl., weil bei solchen infolge des kreisförmigen Querschnittes " und der beträchtlichen Längenausdehnung das Insichzusammenschließen besonders exakt und intensiv ausfällt.
  • Ganz ähnlich liegt der Fall bei Röhren nach dem Verfahren- mit Außen- und Innenmantel aus Metall oder Außenmantel aus Metall und innerem Rohr aus Steinzeug u..dgl. Erhalten solche Röhren Verbindungsmuffen oder Verbindungsflanschen, so werden dieselben am besten .am äußeren Rohr angebracht. Steinzeugröhren können danach selbst bei großen Lichtweiten mit sehr dünner Wandung verwendet werden.
  • In ähnlichem Sinne vorteilhaft sind ferner hälftig gehöhlte Füllringe aus Metall zum stabilisierenden Umspannen von irdenen Kochtöpfen u. dgl. nach .diesem Verfahren, sowie ganze metallene Mäntel zum stabilisierenden und "isolierenden Umspannen der ganzen Seiten bei irdenen oder metallenen .Kochtöpfen oder von großen Lagergefäßen für Bier, Wein u. dgl.
  • Auch ein vollständiges Umspannen von Transport- und Lagergefäßen, die besonders stabil und gut -isolierend sein müssen, ist nach diesem Verfahren leicht ausführbar.
  • ,Bei solchen Ringen und Mänteln kann das Füllen. auch durch eine kleine Füllöffnung hindurch erfolgen, die vor dem Erhitzen wieder fugendicht geschlossen wird.
  • Pfeifenköpfe können nach dem Verfahren in zweierlei Metall zur Ausführung kommen, außen etwa in Aluminium, Messing, Bronze oder Edelmetall und innen in Stahlblech. Holzpfeifen können so 4n sehr zweckdienlicher Weise einen Metalleinsatz erhalten.
  • Doppelwandige Blechrohre nach dem Verfahren werden als Rauch- und, Abluftröhren recht praktisch sein wegen der damit zugleich verbundenen 2-uten Isolierung.
  • Sehr zweckmäßig werden nach dem Verfahren hergestellte, in dünner Schale gemauerte Dampfschornsteine sein, die man mit einem Blechmantel umspannt, der in schmalen Ringen anmontiert und der Reihe nach gefüllt wird. Die Füllung ist in diesem Falle am besten Wasserglasmörtel mit Zusatz aus grobem Bimskies. Das Erhitzen kann hierbei im ganzen nach .der Fertigstellung des Schornsteines erfolgen, bzw. ergibt es sich dabei durch die Benutzung ganz von selbst.
  • Da das die Hülle mit der Füllung verbindende Verspannen nach dem Verfahren auch schon bei einem lediglich pfannenartig abgebogenen Blech eintritt, so sind auch plattenförmige Gegenstände, wie z. B. Biberschwanzdachplatten und gut isolierende Verblendplatten, damit leicht ausführbar.
  • Noch stärker isolierende Platten erhält man nach dem Verfahren, wenn man ein dünnes, wabenförmig gedrücktes, pfannenartiges Blech mit der Masse ausfüllt und als schließende Decke ein etwas stärkeres, pfannenartiges Blech verwendet.
  • Ebene Flächen: der umschließenden Hülle müssen beim Brennen stets gestützt werden, damit ein Auftreiben durch den Innendruck und ein Hohlliegen der Hülle nicht eintreten kann. Platten. legt man aus diesem Grunde zum Brennen. am besten zu größeren Kolonnen zusammen und mit den Breitseiten gegeneinander. Wagenräder ergeben sich nach dem Verfahren vorteilhaft in der Art, daß man zwei runde Blechstreifen mit ihren nach außen gehenden Aufkrempungen zwischen Nabe und Umfassungsreifen einnietet und en. Zwischenraum zwischen beiden von einer Öffnung -der Umfassung her ausfüllt.
  • Recht praktisch erweist sich dieses Verfahren auch für Gebrauchs- oder Ziergegenstände aus Bronze u. dgl°. teuerem Material, die auf .diese Weise äußerst dünn in den Wandungen erzeugt werden können..
  • Der dabei in allen Fällen alsi Füllmasse dienende Wasserglasmörtel wird je nach der Art und Größe des Gegenstandes von verschiedener Konsistenz sein und vom Feinmörtel bis zum groben Beton wechseln, und es sind dabei im Innern. auch noch besondere Armierungseisen mit verwendbar, ähnlich wie dies beim, gewöhnlichen, Eisenbeton geschieht.
  • Diese gegebenen Ausführungsbeispiele sind natürlich nicht erschöpfend, sondern bieten nur eine orientierende Übersicht.

Claims (1)

  1. PATRNT-ANSPRUCI3: Verfahren zur Erzeugung von Gegenständen aller Art mit Hilfe eines stabilisierenden Füllkernes, gekennzeichnet durch eine satt in deren Doppelwand oder in deren innere Höhlung eingebrachteFüllung aus Wasserglasmörtel, die unter fester Umschließung und Erhitzung zum Erstarren gebracht wird bzw. zum Erstarren kommt, so daß dabei die beim Abkühlen sich zusammenziehende äußere Hülle das Ganze mit Verspannung fest in sich zusammenschließen muß.
DEK73171D 1920-05-29 1920-05-29 Verfahren zur Erzeugung von Gegenstaenden aller Art mit Hilfe eines stabilisierendenFuellkernes aus Wasserglasmoertel Expired DE366237C (de)

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