DE3640445C2 - Fahrtschreiber - Google Patents
FahrtschreiberInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Fahrtschreiber mit einem Gehäuse,
in welchem eine Anzeigeeinrichtung für die Darstellung der
Geschwindigkeit und eine Registriereinrichtung angeordnet sind, wobei
die Anzeige mittels Zeiger und Zifferblatt erfolgt und die
Registriereinrichtung Schreibstifte, diesen zugeordnete Auflage sowie
einen Antriebsnocken zur Aufnahme und zum zeitsynchronen Antrieb
einer als Aufzeichnungsträger verwendeten Diagrammscheibe aufweist.
Fahrtschreiber enthalten je nachdem, ob es sich bei ihnen um 1-Fahrer-
Geräte oder 2-Fahrer-Geräte handelt, eine oder zwei Diagrammscheiben,
welche in den Fahrtschreiber einzulegen sind. Hierzu sind die
Fahrtschreiber von der Frontseite her aufzuklappen. Danach kann man
eine Diagrammscheibe so einlegen, daß sie zeitrichtig auf einem
Antriebsnocken gehalten ist und die Schreibstifte richtig gegen sie
anliegen. Bei 2-Fahrer-Geräten ist im Inneren des Fahrtschreibers eine
wegschwenkbare Trennplatte vorgesehen, hinter die die eine und vor die
die andere Diagrammscheibe einzusetzen ist.
Das Einlegen und Entnehmen der Diagrammscheiben ist bei den bekannten
Fahrtschreibern relativ umständlich und schließt die Möglichkeit nicht aus,
daß diese unsachgerecht eingelegt werden. Weiterhin ist nachteilig, daß
beim Einlegen der Diagrammscheiben der Fahrtschreiber völlig offen sein
muß. Dadurch besteht die Gefahr, daß funktionswichtige Teile des
Fahrtschreibers beschädigt werden. Solche Beschädigungen sind vor allem
deshalb ungünstig, weil der Fahrer sich bei Fehlaufzeichnungen des
Fahrtschreibers leicht dem Verdacht aussetzt, vorsätzlich im Fahrtschreiber
manipuliert zu haben, damit der Fahrtschreiber geringere Geschwindigkeiten
aufzeichnet, als sie tatsächlich gefahren wurden. Das insbesondere die
Schreibstifte im Fahrtschreiber bei aufgeklapptem Deckel zugänglich sind,
können solche gesetzeswidrigen Manipulationen relativ leicht durchgeführt
werden.
Mit der DE 36 15 643 C1 ist ein Registriergerät bekannt geworden, bei dem
die als Aufzeichnungsträger verwendeten Diagrammscheiben durch einen
Schlitz eingegeben und danach selbsttätig in die Registrierposition
transportiert werden. Für Fahrtschreiber übliche Anzeigemittel für die
Geschwindigkeit sind bei diesem Gerät jedoch nicht vorgesehen. Außerdem
erfordert das Gerät, bei dem die Registrierebene und die Frontwand im
wesentlichen senkrecht zueinander stehen, wenn es beispielsweise im
Armaturenbrett eines Nutzfahrzeugs eingebaut werden soll, eine sehr große
Einbautiefe. Gleiches gilt für einen Fahrtschreiber gemäß der DE-AS 12 66
036, wobei dieses Gerät zusätzlich noch mit dem Nachteil behaftet ist, daß
die Diagrammscheiben lediglich vorgesteckt werden und somit zugänglich
bleiben und das Zentrieren einer eingesteckten Diagrammscheibe von Hand
vorgenommen werden muß, was subjektive Sorgfalt erfordert.
Die WO 82/00908 A1 zeigt Transportmittel für Datenkarten insbesondere
die Umlenkung von Datenkarten in einem Kartenleser; eine Anregung für
eine Lösung zur Neugestaltung von Fahrtschreibern mit Anzeigemitteln und
völlig anders gearteten, mit einer berührungsempfindlichen Registrierschicht
versehenen Aufzeichnungsträgern ist diesem Stand der Technik nicht
entnehmbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einerseits die übliche und
gewohnte Anzeige von Fahrtschreibern beizubehalten andererseits die
Einbauprobleme der herkömmlichen Fahrtschreiber und das umständliche
Einlegen der Diagrammscheiben zu vermeiden, ohne daß eine räumliche
Umorientierung der Fahrer, was die Handhabung der Diagrammscheiben
anbelangt, erforderlich wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß ausgehend vom Oberbegriff des Patentanspruchs 1 dadurch gelöst, daß an der
Frontwand des Gehäuses außer der Anzeigeeinrichtung ein Einschiebeschlitz
für die Diagrammscheiben vorgesehen ist und daß dem Einschiebeschlitz ein
Führungsschacht und eine Transportvorrichtung derart zugeordnet sind, daß
eine durch den Einschiebeschlitz eingegebene Diagrammscheibe selbsttätig
in die Registrierposition in einer zur Frontwand des Gehäuses im
wesentlichen parallelen Ebene zur Anzeigeeinrichtung umgelenkt wird.
Durch diese erfindungsgemäße Gestaltung entfällt die Notwendigkeit, den
Fahrtschreiber zum Zwecke des Wechsels einer Diagrammscheibe zu
öffnen. Die Diagrammscheibe wird einfach wie ein Parkschein im Automat
eines Parkhauses in den Einschiebeschlitz eingeschoben und gelangt dann
zwangsläufig in die richtige Stellung im Fahrtschreiber. Dadurch ist der
Diagrammscheibenwechsel sehr rasch und einfach durchzuführen. Da der
Fahrtschreiber
hierbei nicht geöffnet werden muß, können beim Diagramm
scheibenwechsel keine funktionswichtigen Teile im In
neren des Fahrtschreibers versehentlich oder vorsätzlich
beschädigt werden. Da der erfindungsgemäße Fahrtschrei
ber nicht mehr ausgeklappt werden muß, ist sein Platz
bedarf geringer als der der bekannten Fahrtschreiber.
Besonders bequem ist der Diagrammscheibenwechsel, wenn
der Einschiebeschlitz an der Vorderseite des Fahrtschrei
bers oberhalb oder unterhalb der Geschwindigkeitsanzeige
vorgesehen ist.
Der Fahrtschreiber könnte so gestaltet sein, daß man die
Diagrammscheiben von Hand vom Einschiebeschlitz bis in
ihre Endlage im Fahrtschreiber schieben kann. Eine
größere Freiheit bei der Gestaltung des Fahrtschreibers
und einen höheren Bedienkomfort erzielt man jedoch, wenn
gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung der Ein
zugsschacht beim Einschieben einer Diagrammscheibe
selbsttätig einschaltbare Scheibentransportrollen hat.
Im Fahrtschreiber wird die Diagrammscheibe von einem in
sie eingreifenden Antriebsnocken zeitsynchron angetrie
ben. Hierzu muß der Antriebsnocken in ein asymmetrisches
Mittelloch der Diagrammscheibe eingreifen. Das könnte
dadurch geschehen, daß die Scheibenauflage sich in Rich
tung des Antriebsnockens bewegt, sobald eine Diagramm
scheibe auf sie gelangt ist. Konstruktiv einfacher ge
staltet sich der Fahrtschreiber jedoch, wenn die Schei
benauflage unverschiebbar und fluchtend zum Einzugs
schacht angeordnet und der Antriebsnocken sowie die
Schreibstifte zur Ermöglichung des Einschiebens einer
Diagrammscheibe von der Scheibenauflage wegbewegbar aus
gebildet sind.
Um zu erreichen, daß die Diagrammscheibe die richtige
Winkellage zum Antriebsnocken hat, bevor dieser in ihr
Mittelloch eingreift, ist es vorteilhaft, wenn zur
richtigen Winkelausrichtung der Diagrammscheibe zum
Antriebsnocken eine Scheibendreheinrichtung vorgesehen
ist.
Die Diagrammscheibe kann auf sehr einfache Weise durch
den Einzugsschacht in das Innere des Gerätes hinein und
natürlich auch in umgekehrter Richtung bewegt werden,
wenn zum Einziehen der Diagrammscheiben parallel neben
einander zwei Paare von Scheibentransportrollen vorge
sehen sind.
Die Scheibentransportrollen können gleichzeitig als
Scheibendreheinrichtung dienen, wenn die Scheibendreh
einrichtung durch ein unabhängig vom anderen Scheiben
transportrollenpaar antreibbares Scheibentransportrollen
paar gebildet ist.
Statt die Scheibentransportrollen unabhängig voneinander
anzutreiben, kann man gemäß einer anderen Ausgestaltung
der Erfindung die Scheibendreheinrichtung derart gestal
ten, daß eine Antriebsrolle außer Eingriff mit der Dia
grammscheibe bringbar ausgebildet ist.
Ganz besonders einfach gestaltet sich eine Scheibendreh
einrichtung, welche zugleich Scheibentransporteinrich
tung ist, wenn die beiden Antriebsrollen des Scheiben
transportrollenpaares auf einer gemeinsamen Welle ange
ordnet sind, welche um eine quer zu ihr verlaufende
Achse schwenkbar angeordnet ist.
Die erforderlichen axialen Verschiebungen des Antriebs
nockens während des Wechsels einer Diagrammscheibe
können mit einfachen Mitteln dadurch erreicht werden,
daß der Antriebsnocken mittels eines Hubmagneten und
eines Ausrückbügels gegen die Kraft von Andrückfedern
von der Scheibenauflage wegbewegbar ausgebildet ist.
Vorteilhaft ist es auch, wenn gemäß einer anderen Ausge
staltung der Erfindung der Ausrückbügel gleichzeitig zum
Ausrücken der Schreibstifte ausgebildet ist. Diese Ge
staltung trägt zu einer weiteren Vereinfachung des Fahrt
schreibers bei.
Der Austausch einer Diagrammscheibe durch einen Unberech
tigten kann auf einfache Weise dadurch vermieden werden,
daß der Einschiebeschlitz mittels eines abschließbaren
Klappdeckels abdeckbar ausgebildet ist. Ein solcher
Klappdeckel verhindert außerdem das Eindringen von
Schmutz über den Einschiebeschlitz und Einzugsschacht in
das Innere des Fahrtschreibers.
Weiterhin kann der Klappdeckel ausschließen, daß Unbe
rechtigte die Uhreinstelleinrichtung oder die Einstell
einrichtung für die Geschwindigkeitswarnung verstellen,
wenn der Klappdeckel zugleich eine Uhreinstelleinrich
tung und eine Einstelleinrichtung für eine Geschwindig
keitswarneinrichtung abdeckt.
Auch das widerrechtliche Entnehmen einer Diagrammscheibe
kann mittels des abschließbaren Klappdeckels verhindert
werden, wenn unterhalb des Klappdeckels ein Auswerfschal
ter zum Auslösen eines Herausfahrens der Diagrammscheibe
aus dem Fahrtschreiber angeordnet ist.
Da vom Fahrer während einer Fahrt die Zeitart relativ
häufig beispielsweise von Lenkzeit auf Ladezeit umge
schaltet werden muß, ist es vorteilhaft, wenn gemäß
einer anderen Ausgestaltung der Erfindung außerhalb des
Klappdeckels ein Zeitartsteller vorgesehen ist. Man
braucht dann für diese Umstellungen nicht jedes Mal den
Klappdeckel aufzuschließen und hochzuklappen.
Der erfindungsgemäße Fahrtschreiber kann auch als
2-Fahrer-Gerät ausgebildet sein, wenn in dem Gehäuse
hintereinander zwei Scheibenauflagen mit jeweils einem
Antriebsnocken und zumindest einem Schreibstift vorge
sehen sind und wenn der Fahrtschreiber entsprechend zwei
Einschiebeschlitze und Einzugsschächte parallel zuein
ander hat.
Auch bei einem solchen 2-Fahrer-Gerät können die Ein
schiebeschlitze oberhalb der Geschwindigkeitsanzeige an
der Vorderseite des Gehäuses vorgesehen sein, so daß ein
sehr bequemer Diagrammscheibenwechsel möglich ist.
Die beiden Diagrammscheiben lassen sich von einem einzi
gen Zeitwerk und dadurch zwangsläufig absolut zeitsyn
chron antreiben, wenn die beiden Antriebsnocken getrieb
lich fest miteinander verbunden sind.
Einen besonders einfachen Antrieb der beiden Diagramm
scheiben erhält man, wenn gemäß einer anderen Ausgestal
tung der Erfindung die beiden Antriebsnocken jeweils
von einem Antriebszahnrad angetrieben sind, die beide in
eine gemeinsame Treibachse eingreifen, die von einem vom
Uhrwerk angetriebenen Treibrad angetrieben ist.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsbeispiele zu.
Eines davon ist teilweise schematisch in der Zeichnung
dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Die Zeich
nung zeigt in
Fig. 1 eine Vorderansicht des erfindungsgemäßen
Fahrtschreibers,
Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch den Fahrtschrei
ber nach Fig. 1.
Die Fig. 1 zeigt einen Blick auf die Vorderseite eines
Gehäuses 1 eines Fahrtschreibers. Als Kreis dargestellt
ist ein Zifferblatt 2 eines nicht näher gezeigten Tacho
meters, von dem jedoch eine Zeigernabenführung 3 und
eine Zeigernabe 4 zu sehen sind.
Oberhalb des Zifferblattes 2 sind im Gehäuse 1 zwei Ein
schiebeschlitze 5, 6 vorgesehen, über die nicht gezeig
te, übliche Diagrammscheiben in das Innere des Fahrt
schreibers gelangen können. Unterhalb des oberen Ein
schiebeschlitzes 6 ist an der linken Fahrtschreiberseite
eine Einstelleinrichtung 7 vorgesehen, mit der man eine
Geschwindigkeit einstellen kann, bei der eine Warnein
richtung aktiviert werden soll. Auf der rechten Fahrt
schreiberseite befindet sich ebenfalls unterhalb des
oberen Einschiebeschlitzes 6 eine Uhreinstelleinrichtung
8, mit der die Uhr des Fahrtschreibers auf die genaue
Uhrzeit einzustellen ist. Unterhalb des unteren Einschie
beschlitzes 5 ist ein Auswerfschalter 9 angeordnet, bei
dem es sich um einen Tastschalter handelt. Wird dieser
betätigt, dann werden die Diagrammscheiben aus dem
Inneren des Gerätes heraus zurück zu den Einschiebe
schlitzen 5, 6 transportiert, so daß sie dort gegriffen
werden können.
Von einem in der Fig. 2 gezeigten Klappdeckel 10 ist in
Fig. 1 die untere Umrißlinie des geschlossenen Klapp
deckels 10 strichpunktiert dargestellt. Dadurch ist ver
deutlicht, daß der Klappdeckel 10 sowohl die Einschie
beschlitze 5, 6, als auch die Einstelleinrichtungen 7, 8
und den Auswerfschalter 9 abdeckt. Hierzu ragt der Klapp
deckel 10 in einem mittleren Bereich mit einem Vorsprung
11 weiter nach unten als im übrigen Bereich. Neben die
sem Vorsprung 11 ist auf der Vorderseite des Gehäuses 1
ein Schließzylinder 12 vorgesehen, so daß der Klapp
deckel 10 in geschlossener Stellung mittels eines in
Fig. 2 gezeigten Schlüssels 48 gesichert werden kann.
Unterhalb des Klappdeckels 10 ist an jeder Gehäuseseite
jeweils ein Zeitartsteller 13, 14 vorgesehen, über die
der jeweilige Fahrer einstellen kann, ob Lenkzeit, Ruhe
zeit oder Anwesenheitszeit am Arbeitsplatz erfaßt werden
soll.
Unterhalb des Zifferblattes 2 sind in Fig. 1 zwei auf
einer gemeinsamen Welle 15 angeordnete Scheibentransport
rollen 16, 17 dargestellt, welche mittels eines Motors
18 antreibbar sind.
Ebenfalls gezeigt sind in der Fig. 1 innerhalb eines
Schlitzes 19 drei Schreibstifte 20, 21, 22, mit denen
auf einer eingelegten Diagrammscheibe aufgezeichnet
wird. Zum Antrieb der Diagrammscheiben dient ein Treib
rad 23, welches eine Treibachse 24 antreibt, die ihrer
seits ein Antriebszahnrad 25 und ein weiteres, in Fig.
2 zu sehendes Antriebszahnrad 26 antreibt.
Durch Umrißlinien ist in Fig. 1 ein Tachometerstellmo
tor 27 angedeutet, der ein Zeigernabentreibrad 28 an
treibt, welches in die Zeigernabe 4 eingreift und diese
dadurch geschwindigkeitsabhängig zu verdrehen vermag.
Die Fig. 2 verdeutlicht den inneren Aufbau des erfin
dungsgemäßen Fahrtschreibers. Zu erkennen ist, daß im
Gehäuse 1 Einzugsschächte 29, 30 vorgesehen sind, durch
die die in den in Fig. 1 gezeigten Einschiebeschlitzen
5, 6 eingeschobenen Diagrammscheiben jeweils bis auf
eine Scheibenauflage 31, 32 transportiert werden können.
Dem Einzugsschacht 30 ist die angetriebene Scheibentrans
portrolle 17 sowie eine Gegendruckrolle 33 zugeordnet.
Die entsprechende Scheibentransportrolle 16 mit ihrer
Gegendruckrolle ist in Fig. 2 nicht zu sehen. Von einer
entsprechenden Transportrollenanordnung für den Einzugs
schacht 29 sieht man in der Fig. 2 eine Scheibentrans
portrolle 34 sowie eine Gegendruckrolle 35.
Im Inneren des Gehäuses 1 sind zwei Antriebsnocken 36,
37 vorgesehen, welche jeweils durch Andrückfedern 38,
39 zur jeweiligen Scheibenauflage 31, 32 hin vorgespannt
sind. Hubmagnete 40, 41 vermögen jeweils über Ausrück
bügel 42, 43 diese Antriebsnocken 36, 37 axial zu ver
schieben, damit die Diagrammscheiben an ihnen vorbei auf
die Scheibenauflagen 31, 32 gelangen können. Der Ausrück
bügel 42 ist mechanisch mit einem Ausrückbügel 44 gekop
pelt, über den die Schreibstifte 20, 21, 22 von der
Scheibenauflage 32 weg bewegt werden können. Ebenfalls
gekoppelt ist der Ausrückbügel 42 mit einem Ausrückbügel
45, über den ein weiterer Schreibstift 46 axial bewegt
werden kann, der zum Beschriften der Rückseite einer auf
der Scheibenauflage 32 aufliegenden Diagrammscheibe
dient.
Für die Beschriftung der hinteren Diagrammscheibe ist
nur ein Schreibstift 47 vorgesehen, der synchron mit dem
Antriebsnocken 37 mittels eines Ausrückbügels 48 und des
Ausrückbügels 43 vom Hubmagneten 41 bewegbar ist.
Die Fig. 2 verdeutlicht desweiteren den Antrieb der
Antriebsnocken 37, 36 mittels der Antriebszahnräder 25,
26. Man erkennt, daß diese beide in die Treibachse 24
eingreifen, die ihrerseits vom Treibrad 23 angetrieben
ist. Auch bei der axialen Verschiebung der Antriebs
nocken 36, 37 bleiben diese ständig in Eingriff mit den
Antriebszahnrädern 25, 26. Durch diese Getriebegestal
tung können sich die Antriebsnocken 36, 37 nicht relativ
zueinander verdrehen. Ihr Antrieb behindert nicht das
Einschieben und Heraustransportieren der Diagrammschei
ben.
Für den erfindungsgemäßen Fahrtschreiber sollen übliche
Diagrammscheiben mit einem birnenförmigen Mittelloch
verwendet werden. Diese müssen deshalb auf der jeweili
gen Scheibenauflage 31, 32 so lange gedreht werden, bis
ihr Mittelloch genau richtig zu den Antriebsnocken 36,
37 ausgerichtet ist. Das kann auf sehr einfache Weise
dadurch geschehen, daß nur eine der in Fig. 1 gezeigten
Scheibentransportrollen 16, 17 gegen die Diagrammscheibe
anliegt, sobald eine Diagrammscheibe auf ihrer Scheiben
auflage 32, 31 aufliegt und die Welle 15 dann angetrie
ben wird. Dieses angestrebte Abheben einer Scheiben
transportrolle 16 oder 17 kann man sehr einfach durch
Verschwenken der Welle 15 um eine quer zu ihr und damit
der Ebene der Diagrammscheibe verlaufende Achse errei
chen.
Nicht dargestellt sind in der Zeichnung die für den rich
tigen Funktionsablauf erforderlichen Sensoren. Erforder
lich ist es beispielsweise, daß das Einschieben einer
Diagrammscheibe überwacht wird, damit die Scheibentrans
portrollen 16, 17, 34 anlaufen. Weiterhin muß mittels
Sensoren festgestellt werden, ob die Diagrammscheiben
ihre Endstellung auf den Scheibenauflagen 31, 32 er
reicht haben, bevor damit begonnen werden kann, sie zu
drehen, um ihr Mittelloch zum jeweiligen Antriebsnocken
36, 37 auszurichten. Auch die richtige Ausrichtung muß
durch einen Sensor signalisiert werden, bevor die An
triebsnocken 36, 37 in das jeweilige Mittelloch fahren
und die Schreibstifte 20, 21, 22, 46, 47 in Eingriff ge
bracht werden.
Claims (19)
1. Fahrtschreiber mit einem Gehäuse, in welchem eine
Anzeigeeinrichtung für die Darstellung der Geschwindigkeit und eine
Registriereinrichtung angeordnet sind, wobei die Anzeige mittels Zeiger
und Zifferblatt erfolgt und die Registriereinrichtung Schreibstifte, eine
diesen zugeordnete Auflage sowie einen Antriebsnocken zur Aufnahme
und zum zeitsynchronen Antrieb einer als Aufzeichnungsträger
verwendeten Diagrammscheibe aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß
an der Frontwand des Gehäuses (1) außer der Anzeigeeinrichtung ein
Einschiebeschlitz (5, 6) für die Diagrammscheiben vorgesehen ist und
daß dem Einschiebeschlitz (5, 6) ein Führungsschacht (29, 30) und eine
Transportvorrichtung derart zugeordnet sind, daß eine durch den
Einschiebeschlitz (5, 6) eingegebene Diagrammscheibe selbsttätig in die
Registrierposition in einer zur Frontwand des Gehäuses (1) im
wesentlichen parallelen Ebene zur Anzeigeeinrichtung umgelenkt wird.
2. Fahrtschreiber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Einschiebeschlitz (5, 6) an der Vorderseite des Fahrtschreibers
oberhalb oder unterhalb der Geschwindigkeitsanzeige vorgesehen ist.
3. Fahrtschreiber nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Einzugsschacht (29, 30) beim
Einschieben einer Diagrammscheibe selbsttätig einschalt
bare Scheibentransportrollen (16, 17, 34) hat.
4. Fahrtschreiber nach einem oder mehreren der vorange
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Scheibenauflage (31, 32) unverschiebbar und fluchtend
zum Einzugsschacht (29, 30) angeordnet und der Antriebs
nocken (36, 37) sowie die Schreibstifte (20, 21, 22, 46,
47) zur Ermöglichung des Einschiebens einer Diagramm
scheibe von der Scheibenauflage (31, 32) weg bewegbar
ausgebildet sind.
5. Fahrtschreiber nach einem oder mehreren der vorange
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur richti
gen Winkelausrichtung der Diagrammscheibe zum Antriebs
nocken (36, 37) eine Scheibendreheinrichtung vorgesehen
ist.
6. Fahrtschreiber nach einem oder mehreren der vorange
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ein
ziehen der Diagrammscheiben parallel nebeneinander zwei
Paare von Scheibentransportrollen (17, 33, 16; 34, 35)
vorgesehen sind.
7. Fahrtschreiber nach einem oder mehreren der vorange
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schei
bendreheinrichtung durch ein unabhängig vom anderen
Scheibentransportrollenpaar antreibbares Scheibentrans
portrollenpaar (17, 33; 34, 35) gebildet ist.
8. Fahrtschreiber nach einem oder mehreren der vorange
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Scheibendreheinrichtung dadurch gebildet ist, daß eine
Antriebsrolle (16, 17, 34) außer Eingriff mit der Dia
grammscheibe bringbar ausgebildet ist.
9. Fahrtschreiber nach einem oder mehreren der vorange
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Antriebsrollen (16, 17) des Scheibentransportrollen
paares auf einer gemeinsamen Welle (15) angeordnet
sind, welche um eine quer zu ihr verlaufende Achse
schwenkbar angeordnet ist.
10. Fahrtschreiber nach einem oder mehreren der vorange
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der An
triebsnocken (36, 37) mittels eines Hubmagneten (40, 41)
und eines Ausrückbügels (42, 43) gegen die Kraft von
Andrückfedern (38, 39) von der Schreibauflage (31, 32)
weg bewegbar ausgebildet ist.
11. Fahrtschreiber nach einem oder mehreren der vorange
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Aus
rückbügel (42, 43) gleichzeitig zum Ausrücken der
Schreibstifte (20, 21, 22, 46, 47) ausgebildet ist.
12. Fahrtschreiber nach einem oder mehreren der vorange
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ein
schiebeschlitz (5, 6) mittels eines abschließbaren Klapp
deckels (10) abdeckbar ausgebildet ist.
13. Fahrtschreiber nach einem oder mehreren der vorange
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Klapp
deckel (10) zugleich eine Uhreinstelleinrichtung (8) und
eine Einstelleinrichtung (7) für eine Geschwindigkeits
warneinrichtung abdeckt.
14. Fahrtschreiber nach einem oder mehreren der vorange
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb
des Klappdeckels (10) ein Auswerfschalter (9) zum Aus
lösen eines Herausfahrens der Diagrammscheibe aus dem
Fahrtschreiber angeordnet ist.
15. Fahrtschreiber nach einem oder mehreren der vorange
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb
des Klappdeckels (10) ein Zeitartsteller (13, 14) vorge
sehen ist.
16. Fahrtschreiber nach einem oder mehreren der vorange
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in dem
Gehäuse (1) hintereinander zwei Schreibauflagen (31, 32)
mit jeweils einem Antriebsnocken (36, 37) und zumindest
einem Schreibstift (20, 21, 22, 46, 47) vorgesehen sind
und daß der Fahrtschreiber entsprechend zwei Einschiebe
schlitze (5, 6) und Einzugsschächte (29, 30) parallel
zueinander hat.
17. Fahrtschreiber nach Anspruch 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einschiebeschlitze (5, 6) oberhalb der
Geschwindigkeitsanzeige an der Vorderseite des Gehäuses
(1) vorgesehen sind.
18. Fahrtschreiber nach den Ansprüchen 16 oder 17, da
durch gekennzeichnet, daß die beiden Antriebsnocken (36,
37) getrieblich fest miteinander verbunden sind.
19. Fahrtschreiber nach Anspruch 18, dadurch gekenn
zeichnet, daß die beiden Antriebsnocken (36, 37) jeweils
von einem Antriebszahnrad (25, 26) angetrieben sind, die
beide in eine gemeinsame Treibachse (24) eingreifen, die
von einem vom Uhrwerk angetriebenen Treibrad (23) ange
trieben ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863640445 DE3640445C2 (de) | 1986-11-27 | 1986-11-27 | Fahrtschreiber |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3640445A1 DE3640445A1 (de) | 1988-06-09 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
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-
1986
- 1986-11-27 DE DE19863640445 patent/DE3640445C2/de not_active Expired - Fee Related
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: G07C 5/12 |
|
| 8120 | Willingness to grant licenses paragraph 23 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MANNESMANN VDO AG, 60326 FRANKFURT, DE |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |