DE3632740C2 - Trockner in Senkrechtanordnung für die Behandlung von z.B. mit Firnis, Lack, Farbe usw. bestrichenen Gegenständen, insbesondere Paneelen, Platten oder Tafeln - Google Patents
Trockner in Senkrechtanordnung für die Behandlung von z.B. mit Firnis, Lack, Farbe usw. bestrichenen Gegenständen, insbesondere Paneelen, Platten oder TafelnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Trockner in Senkrechtanordnung für
die Behandlung von z. B. mit Firnis, Lack, Farbe usw. bestri
chenen Gegenständen, insbesondere Paneelen, Platten, Tafeln und
dergleichen nach der Gattung des Anspruchs 1.
Aus der FR 24 29 735 ist ein Transportsystem dieser Art be
kannt, bei dem ebenfalls Träger auf einer Seite des Systems mit
Gegenständen beladen und dann zur Entladung auf die andere
Seite transportiert werden. Eine umlaufende, an Rollen geführte
Kette der einzelnen Träger besitzt keinen Antrieb, und es ist
lediglich in der oberen Position eine Verlagerung des Gegen
standes von der linken Position in die rechte Position dadurch
möglich, daß durch Vorbeibewegung des Trägers an einer Arretie
rung die Kette relativ zur Bewegung des Trägers festgehalten
wird. Aus diesem Grunde kann auch nur ein einziger Gegenstand
auf einen Träger bzw. eine Gruppe von drei Trägern aufgelegt
werden, der dann zur Ausgabestelle transportiert wird.
Weitere Trockner in Senkrechtanordnung, die Teil von automati
schen Anlagen zum Bestreichen solcher Gegenstände mit Firnis,
Lack, Farbe usw. bilden, sind z. B. aus dem italienischen Patent
924 789 oder dem italienischen Gebrauchsmuster 161 089 bekannt.
Sie enthalten eine Mehrzahl von Seite an Seite aneinander an
liegenden Abschnitten, entlang denen die Paneele oder ähnliche
Gegenstände mit Hilfe von senkrechten Förderern bewegt werden,
die zu der sogenannten "Paternoster"-Art gehören und eine Mehr
zahl von übereinanderliegenden Trägern oder Behältern enthal
ten, auf denen sich die bestrichenen, behandelten Paneele oder
dergleichen abstützen. Diese Träger oder Behälter enthalten
heutzutage einen Rahmen mit in Abständen zueinander angeordne
ten Stangen, der frei von Auslegern oder Konsolen abnehmbar
ist, die an den Kettenpaaren des senkrechten Förderers vorgese
hen sind. Auf diese Weise kann jeder Träger in Rollenbahnen
eingeschaltet bzw. eingesetzt werden, die für den Transport des
Trockengutes am Einlaß und am Auslaß vorgesehen sind, und er
kann sich in senkrechter Richtung gegenüber diesen Rollenbahnen
bewegen und im übrigen auch zwischen benachbarten Abschnitten
oder Sektionen des Trockners übertragen oder verlegt werden, um
den Behandlungszyklus zu vervollständigen und um leer vom Aus
laß zum Einlaß überführt zu werden in eine Stellung, in der
neue zu trocknende Gegenständen z. B. Paneelen übernommen werden
können.
In dem bei diesen Arten von Trocknern vorgesehenen Behandlungs
zyklus sind zahlreiche tote Zeiten festzustellen, die sich aus
der Notwendigkeit ergeben, relative Verstellbewegungen zwischen
den Trägern und den zum Transportieren der Paneele bzw. ähnli
che Gegenstände dienenden Rollenbahnen auszuführen. Ein anderer
Nachteil dieser bekannten Trockner ergibt sich aus dem Aufbau
der Träger, der es praktisch unmöglich macht, den Verlauf der
Luftströmungen zu kontrollieren und zu steuern, die sich ver
teilen bzw. zerstreuen können, indem sie zwischen den Stangen
der Träger selbst hindurchgehen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Be- und
Entladung der Träger ohne zusätzliche Be- und Entladevor
richtung zu schaffen, wobei auf jeden Träger mehrere Gegen
stände aufgeladen werden können.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Durch das selbständige autonome Transportorgan an jedem Träger
kann sich dieser selbst beladen und entladen, insbesondere auch
mit mehreren Gegenständen, ohne daß zusätzliche Be- oder Entla
dungssysteme erforderlich wären. Darüberhinaus ist jeder Träger
tablett- oder tragbrettartig ausgebildet und besitzt daher im
Gegensatz zu den bekannten Trägern eine Auflagefläche, die die
individuelle Beladung mit Gegenständen ermöglicht, ohne daß
mehrere Träger zusammenwirken müssen. Durch die individuellen
Transportorgane der erfindungsgemäßen Träger können die Gegen
stände über eine Öffnung, die beispielsweise mit einer Schleuse
versehen ist, von den Transportorganen der Träger aufgenommen
und ins Innere des Trockners transportiert werden bzw. auf der
Ausgabeseite durch eine solche Öffnung herausgeführt werden.
Vorzugsweise kann als selbständiges, autonomes Transportorgan
eine Rollenbahn oder ein Förderband eingesetzt sein, wobei
zweckmäßigerweise das Förderband um in den Endbereichen vorge
sehene Umkehr- oder Umlenkrollen und in den Mittelbereichen
vorgesehene Zwischen- oder Spannrollen herumgelegt sein
kann, von denen mindestens eine Rolle mit einem sich in
ihrer axialen Verlängerung erstreckenden Zahnrad verbunden
ist, das mit an vorbestimmten Stellen des Trockners vorge
sehenen Antriebszahnrädern kämmt bzw. eingreift. Die Träger
können vorteilhafterweise jeweils ein Gestell oder einen
Rahmen enthalten,das bzw. der schachtel- oder kastenförmig
aus seitlichen Längswänden und aus diese starr miteinander
verbindenden Endprofilen bestehen und die Rollen tragen
kann. Die Anordnung kann z. B. so getroffen sein, daß unter
halb der Arbeitsebene ein z. B. förderband- oder rollenbahn
artiges Transportorgan zum Transportieren der leeren Träger
in waagrechter Richtung aus der Entladezone in die Beladezone
vorgesehen ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform können gemäß weiterer
Erfindung die Träger auf zwei zueinander parallelen senk
rechten Bahnen in jeweils entgegengesetzten Richtungen von
der Beladezone bis zu einer obersten Stellung der ersten
Bahn und dann von der entsprechenden obersten Stelle der
zweiten Bahn bis zu der Entladezone gefördert werden und
oberhalb der beiden obersten Stellen ein weiteres z. B.
förderband- oder rollenbahnartiges Transportorgan vorgesehen
sein, welches die vollen Träger in waagrechter Richtung von
der einen zur anderen obersten Stelle fördert.
Die Merkmale der Erfindung und ihre Vorteile gegenüber dem
Stand der Technik werden sich noch klarer aus einer
Durchsicht der nachfolgenden Beschreibung, die sich auf
die beigefügten schematischen Zeichnungen bezieht, ergeben.
In dieser Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegen
standes der Erfindung dargestellt, es zeigt:
Fig. 1 einen Trockner in senkrechter Anordnung gemäß
der Erfindung, der zur Behandlung von zu
trocknenden Gegenständen dient und Träger für
diese Gegenstände enthält, die gemäß der
Erfindung ausgeführt sind, in einer Seitenan
sicht in schematischer Darstellung,
Fig. 2 die Anordnung nach Fig. 1 in einer Ansicht im
Schnitt gemäß der Linie II-II der Fig. 1,
Fig. 3 einen Träger gemäß der Erfindung für einen
erfindungsgemäßen Trockner in einer Seitenansicht
und in größerem Maßstab und
Fig. 4 eine Einzelheit der Anordnung nach Fig. 3 in
Draufsicht und geschnitten wiederum in
größerem Maßstab.
In Fig. 1 und 2 der Zeichnung ist ein erfindungsgemäßer
Trockner in Senkrechtanordnung für die Behandlung von
Paneelen, Platten, Tafeln usw., die mit Firnis, Lack,
Farbe usw. bestrichen worden sind, allgemein mit 10
bezeichnet. Dieser Trockner 10 enthält eine Mehrzahl von
senkrechten Sektionen oder Abschnitten, entlang denen die
Paneele 11 mit Hilfe von Trägern 12 gefördert bzw.
transportiert werden, diese Träger 12 sind abnehmbar mit
einem aus Ketten bestehenden Transportsystem verbunden, das
z. B. von der sogenannten "Paternoster"-Art sein kann, die
den Fachleuten gut bekannt ist und demzufolge im einzelnen
nicht gezeigt wird. Als nicht einschränkend aufzufassendes
Beispiel wird angegeben, daß die Träger entlang der Bahnen
laufen können, die mit Pfeilen bezeichnet sind, wobei die
Pfeile 13, 14 den Einlaß und den Auslaß für die Träger
bezeichnen.
Gemäß der erfindungsgemäßen Grundidee der vorliegenden
Erfindung enthält der Träger 12 autonome, selbständige
Mittel zum Transportieren der Paneele 11.
Die obigen autonomen, unabhängigen Transportorgane sind in
Fig. 3 und 4 gezeigt. Diese Transportorgane sind vorzugsweise
durch ein Förderband 15 gebildet, das um in den Endbereichen
vorgesehene Umkehr- oder Umlenkrollen 16, 17 und in den
Mittelbereichen vorgesehene Zwischen- oder Spannrollen 18,
19, jeweils eine obere und eine untere Rolle, herumgelegt
und gezogen ist. Diese Rollen werden von einem Gestell
getragen, das ein Paar von seitlichen Längswänden 21 trägt,
die einen schachtel- oder kastenförmigen Aufbau haben und die
starr mit Hilfe von End-Profilstücken 22 miteinander verbun
den sind. In charakteristischer Weise erstreckt sich um
mindestens eine der Umkehr- oder Umlenkrollen 16, 17
ein Ritzel 23, das mit dieser Rolle fest verbunden ist und
das dazu bestimmt ist mit antreibenden Zahnrädern 24 zu
kämmen oder einzugreifen, die von Motoren 25 angetrieben
werden und an vorbestimmten Stellen des Trockners vorgesehen
sind, d. h. im Bereich des Einlasses und des Auslasses, jedoch
auch an einer beliebigen anderen Stelle angeordnet sein
können, in der eine Bewegung der vom einzelnen Träger
getragenen Paneele usw. notwendig ist.
Jedes Transportorgan kann mit einem autonomen, unabhängigen
motorischen Antrieb versehen sein.
Mit 26 und 27 sind die Transportorgane bezeichnet, die dazu
dienen, die Träger im Inneren des Trockners zu bewegen.
Das untere Transportorgan 26, das in charakteristischer
Weise in dem Raum unterhalb der Arbeitsebene 28 angeordnet
ist, der bei einem Trockner gemäß der Erfindung frei ist,
weil die Rollenbahnen für den Einlaß und den Auslaß entfernt
sind, dient dazu, um die leeren Träger aus der Entladezone
in die Beladezone zu überführen. Hingegen dient das obere
Förder- oder Transportorgan 27 dazu, die Träger aus einem
Abschnitt (oder einer Sektion) in den anderen Abschnitt des
Trockners zu überführen.
Aus der obigen Beschreibung ist für die Fachleute auf dem
hier in Frage stehenden Gebiet klar, daß infolge der Tatsache,
daß der Trockner mit Trägern versehen ist, die einen auto
nomen, selbständigen Bewegungsantrieb besitzen, die Rollen
bahnen beim Einlaß und beim Auslaß eliminiert werden. Es
ergibt sich hieraus eine wesentliche Vereinfachung des
Aufbaus und der Bewegungen der Träger, die jetzt nicht mehr
in die Rollenbahnen eingeführt bzw. eingeschaltet werden
müssen. Der wichtigste Vorteil besteht jedoch darin, daß
die Träger unterhalb der Arbeitsebene verstellt und überführt
werden können, demzufolge verringern sich die toten Zeiten
zwischen einer Beladung und der nächsten Beladung lediglich
auf die Zeit, die ein Träger benötigt, um von der Ebene
unmittelbar unterhalb der Arbeitsebene in die Arbeitsebene
zu gelangen. Da diese Zeit, Übergangszeit, lediglich zwei
bis drei Sekunden beträgt, ergibt sich hieraus die Möglich
keit, den Trockner praktisch kontinuierlich zu beladen. In
der Tat können die horizontalen Überführ- und Translations
bewegungen während der Zeiten stattfinden, in denen die
Paneele eintreten und austreten Zeiten, die immer größer
als die Translations- bzw. Überführungszeiten sind.
Diese drastische Verringerung der Zeiten des Zyklus im
Vergleich zu den herkömmlichen Trocknern in Senkrechtan
ordnung gestattet es im übrigen, die Beschleunigungen und
Verzögerungen beim Eintritt und Austritt der mit Farbe,
Lack, Firnis usw. belegten Gegenstände, wie Paneele zu
eliminieren, was zum Vorteil des Trocknungsprozesses ist,
wobei auch kostspielige Vorrichtungen überflüssig gemacht
werden, die immer Grund für Stillstand und Nachteile sind.
Zusätzlich ist noch festzustellen, daß ein Träger, der
gemäß der Erfindung hergestellt ist, einen geschlossenen
Aufbau besitzt, der kein Abfließen von Warmluft ermöglicht,
die auf diese Weise von einem Träger zum anderen mit einer
bestimmten laminaren Strömung gerichtet werden kann. Auf
diese Weise erzielt man eine gleichmäßige Trocknung des
Produktes, demzufolge eine bessere Qualität.
Obwohl es vorzuziehen ist, daß jeder Träger mit einem
förderbandartigen Förderorgan versehen wird, so muß man
doch feststellen, daß es im Sinne der Erfindung liegt, auch
andere Förderorgane zu verwenden, z. B. mit Rollen.
Es werden auf diese Weise die Ziele erreicht, die in der
Einleitung der Beschreibung aufgezählt sind.
Claims (7)
1. Trockner in Senkrechtanordnung für die Behandlung von z. B.
mit Firnis, Lack oder Farbe bestrichenen Gegenständen, insbe
sondere Paneelen, Platten oder Tafeln, der eine Mehrzahl von in
seinem Inneren untergebrachten Trägern für die Gegenstände und
ein Transportsystem enthält, mit dessen Hilfe die Träger im In
nern des Trockners bewegt werden können, dadurch gekennzeich
net, daß jeder tablett- oder tragbrettartig ausgebildete Träger
(12) selbständige, mit unabhängigem motorischem Antrieb verse
hene Transportorgane (15) zum Beladen und Entladen der Gegen
stände (11) enthält.
2. Trockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als
selbständiges, autonomes Transportorgan (15) eine Rollenbahn
eingesetzt ist.
3. Trockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als
selbständiges, autonomes Transportorgan (15) ein Förderband
(15) eingesetzt ist.
4. Trockner nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Förderband (15) um in den Endbereichen vorgesehene Umkehr-
oder Umlenkrollen (16, 17) und in den Mittelbereichen vorgesehene
Zwischen- oder Spannrollen (18, 19) herumgelegt ist, von denen
mindestens eine Rolle (16) mit einem sich in ihrer axialen
Verlängerung erstreckenden Zahnrad (23) verbunden ist, das mit
an vorbestimmten Stellen des Trockners vorgesehenen Antriebszahn
rädern (24) kämmt bzw. eingreift.
5. Trockner nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Träger (12) jeweils ein Gestell oder einen
Rahmen enthalten, das bzw. der schachtel- oder kastenförmig aus
seitlichen Längswänden (21) und aus diese starr miteinander
verbindenden Endprofilen (22) besteht und die Rollen (16, 17, 18, 19)
trägt.
6. Trockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter
halb der Arbeitsebene (28) ein z. B. förderband- oder rollenbahn
artiges Transportorgan (26) zum Transportieren der leeren
Träger (12) in waagrechter Richtung aus der Entladezone in die
Beladezone vorgesehen ist
7. Trockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Träger (12) auf zwei zueinander parallelen senkrechten Bahnen
in jeweils entgegengesetzten Richtungen von der Beladezone bis
zu einer obersten Stelle der ersten Bahn und dann von der
entsprechenden obersten Stelle der zweiten Bahn bis zu der
Entladezone gefördert werden und oberhalb der beiden obersten
Stellen ein weiteres z. B. förderband- oder rollenbahnartiges
Transportorgan (27) vorgesehen ist, welches die vollen Träger
(12) in waagrechter Richtung von der einen zur anderen obersten
Stelle fördert.
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