DE3629463A1 - Kettenschutz, insbesondere fuer einspurfahrzeuge - Google Patents

Kettenschutz, insbesondere fuer einspurfahrzeuge

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62JCYCLE SADDLES OR SEATS; AUXILIARY DEVICES OR ACCESSORIES SPECIALLY ADAPTED TO CYCLES AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. ARTICLE CARRIERS OR CYCLE PROTECTORS
    • B62J13/00Guards for chain, chain drive or equivalent drive, e.g. belt drive

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Gears, Cams (AREA)
  • Devices For Conveying Motion By Means Of Endless Flexible Members (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Kettenschutz insbesondere für Einspurfahrzeuge, gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Insbesondere bei den Fahrrädern spielt der Kettenschutz eine erhebliche Rolle, da dort die Beine des Radfahrers im Bereich der Tretkurbel jeweils nahe an die Kette und das Antriebsritzel für dieselbe gelangen, so daß die Beine oder Beinkleider leicht verschmutzt oder verletzt werden können. Man ist daher dazu übergegangen, insbesondere im Bereich und in der Umgebung der Tretkurbel Kettenschützer anzubringen, welche die Gefahr einer Verschmutzung oder Beschädigung der Beinkleider verhindern. Bei diesen bekannten Kettenschützern, die aus Blech oder Kunststoff bestehen, wird sorgsam darauf geachtet, daß die Kette nicht am Kettenschützer schleift, zum einen um zu verhindern, daß ein entsprechendes schleifendes oder schlagendes Geräusch entsteht, zum anderen um keine zusätzlichen Reibungsverluste zu erzeugen. Es ist deshalb notwendig, die Kettenschützer exakt zu montieren, was sehr mühsam und zeitlich aufwendig ist. Die weitere Schwierigkeit besteht darin, daß aufgrund der Vielfalt der Fahrradkonstruktionen eine Vielzahl von Kettenschützern notwendig ist, um die unterschiedlichen Montagemöglichkeiten zu brücksichtigen. Man hat zwar versucht, diesem Problem dadurch Rechnung zu tragen, daß man verstellbare Halterungen für die Kettenschützer entwickelte. Ein Beispiel hierfür ist in dem DE-GM 85 12 001 beschrieben. Doch auch diese Konstruktion zeigt, daß hier eine Vielzahl von Einzelteilen notwendig ist, die genau justiert und zueinander festgelegt werden müssen, so daß auch hierdurch ein idealer Kettenschutz noch nicht erzielt ist. Zu diesen Schwierigkeiten, die bei der ursprünglichen Montage auftreten, kommt das zusätzliche Problem, daß während des Betriebs des Fahrrades oder während des Abstellens desselben die aus Gewichtsgründen leicht zu haltenden Kettenschützer vielfach verbogen werden, oder daß sich dieselben bei hoher Sonneneinstrahlung verformen. Dies bewirkt, daß selbst bei ursprünglich optimalem Einbau des Kettenschützers im Nachhinein das unerwünschte Schlagen und Anstreifen der Kette am Kettenschützer auftritt und zusätzliche Arbeiten notwendig macht. Die gleichen Probleme treten nicht nur bei Fahrrädern auf, sondern in ähnlicher Weise auch bei allen weiteren Einspurfahrzeugen, die einen Kettenantrieb aufweisen, sowie bei weiteren Anwendungen, in denen ein Kettenantrieb so belegen ist, daß Gefahr besteht, eine Bedienungsperson oder ein Dritter könnte in den Bewegungsbereich der Kette gelangen.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Kettenschutz, insbesondere für Einspurfahrzeuge zu schaffen, bei dem es nicht notwendig ist, einen exakten Abstand zwischen Kettenschutz und Kette einzuhalten und der einfach herstellbar und montierbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Kettenschutz gemäß dem Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst.
Im Rahmen dieser Anmeldung ist der Begriff "Kette" in einem weiten Sinne zu verstehen, wobei er neben Ketten herkömmlicher Art, wie Gelenkketten, Hülsenketten und insbesondere Rollenketten auch sog. Kugelketten sowie kettenähnliche, flexible Antriebsmittel, wie Zahn-/Keil- und Rundriemen erfassen soll.
Da bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Kettenschutz über ein Bauelement bewirkt wird, das schwimmend auf der Kette aufliegt und federnd in Anlage an derselben liegt gestaltet sich die Montage besonders einfach.
Durch die Wahl eines Materials mit geringem Reibungswert für die mit der Kette in Eingriff tretenden Bereiche oder das gesamte Bauelement beispielsweise eines entsprechenden Kunststoffs der gegenüber dem Kettenmaterial auch selbstschmierend wirkt, ist die zusätzliche Geräuschentwicklung minimal. Nachdem diese auch permanent auftritt, wirkt sie zudem nicht so störend, wie das bei herkömmlichen Kettenschützern intervallweise auftretende Anstreifen. Die zusätzliche Reibung fällt ebenfalls nicht ins Gewicht, zumal durch die selbstschmierende Wirkung und dem permanent Eingriff zwischen Kette und dem Bauelement eine Selbstreinigung und Schmierung der Kette erfolgt, so daß der Gesamtreibungswiderstand nach längerem Gebrauch bei einem Fahrrad mit erfindungsgemäßem Kettenschoner eher niedriger ist als beim herkömmlichen Fahrrad, besonders wenn dessen Kette nicht sonderlich gepflegt ist. Der Kunststoff sollte, bezogen auf das Kettenmaterial, bei Reibung ohne zusätzliche Schmiermittel, einen Reibungswert under 0,25 aufweisen, zusätzlich geschmiertem Betrieb einen solchen unter 0,15. Bei der Auswahl geeigneter Kunststoffe wird man ferner darauf achten, daß diese einen geringen thermischen Ausdehnungskoeffizienten eine kleine elastische Hysterese, und eine möglichst hohe Kerbschlagfestigkeit aufweisen, für die Werte von über 80 kpcm/cm2 bevorzugt sind. Als besonders geeignetes Kunststoffmaterial hat sich ein hochmolekulares Polyäthylen erwiesen. Im Falle einer Verwendung der Kettenschutzeinrichtung bei Fahrrädern genügt in der Regel die Verwendung von Hochdruckpolyäthylen, welches durch Spritzgußverfahren verarbeitbar ist. Bei hohen Anforderungen empfiehlt sich dagegen die Verwendung eines Niederdruckpolyethylen mit einem Molekulargewicht von über 3×106, vorzugsweise 3,4-4×106, gemessen mit der Lichtstreumethode, das unter Verwendung von Ziegler Katalysatoren hergestellt ist, da man hier im ungeschmierten Zustand Reibungswerte gegenüber Stahl von 0,08 bis 0,14 und im ölgeschmiertem Zustand von 0,06 bis 0,08 erzielen kann.
Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist der Ketten­ schutz als V-bzw. U-förrmig verlaufendes Schutzteil ausgelegt, das mit einem kreisbogensegmentartigen, dem Umlenkkettenrad oder -ritzel angepaßten Bereich, und zwei daran an­ schließenden, im wesentlichen geradlinigen Schenkeln ver­ sehen ist und das eine jeweils nach innen gerichtete dem Ver­ lauf der Kette und deren Außenkontur angepaßte und an diese zumindest stückweise aufliegende Führungsfläche aufweist, sowie zumindest eine einseitig die Kette seitlich abdeckende Schutzfläche.
Das Schutzteil ist vorzugsweise als Profilschiene mit L- oder U-förmigem Querschnitt ausgestaltet und kann als solches stranggepreßt werden.
Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn hierbei die Führungsfläche als durchgehende Nut oder durchgehende Laufrippe ausgebildet ist, die von der zum Inneren des U- bzw. V-weisenden Fläche des Schutzteils ausgeht, wobei die spezielle Gestaltung davon abhängt, bei welcher Art von Kette die Schutzeinrichtung zur Anwendung kommt.
Wenn das Schutzteil nicht durch Extrudieren und Biegen entsprechender Profilschienen erzeugt wird, sondern durch andere Form- und Gießverfahren, was beispielsweise bei dem o.g. Niederdruckpolyäthylen der Fall ist, kann es zweckmäßig sein, die Führungsfläche als ein in Längsrichtung unterbrochene Laufrippe auszubilden,um den Ausformvorgang zu erleichtern.
Bei einer besonders einfachen Ausführungsform der Kettenschutzeinrichtung, bei welcher diese die Form einer U-förmig verlaufenden einfachen Rinne einnimmt, kann die seitliche Schutzfläche an der Seite der Kette anliegen und deren Führung bewirken. Die hierdurch auftretende geringfügig höhere Reibung läßt sich jedoch vermeiden, wenn man gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung die seitliche Schutzfläche in einem geringen Abstand von der Kette anordnet und die Kette separat führt.
Bei einer Reihe von Anwendungsgebieten, beispielsweise für Kinderfahrräder, ist es zweckmäßig, die Schutzfläche so auszubilden, daß sie das Kettenrad oder -ritzel seitlich vollständig abdeckt. Dies geschieht vorteilhafterweise dadurch, daß die Schutzfläche aus zwei einander überlappende Teilschalen besteht, von denen die eine an dem Schenkel für das ablaufende und die andere an dem Schenkel für das auflaufende Trum der Kette befestigt ist, oder je einen Teil dieser Schenkel bildet. Die Teilschalen, die vorzugsweise Halbschalen sind, werden mit Vorteil derart konzipiert, daß sie am Scheitelpunkt des U-förmigen Schutzteils aneinanderstoßen, um auf diese Weise die federnde Beweglichkeit der Schenkel möglichst wenig zu behindern, was die Montage der Kettenschutzeinrichtung erleichtert und es beispielsweise auch möglich macht, sie bei Kettenschaltungen zu verwenden, bei denen sich der Winkel ändert, mit denen die Kette von der Drehkurbel in Richtung des Hinterrades verläuft.
Bei der Verwendung der Kettenschutzeinrichtung an Fahrrädern reicht es in der Regel aus, wenn auf der nach außen gekehrten Seite eine Schutzfläche vorgesehen ist.
Um ein unbeabsichtigtes Abspringen der Kettenschutzeinrichtung von der Kette zu verhindern, empfiehlt es sich in diesem Falle an der gegenüberliegende, d.h. innen liegenden Seite der Führungsfläche diskrete, über die Längserstreckung des Schutzteils verteilte Vorsprünge anzubringen welche parallel zur Schutzfläche nach innen ragen.
Die erfindungsgemäße Kettenschutzeinrichtung wird besonders einfach montierbar, wenn sie bei Antriebssystemen zur Anwendung kommt, bei denen die Kette das Kettenrad bzw. -ritzel um mehr als 180° umschließt, wie beispielsweise bei Fahrrädern ohne Kettenschaltung im Bereich der Tretkurbel. In diesem Falle genügt es das Schutzteil als U-förmig gebogene Profilschiene auszubilden, deren federnd ausgebildete Schenkel in Richtung auf ihre freien Enden nach innen zueinander hin gebogen sind, da hier die Spannung der Schenkel zueinander dazu beiträgt, den Kettenschutz auf der Kette zu halten, nachdem dieser durch manuelles Auseinanderbiegen der Schenkel auf die Kette von der Vorderseite der Drehkurbel her aufgesteckt ist. Um sicherzustellen, daß die Kettenschutzeinrichtung auch bei großen Belastungen oder plötzlichen Verzögerungen nicht abspringt, empfiehlt sich die Anbringung eines Federmechanismus, der die Schenkel des U-förmigen Schutzteiles gegeneinander drängt und/oder das Bauelement in Anlage an dem am Kettenrad bzw. -ritzel anliegendem Trum der Kette hält. Bei der vorgenannten Ausführungsform, bei der die Kette das Kettenrad um mehr als 180° umschließt, reicht es eine Feder zwischen die Schenkel des U-förmigen Schutzteils zu spannen, die vorzugsweise im Endbereich derselben befestigt wird. In allen anderen Fällen ist es zweckmäßig, an den freien Enden jedes der Schenkel zumindest eine Feder anzubringen. Diese Federn werden an einem Punkt zwischen den Enden der Schenkel zusammengefaßt. An diesem Punkt greift ein Befestigungselement an, das vorzugsweise eine weitere Feder bildet. Die Federn oder das Befestigungselement werden vorzugsweise am Fahrzeugrahmen benachbart zur Hinterradnabe oder an derselben befestigt.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist ein Schenkel des U- bzw. V-förmigen Schutzteils verlängert, und zwar soweit, daß er in den Bereich des nächsten Kettenritzels gerät, im Falle eines Fahrrads z.B. des Ritzels der Hinterradachse. Der Endbereich wird dabei hakenförmig derart abgebogen, daß in diesem die Führungsfläche kreisbogenförmig um das Trum der Kette verläuft, die um dieses Ritzel herum führt.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung, die bevorzugt bei einer über zumindest zwei Ritzel geführten Endloskette zur Anwendung kommt, ist für jedes Ritzel ein V- bzw. U-förmig gebogenes Schutzteil vorgesehen, das jeweils die Kette zumindest im Anlagebereich an das zugehörige Ritzel umschließt, wobei Federmittel vorgesehen sind, welche die verschiedenen Schutzteile elastisch nachgiebig zusammenspannen. Zweckmäßigerweise sind dabei die Längen einander zugekehrter Schenkel in den benachbarten Schutzteilen derart gewählt, daß sie mit ihren Enden aneinander angrenzen oder bei geeigneter Ausgestaltung auch überlappen. Diese Ausgestaltung ist besonders zweckmäßig bei Fahrrädern, wobei hier zwei U-förmige Schutzteile vorgesehen sind, an deren freien Schenkeln Federmittel angreifen, welche die beiden Schutzteile zusammenspannen. Die Federmittel verlaufen vorzugsweise kreuzförmig, d.h. der obere Schenkel des vorderen Schutzteils wird mit dem unteren Schenkel des hinteren Schutzteils federnd verbunden sowie der obere Schenkel des hinteren Schutzteils mit dem unteren Schenkel des vorderen Schutzteils. Am einfachsten geschieht dies durch vier Federn, die mit einem Ende an einem gemeinsamen Befestigungsmittel, wie einem Ring, gehaltert sind und deren freien Enden vorzugsweise in Bohrungen an den freien Enden der Schenkel eingehängt werden.
Wenn die Schutzteile Profilleisten mit U-förmigen Querschnitt sind, empfiehlt es sich aus Herstellungs- und Montagegründen vielfach, daß diese aus zumindest zwei lösbar zusammensetzbaren Längsstücken bestehen, von denen das eine den im wesentlichen auf der einen Seite der Längsmittelachse belegenen Bereich und das andere den im wesentlichen auf der anderen Seite der Längsmittelachse belegenen Bereichs des Schutzteils bildet. Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung sind Stabilisierungsstreben vorgesehen, die von einem unteren Ende einer Schutzfläche abstehen, und unter der Kette zu der anderen Schutzfläche führen, wobei deren freie Enden lösbar in Eingriff mit der gegenüberliegenden Schutzfläche bringbar sind, was die Stabilität und Sicherheit der Anordnung erhöht. Es ist günstig die Enden der Stabilisierungsstreben und die mit ihnen in Eingriff bringbaren Bereiche der gegenüberliegenden Schutzfläche als Schnappverschlüsse auszubilden, damit man die Montage ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen durchführen kann. Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn die Schutzteile aus zwei zu ihrer Längsmittelebene symmetrischen Stücken zusammengesetzt sind, die beispielsweise durch außen an den Stücken mit ihren Enden in Eingriff bringbare Klammern lösbar zusammengespannt werden können. Man kommt auf diese Weise mit weniger Formteilen aus, was die Herstellung verbilligt.
Gemäß einer besonders zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung sind in dem mit der Kette in Berührung stehenden Auflagebereich Reinigungs- und/oder Schmiereinrichtungen vorgesehen, wie mit Schmiermittel getränkte Kissen,
Bürsten oder Schmiernippel, die im Bereich der Gleitfläche für die Kette münden.
Beim Einsatz der Kettenschutzeinrichtung an Rollenketten, z.B. Fahrradketten, wird die Führungsfläche von einem Steg mit rechteckförmigen Querschnitt gebildet, der von der Profilschiene nach Innen, vorzugsweise in deren Mitte absteht, wobei die Höhe des Steges des mindestens gleich der halben Differenz zwischen der Kettendicke und dem Durchmesser der Kettenschutzrollen gewählt ist.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der beiliegenden Zeichnungen.
Fig. 1 zeigt in teilgebrochener Darstellung den Antriebsbereich von einem Fahrrad mit einer ersten Ausführungsform eines Kettenschutzes.
Fig. 2 zeigt eine Detaildarstellung des in Fig. 1 dargestellten Kettenschutzes und zwar dessen Befestigung am Fahrradrahmen benachbart zur Nabe des Hinterrads.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch die Anordnung von Fig. 1 längs der Linie III-III zur Erläuterung des Querschnitts des in Fig. 1 gezeigten Kettenschutzes.
Fig. 4 zeigt eine Detailansicht des in Fig. 1 gezeigten Kettenschutzes und dessen Anordnung auf der Kette in Richtung der Pfeile IV-IV von Fig. 3.
Fig. 5 zeigt eine Querschnittsansicht durch eine weitere Ausführungsform eines Kettenschutzes und die Anordnung desselben auf einer Rollenkette.
Fig. 6A zeigt eine Variante des in Fig. 5 dargestellten Kettenschutzes, der zweiteilig aufgebaut ist und den Mechanismus zu dessen lösbarem Zusammenbau.
Fig. 6B zeigt eine weitere Variante des in Fig. 5 dargestellten Kettenschutzes, der ebenfalls zweiteilig aufgebaut ist, wobei die beiden Teile symmetrisch zuein­ ander ausgebildet und mittels einer Klammer zusammengehalten sind.
Fig. 7 zeigt eine Darstellung entsprechend derjenigen von Fig. 1 von einer besonders einfachen Variante des Kettenschutzes.
Fig. 8 zeigt eine Variante des in Fig. 4 dargestellten Details eines Kettenschutzes, die eine einfache Schieberentformung ermöglicht.
Fig. 9 zeigt eine perspektivische Einsicht von unten in den in Fig. 8 dargestellten Bereich des Kettenschutzes.
Fig. 10 zeigt im Längsschnitt ein weiteres Detail eines Kettenschutzes, wobei in dessen Wandung ein von der Außenseite über eine Bohrung mit Schmieröl beaufschlagbarer Schwamm eingebracht ist, an dem die Kette vorbeistreicht.
Fig. 11 zeigt eine weitere Variante des in Fig. 1 dargestellten Kettenschutzes, wie sie bevorzugt bei Fahrrädern mit Kettenschaltung zur Anwendung kommt.
Fig. 12 zeigt eine perspektivische Draufsicht auf den Kettenschutz der Fig. 11 von dessen Rückseite aus betrachtet.
Fig. 13 zeigt in schematischer Darstellung einen Kettenschutz, bei dem sowohl das Ritzel der Tretkurbel als auch das Ritzel des Hinterrads, sowie die zu und von diesen führenden Kettenbereiche abgedeckt sind und der Kettenschutz keiner speziellen Befestigung am Rahmen bedarf.
Fig. 14 zeigt einen Kettenschutz ähnlich zu dem von Fig. 1 der neben dem Ritzel der Tretkurbelk das Ritzel des Hinterrades zumindest teil­ weise absteckt.
Fig. 14a zeigt eine Darstellung ähnlich zu derjenigen von Fig. 7 von einem Kettenschutz, bei dem das gesamte mit der Tretkurbel verbundene Ritzel abgeschlossen ist.
Fig. 15 zeigt einen Schnitt längs der Linie XV-XV von Fig. 14.
Fig. 16 zeigt eine Draufsicht auf den in Fig. 14 mit XVI bezeichneten Bereich des Kettenschutzes von Innen betrachtet.
In den folgenden Beispielen ist die Erfindung jeweils als Kettenschutz bei einem Fahrrad mit einer Rollenkette zur Kraftübertragung dargestellt. Es versteht sich jedoch, daß diese Darstellung lediglich beispielhaft ist, so daß der Schutz der Patentansprüche nicht hierauf beschränkt sein soll.
Fig. 1 zeigt einen Fahrradrahmen 1, von dem lediglich der Bereich dargestellt ist, welcher eine Tretkurbel 2 enthält, mit der ein Ritzel 3 verbunden ist, sowie denjenigen Bereich, welcher eine Nabe 4 für das nicht dargestellte Hinterrad mit dem Antriebsritzel 5 für dasselbe haltert. Eine Rollenkette 6, die, wie aus den Fig. 3 bis 6 ersichtlich, aus Laschen 7, zusammengebolzten Hülsen 8 und Schutzrollen 9 besteht, ist als endlose Kette um die Ritzel 3 und 5 herumgeführt. Auf den vorderen Bereich der Rollenkette 6 ist ein Kettenschutz 10 aufgebracht. Der Kettenschutz 10 besteht aus einem einstückigen Kunststoffteil 11, das einen kreisbogensegmentartigen Kopfbereich 12 sowie zwei daran anschließende Schenkel 13, 14 aufweist, so daß insgesamt eine hufeisenförmige oder U-förmige Konfiguration entsteht. Die Querschnittsansicht von Fig. 3 zeigt, daß das Kunststoffteil 11 ein gebogenes L-förmiges Strangprofil ist, dessen der Außenseite der Kette 6 zugekehrter Bereich 15 eine durchgehende Laufrippe 16 trägt, die in der Mitte des Bereichs 15 an dessen Unterseite angebracht ist, eine Breite aufweist, welche der Breite der Schutzrollen 9 entspricht und soweit vorspringt, daß die Laschen 7 gerade nicht mehr an der Unterseite des Bereichs 15 aufliegen. Der an der Fahrradaußenseite neben der Rollenkette 6 angebrachte Bereich 17 des Kunststoffteiles 11 bildet die seitlichen Schutzflächen des Kettenschutzes 10. Man erkennt durch die strichpunktierte Darstellung links in Fig. 3, daß auf der dem Fahrradrahmen 1 zugekehrten Seite des Kettenschutzes 10 von dem Bereich 15 des Kunststoffteiles 11 einzelne Nasen 18 nach unten ragen, welche verhindern sollen, daß der Kettenschutz 10 bei größeren Erschütterungen unbeabsichtigt von der Rollenkette 6 springt.
Der Kettenschutz 10 enthält desweiteren einen Spannmechnismus, der aus zwei Federn 19, 20 besteht, welche mit einem Ende in Bohrungen 21, 22 an den freien Enden der Schenkel 13 und 14 eingehängt sind und mit ihren anderen Enden in Bohrungen 23, 24 einer dreieckförmigen Befestigungsplatte 25 eingehängt sind, die mit einem rückwärtigen Haken 26 an dem Rahmen 1 des Fahrrads benachbart zur Nabe 4 des Hinterrades eingehängt ist, Dieses bewirkt, daß der Kettenschutz 10 in Richtung des Pfeiles S vorgespannt ist und in Anlage an dem Trum der Rollenkette 6 gehalten wird, welches an dem Ritzel 3 anliegt.
Die Fig. 3 und 4 zeigen desweiteren eine Ölzuführungsöffnung 27, welche in dem Kunststoffteil 11 derart angebracht ist, daß sie von der Außenseite des Kettenschutzes beschickt werden kann und Öl in der Mitte der Laufrippe 16 der Rollenkette 6 zuführen kann.
Anstelle der Ölzuführungsöffnung 27 kann, wie in Fig. 5 dargestellt ist, ein spezieller Schmiernippel 28 angebracht sein, der in seinem Inneren ein Kugelventil trägt.
Die in Fig. 5 dargestellte Variante des Kunststoffteils 11′ ist symmetrisch zu der Längsmittelachse ausgebildet, die in Fig. 5 der Linie VII-VII entspricht, so daß an der Vorderseite und an der Rückseite der Rollenkette eine identische Schutzfläche angebracht ist.
Die in Fig. 6A dargestellte Variante des Kunststoffteils 11′′ entspricht im wesentlichen derjenigen des Kunststoffteils 11′ von Fig. 5, wobei jedoch in diesem Falle das Kunststoffteil 11′′ aus zwei über Schnappverbindungen 29 lösbar zusammengesetzten Längsstücken 30, 31 besteht. Das Längsstück 30 ist ein L-förmiges Strangprofil, ähnlich dem in Fig. 3 gezeigten, es weist jedoch im Gegensatz zu diesem an der Unterseite des die seitliche Schutzfläche bildenden Arms desselben Stabilisierungsstreben 32 auf, die unter der Rollenkette 6 hindurchreichen und an Ihrem Ende je ein Teil der Schnappverschlüsse 29 tragen. Das damit in Eingriff bringbare Längsstück 31 bildet die zweite seitliche Schutzfläche bei dieser Ausführungsform des Kettenschutzes.
Die in Fig. 6B gezeigte Ausführungsform des Kettenschutzes zeigt ein Kunststoffteil 11′′′, das denselben Querschnitt aufweist, wie das in Fig. 5 gezeigte, wobei es jedoch aus zwei zur Längsmittelachse symmetrischen Stücken 33, 34 zusammengesetzt ist,welche mittels Klammern 35, die beispielsweise aus Draht oder ebenen Metallstücken bestehen können, zusammengehalten sind. Die Klammern 35 greifen mit ihren freien Enden in Nuten an den Außenseiten der Stücke 33, 34 ein.
Die in Fig. 7 gezeigte Variante des Kettenschutzes 10 entspricht im wesentlichen derjenigen von Fig. 1, mit der Ausnahme, daß in die Bohrungen 21, 22 an den freien Enden der Schenkel 13, 14 die freien Enden einer einzigen Feder 36 eingehängt sind. Die Feder 36 versucht die elastischen Schenkel 13, 14 zueinander hin zu ziehen, so daß die Schenkel 13 und 14 fest an der Rollenkette 6 anliegen und eine vesehentliche Entfernung des Kettenschutzes 10 auf diese Weise vermieden wird. Diese Ausgestaltung reicht aus, wenn der Kettenschutz ein Ritzel 5 umschließt, um welches die Rollenkette 6 in einem Winkelbereich von über 180° anliegt.
Die in den Fig. 8 und 9 dargestellte Variante zeigt, daß in dem Kunststoffteil 11 anstelle der in den Fig. 3 und 4 gezeigten durchgehenden Laufrippe 16 eine aus diskreten Vorsprüngen 16′ gebildete Kettenführung vorgesehen sein kann, die noch immer eine ausreichende Führung ermöglicht und daneben sicherstellt, daß dieses Teil über ein Spritzgußverfahren leicht herstellbar ist, da diese Anordnung eine Schieberentformung ermöglicht.
Fig. 10 zeigt eine weitere Detaildarstellung des Kunststoffteils 11, das im Bereich 15 eine Verdickung 37 enthält, welche eine Kammer 38 aufnimmt, in die mittels eines Klebstoffstreifens 39 ein Schwamm 40 derart eingesetzt ist, daß seine der Kette 6 zugekehrte Fläche in die Führungsbahn der Kette 6 gerät und an den Schutzrollen 9 anliegt. Der Schwamm 40, der über eine nach außen führende Durchgangsbohrung 41 mit Öl oder einem anderen Pflegemittel beschickbar ist, überträgt auf diese Weise diese auf die Rollenkette 6.
Die in Fig. 11 dargestellte Ausführungsform zeigt die Verwendung des Kettenschutzes 10 bei einem Fahrrad, das wie das Bezugszeichen 42 andeutet, mit einer Kettenschaltung versehen ist. Aufgrund der Kettenschaltung 42 ergibt sich die Notwendigkeit, daß die Arme 13, 14 in Abhängigkeit von der jeweiligen Schaltstellung weiter oder weniger weit zueinander oder auseinander geschwenkt sind. Man geht hierbei von einem Kunststoffteil 11 aus, bei dem die Arme 13, 14, wie durch die ausgezogene Linie in Fig. 11 dargestellt, parallel zueinander laufen, wenn die Kettenschaltung die kleinste Getriebeübersetzung einnimmt. Beim Schalten in die größeren Getriebeübersetzungen wird der Arm 13 nach außen gedrängt bis er bei Wahl der größten Getriebeübersetzung die durch die Strichpunktierung 13′ angedeutete Lage einnimmt. Das Kunststoffteil 11 wird auf der Kette 6 durch eine Anordnung von drei Federn 43, 44, 45 gehalten, die mit einem ihrer Enden in einem gemeinsamen Ring 46 festgelegt sind. Das freie Ende der Feder 43 ist in der Bohrung 22 am freien Ende des Arms 14 festgelegt, das freie Ende der Feder 44 ist einer Bohrung 47 einer Befestigungsplatte 48 gelagert, welche über eine nicht dargestellte weitere Bohrung auf der Nabe 4 gehaltert ist. Das freie Ende der Feder 45 ist schließlich in der Bohrung 21 am rückwärtigen Ende des Arms 13 befestigt. Die Länge der Federn und deren Federkonstanten sind derart gewählt, daß der Ring 46 im Normalzustand etwa in der Mitte zwischen den Schenkeln 13 und 14 gehalten ist. Fig. 12 zeigt eine perspektivische Rückansicht des Kunststoffteils 11.
Bei der in Fig. 13 dargestellten Variante des Kettenschutzes 10′ ist der vordere, das Ritzel 3 umschließende Bereich der Kette 6 wie in den vorbeschriebenen Beispielen von dem auf der Kette aufliegenden Kunststoffteil 11 geschützt, während ein entsprechendes, bezüglich der Größe jedoch dem Ritzel 5 angepaßtes Kunststoffteil 111 über den Bereich der Kette gestülpt ist, welcher um das Ritzel 5 verläuft und an dieses angrenzt. Der prinzipielle Aufbau des Kunststoffteils 111 entspricht demjenigen des Kunststoffteils 11, so daß hierauf nicht näher eingegangen werden muß.
Bei der in Fig. 13 dargestellten Darstellungsform des Kettenschutzes 10′ sind die Kunststoffteile 11 und 111 kreuzweise zusammengespannt, wozu ein Federkreuz verwendet wird, das aus einem Ring 49 besteht, in den Federn 50, 51, 52 und 53 mit einem Ende eingehängt sind. Die freien Enden der Federn 50 bis 53 sind an den freien Enden der Schenkel der Kunststoffteile 11 und 111, wie aus der Figur ersichtlich, befestigt, so daß die Kunststoffteile 11 und 111 zusammengedrängt und in Anlage an der Kette 6 gehalten werden. Die Federn 50 bis 53 erlauben darüberhinaus die Verwendung des Kettenschutzes 10′ bei Fahrrädern, bei welchen der Abstand A von Fig. 13, d.h. der Achsabstand der Ritzel 3 und 5, unterschiedlich sein kann. Es ist desweiteren hervorzuheben daß bei dieser Ausführungsform eine Befestigung des Kettenschutzes 10′ am Rahmen nicht notwendig ist, so daß dort keine entsprechenden Maßnahmen getroffen werden müssen. Der Kettenschutz läßt sich daher leicht auch nachträglich anbringen, ohne daß irgendwelche Justierungen, beispielsweise des Achsabstands der Ritzel 3 und 5 vorgenommen werden müssen.
Bei der in Fig. 14 dargestellten Variante des Kettenschutzes 10′′ ist der obere Schenkel 13 des Kunststoffteiles 11 nach rückwärts verlängert und bis über das Ritzel 5 und den darauf angeordneten Bereich der Kette 6 geführt, wobei dieser Endbereich 55 nach unten hakenförmig abgebogen ist und der Krümmung der Kette folgt. Auf diese Weise läßt sich erreichen, daß der Kettenschutz 10′′ das vordere Ritzel 3 vollständig und zumindest den oberen Bereich des hinteren Ritzels 5 absteckt.
Die in Fig. 14A gezeigte Variante des Kettenschutzes 10′′′ entspricht weitgehend der Ausführungsform des Kettenschutzes 10 von Fig. 7. Von dieser unterscheidet er sich jedoch dadurch, daß die Schutzflächen 17 in dem Bereich, an dem die Kette 6 an dem Ritzel 3 anliegt, zu wangenförmigen Teilschalen 60 und 65 ausgeweitet sind, welche das gesamte Ritzel 3 seitlich abdecken. Die wangenartigen Teilschalen 60, 65, die im Scheitel S 1 des Kunststoffteiles 11′′′ aneinandergrenzen, sind mit ihren im Bereich der Längsmittelebene belegenen freien Endkanten 70, 75 gegeneinander versetzt, wobei die freien Endkanten 70 und 75 jeweils über die Mittellängsebene hinausstehen, so daß sich die daran angrenzenden Endbereiche der Teilschalen 60 und 65, wie aus Fig. 15, ersichtlich, überlagern. Auf der kettenfreien und dem Scheitel S 1 gegenüberliegenden Seite des Ritzels 3 sind die Teilschalen 60 und 65 in entsprechender Weise nach innen umgebogen, wobei sie topfartige Ansätze 80, 85 tragen, die sich, wie aus Fig. 16 ersichtlich, ebenfalls überlappen, so daß das Ritzel 3 mit Ausnahme der dem Fahrradrahmen 1 zugekehrten Seite vollständig abgeschlossen ist, wie dies vielfach für Kinderfahrräder gefordert wird. Der Kettenschutz 10′′′ läßt sich durch diesen Aufbau ebenfalls leicht montieren, ohne daß es notwendig ist, an dem Rahmen besondere Halterung zu montieren oder vorzusehen.

Claims (32)

1. Kettenschutz insbesondere für Einspurfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß diese ein auf der Kette schwimmend anliegendes, federnd in Anlage auf der Kette gehaltenes Bauelement enthält, das zumindest auf einer Seite der Kette über Teile von deren Seitenflanke herabreicht und zumindest in dem mit der Kette in Berührung stehenden Auflagebereich aus einem Material besteht, das bezüglich des Kettenmaterials einen geringen Reibungswert aufweist.
2. Kettenschutz, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit der Kette in Berührung stehende Auflagebereich des Bauelements oder das gesamte Bauelement aus einem Kunststoff besteht, der gegenüber dem Kettenmaterial selbstschmierend wirkt und einen Reibungswert aufweist, welcher bezüglich des Kettenmaterials bei ungeschmiertem Betrieb unter 0,25 und bei geschmiertem Betrieb unter 0,15 liegt.
3. Kettenschutzeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Kunststoffmaterial ein hochmolekulares Polyäthylen verwendet ist.
4. Kettenschutzeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Niederdruckpolyäthylen mit einem Mol-Gewicht von über 3×106, vorzugsweise 3,4×106 -4×106 verwendet ist.
5. Kettenschutzeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche für den Anlagebereich der Kette um ein Umlenkkettenrad oder -ritzel und zumindest ein Stück des auf- und/oder ablaufenden Kettenteils, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauelement entsprechend dem Kettenverlauf als V- bzw. U-förmig verlaufendes Schutzteil, ausgestaltet ist, mit einem kreisbogensegmentartigen dem Umlenkkettenrad- oder Ritzel angepaßten Bereich und zwei daran anschließenden, im wesentlichen geradlinigen Schenkeln, ausgestaltet ist und eine jeweils nach innen gerichtete, dem Verlauf der Kette und deren Außenkontur angepaßte und an dieser zumindest stückweise aufliegende Führungsfläche aufweist, sowie zumindest eine einseitig die Kette seitlich abdeckende Schutzfläche.
6. Kettenschutzeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzteil als Profilschiene mit L- oder U-förmigem Querschnitt ausgestaltet ist.
7. Kettenschutzeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsfläche als durchgehende Nut oder durchgehende Laufrippe ausgebildet ist.
8. Kettenschutz nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsfläche als in Längsrichtung unterbrochene Laufrippe ausgebildet ist.
9. Kettenschutz nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest eine seitliche Schutzfläche an der Seite der Kette anliegt.
10. Kettenschutz nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest eine seitliche Schutzfläche im Abstand von der Kette verläuft.
11. Kettenschutz nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzfläche so ausgebildet ist, daß sie das Kettenrad oder -ritzel seitlich vollständig abdeckt und vorzugsweise den nicht von der Kette belegten Teil des Ritzels umgreift.
12. Kettenschutz nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzfläche aus zwei einander überlappenden Teilschalen besteht, von denen die eine an dem Schenkel für das ablaufende und die andere an dem Schenkel für das auflaufende Trum der Kette befestigt ist, oder je einen Teil dieser Schenkel bildet.
13. Kettenschutz nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzteil auf der einen Seite der nach innen zur Kette weisenden Führungsfläche eine seitliche Schutzfläche aufweist und auf der anderen gegenüberliegenden Seite mit diskreten, über seine Längserstreckung verteilten Vorsprüngen versehen ist, welche parallel zur Schutzfläche soweit nach innen ragen, daß sie neben die Seitenflanken der Kette zu liegen kommen.
14. Kettenschutz nach einem der Ansprüche 5 bis 13, insbesondere für Anwendungsbereiche, bei denen die Kette das Kettenrad bzw. -ritzel um mindestens 180° umschließt, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzteil als U-förmig gebogene Profilschiene mit federnden Schenkeln ausgebildet ist, deren freie Enden im unbelasteten Zustand in Richtung zueinander konvergieren.
15. Kettenschutz nach einem der Ansprüche 5 bis 14, gekennzeichnet durch einen Federmechanismus, der die Schenkel des U-förmigen Schutzteils gegeneinander drängt und/oder das Schutzteil in Anlage an den am Kettenrad bzw. -ritzel anliegenden Trum der Kette hält.
16. Kettenschutz nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß eine Feder zwischen die Schenkel des U-förmigen Schutzteils gespannt ist.
17. Kettenschutz nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß an den freien Enden jedes der Schenkel zumindest eine Feder angebracht ist.
18. Kettenschutz nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Federn an einem Punkt zwischen den Enden der Schenkel zusammengefaßt sind, an dem ein Befestigungselement angreift, das vorzugsweise als weitere Feder ausgebildet ist.
19. Kettenschutz nach Anspruch 17 oder 18 insbesondere für ein Fahrrad oder Moped, bei dem der Kettenschutz die Kette zumindest im Bereich des Ritzel der Tretkurbel abdeckt, dadurch gekennzeichnet daß die Federn oder das Befestigungselement am Fahrzeugrahmen benachbart zur Hinterradnabe oder an derselben befestigbar sind.
20. Kettenschutz nach einem der Ansprüche 5 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schenkel des U- bzw. V-förmigen Schutzteils verlängert ist und an seinem Ende hakenförmig abgebogen ist.
21. Kettenschutz nach einem der Ansprüche 5 bis 19 für eine Anordnung bei der eine über zumindest zwei Ritzel geführte Endloskette verwendet ist, insbesondere für Fahrräder und Mopeds, dadurch gekennzeichnet daß für jedes Ritzel ein V- bzw. U-förmig gebogenes Schutzteil vorgesehen ist, das jeweils die Kette zumindest im Anlagebereich an das zugehörige Ritzel umschließt, und daß Federmittel vorgesehen sind, welche die verschiedenen Schutzteile elastisch nachgiebig zusammenspannen.
22. Kettenschutz nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß zwei U-förmige Schutzteile vorgesehen sind, an deren freien Schenkeln Federmittel angreifen, welche die beiden Schutzteile zusammenspannen.
23. Kettenschutz nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkelenden kreuzweise über die Federmittel zusammengespannt sind.
24. Kettenschutz nach einem der Ansprüche 5 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzteile Profilleisten mit U-förmigen Querschnitten sind, die zumindest zwei lösbar zusammensetzbare Längsstücke enthalten von denen das eine den im wesentlichen auf der einen Seite der Längsmittelachse belegenen Bereich und das andere den im wesentlichen auf der anderen Seite der Längsmittelachse belegenen Bereich des jeweiligen Schutzteils bildet.
25. Kettenschutz nach einem der Ansprüche 5 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß Stabilisierungsstreben vorgesehen sind, die von dem unteren Ende einer Schutzfläche ausgehen, unter der Kette durchgreifen deren freie Enden lösbar in Eingriff mit der gegenüberliegenden Schutzfläche bringbar sind.
26. Kettenschutz nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Stabilisierungsstreben und die mit ihnen in Eingriff bringbaren Bereiche der gegenüberliegenden Schutzfläche Schnappverschlüsse bilden.
27. Kettenschutz nach einem der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzteile aus zwei zu ihrer Längsmittelebene im wesentlichen symmetrischen Stücken zusammengesetzt sind.
28. Kettenschutz nach einem der Ansprüche 24 bis 27, gekennzeichnet durch Klammern, welche mit den Laufstücken außen in Eingriff bringbar sind und diese lösbar zusammenspannen.
29. Kettenschutz nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in dem mit der Kette in Berührung stehenden Auflagebereich Reinigungs- und/oder Schmiereinrichtungen vorgesehen sind.
30. Kettenschutz nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schmiernippel oder eine Schmiermittelzuführungsbohrung vorgesehen sind, welche von außen durch die Schutzteile hindurchführen und im Bereich der Gleitfläche für die Kette munden.
31. Kettenschutz nach einem der Ansprüche 6 bis 30 zur Verwendung mit einer Rollenkette, dadurch gekennzeichnet daß die Profilschiene einen nach innen vorstehenden Steg enthält, dessen Breite kleiner oder gleich der Breite der Schutzrollen ist, welche die Rollenkette enthält.
32. Kettenschutz nach Anspruch 31, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Höhe des Steges mindestens gleich der halben Differenz zwischen der Kettendicke und dem Durchmesser der Schutzrollen ist.
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