DE3607840C2 - - Google Patents
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- DE3607840C2 DE3607840C2 DE3607840A DE3607840A DE3607840C2 DE 3607840 C2 DE3607840 C2 DE 3607840C2 DE 3607840 A DE3607840 A DE 3607840A DE 3607840 A DE3607840 A DE 3607840A DE 3607840 C2 DE3607840 C2 DE 3607840C2
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-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05F—STATIC ELECTRICITY; NATURALLY-OCCURRING ELECTRICITY
- H05F3/00—Carrying-off electrostatic charges
- H05F3/04—Carrying-off electrostatic charges by means of spark gaps or other discharge devices
Landscapes
- Elimination Of Static Electricity (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Neutralisation
elektrostatischer Aufladungen auf Oberflächen von Verpackungsmittelbahnen
mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Merkmalen. Die
für Verpackungsmittelbahnen angewendeten Polymerfolien weisen einen hohen Oberflä
chenwiderstand auf, so daß in Verbindung mit technologisch
bedingten Trenn- und Berührungsvorgängen während des Abpack
prozesses erhebliche elektrostatische Aufladungen zu besei
tigen sind.
Aus der DE-OS 27 21 370 ist eine Einrichtung der eingangs genannten Art bekannt.
Die Gegenelektrode wird dabei durch einen das Gehäuse
umgebenden Metallmantel gebildet.
Versuche haben gezeigt, daß
der Einbau dieser Einrichtung auf beiden Seiten bezüglich der
Materialbahn erfolgen muß, um eine befriedigende Wirkung zu
erreichen. Unter den besonderen Bedingungen des Verpackungs
maschinenbaus kann das nur in wenigen Fällen realisiert wer
den.
In der DE-PS 9 59 485 wird eine Einrichtung beschrieben,
die als Elektrode einen dünnen Metalldraht aufweist. Dieser
ist von einem geschlitzten Metallrohr umgeben. Der Schlitz
weist in Richtung Materialbahn. Um den Ionenfluß in Richtung
Materialbahn zu beschleunigen, ist in deren Nähe eine Hilfs
elektrode angeordnet. Die Hilfselektrode hat das gleiche
Potential wie die Materialbahn.
Diese Einrichtung wirkt nicht befriedigend, da die La
dung der Materialbahnoberfläche stark in Polarität und Betrag
schwankt. Die Hilfselektrode besitzt ein gleichbleibendes Po
tential, so daß sich eine kontinuierliche und sichere Ent
ladung nicht erreichen läßt.
In der DE-OS 27 24 118 wird eine Einrichtung offenbart, die
als Naherde den Sprühspitzen zugeordnete Spitzen besitzt.
In diese Anordnung wird durch einen Ventilator Luft in Rich
tung Materialbahn geblasen.
Diese Einrichtung hat den Nachteil, daß es zu Rekombinationen der
Ionen kommt, da der Weg vom Ort der Entstehung zum Ort der
Wirkung sehr lang ist. Desweiteren ist der materielle Auf
wand beträchtlich und der Platzbedarf groß.
Allen genannten Einrichtungen ist der Nachteil gemeinsam, daß die
für die Bedingungen des Verpackungsmaschinenbaus erforderli
chen geringen Abmessungen konstruktionsbedingt nicht erreicht
werden können. Die Nähe von Metallteilen läßt sich nicht ver
meiden. Durch diese ungünstigen Platzverhältnisse bildet sich
keine wirkungsvolle Luftionisation aus.
Die in der DE-OS 28 15 117 beschriebene Einrichtung besteht
aus einer Elektrode, die als dünner Draht ausgebildet ist.
Parallel zu der Elektrode ist ein metallischer Stab als
Erde angeordnet.
Diese Lösung kann hinsichtlich Platzbedarf die Forderungen
erfüllen. Gegen mechanische Beanspruchungen ist diese Aus
führungsform jedoch empfindlich. Infolge des direkten An
liegens der Hochspannung liegt keine berührungssichere
Variante vor. Weiterhin ist die Intensität des erzeugten
Ionenstroms nicht ausreichend, eine wirksame Entladung der
Verpackungsmitteloberfläche herbeizuführen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur
Neutralisation elektrostatischer Aufladungen auf Verpackungsmittelbahnen der eingangs genannten Art zu
entwickeln, die durch eine wirkungsvolle Luftionisation starke
und unregelmäßig verteilte Aufladung an Verpackungsmittelober
flächen beseitigt, auch wenn die Nähe von Metallteilen unver
meidbar ist und die Einbaubedingungen beschränkt sind.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 genannten Merkmale gelöst.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die erfindungsgemäße Lösung hat den Vorteil, daß die Ab
messungen sehr gering sind. Die Einrichtung kann auch in der
Nähe von Metallteilen installiert werden, was bei den Ionisa
tionseinrichtungen herkömmlicher Bauart nicht möglich war bzw.
die Wirkung stark herabsetzt. Die erzeugte Ionisation der Luft
reicht aus, um auch elektrostatisch stark und mit unterschied
licher Polarität geladene Verpackungsmittel sicher zu neutra
lisieren. Weitere Vorteile sind die kompakte Bauform der Lö
sung sowie die Möglichkeit einer guten Integration direkt im
Bereich kritischer Wirkstellen, vorzugsweise von Verpackungs
maschinen. Die Ausführung ist berührungssicher.
Nachfolgend soll die Erfindung an Hand eines Ausführungsbei
spieles näher erläutert werden. Die Zeichnungen haben folgende
Bedeutung:
Fig. 1 Einbausituation für das Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 2 Prinzipieller Aufbau (Längsschnitt) des
Ionisators,
Fig. 3 Querschnitt (Schnitt A-A) entsprechend Fig. 2.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, wird die Verpackungsmittelbahn 1
durch die beiden Abzugswalzen 2, 3 dem Messer 4 zugeführt. In
diesem Bereich machen sich die hohen elektrostatischen Aufla
dungen besonders negativ bemerkbar, da es zu Vorschubschwie
rigkeiten der Verpackungsmittelbahn 1 auf dem Papiertisch 5
kommt. Die Einrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel ist deshalb an dieser
kritischen Stelle angeordnet. Sie besteht im wesentlichen aus
einem Ionisationsstab 6 mit Sprühspitzen 14 und einer Gegen
elektrode 7 und ist im Papiertisch 5 integriert.
Der Ionisationsstab 6 besteht aus einem hochspannungsführen
den Metallrohr 8, worauf ein Isolierschlauch 9 gezogen ist.
Auf diesem werden die als Sprühelektroden dienenden Wicklungen
10 angeordnet. Im Bereich der Wicklungen 10 ist der Isolier
schlauch 9 mit einer dünnen leitfähigen Schicht 11 überzogen.
Besonders ist ein Graphitüberzug geeignet. An der Klemmstelle
12 wird das Hochspannungskabel 13 befestigt. Die Enden der
Wicklungen 10 stehen tangential ab und sind als Sprühspitzen
14 ausgebildet. Die Sprühspitzen 14 weisen alle in die glei
che Richtung. Ihr Abstand untereinander beträgt 10-18 mm
und der Abstand zwischen Sprühspitzen 14 und Verpackungs
mittelbahn beträgt 4-5 mm. Die freie Spitzenlänge ist etwa
5-7 mm. Diese Anordnung ist mit einem Kunststoffmantel 15
umgeben, der Aussparungen 16 für die Sprühspitzen 14 frei
läßt. Die Hohlräume dieser Anordnung sind mit einem Gießharz
17 ausgegossen. Als Gegenelektrode 7 ist eine Naherde in der
Nähe der Verpackungsmittelbahn 1 angeordnet. Die Gegenelektro
de 7 besteht aus einem parallel zum Ionisationsstab 6 gespann
ten dünnen Metalldraht, der einen Durchmesser von 1-3 mm aufweist.
Der Abstand zwischen der Gegenelektrode 7 und der Verpackungs
mittelbahn 1 beträgt 1-2 mm und der Abstand zwischen den
Sprühspitzen 14 und der Gegenelektrode 7 beträgt etwa 5-7 mm.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist fol
gende: Über das Hochspannungskabel 13 liegt eine Wechsel
spannung von 3,9 kV an. Zwischen den Sprühspitzen 14 und der
Gegenelektrode 7 bildet sich ein elektrisches Feld, in dem
Ionen erzeugt werden. Durch die beschriebene Einrichtung
können elektrostatische Aufladungen von ±10 bis ±15 kV/cm
bis auf Restladungen von ±0,15 bis vereinzelt ±1,8 kV/cm
abgebaut werden. Die Abzugsgeschwindigkeit kann 100 m/min be
tragen. Es tritt keine Umladung an der Oberfläche des Ver
packungsmittels auf, auch wenn niedrige und starke elektro
statische Aufladungen unterschiedlicher Polarität einander
ablösen.
Der Wechsel zwischen geladenen und ungeladenen Stellen, als
Streifigkeit bezeichnet, tritt damit nicht auf.
Claims (4)
1. Einrichtung zur Neutralisation elektrostatischer Aufla
dungen auf Oberflächen von Verpackungsmittelbahnen, bestehend aus einem
hochspannungsführenden Metallrohr, das mit einem Isolier
schlauch überzogen ist und mehrere Wicklungen aus Draht auf
weist, deren Enden tangential abstehen, in eine Richtung wei
sen und als Sprühspitzen ausgebildet sind, bei der die Hohl
räume dieser Anordnung mit Gießharz ausgegossen sind, die
Oberfläche mit einer isolierenden Schicht, bei der nur die
Öffnungen für die Sprühspitzen ausgespart sind, überzogen
ist und in unmittelbarer Nähe der Sprühspitzen eine geerdete
Gegenelektrode angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gegenelektrode (7) als Metalldraht ausgeführt ist, der
einen Durchmesser von 1 bis 3 mm aufweist, und in unmittel
barer Nähe der Verpackungsmittelbahn (1), parallel
zu der Reihe der Sprühspitzen (14) und auf der gleichen
Seite der Verpackungsmittelbahn (1) wie die
Sprühspitzen (14) angeordnet ist.
2. Einrichtung zur Neutralisation elektrostatischer Aufla
dungen auf Oberflächen von Verpackungsmaterialbahnen nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen Gegenelek
trode (7) und den Sprühspitzen (14) 5-7 mm beträgt.
3. Einrichtung zur Neutralisation elektrostatischer Aufla
dungen auf Oberflächen von Verpackungsmaterialbahnen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der Gegen
elektrode (7) und Verpackungsmittelbahn (1) 1-2 mm
beträgt.
4. Einrichtung zur Neutralisation elektrostatischer Aufla
dungen auf Oberflächen von Verpackungsmaterialbahnen nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Abstand zwischen den Sprüh
spitzen (14) und der Verpackungsmittelbahn (1) 4-5 mm
beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD85276055A DD237048A1 (de) | 1985-05-07 | 1985-05-07 | Einrichtung zur neutralisation elektrostatischer aufladungen auf verpackungsmitteloberflaechen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3607840A1 DE3607840A1 (de) | 1986-11-13 |
| DE3607840C2 true DE3607840C2 (de) | 1988-04-21 |
Family
ID=5567591
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863607840 Granted DE3607840A1 (de) | 1985-05-07 | 1986-03-10 | Einrichtung zur neutralisation elektrostatischer aufladungen auf verpackungsmitteloberflaechen |
Country Status (5)
| Country | Link |
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| DD (1) | DD237048A1 (de) |
| DE (1) | DE3607840A1 (de) |
| GB (1) | GB2174850A (de) |
| IT (1) | IT1191884B (de) |
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- 1986-03-10 DE DE19863607840 patent/DE3607840A1/de active Granted
- 1986-04-11 JP JP61083972A patent/JPS61256596A/ja active Pending
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| IT8647980A0 (it) | 1986-05-05 |
| JPS61256596A (ja) | 1986-11-14 |
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