DE3605080C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine magnetische Zündeinrichtung
für Brennkraftmaschinen gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bekannte magnetische Zündeinrichtungen (US-PS 41 20 277, US-PS
41 69 446, US-PS 41 94 482) enthalten üblicherweise einen magne
tischen Schaltkreis, der einen in den Umfang eines Polrades
eingelagerten Permanentmagneten aufweist. Dieser Magnet arbeitet
mit einer Spule oder mit Spulen zusammen, die sich benachbart
zum Polrad befinden, so daß bei jeder Vorbeibewegung eines ein
gelagerten Magneten an der Spule in dieser eine schnelle Fluß
änderung induziert wird. Ein permeabler Kern befindet sich zu
mindest teilweise innerhalb der Spule, um in dieser die Flußkon
zentration zu verbessern. Die Spule ist mit einer Zündschaltung
verbunden, so daß in der Spule induzierte Spannungen dieser
Zündschaltung zugeführt werden, um die Betätigung einer üblichen
Ionisationsentladungseinrichtung, etwa einer Zündkerze zu bewir
ken.
Derartige Zündeinrichtungen sind typischerweise in tragbaren
Geräten, etwa Kettensägen, Fadenschneidern, Rasenmähern, Kanten
schneidern, Heckenscheren o. ä. enthalten. Daher sollten diese
Einrichtungen so leicht wie möglich sein. In den bekannten Zünd
einrichtungen werden Magneten vorbestimmter Größe zusammen mit
zugehörigen Polstückanordnungen benutzt, wobei die Größe des
Magneten durch die Größe des Flusses bestimmt wird, der zur Erzeugung
geeigneter Flußänderungen in der Spule der Zündschaltung
erforderlich ist.
Es ist auch bereits bekannt (DE-OS 29 23 948, DE-OS 29 44 109,
US-PS 40 74 669), eine Flußkonzentration bei einer magnetischen
Zündeinrichtung dadurch zu bewirken, daß die an einem Magneten
anliegenden Polstücke in der Ebene des Polrades asymmetrisch
ausgebildet werden.
Schließlich ist es bekannt (US-PS 44 06 271), am Polrad einer
magnetischen Zündeinrichtung am Umfang verteilt Kühlrippen vor
zusehen, von denen zumindest einige benachbart zu dem Bereich
des Polrades liegen, in dem der Magnet eingebettet ist, während
sich die übrigen Kühlrippen in den übrigen Umfangsbereichen des
Polrades befinden. Durch diese Anordnung soll eine wirksame
Kühlung erzielt werden.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine magnetische Zündeinrichtung
dahingehend zu verbessern, daß die Magnetanordnung verkleinert
bzw. leichter ausgebildet werden kann und daß trotzdem der er
forderliche Fluß für den Zündvorgang zur Verfügung steht.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine magnetische Zündeinrichtung
gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die Merkmale des kenn
zeichnenden Teils dieses Anspruches ausgestaltet.
Die asymmetrische Ausgestaltung der Polstücke in einer Ebene
senkrecht zur Ebene des Polrades bewirkt eine Flußkonzentration,
wobei die Abmessungen der Magneten verringert werden und damit
ein leichterer Aufbau der Magnetanordnung ermöglicht wird.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Un
teransprüchen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher erläu
tert.
Fig. 1 zeigt in perspektiver Darstellung eine magnetische
Zündeinrichtung mit einem Strombandinduktor-Netzwerk.
Fig. 2 zeigt eine Schaltungsanordnung einer Zündschaltung mit
dem Strombandinduktor-Netzwerk aus Fig. 1.
Fig. 3 zeigt in einem Diagramm die Ausgangsspannung
der Aufnahmespule der Zündschaltung aus Fig.
2.
Fig. 4 zeigt in einer Draufsicht ein Ausführungsbeispiel
eines verbesserten Polrades.
Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht des Polrades aus Fig.
4.
Fig. 6 zeigt einen Teilschnitt entlang der Linie 6-6
aus Fig. 5 zusammen mit einem Schnitt durch
einen magnetisch permeablen Kern, der mit
Magnetanordnungen zusammenarbeitet, die in
das Polrad eingebettet sind.
Fig. 7 und 8 zeigen Schnitte entlang der Linien 7-
7 und 8-8 aus Fig. 4.
Fig. 9 zeigt eine Seitenansicht einer Magnetanordnung
einschließlich einem Magneten und
seinen zugehörigen Polstücken.
Fig. 10 zeigt eine Draufsicht auf die Magnetanordnung
aus Fig. 9.
Fig. 11 zeigt einen Schnitt entlang der Linie 11-11
aus Fig. 9.
Fig. 12 zeigt eine Endansicht der Magnetanordnung
aus Fig. 9.
Die Erfindung kann im Zusammenhang mit verschiedenen
Arten von magnetischer Zündeinrichtung verwendet werden.
Eine für die Erfindung besonders ge
eignete Zündeinrichtung ist in den Fig. 1 und 2
dargestellt. In dieser Einrichtung wird ein Strombandin
duktor(CSI)-Netzwerk eingesetzt, das erste und zweite
leitfähige Bänder enthält, die voneinander durch ein
Dielektrikum getrennt und isoliert sind, um zwischen
ihnen eine kapazitive und induktive Kopplung zu errei
chen.
Die in Fig. 1 dargestellte Zündeinrichtung 100 enthält
eine Ladungserzeugungs- und Triggerspule 102 mit einer
zahlreiche Windungen aufweisenden Wicklung 104, die
auf einem Schenkel 106 eines laminierten, im wesentlichen
U-förmigen, magnetischen Kerns 108 befestigt ist, dessen
anderer Schenkel 106′ zum Schließen des später beschrie
benen magnetischen Kreises dient. Ein Impulsformsystem
110 befindet sich wie dargestellt, oberhalb der Spule
102. Dieses Impulsformsystem 110 enthält ein CSI-Netzwerk
112, eine Ausgangsspule 114 und einen Kern 116 (Fig.
2). Die Ladungserzeugungs- und Triggerspule 102 und das
CSI-Netzwerk 112 sind mittels verschiedener elektrischer
Bauelemente verbunden, die sich vorzugsweise auf einer
nicht gezeigten Leiterplatte befinden, wobei diese Bau
elemente vorzugsweise in kapselndes Material eingeschlos
sen sind, wie dies ganz allgemein bei 118 angedeutet
ist.
Die Zündeinrichtung 100 wird typischerweise, wie später
erläutert werden wird, benachbart zum äußeren Randbereich
des Polrades einer Verbrennungskraftmaschine befestigt,
wobei das Polrad während jeder Umdrehung der Maschine
ein oder mehrere Permanentmagneten entlang den Polflächen
des Kerns 108 bewegt, um, wie später beschrieben werden
wird, mittels der Ladungserzeugungs- und Triggerspule
102 elektrische Energie für die Zündeinrichtung zu gewin
nen. Die Bauelemente gemäß Fig. 1 und ihre zugehörigen
elektrischen Einrichtungen sind in der in Fig. 2 schema
tisch dargestellten Weise miteinander verbunden. Das
CSI-Netzwerk 112 ist in Fig. 2 durch übliche, benachbarte
Spulendarstellungen ohne galvanische Verbindungen mitein
ander wiedergegeben. Die Sekundär-Induktorspule 114
ist als aus vier in Reihe geschalteten Teilspulen L1-L4
dargestellt, und der magnetische Kern 116 ist als zwischen
dem CSI-Netzwerk 112 und der Sekundär-Spule 114 liegend
gezeigt. Die Anschlüsse T1 und T2 bilden Abgriffe auf
jedem der leitfähigen Bänder, um anzuzeigen, daß diese
Anschlüsse zwischen die Enden des jeweiligen leitfähigen
Bandes gebracht werden können, um das Verhältnis der
kapazitiven und induktiven Eigenschaften zu ändern.
Die Anschlüsse sind so positioniert, daß der Elektro
nenstrom während der Entladung in zumindest einem Bereich
der leitfähigen Bänder in der gleichen Richtung verläuft,
um die vorstehend erwähnte Verstärkung des Magnetfeldes
zu bewirken.
Die Ladungserzeugungs- und Triggerspule 102 ist als
Wicklung mit einem Abgriff benachbart zu einer schematisch
dargestellten Magnetanordnung gezeigt, die, wie
bekannt, sich mit jeder Maschinenumdrehung an der La
dungserzeugung- und Triggerspule vorbeibewegt, um in
der Spule eine elektrische Spannung zu induzieren.
Ein Spulenabschnitt GEN bewirkt eine Ladungserzeugung
und ein kleinerer Abschnitt TRIG der Spule bewirkt die
Erzeugung eines Triggersignals. Ein Ende des Abschnittes
GEN der Spule ist über eine pn-Diode D1 mit dem Anschluß
T1 verbunden, während das andere Ende des Abschnittes
GEN über das CSI-Netzwerk 112 an den Anschluß T2 ange
schlossen ist. Ein gesteuerter Gleichrichter SCR1 mit
Anschlüssen MT1, MT2 und G′ sowie eine pn-Diode D2 liegen
über den Anschlüssen T1 und T2, während ein Widerstand
R1 dem Abschnitt GEN der Spule 102 parallel geschaltet
ist. Die Triggerschaltung weist eine pn-Diode D3 und
einen Widerstand R2 auf, die in Reihe mit dem Anschluß
MT2 des gesteuerten Gleichrichters SCR1 geschaltet
sind. Ein Widerstand R3 liegt zwischen der Zündelektrode
G′ des Gleichrichters SCR1 und der Verbindung von Diode
D3 und Widerstand R2.
Wie in Fig. 3 dargestellt und später näher erläutert
werden wird, ist die Magnetanordnung 120, die sich
mit jeder Drehung des Polrades (Fig. 4) der Maschine
an der Spule 102 vorbeibewegt, so ausgebildet, daß sie
eine Spannung induziert, die durch einen anfänglichen
positiven Bereich 122, einen folgenden negativen Bereich
124 und einen nachfolgenden positiven Bereich 126 gekenn
zeichnet ist. Wenn sich die Magnetanordnung 120
an der Spule 102 vorbeibewegt, erzeugt der postive Bereich
126 eine positive Spannung, so daß der Widerstand R1
die gewünschte Aufladung bewirkt und die Diode D1 den
Ladungsstrom gleichrichtet, wodurch das CSI-Netzwerk
112 eine Ladung aufnimmt. Diese Ladung ist ausreichend
groß, um den gewünschten Ausgangsimpuls zu erzeugen.
Der sich zeitlich ändernde Verlauf der während der Aufla
dung zugeführten elektrischen Energie wird durch die
Impedanz der Bauelemente in der Schaltung mit dem CSI-
Netzwerk 112 beeinträchtigt, so daß jedes während der
Zufuhr von Ladungsenergie erzeugte Magnetfeld kleiner
sein sollte als dasjenige, das zur Induzierung eines
Impulses in der Sekundär-Induktorspule 114 benötigt
wird. Das CSI-Netzwerk hält die Ladung, bis der Magnet
bzw. die Magnete wieder an der Spule 102 vorbeilaufen.
Zu diesem Zeitpunkt kehrt der folgende negative Abschnitt
124 die Ausgangsspannung der Spule 102 um, wobei die
Diode D1 die Entladung des aufgeladenen CSI-Netzwerkes
112 verhindert. Die Diode D3 dient zum Gleichrichten
des Triggerimpulses des Abschnittes TRIG der Spule 102,
wenn sich die Magnetanordnung 120 vorbeibewegt,
um einen Triggerimpuls für die Zündelektrode G′ des ge
steuerten Siliziumgleichrichters SCR1 zu liefern, wobei
der Zündpunkt von der Widerstandsschaltung R2 und R3
bestimmt wird. Wenn der Zündstrom des SCR1 den Zündwert
erreicht, kommt der SCR1 in den leitenden Zustand, um
die leitfähigen Bänder kurzzuschließen, wodurch ein
Übergangs-Entladestrom fließt, der ein sich schnell
änderndes Magnetfeld erzeugt, dessen Feldlinien durch
den Kern 116 konzentriert werden und die Windungen der
Sekundär-Induktorspule 114 durchsetzen, um an der Funkenstrecke
der Zündkerze G den gewünschten Spannungsimpuls zu erzeugen. Beim
Auftreten des nachfolgenden positiven Bereiches 126
wird das CSI-Netzwerk 112 wieder in der vorstehend be
schriebenen Weise aufgeladen und hält diese Ladung,
bis das Polrad und seine Magnetanordnung 120 bei
der nächsten Umdrehung an der Spule 102 vorbeilaufen.
Zu diesem Zeitpunkt steht ein führender positiver Bereich
122 zur Verfügung, um das CSI-Netzwerk 112 mit hoher
Geschwindigkeit mit zusätzlicher Energie aufzuladen,
wenn beispielsweise das CSI-Netzwerk durch den nachfolgen
den positiven Bereich der vorhergehenden Gruppe von
Bereichen nicht vollständig aufgeladen wurde. Auf diese
Weise liefert die Schaltung periodisch Impulse an die
Funkenstrecke der Zündkerze G.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Zündeinrichtung
eignet sich gut für kleine, benzingetriebene Zweitakt-
Motoren, wie sie beispielsweise für Fadenschneider,
Kettensägen, Rasenmäher, Kantenschneider, Wasserpumpen,
Heckenscheren, elektrische Generatoren o. ä. verwendet
werden. Ferner können Batteriespeisung verwendende CSI-
Netzwerke in Mehrzylinder-Maschinen, etwa Motorradma
schinen eingesetzt werden. Ein CSI-Netzwerk kann auf
jeder Zündkerze befestigt oder mit ihr verbunden werden,
wobei die Zufuhr von Ladungsenergie und Entladungsauslö
sung von einer zentralen Steuerung, etwa einer zentralen,
elektronischen Brennstoffeinspritzsteuerung gesteuert
wird.
In den Fig. 4 bis 12 sind das Polrad und die Magnetanordnung
dargestellt. Wie den Fig.
4 bis 8 zu entnehmen ist, hat das Polrad 121 einen Körper
123 mit einer sich durch diesen erstreckenden Mittelbohrung
125 zur Befestigung auf einer Motorwelle o.ä. (nicht
gezeigt). Auf dem Körper 123 ist ein sich von diesem
erstreckendes Rohrteil 127 befestigt, das kleine, rippen-
bzw. flossenförmige Vorsprünge 128 aufweist, die sich
vom Umfang erstrecken und die Kühlwirkung unterstützen.
Ferner kommen die inneren Flächen der Vorsprünge 128
in Eingriff mit einer Startereinrichtung (nicht darge
stellt), die sich im Rohrelement 127 befindet.
Vom Umfangsbereich des Körpers 123 erstrecken sich auch
mehrere Leitflächen 130, die ebenfalls eine Kühlwirkung
hervorrufen. Die Leitflächen 130 sind in zwei Gruppen
unterteilt, nämlich die Gruppe 132, deren Leitflächen
sich über magnetischen Strukturen 120 befinden, die
an der gegenüberliegenden Seite in den Umfang des Polrades
eingelagert sind, und die Gruppe 134, deren Leitflächen
sich auf der übrigen Umfangsfläche des Polrades befinden.
Wie Fig. 7 und 8 zeigen, haben die Leitflächen 132
einen kleineren Oberflächenbereich als die Leitflächen
134. Trotzdem sind die Flächenbereiche der Leitflächen
132 wegen der kleineren Magnetanordnungen 120
gegenüber denjenigen von bekannten
Einrichtungen vergrößert. Dies ergibt sich aus Fig.
8, in der mit einer gestrichelten Linie 136 die ungefähre
Höhe angedeutet ist, bis zu der sich die vorbekannten
Magnetanordnungen erstrecken. Man erkennt somit, daß
der Bereich der Leitflächen 132 oberhalb der Linie 136
dem Flächenbereich der vorbekannten Leitflächen entspricht,
die sich über die Magnetanordnungen 120
erstrecken, während der Bereich der Leitflächen 132
unterhalb der gestrichelten Linie 136 einen vergrößerten
Flächenbereich dieser Leitflächen darstellt, der sich
infolge der kleineren Magnetanordnungen
ergibt. Da diese Vergrößerung der Flächenbereiche
für alle Leitflächen 132 gilt, die über
Magnetanordnungen angeordnet sind, ergibt sich eine
wesentliche Erhöhung der durch die Leitflächen erzielten
Kühlwirkung.
In Fig. 6 ist die Beziehung von eingebetteter
Magnetanordnung 120 und magnetisch permeablen Kern
108 dargestellt, wobei die Spulen und die übrigen Bauteile,
die dem Kern zugeordnet sind, zum besseren Verständnis
angedeutet wurden. Die Magnetanordnung
120 enthält einen Magneten 138, etwa AlNICO Typ VTG,
und Polstücke 140 und 142, wobei die Polstücke vorzugs
weise aus Metallkeramik bestehen. Wie später im einzelnen
erläutert werden wird, sind die Polstücke in einer Ebene
senkrecht zum Polrad 121 asymmetrisch sowie vorzugsweise
in der Ebene des Polrades asymmetrisch. Die Asymmetrie
der magnetischen Struktur 120 in der Ebene senkrecht
zum Polrad 121 ist am deutlichsten in den Fig. 9
bis 12 zu erkennen, in denen der montierte Magnet 138
mit seinen Polstücken 140 und 142 dargestellt ist. Die
Polstücke haben breitere, untere Bereiche 140a und 142a,
sich verjüngende Mittelbereiche 140b und 142b sowie
schmale Bereiche 140c und 142c. Die oberen Flächen 144
und 146 der Polstücke 140 und 142 bilden jeweils Pol
flächen, zwischen denen sich ein Luftspalt 145 (Fig.
4 und 5) befindet. Wie später beschrieben werden wird
und wie in Fig. 6 dargestellt, sind diese Polflächen
asymmetrisch ausgebildet, und die Polfläche 144 ist
größer als die Polfläche 146.
Die unteren Bereiche 140a und 142a der Polstücke berühren
die gesamten Endflächen 138a und 138b des Magneten 138
(Fig. 9 und 12), um dadurch die Flußkopplung zwischen
dem Magneten und seinen Polstücken zu optimieren. Die
Höhe der Bereiche 140a und 142a entspricht der Höhe des
Magneten 138 (Fig. 9), während die Breite der Bereiche
140a und 142a der Breite des Magneten 138 entspricht
(Fig. 11). Die Breite der Bereiche 140c und 142c ist
geringer als die Breite der Bereiche 140a und 142a
(Fig. 11 und 12), wobei diese Breiten in axialer Richtung
des Polrades 122 oder, wie vorstehend erwähnt, in einer
Ebene senkrecht zum Polrad verlaufen. Infolge der abnehmen
den Breite der Polstücke wird der vom Magneten 138 in
ihnen erzeugte Fluß konzentriert, wenn er in den Bereich
der Polflächen 144 und 146 gelangt und aus diesen aus
tritt. Infolge der Flußkonzentration ist es möglich,
einen kleineren Magneten 138 einzusetzen, als dies bisher
der Fall war, d. h. bisher war die Größe des Magneten
138 durch die Größe des Flusses bestimmt, der im Kern
108 für die Erzeugung von Signalen ausreichender Größe
für die zugehörige Zündschaltung erforderlich war. Ty
pischerweise war keine Verringerung der Breite der be
kannten Polstücke in axialer Richtung des Polrades und
somit keine Flußkonzentration vorgesehen, wie dies
nunmehr der Fall ist. Zumindest teilweise durch die
Flußkonzentration kann der
Magnet 138 20 Vol.% oder Gew.% bis 25 Vol.% oder Gew.%
kleiner ausgebildet werden, und trotzdem reicht der
im Kern 108 erzeugte Fluß aus, um Flußänderungen in
einer für die zugehörige Zündschaltung genügenden Größe
sicherzustellen. Die Verringerung der Magnetgröße führt
zu einer Gewichtsverringerung des Polrades und selbst
verständlich der Anordnung, in die das Polrad eingebaut
ist. Da die Anordnung typischerweise tragbar ist, ist
eine Gewichtsverringerung von besonderer Bedeutung.
Darüber hinaus kann auch die Breite des Kerns 108 verrin
gert werden, weil die Streu-Flußverluste infolge des
verkleinerten Bereiches der Polstücke 140 und 142 mit
den verkleinerten Polflächen 144 und 146 verringert
werden. Dadurch führt die erhöhte Flußkonzentration,
die sich durch die verringerten Abmessungen der Polstücke
140 und 142 ergibt, auch zu verringerten Streuverlusten
und daher zu einer besseren Kopplung des Flusses zwischen
den Polstücken 140 und 142 und dem Kern 108.
Es gibt zumindest eine bekannte Einrichtung, bei der
eine Magnetanordnung in ein Polrad eingebettet
ist, wobei die Breite der Polstücke an Stellen innerhalb
des Umfangs größer war als an Stellen am Umfang, um
die Polstücke innerhalb des Polrades zu halten. Dabei
wurde jedoch keine verbesserte Flußkonzentration ausge
nutzt, um die Größe des Magneten zu verringern, so daß
die verschiedenen, vorstehend beschriebenen Vorteile,
die mittels der Erfindung erzielt werden, nicht erkannt
wurden.
Nachdem die Asymmetrie der Polstücke 140 und 142 in
der Ebene senkrecht zum Polrad beschrieben wurde, erfolgt
nunmehr eine Erläuterung der Asymmetrie der Polstücke
in der Ebene des Polrades. Ganz allgemein gesagt, ist
die Oberfläche der Polfläche 144 vorzugsweise größer
als diejenige der Polfläche 146, wobei die Breite der
Polfläche typischerweise gleich ist, während die Länge
der Polfläche 144 entlang des Umfanges des Polrades
121 größer ist als die Länge der Polfläche 146 ist.
Auf diese Weise sind die Polflächen in der Ebene des
Polrades asymmetrisch. Wie Fig. 6 zeigt, dreht sich
das Polrad 121 in Richtung des Pfeiles. Wenn die vordere
Kante 152 des Bereiches 140c des Polstückes 140 die
Kante 109 des Schenkels 106 des Kerns 108 überläuft,
beginnt der positive Bereich 122 (Fig. 3). Bei Fort
setzung der Drehung des Polrades 121 wird mehr Fluß
vom Polstück 144 zum Schenkel 106 übertragen, wodurch
der Bereich 122 erzeugt wird, und zwar solange sich
die Polfläche 144 unter dem Schenkel 106 befindet.
Bezüglich der Erzeugung des negativen Bereiches 124
(Fig. 3) sei erwähnt, daß die strichpunktierte Linie
150 (Fig. 6) die Mittellinie des Schenkels 106 des
Kerns 108 und damit die Mittellinie der auf den Schenkel
106 aufgesetzten Spule 102 bezeichnet, die vorzugsweise
symmetrisch um den Schenkel gewickelt ist. Zwischen
den Polstücken 140 und 142 befindet sich ein Spalt 155.
Wenn die Mitte dieses Spaltes sich an der Mittelachse
150 der Spule 102 vorbeibewegt, ändert der Fluß im Schen
kel 106 sehr schnell seine Richtung, so daß der negative
Bereich 124 erzeugt wird. Solange die Polflächen 144
und 146 sich unter dem Schenkel 106 des Kerns 108 befin
den, bleibt der Fluß im Schenkel im wesentlichen kon
stant. Wenn die hintere Kante 158 des Bereiches 142c
sich unter der Spule vorbeibewegt und die hintere Kante
109a des Schenkels 106 überläuft, ändert der Fluß wieder
sehr schnell seine Richtung, so daß der zweite positive
Bereich 126 erzeugt wird. Die Erzeugung der beiden posi
tiven Bereiche und des einen negativen Bereiches wird
bei jeder Bewegung der Magnetanordnung 120 unter
der Spule 102 wiederholt.
Es sei erwähnt, daß die hintere Kante 154 des Polstückes
140 und die vordere Kante 156 des Polstückes 142 im
wesentlichen parallel verlaufen und bezüglich eines
sich durch die Mitte der Bohrung 125 des Polrades er
streckenden Radius geneigt sind (Fig. 6). Ein derartiger
Radius ist durch die Linie 154a gekennzeichnet, während
die Linie 154b mit der Kante 154 des Polstückes 140
fluchtet. Der Winkel α bezeichnet die Winkelneigung
der Kanten 154 und 156 bezüglich dem Radius 154a. Der
Winkel α ist vorzugsweise größer als 10°, während die
vordere Kante 152 des Polstückes 140 und die hintere
Kante 158 des Polstückes 142 vorzugsweise im wesentlichen
bezüglich Radien des Polrades ausgerichtet sind. Wenn
somit die Kanten 152 und 158 an der Mittellinie 150
der Spule 102, die sich vorzugsweise ebenfalls entlang
eines Radius des Polrades erstreckt, vorbeilaufen, befinden
sie sich im wesentlichen ausgerichtet mit der Mittellinie
150, während die Kanten 154 und 156 des Spaltes 155
unter dem Winkel α bezüglich der Mittellinie 154 geneigt
sind. Typischerweise sollten die Kanten 152 und 158
nicht mehr als 5° bezüglich der Mittellinie 150 geneigt
sein, wenn sie sich an dieser Mittellinie vorbeibewegen,
während die Kanten 154 und 156 größer als ±10° sein
sollten. Hierbei wird, gemäß Fig. 6, der Winkel als
positiv und mindestens 10° angenommen. Die Neigung der
Kanten 154 und 156 kann jedoch auch entgegen der in
Fig. 6 gezeigten Richtung sein, so daß die Linie 154b
an der Seite gegenüber der in Fig. 6 gezeigten Linie
154a liegt, der Winkel α also einen negativen Wert von
mindestens 10° hat.
Obwohl die Polstücke 140 und 142 in Fig. 6 als asymme
trisch in der Ebene des Polrades dargestellt sind, können
sie in dieser Ebene auch symmetrisch sein, wodurch die
Flächen 144 und 146 im wesentlichen gleich und die Kanten
154 und 156 im wesentlichen ausgerichtet mit durch die
Mitte des Polrades verlaufenden Radien wären. Wie vor
stehend erwähnt, wird jedoch die asymmetrische Ausbildung
gemäß Fig. 6 bevorzugt. Wenn also die Polstücke in
der Ebene senkrecht zum Polrad asymmetrisch sind, kann
eine wesentliche Verringerung der Größe des Magneten
138 und des Kerns 108 erreicht werden. Die Asymmetrie
in der Ebene senkrecht zum Polrad ist typischerweise
so, daß die Breiten der Bereiche 140c und 142c etwa
70% bis 80% der Breiten der Bereiche 140a und 142a betra
gen. Ganz allgemein sollte die Verringerung der Breite
der Polstücke in der Ebene normal zur Polradebene so
sein, daß die sich ergebende Konzentration ausreicht,
um die Verringerung der Größe des Magneten 138 so zu
kompensieren, daß die Energie in den Bereichen 124 und
126 (Fig. 3) ausreicht, um die von der Zündschaltung
benötigten Auflade- und Triggerfunktionen zu bewirken.
Claims (11)
1. Magnetische Zündeinrichtung für Brennkraftmaschinen, insbesondere für Ketten
sägen und Fadenschneider, mit einem Polrad (121),
in dessen Umfangsbereich mindestens eine Magnetanordnung
(120) eingelagert ist, einem benachbart
zum Polrad (121) befindlichen, magnetisch permeablen
Kern (108), auf dem eine Spule (102) angeordnet
ist, die mit einer Zündschaltung verbunden ist,
so daß bei jedem Passsieren des Kerns (108) und der Spule (102) von
der Magnetanordnung (120) in der Spule (102)
eine Spannung induziert und der Zündschaltung
zugeführt wird, wobei diese Spannung in ihrem Verlauf zumindest
einen ersten positiven Bereich, gefolgt von einem
negativen Bereich und dann einen zweiten positiven
Bereich hat, wobei die Magnetanordnung
(120) einen Magneten (138) mit einer ersten und einer zweiten
Endfläche (138a, 138b) sowie ein erstes und ein zweites Polstück (140;
142) aufweisen und wobei die Polstücke erste mit den Endflächen in Be
rührung bestehende Bereiche (140a; 142a) und zweite,
die Polflächen (144; 146) im Umfang des Polrades
(121) aufweisende Bereiche (140c; 142c) haben, dadurch
gekennzeichnet, daß die Polstücke (140; 142) in
einer Ebene senkrecht zur Ebene des Polrades (121)
asymmetrisch ausgebildet sind, derart daß die zweiten Bereiche (140c;
142c) der Polstücke (140; 142) in dieser Ebene eine
Breite kleiner als die Breite der ersten Bereiche
(140a; 142a) haben, um an den Polflächen eine Flußkon
zentration des vom Magneten (138) erzeugten Flusses
zu bewirken, wodurch die Größe des Magneten verrin
gert werden kann, ohne daß die Energie der negativen
und positiven Bereiche im Spannungsverlauf verringert
wird.
2. Zündeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Breite der zweiten Bereiche der Polstücke (140; 142)
etwa 70% bis 80% der Breite der ersten Bereiche
beträgt.
3. Zündeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweiten Bereiche der Polstücke (140; 142)
die Endflächen des Magneten (138) vollständig bedecken.
4. Zündeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Polstücke (140; 142) aus Metall
keramik bestehen.
5. Zündeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zündschaltung ein
Bauteil (112) mit induktiven und kapazitiven Eigen
schaften, einen diesem zugeordneten Schalter sowie
eine induktiv mit dem Bauteil (112) gekoppelte
Zündkerze (G) hat, wobei zumindest der zweite positive
Bereich der in der Spule (102) induzierten Spannung
das Bauteil auflädt und der negative Bereich dieser Spannung
den Schalter zur Entladung des Bauteils auslöst, um
eine induktive Kopplung einer Zündspannung zur Zündkerze
zu bewirken.
6. Zündeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß das Bauteil (112) mindestens ein erstes
und ein zweites leitfähiges Band enthält, die zur
Erzielung einer kapazitiven und induktiven Kopplung
durch ein Dielektrikum von einander getrennt und
isoliert sind.
7. Zündeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß sich das Polrad in einer
vorgegebenen Richtung dreht, so daß die Polfläche (144)
des ersten Polstückes (140) vor der Polfläche (146) des zweiten
Polstückes (142) am Kern (108) vorbeiläuft und daß die Polstücke
in der Ebene des Polrades asymmetrisch ausgebildet sind, so
daß die Polfläche (144) des ersten Polstückes größer ist
als die Polfläche (146) des zweiten Polstückes.
8. Zündeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß die Spule (102) eine Mittelachse (150)
und der zweite Bereich (140c) des ersten Polstückes (140) eine
vordere Kante, die sich zunächst am Kern (108) vorbei
bewegt, und eine hintere Kante hat und daß der zweite
Bereich (142d) des zweiten Polstückes (142) eine vordere Kante,
die sich zunächst an dem Kern (108) vorbeibewegt, und
eine hintere Kante hat, wobei zwischen der hinteren
Kante des ersten Polstückes (140) und der vorderen Kante
des zweiten Polstückes (142) ein Spalt gebildet ist und
diese beiden Kanten jeweils unter einem Winkel von
±10° bezüglich der Mittelachse der Spule (102) geneigt
sind, wenn die Kanten an der Mittelachse vorbeilau
fen.
9. Zündeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß die hintere Kante des zweiten Polstückes (142)
unter einem Winkel von maximal ±5° bezüglich der
Mittelachse geneigt ist, wenn die hintere Kante
an der Mittelachse vorbeiläuft.
10. Zündeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß das Polrad (121) am Umfang
verteilt Kühlrippen (132, 134) aufweist, von denen zumindest
einige (132) benachbart zu dem Bereich des Polrades liegen,
in dem der Magnet (138) eingebettet ist, während sich
die übrigen Kühlrippen (134) in den übrigen Umfangsbereichen
des Polrades befinden, wobei die Verringerung der
Größe des Magneten zu einer Vergrößerung der Ober
flächen der Kühlrippen und damit zu einer verbesserten
Kühlwirkung führt.
11. Zündeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß in den Umfang des Polra
des (121) mindestens zwei Magnetanordnungen (120) eingela
gert sind.
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