DE3603174C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Getriebegehäuse für Winkelschleifer
mit zweifacher Lagerung der Arbeitsspindel, auf der
ein mit einem Ritzel der Ankerwelle des Antriebsmotors im
Eingriff stehendes Kegelzahnrad angebracht ist.
Es sind Getriebegehäuse für Winkelschleifer mit Kompaktmotor
bekannt, die im Druckgußverfahren hergestellt sind und an die
das Getriebelagerschild angeflanscht wird.
Die Lagerung der Arbeitsspindel erfolgt hierbei mittels eines
Los- und eines Festlagers, wobei das Loslager die obere und
das Festlager die untere Lagerstelle verkörpern. Das Loslager
sitzt im Gehäuse und ist in diesem bzw. auf der Arbeitsspindel
axial verschiebbar, wogegen das beispielsweise als Rillenkugellager
ausgebildete Festlager in dem unten an das Getriebegehäuse
angeflanschten Lagerschild fixiert ist. Der Innenring
des Festlagers ist dabei auf die Arbeitsspindel auf- und
gegen einen schleifscheibenseitigen Bund dieser Spindel angepreßt, gegebenenfalls
zusammen mit dem Kegelzahnrad.
Abgesehen davon, daß ein derartiges Getriebegehäuse u. a. durch
Bearbeitung der Gußteile und das Erfordernis eines Getriebelagerschilds
verhältnismäßig kostenintensiv ist, ergeben sich
infolge der unvermeidlichen Toleranzen der miteinander zu
vereinigenden Teile (Getriebegehäuse, Lagerschild, Kugellager etc.)
unterschiedliche Einbaumaße, so daß das Einstellen des für die
Kegelradverzahnung erforderlichen Zahnflankenspiels durch das
Beilegen einer oder mehrerer Distanzscheiben umständlich und
zeitaufwendig wird.
Des weiteren ist durch die Preßverbindung zwischen Arbeitsspindel
und Kegelzahnrad ein bestimmter Mindestdurchmesser
der Arbeitsspindel vorgegeben, wodurch auch der Innendurchmesser
des unteren Kegellagers (Festlager) festliegt und dieses
daher in der Regel überdimensioniert ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Getriebegehäuse
für Winkelschleifer mit Kompaktantriebsmotor einschließlich
einer Lagerung der Arbeitsspindel im Gehäuse zu schaffen,
bei dem die im vorstehenden erwähnten Nachteile beseitigt
sind und das sich demgemäß durch kostengünstigen Aufbau,
einfache Montage und dadurch auszeichnet, daß sich die Toleranzen
der einzelnen Bauteile beim Zusammenbau nicht auswirken.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Getriebegehäuse aus zwei vertikal geteilten Gehäusehälften besteht,
der Außenring des als Festlager ausgebildeten oberen
Lagers von den beiden Gehäusehälften umfaßt ist, der Innenring
des oberen Lagers auf der Arbeitsspindel gegen axiales Verschieben gesichert ist,
das untere Lager axial verschiebbar auf der Arbeitsspindel
sitzt und das Kegelzahnrad in einem definierten Abstand vom Festlager angeordnet ist.
Weiterbildungen und zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen angegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im nachstehenden
anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch das Getriebegehäuse
des Winkelschleifers entlang der
Trennlinie der beiden Gehäusehälften,
Fig. 2 eine Teildraufsicht auf das Getriebegehäuse
gemäß Fig. 1.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, steht ein auf der Ankerwelle 1
des Antriebsmotors 2 mit Kompaktgehäuse angebrachtes Kegelritzel 3
im Eingriff mit einem auf der Arbeitsspindel 4 des
Winkelschleifers angebrachten Kegelzahnrad 5. Die Arbeitsspindel 4
ist in ihrem oberen Bereich unter Belassung eines
bundförmigen Ansatzes 6 zu einem Lagerzapfen 4′ verjüngt,
auf dem der Innenring 7′ eines als Festlager ausgebildeten
Kugellagers 7 sitzt. Die Unterseite des Kugellagerinnenrings 7′
liegt dabei auf dem bundförmigen Ansatz 6 der Arbeitsspindel 4
auf. An seiner Oberseite ist der Kugellagerinnenring 7′ durch
einen Sicherungsring 8 fixiert, so daß eine Axialverschiebung
des Kugellagers 7 relativ zur Arbeitsspindel 4 verhindert ist.
Der Außenring 7″ des Kugellagers 7, dessen Baugröße infolge
des relativ geringen Durchmessers des Lagerzapfens 4′ entsprechend
klein gehalten werden kann, wird von in den beiden
Hälften 9 und 10 des vertikal geteilten Getriebegehäuses 11
angebrachten Halbschalen 12 und 13 umfaßt. Dadurch ist das
Kugellager 7 auch im Getriebegehäuse 11 in einer definierten
Position gehalten.
Das untere Lager 14 der Arbeitsspindel 4 ist beim Ausführungsbeispiel
durch eine Nadelhülse verkörpert, die von einem unverdrehbar
in einer Ausnehmung der beiden Gehäusehälften sitzenden Ring 15
(Stahlring) umgeben ist. Mit 16 ist ein Dichtring zum Beispiel
in Form eines Filzrings bezeichnet.
Die Arbeitsspindel 4 ist in Axialrichtung relativ zur
Nadelhülse
14 verschiebbar bzw. umgekehrt.
Das Kegelzahnrad 5 ist maßgenau, d. h. in einem definierten Abstand s von Festlager 7 auf die Arbeitsspindel 4
aufgepreßt, was zweckmäßigerweise mit Hilfe einer geeigneten
Vorrichtung geschieht.
Als Bezugsebenen für das Aufpressen des Kegelzahnrads 5 auf die
Arbeitsspindel 4 dienen dabei die Oberfläche des bundförmigen
Ansatzes 6 der Arbeitsspindel (Schulter) und die Oberfläche 17
der Nabe des Kegelzahnrads bzw. der Teilkegelmantel der Verzahnung,
siehe Maß "s" in Fig. 1.
Durch die im vorstehenden beschriebene Lagerung der Arbeitsspindel 4
des Winkelschleifers und Aufbringung des Kegelzahnrads 5
auf dieser Spindel, wobei das Loslager auch als Sinterbuchse
ausgebildet sein kann, ergeben sich zum einen kostenmäßig
gesehen Vorteile und zum anderen können sich Toleranzen der
einzelnen Bauteile nicht auswirken, so daß besondere Maßnahmen
zum Spielausgleich nicht erforderlich sind.
Die beiden symmetrisch ausgestalteten Hälften 9 und 10 des
Getriebegehäuses 11, die aus einem geeigneten Kunststoff, z. B.
glasfaserverstärktem Kunststoff, bestehen, werden, wie es in Fig. 2
angedeutet ist, mit selbstformenden Schrauben 18 zusammengehalten,
wobei eine Nut- und Federvereinigung das Austreten von
Schmierfett aus dem Getriebegehäuse 11 verhindert. Eine Bearbeitung
des Getriebegehäuses 11 ist nicht erforderlich und die Montage der
Getriebeteile wird problemlos.
Dem die abtriebsseitige Lagerung der Ankerwelle 1 des Antriebsmotors
übernehmenden Kugellager 19 ist ein Dichtring 20 vorgeordnet,
der einen in eine ringförmige Ausnehmung 21 des
Kegelritzels 3 eingreifende Wulst 20′ aufweist.
Auf der Arbeitsspindel 4 des Winkelschleifers ist in
bekannter Weise die Schleifscheibe 22 befestigt, die von einer am
Hals des Getriebegehäuses 11 fixierten Schutzhaube 23 teilweise
umschlossen ist.
Die Vereinigung des Getriebegehäuses 11 mit dem Kompaktgehäuse 2′
des Antriebsmotors 2 erfolgt, wie Fig. 2 zeigt, in bekannter Weise
mittels Schrauben 24. Der mit einem ein Gewinde aufweisenden
Stehbolzen versehene Handgriff 25 ist in eine wenigstens in einer
Hälfte des Getriebegehäuses 11 lagefixiert vorgesehene Mutter
einschraubbar.
Claims (5)
1. Getriebegehäuse für Winkelschleifer mit zweifacher Lagerung
der Arbeitsspindel, auf der ein mit einem Ritzel der Ankerwelle
des Antriebsmotors im Eingriff stehendes Kegelzahnrad
angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß es aus
zwei vertikal geteilten Gehäusehälften (9, 10) besteht,
der Außenring (7′′) des als Festlager ausgebildeten oberen
Lagers (7) von den beiden Gehäusehälften umfaßt ist,
der Innenring (7′) des oberen Lagers auf der Arbeitsspindel (4) gegen axiales Verschieben
gesichert ist, das untere Lager (14) axial
verschiebbar auf der Arbeitsspindel (4) sitzt und das Kegelzahnrad
(5) in einem definierten Abstand (s) vom Festlager
(7) angeordnet ist.
2. Getriebegehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sicherung des Lagerinnenrings (7′)
gegen axiales Verschieben durch einen Bund (6) der Arbeitsspindel und einen auf der
Oberseite des Lagerinnenrings einwirkenden Sicherungsring (8)
verwirklicht ist (7′).
3. Getriebegehäuse nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das untere Lager (14) durch eine Nadelhülse
verkörpert ist.
4. Getriebegehäuse nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das untere Lager (14) als Sinterbuchse ausgebildet
ist.
5. Getriebegehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das untere Lager (14) von einem Ring (15) umgeben ist, der
formschlüssig in Ausnehmungen der Gehäusehälften angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863603174 DE3603174A1 (de) | 1986-02-03 | 1986-02-03 | Getriebegehaeuse fuer winkelschleifer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863603174 DE3603174A1 (de) | 1986-02-03 | 1986-02-03 | Getriebegehaeuse fuer winkelschleifer |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3603174A1 DE3603174A1 (de) | 1987-08-06 |
| DE3603174C2 true DE3603174C2 (de) | 1989-07-27 |
Family
ID=6293211
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863603174 Granted DE3603174A1 (de) | 1986-02-03 | 1986-02-03 | Getriebegehaeuse fuer winkelschleifer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3603174A1 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4022668A1 (de) * | 1990-07-17 | 1992-01-23 | Bosch Gmbh Robert | Elektrische handwerkzeugmaschine, insbesondere winkelschleifmaschine |
-
1986
- 1986-02-03 DE DE19863603174 patent/DE3603174A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3603174A1 (de) | 1987-08-06 |
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Legal Events
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Owner name: ATLAS COPCO ELEKTROWERKZEUGE GMBH, 7057 WINNENDEN, |
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Owner name: ATLAS COPCO ELECTRIC TOOLS GMBH, 71364 WINNENDEN, |
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