DE357782C - Ofen zur Gewinnung von Zink und Verfahren zum Betrieb des Ofens - Google Patents

Ofen zur Gewinnung von Zink und Verfahren zum Betrieb des Ofens

Info

Publication number
DE357782C
DE357782C DET21166D DET0021166D DE357782C DE 357782 C DE357782 C DE 357782C DE T21166 D DET21166 D DE T21166D DE T0021166 D DET0021166 D DE T0021166D DE 357782 C DE357782 C DE 357782C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
furnace
zinc
shaft
extraction
vapors
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DET21166D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HUETTENINDUSTRIE
TELLUS AKT GES fur BERGBAU
Original Assignee
HUETTENINDUSTRIE
TELLUS AKT GES fur BERGBAU
Publication date
Priority to DET21166D priority Critical patent/DE357782C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE357782C publication Critical patent/DE357782C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
    • C22B19/04Obtaining zinc by distilling
    • C22B19/14Obtaining zinc by distilling in vertical retorts

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Ofen zur Gewinnung von Zink und Verfahren zum Betrieb des Ofens. Die Erfindung betrifft einen Ofen zur Gewinnung von Zink aus seinen oxydischen Verbindungen und bezweckt die Ermöglichung eines kontinuierlichen Betriebes ohne Beeinträchtigung der entstehenden Produkte. Bei den bekannten metallurgischen Ofen mit ununterbrochenem Betrieb erfolgt die Beschikkung des schachtartigen Ofenraumes in der Regel von oben. Insoweit die entstehenden Metalle in flüssigem Zustande erhalten -werden, bietet diese Beschickungsweise keine Schwierigkeiten, da sich das flüssige Metall unten ansammelt und hier ohne Störung der von oben stattfindenden Beschickung abgezogen werden kann. Wesentlich. anders verhält es sich aber bei der Verhüttung von Zinkerzen, da das Zink aus diesen nicht in flüssigem Zustande, sondern in Dampfform entsteht. Die Zinkdämpfe steigen aufwärts und begegnen hier den frischen Beschickungen. Infolgedessen ergibt sich in der Vorlage aus den Zinkdämpfen nicht ein Regen von flüssigem Metall, sondern der Zinkdampf schlägt sich nach, Art von Reif oder Schnee, also in Staubform, nieder. Deshalb hat man in allen schachtartigen Ofen mit ununterbrochenem Betrieb bisher bei der Verhüttung von Zinkerzen fast nur Zinkstaub erhalten und flüssiges Zink nur in Gestalt von -wenigen Tropfen gewonnen. Hieran ist in der Praxis bisher die Verhüttung von Zinkerzen durch ununterbrochenen Betrieb in einem schachtartigen Ofen gescheitert.
  • Bei einem Verfahren zur Ausscheidung von Zinkoxyd aus gewissen Rückständen ist es ferner bekannt geworden, einen schachtartigen Ofen in ununterbrochenem Betrieb von oben zu beschicken und die Gase unten abzusaugen, so .daß also hier die erzeugten Dämpfe nicht mit der frischen Beschickung in Berührung kommen. Abgesehen davon, daß es sich hierbei nicht um die Gewinnung von Zink, also nicht um Zinkdämpfe, sondern um Zinkoxyd handelt, hat dieses Verfahren aber auch noch den Nachteil, daß die Dämpfe nicht ihrem Bestreben folgend aufwärts steigen können, sondern daß eine besondere Vorrichtung nötig wird, um sie unten entgegen ihrer natürlichen Bewegungsrichtung abzusaugen. Dieses Absaugen ruft im Ofeninnern unvermeidlich einen Unterdruck hervor, der bei Anwendung des Verfahrens auf die Verhüttung von Zinkerzen die Kondensierbarkeit der entstehenden Dämpfe beeinträchtigen würde. Auch wird durch den Unterdruck im Ofen dasEindringen falscher Luft begünstigt, so daß eine Oxydation eines Teiles oder aller Zinkdämpfe hervorgerufen wird und Zinkstaub oder Zinkoxyd entsteht, -während der Ofen tropfbar flüssiges Zink liefern soll.
  • Die vorliegende Erfindung löst nun die Aufgabe, Zinkerze in ununterbrochenem Betriebe in einem schachtartigen Ofen zu verhütten dadurch, daß die Beschickung des zweckmäßig wie eine Muffel von außen beheizten Ofenschachtes von unten erfolgt, während die entstehenden Zinkdämpfe oben abziehen. Die ständige Beschickung des Ofens von unten läßt sich am besten dadurch ermöglichen., daß die Röstblende in Gestalt von festen Briketts eingebracht wird, die von unten her einzeln in den Ofen nachgeschoben werden.
  • Es ist allerdings auch ein Zinkofen bekannt geworden, der von unten her durch eine Förderschnecke beschickt wird, aber auch in diesem Ofen werden die entstehenden Dämpfe von unten abgesaugt, woraus sich ebenfalls im Ofeninnern ein Unterdruck ergibt, der zur Folge hat, daß zu dünne, kaum kondensierbare Dämpfe entstehen, und der vor allen Dingen das Eindringen falscher Luft begünstigt. Auch hier erhält man also in den Vorlagen Zinkstaub oder Zinkoxyd, nicht aber tropfendes, flüssiges Zink, wie bei der Arbeitsweise nach der vorliegenden Erfindung. Es kommt noch -hinzu, daß bei diesem zuletzt erwähnten bekannten Ofen die unten abgesaugten Destillationsprodukte durch die frisch eingebrachte Beschickung hindurchgehen müßten, was praktisch kaum durchführbar sein dürfte.
  • Eine Ausführungsform der Erfindung ist auf der Zeichnung in einem senkrechten und in einem O_uerschnitt veranschaulicht.
  • Der dargestellte Ofen besteht aus dem oben und unten offenen, im Querschnitt zweckmäßig ovalen Reduktionsschacht A, der durch feuerfestes Mauerwerk a gebildet wird. Diesen umgibt der Heizschacht B, der außen von dem feuerfesten Mauerwerk b begrenzt wird und von dem Rauhgemäuer c umgeben ist. Die Versteifung des den Reduktionsschacht bildenden Mauerwerks geschieht durch die vier längs verlaufenden Rippen d, die gleichzeitig den Zweck haben, durch Unterteilung des Heizschachtes die Beheizung gleichmäßig zu gestalten. Der ganze Ofen wird von der Grundplatte e getragen, die ihrerseits auf den Säulen f ruht.
  • Die beliebig erzeugten Generatorgase werden durch die doppelte Leitung g und die öffnungen h dem Ofen zugeleitet und durch die Rippen d in je zwei Ströme unterteilt. Das gleiche erfolgt mit der im beliebigen Rekuperator vorgewärmten Verbrennungsluft, die über der Gaszuführung bei i in den Ofen tritt. Die brennenden Gase schlagen im Heizschacht B abwärts, treten bei k unten aus dem Ofen, von wo sie zum Rekuperator geleitet werden.
  • Die im Reduktionsschacht entstehenden Zinkdämpfe verlassen den Ofen bei L urid werden in Vorlagen aufgefangen.
  • Den Ofenabschluß bildet eine eiserne Haube m, mit der der Rückstände-Abfallschacht n verbunden ist. Der Reduktionsschacht selbst wird in .den Räumungspausen durch den Schieber o abgedichtet.
  • Der Ofen wird von unten her mit Briketts beschickt, die zweckmäßig die Form des Schachtquerschnittes besitzen, um gleichzeitig einen unteren Abschluß des Ofenschachtes zu bilden. Sie werden nacheinander von unten her durch die Hebevorrichtung q in den Ofen eingeschoben und bilden in diesem eine Säule, die auf der ein- und ausschiebbaren Tragvorrichtung p ruht.
  • Diese Art .der Ofenbeschickung wird beispielsweise durch folgende Ausgestaltung der Briketts und der Tragvorrichtung p ermöglicht. Die Tragvorrichtung p besteht aus einer oder mehreren Schienen, die sich von der Seite her quer in den Ofenschacht einschieben und herausziehen lassen. Jedes Brikett hat auf .der Unterseite eine oder mehrere Quernuten, die beim Pressen der Briketts in einem Arbeitsgang erzeugt werden und deren Tiefe etwas größer ist als die Höhe der Schienen Der Beschickungsvorgang verläuft mit dieser Einrichtung in folgender Weise: Während die Beschickungssäule auf der abgestützten Tragvorrichtung p ruht, wobei die die Tragvorrichtung bildenden Schienen in den Nuten des untersten Briketts liegen, wird auf die Hebevorrichtung q ein Brikett aufgelegt und die Hebevorrichtung in Gang gesetzt, bis sie das auf ihr liegende Brikett so fest gegen die im Ofenschacht befindliche Beschickungssäule preßt, daß letztere durch das neue Brikett getragen wird. Infolgedessen sind .die Schienen der Tragvorrichtung p von dem Gewicht der Beschickungssäule befreit und lassen sich leicht von der Seite her herausziehen. In die dadurch frei. gewordenen Nuten des. bisher untersten Briketts werden aus dem Beschikkungsgut hergestellte Formlinge eingeschoben, durch die verhindert «-erden soll, daß falsche Luft in den Ofen gelangt, was geschehen würde, wenn die Brikettnuten nicht in dieser Weise ausgefüllt sein würden. Hierauf wird die vorübergehend stillgesetzte Hebevorrichtung wieder angelassen und hebt das neue Brikett samt der ganzen darauf ruhenden Beschickungssäule so weit weiter, daß die Tragschienen p durch die Nuten des neuen Briketts eingeschoben werden können. Hierauf werden die herausragenden Enden der Schienen abgestützt, und die Hebevorrichtung wird heruntergelassen, so daß die ganze Beschickungssäule wieder auf der Tragvorrichtung p ruht. Ein neues Brikett wird auf die Hebevorrichtung aufgelegt und der Vorgang nach Maßgabe des Abbrandes der im Ofen befindlichen Beschickungssäule immer wieder durchgeführt.

Claims (2)

  1. PATENT-ANsPRÜCHE: r. Ofen zur Gewinnung von Zink aus seinen oxydischen Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickung des Ofenschachtes von unten erfolgt, während die entstehenden Zinkdämpfe oben abziehen.
  2. 2. Verfahren zum Betriebe des Ofens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß den Querschnitt des Ofenschachtes ausfüllende Briketts von unten her in den Ofen eingeschoben werden.
DET21166D Ofen zur Gewinnung von Zink und Verfahren zum Betrieb des Ofens Expired DE357782C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DET21166D DE357782C (de) Ofen zur Gewinnung von Zink und Verfahren zum Betrieb des Ofens

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DET21166D DE357782C (de) Ofen zur Gewinnung von Zink und Verfahren zum Betrieb des Ofens

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE357782C true DE357782C (de) 1922-08-31

Family

ID=7549991

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DET21166D Expired DE357782C (de) Ofen zur Gewinnung von Zink und Verfahren zum Betrieb des Ofens

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE357782C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1919137A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Erhitzen von brennbare Fremdstoffe mitfuehrendem Gut und Verbrennen der Fremdstoffe
DE357782C (de) Ofen zur Gewinnung von Zink und Verfahren zum Betrieb des Ofens
DE2930351A1 (de) Verfahren zur innenreinigung von steigrohren der verkokungskammern eines verkokungsofens und reinigungseinrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens
DE1608382A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben von Hochoefen
CH624707A5 (de)
DE567082C (de) Verfahren fuer Regelung des Betriebes von Abstichgeneratoren
DE809852C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Zinkgewinnung in stehenden Reduktionsraeumen
DE449995C (de) Geteilte Sinterpfanne
DE688563C (de) Vorrichtung zum Gewinnen von Quecksilber
DE725273C (de) Fuellgasabsaugung bei waagerechten, mit gestampften Kohlekuchen beschickten Koksoefen
DE1961787A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen V?kokung von Ko?le
DE50910C (de) Vorrichtung und Verfahren zur unmittelbaren Gewinnung von Eisen aus Erzen
DE727486C (de) Schachtschmelzofen mit Vorherd
DE482276C (de) Ofen zum Vorerhitzen von Schrott und sonstigem festem Einsatzgut fuer Schmelzoefen, insbesondere Siemens-Martin-OEfen
DE263300C (de)
DE439464C (de) Verfahren und Einrichtung zur Verarbeitung von OElschiefer u. dgl.
DE585331C (de) Vorrichtung zum diskontinuierlichen Herstellen von festem, stueckigem Halb- oder Ganzkoks, insbesondere aus schlecht backender Kohle
DE254480C (de)
DE575045C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Erz-Koks-Briketten
DE2355709C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Sintern von Gegenständen aus Kohle
DE652517C (de) Verfahren zur Gewinnung von Magnesium, Zink und anderen fluechtigen Metallen durch Reduktion ihrer Verbindungen mit Hilfe von Kohle
DE390130C (de) Vorrichtung an Tiefoefen zum Absondern und Auffangen der beim Erwaermen der Bloecke sich bildenden Schlacke
DE297525C (de)
DE539878C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entgasen und Schwelen von Kohle, Braunkohle und Torf in abgeschlossenen Raeumen
DE77882C (de) Apparat zur Röstung von Grus oder Klein