DE355189C - Elektrische Kontaktanordnung mit einer aus einem leitenden Fluessigkeitsstrahl gebildeten Kontaktbruecke und mit Mitteln, den Strahl abzulenken - Google Patents

Elektrische Kontaktanordnung mit einer aus einem leitenden Fluessigkeitsstrahl gebildeten Kontaktbruecke und mit Mitteln, den Strahl abzulenken

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DE355189C
DE355189C DEH79015D DEH0079015D DE355189C DE 355189 C DE355189 C DE 355189C DE H79015 D DEH79015 D DE H79015D DE H0079015 D DEH0079015 D DE H0079015D DE 355189 C DE355189 C DE 355189C
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02MAPPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
    • H02M1/00Details of apparatus for conversion
    • H02M1/20Contact mechanisms of dynamic converters
    • H02M1/30Contact mechanisms of dynamic converters incorporating liquid contacts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Particle Accelerators (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine elektrischeKontaktanordnung, die z.-B. bei Gleichrichtern für Wechselstrom, bei Unterbrechern, Kommutatoren, Widerstandsreglern usw. verwendet werden kann. Die neuen Merkmale dieser Kontaktanordnung bestehen hauptsächlich darin, daß der bewegliche Kontaktteil derselben aus einer oder mehreren Flüssigkeitsbrücken gebildet wird, die in der Weise hergestellt werden, daß in einem leitenden Flüssigkeitsstrahl, ζ. Bf. in einem Quecksilberstrahl, außerhalb des Ausströmungslochs desselben, eine oder mehrere Elektroden liegen, die durch einen Teil des. Flüssigkeitsstrahls, d. h. durch eine leitende Flüssigkeitsbrücke, leitend verbunden werden. Durch Umstellung des Treffpunkts oder der Treffpunkte auf den Elektroden und durch Formen oder Zusammenstellung der letzteren auf zweckmäßige Weise kann man einen oder mehrere Stromkreise schließen oder unterbrechen oder eine Stromrichtung umkehren. Die Flüssigkeitsbrücke wirkt hier-
bei in derselben Weise, wie z. B. der bewegliche Kontaktkörper in einem elektrischen Unterbrecher oder Widerstandsregler.
Die Erfindung ist in den Abbildungen veranschaulicht, und zwar zeigen Abb. ι und 2 in Ansicht -und Draufsicht einen leitenden Flüssigkeitsstrahl, der gegen die geschärfte Kante einer isolierenden Scheidewand zwischen zwei Elektroden gerichtet ist, Abb. 3 eine Zusammenstellung von Elektroden von oben gesehen, Abb. 4 bis 7 eine schematische Darstellung der VerwendungderErfmdungbei Gleichrichtern, Abb. 8 bis 12 verschiedene Formen für Unterbrecher, Widerstandsregler, Abb. 13 einen selbsttätig wirkenden Geschwindigkeitsregler für einen elektrischen Gleichstromerzeuger, Abb. 14 einen Widerstandsregler mit schwingendem Kontakt, Abb. 15 bis 20 einige dazu gehörende Diagramme, Abb. 21 eine andere Form eines Widerstandsreglers mit schwingendem Kontakt, Abb. 22 ein Diagramm, Abb. 23 einen Widerstandsregler, Abb.24bis33 verschiedene Formen der leitenden Flüssigkeitsbrücke und der für die Erzeugung derselben verwendbaren Elektroden oder Spaltorgane für den Flüssigkeitsstrahl und Abb. 34 einen Gleichrichter..
Unter Hinweis auf Abb. 1 und 2 soll zunächst das Prinzip der leitenden Flüssigkeitsbrücke erklärt werden. Der leitende Flüssigkeitsstrahl S ist gegen die scharfe Kante einer isolierenden Platte P1, welche die beiden Kontaktstücke E und E1 trennt, gerichtet. Zwischen diesen beiden Kontaktstücken bildet der Strahl S quer über die Kante der Isolierplatte eine leitende Brücke oder einen Kontakt. Der Strahl S kann hierbei sehr wohl eine Dicke haben, die kleiner ist als die der isolierenden Platte, wenn er nur gegen die Schneide der Kante gerichtet ist, denn die Flüssigkeit wird dadurch nach unten, an den beiden schrägen Seiten der Platte entlang abgeleitet und bildet dadurch die Verbindung. Wird der Strahl in einer Ebene, in der die Kante der Platte P1 liegt, bewegt oder, falls die Kante nicht geradlinig ist, in einer diese Kante enthaltenden Fläche, so bildet der Strahl während der Bewegung fortwährend die erwähnte Brücke. Hierauf beruht eine Reihe wichtiger Verwendungen des betrachteten Systems.
Verwendung in Gleichrichtern für Wechselstrom.
Für die Gleichrichtung eines einfachen Wechselstroms wird das eine der leitenden Stücke E*- in die Hälften £2 und Es (Abb. 3) geteilt, welche durch eine isolierende Platte P getrennt sind, die zweckmäßig denselben Querschnitt besitzt, wie die Platte P1, die nach Abb. ι und 2 die Elektroden E und E1 trennt. Der Flüssigkeitsstrahl, gewöhnlich ein Quecksilberstrahl, wird gegen den Schnittpunkt der isolierenden Platten P und P1 gerichtet. Auf besondere weiter unten erläuterte Weise kann man die Treffstelle des Strahls, also die leitende Brücke auf beiden Seiten der Platte P, synchron mit dem gleichzurichtenden Wechselstrom, hin und her schwingen lassen, und zwar so, daß die Brücke die Kante der Platte in dem Augenblick überschreitet, wo der erwähnte Wechselstrom das Vorzeichen wechselt. Wenn dieser Punkt erreicht ist, können die beiden Komponenten eines Wechselstroms, der durch die Elektrode E zugeführt wird, getrennt werden, indem man durch 2t2 die eine und durch E3 die andere Komponente abnimmt.
Wie die Treffstelle des Strahls mit einem Wechselstrom synchron in Schwingung gesetzt und gleichzeitig erreicht werden kann, daß der Strahl die Kante von P in dem erwähnten Augenblick der Stromphase überschreitet, ist in einer früheren Patentschrift ausführlich angegeben, weshalb eine kurze Erklärung hier genügen wird. In Abb. 4 bezeichnet S den Flüssigkeitsstrahl, F ein Wechselfeld, dessen Kraftlinien senkrecht zu der Kante der Platte P1 stehen und welches mit Strom aus dem Erzeuger, der dengleich zurichten den Wechselstrom liefert, gespeist wird. .Bist eine Gleichstromquelle, z. B. eine Akkumulatorenzelle. Sie schickt Strom durch den Strahl. Der Strom kann durch das Strahlrohr hineingeleitet und durch das Elektrodenstück E, mit dem der Strahl fortwährend durch die eine Hälfte der leitenden Flüssigkeitsbrücke in leitender Verbindung steht, hinaus- geleitet werden. Die Wechselwirkung zwischen dem Wechselfeld und dem Gleichstrom wird auf dem Strahl eine fortgesetzte Reihe von Wellen bilden, die mit der Geschwindigkeit des Strahls vorwärts schreiten und dadurch den Treffpunkt des Strahls, also die erwähnte Brücke, dazu bringen, mit dem Wechselfeld synchron hin und her zu schwingen. Anstatt einen Gleichstrom durch den Strahl zu senden und den Strahl ein Wechselfeld durchfließen zu lassen, kann man durch den Strahl einen Wechselstrom senden, der mit dem gleichzurichtenden Strom synchron ist und ein konstantes Feld verwenden. Abb. 5 zeigt diese Anordnung, V bezeichnet die sekundäre Wicklung eines Transformators, der die (geringe) Energie, die für die Erhaltung des Stroms durch den Strahl erforderlich ist, liefert. Der Strahl erhält, wie bei der in Abb. 4 gezeigten Anordnung, einen ununterbrochenen Zug von Wellen, die die synchronen Schwingungen der leitenden Brücke erzeugen.
In Abb. 6 und 7 sind zwei Systeme für die Gleichrichtung von Wechselstrom gezeigt. Aus den gezeigten Systemen können andere Gleichrichterformen sowohl für ein- als für mehrphasigen Strom zusammengebaut werden.
In Abb. 6 ist F die Wechselstromquelle, z. B. die sekundäre Wicklung eines Umformers. Von F wird Wechselstrom der Elektrode E zugeführt. Die eine Halbperiode des Wechsel-Stroms wird durch E2, die andere durch E3 fortgeleitet. In jedem der beiden Stromkreise Zs2, δ1, aundE3, δ2, α fließt also pulsierender Gleichstrom.
Bei der in Abb. 7 gezeigten Anordnung ist die Leitung b-d nicht geteilt, während die Stromquelle in die Hälften F1 und T"2 geteilt ist. Die leitende Brücke soll in dem Augenblick, wo die Spannung für F1 bzw. F2 ihr Vorzeichen wechselt, die Kante der isolierenden Platte P überschreiten. Durch die Leitung h-d wird dann ein pulsierender, aus den beiden gleichzeitig gelegten Komponenten des Wechselstroms bestehender Strom fließen.
Im allgemeinen wird zwischen dem Feld F, Abb. 4, und den^Elektroden ein gewisser Abstand vorhanden sein, welcher eine Einstellung gestattet und erreichen läßt, daß die leitende Brücke die Kante der isolierenden Platte P in dem für die Erreichung einer vollständigen Gleichrichtung richtigen Augenblick überschreitet. Die brauchbaren Elektrodenstellungen werden eine Reihe bilden mit einer Entfernung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stellungen, die gleich ist dem Wege, um den die Teile des stromlosen Strahls sich in der Halbperiode des Wechselstroms bewegen würden. Bei dem Übergang von einer Elektrodenstellung zu der folgenden wechselt der gleichgerichtete Strom das Vorzeichen. Durch Kommutierung des Feldes oder des durch den Strahl gesandten Stromes kann das Vorzeichen des gleichgerichteten Stroms wieder gewechselt werden. Praktisch stehen also die sämtlichen angegebenen Elektrodenstellungen zur Verfügung bei der Erzeugung eines gleichgerichteten Stroms einer bestimmten Richtung.
Verwendung in Unterbrechern,
Kommutatoren, Widerstandsreglern usw.
Die durch den Flüssigkeitsstrahl gebildete leitende Brücke kann außer für den obenerwähnten Zweck der Gleichrichtung auch noch für eine Reihe anderer wichtiger Zwecke Verwendung finden. Besonders kann die Strahlenbrücke als ein äußerst schnellwirkender Unterbrecher, Kommutator oder Regler verwendet werden. In Abb. 8 bis 12 sind einige derartige Anwendungen der Erfindung dargestellt.
Abb. 8 zeigt eine zusammengesetzte Elektrod e von demselben Typ wie die in Abb. 3 dargestellte. P und P1 bezeichnen" wie vorhin die i isolierenden Scheidewände. Die schwarze, kreisrunde Fläche gibt den Treffpunkt des Strahls auf den Elektroden, also die Brücke, an. Der ; Strahl kann z. B. ein magnetisches Feld, ge- , wohnlich ein Gleichstromfeld, durchfließen. Die Kraftlinien desselben stehen senkrecht zu der Kante von P\
Durch den Strahl wird ein Strom, Vorzugsweise ein Gleichstrom, gesandt. Durch die Veränderung dieses Stroms oder des Feldes läßt sich die Brücke entlang der Kante von P1 bewegen. Die Zeit von dem Wechsel des Stroms oder Feldes bis zur Bewegung der Brücke ist fast genau gleich der Zeit, die die Teile des stromlosen Strahls brauchen, um sich von dem Felde nach der Elektrode zu bewegen. Es soll angenommen werden, daß die Strahlenbrücke bei stromlosem Strahl die Verbindung zwischen E und Z?2 bildet und sich bei zunehmendem Strom durch den Strahl gegen P bewegt. Dann schließt der Apparat, wenn der Strom durch den Strahl eine gewisse Stärke erreicht hat, die Verbindung zwischen E und E3 und damit den durch a-b angedeuteten Stromkreis. Der Apparat kann also dazu benutzt werden, einen Stromkreis selbsttätig zu schließen, wenn ein durch den Strahl oder die Wicklung des Feldmagnets fließender Strom über eine gewisse Grenze steigt. Trifft der nicht abgebogene Strahl die Platte P1 zwischen E3 und E und bewegt sich der Treffpunkt des Strahls bei zunehmendem Strom von rechts nach links, so kann der Apparat dazu benutzt werden, einen Stromkreis zu unterbrechen, wenn ein Strom eine bestimmte Höchstgrenze erreicht hat. Ebenso kann ein Apparat dieser Art verwendet werden, um einen Stromkreis zu schließen oder unterbrechen, wenn der Strom durch den Strahl oder durch _ die Magnetwicklung eine untere Grenze unterschreitet.
Abb. 9 zeigt einen doppelpoligen Unterbrecher oder Stromschließer, der durch die Zusammenstellung von zwei Apparaten nach Abb. 8 hergestellt ist.
Abb. 10 zeigt einen Umschalter, dessen Wirkungsweise sich ohne weiteres aus der Dar- , stellung ergibt.
In Abb. π ist die eine Seite der Elektrode in mehr als zwei Teile geteilt. Zwischen den einzelnen Teilen der einen Hälfte sind Widerstandselemente r eingeschaltet, die durch die Regelung des Stroms durch den Strahl oder no die Wicklung des Magnetfeldes nacheinander aus dem durch a-b angedeuteten Stromkteis ausgeschaltet werden können.
In Abb. 12 ist eine geänderte Form eines Widerstandsreglers gezeigt. Die Widerstandselemente r können selbstverständlich durch andere elektrische Stromkreisteile willkürlicher Art ersetzt werden, z. B. Magnetwicklungen, Selbstinduktionsspulen, Wicklungen eines Umwandlers, Kondensatoren, Relais o. dgl.
Als Beispiel zusammengesetzter Verwendung des Gedankens der Erfindung ist in Abb. 13
das Schema eines selbsttätig wirkenden Schnellreglers für einen elektrischen Gleichstromerzeuger gezeigt. A ist der Anker desselben, M die Magnetwicklung, K1, iv2 die Stromschienen. In einer Stromschiene ist ein Nebenschluß Sh1 von dessen Polen der Strahl S in dem Schnellregler mit Strom gespeist wird, eingebaut. Die Widerstände r1, r2 . . . r5 sind in Reihe mit der Magnetwicklung geschaltet. ίο Falls der Strom in Jt1, K2 wächst, wird die Stromstärke durch S auch vergrößert. Dadurch wird der Strahl derart abgebogen, daß die Strahlenbrücke nach rechts bewegt wird, wodurch Elemente des Widerstandsreglers ausgeschaltet werden und dem von der Steigerung des Stromes herrührenden Spannungsabfall begegnet wird. Eine Verbesserung an dem hier beschriebenen Schnellregler besteht darin, daß für den normalen Spannungsabfall in dem Nebenschluß SÄ Ausgleichung erfolgt, so daß bei normaler Stromstärke in K1, K2 kein Strom durch den Strahl des Reglers geht. Die Ausgleichung kann durch eine in Reihe mit dem Strahl geschaltete Sammlerzelle bewirkt werden. In der beschriebenen Anordnung ist das Feld des Reglers als ein konstantes, das durch einen permanenten Magnet erzeugt werden kann. Der Magnet kann aber auch ein Elektromagnet sein, dessen Wicklung in Reihe mit dem Strahl geschaltet ist, oder die Wicklung kann endlich mit den Polen des Erzeugers unmittelbar verbunden werden. Die letzte Anordnung ist aber ! grundsätzlich nicht so einfach, wie die vorletzte, j
Bei der oben beschriebenen Anordnung für die Einschaltung von Widerstandselementen oder anderen elektrischen Organen ist das . Feld als konstant vorausgesetzt und der Strom, | durch den die Stellung des Strahls geregelt wird, ist als Gleichstrom gedacht. Es ist in mehrfächer Weise möglich, durch einen Strahl, der Wechselstrom in einem Gleichfeld oder Gleichstrom in einem Wechselfeld oder schließlich j Wechselstrom in einem synchronen Wechselfeld ; führt, eine Regelung zu bewerkstelligen. !
!
Regelungswiderstände !
mit schwingendem Kontakt. :
Abb. 14 zeigt einen Regelungswiderstand mit i einem Strahl S. Falls dieser Strahl in einem ; konstanten Felde Wechselstrom, oder in einem ■ Wechselfelde Gleichstrom führt, wird er : symmetrisch um die Nullage schwingen. Wenn j sämtliche Widerstandselemente gleich groß sind, oder der Widerstand gleichmäßig verteilt ist, ■ wie es mittels des in Abb. 15 gezeigten Dia- : gramms schematisch angedeutet ist, wird der Durchschnittswiderstandnicht durch die Schwingungen des Strahls geändert werden. Läßt man dagegen die Größe des Widerstands von der Nullage aus abnehmen, Abb. 16, so wird | der Durchschnittswiderstand mit zunehmender i 1 Amplitude abnehmen, und man bekommt eine j von der Amplitude gesteuerte Regelung. Das- ; selbe kann dadurch erreicht werden, daß Wider-J Standselemente nur rechts für die Nullage, ; wie durch Abb. 17 und 18 angedeutet, ange- : bracht werden. Es ist hierbei Voraussetzung, i daß der Strom, wenn der Strahl den Teil der j Elektrode trifft, der mit Widerstandselementen ; nicht versehen ist, alle in der rechten Hälfte angebrachten Elemente in Reihe durchfließen muß; man kann aber auch den Strom außen durch eine Leitung, die entweder keinen oder einen zweckmäßig gewählten Widerstand enthält (Abb. 19), herumleiten. Der Widerstand kann ferner wie in Abb. 20 gezeigt gebaut werden, wo der Strahl über die mit Widerstandselementen versehenen Teile hinaus schwingt. Statt wie in Abb. 14 kann der Regelungswiderstand auch nach Abb. 21 ausgebildet sein. Die angegebenen Formen der Regelungswiderstände sollen nur als Beispiel zur Veranschaulichung einzelner Verwendungsmöglichkeiten der Erfindung betrachtet werden.
Falls der gleiche Wechselstrom durch den Strahl und die Wicklung des Magnets fließt, entsteht ein Strahlenfächer gemäß Abb. 22. Falls O, A die Stellung des stromlosen Strahls bezeichnet, ist O, A die eine Begrenzung des Fächers A, O, A1. Der Strahl schwingt also um eine Gleichgewichtsstellung O, B, die seitwärts zur Gleichgewichtsstellung des stromlosen Strahls verschoben ist. Falls der Strahl über einen Regelungswiderstand mit gleichmäßig verteiltem Widerstand, Abb. 15, schwingt, sind die Verhältnisse deshalb genau dieselben, wie wenn der Strahl stationär zu der Stellung O, B abgebogen wäre oder wenn die zwischen A und B liegenden Widerstandselemente ausgeschaltet werden. Die Anordnung ist deshalb in besonderem Grade für die Regelung bei Wechselstrom geeignet. Man kann wieder hier den Widerstand auf mannigfache Weise bauen, z. B. wie in Abb. 23 gezeigt, wo die Strahlenschwingungen über die Reihe der Widerstands- elemente hinaus reichen können.
Verschiedene Ausführungsformen der leitenden Flüssigkeitsbrücke.
Durch Abb. 1 und 2 ist eine Art der Erzeugung einer leitenden Flüssigkeitsbrücke veranschaulicht.
Abb. 24 und 25 zeigen in Seiten- und Vorderansicht eine Anordnung, bei welcher eine keilförmige, leitende Lamelle K, die den Strahl in zwei Zweige spaltet, in denselben hineingeführt ist. Die Lamelle liegt in der Ebene, in welcher der Strahl bei den Verwendungen schwingt oder in welche er abgebogen wird. Sie ersetzt das Elektrodenstück E in Abb. 3. Sie kann als gemeinsamer Punkt dreier Stromkreise benutzt werden, indem jeder der beiden
Teile, in die der Strahl gespaltet wird, eine leitende Brücke bildet, die auf je einer Elektrode endigen kann.
Abb. 26 zeigt eine etwas geänderte Anordnung, durch welche der Strahl eine keilförmige Lamelle K, die E in Abb. 3 ersetzt, streift.
In Abb. 27 und 28 sind zwei verschiedene Bilder eines reflektierten Strahls dargestellt. Der Reflektor R ist ein leitendes Stück mit einer zylindrischen Aushöhlung. Der Strahl S trifft diese tangential und wird nach unten abgebogen. Um zu erreichen, daß das Quecksilher 'sich hierbei nicht ausbreitet, ist die hohle Fläche mit Rillen versehen. Trifft der Strahl eine Rille, so formt diese einen einzelnen Strahl. Wird die hervorstehende Kante zwischen zwei Rillen getroffen, wird der Strahl in zwei Zweige gespalten. Durch diese Anordnung ersetzt der Reflektor die Elektrode E in Abb. 3.
In Abb. 29 und 30 ist eine vierte Anordnung dargestellt. Hier trifft der Strahl 5 ein leitendes Stück H, das mit einer Reihe von Strahllöchern h versehen ist, die mit konischen Bohrungen, welche ineinander greifen, versehen sind, so daß eine längliche Vertiefung in dem Stück H gebildet wird. In diese geht der Strahl hinein. Trifft der Strahl gerade in'eine Bohrung, so geht er als einzelner Strahl weiter. Trifft er die Scheidewand zwischen zwei benachbarten Bohrungen, so werden zwei Strahlen gebildet. Das Stück H ersetzt hier die Elektrode E in Abb. 3. Wenn den sekundären Strahlen bei dieser Anordnung eine andere Richtung als die des Hauptstrahls gegeben werden soll, so kann dies dadurch geschehen, daß die nach den Löchern h führenden Eintrittsöffnungen umgeformt werden, wie bei H in Abb. 31 gezeigt.
In gewissen Fällen kann eine Anordnung verwendet werden, bei welcher der StrahHdn Gitter, das aus kantigen Lamellen, Abb. 32, oder aus ausgespannten Drähten, Abb. 33, gebildet ist, trifft. Schließlich kann das Gitter durch ein Drahtnetz ersetzt werden. Die letzteren Anordnungen gestatten eine Bewegung der Teile des Strahls in willkürlichen Flächen.
Als Beispiel der Verwendung eines derartigen Gitters oder Drahtnetzes ist in Abb. 34 ein Gleichrichter für Mehrphasenstrom (bei dem gezeigten Beispiel Dreiphasenstrom) gezeigt. F1, F2, F3 ist der Erzeuger für den Strom, und M1, M2, Ma sind die Magnetwicklungen eines Drehfelds. Der Strahl S durchfließt dieses Feld und trifft danach ein leitendes Gitter oder eine Rostfläche R, Dieses Gitter und das Strahlrohr T sind mit entgegengesetzten Polen einer Gleichstromquelle B verbunden, so daß ein Gleichstrom durch diesen oberen Teil des Strahls geht. Die Wechselwirkung zwischen diesem Strom und dem Drehfeld bewirkt, daß der Treffpunkt des Strahls in der unterhalb des Gitters angebrachten, zusammengesetzten Elektrode JS1, E2, E3, eine kreisende Bewegung ausführt, die der Frequenz der Phasen des Dreiphasenstroms . entspricht. Durch die Unterbringung der Elektrode in einer geeigneten Entfernung von dem Felde kann man erreichen, daß der Treffpunkt des Strahls die radial angebrachten, isolierenden Wände P1, P2, P3, die die sektorförmigen Elektrodenstücke E1, E2, E3 trennen, gerade in den Augenblicken der drei Phasen, ■ die für die Gleichrichtung des Dreiphasenstroms günstig sind, überschreitet. Der gleichgerichtete Strom fließt dann mit den in der Abbildung gezeigten Verbindungen durch die Leitung a b.
Bei dem in Abb. 34 gezeigten Gleichrichter bildet das Strahlenstück zwischen dem Gitter und der Elektrode die leitende Flüssigkeitsbrücke. Nach dem hier angegebenen Grundsatz können auch andere Ausführungsformen von Vorrichtungen für die Gleichrichtung von Mehrphasenstrom gebaut werden, es kann z.B. der gezeigte gitterförmige Leiter durch andere Elektrodenformen ersetzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Elektrische Kontaktanordnung mit einer aus einem leitenden Flüssigkeitsstrahl gebildeten Kontaktbrücke und mit Mitteln, den Strahl abzulenken, so daß er mit einer oder mehreren Elektroden in Berührung gebracht werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß der Strahl in nicht abgelenktem Zustande mindestens zwischen einer Elektrode und der Ausflußdüse des Strahls eine dauernde leitende Verbindung herstellt, während er bei der Ablenkung mehrere Elektroden berührt, so daß zwischen den letzteren und der erstgenannten Elektrode leitende Flüssigkeitsbrücken in dieser Zeit gebildet' werden.
    - 2. Elektrische Kontaktanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die leitende Flüssigkeitsbrücke quer über eine isolierende Wand (P1) zwischen zwei Elektroden, von den die eine in zwei oder mehr durch isolierende Wände unter sich getrennte Teile geteilt ist, gebildet wird, wobei der Flüssigkeitsstrahl sich in einer Fläche, die die Wand (P1) enthält, bewegt.
    3. Elektrische Kontaktanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die leitende Flüssigkeitsbrücke zwischen einem in den Strahl eingeführten Leiter und einer Elektrode gebildet wird, die von dem Strahl, nachdem dieser den erwähnten Leiter berührt hat, getroffen wird.
    4. Elektrische Kontaktanordnung nach Anspruch "1, dadurch gekennzeichnet, daß die leitende Flüssigkeitsbrücke zwischen
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    einem leitenden Reflektor (R) und einer Elektrode, die von dem vom Reflektor zurückgeworfenen Strahl getroffen wird, gebildet wird.
    5. Elektrische Kontaktanordnung r.ach
    Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Strahl zugekehrte Seite des Reflektors zylindrisch ausgehöhlt und mit Rillen versehen ist, die senkrecht zur Achse ίο der zylindrischen Aushöhlung· stehen.
    6. Elektrische Kontaktanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die leitende Flüssigkeitsbrücke zwischen einem Gitter, das vom Strahl berührt wird, und einer Elektrode, die hinter dem Gitter vom Strahl getroffen wird, gebildet wird.
    7. Elektrische Kontaktanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die leitende Flüssigkeitsbrücke zwischen einem mit mehreren Durchbohrungen versehenen, leitenden Stück (h) und einer Elektrode gebildet wird, die von dem Strahl oder den Strahlen nach dem Durchtritt durch die Durchbohrungen in dem leitenden Stück (h) getroffen wird.
    8. Apparat zur Gleichrichtung von Wechselstrom unter Verwendung der in- Anspruch ι angegebenen Kontaktordnung, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichrichtung durch die Bewegung der Flüssigkeitsbrücke bewirkt wird, und die Bewegung der Brücke durch die Wechselwirkung zwischen einem konstanten Feld und einem durch den Strahl gesandten Wechselstrom von gleicher Periodenzahl wie der gleichzurichtende Strom oder zwischen einem durch den Strahl gesandten Gleichstrom und einem Wechselfeld mit der erwähnten Periodenzahl erzeugt wird.
    g. Apparat zur Gleichrichtung von mehrphasigem Strom unter Verwendung der inAnspruch ι angegebenen Kontaktanordnung, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichrichtung durch die Bewegung der Flüssigkeitsbiücke bewirkt wird und die Bewegung der Brücke hervorgebracht wird durch die Wechselwirkung zwischen einem durch den Strahl fließenden Gleichstrom und einem Drehfeld, das mit dem gleichzurichtenden Strom synchron ist (Abb. 34).
    10. Unterbrecher für einen elektrischen Stromkreis mit einer Kontaktanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis durch zwei Elektroden und eine diese verbindende Flüssigkeitsbrücke, die durch elektromagnetische Beeinflussung des Flüssigkeitsstrahls bewegt werden kann, unterbrochen oder geschlossen wird.
    11. Regelungswiderstand mit einer Kontaktanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstandselemente des Regelungswiderstandes durch die Bswegung der leitenden Flüssigkeitsbrücke in den Stromkreis ein- oder aus demselben ausgeschaltet werden.
    ^.RegelungswiderstandnachAnspruchii in Anwendung als selbsttätig wirkender Geschwindigkeitsregler für einen elektrischen Gleichstromerzeuger, dadurch gekennzeichnet, daß der leitende Flüssigkeitsstrahl (S), der ein Gleichstromfeld durchströmt, von den Polen eines in der einenStromschiene des Erzeugers eingebauten Nebenschlusses (SA) Strom erhält, während die Widerstandselemente (rlt r2, r3) in Reihe mit der Magnetwicklung des Erzeugers geschaltet sind, so daß der Strahl (S) und die Flüssigkeitsbrücke bei zunehmendem Strom in eine solche Richtung bewegt werden, daß Widerstandselemente ausgeschaltet werden (Abb. 13).
    13. Regelungswiderstand nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß Wechselstrom durch den Flüssigkeitsstrahl oder die Magnetwicklung eines auf den Strahl wirkenden Magnetfeldes geleitet wird und der Strahl von einem konstanten Feld beeinflußt · wird oder einen konstanten Strom führt, so daß er um eine mit der Lage des stromlosen Strahls zusammenfallende Nullage schwingt, wobei die Widerstandselemente nur auf der einen Seite der Nullage angebracht sind oder nach beiden Seiten hinaus von derselben an Größe abnehmen oder derartig angeordnet sind, daß der Strahl nach beiden Seiten über die mit Widerstandselementen versehenen Elektrodenteile hinausschwingt (Abb. 14 bis 21).
    14. Regelungswiderstand nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitsstrahl Wechselstrom in einem synchronen Wechselfeld führt (Abb. 22 und 23).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEH79015D 1919-03-28 1919-11-18 Elektrische Kontaktanordnung mit einer aus einem leitenden Fluessigkeitsstrahl gebildeten Kontaktbruecke und mit Mitteln, den Strahl abzulenken Expired DE355189C (de)

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