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Dauerkalender. Dauerkalender sind in großer Zahl bekannt, darunter
auch solche, die wie der Erfindungsgegenstand aus zwei gegeneinander verschiebbaren
Tabellen bestehen, deren eine die Monatstage und deren andere die Wochentagsnamen.
fortlaufend enthält, um den jährlichen Wechsel zwischen Monatsdatum und Wochentag
darstellen zu können.
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Gemäß der Erfindung ist der Kalender so ausgestaltet,. daß er die
schnelle und unmittelbare
Einordnung auch des gesamten beweglichen
Kirchenjahres in jedes beliebige Kalenderjahr gestattet, und zwar in einer Weise,
daß dadurch zugleich die für praktische Zwecke von einem Kalender verlangte Gelegenheit
geboten wird, bei jedem Tage des Jahres nicht nur vorübergehende Notizen anzubringen,
sondern auch bleibende Fristen, d. h. solche, die immer an derselben Stelle im kirchlichen
oder bürgerlichen Jahre wiederkehren, durch nur einmalige Eintragung für alle Jahre
anzumerken.
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Die Erfindung löst diese Aufgabe für alle gedachten Zwecke in der
einfachsten Weise durch einen einzigen Handgriff.
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Der Erfindungsgegenstand, welcher im einzelnen eine mannigfaltige
Form und Ausführungsart zuläßt, besteht seinem Wesen nach aus zwei Teilen, einem
festen Teile, der die Monate des Jahres zeigt und die an bestimmte Monatsdaten gebundenen
Fristen aufnimmt, und einem beweglichen Teile, der die Wochen des Jahres mit den
in entsprechenden Abständen darin verzeichneten beweglichen Kirchenfesten enthält
und einerseits die an einen bestimmten Wochentag im Kirchenjahre gebundenen Fristen,
anderseits jene ablöschbaren Eintragungen aufnimmt, die nur für das laufende Gebrauchsjahr
gelten sollen.
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Bei der in der Zeichnung - Abb. i stellt die Vorderansicht, Abb. 2
die Rückansicht, Abb. 3 den Längsschnitt dar - beispielsweise dargelegten Ausführungsofrm
ist der feste Teil a ein Rechteck aus Karton, Pappe, Holz, Metall o. dgl. ; der
bewegliche Teil b ist ein sich zu beiden Seiten des Rechtecks bewegendes endloses
Band aus Leinwand, Papier, Leder, Stoff oder ähnlichem, das durch einen Knopf c
von Hand aus verschoben wird.
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Dieses Band zeigt in 196 gleich großen Teilen ebenso viele, zu 28
Wochen zusammengefaßte, von oben nach unten sich aneinanderreihende Wochentage,
die fortlaufend als Sonntag, Montag, Dienstag bis Samstag gekennzeichnet sind. Auf
der linken Seite des Bandes wird ein Sonntag als Septuagesima gekennzeichnet, und
von da ab werden in den entsprechenden Abständen die folgenden Sonn- und Werktage
nach ihrem kirchlichen Charakter benannt bis zum Freitag nach der Fronleichnamsoktave,
der das Herz-Jesu-Fest ist. Die übrigen Sonntage werden aus Ihrer jedesmaligen Lage
als Advents-, Weihnachts-, Epiphanias- oder Trinitatissonntage erkannt.
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Auf dem festen Rechteck a sind zu beiden Seiten des beweglichen Bandes
die zwölf Monate des Jahres verzeichnet, je drei zu einem Viertelfahre zusammengefaßt,
und zwar stehen-untereinander auf der Vorderseite (Abb. x) links Januar, Februar,
März, rechts Oktober, November, Dezember, auf der Rückseite (Abb. 2) links April,
Mai, Juni, rechts Juli, August, September. Dabei ist zu beachten, daß wegen des
umlaufenden Bandes »oben« und »unten« auf der Rückseite im Vergleich zur Vorderseite
vertauscht sind, so daß der Kalender beim fortlaufenden Gebrauch nach dem ersten
und dritten Vierteljahr über Kopf geklappt werden muß.
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Damit die Wochentagsabfolge beim Übergang von einem Vierteljahre zum
andern nicht unterbrochen wird, sind die Vierteljahre genau in folgender Anordnung
neben das endlose Band zu bringen: auf der Vorderseite (Abb. i) bleiben über dem
i. Januar 8 Tagesräume, (Schaltjahr 7) über dem i. Oktober i Tagesraum, unter dem
31. Dezember 5 Tagesräume leer; auf der Rückseite (Abb. 2) bleiben unter dem 3o.
Juni 7 Tagesräume, unter dem 3o. September 6 Tagesräume leer.
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Für Januar und Februar der Schaltjahre ist eine zweite Monatstagespalte
vorgesehen, in welcher der i. Januar und die folgenden Tage einen Tagesraum höher
stehen als die gleichen Tage des Gemeinjahres, und in der auf den 28. Februar noch
ein 29. Februar folgt, der also neben dem 28. Februar des Gemeinjahres steht. Im
Schaltjahr bleiben daher über dem i. Januar nur 7 Tagesräume leer.
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Stellt man das Band so, daß der Ostersonntag oder ein von Ostern abhängiger
Tag auf sein Monatsdatum fällt, so ist der gesamte kirchliche und bürgerliche Jahreskalender
gebrauchsfertig. (In der Zeichnung ist der Kalender für das gegenwärtige Jahr 1921
eingestellt.)