DE3540693C2 - - Google Patents
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60R—VEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60R13/00—Elements for body-finishing, identifying, or decorating; Arrangements or adaptations for advertising purposes
- B60R13/08—Insulating elements, e.g. for sound insulation
- B60R13/0861—Insulating elements, e.g. for sound insulation for covering undersurfaces of vehicles, e.g. wheel houses
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Description
Die Erfindung betrifft eine schalldämmende Vorrichtung zur Ab
schottung wenigstens einer Seite, vorzugsweise der Unterseite
des Motorraums eines Kraftfahrzeugs, bestehend aus einer Ver
kleidungsplatte, die an ihren Rändern mit elastischen Halte
elementen an der Fahrzeugkarosserie befestigt ist.
Bei Kraftfahrzeugen ist der Verbrennungsmotor eine Hauptlärm
quelle, die durch die Wände des Motorraums im allgemeinen nur
ungenügend abgeschirmt ist. Während der Motorraum durch die
Stirnwand zum Fahrgastraum im allgemeinen gut abgeschottet
ist, um die Lärmbelästigung im Fahrgastraum klein zu halten,
dringt der Lärm durch die Öffnungen für die Motorkühlung und
die offene Unterseite des Motorraums ungehindert nach außen.
Um die Lärmabstrahlung nach außen zu verringern ist aus der
DE-OS 29 14 209 bekannt, die Unterseite des Verbrennungsmo
tors und des Getriebes mit einer schallschluckenden Verklei
dung nach außen abzuschotten. Die schallschluckende Verklei
dung ist dabei an der Fahrzeugkarosserie befestigt, so daß
die Schwingungen des Verbrennungsmotors nicht auf sie über
tragen werden können und verhindert wird, daß die Bauteile
der schallschluckenden Verkleidung eine Sekundärgeräusch
quelle bilden. Die Befestigung an der Fahrzeugkarosserie er
folgt dabei über schwingungsdämpfende Kautschukelemente,
durch die verhindert wird, daß die Schwingungen der Fahrzeug
karosserie auf die schallschluckende Verkleidung übertragen
werden. Die dem Verbrennungsmotor zugewandte Innenseite der
schallschluckenden Verkleidung kann mit schallschluckendem
Material beschichtet sein, um eine zusätzliche Dämpfung bzw.
Absorbierung der Geräusche zu erzielen. Eine solche schallschluckende
Verkleidung hat aber den Nachteil, daß der Geräuschpegel
im Motorraum ansteigt, so daß bei gleicher Dämmwirkung
der Stirnwand, die den Motorraum vom Fahrgastraum
trennt, der Geräuschpegel im Fahrgastraum ebenfalls ansteigt.
Zudem wird durch die schallschluckende Verkleidung
eine mehrmalige Reflexion vor allem tieffrequenter Schallwellen
begünstigt, was ebenfalls zu einer Zunahme des Geräuschpegels
führt.
Weiterhin ist aus der DE-OS 26 20 774 bekannt, zur Reduzierung
der Geräuschabstrahlung von den Motor- und Getriebeoberflächen
die beiden Aggregate mit einer schalldämmenden Gesamtverkleidung
zu versehen. Hierbei werden Motor und Getriebe
in engem Abstand von der Verkleidung allseitig umschlossen,
wobei die Verkleidung über körperschallisolierende
Elemente an der Motor-Getriebeeinheit abgestützt ist.
Schalldämmende Verkleidungen dieser Art haben eine beachtliche
schallschluckende Wirkung, sie sind jedoch in verschiedener
Hinsicht von Nachteil. Ihr Aufbau ist kompliziert
und erfordert eine große Anzahl von Bauteilen. Weiterhin behindern
sie die Wartung von Motor und Getriebe und zur Verringerung
der Wärmebelastung im Innern der Verkleidung sind
in der Regel zusätzliche Gebläse zur Zwangsbelüftung erforderlich.
Aus der DE-OS 32 42 604 ist ein Bodenelement zur schallisolierenden
Ausbildung eines Motorraumes eines Kraftfahrzeuges
in Form einer am Fahrzeugaufbau befestigbaren,
selbsttragend steifen und schallabsorbierenden Schale bekannt,
die als an der Unterseite im wesentlichen nach
aerodynamischen Gesichtspunkten gestalteter Hilfsrahmen
ausgebildet ist. Dem Bodenelement kommt dabei die tragende
Funktion eines Fahrschemels zu, auf dem der Antriebsblock
mittels elastischer Verbindungsglieder gelagert ist, wobei
das Bodenelement ebenfalls elastisch am Fahrzeugaufbau
befestigt ist.
Die diesem Bodenelement neben der schallisolierenden
zukommende tragende Funktion steht einer Ausbildung
als schwingender Resonator entgegen.
Schließlich ist aus der DE-OS 25 34 421 eine Vorrichtung
zum Verhindern der Fortpflanzung von durch Motore oder
Teile derselben erzeugten Geräuschen aus dem Motorraum
eines Kraftfahrzeugs heraus bekannt, bei der zwischen dem
Motor und den den Motor umgebenden Teilen des Motorraumes,
der Karosserie oder des Fahrgestells schalldämmende
Stoffe in Form einer aus Gummi oder anderen elastischen
Werkstoffen bestehenden Matte angeordnet sind, die einerseits
am Motor und andererseits an den genannten Teilen
befestigt sind und den Motorraum nach unten vollständig
abschließen. Zur Befestigung können die Randzonen der Matte
von Blechstreifen oder auch von Rahmen oder Flanschen abgedeckt
sein, welche Befestigungsschrauben in genügender
Anzahl durchdringen, die in die Motor-, Karosserie- bzw.
Fahrgestellteile eingeschraubt sind. Die schalldämmende
Wirkung einer derartigen elastischen Matte ist jedoch vergleichsweise
gering und der bauliche Aufwand zu ihrer Befestigung
ist groß. Da die bekannte Matte im Bereich der
Ölwanne ausgespart ist, ist zur Dämpfung der Motorgeräusche
zusätzlich die Ölwanne elastisch am Motorgehäuse befestigt.
Auch dies ist wegen der Anforderungen an Dichtheit und Temperaturbeständigkeit
aufwendig und läßt nur eine geringe
Dämmwirkung erwarten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine schalldämmende
Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen,
durch die der Schallpegel im Motorraum gesenkt wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die
Verkleidungsplatte zur Bildung eines aktiven Flächenresonanzabsorbers
mittels eines elastischen Verbindungselements
quer zur Plattenhauptebene an den im Fahrzeugrahmen elastisch
gelagerten Motor angekoppelt ist.
Durch die erfindungsgemäße Ankoppelung an den Motor erhält
die Verkleidungsplatte ein Eigenschwingverhalten, durch das
die Entstehung stehender Wellen im Motorraum behindert wird,
so daß keine Schalldrucküberhöhung stattfindet. Die Ankop
pelung ist dabei vorzugsweise so abgestimmt, daß die Reso
nanz der Verkleidungsplatte im Frequenzbereich der Schall
druckmaxima liegt. Hierdurch weicht die Reflexionsfläche
der Verkleidungsplatte der ankommenden Schallwelle aus, wo
durch eine gute Schallabsorption erzielt wird. Geräusch
maxima, die sich als Brummen äußern, werden vermieden und
der Geräuschpegel im Motorraum erfährt keine Überhöhungen.
Da die Verkleidungsplatte mit der Karosserie nur über ela
stische Halteelemente verbunden ist, wird eine Übertragung
von Motorschwingungen, die über die Ankoppelung eingelei
tet werden, reduziert. Die Minderung der Außengeräusche,
die mit der schalldämmenden Vorrichtung erzielt werden soll,
bleibt in vollem Umfange erhalten.
Bei der schalldämmenden Vorrichtung zum Abdecken der Un
terseite des Motorraums eines Kraftfahrzeugs besteht eine
besonders vorteilhafte Ausgestaltung erfindungsgemäß darin,
daß die Verkleidungsplatte an die Ölwanne des Verbrennungs
motors angekoppelt ist. Dabei liegt die Federsteifigkeit
des Verbindungselements vorteilhaft in der Größenordnung
von 60 N/mm. Eine solche Federsteifigkeit läßt sich bei
spielsweise mit einem Gummipuffer als Verbindungselement er
zielen. Die Verkleidungsplatte hat bei dieser Ausgestaltung
an der Stelle ihrer Ankoppelung zweckmäßig eine Federstei
figkeit von ca. 10 N/mm und ihre Masse beträgt ca. 3 kg.
Weiterhin kann die Federsteifigkeit der Halteelemente am
Rand der Verkleidungsplatte etwa gleich der Federsteifig
keit des Verbindungselements sein.
Die Erfindung wird nachfolgend an einem bevorzugten Ausfüh
rungsbeispiel, das in der Zeichnung dargestellt ist, näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Vorderansicht eines
Kraftfahrzeugs mit einem Querschnitt
durch den Motorraum und einer erfindungs
gemäßen Vorrichtung zur Schalldämmung
und
Fig. 2 ein Diagramm der Innengeräusche im Fahr
zeug bei unterschiedlicher Motordrehzahl,
gemessen mit und ohne erfindungsgemäße
Vorrichtung.
Das in Fig. 1 dargestellte Kraftfahrzeug 1 wird von einem in
Fahrzeuglängsrichtung eingebauten Verbrennungsmotor 2 ange
trieben. Der Verbrennungsmotor 2 ist in Gummilagern 3, 4 an
einem Vorderachsträger 5, der starr mit dem Rahmen der Fahr
zeugkarosserie verbunden ist, elastisch gelagert. Der Ver
brennungsmotor 2 befindet sich in einem Motorraum 6, der
seitlich durch Karosseriewände 7, 8 und nach oben durch eine
Motorhaube 9 verschlossen ist. Eine Spritzwand 10 schottet
den Motorraum 6 von dem dahinterliegenden Fahrgastraum ab.
Zur Verringerung der Schallemission nach außen ist die Un
terseite des Motorraums 6 mit einer Verkleidungsplatte 11
bedeckt, die an ihren seitlichen Rändern mit Gummipuffern
12 am Rahmen der Karosserie befestigt ist. Mit einem wei
teren Gummipuffer 13 ist die Verkleidungsplatte 11 etwa in
ihrer Mitte mit der Ölwanne des Verbrennungsmotors 2 ver
bunden. Die Federsteifigkeit der Gummipuffer 12, 13 beträgt
60 N/mm. Die Verkleidungsplatte hat eine Masse von ca. 3 kg
und ihre Federsteifigkeit gegen vertikale Auslenkung be
trägt in der Nähe des Gummipuffers 13 etwa 10 N/mm.
Durch die beschriebene Ausbildung erhält die Verkleidungs
platte 11 die Wirkung eines aktiven Flächenresonanzabsor
bers, der zum einen die Schallemission an der Unterseite
des Motorraums 6 vermindert und damit eine Verringerung
der Außengeräusche bewirkt und der zum anderen durch Reso
nanzschwingungen, die durch die Kopplung mit dem Verbren
nungsmotor 2 über den Gummipuffer 13 angeregt werden im
Frequenzbereich der Schalldruckmaxima eine Schallabsorption
bewirkt und eine Schalldrucküberhöhung durch die Ausbildung
stehender Wellen verhindert. Auf diese Weise wird der Ge
räuschpegel im Innern des Motorraums 6 gesenkt, mit der
Folge, daß auch der Pegel der Geräusche, die durch die Stirn
wand 10 in den Fahrgastraum dringen, entsprechend gesenkt
wird. Das Ausmaß der Geräuschreduzierung, die mit Hilfe der
an den Verbrennungsmotor 2 angekoppelten Verkleidungsplatte
11 erzielt wird, ist in dem Diagramm in Fig. 2 veranschau
licht. Die beiden Kurven dieses Diagramms zeigen das Ergeb
nis einer Schallmessung, die bei Straßenfahrt im Fahrgast
raum des Fahrzeugs in der Nähe des Fahrersitzes durchgeführt
wurde. Die ausgezogene Kurve zeigt die gemessene Schallin
tensität in dB (B) über der Motordrehzahl in einem Bereich
zwischen 3000 und 5000 min-1, wenn bei dem Fahrzeug die Un
terseite des Motorraums 6 nicht mit der beschriebenen Ver
kleidungsplatte 11 versehen ist. Die gestrichelte Kurve re
sultiert aus einem entsprechenden Meßvorgang mit vorhandener
Verkleidungsplatte 11 in der in Fig. 1 gezeigten Anordnung.
Wie der Vergleich der beiden Kurven zeigt, wird mit der be
schriebenen Anordnung der als aktiver Resonanzabsorber wir
kenden Verkleidungsplatte 11, wie durch die schraffierte
Fläche veranschaulicht, eine erhebliche Geräuschreduzierung
im Fahrgastraum des Fahrzeugs erzielt.
Die Gummielemente 12 haben in erster Linie die Aufgabe die
Verkleidungsplatte 11 spannungsfrei zu halten und den Kör
perschall zu reduzieren, der über die Verbindung zwischen
dem Verbrennungsmotor 2 und der Verkleidungsplatte 11 zu
letzterer geleitet wird. Durch geeignete Abstimmung der
Federsteifigkeit des Gummipuffers 13 kann zum einen er
reicht werden, daß die Verkleidungsplatte 11 bei einer ge
wünschten Frequenz in Resonanz kommt, zum anderen aber auch,
daß die Verkleidungsplatte derart zum Schwingen angeregt
wird, daß mit zunehmender Drehzahl Frequenz und Amplitude
zunehmen, also kein Resonanzfall eintritt. Die beschriebene
Anordnung läßt sich daher auf einfache Weise an die unter
schiedlichen praktischen Gegebenheiten anpassen.
Claims (5)
1. Schalldämmende Vorrichtung zur Abschottung wenigstens
einer Seite, vorzugsweise der Unterseite des Motorraums
eines Kraftfahrzeugs, bestehend aus einer Verkleidungsplatte,
die an ihren Rändern mit elastischen Halteelementen
an der Fahrzeugkarosserie befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verkleidungsplatte (11) zur Bildung eines aktiven
Flächenresonanzabsorbers mittels eines elastischen Verbindungselements
(13) quer zur Plattenhauptebene an den
im Fahrzeugrahmen elastisch gelagerten Motor (2) angekoppelt
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Resonanz der Verkleidungsplatte (11) im Frequenz
bereich der Schalldruckmaxima liegt.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2 zum Ab
decken der Unterseite des Motorraums eines Kraftfahrzeugs,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verkleidungsplatte (11) an die Ölwanne des Ver
brennungsmotors (2) angekoppelt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federsteifigkeit des Verbindungselements
(13) in der Größenordnung von 60 N/mm liegt, die
Verkleidungsplatte (11) an der Stelle ihrer Ankoppelung
an den Verbrennungsmotor (2) eine Federsteifigkeit von
ca. 10 N/mm hat und daß ihre Masse ca. 3 kg beträgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federsteifigkeit der Halteelemente (12) am
Rand der Verkleidungsplatte (11) etwa gleich der Federsteifigkeit
des Verbindungselements (13) ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853540693 DE3540693A1 (de) | 1985-11-16 | 1985-11-16 | Schalldaemmende vorrichtung zur abschottung des motorraums eines kraftfahrzeugs |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853540693 DE3540693A1 (de) | 1985-11-16 | 1985-11-16 | Schalldaemmende vorrichtung zur abschottung des motorraums eines kraftfahrzeugs |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3540693A1 DE3540693A1 (de) | 1987-05-21 |
| DE3540693C2 true DE3540693C2 (de) | 1989-11-30 |
Family
ID=6286164
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853540693 Granted DE3540693A1 (de) | 1985-11-16 | 1985-11-16 | Schalldaemmende vorrichtung zur abschottung des motorraums eines kraftfahrzeugs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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Families Citing this family (3)
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| DE3217784C2 (de) * | 1982-05-12 | 1985-12-19 | Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH, 8000 München | Schalldämpfendes Element mit Resonatoren |
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-
1985
- 1985-11-16 DE DE19853540693 patent/DE3540693A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE3540693A1 (de) | 1987-05-21 |
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