DE353235C - Dampfmesser, bei welchem die Anzeige vom Druckunterschied in zwei mit UEberlauf-Niveaureglung versehenen Fluessigkeitsbehaeltern abhaengt - Google Patents
Dampfmesser, bei welchem die Anzeige vom Druckunterschied in zwei mit UEberlauf-Niveaureglung versehenen Fluessigkeitsbehaeltern abhaengtInfo
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Description
- Dampfmesser, bei welchem die Anzeige vom Druckunterschied in zwei mit Überlauf-Niveaureglung versehenen Flüssigkeitsbehältern abhängt. Bei Meßgeräten, z. B. Dampfmessern der in der Patentschrift 155o68 beschriebenen Art, deren Anzeige von dem Druckunterschied in zwei mit Überlauf-Niveaureglung versehenen Flüssigkeitsbehältern abhängt, treten, wenn sie für Seeschiffe angewendet werden sollen, durch das Sch-,vanken große Ungenauigkeiten in der Anzeige auf, die hauptsächlich daher rühren, daß sich die Oberflächen der Druckflüssigkeiten und deren Abstände verändern und sich daher an der verschiebbaren Quecksilbersäule falsche Anzeigen ergeben. Dieser Übelstand soll dädurch behoben -,werden, daß die mit Überlauf-Niveaureglung versehenen Flüssigkeitsbehälter konzentrisch zueinander angeordnet .und vorzugsweise kugelförmig oder kugelähnlich ausgebildet werden, so daß beim Schwanken der Vorrichtung die Oberflächen möglichst gleich groß bleiben und bei der Stellung der Anzeigevorrichtung auf den Nullpunkt möglichst in einer Ebene liegen.
- Um auch eine Beeinträchtigung des Meßergebnisses durch Niveauschwankungen der den Druckunterschieden unterworfenen Flüssigkeiten im eigentlichen Meßapparat zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Aufhängung des Meßapparates so durchzuführen, daß er dauernd möglichst lotrecht hängt, unabhängig von den Bewegungen des Schiffes. Dieses wird dadurch erreicht, daß ein hohles Gelenk, ähnlich dem Kardangelenk, angeordnet wird, durch welches hindurch die Druckleitungen getrennt zu dem Meßapparat auf die Oberflächen des Ouecksilbers geführt werden. Durch das in den Hohlgelenken hängende Gewicht würden nun die Gelenke sehr bald abgenutzt und undicht werden. Um dieses zu vermeiden, wird das Gewicht des hängenden Meßapparates durch eine Feder oder ein Gengewicht möglichst aufgehoben.
- Die Abb, i und z zeigen ein Ausführungsbeispiel.
- Die Gefäße u und b stehen durch die Rohre r und r, in Verbindung mit dem Innern einer Rohrleitung vor und hinter einer Verengung in bekannter Weise. a und b sind etwa bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Die Abflußrohre e und e,_ regeln die Höhe des Wasserstandes in a und b. Die Rohre c und d leiten .den Druck durch das Hohlgelenk f in. den eigentlichen Meßapparat g. Die Feder h ist einesteils mit der mittelbar mit dem Schiffskörper verbundenen Tragvorrichtung i, anderseits mit .dem Meßapparat g verbunden und so gespannt, daß sie letzteren trägt und somit das Hohlgelenk f in seinen Drehpunkten entlastet. Statt dex Feder lc kann man auch (Abb. 3) ein Gegengewicht k anordnen, das die Wirkung hat wie die Feder da. Die Töpfe a und b mit den zugehörigen Leitungen, einschließlich der Teile f und i, machen die Bewegungen des Schiffes mit, während die Anzeigevorrichtung sich bestrebt, in steter lotrechter Lage zu bleiben. Bei sehr schweren Apparaten ist es nicht tunlich, die Gelenkvorrichtung anzuwenden. Für diesen Fall soll die innere Vorrichtung, z. B. die Quecksilbergefäße mit Anzeigevorrichtung, beweglich zum Schiffskörper gemacht werden. Die Anzeige wird praktisch genau genug, wenn hierbei die Stampfbewegung des Schiffes nicht berücksichtigt wird, dagegen wohl das Rollen, da bei letzterem bedeutend größere Ausschlagswinkel entstehen. Abb. .a. und 5 zeigen ein weiteres Ausführungbeispiel, eine pendelnde Aufhängung des Meßapparates. Das Innere des Gehäuses l steht durch das Druckrohr d mit dem Innern der Dampfleitung hinter der Verengung in Verbindung und ist mit Wasser gefüllt. Der Druck vor der Verengung wird durch das Rohr c und die elastische Leitung (wie z. B. Schlauch) o in das Innere der Quecksilbergefäße n geführt. Die Verbindung der Rohre c und d mit der Dampfleitung erfolgt auch in diesem Falle unter Zwischenschaltung von konzentrisch zueinander angeordneten kugeligen Flüssigkeitsbehältern mit Überlauf-Niveauregelung, wie solche bei a und b in Abb. i und 2 dargestelltsind. Das Ouecksilber wird aus n ebenfalls durch eine elOastische Verbindung in den Hohlkörper w gedrückt, welcher oben offen ist und mit dem Innern des Gefäßes in Verbindung steht, wo der Druck der Dampfleitung hinter der Verengung wirkt. in hängt in der Feder p, welche anderseits mit dem Bügel q verbunden ist, in welchem der Hohlkörper in. geführt wird. q ist drehbar in Gehäuse l angeordnet. Mit dem Hohlkörper in ist eine Zahnstange s verbunden, welche die Bewegungen von in auf das Zahnrad t überträgt. Die Achse zc .des Bügels q ist hohl und nimmt die Welle u des Zahnrades t auf. Auf -v sitzt die Zeigervorrichtungw, während z.B. das Zifferblattx fest auf der Hohlwelle zr sitzt. Die Bewegung vom Hohlkörper in wird also auf den Zeiger w übertragen und ergibt einen entsprechenden Ausschlag des Zeigers gegen das Zifferblatt x. Die ganze eigentliche Anzeigevorrichtung bestrebt sich, in bezug auf die rollende Bewegung des Schiffes in lotrechter Lage zu bleiben; das Gehäuse 1 bewegt sich also gegen die Anzeigevorrichtung. Diese kann beliebig sein und z. B. auch in einer Schreibuhr bestehen.
Claims (5)
- PATENT-ANSPRÜCFIE: r. Dampfmesser, bei welchem die Anzeige vom Druckunterschied in zwei mit überlauf-Niveaureglung versehenen Flüssigkeitsbehältern abhängt, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitsbehälter (a, b) konzentrisch zueinander und vorzugsweise kugelförmig oder kugelähnlich ausgebildet sind.
- 2. Dampfmesser nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtung (g) mit den konzentrischen Flüssigkeitsbehältern (a, b) derart gelenkig verbunden ist, daß ihre druckbeeinflußten Teile bzw. Druckflüssigkeit enthaltenden Behälter auch bei schwankenden Trägern in lotrechter oder annähernd lotrechter Lage, wenigstens mit Bezug auf eine Drehungsachse, verharren.
- 3. Dampfmesser nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch zwei in einem fest mit der Unterlage (Schiffe verbundenen Gehäuse pendelnd aufgehängte kommunizierende Gefäße (m, n), von denen jedes unter dem Druck eines der beiden konzentrisch zueinander angeordneten Flüssigkeitsbehälter (a, b) steht.
- 4. Dampfmesser nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden pendelnd aufgehängten kommunizierenden, unter Differenzdrucken stehenden Gefäße (m, n) in ihrem Gehäuse um konzentrische Achsen schwingbar sind, und zwar das eine (m) unter Vermittlung eines Bügels, an dem es federnd aufgehängt ist, so daß es außer seiner Pendelbewegung j e nach seiner von dem Druckunterschied abhängigen Füllung eine Bewegung in der Höhenrichtung vollführt, die auf eine Anzeigevorrichtung übertragen wird.
- 5. Dampfmesser nach Anspruch i bis ¢, dadurch gekennzeichnet, daß das pendelnd und federnd aufgehängte Gefäß (m) mit einer Zahnstange (s) verbunden ist, welche ihre Bewegung auf ein Zahnrad (t) überträgt, das auf einer Welle sitzt, welche die Hohlwelle des Tragbügels des Gefäßes (m) durchsetzt und außerhalb des Gehäuses einen Zeiger trägt, der auf einem von der Bügelhohlwelle getragenen- Zifferblatt spielt.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE353235T | 1918-01-08 |
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| DE1918353235D Expired DE353235C (de) | 1918-01-08 | 1918-01-08 | Dampfmesser, bei welchem die Anzeige vom Druckunterschied in zwei mit UEberlauf-Niveaureglung versehenen Fluessigkeitsbehaeltern abhaengt |
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1918
- 1918-01-08 DE DE1918353235D patent/DE353235C/de not_active Expired
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