DE353088C - Vorrichtung zum Entlueften und Entstauben von Saecken, Faessern und aehnlichen Behaeltern beim Fuellen durch automatische Waagen - Google Patents

Vorrichtung zum Entlueften und Entstauben von Saecken, Faessern und aehnlichen Behaeltern beim Fuellen durch automatische Waagen

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DE353088C
DE353088C DE1920353088D DE353088DD DE353088C DE 353088 C DE353088 C DE 353088C DE 1920353088 D DE1920353088 D DE 1920353088D DE 353088D D DE353088D D DE 353088DD DE 353088 C DE353088 C DE 353088C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B1/00Packaging fluent solid material, e.g. powders, granular or loose fibrous material, loose masses of small articles, in individual containers or receptacles, e.g. bags, sacks, boxes, cartons, cans, or jars
    • B65B1/28Controlling escape of air or dust from containers or receptacles during filling

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Entlüften und Entstauben von Säcken, Fässern und ähnlichen Behältern beim Füllen durch automatische Waagen. Fs sind bereits selbsttätige Waagen verschiedener Konstruktionen z. B. Librawaagen bekannt, die sich namentlich zum Füllen und Abwägen von Säcken, Fässern u. dgl. für große Mengen Mehl wie Thomasschlacke, Zement, Kal::stickstoff usw. gut bewährt haben und dauernd eine derartige Genauigkeit gewährleisten, so daß sie als eichfähig von den Behörden zugelassen sind.
  • Bei allen diesen Waagen muß aber das Hauptaugenmerk auf eine gute Entlüftung des angehängten Sackes us;v. gerichtet werden. Diese ist von ausschlaggebender Bedeutung für die genaue Wägung und zugleich die Entstaubung für die Brauchbarkeit und Zulässigkeit der Waage im gesundheitlichen Interesse der Bedienungsmannschaft; denn fast alle Materialien wirken in Mehlform, als Staub eingeatmet, gesundheitsschädlich auf den menschlichen Organismus.
  • In früheren Zeiten kamen fast ausschließlich -luftdurchlässige Jutesäcke zur Verwendung, die beim Hineinfallen des. Füllmaterials die -überschüssige, staubdurchsetzte Luft auf dem ganzen Umfang des Sackes durch die Poren bzw. Maschen entweichen ließen. Zur Absaugung dieser schädlichen Luft bediente man sich sogenannter Sackschirme, die den Sack in seiner ganzen Höhe und im halben Umfang in dem für die Bedienung erforderlichen großen Abstand umgaben, so daß die an den Sackschirm angesdhlossene Saugvorrichtung unnötige Mengen Luft bewältigen mußte und infolgedessen diese Entstaubungsanlagen sehr kostspielig waren. In der jetzigen Zeit, wo es an Jute und anderen Gewebestoffen durchaus mangelt, ist die Industrie auf Papiersäcke angewiesen, die vollkommen luftundurchlässig sind.
  • Deshalb entsteht beim Füllen an der selbsttätigen Waage eine ziemlich stärke Luftpressung in den Säcken, wodurch die Genauigkeit der Wägung stark beeinflußt wird und außerdem eine häufige- Zerstörung der Säcke eintritt, sobald die zusammengepreßte Luft keinen natürlichen Ausweg findet.
  • Letzteren verschafft sich der Luftdruck jedoch meistens -an allen möglichen Stellen entweder durch die beweglichen Verbindungsteile der Waage oder durch die Falten des Papiersackes am Sackstutzen und belästigt so dauernd die Bedienungsmannschaft.
  • Die Säcke müssen nämlich, um überhaupt ein schnelles Umlegen um den Sackstutzen zu ermöglichen, eine entsprechend größere Weite haben, wie der Umfang des Stutzens selbst und muß der überschüssige Teil des Sackumfangs nach dem Überziehen über den Stutzen umgefaltet werden, damit die Sackschnalle eine genügende Pressung zwischen Stutzen und Sack ausüben kann und ein Abrutschen des Sackes vermieden wird. An der Falte selbst liegt der Sack dreifach unter dem Schnallenriemen und kann daher bei dem plötzlichen Übergang in die einfache Unterlage des Sackes die Pressung des Riemens nicht gleichmäßig sein. An beiden Seiten der Falte findet daher die im Sack genügend zusammengepreßte Luft einen geringen Ausweg und stößt mit starkem Strahl das Mehl heraus, dem bedienenden Mann, entgegen; denn die fragliche Falte kann naturgemäß nur auf der dem Bedienungsmann zugewandten Seite gelegt werden.
  • Eine an dieser Stelle für den starken Strahl und die übrigen genannten Staubausströmungen wirksame Absaugevorrichtung würde aber die Bedienung der Waage behindern und den Wert der Waage unter die H.andwägung stellen.
  • Es ist nun vorgeschlagen, den Sackstutzen mit den oberhalb der Waage befindlichen Transportmaschinen oder Behältern durch Rohre und Schläuche zu verbinden, die unter Vakuum gehalten werden. Alle derartigen Verbindungen beeinflussen jedoch die Genauigkeit :der Wägungen durch Erzeugung von Druckdifferenzen zwischen Außen- und Innenluft, durch Ablagerung von Material in den Verbindungsleitungen, durch Verstopfung derselben und haben sich deshalb als unbrauchbar erwiesen.
  • Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung hilft dem Übelstand dadurch ab, daß ein Teil der selbsttätigen Waage unter dem Füllmechanismus z. B. der Sackstutzen derart ausgebildet ist, daß der Innenraum des angeschnallten Sackes stets mit der Außenluft in Verbindung bleibt, also ein Luftüberdruck im Sack nicht entstehen und jederzeit die überschüssige Luft ohne Pressung in einer vorgeschriebenen Richtung frei' abziehen kann. Dieser Luftauslaß .ist zweckmäßig auf der rückwärtigen Seite der Waage angeordnet und so gestaltet, daß Materialablagerungen, die die Wägung beeinflussen würden, in demselben nicht stattfinden können und außerdem die austretende Luft eine bes.immte Richtung erhält, die einem in geringem freien Abstand, der erforderlich ist, um .den Sack unbehindert über den Stutzen schieben zu können, vorgeschalteten Saugtrichter entgegenströmt und restlos von demselben durch Exhaustor o. dgl. angesaugt wird.
  • Auf der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt Abb. i den Sackstutzen einer selbsttätigen Waage im Aufriß und teilweisen Schnitt und Abb. 2 im Querschnitt. a ist hierbei die Bedienungsseite, b .die rückwärtige oder Gewichtsseite der Waage. Während der .Sack sich -durch die Füllöffnung c allmählich füllt, .entweicht die Luft durch den Kanal d der Staubabsaugung e entgegen. Das herabfallende Material wird durch den schrägen Wulst f von dem Luftkanal abgelenkt, so daß die ausströmende Luft wenig Staubteilchen mitreißt. In Abb.3 ist der Kanal zu einem Schlitz verkümmert. der ebenso den schrägen Wulst als Überfall erhält. Der Wulst kann auch, wie in Abb. 3 punktiert, an dem festen Oberteil der Waage sitzen und darunter durch Fortlassen der beweglichen Verbindung zwischen Oberteil und Sackstutzen der Schlitz gebildet werden. In Abb. .4 ist ein allseitig geschlossener, von der Wandung des Sackstutzens. unabhängiger Kanal g dargestellt, der in den oberen festen Teil der Waage mündet.

Claims (5)

  1. PATEI\TT-ANsPRÜcHE: i. Vorrichtung zum Entlüften und Entstauben eines am Auslaufstutzen einer selbtstätigen Waage angeschnallten Sakkes, Fasses oder ähnlichen Behälters dadurch gekennzeichnet, daß vor dein in ständiger Verbindung mit der Außenluft stehenden Luftkanal (d) in geringem Abstande ohne feste Verbindung mit dem Kanal selbst -eine Saugvorrichtung (e) angeordnet ist, derart, daß durch die stetige Ansaugung der Außenluft ein Luftauftrieb in dem Kanal entsteht, ohne jedoch einen Unterdruck in dem Sack, Faß o. dgl. zu erzeugen und die Wägung selbst in irgendeiner Weise zu beeinträchtigen.
  2. 2. Vorrichtung zum Entlüften und Entstauben nach Anspruch i, dadurch gekenzeichnet, daß der Luftkanal nur durch steile Wände begrenzt .ist, also eine Ablagerung von. Material in demselben nicht stattfinden kann.
  3. 3. Vorrichtung zum Entlüften und Entstauben nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanalwand außen in der Füllöffnung mit einem schräges Wulst (f) versehen ist, so daß das herabfallende Material dem aufsteigenden Luftstrom nicht entgegenschlägt, also möglichst wenig Staubentwicklung eintritt. q..
  4. Vorrichtung zum Entlüften und Entstauben nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Verbindung zwischen Sackstutzen und festem Oberteil stellenweise ausgespart ist, als Ersatz für den Luftkanal.
  5. 5. Vorrichtung zum Entlüften und Entstauben nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftkanal ungefähr mit Unterkante beweglichen Sackstutzen abschneidend, jedoch frei im Innern des Stutzens hochführt bis zum festen Teil der Waage und hier ausmündet.
DE1920353088D 1920-09-21 1920-09-21 Vorrichtung zum Entlueften und Entstauben von Saecken, Faessern und aehnlichen Behaeltern beim Fuellen durch automatische Waagen Expired DE353088C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE886079C (de) * 1948-10-02 1953-08-10 Michael Siegburg Abfuellstutzen an selbsttaetigen Waagen
DE1280128B (de) * 1964-05-21 1968-10-10 Librawerk Pelz & Nagel Kg Sackhaltevorrichtung
WO2014202613A1 (de) * 2013-06-17 2014-12-24 Haver & Boecker Ohg Packmaschine und verfahren

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