DE35277C - Schiebereinrichtung für Gaskompressoren und trockene Vacuumpumpen - Google Patents

Schiebereinrichtung für Gaskompressoren und trockene Vacuumpumpen

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DE35277C
DE35277C DENDAT35277D DE35277DA DE35277C DE 35277 C DE35277 C DE 35277C DE NDAT35277 D DENDAT35277 D DE NDAT35277D DE 35277D A DE35277D A DE 35277DA DE 35277 C DE35277 C DE 35277C
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compression
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DENDAT35277D
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A. OSENBRÜCK in Hamburg, Uhlenhorst, Wandsbecker Stieg Nr. 32/34
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04BPOSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B39/00Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00
    • F04B39/08Actuation of distribution members

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Compressor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wenn die Einwirkung der schädlichen Räume auf den Effect von Gascompressoren oder Vacuumpumpen durch Benutzung von bekannten Vorrichtungen beseitigt wird, welche am Ende jedes Kolbenhubes einen Spannungsausgleich auf beiden Kolbenseiten herbeiführen, so kann mit Vortheil statt der frei spielenden Saug- und Druckventile eine der bekannten zwangläufigen Steuerungen, z. B. eine Schiebersteuerung, angewendet werden.
Die Tourenzahl, welche bei Gaspumpen'mit Ventilen sehr begrenzt ist, so dafs nur eine Maximalkolbengeschwindigkeit von durchschnittlich 50 M. pro Minute erreicht wird, kann dann erheblich gesteigert und die Dimensionen ■ der Pumpe können proportional vermindert werden; Schwierigkeiten liegen für Compressoren, welche mit flüchtigen Körpern arbeiten, in der Dichthaltung der Schieberflächen und der Schieberstangenstopfbüchse.'
In folgendem gebe ich die Beschreibung, wie ich das Dichthalten der Schieberfläche erziele. . .
Der Schieber A, Fig. 1, ist ein gewöhnlicher Muschelschieber mit dem Druckkanal 1, welcher in einen Rohrstutzen 2 mündet, und der Saugekammer 3. Das Gas oder die Luft wird durch den Kanal 4 eingesaugt und durch das Rohr 5 abgeführt. Der Druck in dem Schieberkasten und dem Abführungsrohr 5 sind gleich. Der Schieber wird vollständig mit einem geeigneten Schmiermaterial (Oleonaphta) bedeckt erhalten, was durch einen entsprechend angebrachten Oelstandsapparat controlirt wird. Die Schieberflächen werden also, namentlich unter Berücksichtigung der niedrigen Temperatur, in der vorzüglichsten Weise geschmiert und dadurch besser conservirt, als es z. B. bei Dampfmaschinen möglich ist, bei denen die schlecht geschmierten Reibungsflächen unter hoher Temperatur stehen und meistens eine gröfsere und raschere Bewegung haben.
Es handelt sich nur darum, zu verhindern, dafs das Schmiermaterial von den comprimirten Gasen oder der Luft zerstäubt und mit fortgerissen wird, was ohne besondere Vorrichtungen um so sicherer geschehen würde, als dasselbe bei rascher Schieberbewegung stürmisch in. dem Schieberkasten herumwirbelt und zu Schaum gepeitscht wird. Es wird dies folgendermafsen verhütet:
Zwischen dem Schieber C, Fig. 1, welcher mit seiner Hülse den Rohrstutzen α des Vertheilungsschiebers A öldicht umschliefst und dem Schieberspiegel des Schieberkastendeckels B ist ein durch einen bekannten Steuerungsmechanismus bewegter Compressionsschieber K eingeschaltet, dessen beide Parallelflächen dicht auf deren correspondirenden Flächen schliefsen.
Alle drei Schieber werden durch die zwischen A und C angebrachte Spiralfeder gegen, ihre Spiegel gedrückt.
Eine zweite Schieberconstruction, zu gleichem Zwecke wie die eben beschriebene, ist in Fig. 2 dargestellt.
A ist der Grundschieber (Muschelschieber) mit Saugkammer 3 und den Druckkanälen 1. Auf der oberen Spiegelfläche dieses Grundschiebers ist der Compressionsschieber R angebracht, welcher durch einen bekannten Steuerungsmechanismus bewegt wird. ' Auf dem Rücken des Schiebers R befindet sich eine die

Claims (3)

kreisrunde, kegelförmig verengte Ausmündung 2 der Druckkanäle umschliefsende Kugelringflä'che abcd. Der Schieberkastendeckel besitzt eine cylindrische Verlängerung B, welche als OeI- oder Schmierkammer dient und an dem diese Kammer oben abschliefsenden Deckel ist ein in die Oelkammer ragender, mit hohlem, dicht schliefsendem Kolben K versehener Cylinder C angebracht. Der Kolben K trägt unten eine gleiche Kugelringfläche wie die auf dem Compressionsschieber R befindliche. Zwischen beiden Kugelflächen ist das bewegliche Druckrohr D eingesetzt, dessen Enden in Kugelzonen abcd und f g h k ausmünden. Zwischen die Flantschen 4 und 5 kommt ein OeI-standsapparat und vor dem Plantsch 6 ein Druckreducirungsventil, dessen Abführrohr entweder in eine auf der Mitte der Länge des Compressors angebrachte Bohrung oder in das Absaugerohr desselben mündet. Der Schmierbehälter B ist etwa bis zur Mitte des Kolbens K mit Schmiermaterial gefüllt, so dafs alle beweglichen Theile geschmiert werden. Der Druck in dem Schmierbehälter wird durch das Reducirventil 6 niedriger als der Compressionsdruck erhalten, und zwar um so viel, als zur Erzeugung eines für die Dichthaltung der Kugelflächen des Druckrohres hinreichenden Differentialdruckes erforderlich scheint, hängt also von den Querschnittsdimensionen des Druckrohres und des hohlen Kolbens, sowie von dem im Compressor vorkommenden Compressionsdruck ab. Bei der hin- und hergehenden Bewegung des. Schiebers R oscillirt das Druckrohr D um die Kugelfläche des Kolbens K. Durch Undichtigkeit in' den Raum B gelangende Gase bewirken hier eine Druckerhöhung und werden durch das Druckreducirungsventil abgeführt. Beide Compressionsschieber K, Fig. 1, und i?, Fig. 2, sind bestimmt, zu verhindern, dafs die Absaugeseite des Compressors sich bei Umsteuerung durch den Grundschieber unter Compressionsdruck stellt, wodurch der Arbeitsaufwand zwecklos vermehrt werden würde. Je nach der Höhendifferenz zwischen dem Absauge- und Compressionsdruck der luftförmigen Körper ändert sich auch die Länge des Kolbenweges, welche zurückgelegt werden mufs, um den Compressionsdruck zu erreichen. Er wird um so früher erreicht, je näher sich der Absauge- und Compressionsdruck liegen, um so später, je gröfser dieser D'ruckabstand ist. Hieraus folgt, dafs bei einer constanten mittleren Einstellung des Compressionsschiebers dieser im ersten Falle zu spät, im zweiten Falle zu früh öffnen und dadurch einen unnöthigen Kraftmehraufwand herbeiführen würde, nämlich im ersten Falle durch Ueberhöhung, im zweiten Falle durch zu frühen Eintritt des Compressionsdruckes. Soll dies verhindert werden, so mufs der Compressionsschieber für jede auftretende Druckdifferenz besonders eingestellt werden, was offenbar unsicher ist. Der Zweck wird nun wie folgt erreicht: Jeder Cylinderdeckel der Pumpe erhält ein sich nach aufsen öffnendes Druckausgleichventil ν, Fig. ι und 2, welches mit der Druckleitung des Compressors in Verbindung steht. Der Compressionschieber K bezw. R wird für den gröfsten in dem Compressor vorkommenden Abstand zwischen. Absauge- und Compressionsdruck constant eingestellt. Bei eintretenden Verschiebungen zwischen Absauge- und Compressionsdruck, durch welche der Compressionsdruck im Compressor früher herbeigeführt wird, als der Compressionsschieber öffnet, verhindern die Druckausgleichventile eine Ueberhöhung des Compressionsdruckes dadurch, dafs sie den geringen Ueberschufs an Luft oder Gas in die Druckleitung entweichen lassen. Paten τ-Ansprüche:
1. Um bei Gascompressoren oder trockenen Luftpumpen zu vermeiden, dafs das comprimirte Gas oder die abgesogene Luft seinen bezw. ihren Weg direct durch den bis zu einer gewissen Höhe mit Schmiermaterial gefüllten Schieberkasten nimmt, der Grundschieber (Muschelschieber A, Fig. 1) mit Rohrstutzen (a) in Verbindung mit der durch Federdruck direct oder indirect gegen die Schieberdeckel geprefsten Kappe (C).
2. Um bei der Umsteuerung des im Anspruch i. bezeichneten Grundschiebers den Rücktritt der comprimirten Gase in die Absaugeseite des Cylinders zu verhüten, ein zwischen dem Schieberdeckel und der Kappe (C) eingeschalteter, selbstständig bewegter Compressionsschieber K.
3. Als Variante der durch die Ansprüche 1. und 2. bezeichneten Schiebereinrichtung die Verbindung des Grundschiebers (A) mit einem direct aufgelegten Compressionsschieber (R, Fig. 2) mit dem im Schieberdeckel abgedichteten Kolben (K) und dem in Kugelflächen gegen den letzteren und den Compressionsschieber abgedichteten Verbindungsrohr (D).
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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